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Dokumentenidentifikation DE10124589A1 03.01.2002
Titel Vorrichtung zum Aufzeichnen eines elektrostatischen Musters auf einen Bildträger
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Hauptmann, Gerald, Dr., 69245 Bammental, DE;
Kostyk, Douglas, Victor, N.Y., US;
Cormier, Steven, West Henrietta, N.Y., US;
Dworschak, Walter, Dr., 24214 Gettorf, DE;
Peter, Karlheinz, Dr., 24113 Molfsee, DE
DE-Anmeldedatum 21.05.2001
DE-Aktenzeichen 10124589
Offenlegungstag 03.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2002
IPC-Hauptklasse B41J 2/39
IPC-Nebenklasse G03G 15/00   
Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers, insbesondere Bildzylinders, vorgeschlagen. Die Vorrichtung weist einen elektrografischen Schreibkopf auf, der eine Anzahl Kontaktelemente besitzt, die mit der Aufzeichnungsoberfläche in Kontakt bringbar sind. Die Vorrichtung (1) zeichnet sich durch mindestens eine erste Messeinrichtung (23) zur Bestimmung des - in Bewegungsrichtung (9) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - seitlichen Versatzes mindestens eines Kontaktelements (19) gegenüber wenigstens einem bestimmten Bildelement (15) auf der Aufzeichnungsoberfläche (3) aus.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine, in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Aufzeichnungsvorrichtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 9.

Aufzeichnungsvorrichtungen der hier angesprochenen Art sind aus der EP 0 713 155 A2 bekannt. Die Aufzeichnungsvorrichtung umfasst einen Schreibkopf, der eine Anzahl flexibler, elektrisch leitender Kontaktelemente aufweist, mittels derer elektrostatische Ladungen auf eine dielektrische Aufzeichnungsfläche eines Bildträgers aufgebracht werden, um ein elektrostatisches Muster mit geladenen und ungeladenen Bereichen zu formen, das einem elektronischen Bild entspricht. Dazu werden die einzeln ansteuerbaren Kontaktelemente in Anlage mit der Aufzeichnungsoberfläche gebracht, die in einer Matrix angeordnete, elektrisch leitfähige Bildelemente aufweist und üblicherweise relativ gegenüber den Kontaktelementen verlagerbar ist. Das erzeugte Ladungsmuster wird anschließend durch eine Druckfarbe, beispielsweise Trockentoner, sichtbar gemacht, wobei die Druckfarbe sich an den aufgeladenen Bereichen der Aufzeichnungsoberfläche anlagert. Das durch die Druckfarbe sichtbar gemachte Bild wird dann vom Bildträger auf ein Drucksubstrat, wie zum Beispiel einen Papierbogen, übertragen.

Aufgrund der geringen Größe der Bildelemente, die im Bereich von 10 Mikrometern liegt, und des sehr kleinen Abstands zwischen den Bildelementen ist eine sehr genaue Fertigung der Bildelemente, des Schreibkopfes, insbesondere der Kontaktelemente, sowie eine genaue Ausrichtung des Schreibkopfs gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche erforderlich, um einen durch ein einzelnes Kontaktelement verursachten Kurzschluss zwischen zwei benachbart angeordneten Bildelementen zu vermeiden. Es hat sich gezeigt, dass eine exakte Justierung des Schreibkopfs gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche nicht in allen Fällen gewährleistet werden kann und zumeist während eines Aufzeichnungsvorgangs nicht möglich ist.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Aufzeichnungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die diese Nachteile nicht aufweist.

Zur Lösung der Aufgabe wird eine Aufzeichnungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Diese zeichnet sich durch mindestens eine erste Messeinrichtung zur Bestimmung des - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - seitlichen Versatzes mindestens eines Kontaktelements gegenüber wenigstens einem bestimmten Bildelement auf der Aufzeichnungsoberfläche aus. Mit Hilfe der ersten Messeinrichtung ist also eine Überprüfung einer gewünschten, fluchtenden Anordnung des wenigstens eines Kontaktelements gegenüber dem zu kontaktierenden Bildelement in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche ermittelbar beziehungsweise inwieweit die Ist-Position des Kontaktelements von einer vorgegebenen Soll-Position abweicht. Diese Information(en) wird erfindungsgemäß dazu verwendet, den Schreibkopf und/oder den Bildzylinder senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche so zu verlagern, dass der seitliche Versatz des Kontaktelements gegenüber dem Bildelement zumindest so klein ist, dass ein durch das Kontaktelement verursachter Kurzschluss zwischen zwei benachbarten Bildelementen vermieden wird. Da der Abstand zwischen den Kontaktelementen üblicherweise konstant ist, werden durch die fluchtende Ausrichtung des einen Referenzkontaktelements auch alle übrigen Kontaktelemente des Schreibkopfs fluchtend zur zugeordneten Bildelementenspalte ausgerichtet.

In bevorzugter Ausführungsform ist die Messeinrichtung so ausgebildet, dass - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - sowohl ein seitlicher Versatz als auch eine Schrägstellung des Schreibkopfs gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche messbar ist. In diesem Zusammenhang wird unter einer "Schrägstellung" des sich quer über die Aufzeichnungsoberfläche erstreckenden Schreibkopfs verstanden, inwieweit dessen Längsmittelachse - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche beziehungsweise der Drehachse des Bildzylinders geneigt und wie groß die Abweichung des schrägstehenden Schreibkopfes von einer parallelen Anordnung zu den quer zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche verlaufenden Reihen der Bildelementen-Matrix ist. Diese Informationen werden herangezogen, um beispielsweise den Schreibkopf so zu verlagern, dass dessen Längsachse - in und senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - exakt parallel zur Aufzeichnungsoberfläche beziehungsweise zu den Bildelementenreihen angeordnet ist.

Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung ist vorgesehen, dass die erste Messeinrichtung einen Nonius-Maßstab aufweist. In bevorzugter Ausführungsform werden die Teilstriche des Nonius-Maßstabs von - senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - in einem vorzugsweise gleichen Abstand zueinander, in einer Reihe hintereinander angeordneten ersten Prüfbildelementen gebildet. Die ersten Prüfbildelemente dienen vorzugsweise nur der Lageermittlung des Schreibkopfs relativ zur Aufzeichnungsoberfläche beziehungsweise der Bildelementen-Matrix und sind daher vorzugsweise außerhalb der Aufzeichnungsoberfläche, beispielsweise an einem Seitenrand des Bildträgers, angeordnet.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante sind die elektrisch leitfähigen ersten Prüfbildelemente - wie die Bildelemente - inselförmig ausgebildet. Ein seitlicher Versatz des Schreibkopfes gegenüber der Bildelementen-Matrix ist hier bei einem Bildzylinder nur nach jeder vollständigen Drehung des Bildzylinders feststellbar/messbar. Bei einer anderen Ausführungsvariante erstrecken sich die ersten Prüfbildelemente in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche entlang der gesamten Aufzeichnungsoberfläche, das heißt, bei einem von einem Bildzylinder gebildeten Bildträger erstrecken sich die ersten Prüfbildelemente über den gesamten Außenumfang des Bildzylinders, sind also umlaufend ausgebildet. Hierdurch ist es möglich, in jeder beliebigen Drehwinkelstellung des Bildzylinders den seitlichen Versatz des Schreibkopfes mit Hilfe der ersten Messeinrichtung zu ermitteln.

Die Nonienteilung kann im Bereich zwischen einem Zehntel und einem Zwanzigstel des Abstands zwischen benachbart angeordneten Kontaktelementen des Schreibkopfes liegen. Selbstverständlich sind auch andere Nonienteilungen realisierbar. Je kleiner die Nonienteilung ist, desto exakter kann der seitliche Versatz des Schreibkopfs ermittelt werden. Bei einer Nonienteilung von einem Zehntel sind auf einer festgelegten Länge 11 erste Prüfbildelemente angeordnet, denen 10 erste Prüfkontaktelemente zugeordnet sind. Bei einer Nonienteilung von einem Zwanzigstel sind auf einer festgelegten Länge 21 erste Prüfbildelemente vorgesehen, denen 20 erste Prüfkontaktelemente zugeordnet sind. Bei einem Ausführungsbeispiel der ersten Messeinrichtung ist die Nonienteilung gleich groß wie der Abstand zwischen zwei benachbart angeordneten Kontaktelementen, die zum Aufzeichnen des elektrostatischen Musters auf den Bildträger dienen.

Zur Funktion eines besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiels der ersten Messeinrichtung: Befinden sich die beiden äußersten ersten Prüfkontaktelemente, die vorzugsweise direkt am Schreibkopf und in einer Reihe mit den am Schreibkopf angebrachten Kontaktelementen angeordnet sind, in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche in einer fluchtenden Position mit den beiden äußersten, auf dem Bildträger angeordneten ersten Prüfbildelementen, weist der Schreibkopf keinen beziehungsweise einen nur geringen, unkritischen seitlichen Versatz gegenüber der Bildelementen-Matrix auf. Alle anderen Prüfkontaktelemente sind zu dem jeweiligen zugeordneten Prüfbildelement seitlich versetzt angeordnet. Die zu den Prüfbildelementen nicht fluchtend beziehungsweise schlecht ausgerichteten Prüfkontaktelemente werden mit einer Prüfspannung beaufschlagt, wobei die benachbart angeordneten Prüfkontaktelemente, die gleichzeitig dasselbe Prüfbildelement kontaktieren, kurzgeschlossen werden. Welche der Prüfkontaktelemente jeweils kurzgeschlossen sind, wird beispielsweise mittels einer elektronischen Einrichtung, beispielsweise einer mit dem Schreibkopf verbindbaren, der Spannungsvorsorgung für die Kontaktelemente dienenden Schreibleiste, überwacht. Über die Anordnung beziehungsweise die Lage der über ein Prüfbildelement elektrisch kurzgeschlossenen Prüfkontaktelemente innerhalb des Nonius-Maßstabs ist der seitliche Versatz der Kontaktelement gegenüber der Bildelementen-Matrix sehr exakt bestimmbar und kann dann korrigiert werden, indem beispielsweise der Bildträger und/oder der Schreibkopf mit geeigneten Mitteln relativ zueinander verschoben werden.

Die mit Hilfe der ersten Messeinrichtung ermittelten Informationen bezüglich der momentanen seitlichen Anordnung des Schreibkopfes gegenüber der Bildelementen- Matrix werden bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel dazu verwendet, eine Stelleinrichtung anzusteuern, mit deren Hilfe der Schreibkopf und/oder der Bildzylinder so verlagerbar sind/ist, dass die Kontaktelemente in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche exakt fluchtend mit der jeweiligen zugeordneten Spalte der Bildelementen-Matrix ausgerichtet werden.

Aus allem wird deutlich, dass der Gegenstand der Erfindung auch eine Messeinrichtung zur Ermittlung des seitlichen Versatzes des Schreibkopfs gegenüber der Bildelementen-Matrix betrifft, bei der eine fluchtende und/oder versetzte Anordnung der Teilstriche beziehungsweise eines Teilstriches des Nonius-Maßstabs gegenüber den Teilstrichen beziehungsweise einem Teilstrich der mit dem Nonius-Maßstab zusammenwirkenden Skale mit elektrischen oder optischen Einrichtungen oder mit Hilfe eines Lasers oder dergleichen bestimmt wird.

Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung, das sich dadurch auszeichnet, dass auf beiden Seiten des Schreibkopfs jeweils eine erste Messeinrichtung vorgesehen ist, die beide zur Ermittlung der Drehwinkelstellung des Bildzylinders dienen. Dadurch ist ohne weiteres eine Schrägstellung des Schreibkopfs relativ gegenüber den Bildelementenreihen der Bildelementen-Matrix möglich.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.

Zur Lösung der Aufgabe wird ferner ein Aufzeichnungsvorrichtung vorgeschlagen, die die Merkmale des Anspruchs 9 aufweist. Sie zeichnet sich durch mindestens eine zweite Messeinrichtung zur Erkennung mindestens eines bestimmten Bildelements auf der Aufzeichnungsoberfläche aus. Die mit Hilfe der gegenüber dem Bildzylinder vorzugsweise ortsfest angeordneten zweiten Messeinrichtung ermittelte Information bezüglich der Drehwinkelposition des Bildzylinders wird zur Festlegung, wann ein Aufzeichnungsvorgang gestartet wird, herangezogen. Die zweite Messeinrichtung ermittelt also quasi eine Nullage des Bildzylinders gegenüber dem Schreibkopf.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung ist vorgesehen, dass das zu detektierende Bildelement ein zweites Prüfbildelement ist, dessen von mindestens einem zweiten Prüfkontaktelement kontaktierbare Fläche größer und/oder - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - breiter als die eines Bildelements auf der Aufzeichnungsoberfläche ist. Dadurch ist es sowohl visuell, also für einen Bediener, als auch mit optischen oder elektrischen Einrichtungen von den aufladbaren Bildelementen auf der Aufzeichnungsoberfläche unterscheidbar.

In bevorzugter Ausführungsform ist - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - die Breite des zweiten Prüfbildelements gleich groß wie die Summe aus der doppelten Breite eines Bildelements und der Lücke zwischen zwei benachbart angeordneten Bildelementen. Das zweite Prüfbildelement ist also quasi ein Doppel- Bildelement, das aufgrund seiner gegenüber den Bildelementen größeren Fläche bei einer bestimmten Prüfspannung eine größere Kapazität aufweist, als es ein mit der gleichen Spannung beaufschlagtes Bildelement aufweisen würde. Mit geeigneten Mitteln kann das Prüfbildelement daher erkannt und somit eine Drehwinkelpositionsbestimmung des Bildzylinders gegenüber dem Schreibkopf vorgenommen werden. Diese Information wird beispielsweise an eine Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung übermittelt, die unter anderem den Start eines neuen Aufzeichnungsvorgangs festlegt.

Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel sind zwei zweite Prüfkontaktelemente vorgesehen, die senkrecht zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche in einem Abstand voneinander angeordnet und elektrisch voneinander getrennt sind. Diese sind in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche fluchtend mit dem zweiten Prüfbildelement angeordnet, wobei der Abstand zwischen den zweiten Prüfkontaktelementen vorzugsweise gleich groß oder im Wesentlichen gleich groß wie der Abstand zwischen benachbart angeordneten Kontaktelementen ist. Die zweiten Prüfkontaktelemente sind an einen elektrischen Stromkreis angeschlossen, der geschlossen wird, sobald beide Prüfkontaktelemente das zweite Prüfbildelement (Doppel-Pad) gleichzeitig kontaktieren. Hierdurch ist das zweite Prüfbildelement ohne weiteres von den Bildelementen auf dem Bildträger unterscheidbar. Es ist daher möglich, das zweite Prüfbildelement in die Bildelementen-Matrix zu integrieren, das heißt, innerhalb der Bildelementen-Matrix anzuordnen, wobei die Prüfkontaktelemente dann von Kontaktelementen des Schreibkopfs gebildet sein können, die dann gleichzeitig auch zum Aufzeichnen des elektrostatischen Musters auf die Aufzeichnungsoberfläche dienen. Dadurch kann der Aufbau der Aufzeichnungsvorrichtung vereinfacht werden.

Bei einer weiteren Ausführungsvariante der Aufzeichnungsvorrichtung ist auf der einen Seite des Schreibkopfs eine erste Messeinrichtung zur Ermittlung des seitlichen Versatzes des Schreibkopfs gegenüber der Bildelementen-Matrix und auf der gegenüberliegenden Seite eine zweite Messeinrichtung zur Ermittlung der Drehwinkelposition des Bildzylinders gegenüber dem feststehenden Schreibkopf vorgesehen. Die mit Hilfe der ersten und zweiten Messeinrichtungen ermittelten Informationen können zur exakten Bestimmung einer Lageänderung des Schreibkopfs gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche und/oder des Bildzylinders gegenüber dem Schreibkopf verwendet werden, um eine exakte, in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche fluchtende Ausrichtung der Kontaktelemente gegenüber den parallel zur Bewegungsrichtung verlaufenden Spalten der Bildelementen-Matrix zu gewährleisten.

Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsoberfläche, bei dem die ersten Prüfkontaktelemente und/oder die zweiten Prüfkontaktelemente am Schreibkopf in einer Reihe mit den Kontaktelementen angeordnet und vorzugsweise auch identisch mit den Kontaktelementen ausgebildet sind. Dies ermöglicht eine einfache und somit kostengünstige Herstellung des Schreibkopfs und der wenigstens einen Messeinrichtung. Bei einer anderen Ausführungsform sind die ersten Prüfkontaktelemente und/oder die zweiten Prüfkontaktelemente in einem Abstand vom Schreibkopf angeordnet und mit diesem starr verbunden. Die Prüfkontaktelemente können beispielsweise in Umfangsrichtung des Bildzylinders versetzt zum Schreibkopf angeordnet sein, wobei bei einer Verlagerung des Schreibkopfs auch die Prüfkontaktelemente aufgrund ihrer Kopplung mit dem Schreibkopf entsprechend verlagert werden. Die ersten und zweiten Messeinrichtungen können also jeweils als separate Baueinheit ausgeführt werden, so dass ein einfacher Austausch oder ein nachträgliches Anbringen der Messeinrichtung am Schreibkopf möglich ist.

Weiterhin wird ein Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung bevorzugt, dass sich dadurch auszeichnet, dass der Schreibkopf und/oder der Bildzylinder mittels mindestens einer Stelleinrichtung translatorisch verlagerbar und/oder um mindestens eine Achse schwenkbar sind/ist. Dies ermöglicht eine exakte Ausrichtung der Kontaktelemente gegenüber der in einer vorzugsweise rechtwinkligen Matrix angeordneten Bildelemente. Zur Steuerung und Regelung der Stelleinrichtung ist mindestens eine Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung vorgesehen, mit der vorzugsweise auch die ersten und zweiten Messeinrichtungen verbunden sind. Dadurch ist ein Regelkreis realisierbar, das heißt, es erfolgt in Abhängigkeit von der mit Hilfe der Messeinrichtung(en) ermittelten Information(en) eine Ausrichtung der Kontaktelemente gegenüber den Bildelementen, so dass ein Kurzschluss zwischen den Bildelementen aufgrund eines in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche seitlichen Versatzes des Schreibkopfs gegenüber der Bildelementen-Matrix ausgeschlossen werden kann. Die mit Hilfe der mindestens einen Messeinrichtung ermittelten Informationen werden vorzugsweise auch zur Ansteuerung der an die Kontaktelemente angelegten Spannung zum Aufbringen einer gewünschten elektrischen Ladung auf die Bildelemente herangezogen.

Bevorzugt wird weiterhin ein Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung, das sich dadurch auszeichnet, dass dem Schreibkopf und/oder der Aufzeichnungsoberfläche oder dem Bildzylinder eine Heiz- und/oder Kühleinrichtung zugeordnet ist. Mittels der ersten Heiz- und/oder Kühleinrichtung kann der Schreibkopf, an dem die Kontaktelemente befestigt sind, und/oder die Aufzeichnungsoberfläche definiert erwärmt oder abgekühlt werden. Durch die Temperaturänderung verändert sich die Längenausdehnung des beziehungsweise der Bauteile, so dass sich auch der Abstand zwischen den Kontaktelementen beziehungsweise der Abstand zwischen den Bildelementen verändert, wodurch eine sehr exakte fluchtende Ausrichtung der Kontaktelemente gegenüber der - in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - jeweiligen Bildelementenspalte möglich ist. Ein durch ein Kontaktelement verursachter Kurzschluss zwischen zwei benachbarten, in verschiedenen Spalten der Matrix angeordnete Bildelemente kann daher vermieden werden.

Schließlich wird ein Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung bevorzugt, das sich dadurch auszeichnet, dass zur Ermittlung eines seitlichen Versatzes der Kontaktelemente gegenüber den - quer zur Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche gesehen - Bildelementreihen wenigstens ein zum Aufzeichnen des elektrostatischen Musters dienendes Kontaktelement eingesetzt wird, mit dessen Hilfe in bestimmten Intervallen oder permanent die Kapazität der Aufzeichnungsoberfläche an der Kontaktstelle messbar ist. Auf zusätzliche Prüfkontaktelemente und Prüfbildelemente, wie sie bei den obenstehenden Ausführungsformen beschrieben sind, kann hier verzichtet werden, was den Aufbau der Aufzeichnungsvorrichtung vereinfacht.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Ausführungsbeispiels eines elektrografischen Schreibkopfes;

Fig. 2 einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels einer ersten Messeinrichtung zur Bestimmung eines seitlichen Versatzes des Schreibkopfs gegenüber der Aufzeichnungsoberfläche in Draufsicht und

Fig. 3 einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels der Aufzeichnungsoberfläche eines mit einem Prüfbildelement versehenen Bildzylinders in Draufsicht.

Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Vorrichtung 1 zum Erzeugen eines elektrostatischen Musters, das einem aufzuzeichnenden elektronischen Bild entspricht, auf eine Aufzeichnungsoberfläche 3 eines Bildträgers 5, der hier rein beispielhaft von einem um seine Längsmittelachse rotierbaren Bildzylinder 7 gebildet ist. Die Aufzeichnungsoberfläche 3 ist hier vom Mantel des Bildzylinders 7 gebildet, dessen Bewegungsrichtung 9 bei Rotation des Bildzylinders 7 mit einem Pfeil dargestellt ist.

Der Bildzylinder 7 kann so ausgebildet sein, wie in der EP 0 713 155 A2 beschrieben, deren Inhalt zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht wird. Im Folgenden wird daher nur kurz auf den Aufbau des in Fig. 1 dargestellten Bildzylinders 7 näher eingegangen.

