PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10108259C1 03.01.2002
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb von Tanklagersystemen im festverrohrten Verbund mit Rohrsystemen für Flüssigkeiten
Anmelder Tuchenhagen GmbH, 21514 Büchen, DE
Erfinder Worczinski, Günter, 21514 Büchen, DE
DE-Anmeldedatum 21.02.2001
DE-Aktenzeichen 10108259
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2002
IPC-Hauptklasse B67D 5/36
IPC-Nebenklasse B67D 5/60   B67D 5/34   B67D 1/07   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von Tanklagersystemen im festverrohrten Verbund mit Rohrsystemen für Flüssigkeiten, insbesondere zur Anwendung in hohen mikrobiologischen Qualitätsanforderungen unterliegenden Anlagen zur Produktbearbeitung und zum Produkttransfer in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmazie und der Biotechnologie, das derartige Qualitätsanforderungen erfüllt und es darüber hinaus ermöglicht, die Vorrichtung zu seiner Durchführung einfacher als mit vergleichbaren bekannten Vorrichtungen auszugestalten. Dies wird verfahrentechnisch u. a. dadurch erreicht, daß die Zufuhr der Flüssigkeiten in den und die Abfuhr der Flüssigkeiten aus dem jeweiligen Tank von unten erfolgt, daß die zu- oder abzuführenden Flüssigkeiten einen mit dem jeweiligen Tankinhalt in unmittelbarer Verbindung stehenden Raum unterhalb des jeweiligen Tanks durchströmen und daß die jeweilige Flüssigkeit in diesem Raum in unmittelbarer Nähe zu dessen Begrenzung von den in diesen Raum herangeführten Rohrleitungen des Rohrsystems wahlweise schaltbar und vermischungssicher abtrennbar ist. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist mit jeweils einem im unteren Tankboden (1.1a, 1.2a, ...1.na) des jeweiligen Tanks (1.1, 1.2,...1.n) ausmündenden Ventilverteilerbaum (B1, B2, ...Bn) versehen, der als langgestreckter Hohlkörper (B1a, B2a, ...Bna) ausgebildet, der im wesentlichen senkrecht orientiert ist und der Anschlußöffnungen zum Verbinden seines Innenraumes ...

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betrieb von Tanklagersystemen im festverrohrten Verbund mit Rohrsystemen für Flüssigkeiten, insbesondere zur Anwendung in hohen mikrobiologischen Qualitätsanforderungen unterliegenden Anlagen zur Produktbearbeitung und zum Produkttransfer in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmazie und der Biotechnologie.

Die mikrobiologischen Anforderungen, die heute an Produktionsanlagen im Bereich der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmazie und der Biotechnologie gestellt werden, wachsen in dem Maße, wie die Meßmethoden zur Feststellung mikrobiologischer Belastungen verbessert und die Nachweisgrenzen für Substanzen jedweder Art reduziert werden. Als typisches Beispiel, stellvertretend für andere Anwendungen, seien im folgenden Fermentationsprozesse (z. B. der Gärbereich in Brauereien) genannt. Hier treten Probleme auf, wenn durch den Aufbau und die Anordnung der Verrohrung zwischen Gärtanks und deren Peripherie im Zusammenspiel mit den Produktionsabläufen Situationen entstehen, die ein Umfeld schaffen, welches Keimwachstum begünstigt. Die heute in diesem Zusammenhang zur Anwendung kommenden Verrohrungskonzepte im Zusammenhang mit einem Tanklagersystem bergen diesbezügliche Gefahrenpotentiale, welche bereits bei der Basisplanung derartiger Anlagen zu beachten und nach Möglichkeit auszuschließen sind. Nachfolgend werden die heute favorisierten Verrohrungskonzepte kurz dargestellt, und es wird aufgezeigt, wo Handlungsbedarf mit Blick auf die mit immer höher werdenden mikrobiologischen Qualitätsanforderungen bestehen.

STAND DER TECHNIK

Der einschlägige und wohl am weitesten verbreitete Stand der Technik auf dem vorgenannten Gebiet sei nachfolgend am Beispiel eines Tanklagersystems 1(Fig. 1) einer Brauerei dargestellt, welches aus fünf Gärtanks besteht. Deren Zahl ist ohne weiteres erweiterbar, weshalb der fünfte Tank die Bezeichnung 1.n trägt. Jeder der Tanks 1.1 bis 1.n ist jeweils mit einer ersten Rohrleitung Füllen 2.1 (sog. Funktionsleitung) für Füllen F1 (Würze WZ) und einer zweiten Rohrleitung Füllen 2.2 für Füllen F2 (Hefe H), einer Rohrleitung Entleeren 3 für Entleeren E1 (Jungbier J) oder für Entleeren E2 (Hefeabzug H*), einer Rohrleitung Reinigung 4 für Tankreinigung R1 (Reinigungsmittel R) und einer Ablaufleitung Rohrreinigung 12 für Rohrreinigung R2 (Reinigungsmittel R) verbunden. Die Anschlußstellen, an denen sich unverträgliche Medien gegenüberstehen können (beispielsweise Würze WZ oder Hefe H oder Jungbier J und jeweils Reinigungsmittel R), sind mit sogenannten vermischungssicheren Ventilen ausgerüstet. Im vorliegenden Beispiel ist dies das Ventil 7.2.1.1 bis 7.2.1.n, das jeweils die Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n*, in der sich der jeweilige Tankinhalt des Tanks 1.1 bis 1.n befindet, von einer zu einem sogenannten Ventilblock VB führenden jeweiligen Ablaufleitung 8.1.1 bis 8.1.n trennt. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 stellt bereits eine weiterentwickelte Verrohrungsvariante dar; einfachere Varianten werden nachfolgend kurz umrissen.

Die einfachste Verrohrung, die nicht dargestellt ist, besteht darin, die Funktionen Füllen F1, F2, Entleeren E1, E2 und Tank- und Rohrreinigung R1, R2 im zentralen Ventilblock VB zusammenzufassen und die Tankauslaufleitungen 8.1.1* bis 8.1.n* in unterschiedlichen Längen zu diesem Ventilblock VB zu führen, ohne Zwischenschaltung der vorstehend erwähnten Ventile 7.2.1.1 bis 7.2.1.n. Durch eine solche Anordnung ergeben sich zwar zwischen sogenannten Traversen 9.1.1 bis 9.1.n des Ventilblockes VB relativ kurze Abstände a, zum einzelnen Tank 1.1 bis 1.n jedoch jeweils teilweise eine sehr lange Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n*.

