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Dokumentenidentifikation DE10135506A1 07.02.2002
Titel Plattenzylinder zur Aufnahme mehrerer Druckplatten
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Brown, Kenneth Waldo, Barrington, N.H., US;
Dufour, Charles Henry, Durham, N.H., US;
Crowell Emery, David, York, Me., US
DE-Anmeldedatum 20.07.2001
DE-Aktenzeichen 10135506
Offenlegungstag 07.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.02.2002
IPC-Hauptklasse B41F 13/10
Zusammenfassung Ein Plattenzylinder zur Aufnahme mehrerer Druckplatten mit einem Zylinderkörper (4), und einer ersten Schale (1), die bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die erste Schale (1) zur Aufnahme von mindestens einer ersten Druckplatte dient, zeichnet sich aus durch eine zweite Schale (2), die bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die zweite Schale (2) zur Aufnahme mindestens einer zweiten Druckplatte dient und bezüglich der ersten Schale (1) unabhängig axial bewegbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Plattenzylinder zur Aufnahme mehrerer Druckplatten gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Verfahren zum separaten Ausrichten von wenigstens zwei Druckplatten gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 13.

Eine Druckplatte für ein in einer Druckmaschine, zum Beispiel in einer Offsetdruckmaschine, zu druckendes Bild erfordert eine korrekte Ausrichtung zu dem Papier oder zu anderem, zu bedruckendem Material. Diese Ausrichtung der Druckplatte in axialer Richtung wird auch als axiale Registereinstellung bezeichnet. Bei Plattenzylinder, auf denen nur eine Platte angeordnet ist, kann diese axiale Ausrichtung durch eine axiale Positionierung des gesamten Plattenzylinders erfolgen, auf dem die Platte befestigt ist.

Bei bestimmten Druckanwendungen werden Plattenzylinder eingesetzt, die mehrere axial voneinander beabstandete Druckplatten tragen und im Folgenden als Mehrplatten- Plattenzylinder bezeichnet werden. Zur korrekten Ausrichtung jeder dieser Platten müssen diese unabhängig voneinander bewegbar sein. Das Bewegen des Plattenzylinders als Ganzes reicht somit nicht aus, um jede der Platten korrekt auszurichten.

Die US 4,207,815 offenbart einen Zweiplatten-Plattenzylinder, bei dem eine Platte auf einem Abschnitt mit großem Durchmesser aufgebracht ist und die andere Platte auf einem Rohr bzw. einer Schale angeordnet ist, das sowohl drehbar als auch bezüglich des Abschnitts mit großem Durchmesser axial verschiebbar ist. Das Rohr ist an einer gestuften Welle befestigt. Zum Einstellen des axialen Registers und des Umfangsregisters der Platten ist eine Schrägverzahnung vorgesehen. Diese Anordnung erfordert einen komplizierten Plattenzylinder mit zwei Durchmessern und eine komplizierte Verzahnung und ist nur für eine Anwendung mit zwei Platten geeignet.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Mehrplatten-Plattenzylinder von unkompliziertem Aufbau zu schaffen. Eine zusätzliche oder alternative Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Mehrplatten-Plattenzylinder zu schaffen, welcher eine unabhängige Registereinstellung für mehr als zwei Platten ermöglicht.

Weiterhin ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum separaten Ausrichten von wenigstens zwei Druckplatten zu schaffen, welches es mit einfachen Mitteln ermöglicht, präzise und zuverlässig die separate Ausrichtung mindestens einer ersten und einer zweiten Platte durchzuführen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 13 gelöst. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Ein erfindungsgemäßer Plattenzylinder zur Aufnahme mehrerer Druckplatten mit einem Zylinderkörper und einer ersten Schale, die bezüglich des Zylinderkörpers drehfest und axial bewegbar ist, wobei die erste Schale zur Aufnahme von mindestens einer ersten Druckplatte dient, zeichnet sich aus durch eine zweite Schale, die bezüglich des Zylinderkörpers drehfest und axial bewegbar ist, wobei die zweite Schale zur Aufnahme mindestens einer zweiten Druckplatte dient und bezüglich der ersten Schale unabhängig axial bewegbar ist.