Der antreibbare Bildzylinder 7, von dem in Fig. 1 in vergrößertem Maßstab ein Teil seines Mantels im Querschnitt dargestellt ist, weist üblicherweise einen aus Stahl oder Aluminium bestehenden Kern auf, um den herum eine als Masseebene dienende, elektrisch leitende, erste Schicht 11 vorgesehen ist. Um die Schicht 11 herum ist eine zweite Schicht 13 angeordnet, die aus einem elektrisch gut isolierenden Material, wie zum Beispiel Keramik, besteht. Auf der Aufzeichnungsoberfläche 3 sind eine Vielzahl von elektrisch leitfähigen Bereichen, die im Folgenden als Bildelemente 15 (Pixel) bezeichnet werden, in einer hier rechtwinkligen Matrix angeordnet. Die elektrisch leitenden Bildelemente 15 sind mit der elektrisch leitfähigen ersten Schicht 11 nicht verbunden und bilden mit dieser jeweils einen Kondensator, wobei die Bildelemente 15 mit unterschiedlichen elektrischen Potentialen aufladbar sind. Die Bildelemente 15 sind bei diesem Ausführungsbeispiel in das Dielektrikum eingebettet, so dass die Aufzeichnungsoberfläche 3 insgesamt sehr glatt ist. Das Material der zweiten Schicht 13 und das der Bildelemente 15 ist vorzugsweise verschleißbeständig, so dass eine aggressive Reinigung der Aufzeichnungsoberfläche 3 möglich ist.

Bei einem anderen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Bildzylinder 7 eine äußere, farbabstoßende Beschichtung auf, die zumindest die dielektrische Schicht 13 bedeckt. Allen Ausführungsbeispielen des Bildzylinders 7 ist gemeinsam, dass dessen Aufzeichnungsoberfläche 3 mit einem elektrostatischen Muster mit geladenen und ungeladenen Bereichen versehen werden kann.

Die Vorrichtung 1 umfasst ferner einen am Umfang des Bildzylinders 7 angeordneten elektrografischen Schreibkopf 17, der sich über die gesamte Länge des Bildzylinders 7 erstreckt und eine Anzahl fingerförmiger Kontaktelemente 19 aufweist, die - senkrecht zur Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - hintereinander und in einem Abstand voneinander angeordnet sind. Die Kontaktelemente 19 sind hier von flexiblen, elektrisch leitenden Kontaktzungen 21 gebildet, die die Aufzeichnungsoberfläche 3 des Bildzylinders 7 federnd kontaktieren. Jedes der Kontaktelemente 19 ist - in Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche des Bildzylinders 7 gesehen - jeweils einer Spalte der Bildelementen-Matrix zugeordnet. Mit Hilfe einer nicht dargestellten Steuerungs- und Regelungseinrichtung können die Kontaktelemente 19 einzeln angesteuert, das heißt mit einer nicht dargestellten Spannungsquelle, vorzugsweise einer Gleichspannungsquelle, verbunden werden, so dass mit jedem der Kontaktelemente 19 ein gewünschtes elektrisches Potential auf die Aufzeichnungsoberfläche 3 beziehungsweise auf das vom jeweiligen Kontaktelement 19 kontaktierte Bildelement 15 übertragen werden kann.

Das auf der Aufzeichnungsoberfläche 3 aufgebrachte elektrostatische Muster entspricht einer gewünschten Bildinformation, die in bekannter Weise auf ein Drucksubstrat oder einen Zwischenträger, beispielsweise einen Papierbogen übertragen wird.

Auf die unterschiedlich aufgeladenen Bereiche der Aufzeichnungsoberfläche 3 wird mit Hilfe einer - in Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - dem Schreibkopf 17 nachgeordneten Auftragseinrichtung (nicht dargestellt) eine Druckfarbe, beispielsweise Flüssigtoner oder Trockentoner, in bekannter Weise zugeführt. Der Trockentoner besteht beispielsweise aus einem elektrisch geladenen Pulver, das eine mittlere Partikelgröße von vorzugsweise 10 µm aufweist. Das Pulvermaterial ist im Wesentlichen ein Pigment-Polymergemisch. Die Tonerpartikel lagern sich an den unterschiedlich aufgeladenen Bildelementen 15 ab, wobei die an den Bildelementen 15abgeschiedenen Mengen des Toners monoton mit den Feldstärken in diesen geladenen Bereichen zunimmt. Anschließend wird das mit dem Flüssig- oder Trockentoner sichtbar gemachte Muster auf dem Bildträger in bekannter Weise auf ein Drucksubstrat übertragen. Bezüglich der Zusammensetzung, der Eigenschaften und der Übertragsvarianten und -formen der für die Aufzeichnungsvorrichtung eingesetzten, vorzugsweise von einem Flüssigtoner oder Trockentoner gebildeten Druckfarbe wird unter anderem auf die Literaturstelle "Electrophotography and Development Physics" von L. B. Schein, Springer Verlag 1992, ISBN 3-540-55858-6 verwiesen, deren Inhalt zum Gegenstand dieser Beschreibung gemacht wird.

Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels einer ersten Messeinrichtung 23 zur Ermittlung der Position der Kontaktelemente 19 gegenüber der - in Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - jeweiligen Spalte der Bildelementen-Matrix. Die Spalten der Bildelementen-Matrix sind hier parallel zur Bewegungsrichtung 9 und deren Reihen senkrecht zur Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 angeordnet.

Die erste Messeinrichtung 23 weist einen Nonius-Maßstab 25 auf, der hier insgesamt 11 Teilstriche aufweist, die von in einem Abstand nebeneinander angeordneten ersten Prüfbildelementen 27/1 bis 27/11 gebildet sind, die beispielsweise mit einer Reihe der Bildelemente 15 auf der Aufzeichnungsoberfläche 3 fluchtend angeordnet sind. Der Abstand zwischen jeweils benachbart angeordneten, bei diesem Ausführungsbeispiel über eine Strecke LN von 10 Längeneinheiten verteilt angeordneten Prüfbildelemente 27 ist gleich groß, wobei eine Längeneinheit beispielsweise 100 µm beträgt. Die bei diesem Ausführungsbeispiel inselförmig ausgebildeten Prüfbildelemente 27 weisen eine Breite B1 von 0,9 Längeneinheiten, also beispielsweise circa 90 µm auf, wobei die Breite F1 des Freiraums zwischen zwei benachbart angeordneten Prüfbildelementen 27 0,1 Längeneinheiten, also beispielsweise circa 10 µm, beträgt. Die Strecke LN (Länge des Nonius-Maßstabs), über die die Prüfbildelemente 27 verteilt sind, die Breite B1 der Prüfbildelemente 27 und die Breite F1 des Freiraums zwischen den Prüfbildelementen 27 sind selbstverständlich variierbar.