Bei einer derartigen Installationsform sind die Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n* und die jeweils zugeordnete Traverse 9.1.1 bis 9.1.n des Ventilblocks VB Bestandteil des jeweiligen Tanks 1.1 bis 1.n. Von Nachteil ist hierbei, daß der Tankinhalt des jeweiligen Tanks 1.1 bis 1.n zwangsläufig auch jeweils Inhalt der zugeordneten Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n* und der sich anschließenden Traverse 9.1.1 bis 9.1.n ist, und daß aufgrund der Geometrie- und Anordnungsverhältnisse dieser Bereich nur sehr eingeschränkt am Behandlungsprozeß (im Ausführungsbeispiel am Gärprozeß) im Tank 1.1 bis 1.n teilnimmt, wodurch dort auch nur ein beschränkter Stoffaustausch stattfindet.

Die vorstehenden Nachteile können etwas abgemildert werden, wenn die Tankauslaufleitungen 8.1.1* bis 8.1.n* mit möglichst großem Gefälle zum Ventilblock VB verlegt werden. Dadurch entstehen durch die zum jeweiligen Tank 1.1 bis 1.n innerhalb der jeweils zugeordneten Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n* aufsteigenden Gasblasen eine gewisse Konvektion und somit eine den Stoffaustausch begünstigende Rührwirkung.

Die Hauptproblematik des mit dem Ventilblock VB festverrohrten Tanks 1.1 bis 1.n, der dabei nicht jeweils in seiner zum Ventilblock VB führenden Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n* abtrennbar ist, besteht jedoch im wesentlichen darin, daß ein Ausschub des Produktes P und eine separate Reinigung R1 der Tankauslaufleitungen 8.1.1* bis 8.1.n* und der Traversen 9.1.1 bis 9.1.n nicht möglich sind.

Wird beispielsweise bei einer derartigen Anordnung der Tank 1.2 mit Würze WZ befüllt, dann füllen sich ebenfalls das Ende der Fülleitung (hier erste Rohrleitung Füllen 2.1) zwischen den Ventilen V12 und V16 des Ventilblocks VB und das Ende der Traverse 9.1.2 zwischen dem Ventil V12 und einem Ventil V52. Diese Leitungsinhalte lassen sich praktisch nicht ausschieben, auch dann nicht, wenn der sogenannte Ausschub A1 bis in den Tank, im vorliegenden Fall wäre dies der Tank 1.2, geführt würde. Dadurch befindet sich in der Traverse 9.1.2 ein undefinierbares Gemisch aus Würze WZ, ggf. Hefe H, wenn nach der Würzebefüllung Hefe H dosiert wurde, und Ausschubwasser W. Dieses Gemisch bleibt dort, bis der Tank 1.2 nach einigen Tagen wieder entleert und gereinigt wird.

Aus den brauereitechnologischen Zusammenhängen ist bekannt und auch nicht auszuschließen, daß sich in der Würze WZ Keime befinden, die nicht feststellbar sind, solange sie durch ein aktives Umfeld der Hefe H unterdrückt werden. Diese schlummernden Keime beginnen sich allerdings zu vermehren, sobald sich günstige Bedingungen für eine diesbezügliche Vermehrung einstellen. Derartige Bedingungen werden beispielsweise dadurch geschaffen, daß infolge der täglich stattfindenden Heißreinigung (85 bis 90°C) der Funktionsleitungen eine Erwärmung des sich in der jeweiligen Traverse 9.1.1 bis 9.1.n befindlichen Gemisches aus Würze WZ, Hefe H und Wasser W erfolgt. Es werden dann dort leicht Temperaturen bis 35°C erreicht, so daß dadurch, je nach Keimstamm, optimale Verhältnisse zur Vermehrung der Keime entstehen, zumal die Hefe H nach dem Erreichen des Endvergärungsgrades nicht mehr aktiv ist und sich absetzt. Dadurch stellt sie ihr keimunterdrückendes Verhalten ein. Die sich so unkontrolliert vermehrenden und praktisch nicht erreichbaren Keime werden durch die nachfolgenden Entleerungs-, Hefezieh- und Umpumpvorgänge in andere Tanks und Produktionsbereiche verschleppt und belasten das Produkt.

Die in Fig. 1 dargestellte, gegenüber der vorstehenden Verrohrungsvariante weiterentwickelte Variante erlaubt es, den Abschnitt der Auslaufleitung 8.1.1 ** bis 8.1.n** und die sich jeweils anschließende Auslaufleitung 8.1.1 bis 8.1.n, unabhängig von der Reinigung des jeweiligen Tanks 1.1 bis 1.n, über eine Zulaufleitung Tankreinigung 11.1.1 bis 11.1.n einer separaten Rohrreinigung R1 zu unterziehen. Dies wird jeweils durch die Ventile 7.1.1.1 bis 7.1.1.n und 7.2.1.1 bis 7.2.1.n erreicht, von denen das erste den ersten Abschnitt der Auslaufleitung 8.1.1** bis 8.1.n** von der Rohrleitung Reinigung 4 und das zweite, das diesen Abschnitt von der jeweils nachfolgenden Auslaufleitung 8.1.1 bis 8.1.n trennt, die jeweils zugeordnete Tankauslaufleitung 8.1.1* bis 8.1.n* von den erwähnten Auslaufleitungen 8.1.1** bis 8.1.n** abtrennen.

Bei entsprechender Gestaltung der Anlagenperipherie und wenn es das zeitliche Produktionsablaufschema erlaubt kann diese Rohrreinigung R1 traversenweise nach jedem Befüll- und Entleerungsvorgang oder einmal am Tag mittels Durchtakten aller Auslaufleitungen zusammen mit den Traversen in jeder Reinigungsphase des Tank- und Rohrleitungssystems durchgeführt werden.

Die Reinigung der Traverse 9.1.3 gestaltet sich beispielsweise wie folgt:

Über die Rohrleitung Reinigung 4 wird das Reinigungsmittel R im Zuge der Rohrreinigung R1 herangeführt. Es gelangt über das erste Ventil 7.1.1.3 in den Abschnitt der Auslaufleitung 8.1.3.**, von dort über das zweite Ventil 7.2.1.3 in die Auslaufleitung 8.1.3 und schließlich in die Traverse 9.1.3, um von dort über das Ventil V53 des Ventilblocks VB in die Leitung 4 zu gelangen und anschließend über die zweite Pumpe 14 das dargestellte Verrohrungssystem zu verlassen.

Die Leitungen 10.1 bis 10.3, die die Traversen 9.1.1 bis 9.1.n + 1 kreuzen, sind durch eine Rohrreinigung R2 reinigbar, die durch Zufuhr von Reinigungsmittel R über eine zweite Zulaufleitung Rohrreinigung 5.2 und mittels wahlweiser Schaltung nicht näher bezeichneter Ventile beaufschlagt werden. Das Reinigungsmittel R verläßt bei dieser Rohrreinigung R2 das Rohrsystem über die Ablaufleitung Rohrreinigung 12. Eine Absperrklappe 16 ermöglicht es, Tank- und Traversenreinigung R1 über die Rohrleitung Reinigung 4 durchzuführen, ohne diese Leitung zwischen dem Tank 1.1 und der zweiten Pumpe 14 gleichfalls mit Reinigungsmittel R fluten zu müssen.