Dadurch, dass zwei unabhängig voneinander bewegbare Schalen vorgesehen sind, kann in einfacher und vorteilhafter Weise eine korrekte, axiale Ausrichtung erreicht werden.

Weiterhin ist es mit dem erfindungsgemäßen Plattenzylinder vorteilhafterweise möglich, Registerfehler zwischen verschiedenfarbigen, überlagerten Druckbildern, welche z. B. durch den so genannten Fan-out hervorgerufen werden können, zu korrigieren.

Sowohl die erste Schale als auch die zweite Schale und auch jede evtl. vorgesehene, weitere Schale haben vorzugsweise denselben Innendurchmesser. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass sie die Fertigung ähnlich gestalteter Schalen ermöglicht, aber auch dass der Grundkörper einen einheitlichen Durchmesser aufweisen kann und somit sehr einfach und kostengünstig gefertigt werden kann.

Am Plattenzylinder können weiterhin wenigstens ein axial verschiebbarer Arm zum selektiven, axialen Bewegen der ersten Schale bezüglich des Zylinderkörpers und wenigstens ein zweiter, axial verschiebbarer Arm zum selektiven, axialen Bewegen der zweiten Schale bezüglich des Zylinderkörpers vorgesehen sein.

Weiterhin kann vorzugsweise für die verschiebbaren Arme eine reibungsreduzierende Beschichtung aus einem Gleitmaterial vorgesehen sein.

Erfindungsgemäß kann auch eine dritte Schale mit ähnlichen Eigenschaften wie die erste Schale und die zweite Schale vorgesehen sein. Dabei kann die dritte Schale unabhängig bezüglich der ersten Schale und der zweiten Schale ausgerichtet werden. Ebenso kann wenigstens ein dritter, axial verschiebbarer Arm zum selektiven, axialen Bewegen der dritten Schale bezüglich des Zylinderkörpers vorgesehen sein.

Vorzugsweise kann der Zylinderkörper weiterhin eine Vielzahl von Nuten für die axial verschiebbaren Arme umfassen. Die Nuten ermöglichen eine Verschiebung der axial verschiebbaren Arme in axialer Richtung, so dass die axial verschiebbaren Arme die Schalen ausrichten können.

Weiterhin kann jede Schale vorzugsweise wenigstens einen Spalt oder Kanal zum Befestigen einer oder mehrerer Druckplatte aufweisen. Dieser Spalt dient zur Entnahme bzw. zum Einfügen der Druckplatten. Der Spalt kann auch eine Plattenklemmeinrichtung umfassen.

Erfindungsgemäß kann außerdem eine Vielzahl von Buchsen oder eine reibungsarme Beschichtung zwischen den Schalen und dem Zylinderkörper vorgesehen sein. Dabei erleichtern die Buchsen die axiale Verschiebung der Schalen.

Eine Vielzahl von Dichtungen kann axial zwischen den einzelnen Schalen angeordnet sein. Diese Dichtungen verhindern, dass Staub, Lösungsmittel und Farbe auf den Zylinderkörper gelangen. Dabei können die Dichtungen sich den variablen Abständen zwischen den Schalen anpassen.

Wahlweise sieht die vorliegende Erfindung eine Antriebsverzahnung oder Mitnahmemittel auf dem Zylinderkörper und entsprechende Kerben auf den Schalen vor. Die Verzahnung kann zum Antreiben der Schalen dienen und kann außerdem eine Umfangsbewegung zwischen den Schalen und dem Zylinderkörper verhindern.