Mit dem Nonius-Maßstab 25 wirkt eine Teilstriche aufweisende Skale 29 zusammen, wobei die Teilstriche der Skale 29 hier von ersten Prüfkontaktelementen 31/1 bis 31/10 gebildet sind, die über die 10 Längeneinheiten lange Strecke LN in einem gleichmäßigen Abstand voneinander angeordnet sind. Die ersten Prüfkontaktelemente 31 sind hier in einem Seitenrandbereich des Schreibkopfs 17 angeordnet und beispielsweise fest mit diesem verbunden. Die Breite F2 des lichten Freiraums zwischen jeweils benachbart angeordneten Prüfkontaktelementen 31 beträgt circa 0,6 Längeneinheiten, also beispielsweise 60 µm. Die Prüfkontaktelemente 31 weisen eine Breite B2 von 0,5 Längeneinheiten, also beispielsweise 50 µm auf. Es bleibt festzuhalten, dass die Breite B2 der Prüfkontaktelemente und die Breite F2 des Freiraums zwischen den Prüfkontaktelementen 31 ohne weiteres veränderbar ist, das heißt, bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann B2 und F2 größer oder kleiner als die oben angegebenen Werte sein.

Zumindest einige der ersten Prüfkontaktelemente 31/1 bis 31/10 sind mit einer variierbaren Prüfspannung beaufschlagbar, wobei benachbart angeordnete Prüfkontaktelemente, die gleichzeitig das selbe Prüfbildelement kontaktieren, wie zum Beispiel die Prüfkontaktelemente 31/5 und 31/6, über dieses Prüfbildelement elektrisch miteinander verbunden werden. Dieser Kurzschluss ist mit einer geeigneten Einrichtung detektierbar. Diese Information, welche der Prüfkontaktelemente durch ein Prüfbildelement miteinander elektrisch miteinander verbunden sind, wird erfindungsgemäß zur Bestimmung des seitlichen Versatzes des Schreibkopfes gegenüber der den Bildelement-Spalten herangezogen, worauf im Folgenden näher eingegangen wird.

In der in Fig. 2 dargestellten Stellung der ersten Messeinrichtung ist der in Fig. 2 nicht dargestellte Schreibkopf der Aufzeichnungsvorrichtung 1 so gegenüber der Bildelementen- Matrix ausgerichtet, dass die Kontaktelemente jeweils mit einer Spalte der Bildelementen- Matrix fluchtend angeordnet sind. In dieser Position des Schreibkopfs 17 kontaktieren die beiden äußersten ersten Prüfkontaktelemente 31/1 und 31/10 das jeweils äußerste der ersten Prüfbildelemente, nämlich die Prüfbildelemente 27/1 und 27/11, im Wesentlichen in der Mitte. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kontaktieren von den zwischen den beiden äußersten ersten Prüfkontaktelementen 31/1, 31/10 angeordneten Prüfkontaktelemente 31/2 bis 31/9 in der Mitte des Nonius-Maßstabs mehrere Prüfkontaktelemente mindestens eines der Prüfbildelemente gleichzeitig, beispielsweise die Prüfkontaktelemente 31/5 und 31/6 das Prüfbildelement 27/16 sowie die Prüfkontaktelemente 31/6 und 31/7 das Prüfbildelement 27/7. Dadurch sind die jeweils das gleiche Prüfbildelement kontaktierenden Prüfkontaktelemente elektrisch miteinander verbunden, was in bekannter Weise detektierbar ist. Wenn der Schreibkopf 17 - in Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - einen seitlichen Versatz zur Matrix der Bildelemente 15 (Fig. 1) aufweist, so verschiebt sich auf dem Nonius-Maßstab der Ort, an dem ein Kurzschluss zwischen benachbart angeordneten Prüfkontaktelementen besteht, von der Mitte des Nonius-Maßstabs in Richtung nach außen. Das heißt, dass dann beispielsweise die Prüfkontaktelemente 31/1 und 31/2 das Prüfbildelement 27/1 gleichzeitig kontaktieren. Diese Information über den Ort des Kurzschlusses ermöglicht eine Bestimmung/Berechnung des seitlichen Versatzes der am Schreibkopf angebrachten Kontaktelemente. Durch eine entsprechende Relativbewegung zwischen dem Schreibkopf und dem Bildzylinder kann der seitliche Versatz korrigiert werden. Hierzu wird vorzugsweise eine nicht dargestellte Stelleinrichtung zur Verlagerung des Schreibkopfs 17 und/oder des Bildzylinders 7 eingesetzt, die in Abhängigkeit der mit Hilfe der ersten Messeinrichtung 23 ermittelten Information entsprechend angesteuert wird.