Die Reinigung der vierten Leitung 10.4, die hinter einer ersten Pumpe 13 in die Rohrleitung Entleeren 3 ausmündet, wird durch Zufuhr von Reinigungsmittel R über eine erste Zulaufleitung Rohrreinigung 5.1 beaufschlagt. Auf dem Weg in die vierte Leitung 10.4 passiert das Reinigungsmittel R zunächst ein der Ventilmatrix vorgeordnetes zweites Ventil V401 und anschließend ein vorgeordnetes erstes Ventil V40.

Man erkennt aus den vorstehend kurzgefaßten Hinweisen zur Reinigung des Rohrsystems, daß durch Anordnung einer Vielzahl von Ventilen und zusätzlicher Rohrleitungsabschnitte im wesentlichen alle Bereiche des vernetzten Rohrsystems gereinigt werden können.

Aber auch das in Fig. 1 dargestellte Verrohrungssystem bekannter Art führt zu unausgeschobenen Bereichen innerhalb des Ventilblocks VB. Unausgeschobenes Produkt P wird bei der nachfolgenden Reinigung ausgespült und damit zum Produktverlust. Anhand der vorstehend erwähnten Befüllung des Tank 1.2 mit Würze WZ über die erste Rohrleitung Füllen 2.1 soll kurz aufgezeigt werden, worin in diesem konkreten Fall der erwähnte Produktverlust besteht. Über Zufuhr von Wasser W im Wege des Ausschubs A1 (Ausschubwasser) über die Rohrleitung Ausschub 6 läßt sich jene Würze WZ, die in den Auslaufleitungen 8.1.2** und 8.1.2 und der sich anschließenden Traverse 9.1.2 bis zum Ventil V42 ansteht, in den Tank 1.2 ausschieben. Der Inhalt der Traverse 9.1.2 im Bereich zwischen den Ventilen V42 und V52 sowie der Inhalt der Rohrleitung 10.1 im Bereich zwischen den Ventilen V12 und V16 ist durch den vorgenannten Ausschub A1 über die Rohrleitung Ausschub 6 nicht zu erfassen. Die Würze WZ in diesen Rohrleitungsbereichen ist somit verloren.

Durch zusätzlichen Installationsaufwand, mit dem ein sogenannter "Gegenausschub" möglich wird, kann auch dieser Verlust in den genannten Leitungsabschnitten, die mit der ersten Rohrleitung Füllen 2.1 in Verbindung stehen, reduziert werden. Eine derartige Maßnahme ist aber meist nur lohnend bei sehr langen Leitungen innerhalb des Ventilblocks VB.

Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen bekannt, durch die der Produktverlust weiter reduziert werden kann. Eine dieser Maßnahmen besteht darin, die in Frage kommenden gesamten Leitungen über einen sogenannten "Ringausschub" auszuschieben, wodurch keine nennenswerten "toten Enden" im Rohrleitungssystem entstehen. "Gegenausschub" oder "Ringausschub" erfordern in jedem Falle einen beträchtlichen Installationsaufwand. Bei derartigen Lösungen werden die Traversen des Ventilblocks VB sowie die von den Tanks fortführenden Auslaufleitungen immer unabhängig von der Tankreinigung als reine Rohrreinigung gereinigt. Um zeitliche Einschränkungen zu vermeiden, da die Tankreinigung die Auslaufleitung belegt, ist die Tankreinigungsrückführung direkt am Tank angeschlossen und benutzt die Auslaufleitung nicht.

Die Anordnung zur Realisierung des vorgenannten "Ringausschubes" unterliegt gewissen Einschränkungen, da die Ringleitung am Ventilblock VB nur für einen Reinigungsvorgang zur Zeit genutzt werden kann. Einschränkungen lassen sich nur durch zeitlich abgestimmtes Produktionsmanagement oder durch Installation einer weiteren Ringleitung vermeiden.

Abschließend seien zusammenfassend die wesentlichen Nachteile genannt, die allen Tanklagersystemen zu eigen sind, die im festverrohrten Verbund mit Ventilblöcken VB arbeiten, in denen eine Vielzahl von Ventilen in Form einer Matrix angeordnet sind:

  • - Hinter den Verzweigungspunkten derartiger Ventile sind Rohrleitungsteile nachgeschaltet, aus denen üblicherweise das Produkt nicht ausgeschoben werden kann (Beispiel: Abschnitt der Auslaufleitung 8.1.2**; Abschnitt der ersten Leitung 10.1 im Bereich V12 bis V16; Traverse 9.1.2 im Bereich V42 bis V52).
  • - Es entsteht in den sogenannten "toten Enden" oft eine undefinierte Mischung aus verschiedenen Produkten P (WZ, H, J) und Ausschubwasser W.
  • - Das unausgeschobene Produkt wird spätestens bei einer nachfolgenden Reinigung zum Verlust.
  • - Undefinierte Produktmischungen verursachen je nach Zusammensetzung negative Belastungen des gewünschten Produktes, da unkontrollierte Prozesse ablaufen können. Derartige Prozesse können zu unerwünschtem Keimwachstum führen.
  • - Durch Temperaturerhöhung infolge beispielsweise heißer Reinigungsvorgänge wird in den Traversen des Ventilblocks ein Umfeld geschaffen, welches unerwünschtes Keimwachstum fördert.
  • - Insbesondere in waagerecht angeordneten Ventilblöcken und bei langen Leitungen nimmt das darin enthaltene Produkt nicht an dem Verarbeitungsprozeß im Tank teil. Es findet somit in den in Frage kommenden Rohrleitungsabschnitten kein oder nur ein geringer Stoffaustausch statt.
  • - Um in den vorstehend erläuterten klassischen Ventilmatrizen Bereiche unausgeschobenen Produktes zu vermeiden, die Produktverluste zu verringern und diese Bereiche auch bei gefülltem Tank separat reinigbar zu machen, ist ein sehr großer Aufwand in der Peripherie der Ventilmatrix erforderlich, der in den meisten Fällen aus Kostengründen nicht realisiert werden kann und der zu sehr unübersichtlichen und wartungsunfreundlichen Rohrsystemen führt. Aus diesen Gründen werden bei der praktischen Lösung der Probleme Kompromißlösungen gefunden, die mehr oder weniger ausgeprägte Einschränkungen aufweisen.
  • - Die bei der Tankreinigung in die Tankauslaufleitung und die sich anschließende Auslaufleitung in Verbindung mit der Traverse eingedrungene Luft verhindert eine ordnungsgemäße Reinigung des Rohrleitungssystems.

ERFINDUNG

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betrieb von Tanklagersystemen im festverrohrten Verbund mit Rohrsystemen für Flüssigkeiten zu schaffen, das hohe mikrobiologische Qualitätsanforderungen erfüllt und das es ermöglicht, die Vorrichtung zu seiner Durchführung einfacher als mit vergleichbaren bekannten Vorrichtungen auszugestalten.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 2, während vorteilhafte Ausführungsformen der vorgeschlagenen Vorrichtung Gegenstand der Anspruch 2 nachgeordneten Unteransprüche sind.