Weiterhin kann erfindungsgemäß ein Gewindering oder eine Registereinrichtung mit einem Schraubelement, z. B. einer Gewindespindel, vorgesehen sein. Bei dem Gewinderingmechanismus stellen die Ringe eine Verbindung mit den axial verschiebbaren Armen her. Dabei führt eine Drehung der Ringe zu einer axialen Verschiebung der axial verschiebbaren Arme, was wiederum eine axiale Verschiebung der ihnen zugeordneten Platten bewirkt. Bei der Einrichtung mit Gewindespindel hingegen werden die axial verschiebbaren Arme durch das Drehen der Spindel verschoben, was wiederum zu einer Verschiebung der ihnen zugeordneten Platten führt. Jede dieser Registereinrichtungen kann von Hand oder motorisch, z. B. auch mittels Linearmotoren, betrieben werden. Obgleich diese spezielle Ausführungsform einen Registermechanismus zum Bewegen von axial verschiebbaren Armen beschreibt, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt und schließt andere Ausführungsformen ein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann hydraulisch, pneumatisch, mittels mechanischem Getriebe oder von Hand angetrieben werden.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum separaten Ausrichten von wenigstens zwei Druckplatten in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse eines Plattenzylinders, wobei der Plattenzylinder einen Zylinderkörper und eine erste Schale aufweist, welche bezüglich des Zylinderkörpers drehfest und axial bewegbar ist, sieht vor, dass eine erste Platte auf der ersten Schale montiert wird, dass eine zweite Schale bereitgestellt wird, welche bezüglich des Zylinderkörpers drehfest und axial bewegbar ist, wobei die zweite Schale bezüglich der ersten Schale unabhängig axial bewegbar ist, dass eine zweite Platte auf der zweiten Schale montiert wird, und dass eine Registereinrichtung, welche die erste Schale und/oder die zweite Schale jeweils separat axial verschiebt, betätigt wird.

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine vereinfachte, schematische Darstellung einer Ausführungsform eines drei Platten umfassenden Plattenzylinders gemäß der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine schematische Vorderansicht des Plattenzylinders und der ersten Schale der Ausführungsform gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine teilweise Schnittdarstellung eines Teils des Plattenzylinders gemäß Fig. 1 mit einer ersten Ausführungsform einer Registereinrichtung zum Verschieben der Registerarme,

Fig. 4 eine vollständige, schematische Schnittdarstellung des Plattenzylinders gemäß Fig. 3,

Fig. 5 einen Ring der Registereinrichtung gemäß Fig. 3,

Fig. 6 eine zweite Ausführungsform der Registereinrichtung und

Fig. 7 die Einrichtung von Fig. 6 mit einem Stellmotor.

Fig. 1 zeigt einen Zylinderkörper 4, auf dessen Umfang eine Vielzahl von im Wesentlichen gleichen Mantelelementen oder Schalen 1, 2, 3, bevorzugt in gleichem Abstand zueinander, angeordnet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind drei Schalen 1, 2, 3 vorgesehen. Die Schalen 1, 2, 3 sind in axialer Richtung auf dem Zylinderkörper 4 verschiebbar, so dass sie unabhängig voneinander bzw. separat ausrichtbar sind. Eine zwischen den jeweiligen Schalen angeordnete Dichtung 5 verhindert das Eindringen von Staub, Lösungsmitteln und Farbe in die Vorrichtung. Die Dichtung 5 kann aus elastischem Material bestehen, das sich axial entsprechend der Veränderungen des Abstandes zwischen den jeweiligen Schalen 1, 2, 3 entweder zusammenzieht oder ausdehnt. Weiterhin können die Schalen 1, 2, 3 Platten, insbesondere Druckplatten, auf ihrer Außenfläche aufnehmen.

Fig. 2 zeigt eine schematische Vorderansicht des Zylinderkörpers 4 und der ersten Schale 1. Drei erste axial verschiebbare Arme erstrecken sich durch drei erste, für diese Arme vorgesehene Nuten 22, 23, 24. In drei Kerben 25, 26, 27 der ersten Schale 1 passende Eingriffselemente erstrecken sich von den entsprechenden Armen in die Nuten 22, 23, 24 und stellen so eine Verbindung zur ersten Schale 1 dar. Wenn die ersten, axial verschiebbaren Arme in axialer Richtung mit einer Kraft beaufschlagt werden, dann überträgt sich die resultierende Bewegung der ersten, axial verschiebbaren Arme über die Eingriffselemente auf die erste Schale 1. Auf diese Weise ergibt sich eine axiale Verschiebung, z. B. zur Ausrichtung der ersten Schale 1. Die axiale Bewegung der ersten Schale 1 wird durch eine Buchse oder durch mehrere Buchsen oder durch eine reibungsarme Beschichtung 28 durch Reduzierung der Reibung unterstützt. Drei wahlweise vorgesehene Antriebszähne bzw. Mitnahmemittel 29, 30, 31 greifen in den Zylinderkörper 4 ein und sorgen für dessen Stabilität, wenn der Zylinderkörper 4 und die erste Schale 1 um die Achse des Zylinderkörpers 4 rotieren. Verschiedene, nachfolgend beschriebene Einrichtungen liefern die axialen Verschiebekräfte für die axial verschiebbaren Arme. Ein in der ersten Schale 1 vorgesehener Kanal oder Spalt 50 ermöglicht das Befestigen und Auswechseln von einer Platte oder von mehreren Platten an der ersten Schale 1.