Bei einem weiteren, in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der ersten Messeinrichtung sind die Teilstriche des Nonius-Maßstabs auf den Bildträger, insbesondere die Aufzeichnungsoberfläche, aufgebracht oder integriert sind, wobei dass die Teilstriche des Nonius-Maßstabs mittels mindestens einer optischen, mechanischen, elektrischen und/oder elektromechanischen Einrichtung sensiert werden. Das heißt, die Lage beziehungsweise die Anordnung der Teilstriche gegenüber dem Schreibkopf wird berührend, also durch Abtasten mittels mindestens eines geeigneten Elements, oder berührungslos ermittelt.

Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer zweiten Messeinrichtung 33, die zur Drehwinkelpositionsbestimmung des Bildzylinders 7 gegenüber dem in Fig. 3 nicht dargestellten, feststehenden Schreibkopf 17 dient. Die zweite Messeinrichtung 33 weist mit einer Prüfspannung beaufschlagbare zweite Prüfkontaktelemente 35 und 37 auf, die identisch ausgebildet sein können, wie ein anhand von Fig. 1 beschriebenes Kontaktelement 15. Die in Bewegungsrichtung der Aufzeichnungsoberfläche in einem Abstand nebeneinander angeordneten, elektrisch voneinander getrennten zweiten Prüfkontaktelemente 35, 37 sind - in Bewegungsrichtung 9 der Aufzeichnungsoberfläche 3 gesehen - fluchtend mit einer Bildelementenspalte 39 beziehungsweise 41 angeordnet.

Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Prüfkontaktelemente 35, 37 von jeweils einem der Kontaktelemente 19 des Schreibkopfs 17 gebildet. Es ist selbstverständlich auch möglich, dass die zweiten Prüfkontaktelemente separate Teile sind, die nur zum Messen und nicht zum Beschreiben der Aufzeichnungsoberfläche dienen.

Die Aufzeichnungsoberfläche 3 weist ein zweites Prüfbildelement 43 auf, das hier in die Bildelementenspalten 39, 41 integriert ist und dessen Breite BP gleich groß, wie die Breite von zwei Bildelementen zuzüglich des dazwischenliegenden Freiraums ist. Das zweite Prüfbildelement 43, das hier im Bereich eines Seitenrands des Bildzylinders 7 angeordnet ist, wird in einer bestimmten Drehwinkelstellung des Bildzylinders von den beiden Prüfkontaktelementen 35, 37 gleichzeitig kontaktiert. Dadurch werden die in einem Stromkreis angeordneten Prüfkontaktelemente 35, 37 elektrisch miteinander verbunden, so dass beim Anlegen einer Prüfspannung der Kurzschluss detektierbar ist. Mit Hilfe einer zweiten Messeinrichtung 33 ist daher eine Nulllage/eine Referenzstellung des Bildzylinders/der Bildelementen-Matrix gegenüber dem ortsfest oder im wesentlichen ortsfest angeordneten Schreibkopf ermittelbar, die beispielsweise zum Auslösen des Starts eines Aufzeichnungsvorgangs herangezogen werden kann.

Bei einem in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Aufzeichnungsvorrichtung ist auf beiden Seiten des Schreibkopfs 17 jeweils eine zweite Messeinrichtung 33 vorgesehen. Deren Aufbau entspricht dem der anhand der Fig. 3 beschriebenen zweiten Messeinrichtung. Es sind also auch in beiden Seitenrandbereichen des Bildzylinders jeweils ein als Doppelpad ausgebildetes zweites Prüfbildelement 43 vorgesehen, die entweder beide inselförmig oder von denen eines umlaufend und das andere inselförmig ausgebildet sind. Mittels der beiden zweiten Messeinrichtungen können sowohl eine Referenzstellung der Bildelementen-Matrix gegenüber dem Schreibkopf als auch ein seitlicher Versatz der Kontaktelemente gegenüber der Bildelementen-Matrix ermittelt werden.

Die mit der Anmeldung eingereichten Patentansprüche sind Formulierungsvorschläge ohne Präjudiz weitergehenden Patentschutzes. Die Anmelderin behält sich vor, noch weitere, bisher nur in der Beschreibung und/oder in den Zeichnungen offenbarte Merkmale zu beanspruchen.

In Unteransprüchen verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruchs durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin; sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Die Gegenstände dieser Unteransprüche bilden jedoch auch selbständige Erfindungen, die eine von den Gegenständen der vorhergehenden Unteransprüche unabhängige Gestaltung aufweisen.