Der Erfindungsgedanke findet seinen Niederschlag bei einem aus wenigstens einem Tank bestehenden Tanksystem, dem Flüssigkeiten aus dem Rohrsystem zugeführt werden, bei dem Flüssigkeiten aus dem Tank in das Rohrsystem abgeführt werden und bei dem die Zufuhr der Flüssigkeiten in den und die Abfuhr der Flüssigkeiten aus dem jeweiligen Tank von unten erfolgt. Der Kern der Erfindung besteht darin, daß die zu- oder abzuführenden Flüssigkeiten einen mit dem jeweiligen Tankinhalt in unmittelbarer Verbindung stehenden Raum unterhalb des jeweiligen Tanks durchströmen und daß die jeweilige Flüssigkeit in diesem Raum in unmittelbarer Nähe zu dessen Begrenzung von den an diesem Raum herangeführten Rohrleitungen des Rohrsystems wahlweise, schaltbar und vermischungssicher abtrennbar ist.

Durch die unmittelbare Heranführung sämtlicher Funktionsleitungen an einen Raum unterhalb des jeweiligen Tanks, der mit dem Tankinhalt in unmittelbarer Verbindung steht, werden sämtliche vorstehend im Zusammenhang mit dem Stand der Technik erwähnten Nachteile vermieden. Es entstehen keine unausgeschobenen Leitungsenden in einer vom Tank wegführenden Auslaufleitung. Die Rohrleitungen, die in unmittelbarer Nähe zur Begrenzung des Raumes von letzterem wahlweise, schaltbar und vermischungssicher abtrennbar sind, können mit einem Gegenausschub in den Tank ausgeschoben werden, so daß die Produktverluste auf ein Minimum reduziert oder gänzlich vermieden werden. Die in dem Raum befindliche Flüssigkeit steht in regem Stoffaustausch mit dem Tankinhalt, so daß dort keine unkontrollierten Prozesse ablaufen können. Eine Erwärmung der im Raum unterhalb des Tanks befindlichen Flüssigkeit infolge heißer Reinigung der an diesen Raum angeschlossenen Funktionsleitungen findet nicht statt, da der zwischen Tankinhalt und Inhalt des Raumes bestehende rege Stoffaustausch für eine Abführung der ggf. anfallenden Wärme sorgt.

Die Durchführung des Verfahrens setzt ein aus wenigstens einem Tank bestehendes Tanklagersystem im Verbund mit einem aus wenigstens einer Rohrleitung bestehenden Rohrsystem voraus. Ein erfindungswesentliches Merkmal der Vorrichtung besteht aus jeweils einem im unteren Tankboden des jeweiligen Tanks ausmündenden Ventilverteilerbaum, der vorzugsweise als langgestreckter Hohlkörper ausgebildet und im wesentlichen senkrecht orientiert ist, der Anschlußöffnungen zum Verbinden seines Innenraumes mit jeder der Rohrleitungen besitzt und der mit jeweils einem in seinem Sitzbereich vermischungssicher ausgestalteten Ventil, das die Verbindung zwischen der Rohrleitung und der zugeordneten Anschlußöffnung in unmittelbarer Nähe zum Hohlkörper schaltet.

Der langgestreckte Hohlkörper fungiert quasi als extrem kurze Tankauslaufleitung. Er hat die Form eines sogenannten Ventilverteilerbaumes, der es ermöglicht, die an ihm angeschlossenen Rohrleitungen in unmittelbarer Nähe zu seiner Begrenzung mit geeigneten, vermischungssicher ausgestalteten Ventilen wahlweise und schaltbar abzutrennen. Dadurch bilden sich keine unausgeschobenen Leitungsenden. Das Produkt aus der dem Verzweigungspunkt hinter dem jeweiligen Ventil abgewandten Rohrleitungsstrecke kann mit einem "Gegenausschub" in den Hohlkörper und damit in den sich unmittelbar anschließenden Tank geschoben werden. Die vorgeschlagene Anordnung ist platzsparend, kostengünstig, übersichtlich und wartungsfreundlich. Durch den geringen Installationsaufwand und die übersichtliche Anordnung ist die vorgeschlagene Vorrichtung weniger anfällig für Fehler.

Da sich der Boden des jeweiligen Tanks in der Regel nach unten verjüngt, ist der Hohlkörper an der tiefsten Stelle des jeweiligen Tankbodens angeordnet. Sofern die Tankbodenform axialsymmetrisch zur Längsachse des Tanks ausgeführt ist, was bei den meisten in der Praxis zur Anwendung kommenden Tankformen der Fall ist, wird die Längsachse des Hohlkörpers koaxial zur Längsachse des Tanks angeordnet. Die Ausführung des Hohlkörpers gestaltet sich besonders einfach, wenn er, wie dies weiterhin vorgeschlagen wird, als zylindrisches Rohr ausgebildet ist.

Der Hohlkörper läßt sich restlos entleeren und einwandfrei reinigen, wenn sein dem Tankboden abgewandtes unterstes Ende mit einer Rohrleitung für Tankreinigung verbunden ist.

Die Rohrleitungsführung des Rohrsystems für mehrere Tanks wird dann besonders einfach und übersichtlich, wenn, wie dies ein erster Vorschlag vorsieht, eine erste Gruppe Rohrleitungen und eine zweite Gruppe Rohrleitungen in jeweils reihenförmiger Anordnung untereinander, auf einander gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers, in zwei zueinander und zur Längsachse des Hohlkörpers parallelen Ebenen paarweise angeordnet und an diesem vorbeigeführt sind. Eine derartige Anordnung bietet sich immer dann an, wenn die Tanks reihenförmig angeordnet sind.

Für den Fall, daß die Tanks beispielsweise in Form einer rechtwinkligen Matrix angeordnet sind, sieht ein weiterer Vorschlag vor, daß die erste Gruppe Rohrleitungen und die zweite Gruppe Rohrleitungen jeweils untereinander, auf einander gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers, in zueinander und zur Längsachse des Hohlkörpers parallelen Ebenen paarweise angeordnet und einander in einem Winkel von 90 Grand kreuzend an dem Hohlkörper vorbeigeführt sind. Durch diese Anordnung ist es möglich, einen Tank innerhalb der aus einer Vielzahl von Tanks bestehenden Ventilmatrix sowohl in der einen Anordnungsrichtung als auch in einer im Regelfall senkrecht hierzu orientierten Richtung, ausgehend jeweils vom erfindungsgemäßen Hohlkörper, zu verrohren.