In Fig. 1 und 2 erstrecken sich drei zweite und dritte, axial verschiebbare Arme durch die für die jeweiligen Arme vorgesehenen drei zweiten Nuten 32, 33, 34 und dritten Nuten 35, 36, 37 bis zu ihrer jeweiligen Schale, wobei die zweiten, axial verschiebbaren Arme der zweiten Schale 2 und die dritten, axial verschiebbaren Arme der dritten Schale zugeordnet sind. Die zweite und die dritte Schale 2 bzw. 3 sind ähnlich wie die erste Schale 1 ausgebildet und werden in gleicher Weise wie diese axial ausgerichtet. Alle Schalen können z. B. von gleicher Bauweise sein. Es ist auch möglich, eine Schale von der Antriebsseite über den ihr zugeordneten Arm zu steuern und eine andere Schale von der Bedienerseite über den ihr zugeordneten Arm zu steuern.

In Fig. 3 kontaktiert ein Eingriffselement 100, das sich von einem axial verschiebbaren Arm 102 in Richtung der ersten Schale 1 erstreckt, die erste Schale 1. Wenn der axiale Arm 102 axial verschoben wird, überträgt das Eingriffselement 100 diese Verschiebung auf die erste Schale 1, wodurch eine axiale Verschiebung der ersten Schale 1 bewirkt wird. Wie auch in Fig. 1 dargestellt ist, passt das Eingriffselement 100 in die in der Schale 1 vorgesehene Kerbe 25. Die zweite Schale 2 ist in ähnlicher Weise axial verschiebbar; jedoch wird die Verschiebekraft anstatt durch den ersten, axialen Arm 102 und das Eingriffselement 100 durch einen zweiten, axialen Arm 105 und ein Eingriffselement 104 ausgeübt. In beiden Fällen sorgt eine auf dem Zylinderkörper 4 angeordnete, bezüglich der Schale ortsfeste Auflage 106 für die notwendige Stabilisierung, wenn sich die ganze Vorrichtung dreht. Die Auflage 106 auf dem Zylinderkörper 4 ist verbunden mit einem für jeweilige Justierringe vorgesehenen Arretiermittel 107, das in der Arretierungsposition eine Drehbewegung eines Ringes 108 und des ersten, axial verschiebbaren Arms 102 verhindert. Die dritte Schale 3 (Fig. 1) wird ebenfalls durch einen axial verschiebbaren Arm axial verschoben. Der Ring 407 wirkt mit dem Arm 105 zusammen, und der Ring 408 wirkt mit einem Arm für die Schale 3 (Fig. 1) zusammen, wobei beide Ringe 407 und 408 durch das Arretiermittel 107, z. B. einen anstellbaren Bund, gegen Verdrehungen arretiert werden können.

In Fig. 4 wird die Ausführungsform der Registereinrichtung mit Ring schematisch erläutert, wobei der drehbare Ring 108 die axiale Bewegung der verschiebbaren Arme 102 und 102A bewirkt, ebenso wie die eines dritten Arms, um die Schale 1 zu bewegen. Die drei durch Eingriffselemente mit der Schale 1 verbundenen Arme sind vorzugsweise gleich weit zueinander beabstandet, das heißt in einem Abstand von 120° angeordnet. Durch Drehen des Rings 407 sind die Arme 105 und 105A axial verschiebbar, um die Schale 2 zu bewegen. Um die Schale 3 axial zu bewegen, verschiebt der Ring 408 den axial verschiebbaren Arm 109 (und zwei weitere, in gleichem Abstand zueinander angeordnete Arme).

