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Dokumentenidentifikation DE10130185A1 17.01.2002
Titel Flexibler Lagerstab zur Aufnahme eines Bogenstapels in einer Bogen verarbeitenden Maschine
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Zahn, Erich, Dr., 69214 Eppelheim, DE;
Bantlin, Michael, 69168 Wiesloch, DE;
Butterfaß, Hans, 69115 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 22.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130185
Offenlegungstag 17.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.2002
IPC-Hauptklasse B65H 1/26
IPC-Nebenklasse B65H 31/30   B65G 17/38   
Zusammenfassung Es ist ein flexibler Lagerstab zur Aufnahme eines Bogenstapels in einer Bogen verarbeitenden Maschine vorgesehen, der ein biegeweiches Zugglied aufweist, das einseitig eine Vielzahl von aufeinanderfolgend in Reihe angeordneten Druckelementen trägt. Die Druckelemente können in einer vorbestimmten Tragposition des Lagerstabes an Kontaktflächen miteinander in Anlage treten und somit eine aus einer Querbelastung resultierende Durchbiegung verhindern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen flexiblen Lagerstab, wie er insbesondere bei einem Hilfsstapelträger für einen Stapelwechsel in einer Bogendruckmaschine Verwendung findet, und beispielsweise in der DE 42 11 353 C2 beschrieben ist. Die flexible Ausbildung dient der platzsparenden Unterbringung des Lagerstabes in einer unbelasteten Nicht-Funktionsposition innerhalb der Bogendruckmaschine. Andererseits muss der Lagerstab jedoch in einer vorbestimmten, belasteten Tragposition, in der er beim Stapelwechsel einen Reststapel trägt, eine ausreichende Tragfähigkeit und Formstabilität besitzen. In der Regel ist der Lagerstab in der Tragposition gerade ausgerichtet, jedoch kann er in der Tragposition gegebenenfalls auch eine vorbestimmte, beizubehaltende Krümmung besitzen.

Der bekannte Lagerstab ist als Kette mit einer Vielzahl von über Gelenke miteinander verbundenen Kettengliedern ausgebildet, die zu einer Seite hin in bekannter Weise auslenkbar und aufwickelbar ist, während sich die Kettenglieder in einer gestreckten Ausrichtung der Kette mit ihren Stirnseiten berühren und so eine Auslenkung und ein Aufwickeln zur anderen Seite hin verhindern. Tragorgane in Form einer einseitig biegesteifen Kette sind auch aus der DE 83 16 127 U1, der DE 42 15 791 A1 sowie der DE 44 24 287 A1 bekannt, wobei in der letztgenannten Druckschrift ein längs der Kette verlaufendes Spannseil angeordnet ist, um die Kette auszusteifen.

Ein Lagerstab in Form einer Kette ist jedoch konstruktiv aufwendig, da eine Vielzahl von Gelenken ausgebildet werden müssen, die die Kettenglieder gelenkig und zugfest miteinander verbinden. Außerdem unterliegen die Ketten in ihren Gelenkpunkten einem relativ hohen Verschleiß, wodurch die Einsatzdauer des Lagerstabes begrenzt ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen flexiblen Lagerstab zur Aufnahme eines Bogenstapels in einer Bogen verarbeitenden Maschine zu schaffen, der einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist und einem nur geringen Verschleiß unterliegt.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein flexibler Lagerstab mit einem biegeweichen Zugglied vorgesehen, welches an einer Seite desselben eine Vielzahl von aufeinanderfolgend in Reihe angeordneten, Kontaktflächen ausbildenden Druckelementen trägt, die bei einer Abstützung des Zuggliedes an zwei Auflagern und einer zwischen diesen von der Seite der Druckelemente in Richtung auf das Zugglied wirkenden Last an den Kontaktflächen in gegenseitigem Kontakt stehen.