Das Rohrsystem wird besonders übersichtlich und einfach, wenn die Rohrleitungen, gemäß einem weiteren Vorschlag, jeweils als durchgehende, allen Tanks eines Tanksystems in gleicher Funktion zugeordnete Rohrleitungen (Füllen; Entleeren; Tankreinigung) ausgeführt sind. Die wahlweise, schaltbare und vermischungssichere Abtrennung der jeweiligen Rohrleitung vom Hohlkörper erfolgt gemäß einer ersten Ausführungsform durch ein sogenanntes Doppelsitzventil, wie es beispielsweise aus der US 4,436,106 oder dem DE 77 02 634 U1 bekannt ist. Dieses Doppelsitzventil verfügt über zwei relativ zueinander bewegbare Schließglieder, die zwischen sich einen sogenannten Leckagehohlraum begrenzen, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Doppelsitzventils verbunden ist. Durch diese Ausgestaltung ist das Ventil vermischungssicher, so daß bei einem Defekt an einer der beiden Sitzdichtungen die jeweilige Flüssigkeit über diesen Defekt zwar in den Leckagehohlraum und von dort in die Umgebung des Doppelsitzventils, nicht jedoch im Leckagehohlraum einen Druck aufbauen und in das vom anderen Schließglied verschlossene Ventilgehäuseteil gelangen kann.

Eine zweite Ausführungsform sieht vor, die jeweilige Rohrleitung vom Innenraum des Hohlkörpers durch ein sogenanntes Doppeldichtventil abzusperren. Ein derartiges Doppeldichtventil ist, soweit es die Ausführung in seinem Sitzbereich betrifft, mit einem einzigen Schließglied ausgestattet, das über zwei in Hubrichtung beabstandete Sitzdichtungen verfügt, zwischen denen ein ringförmig umlaufender Leckagehohlraum angeordnet ist, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Doppelsitzventils verbunden ist. Auch dieses Doppeldichtventil ist vermischungssicher, denn auch hier wird bei einem Dichtungsdefekt an einer der beiden Sitzdichtungen die über diese Dichtungsstelle in den Leckagehohlraum gelangende Flüssigkeit in die Umgebung des Doppeldichtventils abgeleitet und kann nicht unter Druck an der anderen Dichtung anstehen und ggf. in das benachbarte Ventilgehäuseteil eindringen (DE 35 16 128 C2).

Die beiden vorgenannten vermischungssicheren Ventilarten (US 4,436,106 bzw. DE 77 02 634 U1, DE 35 16 128 C2) werden gemäß einem weiteren Vorschlag derart antriebsmäßig ausgestaltet, daß sie jeweils durch Teilhubbewegungen ihrer Schließglieder (beispielsweise US 4,436,106) bzw. ihres Schließgliedes (DE 35 16 128 C2) einer Sitzreinigung unterworfen werden können. Damit ist es möglich, die an dem erfindungsgemäßen Verteilerbaum angeordneten vermischungssicheren Ventile der vorgenannten Art nicht nur einer Reinigung ihres Leckagehohlraums sowohl in der Schließ- als auch in der Offenstellung zu unterziehen (Doppelsitzventil) bzw. einer auf die Schließstellung beschränkten Reinigung des Leckagehohlraums (Doppeldichtventil), sondern auch einer Sitzreinigung der einen Abdichtungsstelle, wenn die jeweils andere Abdichtungsstelle in der Schließstellung verbleibt. Somit erlaubt die vorgeschlagene Vorrichtung sämtliche heute üblichen Ventilreinigungen im Sitzbereich des Ventils, wie sie auch bei herkömmlichen Ventilblöcken mit den vorgenannten Doppelsitz- bzw. Doppeldichtventilen möglich sind.

Schließlich kann die Abtrennung der jeweiligen Rohrleitung vom erfindungsgemäßen Hohlkörper auch durch ein sogenanntes Scheibenventil erfolgen, das mit zwei am dichtenden Umfang des scheibenförmigen Schließgliedes beabstandeten Dichtungen ausgebildet ist, zwischen denen sich ein ringförmig umlaufender Leckagehohlraum befindet, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Scheibenventils verbunden ist. Die grundsätzliche Bauart eines derartigen vermischungssicher ausgestalteten Scheibenventils ist beispielsweise aus der DE-OS 22 29 978 bekannt. Mit einem derartigen Scheibenventil ist in der Schließstellung eine Reinigung des Leckagehohlraums möglich.

Um bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung Produktverluste weitestgehend zu vermeiden, sieht ein weiterer Vorschlag vor, daß an jedem tanknahen Ende der am Hohlkörper angeordneten Rohrleitungen eine an sich bekannte Ventilanordnung zum Ausschub der Rohrleitungen vorgesehen ist.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäß der Erfindung sind in Fig. 2 bis Fig. 5a der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend hinsichtlich Aufbau und Funktion beschrieben. Es zeigen

Fig. 2 in Form einer Perspektive eine reihenförmige Anordnung von drei Tanks eines Tanklagersystems, die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform ausgerüstet sind;

Fig. 3 in schematischer Darstellung die Anordnung gemäß Fig. 2 mit fünf Tanks im festverrohrten Verbund mit vier Rohrleitungen (Funktionsleitungen), wobei die Ventile am jeweiligen Ventilverteilerbaum als sogenannte Doppeldichtventile ausgeführt sind;

Fig. 4 ebenfalls in schematischer Darstellung die Anordnung gemäß Fig. 3, wobei die unterschiedlichen Möglichkeiten des Ausschubs beispielhaft dargestellt sind;

Fig. 4a in schematischer Darstellung und in Form eines Ausschnitts eine weitere, gegenüber der Anordnung gemäß Fig. 4 abgewandelte Ausführungsform der Ventilanordnung zum Ausschub der Rohrleitungen im Bereich des letzten Tanks, wobei die in diesem Bereich zur Anwendung kommenden Doppeldichtventile jenen im Bereich der Ventilverteilerbäume entsprechen;

Fig. 5 in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform der vorgeschlagenen Vorrichtung gemäß Fig. 3, wobei die an den jeweiligen Ventilverteilerbäumen angeordneten vermischungssicheren Ventile in Form von sogenannten Doppelsitzventilen ausgestaltet sind und

