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Dokumentenidentifikation DE10030162A1 03.01.2002
Titel Vorrichtung zum Aufzeichnen eines elektrostatischen Musters auf einen Bildzylinder
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Kostyk, Douglas, Victor, N.Y., US;
Rohde, Domingo, 24111 Kiel, DE
DE-Anmeldedatum 20.06.2000
DE-Aktenzeichen 10030162
Offenlegungstag 03.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2002
IPC-Hauptklasse B41J 2/395
Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine, in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers vorgeschlagen. Die Aufzeichnungsvorrichtung umfasst mindestens einen elektrografischen Schreibkopf, der mindestens eine Schreibleiste aufweist, die mehrere mit der Aufzeichnungsoberfläche in Kontakt bringbare, mit einer elektrischen Spannung beaufschlagbare Kontaktelemente aufweist. Die Aufzeichnungsvorrichtung (1) zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Kontaktelemente (13) elektrisch miteinander verbunden sind und dass die beim Kontaktieren der Aufzeichnungsoberfläche (3) gebildeten Kontaktflächen dieser Kontaktelemente (13) in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) versetzt zueinander sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine, in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP 0 786 705 A1 geht eine Aufzeichnungsvorrichtung der hier angesprochenen Art hervor, die für ein aus der EP 0 713 155 A2 hervorgehendes neues Druckverfahren beziehungsweise Drucksystem einsetzbar ist. Die Aufzeichnungsvorrichtung umfasst einen Schreibkopf mit einer Schreibleiste, die eine Anzahl flexibler, elektrisch leitender Kontaktelemente aufweist. Diese sind mit einer Schreibkonsole elektrisch verbunden, die die Kontaktelemente einzeln ansteuert und mit einer variierbaren elektrischen Spannung versorgt. Mit Hilfe der Kontaktelemente werden elektrostatische Ladungen auf eine dielektrische Aufzeichnungsfläche eines rotierbaren Bildzylinders aufgebracht, um ein elektrostatisches Muster mit geladenen und ungeladenen Bereichen zu formen, das einem elektronischen Bild entspricht. Dazu werden die einzeln ansteuerbaren Kontaktelemente in Anlage mit der Aufzeichnungsoberfläche gebracht, die in einer beispielsweise rechtwinkligen Matrix angeordnete, elektrisch leitende Bildelemente aufweist und üblicherweise relativ gegenüber den Kontaktelementen verlagert wird. Das erzeugte Ladungsmuster wird im Folgenden durch eine Druckfarbe, beispielsweise Flüssig- oder Trockentoner, sichtbar gemacht, wobei die Druckfarbe sich an den aufgeladenen Bereichen der Aufzeichnungsoberfläche anlagert. Das durch die Druckfarbe sichtbar gemachte Bild wird dann vom Bildträger auf ein Drucksubstrat, wie zum Beispiel einen Papierbogen, übertragen.

Die Kontaktelemente sind senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche in einer Reihe angeordnet, wobei jeweils ein Kontaktelement - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - einer Spalte der Bildelementen-Matrix zugeordnet und fluchtend zu dieser angeordnet ist. Beim Aufsetzen des Schreibkopfs auf den Bildzylinder kontaktieren die Kontaktelemente gleichzeitig eine senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche verlaufende Reihe der Bildelementen-Matrix. Aufgrund dieser Ausgestaltung des Schreibkopfes werden die Bildelementenreihen nacheinander aufgeladen, wobei jedem Kontaktelement eine eigene Spannungsquelle, beispielsweise ein Treiber, zugeordnet ist. Die Aufzeichnungsvorrichtung weist daher einen sehr aufwendigen und somit kostenintensiven Aufbau auf. Ferner ist der Bauraum zur Unterbringung der Spannungsquellen sehr groß.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Aufzeichnungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweist.