Erfindungsgemäß ist ein flexibler Lagerstab vorgesehen, der nicht aus einer Vielzahl von einzelnen Kettengliedern zusammengesetzt ist, sondern ein zugfestes, aber biegeweiches Zugglied insbesondere in Form eines relativ flexiblen Gurtes beispielsweise aus Metall aufweist, der die Durchbiegungseigenschaften des Lagerstabes bestimmt. Das Zugglied trägt auf derjenigen Seite, auf der infolge einer Querbelastung infolge des aufzunehmenden Bogenstapels eine Druckspannung entsteht, eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden in Reihe angeordneten Druckelementen, die derart angeordnet sind, dass sie in der vorbestimmten Tragposition des Lagerstabes, beispielsweise in dessen gestreckter Stellung, an einander zugewandten Kontaktflächen gegenseitig in Anlage stehen und sich unter Aufbau einer Druckspannung gegenseitig abstützen, so dass ein Durchbiegen des Lagerstabes verhindert ist. Ein Durchbiegen des Lagerstabes unter der genannten Querbelastung in die entgegengesetzte Richtung ist hingegen möglich, da dabei die Druckelemente außer Anlage sind. Auf diese Weise ist der Lagerstab in konstruktiv einfacher Weise aufgebaut und Bolzengelenke, wie sie bei einer Kette vorgesehen sind, sind vollständig vermieden.

Das Zugglied und die Druckelemente können als separate Bauteile vorgefertigt und dann miteinander verbunden sein. Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich die Möglichkeit, die Druckelemente mittels einer lösbaren Befestigung, beispielsweise einer Schraubverbindung, an dem Zugglied anzubringen, wodurch der Vorteil gegeben ist, dass die Druckelemente verstellbar am Zugglied gehalten sind. Insbesondere können die Druckelemente in Längsrichtung des Zuggliedes in verschiedenen Positionen festlegbar sein, wodurch die miteinander in Anlage tretenden Kontaktflächen der Druckelemente justierbar sind.

In alternativer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Zugglied und die Druckelemente als einstückiges Bauteil ausgebildet sind. In Weiterbildung dieser Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Lagerstab aus einer Vielzahl von nebeneinander liegenden dünnen Lamellen aufgebaut ist, wobei jede Lamelle eine Schicht des Zuggliedes und der Druckelemente umfasst und aus einer entsprechenden Platte ausgeschnitten sein kann.

Die Merkmale des Erfindungsgegenstandes und von dessen Ausgestaltungen sind aus den beigefügten Zeichnungen und der darauf Bezug nehmenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen ersichtlich.

In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Abschnitts eines mit einer Schutzhülle versehenen Lagerstabes gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 die Seitenansicht gemäß Fig. 1 mit abgenommener Schutzhülle,

Fig. 3 den Schnitt III-III in Fig. 2,

Fig. 4 das Verformungsverhalten des Lagerstabes bei von oben einwirkender Belastung in schematischer Darstellung,

Fig. 5 das Verformungsverhalten des Lagerstabes bei von unten einwirkender Querkraft in schematischer Darstellung,

Fig. 6 eine Ausgestaltung mit alternativer Ausbildung der Kontaktflächen der Druckelemente,

Fig. 7 eine lösbare und verstellbare Anbringung der Druckelemente an dem Zugglied,

Fig. 8 einen Schnitt durch einen Lagerstab gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,

Fig. 9 eine Seitenansicht eines Endabschnittes eines Lagerstabes mit Kontaktflächen gemäß einer Weiterbildung mit Blick auf die auf den Lagerstab wirkenden Querkräfte bei dessen bestimmungsgemäßem Einsatz,

Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Ansicht im Falle einer zu Fig. 9 alternativen Ausgestaltung der Kontaktflächen.

Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist, weist ein flexibler Lagerstab 10 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ein biegeweiches, jedoch zugfestes hier in Form eines Gurtes ausgebildetes Zugglied 11 auf, welches auf seiner Oberseite eine Vielzahl von starren Druckelementen 12 trägt, die aufeinanderfolgend in Reihe in Längsrichtung des Zuggliedes 11 angeordnet und in Abschnitten 13 fest mit dem Zugglied 11 verbunden sind. Diese Verbindung kann beispielsweise durch Schweißen, Löten, Kleben oder Nieten erzeugt werden. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Druckelemente 12 einstückig mit dem Zugglied 11 verbunden. Darüber hinaus ist die Verbindung zwischen den Druckelementen 12 und dem Zugglied 11 so ausgeführt, dass das Zugglied 11 seine Flexibilität beibehält. Gemäß der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform weisen die Druckelemente 12 zu diesem Zweck ein Oberteil 14 mit daran nach unten anschließenden Füßen 15 auf, wobei die unteren Enden der Füße 15 an den Abschnitten 13 mit dem Zugglied 11 in genannter Weise verbunden sind. Am Oberteil 14 jedes Druckelementes 12 ist auf in Längsrichtung des Zuggliedes 11 entgegengesetzten Seiten jeweils eine Kontaktfläche 18 bzw. 19 ausgebildet, mit denen die Druckelemente 12 mit den entsprechenden Kontaktflächen 18 bzw. 19 der benachbarten Druckelemente 12 in einer vorbestimmten Krümmungslage des Zuggliedes 11 in Anlage treten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist als vorbestimmte Krümmungslage die lineare Ausrichtung des Zuggliedes 11 vorgesehen, die einer üblichen Tragposition eines Lagerstabes zur Aufnahme eines Bogenstapels entspricht. Wenn die Druckelemente 12 an ihren Kontaktflächen 18 und 19 miteinander in Anlage stehen, führt eine von der Seite der Druckelemente 12 auf den Lagerstab einwirkende Querkraft bedingt durch die gegenseitige Anlage der Druckelemente 12 lediglich zu einer Durchbiegung des Lagerstabes 10, wie sie in etwa bei einem massiven Lagerstab auftreten würde. Wenn jedoch eine Belastung von der entgegengesetzten Seite, d. h. gemäß Fig. 2 von unten aufgebracht wird, führt dies zu einer Krümmung des Zuggliedes 11, wobei die dann auf der Zugseite liegenden Druckelemente 12 mit ihren Kontaktflächen 18 und 19 außer Anlage kommen.

Diese Funktionsweise des einseitig durchbiegbaren Lagerstabes ist auch in den Fig. 4 und 5 nochmals beispielhaft dargestellt. Der nur schematisch angedeutete Lagerstab 10 ist demgemäß endseitig jeweils an einem Auflager abgestützt. Sobald der Bogenstapel auf den Lagerstab auf der Seite der Druckelemente aufgelegt wird, wirkt die in Fig. 4 gezeigte Flächenlast q, die jedoch nicht oder nur zu einer sehr geringen Verformung des Lagerstabes führt, da die Belastungen über innere Spannungen getragen werden. Die Druckelemente liegen dabei im Druckbereich des Querschnitts des Lagerstabes und behindern die Durchbiegung des Gurtes.

Wenn hingegen eine Belastung von der Unterseite des Lagerstabes aufgebracht wird, wie es schematisch in Fig. 5 angedeutet ist, liegen die Druckelemente im Zugbereich des Querschnitts des Lagerstabes und können die dabei auftretenden Zugkräfte nicht aufnehmen. Das Verformungsverhalten des Lagerstabes ist in diesem Fall im Wesentlichen allein durch das Zugglied 11 bestimmt, das biegeweich ausgebildet ist und dementsprechend eine große Durchbiegung erfährt.

Wie Fig. 2 zeigt, kann parallel zur Längsrichtung des Zuggliedes 11 und mit einem vorbestimmten Abstand zu diesem ein Zugseil 16 angeordnet sein, das sich durch die Druckelemente 12 hindurch erstreckt. Zu diesem Zweck sind in den Füßen 15 der Druckelemente 12 Durchgangslöcher 17 vorgesehen, durch die das Zugseil 16 hindurchgeführt ist. Das Zugseil 16 ist an einem nicht dargestellten Druckelement 12 am vorderen Ende des Lagerstabes 10 befestigt. Das entgegengesetzte Ende des Zugseils 16 ist am hinteren Ende des Lagerstabes mit einer nicht dargestellten Spanneinrichtung verbunden, über die es unter eine Zugspannung gesetzt werden kann. Das Zugseil 16 und die Spanneinrichtung sind so ausgebildet, dass der Lagerstab in die vorbestimmte Tragposition vorspannbar ist.

Durch das Spannen mit dem Zugseil 16 wird die Spannungsverteilung in dem Lagerstab verglichen mit einem Lagerstab ohne Zugseil so verändert, dass die Zugbelastung des Zuggliedes 11 verringert wird, während die Druckbelastung der Druckelemente 12 erhöht wird. Auf diese Weise kann das Zugglied 11 flexibler ausgebildet werden, während die höhere Druckbelastung der Druckelemente 12 durch eine entsprechend größere Querschnittsfläche der Druckelemente 12 ausgeglichen werden kann.