Fig. 5a in schematischer Darstellung und in Form eines Ausschnitts eine weitere, gegenüber der Anordnung gemäß Fig. 5 abgewandelte Ausführungsform der Ventilanordnung zum Ausschub der Rohrleitungen im Bereich des letzten Tanks, wobei die in diesem Bereich zur Anwendung kommenden Doppelsitzventile jenen im Bereich der Ventilverteilerbäume entsprechen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Fig. 2 zeigt ein Tanklagersystem 1, welches aus drei Tanks 1.1, 1.2 und 1.3 in reihenförmiger Anordnung besteht. Jeder Tankboden 1.1a, 1.2a, 1.3a des jeweiligen Tanks 1.1, 1.2, 1.3 mündet an seinem unteren Ende jeweils in einen Ventilverteilerbaum B1, B2, B3 aus, der vorzugsweise als langgestreckter Hohlkörper B1a, B2a, B3a in Form eines zylindrischen Rohres ausgebildet ist. Die Längsachse des Hohlkörpers B1a, B2a, B3a ist senkrecht orientiert und koaxial zur Längsachse des jeweiligen Tanks 1.1 bis 1.3 ausgerichtet. An dem dem Tankboden 1.1a bis 1.3a abgewandten untersten Ende des jeweiligen Hohlkörpers B1a bis B3a ist eine Rohrleitung Reinigung 4 angeordnet, die alle Hohlkörper B1a bis B3a durchgehend miteinander verbindet. Eine erste Gruppe Rohrleitungen, in der Rohrleitungen 2.1, 2.2 und 2.3 reihenförmig untereinander und in einer Ebene parallel zur Längsachse des Hohlkörpers B1a bis B3a angeordnet sind, werden in kürzestmöglichem Abstand zu letzterem vorbeigeführt. In gleicher Weise ist eine zweite Gruppe Rohrleitungen, bestehend aus den Rohrleitungen 3.1, 3.2 und 3.3, am Hohlkörper B1a bis B3a angeordnet, und zwar derart, daß ihre Anordnungsebene parallel zur Anordnungsebene der ersten Gruppe von Rohrleitungen 2.1, 2.2, 2.3 und auf der letzterer abgewandten Seite des Hohlkörpers B1a bis B3a verläuft. Dabei sind sämtliche Rohrleitungen 2.1 bis 3.3 durchgehend an den Hohlkörpern B1a bis B3a vorbeigeführt und jeweils mit einem vermischungssicher ausgestalteten Ventil VC, VR oder VS wahlweise und schaltbar mit dem jeweiligen Innenraum des Hohlkörpers B1a bis B3a verbunden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird in Fig. 3 anhand von fünf Tanks, die beispielsweise als Gärtanks fungieren, weiter erläutert. Dabei ist der fünfte Tank, nach den Tanks 1.1 bis 1.4, mit 1.n gekennzeichnet. Diese allgemeine Bezeichnung soll zum Ausdruck bringen, daß sich die vorgeschlagene erfindungsgemäße Vorrichtung auch auf eine größere Anzahl von Tanks erstrecken kann. An jedem Ventilverteilerbaum B1 bis Bn sind im Ausführungsbeispiel vier vermischungssichere Doppeldichtventile Vc (VC1.1.1, VC1.1.2, VC1.1.3, VC1.1.4) vorgesehen, wobei das jeweils am unteren Ende des Ventilverteilerbaumes B1 bis Bn vorgesehene Doppeldichtventil VC1.1.4 die Rohrleitung Reinigung 4 mit jedem der Ventilverteilerbäume B1 bis Bn verbindet. Die Rohrleitung Reinigung 4 wird über eine zweite Rohrleitung Ausschub 6.2 im Zuge des zweiten Ausschubs A2 mit Wasser W versorgt und an ihrem anderen Ende befindet sich die zweite Pumpe 14, die das aus der Tankreinigung R1 anfallende Reinigungsmittel R bzw. das aus dem Ausschub A2 resultierende Wasser W abfördert. Über die erste Rohrleitung Füllen 2.1 wird im Wege des ersten Füllens F1 beispielsweise Würze WZ den jeweils in Frage kommenden Tanks 1.1 bis 1.n zugeführt. Zu diesem Zweck ist die Rohrleitung 2.1 über jeweils das Doppeldichtventil VC1.1.2 bis VC1.n.2 mit dem zugeordneten Ventilverteilerbaum B1 bis Bn wahlweise und schaltbar verbunden. Die Rohrleitung 2.1 endet in einer mit AV gekennzeichneten Ventilanordnung zum Ausschub der Rohrleitungen. Zu diesem Zweck wird die Rohrleitung 2.1 über Doppelsitzventile VD3 und VD2 und die sich anschließende Ablaufleitung Rohrreinigung 12 in die Umgebung des Rohrsystems fortgeführt. Ein erstes Entleeren E1 erfolgt über eine erste Rohrleitung Entleeren 3.1. Hier handelt es sich beispielsweise um Jungbier J, welches aus dem in Frage kommenden Tank 1.1 bis 1.n auf dem Weg über den zugeordneten Ventilverteilerbaum B1 bis Bn und das in Frage kommende Doppeldichtventil VC1.1.3 bis VC1.n.3 der Rohrleitung 3.1 zugeführt und über eine dritte Pumpe 15 in den nachgeordneten Bereich abgeführt wird. Die Leitung 3.1 endet andererseits ebenfalls in der Ventilanordnung AV zum Ausschub der Rohrleitung, wobei im vorliegenden Falle zunächst ein Absperrventil mit drei Gehäuseanschlüssen V3, danach ein Doppelsitzventil VD4 und anschließend ein Doppelsitzventil VD2 vorgesehen sind, wobei letzterem über die erste Zulaufleitung Rohrreinigung 5.1 zum Zwecke der Rohrreinigung R2 Reinigungsmittel R zugeführt werden kann.

Sinngemäß in gleicher Weise gestaltet sich die zweite Entleerung E2. Hier handelt es sich beispielsweise um einen Hefeabzug H*. Hierzu ist eine zweite Rohrleitung Entleeren 3.2 vorgesehen, die jeweils über ein Doppeldichtventil VC1.1.1 bis VC1.n.1 mit dem zugeordneten Ventilverteilerbaum B1 bis Bn wahlweise und schaltbar verbunden werden kann. Auch die Rohrleitung 3.2 endet andererseits in der Ventilanordnung AV; im vorliegenden Fall wird sie über Doppelsitzventile VD4 und VD2 mit der zweiten Zulaufleitung Rohrreinigung 5.2 verbunden, der im Falle der Rohrreinigung R2 Reinigungsmittel R zugeführt werden kann. Zum Ausschub A1 der Rohrleitungen 2.1, 3.1 und 3.2 ist eine erste Rohrleitung Ausschub 6.1 vorgesehen, über die Wasser W dem Rohrleitungssystem zugeführt werden kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung, wie sie sich in den Fig. 2 und 3 darstellt, ergibt einen nicht unbeträchtlichen Raumgewinn gegenüber Vorrichtungen nach dem Stand der Technik. In Brauereien werden beispielsweise zylindrokonische Tanks eingesetzt, die üblicherweise mit ihrem Tankboden durch eine Decke ragen oder auf einem Gerüst montiert sind, so daß die vorgeschlagene erfindungsgemäße Vorrichtung problemlos unter dem Tankauslauf angeordnet werden kann. Über die am unteren Ende der Ventilverteilerbäume B1 bis Bn verlaufende Rohrleitung Reinigung 4, die als Tankauslaufleitung fungiert, kann der jeweilige Tank 1.1 bis 1.n restlos entleert werden. Bei befülltem Tank 1.1 bis 1.n stellt der Ventilverteilerbaum B1 bis Bn praktisch eine Tankbodenverlängerung dar, in der zum einen ein Stoffaustausch durch Konvektion stattfinden kann und in der sich zum anderen darüber hinaus auch keine Erwärmung infolge Reinigung der seitlich am Ventilverteilerbaum B1 bis Bn angeordneten Funktionsleitungen 2.1 bis 3.3 einstellt. Dadurch wird beispielsweise im Tank das keimvermehrende Umfeld vermieden. Außerdem befindet sich bei einem Gärtank gerade im unteren Bereich des Tankkonusses der Ort der größten Hefeansammlung mit deren keimunterdrückenden Wirkung.