Zur Lösung der Aufgabe wird eine Aufzeichnungsvorrichtung vorgeschlagen, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens zwei Kontaktelemente elektrisch miteinander verbunden sind und dass die beim Kontaktieren der Aufzeichnungsoberfläche gebildeten Kontaktflächen diese Kontaktelemente in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche versetzt zueinander sind. Im Zusammenhang mit der hier vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "Kontaktfläche" ein Flächenbereich verstanden, in dem die Spitze des Kontaktelements an der Aufzeichnungsoberfläche anliegt. Die jeweilige Kontaktfläche wird also immer erst dann gebildet, wenn das Kontaktelement in Anlage mit dem Bildträger gebracht wird. Die beispielsweise über eine Leiterbahn, Leitung oder dergleichen elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente können an eine gemeinsame Spannungsquelle angeschlossen werden, die die Kontaktelemente mit einer variierbaren elektrischen Spannung beaufschlagt. Die Spannung ist vorzugsweise immer genau so groß, um ein gewünschtes elektrisches Potential auf ein von einem der beiden Kontaktelemente kontaktierten Bildelement aufzubringen. Erfindungsgemäß werden die mit Hilfe der elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente aufzuladenden, in der gleichen Reihe der Bildelementen-Matrix angeordneten Bildelemente also nicht - wie bei bekannten Aufzeichnungsvorrichtungen - gleichzeitig mit dem jeweiligen elektrischen Potential aufgeladen, sondern nacheinander. Aufgrund der Verwendung von nur einer Spannungsquelle zur Ansteuerung von mindestens zwei Kontaktelementen können die Kosten für die Aufzeichnungsvorrichtung verringert werden.

Der Abstand zwischen den Kontaktflächen der miteinander verbundenen Kontaktelemente in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche ist zumindest so groß, dass während das erste Kontaktelement das aufzuladende Bildelement einer ersten Bildelementenreihe zumindest gerade noch kontaktiert, das zweite Kontaktelement, mit dessen Hilfe kurz vorher ein anderes Bildelement einer vorhergehenden Bildelementenreihe mit einer gleichen oder anderen elektrischen Ladung aufgeladen worden ist, dieses Bildelement nicht mehr kontaktiert. Durch eine entsprechende Umschaltung der an die miteinander kurzgeschlossenen Kontaktelemente angelegten Ausgangsspannung der Spannungsquelle in Abhängigkeit der Relativposition der Bildelemente gegenüber den zumindest im Wesentlichen ortsfest angeordneten Kontaktelementen kann eine einzelne Spannungsquelle ohne weiteres auch zum Ansteuern von mehr als zwei Kontaktelementen, beispielsweise von drei Kontaktelementen, eingesetzt werden.

Der Abstand der Kontaktflächen der elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche beträgt bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante, bei der lediglich zwei Kontaktelemente elektrisch miteinander und mit einer gemeinsamen Spannungsquelle elektrisch verbunden sind, den halben Abstand zwischen zwei Bildelementen der Matrix. Bei einer anderen Ausführungsvariante, bei der drei Kontaktelemente miteinander kurzgeschlossen sind, liegt der Abstand von zwei benachbarten Kontaktelementen in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche in einem Bereich von circa einem Drittel des Abstands zwischen den Bildelementen.

Die Spannungsquelle ist bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel von einer Endstufe, insbesondere von einem elektronischen Treiber gebildet.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung sind mindestens drei der Kontaktelemente des Schreibkopfs elektrisch miteinander verbunden, so dass die Anzahl der für den Schreibkopf benötigten elektrischen Spannungsquellen weiter reduziert werden kann.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipskizze eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsvorrichtung, nämlich einen Ausschnitt einer von Kontaktelementen eines elektrografischen Schreibkopfs kontaktierten Aufzeichnungsoberfläche;

Fig. 2 eine Prinzipskizze eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsvorrichtung;

Fig. 3 ein Diagramm, in dem die Ausgangsspannung einer mit mindestens zwei Kontaktelementen verbundenen elektrischen Spannungsquelle über der Zeit aufgetragen ist und

Fig. 4 bis 7 jeweils eine Prinzipskizze der Aufzeichnungsvorrichtung gemäß Fig. 2, wobei die Aufzeichnungsoberfläche in verschiedenen Relativpositionen gegenüber dem Schreibkopf dargestellt ist.