Des Weiteren weist der Lagerstab 10 eine dehnbare Schutzhülle 20 mit einem nach unten offenen, U-förmigen Querschnitt auf. Die Schutzhülle 20 bedeckt die Oberseite und die Seiten der Druckelemente 12 und verhindert so ein Eindringen von Verschmutzungen zwischen die Druckelemente. Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, sind zur Befestigung der Schutzhülle 20 an den Druckelementen 12 diese an ihren Seiten nahe dem Zugglied 11 mit Nuten 21 versehen, die sich in Längsrichtung des Zuggliedes 11 erstrecken. In diese Nuten 21 greifen Vorsprungsabschnitte 22 ein, die an den freien Enden des U-förmigen Querschnitts der Schutzhülle 20 ausgebildet sind. Die dem Zugglied 11 angewandte Oberfläche der Schutzhülle 20 und die den Druckelementen 12 abgewandte Oberfläche des Zuggliedes 11 sind möglichst glatt ausgebildet, wodurch ein Herausziehen des bei einem Stapelwechsel zwischen zwei Bogenstapeln angeordneten Lagerstabes erleichtert ist.

Während die Kontaktflächen 18 und 19 in dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen eben ausgebildet sind, zeigt Fig. 6 eine Weiterentwicklung der Druckelemente 12, wobei die Kontaktflächen 18 und 19 benachbarter Druckelemente 12 formschlüssig ineinander greifen. Zu diesem Zweck ist auf der einen Kontaktfläche 18 ein kopfartig vorstehendes Eingriffsteil 18a ausgebildet, während die andere Kontaktfläche 19 eine komplementär ausgebildete Ausnehmung 19a besitzt. Wie Fig. 6 zeigt, greifen das Eingriffsteil 18a und die Ausnehmung 19a in der vorbestimmten Tragposition des Lagerstabes unter enger Passung ineinander, so dass in dieser Stellung an den Druckelementen 12 nicht nur in Längsrichtung des Lagerstabes 10 gerichtete Druckkräfte, sondern auch Querkräfte übertragen und aufgenommen werden können die gegebenenfalls größer sind als die durch die Druckkräfte hervorgerufenen Reibkräfte. Darüber hinaus bilden das Eingriffsteil 18a und die Ausnehmung 19a eine Führung bei der gegenseitigen Bewegung benachbarter Druckelemente 12 während der Verformung des Lagerstabes.

Fig. 7 zeigt eine alternative Ausgestaltung hinsichtlich der Anbringung der Druckelemente 12 an dem Zugglied 11. Hierbei sind die Druckelemente 12 als Blöcke ausgebildet, die über eine Schraubverbindung mittels Schrauben 24 an Lagerteilen 25 des Zuggliedes 11 anbringbar sind. Dabei ist wesentlich, dass die Druckelemente 12 über Langlöcher in verschiedenen Positionen in Längsrichtung des Zuggliedes 11 festlegbar sind, so dass die gegenseitige Anordnung miteinander in Anlage tretender Kontaktflächen 18, 19 justierbar ist.

Die in Fig. 8 gezeigte weitere Ausführungsform des Lagerstabes unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 insbesondere hinsichtlich der Ausbildung der Druckelemente und der Schutzhülle. Wie Fig. 8 zeigt, weisen die Druckelemente 102 einen im wesentlichen T-förmigen Querschnitt auf, der einen mit dem Zugglied 11 verbundenen Stegabschnitt 103, der eine geringere Breite als das Zugglied 11 besitzt, und einen Obergurt 104 umfasst, der an der dem Zugglied 11 abgewandten Seite des Stegabschnitts 103 vorgesehen ist und eine Breite aufweist, die ungefähr der Breite des Zuggliedes 11 entspricht. Zum Schutz gegen Verschmutzungen sind zwei Schutzhüllen 105, 106 vorgesehen, die jeweils einen U-förmigen Querschnitt besitzen und an ihren freien Enden soweit nach innen gezogen sind, dass die Schutzhülle 105 das Zugglied 11 und den unteren Bereich des Stegabschnitts 103 und die obere Hülle 106 den Obergurtabschnitt 104 und den oberen Bereich des Stegabschnitts 103 in ihrem Inneren aufnimmt. Die dehnbaren Schutzhüllen 105 und 106 können somit den Lagerstab vollständig kapseln und gegen das Eindringen von Verschmutzungen schützen.