Fig. 4 verdeutlicht beispielhaft das sogenannte Ausschub-Management. Soll beispielsweise die zweite Rohrleitung Entleeren 3.2, über die zuvor der Hefeabzug H* aus einem der Tanks 1.1 bis 1.n erfolgte, ausgeschoben werden, dann wird über die Rohrleitung Ausschub 6.1 Wasser W auf dem Weg über das Doppelsitzventil VD4 zugeführt. Das Wasser W verdrängt nun die in der Leitung 3.2 befindliche Hefe H* restlos auf dem Weg über die dritte Pumpe 15 bis zu ihrem Bestimmungsort. Man erkennt, daß keine "toten Leitungsenden" vorliegen und daß die Produktverluste demzufolge, soweit dies überhaupt möglich ist, minimiert sind.

Soll beispielsweise der Tank 1.2 über die erste Rohrleitung Füllen 2.1 im Zuge des Füllens F1 mit Würze WZ befüllt werden, so wird zu diesem Zweck das Doppeldichtventil VC1.2.2 geöffnet. Die Würze WZ strömt dem Tank 1.2 zu, wobei die dem Doppeldichtventil VC1.2.2 in Strömungsrichtung nachgelagerte Rohrleitung 2.1 ebenfalls mit Würze WZ befüllt wird. Dieser Leitungsabschnitt kann im Anschluß an die Befüllung des Tanks 1.2 über einen sogenannten "Gegenausschub" A1, der seinen Ausgang in der Ventilanordnung AV durch Zufuhr von Wasser W über die erste Rohrleitung Ausschub 6.1 nimmt, durchgeführt werden. Die in der Rohrleitung 2.1 befindliche Würze WZ wird nach Schließen der Absperrklappe 16 nahezu verlustlos über das Doppeldichtventil VC1.2.2 in den Tank 1.2 ausgeschoben.

Fig. 4a zeigt die Ventilanordnung AV zum Ausschub der Rohrleitungen, wenn die im Bereich der Ventilverteilerbäume B1 bis Bn verwendeten Doppeldichtventile VC auch dort Verwendung finden. Man erkennt, daß jede der Rohrleitungen 2.1, 3.1 und 3.2 auf dem Weg über ein zugeordnetes Doppeldichtventil VC einerseits in einem Endabschnitt der Ablaufleitung Tankreinigung 12.1 bzw. der ersten bzw. der zweiten Zulaufleitung Rohrreinigung 5.1, 5.2 für die Rohrreinigung R2 zur Abfuhr bzw. Zufuhr des Reinigungsmittels R endet und andererseits zum Zwecke des Ausschubs A4, A3, A1 mit Wasser W an eine vierte bzw. dritte bzw. erste Rohrleitung Ausschub 6.1, 6.3 bzw. 6.4 angeschlossen ist.

Fig. 5 verdeutlicht die erfindungsgemäße Vorrichtung, wenn anstelle der in Fig. 4 verwendeten Doppeldichtventile VC sogenannte Doppelsitzventile VR Anwendung finden. Auf die grundsätzliche Anordnung der Ventilverteilerbäume B1 bis Bn in Verbindung mit den Rohrleitungen 2.1, 3.1 und 3.2 hat diese Ausgestaltung des vermischungssicheren Ventils VR keinen Einfluß. Unterschiede bestehen allenfalls im erhöhten Grad an Sicherheit, den diese Art von vermischungssicherem Ventil VR gegenüber einem Doppeldichtventil VC bietet. Darüber hinaus sind derartige Doppelsitzventile VR nicht nur in der Schließ-, sondern auch in der Offenstellung in ihrem Leckagehohlraum reinigbar.

Schließlich zeigt Fig. 5a, daß auch die Ventilanordnung AV zum Ausschub der Rohrleitungen durchgängig mit den vorstehend beschriebenen Doppelsitzventilen VR, deren Prototyp beispielsweise aus der US-PS 4,436,106 bekannt ist, ausgestaltet werden kann. BEZUGSZEICHENLISTE DER VERWENDETEN ABKÜRZUNGEN Fig.1 (Stand der Technik)

1 Tanklagersystem

1.1 bis 1.n Tank

2.1 erste Rohrleitung Füllen

2.2 zweite Rohrleitung Füllen

3 Rohrleitung Entleeren

4 Rohrleitung Reinigung

5.1 erste Zulaufleitung Rohrreinigung

5.2 zweite Zulaufleitung Rohrreinigung

6 Rohrleitung Ausschub

7.1.1.1 bis 7.1.1.1 erstes Ventil

7.2.1.1 bis 7.2.1.n zweites Ventil

8.1.1 bis 8.1.n Auslaufleitung

8.1.1* bis 8.1.n* Tankauslaufleitung

8.1.1 ** bis 8.1.n** Abschnitt der Auslaufleitung

9.1.1 bis 9.1.n + 1 Traverse

10.1 erste Leitung

10.2 zweite Leitung

10.3 dritte Leitung

10.4 vierte Leitung

11.1.1 bis 11.1.n Zulaufleitung Tankreinigung

12 Ablaufleitung Rohrreinigung

13 erste Pumpe

14 zweite Pumpe

A1 Ausschub

E1, E2 Entleeren

F1, F2 Füllen 1

H Hefe

H* Hefeabzug

J Jungbier

P Produkt

R Reinigungsmittel

R1 Tankreinigung/Rohrreinigung

R2 Rohrreinigung

VB Ventilblock

V11 bis V56 Ventile in Ventilmatrix des Ventilblockes

V40 ;der Ventilmatrix vorgeordnetes erstes Ventil

V401 der Ventilmatrix vorgeordnetes zweites Ventil

W Wasser

WZ Würze

Fig.2 bis 5a (Bezeichnungen zusätzlich zu jenen in Fig.1)

1.1a bis 1.na Tankboden

2.1, 2.2, 2.3, . . . erste Gruppe Rohrleitungen (Füllen F1; Entleeren E1)

3.1, 3.2, 3.3, . . . . zweite Gruppe Rohrleitungen (Füllen F1; Entleeren E1)