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Teil eines Ausführungsbeispiels einer Aufzeichnungsvorrichtung 1, die zum Erzeugen eines elektrostatischen Musters, das einem aufzuzeichnenden elektronischen Bild entspricht, auf eine Aufzeichnungsoberfläche 3 eines Bildträgers 5 dient. Die Bewegungsrichtung 7 des Bildträgers 5 während des Aufzeichnens eines elektrostatischen Musters ist mit einem Pfeil angedeutet. Der Bildträger 5 ist hier von einem um seine Längsmittelachse rotierbaren Bildzylinder gebildet, der vorzugsweise so ausgebildet ist, wie in der EP 0 713 155 A2 beschrieben, deren Inhalt zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht wird.

Auf der Aufzeichnungsoberfläche 3 des Bildträgers 5 sind in einer rechtwinkligen Matrix angeordnete, elektrisch leitende Bildelemente 9 angeordnet, die mit unterschiedlichen elektrischen Potentialen aufladbar sind. Die Bildelemente 9 sind also elektrisch gegeneinander isoliert, das heißt, in dem Freiraum beziehungsweise Zwischenraum zwischen benachbart angeordneten Bildelementen 9 ist ein Dielektrikum vorgesehen.

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind von der Bildelementen-Matrix Spalten S1 bis S23 und Reihen R1 bis R4 dargestellt. Die Spalten der Bildelementen- Matrix sind hier parallel zur Bewegungsrichtung 7 des Bildzylinders und die Reihen quer zur Bewegungsrichtung 7 ausgerichtet.

Die Aufzeichnungsvorrichtung 1 umfasst ferner einen am Umfang des Bildzylinders angeordneten elektrografischen Schreibkopf 11, von dem in Fig. 1 lediglich eine Anzahl elektrisch leitender Kontaktelemente 13/1 bis 13/23 dargestellt ist. Die an einer sich über die gesamte Länge des Bildzylinders erstreckende Schreibleiste (nicht dargestellt) angebrachten Kontaktelemente 13 sind - in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - nebeneinander angeordnet, wobei der Abstand zwischen den Kontaktelementen 13 so gewählt ist, dass jeweils ein Kontaktelement 13 einer Spalte der Bildelementen-Matrix zugeordnet ist. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung des Schreibkopfes so gewählt, dass das Kontaktelement 13/1 der Spalte S1, das Kontaktelement 13/2 der Spalte S2, . . ., das Kontaktelement 13/22 der Spalte S22 und das Kontaktelement 13/23 der Spalte S23 zugeordnet ist.

Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind jeweils zwei benachbart angeordnete Kontaktelemente elektrisch miteinander verbunden, wobei jedes der Kontaktelementen- Paare jeweils mit einer Spannungsquelle, die vorzugsweise als elektronischen Treiber ausgebildet ist, elektrisch verbunden ist. Mit Hilfe des Treibers ist das Kontaktelementen- Paar mit einer variierbaren elektrischen Spannung beaufschlagbar. In Fig. 1 sind der Übersichtlichkeit halber die elektrischen Verbindungen von lediglich drei der Kontaktelementen-Paare dargestellt, wobei die Kontaktelemente 13/1, 13/2, die Kontaktelemente 13/3, 13/4 und die Kontaktelemente 13/5, 13/6 jeweils ein Paar bilden. Die elektrische Verbindung zwischen den Kontaktelement-Paaren sind hier als Leitungen 15/1, 15/2 beziehungsweise 15/3 angedeutet, die mit einem ersten Treiber 17/1, einem zweiten Treiber 17/2 beziehungsweise einem dritten Treiber 17/3 verbunden sind.

