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Dokumentenidentifikation DE10034731A1 31.01.2002
Titel Bewegungsantrieb zur Simulation der Wankbewegung eines Autos
Anmelder Foerst, Reiner, Dr.-Ing., 51643 Gummersbach, DE
Erfinder Foerst, Reiner, Dr.-Ing., 51643 Gummersbach, DE
DE-Anmeldedatum 17.07.2000
DE-Aktenzeichen 10034731
Offenlegungstag 31.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.01.2002
IPC-Hauptklasse G09B 9/042
IPC-Nebenklasse A63G 31/16   
Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung beschrieben, mit der man ein echtes Auto im Stand unter Ausnutzung der autoeigenen Federung mit geringem Aufwand so verschwenken kann, dass eine Winkeldrehung als Simulation einer Wankbewegung beim Lenkradeinschlag erzeugt wird. Die Antriebsvorrichtung verwendet eine Gabel, deren beide Zinken von hinten unter das Bodenblech geschoben werden. Sie wird gemäß dem physikalischen Verhalten des Vorbildes über ein Steuergerät vom Fliehkraftsignal angesteuert. Dadurch bekommt der Fahrer ein körperliches Gefühl für Fliehbeschleunigungen beim Kurvenfahren.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Bewegungsantrieb zur Simulation der Wankbewegung eines Autos. Er dient dazu, das körperliche Gefühl für Fliehkräfte beim Autofahren in Überstimmung mit dem visuellen Eindruck über das Sichtsystem des Fahrsimulators zu täuschen. Die Besonderheit der Simulation der Wankbewegung gegenüber der der Fliehkraft ist, dass das Sichtsystem nicht mit dem Auto verbunden ist, sondern fest auf dem Fußboden steht. Außerdem ist die erforderliche Winkeldrehung des Autos um seine Längsachse bei der Simulation der Wankbewegung kleiner als bei der Simulation der Fliehkraft. Dieser Winkel hängt von der Federcharakteristik des nachgebildeten Autos ab.

Bekannt sind Bewegungssysteme, in denen die Fliehkraft durch eine Winkeldrehung der Simulatorkabine simuliert wird. So sind in den Patentanmeldungen Foerst: 3032250.0 "Fahrtsimulator" vom 27.08.1980, Foerst 3400518C1 "Vorrichtung zum Verschwenken eines Unterhaltungs-Fahrtsimulators" vom 10.01.1984, Foerst: 3643445.0 "Vorrichtung zum Rollen und Nicken eines Fahrtsimulators" vom 19.12.1986, Foerst: P4434660A1 "Fahrsimulator mit Antriebsvorrichtung für Roll- und Nickbewegungen" vom 28.09.1994 und Foerst: 10009615.8 "Bewegungssystem für Fahrsimulatoren" vom 29.02.2000 Vorrichtungen zur Simulation der Fliehkraft beschrieben, bei denen entweder die gesamte Simulatorkabine oder eine Bewegungsplattform gedreht wird. Bekannt sind auch heutige handelsübliche Bewegungssysteme mit Antriebszylindern für sechs Freiheitsgrade, auf denen Fahrerkabinen montierbar sind. Der Nachteil der bekannten Vorrichtungen ist ihr hoher Aufwand, insbesondere beim Bewegungsantrieb echter Autos, da diese schwerer als Simulatorkabinen sind und deshalb einen starken Antrieb erfordern.

Der vorliegenden Patentanmeldung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine preisgünstige Vorrichtung zum Seitwärtsneigen echter Autos zu schaffen.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird die Tatsache genutzt, dass ein Auto durch seine Federung bereits über eine drehbare Lagerung um seine Längsachse verfügt. Man kann es mit seinen vier Rädern auf den Fußboden stellen und muss nur dafür sorgen, dass die Karosserie in geeigneter Weise in Schräglage gedreht wird. Zu diesem Zwecke ist gemäß Anspruch 1 eine Antriebsvorrichtung mit einer Gabel vorgesehen, deren beide Zinken von hinten her unter das Bodenblech des Autos geschoben werden. Gemäß Anspruch 2 wird die Antriebsvorrichtung so ausgestaltet, dass ein Elektrogetriebemotor mit einem Zahnriemenantrieb zum Einsatz kommt. Gemäß Anspruch 3 kann der Antrieb durch eine Abdeckhaube gegen Berührung geschützt werden.

Die Erfindung sei nun anhand der Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Bodenplatte 6, auf der über eine Zwischenplatte 5 zur Höhenverstellung ein Getriebemotor 8 und ein Lagerbügel 4 montiert sind. In dem Lagerbügel 4 ist eine Gabelarmwelle 3 gelagert, die von einem Zahnrad 11 über ein Ritzel 9 auf der Welle des Getriebemotors 8 über einen Zahnriemen 10 antreibbar ist.

An der Gabelarmwelle 3 ist ein Gabelarm 1 mit Gabelzinken 2a und 2b befestigt, die an ihren Enden Stellschrauben 7a und 7b zur Höhenfeineinstellung zur Anpassung der Gabel an das hintere Bodenblech des Autos aufweisen. Diese Stellschrauben können mit einer Vorrichtung zum Ausgleich von seitlichen Verschiebungen in Form von Zwischenstücken aus Gummi, Gelenken oder Gleitschienen kombiniert werden.

Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine Schrägansicht der Vorrichtung. Aus Fig. 3 ist die Abdeckhaube 12 erkennbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Bewegungsantrieb zur Simulation der Wankbewegung eines Autos, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gabelarm (1) mit zwei Gabelzinken (2a und 2b) vorgesehen ist, der auf einer Gabelarmwelle (3) befestigt ist, die in einem Lagerbügel (4) gelagert ist, dass die Gabelarmwelle (3) über eine vom Fahrcomputer gesteuerte Antriebsvorrichtung antreibbar ist, dass eine Vorrichtung (5) zur Höhenverstellung vorgesehen ist, dass eine Bodenplatte (6) vorgesehen ist, auf der der Lagerbügel (4) mit der Vorrichtung (5) zur Höhenverstellung montierbar ist, und dass zwei Stellschrauben (7a und 7b) an den Enden der beiden Gabelzinken vorgesehen sind, mit der die Höhenfeineinstellung zur Anpassung der Gabel an das hintere Bodenblech des Autos vorgenommen werden kann.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Elektrogetriebemotor (8) mit einem Ritzel (9) auf der Abtriebswelle vorgesehen ist, der über einen Zahnriemen (10) und ein Zahnrad (11) auf der Gabelarmwelle (3) den Gabelarm (1) antreibt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schutzgehäuse (12) vorgesehen ist, mit welchem die rotierenden Teile der Antriebsvorrichtung abdeckbar sind.






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