Bei einer aus Fig. 9 ersichtlichen Ausgestaltung sind die Kontaktflächen 18, 19 der in einem jeweiligen Endbereich des Lagerstabes befindlichen Druckelemente 12 derart geneigt, dass ihre dem Zugglied 11 zugewandten Enden der Mitte des Lagerstabes näher liegen als ihre dem Zugglied 11 abgewandten Enden. Dies erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn die an den Kontaktflächen 18 und 19 unter der Belastung des Lagerstabes seitens eines im Wesentlichen mittig zwischen einem jeweiligen den Lagerstab abstützenden Auflager auf den Lagerstab abgesetzten Bogenstapels hervorgerufenen Normalkräfte zu Reibkräften führen, die kleiner sind als die durch die Belastung hervorgerufenen Querkräfte, deren Beträge in diesem Falle ausgehend von der Mitte des Lagerstabes in Richtung auf ein jeweiliges Auflager in einem jeweiligen Endbereich des Lagerstabes bis zum Erreichen der jeweiligen Auflagerkraft ansteigen.

Die Neigung eines jeweiligen Paares der Kontaktflächen 18 und 19 ist dabei bevorzugt derart gewählt, dass bei ebener Ausgestaltung der Kontaktflächen diese zumindest im Wesentlichen senkrecht zu den Resultierenden stehen, die sich aus den vom Gewicht des auf den Lagerstab abgesetzten Bogenstapels hervorgerufenen, einerseits zwischen den Druckelementen 12 wirkenden Druckkräften und andererseits an dem Lagerstab wirkenden Querkräften ergeben.

Dem Anstieg der Querkräfte in Richtung auf ein jeweiliges Ende des Lagerstabes bei gleichzeitiger Abnahme der oben genannten Normalkräfte wird bevorzugt dadurch Rechnung getragen, dass die einem jeweiligen Ende des Lagerstabes näher gelegenen der Kontaktflächen 18, 19 stärker geneigt sind als die dem jeweiligen Ende weniger nahe gelegenen Kontaktflächen 18, 19.

In alternativer Ausgestaltung gemäß Fig. 10 sind die Kontaktflächen 18, 19 der in einem jeweiligen Endbereich des Lagerstabes befindlichen Druckelemente 12 derart gekrümmt, dass sie von einem dem Endbereich zugehörigen Ende des Lagerstabes aus gesehen, in einer Lage desselben, in welcher das Zugglied 11 eine Unterseite des Lagerstabes ausbildet, von der Oberseite des Lagerstabes ausgehend konkav gekrümmt nach unten verlaufen.

Bei bevorzugten Ausgestaltungen dessen, sind die gekrümmten Kontaktflächen 18, 19 analog zu den in Fig. 9 wiedergegebenen ebenen Kontaktflächen 18, 19 angeordnet. Insoweit sind die gekrümmten Kontaktflächen derart geneigt, dass ihre dem Zugglied 11 zugewandten Enden der Mitte des Lagerstabes näher liegen als ihre dem Zugglied 11 abgewandten Enden und in weiterer Ausgestaltung sind die einem jeweiligen Ende des Lagerstabes näher gelegenen der gekrümmten und geneigten Kontaktflächen 18, 19 stärker geneigt, als die dem jeweiligen Ende weniger nahe gelegenen.

Die gekrümmten Kontaktflächen 18, 19 der insoweit erläuterten Ausgestaltungen stellen des Weiteren bevorzugt Mantelflächenabschnitte gedachter Zylinder dar, wobei des Weiteren im Hinblick auf das Biegeverhalten des Lagerstabes ein jeweiliger der gedachten Zylinder eine im Wesentlichen im Bereich der den Druckelementen 12 abgewandten Seite des Zuggliedes 11 gelegene Zylinderachse 18', 18" aufweist.