Die Erfindung ist auch nicht auf das/die Ausführungsbeispiel(e) der Beschreibung beschränkt. Vielmehr sind im Rahmen der Erfindung zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, insbesondere solche Varianten, Elemente und Kombinationen und/oder Materialien, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen, in Verbindung mit den in der allgemeinen Beschreibung und den Ausführungsformen sowie den Ansprüchen beschriebenen und in den Zeichnungen enthaltenen Merkmalen beziehungsweise Elementen oder Verfahrensschritten erfinderisch sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten beziehungsweise Verfahrensschrittfolgen führen, auch soweit sie Herstell-, Prüf- und Arbeitsverfahren betreffen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildträgers, insbesondere Bildzylinders, mit einem elektrografischen Schreibkopf, der eine Anzahl Kontaktelemente aufweist; die mit der Aufzeichnungsoberfläche in Kontakt bringbar sind, gekennzeichnet durch mindestens eine erste Messeinrichtung (23) zur Bestimmung des - in Bewegungsrichtung (9) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - seitlichen Versatzes mindestens eines Kontaktelements (19) gegenüber wenigstens einem bestimmten Bildelement (15) auf der Aufzeichnungsoberfläche (3).
  2. 2. Aufzeichnungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messeinrichtung (23) einen Nonius-Maßstab (25) aufweist.
  3. 3. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstriche des Nonius-Maßstabs (25) - senkrecht zur Bewegungsrichtung (9) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - von in einem Abstand hintereinander angeordneten ersten Prüfbildelementen (27/1, 27/2, . . ., 27/11) auf dem Bildträger (5) gebildet sind.
  4. 4. Aufzeichnungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Prüfbildelemente (27/1, 27/2, . . ., 27/11) inselförmig ausgebildet sind oder sich entlang der gesamten Aufzeichnungsoberfläche (3) erstrecken.
  5. 5. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nonienteilung im Bereich zwischen einem Zehntel (1/10) und einem Zwanzigstel (1/20) des Abstands zwischen zwei Kontaktelementen (19) des Schreibkopfs (17) liegt.
  6. 6. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstriche einer mit dem Nonius-Maßstab (25) zusammenwirkenden Skale (29) von ersten Prüfkontaktelementen (31/1, 31/2, . . ., 31/10) gebildet sind.
  7. 7. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messeinrichtung (23) am vorzugsweise ortsfesten Schreibkopf (17) angeordnet ist.
  8. 8. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Schreibkopfs (17) jeweils eine erste Messeinrichtung (23) vorgesehen ist.
  9. 9. Vorrichtung zum Aufzeichnen eines einem elektronischen Bild entsprechenden elektrostatischen Musters auf eine in einer Matrix angeordnete Bildelemente aufweisende Aufzeichnungsoberfläche eines Bildzylinders, mit einem elektrografischen Schreibkopf, der eine Anzahl Kontaktelemente aufweist, die mit der Aufzeichnungsoberfläche in Kontakt bringbar sind, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 1 bis 8, gekennzeichnet durch mindestens eine zweite Messeinrichtung (33) zur Erkennung mindestens eines bestimmten Bildelements auf der Aufzeichnungsoberfläche (3).
  10. 10. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Messeinrichtung (33) ortsfest, vorzugsweise am Schreibkopf (17), angeordnet ist.
  11. 11. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zu detektierende Bildelement ein zweites Prüfbildelement (43) ist, dessen von mindestens einem zweiten Prüfkontaktelement (35, 37) kontaktierbare Fläche größer und/oder - in Bewegungsrichtung (9) der Aufzeichnungsoberfläche (3) gesehen - breiter als die eines Bildelements (15) auf der Aufzeichnungsoberfläche (3) ist.
  12. 12. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des zweiten Prüfbildelements (43) gleich groß oder im Wesentlichen gleich groß wie die Summe aus der doppelten Breite eines Bildelements (15) und der Lücke zwischen zwei benachbart angeordneten Bildelementen (15) ist.
  13. 13. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zweite Prüfkontaktelemente (35, 37) vorgesehen sind, die in Bewegungsrichtung (9) der Aufzeichnungsoberfläche (3) in einem Abstand nebeneinander angeordnet und elektrisch voneinander getrennt sind.
  14. 14. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Prüfkontaktelemente (35, 37) fluchtend mit dem zweiten Prüfbildelement (43) angeordnet sind.
  15. 15. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den beiden zweiten Prüfkontaktelementen (35, 37) gleich groß oder im Wesentlichen gleich groß wie der Abstand zwischen benachbart angeordneten Kontaktelementen (15) ist.
  16. 16. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Prüfbildelemente (27/1, 27/2, . . ., 27/11) im Bereich eines Seitenrands der Aufzeichnungsoberfläche (3) und das wenigstens eine zweite Prüfbildelement (43) im Bereich des gegenüberliegenden Seitenrands der Aufzeichnungsoberfläche (3) angeordnet sind.
  17. 17. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der ersten Prüfkontaktelemente (31/1, 31/2, . . ., 31/10) und den zweiten Prüfkontaktelementen (35, 37) die Kapazität der Aufzeichnungsoberfläche (3) im Bereich der zwischen den Prüfkontaktelementen und der Aufzeichnungsoberfläche (3) gebildeten Kontaktflächen ermittelbar ist.
  18. 18. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Prülkontaktelemente (31/1, 31/2, . . ., 31/10) und/oder das mindestens eine zweite Prüfkontaktelement (35, 37) am Schreibkopf (17) und in einer Reihe mit den Kontaktelementen (19) angeordnet sind.
  19. 19. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Schreibkopfs (17) jeweils eine zweite Messeinrichtung (33) vorgesehen ist, mittels derer ein seitlicher Versatz des Schreibkopfes gegenüber der Bildelementen-Matrix und eine Nulllage des Bildzylinders ermittelbar ist.
  20. 20. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Prüfkontaktelemente (31/1, 31/2, . . ., 31/10) und/oder das zweite Prüfkontaktelement (35, 37) in einem Abstand vom Schreibkopf (17) angeordnet und mit diesem starr verbunden sind.
  21. 21. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schreibkopf (17) und/oder der Bildzylinder (7) mittels mindestens einer Stelleinrichtung translatorisch verlagerbar und/oder um mindestens eine Achse schwenkbar sind/ist.
  22. 22. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung oder Regelung der Stelleinrichtung mindestens eine Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung vorgesehen ist.
  23. 23. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Messeinrichtungen (23, 33) mit der Steuerungs- und/oder Regelungseinrichtung verbunden ist.
  24. 24. Aufzeichnungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schreibkopf und/oder der Aufzeichnungsoberfläche oder dem Bildzylinder eine Heiz- und/oder Kühleinrichtung zugeordnet ist.
  25. 25. Aufzeichnungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilstriche des Nonius-Maßstabs auf den Bildträger, insbesondere die Aufzeichnungsoberfläche, aufgebracht oder integriert sind, und dass die Teilstriche des Nonius-Maßstabs mittels mindestens einer optischen, mechanischen, elektrischen und/oder elektromechanischen Einrichtung sensierbar sind.






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