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass bei den anhand der Fig. 1 bis 7 beschriebenen Ausführungsbeispielen die Kontaktelemente so ausgebildet und beim Kontaktieren der Aufzeichnungsoberfläche so in Anlage mit dieser gebracht werden, dass die zwischen dem jeweiligen Kontaktelement und der Aufzeichnungsoberfläche gebildete Kontaktfläche sich an der Spitze der Kontaktelemente befindet.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist jedes zweite der Kontaktelemente 13 unterschiedlich lang, wobei deren Anordnung an der nicht dargestellten Schreibleiste vorzugsweise so gewählt ist, dass deren den Treibern 17 zugewandtes Ende - quer zur Bewegungsrichtung 7 gesehen - miteinander fluchten. Ferner ist ersichtlich, dass die beim Kontaktieren der Aufzeichnungsoberfläche 3 gebildeten Kontaktflächen der Kontaktelemente 13 - in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - versetzt zueinander sind, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel die Kontaktfläche von jedem zweiten Kontaktelement zu der Kontaktfläche mindestens eines benachbart angeordneten Kontaktelements in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 versetzt angeordnet ist. Die Kontaktflächen der elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente eines Kontaktelementen-Paares weisen hier in Bewegungsrichtung 7 einen so großen Abstand voneinander auf, dass beispielsweise die Kontaktfläche des Kontaktelements 13/1 bereits das in der dritten Bildelementenreihe R3 angeordnete Bildelement 9 kontaktiert, während das Kontaktelement 13/2 sich noch im schleifenden Kontakt mit dem in der zweiten Bildelementenreihe R2 angeordneten Bildelement 9 befindet.

Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel stellt die Vorderkante der Kontaktelemente 13 die Kontaktfläche zum Bildelement 9 dar.

Im Folgenden wird die Ansteuerung der Kontaktelementen-Paare mittels des zugeordneten elektronischen Treibers anhand des Kontaktelementen-Paares 13/1, 13/2 näher erläutert. In der in Fig. 1 dargestellten Relativposition der Aufzeichnungsoberfläche 3 gegenüber den zumindest im Wesentlichen ortsfest angeordneten Kontaktelementen 13 beaufschlagt der Treiber 17/1 die Kontaktelemente 13/1, 13/2 mit einer elektrischen Spannung, deren Wert dem der auf das in der Spalte S2, Reihe R2 angeordnete Bildelement 9, das von dem Kontaktelement 13/2 kontaktiert wird, aufzubringenden elektrischen Ladung entspricht. Dabei wird auch das in der Spalte S1, Reihe R3 angeordnete Bildelement 9, das zu diesem Zeitpunkt von dem Kontaktelement 13/1 kontaktiert wird, mit derselben Spannung aufgeladen. Nachdem die Aufzeichnungsoberfläche 3 in Bewegungsrichtung 7 so weit weiterbewegt ist, dass das Kontaktelement 13/2 keinen Kontakt mehr zu dem in der Spalte S2, Reihe R2 angeordneten Bildelement 9 aufweist, beaufschlagt der Treiber 17/1 das Kontaktelementen-Paar 13/1, 13/2 mit der elektrischen Spannung, mit der das in Spalte S1, Reihe R3 angeordnete Bildelement aufgeladen werden soll. Das Aufladen des jeweiligen Bildelements erfolgt vorzugsweise immer kurz bevor der elektrische Kontakt zwischen dem Bildelement und dem zugeordneten Kontaktelement unterbrochen wird.

Es wird ohne weiteres deutlich, dass auch mehr als zwei Kontaktelemente miteinander und mit einem einzigen Treiber 17 elektrisch verbunden werden können, so dass die Anzahl der iür den Schreibkopf 13 benötigten Treiber weiter reduziert werden kann. Die Anzahl der elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente, die von einem gemeinsamen Treiber (elektrische Spannungsquelle) angesteuert werden, ist abhängig von der Genauigkeit der mechanischen Bauteile, der Verlagerungsgeschwindigkeit der Aufzeichnungsoberfläche 3 sowie der Geschwindigkeit, wie schnell von den Treibern die elektrische Ladung auf die Bildelemente aufgebracht werden kann. Sofern lediglich zwei Kontaktelemente 13 kurzgeschlossen und mit einem Treiber gekoppelt sind, entspricht der Abstand der Kontaktflächen der Kontaktelemente in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 vorzugsweise dem halben Abstand zwischen zwei benachbart angeordneten Bildelementen 9, während bei drei elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelementen der Abstand zwischen deren Kontaktflächen - in Bewegungsrichtung 7der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - einem Drittel des Abstands zwischen benachbart angeordneten Bildelementen 9 entspricht. Mit jedem weiteren Kontaktelement muss der Abstand entsprechend verkleinert werden.

Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung 1. Teile, die bereits anhand der Fig. 1 beschrieben wurden, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, so dass insofern auf die Beschreibung zur Fig. 1 verwiesen wird. Im Folgenden wird lediglich auf die Unterschiede näher eingegangen.

In Fig. 2 sind vier Reihen R1 bis R4 und alle Spalten S1 bis S40 der Bildelementen- Matrix erkennbar. Es sind auch hier jeweils zwei Kontaktelemente 13 elektrisch miteinander und mit einem einzigen Treiber verbunden, wobei die Kontaktelemente nicht nebeneinander beziehungsweise benachbart zueinander angeordnet sind, wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel, sondern es sind in einem Abstand voneinander angeordnete Kontaktelemente 13 zusammengeschlossen, deren Kontaktflächen - in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - in einem relativ großen Abstand voneinander angeordnet sind. Der Übersichtlichkeit halber sind auch in Fig. 2 lediglich drei Kontaktelementen-Paare dargestellt, von denen ein erstes von den Kontaktelementen 13/1, 13/21, ein zweites von den Kontaktelementen 13/2 und 13/22 und ein drittes von den Kontaktelementen 13/3 und 13/23 gebildet sind, die jeweils mit einem Treiber 17/1, 17/2 beziehungsweise 17/3 verbunden sind.

Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Kontaktflächen der die Aufzeichnungsoberfläche 3 kontaktierenden Kontaktelemente 13 entlang einer gedachten Geraden G angeordnet, die - wie aus der in Fig. 2 dargestellten Draufsicht auf die Aufzeichnungsoberfläche 3 ersichtlich - schräg zu den Reihen R1 bis R4 der Bildelementen-Matrix verläuft, die ihrerseits exakt senkrecht zur Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 verlaufen. Die Schrägstellung der Geraden G, die in einem Winkel α gegenüber einer gedachten Parallelen zu den Bildelementenreihen geneigt ist, ist hier nur relativ gering.

Die Kontaktflächen der Kontaktelemente 13 sind also so zueinander versetzt, dass der Abstand der Kontaktfläche des ersten Kontaktelements 13/1 und jedem weiteren Kontaktelement in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche um einen konstanten oder im Wesentlichen konstanten Betrag immer größer wird. Der größte Abstand zwischen zwei Kontaktflächen besteht zwischen der Kontaktfläche des Kontaktelements 13/1 und der des Kontaktelements 13/40.

Im Folgenden wird die Ansteuerung der Kontaktelemente 13 des in Fig. 2 dargestellten Schreibkopfes 11 anhand des Kontaktelementen-Paares 13/1, 13/21, die mit dem Treiber 17/1 elektrisch verbunden sind, stellvertretend für alle anderen Kontaktelementen-Paare anhand der Fig. 4 bis 7 näher erläutert, in denen die Aufzeichnungsoberfläche 3 jeweils in verschiedenen Relativpositionen gegenüber dem Schreibkopf 11 beziehungsweise den Kontaktelementen 13 angeordnet ist. Das in der Spalte S1, Reihe R2 angeordnete Bildelement 9 soll mit einem elektrischen Potential von 100 V, das in Spalte S1, Reihe R3 angeordnete Bildelement 9 mit 50 V, das in der Reihe R2, Spalte S21 angeordnete Bildelement 9 mit 200 V. In Fig. 3 ist in einem Diagramm, bei dem auf der Abszissenachse die Zeit t und auf der Ordinatenachse das Ausgangssignal des Treibers 17/1 in Volt aufgetragen ist, die Kennlinie des Treiberausgangssignals in einem Zeitraum t0 bis t3 dargestellt.