Die Übertragung der Drehbewegung eines Ringes 108, 407 und 408 auf die Axialbewegung des zugeordneten Arms 102, 102A, 105, 105A, 109 kann z. B. in bekannter Weise durch eine im Ring geformte Kurve und einen an dem jeweiligen Arm geformten oder angebrachten Kurvenfolger erfolgen.

In Fig. 5 wird eine Ausführungsform eines motorbetriebenen Ringmechanismus ausführlicher beschrieben. Der Ring 108 weist sowohl einen Gewindeabschnitt 501 als auch einen gezähnten Abschnitt 502 auf. Ein Motor 503, welcher z. B. auch als Umkehrmotor ausgebildet sein kann, d. h. welcher in beliebige Drehrichtungen arbeiten kann, überträgt mittels eines mit dem gezähnten Abschnitt 502 in Eingriff stehenden Getriebes seine Kraft auf den Ring 108. Der Ring 108 wiederum überträgt über die Gewindeabschnitte 501 bzw. 501A seine Kraft auf die verschiebbaren Arme 102, 102A (Fig. 4). Das Gewinde in dem Teil 501 ist folglich nahezu rechtwinklig zu den Zähnen des gezähnten Bereiches 502. Der Ring 108 ist ausreichend drehbar, um die Schalen zwecks korrekter Ausrichtung axial zu bewegen. Der Umkehrmotor 503 liefert dem Ring 108 in diesem Bewegungsbereich die erforderliche Kraft. Es ist aber auch möglich, den Ring hydraulisch, pneumatisch, mittels eines mechanischen Getriebes oder manuell anzutreiben. Ebenso können für die anderen Ringe 407, 408 (Fig. 4) Motoren vorgesehen sein. Weiterhin können die Gewindebereiche und die gezähnten Bereiche auf dem Ring 108 in der Weise nebeneinander in axialer Richtung angeordnet sein, dass dieser um mehr als 360° drehbar ist. Das Eingriffselement 100 ist in dieser Ausführungsform derart ausgestaltet, dass es auch bei Drehung des Arms 102 ständig mit der Kerbe 25 in Wirkverbindung bleibt (siehe Fig. 3). Gleiches gilt für die anderen Arme.

Fig. 6 beschreibt schematisch eine weitere Ausführungsform der Registereinrichtung, bei der zur axialen Ausrichtung der Schalen ein Schraubelement 600 vorgesehen ist. Die Drehung des Schraubelements 600 betätigt eine Gewindespindel 601, die wiederum den axial verschiebbaren Arm 102 in axialer Richtung verschiebt. Der axial verschiebbare Arm 102 ist mit der ersten Schale 1 durch das Eingriffselement 100 verbunden, so dass die Bewegung des axial verschiebbaren Arms 102 die erste Schale 1 axial verschiebt. Die axial verschiebbaren Arme für die Schalen 2 und 3 können ebenfalls durch Stelltriebe ähnlich dem Schraubelement 600 angetrieben werden. Die Schraubelemente einer Schale können miteinander verbunden sein, so dass alle axial verschiebbaren Arme für die jeweilige Schale synchron angetrieben werden.

Fig. 7 beschreibt eine weitere Ausführungsform der Registereinrichtung, in der ein Schraubelement (Fig. 6) durch einen Motor angetrieben wird. Hier dreht ein Motor 701 ein Zahnrad 702. Natürlich kann dieses Zahnrad auch hydraulisch, pneumatisch, mittels mechanischem Getriebe oder manuell angetrieben werden. Das Zahnrad 702 steht mit dem Zahnrad 703 in Eingriff. Auf diese Weise wird die Drehkraft des Zahnrads 702 auf das Zahnrad 703 übertragen. Das Zahnrad 703 wiederum treibt das Schraubelement 600 an und verstellt somit den axial verschiebbaren Arm 102 in der in Fig. 6 beschriebenen Weise.