Anspruch[de]
  1. 1. Flexibler Lagerstab mit einem biegeweichen Zugglied (11), das an einer Seite desselben eine Vielzahl von aufeinanderfolgend in Reihe angeordneten, Kontaktflächen (18, 19) ausbildenden Druckelementen (12; 102) trägt, die bei einer Abstützung des Zuggliedes (11) an zwei Auflagern und einer zwischen diesen von der Seite der Druckelemente (12, 102) in Richtung auf das Zugglied (11) wirkenden Last an den Kontaktflächen (18, 19) in gegenseitigem Kontakt stehen.
  2. 2. Lagerstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugglied (11) ein Gurt ist.
  3. 3. Lagerstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckelemente (12; 102) mit dem Zugglied (11) einstückig ausgebildet sind.
  4. 4. Lagerstab nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckelemente (12; 102) an dem Zugglied (11) befestigt sind.
  5. 5. Lagerstab nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckelemente (12) verstellbar an dem Zugglied (11) befestigt sind.
  6. 6. Lagerstab nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckelemente (12) in verschiedenen Positionen in Längsrichtung des Zugglieds (11) festlegbar sind.
  7. 7. Lagerstab nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Spanneinrichtung (16) aufweist, mittels der die Druckelemente gegeneinander verspannbar sind.
  8. 8. Lagerstab nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet dass die Spanneinrichtung (16) ein Zugseil aufweist, das sich durch in den Druckelementen (12) ausgebildete Durchgänge (17) hindurch erstreckt.
  9. 9. Lagerstab nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Schutzhülle (20; 106) vorgesehen ist, die die Druckelemente (12, 102) bedeckt.
  10. 10. Lagerstab nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schutzhülle (20; 106) dehnbar ist.
  11. 11. Lagerstab nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Schutzhülle (15) vorgesehen ist, die das Zugglied (11) bedeckt.
  12. 12. Lagerstab nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet dass die zweite Schutzhülle (105) dehnbar ist.
  13. 13. Lagerstab nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet dass die Druckelemente (12) an ihren Kontaktflächen (18, 19) formschlüssig miteinander in Eingriff stehen.
  14. 14. Lagerstab nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet dass auf einer der Kontaktflächen (18) ein Eingriffsteil (18a) ausgebildet ist, das in eine Ausnehmung (19a) auf der zugeordneten anderen Kontaktfläche (19) eingreift.
  15. 15. Lagerstab nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen (18, 19) der in einem jeweiligen Endbereich des Lagerstabes befindlichen Druckelemente (12) eben und derart geneigt sind, dass ihre dem Zugglied (11) zugewandten Enden der Mitte des Lagerstabes näher liegen als ihre dem Zugglied (11) abgewandten Enden.
  16. 16. Lagerstab nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die einem jeweiligen Ende des Lagerstabes näher gelegenen der Kontaktflächen (18, 19) stärker geneigt sind als die dem jeweiligen Ende weniger nahe gelegenen Kontaktflächen (18, 19).
  17. 17. Lagerstab nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet dass die Kontaktflächen (18, 19) der in einem jeweiligen Endbereich des Lagerstabes befindlichen Druckelemente (12) derart gekrümmt sind, dass sie von einem dem Endbereich zugehörigen Ende des Lagerstabes aus gesehen, in einer Lage derselben, in welcher das Zugglied (11) eine Unterseite des Lagerstabes ausbildet, von der Oberseite des Lagerstabes ausgehend konkav gekrümmt nach unten verlaufen.
  18. 18. Lagerstab nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmten Kontaktflächen (18, 19) derart geneigt sind, dass ihre dem Zugglied (11) zugewandten Enden der Mitte des Lagerstabes näher liegen als ihre dem Zugglied (11) abgewandten Enden.
  19. 19. Lagerstab nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die einem jeweiligen Ende des Lagerstabes näher gelegenen der gekrümmten und geneigten der Kontaktflächen (18, 19) stärker geneigt sind als die dem jeweiligen Ende weniger nahe gelegenen.
  20. 20. Lagerstab nach wenigstens einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die gekrümmten Kontaktflächen (18, 19) Mantelflächenabschnitte gedachter Zylinder darstellen.
  21. 21. Lagerstab nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger der gedachten Zylinder eine im Wesentlichen im Bereich der den Druckelementen (12) abgewanden Seite des Zuggliedes (11) gelegene Zylinderachse (18'; 18") aufweist.






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