In Fig. 4 ist die Aufzeichnungsoberfläche 3 in ihrer Relativposition gegenüber dem Schreibkopf zur Zeit t0 dargestellt. In dieser Position der Aufzeichnungsoberfläche 3 beträgt das Ausgangssignal des Treibers 17/1 100 V, so dass aufgrund des elektrischen Kontakts des Kontaktelements 13/1 mit dem in Reihe R2, Spalte S1 angeordneten Bildelement 9 und des elektrischen Kontakts des Kontaktelements 13/21 mit dem in Reihe R2, Spalte S21 angeordneten Bildelement 9 mit einem elektrischen Potential von 100 V aufgeladen werden.

In Fig. 5 ist die Aufzeichnungsoberfläche 3 in einer weiteren Relativposition zur Zeit t1 gegenüber den Kontaktelementen 13 dargestellt, in der sie gegenüber der in Fig. 4 dargestellten Position um eine so große Strecke in Bewegungsrichtung 7 weiter verlagert ist, dass zwischen dem Kontaktelement 13/1 und dem in der Reihe R2, Spalte S1 angeordneten Bildelement 9 kein elektrischer Kontakt mehr besteht, da sich die Kontaktfläche des Kontaktelements 13/1 in der Lücke zwischen den Reihen R2 und R3 befindet. Wie aus dem in Fig. 3 dargestellten Diagramm ersichtlich, wird kurz nach dem Zeitpunkt t1 das Ausgangssignal des Treibers 17/1 auf 200 V erhöht, um das in Reihe R2, Spalte S21 angeordnete Bildelement 9 mit Hilfe des Kontaktelements 13/21 auf das gewünschte elektrische Potential von 200 V aufzuladen.

In Fig. 6 ist die Aufzeichnungsoberfläche 3 zur Zeit t2 dargestellt, in der sie gegenüber der in Fig. 5 dargestellten Position eine kleine Wegstrecke in Bewegungsrichtung 7 weiterverlagert ist. Zur Zeit t2 kontaktiert das Kontaktelement 13/1 bereits das in Reihe R3, Spalte S1 angeordnete Bildelement 9 und lädt dieses mit einem elektrischen Potential von 200 V auf. Zum Zeitpunkt t2 kontaktiert das Kontaktelement 13/21 des in Reihe R2, Spalte S21 angeordnete Bildelement nicht mehr, so dass dessen Spannung von 200 V erhalten bleibt.

In Fig. 7 ist die Aufzeichnungsoberfläche 3 zur Zeit t3 dargestellt, in der sie so weit in Bewegungsrichtung 7 weiterverlagert ist, dass das Kontaktelement 13/1 das in Reihe R3, Spalte S1 angeordnete Bildelement 9 gerade verlassen hat.

Es bleibt festzuhalten, dass das Umschalten der Treiber auf die Spannung für das nächste aufzuladende Bildelement immer erst dann erfolgt, nachdem das vorangegangene, in der gleichen Spalte der Bildelementen-Matrix angeordnete Bildelement aufgeladen und kein Kontakt mehr zwischen diesem Bildelement und dem dieser Spalte zugeordneten Kontaktelement mehr besteht. Daher auch die in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche versetzte Anordnung der Kontaktflächen der elektrisch miteinander verbundenen, mit einem gemeinsamen Treiber gekoppelten Kontaktelemente.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch das erfindungsgemäße Verbinden von mindestens zwei Kontaktelementen miteinander und deren in Bewegungsrichtung 7 der Aufzeichnungsoberfläche 3 versetzten Anordnung ihrer Kontaktflächen die Anzahl der für die Aufzeichnungsvorrichtung 1 erforderlichen Spannungsquellen, insbesondere Treiber, Endstufen und dergleichen, verringert werden kann, so dass der Aufbau der Aufzeichnungsvorrichtung vereinfacht und somit deren Kosten verringert werden.