3.1 erste Rohrleitung Entleeren

3.2 zweite Rohrleitung Entleeren

6.1 erste Rohrleitung Ausschub

6.2 zweite Rohrleitung Ausschub

6.3 dritte Rohrleitung Ausschub

6.4 vierte Rohrleitung Ausschub

12.1 Endabschnitt der Ablaufleitung Tankreinigung

15 dritte Pumpe

16 Absperrklappe

A1 bis A4 Ausschub

AV Ventilanordnung zum Ausschub der Rohrleitungen

B1 bis Bn Ventilverteilerbaum

B1a bis B1n Hohlkörper

VC Doppeldichtventil

VR Doppelsitzventil

VS Scheibenventil

VD2 Doppelsitzventil mit zwei Gehäuseanschlüssen

V3 Absperrventil mit drei Gehäuseanschlüssen

VD3 Doppelsitzventil mit drei Gehäuseanschlüssen

VD4 Doppelsitzventil mit vier Gehäuseanschlüssen


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Betrieb von Tanklagersystemen im festverrohrten Verbund mit Rohrsystemen für Flüssigkeiten, insbesondere zur Anwendung in hohen mikrobiologischen Qualitätsanforderungen unterliegenden Anlagen zur Produktbearbeitung und zum Produkttransfer in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, der Pharmazie und der Biotechnologie,

    bei dem Flüssigkeiten aus dem Rohrsystem einem Tank des aus wenigstens einem Tank bestehenden Tanksystems zugeführt werden (Befüllung; Tankreinigung),

    bei dem Flüssigkeiten aus dem Tank in das Rohrsystem abgeführt werden (Entleerung; Tankreinigung),

    bei dem die Zufuhr der Flüssigkeiten in den und die Abfuhr der Flüssigkeiten aus dem jeweiligen Tank von unten erfolgt,

    bei dem die zu- oder abzuführenden Flüssigkeiten einen mit dem jeweiligen Tankinhalt in unmittelbarer Verbindung stehenden Raum unterhalb des jeweiligen Tanks durchströmen und

    bei dem die jeweilige Flüssigkeit in diesem Raum in unmittelbarer Nähe zu dessen Begrenzung von den an diesen Raum herangeführten Rohrleitungen des Rohrsystems wahlweise, schaltbar und vermischungssicher abtrennbar ist.
  2. 2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1,

    mit einem aus wenigstens einem Tank (1.1, 1.2, . . . 1.n) bestehenden Tanklagersystem (1),

    mit einem aus wenigstens einer Rohrleitung (2.1, 2.2, . . .; 3.1, 3.2, . . .; 4) bestehenden Rohrsystem (2, 3, 4),

    mit jeweils einem im unteren Tankboden (1.1a, 1.2a, . . . 1.na) des jeweiligen Tanks (1.1, 1.2, . . . 1.n) ausmündenden Ventilverteilerbaum (B1, B2, Bn),

    der als langgestreckter Hohlkörper (B1a, B2a, . . . Bna) ausgebildet, der im wesentlichen senkrecht orientiert ist und

    der Anschlußöffnungen zum Verbinden seines Innenraumes mit jeder der Rohrleitungen (2.1, 2.2, . . .; 3.1, 3.2, . . .; 4) besitzt,

    und mit jeweils einem in seinem Sitzbereich vermischungssicher ausgestalteten Ventil (VC; VR; VS), das die Verbindung zwischen der Rohrleitung (2.1, 2.2, . . .; 3.1, 3.2, . . .; 4) und der zugeordneten Anschlußöffnung in unmittelbarer Nähe zum Hohlkörper (B1a, B2a, . . . Bna) schaltet.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (B1a, B2a, . . . Bna) an der tiefsten Stelle des jeweiligen unteren Tankbodens (1.1a, 1.2a, . . . 1.na) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachse des Hohlkörpers (B1a, B2a, . . . Bna) koaxial zur Längsachse des Tanks (1.1, 1.2, . . . 1.n) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (B1a, B2a, . . . Bna) als zylindrisches Rohr ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Tankboden (1.1a, 1.2a, . . . 1.na) abgewandte unterste Ende des Hohlkörpers (B1a, B2a, . . . Bna) mit einer Rohrleitung für Tankreinigung (4) verbunden ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Gruppe Rohrleitungen (2.1, 2.2, . . . 2.n) und eine zweite Gruppe Rohrleitungen (3.1, 3.2, . . . 3.n) in jeweils reihenförmiger Anordnung untereinander, auf einander gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers (Bla, B2a, . . . Bna), in zwei zueinander und zur Längsachse des Hohlkörpers (B1a, B2a, . . . Bna) parallelen Ebenen paarweise angeordnet (2.1, 3.1; 2.2, 3.2; . . . 2.n, 3.n) und an diesem vorbeigeführt sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Gruppe Rohrleitungen (2.1, 2.2, . . . 2.n) und die zweite Gruppe Rohrleitungen (3.1, 3.2, . . . 3.n) jeweils untereinander, auf einander gegenüberliegenden Seiten des Hohlkörpers (B1a, B2a, . . . Bna), in zueinander und zur Längsachse des Hohlkörpers (B1a, B2a, . . . Bna) parallelen Ebenen paarweise angeordnet (2.1, 3.1; 2.2, 3.2; . . . 2.n, 3.n) und einander in einem Winkel von 90 Grad kreuzend an dem Hohlkörper (B1a, B2a, . . . Bna) vorbeigeführt sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitungen (2.1, 2.2, . . . 2.n; 3.1, 3.2, . . . 3.n; 4) jeweils als durchgehende, aüen Tanks (1.1, 1.2, . . . 1.n) eines Tanksystems (1) in gleicher Funktion zugeordnete Rohrleitungen (Füllen; Entleeren; Tankreinigung) ausgeführt sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tanks (1.1, 1.2, . . . 1.n) eines Tanksystems (1) eine reihen- oder matrixförmige Anordnung aufweisen.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Ventil (VR) als Doppelsitzventil mit zwei relativ zueinander bewegbaren Schließgliedern ausgebildet ist, die zwischen sich einen Leckagehohlraum begrenzen, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Doppelsitzventils verbunden ist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Ventil (VC) als Doppeldichtventil mit zwei auf einem Schließglied in Hubrichtung beabstandeten Sitzdichtungen ausgebildet ist, zwischen denen ein ringförmig umlaufender Leckagehohlraum angeordnet ist, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Doppeldichtventils verbunden ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (VR; VC) jeweils durch Teilhubbewegungen ihrer Schließglieder (bei VR) bzw. ihres Schließgliedes (bei VC) einer Sitzreinigung unterworfen werden.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Scheibenventil (VS) mit zwei am dichtenden Umfang des scheibenförmigen Schließgliedes beabstandeten Dichtungen ausgebildet ist, zwischen denen ein ringförmig umlaufender Leckagehohlraum angeordnet ist, der über wenigstens einen Verbindungsweg mit der Umgebung des Scheibenventils verbunden ist.
  15. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem tanknahen Ende der Rohrleitung (2.1, 2.2, . . . 2.n; 3.1, 3.2, . . . 3.n; 4) eine Ventilanordnung AV zum Ausschub der Rohrleitungen vorgesehen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com