Als Druckfarbe, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsvorrichtung eingesetzt wird, kann beispielsweise Flüssigtoner oder Trockentoner verwendet werden. Bezüglich der Zusammensetzung, der Eigenschaften und der Übertragsvarianten und -formen der für die Aufzeichnungsvorrichtung eingesetzten, vorzugsweise von einem Flüssigtoner oder Trockentoner gebildeten Druckfarbe wird unter anderem auf die Literaturstelle "Electrophotography and Development Physics" von L. B. Schein, Springer Verlag 1992, ISBN 3-540-55858-6 verwiesen, deren Inhalt zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht wird.

Die mit der Anmeldung eingereichten Patentansprüche sind Formulierungsvorschläge ohne Präjudiz weitergehenden Patentschutzes. Die Anmelderin behält sich vor, noch weitere, bisher nur in der Beschreibung und/oder in den Zeichnungen offenbarte Merkmale zu beanspruchen.

In Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruchs durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Die Gegenstände dieser Unteransprüche bilden jedoch auch selbständige Erfindungen, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden Unteransprüche unabhängige Gestaltung aufweisen.

Die Erfindung ist auch nicht auf das/die Ausführungsbeispiel(e) der Beschreibung beschränkt. Vielmehr sind im Rahmen der Erfindung zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten, Elemente und Kombinationen und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen, in Verbindung mit den in der allgemeinen Beschreibung und den Ausführungsformen sowie den Ansprüchen beschriebenen und in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen beziehungsweise Elementen oder Verfahrensschritten erfinderisch sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten beziehungsweise Verfahrensschrittfolgen führen, auch soweit sie Herstell-, Prüf- und Arbeitsverfahren betreffen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine, in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers, insbesondere Bildzylinders, mit mindestens einem elektrografischen Schreibkopf, der mindestens eine Schreibleiste umfasst, die mehrere mit der Aufzeichnungsoberfläche in Kontakt bringbare, mit einer elektrischen Spannung beaufschlagbare Kontaktelemente aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Kontaktelemente (13) elektrisch miteinander verbunden sind und dass die beim Kontaktieren der Aufzeichnungsoberfläche (3) gebildeten Kontaktflächen dieser Kontaktelemente in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) versetzt zueinander sind.
  2. 2. Aufzeichnungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente (13) mit einer Spannungsquelle, insbesondere mit einem elektronischen Treiber (17), elektrisch verbindbar oder verbunden sind.
  3. 3. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch miteinander verbundenen Kontaktelemente (13) - in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - unmittelbar nebeneinander oder in einem Abstand voneinander angeordnet sind.
  4. 4. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - die Kontaktfläche von jedem zweiten Kontaktelement (13) zu der Kontaktfläche mindestens eines benachbart angeordneten Kontaktelements (13) in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) versetzt angeordnet ist.
  5. 5. Aufzeichnungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Kontaktflächen der Kontaktelemente (13) in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche (3) zueinander so groß ist, dass die zweiten Kontaktelemente (13) bereits die Bildelemente (9) einer nachfolgenden Bildelementen-Reihe (R1, R2, . . ., Rx) kontaktieren, während die ersten Kontaktelemente (13) noch im Kontakt mit den Bildelementen (9) einer - in Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - vorgeordneten Bildelementen-Reihe (R1, R2, . . ., Rx) sind.
  6. 6. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche von zumindest einigen Kontaktelementen (13) des Schreibkopfs (11) entlang einer gedachten Geraden (G) angeordnet sind, die - in Draufsicht auf die Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - schräg zu den senkrecht zur Bewegungsrichtung (7) der Aufzeichnungsoberfläche (3) verlaufenden Reihen (R1, R2, . . ., Rx) der rechtwinkligen Bildelementen-Matrix verläuft.
  7. 7. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche von allen Kontaktelementen (13) auf der gedachten Geraden (G) liegen.






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