Um eine Schale, zum Beispiel die erste Schale 1, auszurichten, beaufschlagt der Bediener die Registereinrichtung, in diesem Fall das Schraubelement 600 bzw. die Gewindespindel 601 oder den Ring 108, mit einer Kraft. Soll z. B. die erste Schale 1 in Richtung des Bedieners bewegt werden, dann wird die Kraft so eingesetzt, dass die Übertragung der Kraft auf den axial verschiebbaren Arm 102 dessen Bewegung in Richtung des Bedieners bewirkt. Soll dagegen im umgekehrten Fall die erste Schale 1 vom Bediener weg bewegt werden, wird die Kraft so eingesetzt, dass die Übertragung der Kraft durch die Registereinrichtung eine Bewegung des axial verschiebbaren Arms 102 vom Bediener weg bewirkt. Das Eingriffselement 100, der vom axial verschiebbaren Arm 102 weg verläuft, stellt die Verbindung zur ersten Schale 1 her. Auf diese Weise bewirkt jede Bewegung des axial verschiebbaren Arms 102 eine entsprechende Bewegung der Schale 1. Der Bediener kann die Registereinrichtung manuell, pneumatisch, hydraulisch oder durch mechanische Getriebe mit einer Kraft beaufschlagen. Die zweite Schale 2 und die dritte Schale 3 können in der gleichen Weise ausgerichtet werden.

Die Registereinrichtung, worunter z. B. die zusammenwirkenden Stellmittel 108, 102, 100, 503, 502, 501 (beispielhaft für die erste Schale 1) verstanden werden, kann auch von einer Steuereinrichtung und/oder einer Regeleinrichtung, z. B. einem Computer, betätigt werden.

Dabei ist es möglich, sowohl Platten-Registerfehler oder -abweichungen als auch Fan-out- vermittelte Abweichungen des Registers über Sensoren zu detektieren, z. B. auf dem gedruckten Produkt, und diese Fehler oder Abweichungen einem Rechner zuzuführen, der, z. B. auf Grundlage von vorgegebenen Sollwerten, die Korrektur-Verschiebung der Schalen berechnet und z. B. über einen Stellmotor die Registereinrichtung betätigt. LISTE DER BEZUGSZEICHEN 1 erste Schale

2 zweite Schale

3 dritte Schale

4 Zylinderkörper

5 Dichtung

22, 23, 24 Nuten

25, 26, 27 Kerben

28 Buchse/reibungsarme Beschichtung

29, 30, 31 Antriebszähne

32, 33, 34 Nuten

35, 36, 37 Nuten

50 Spalt

100 Eingriffselement

102, 102A axial verschiebbarer Arm

104 Eingriffselement

105, 105A axial verschiebbarer Arm

106 Auflage

107 Arretiermittel

108 Ring

109 axial verschiebbarer Arm

407, 408 Ring

501, 501A Gewindeabschnitte

502 gezähnter Bereich

503 Motor

600 Schraubelement

601 Gewindespindel

701 Motor

702 Zahnrad

703 Zahnrad


Anspruch[de]
  1. 1. Plattenzylinder zur Aufnahme mehrerer Druckplatten mit einem Zylinderkörper (4)und einer ersten Schale (1), die bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die erste Schale (1) zur Aufnahme von mindestens einer ersten Druckplatte dient, gekennzeichnet durch eine zweite Schale (2), die bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die zweite Schale (2) zur Aufnahme mindestens einer zweiten Druckplatte dient und bezüglich der ersten Schale (1) unabhängig axial bewegbar ist.
  2. 2. Plattenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin wenigstens ein erster, axial verschiebbarer Arm (102, 102A, 105, 105A, 109) zum selektiven, axialen Verschieben der ersten Schale (1) bezüglich des Zylinderkörpers (4) vorgesehen ist.
  3. 3. Plattenzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin wenigstens ein zweiter, axial verschiebbarer Arm (102, 102A, 105, 105A, 109) zum selektiven, axialen Verschieben der zweiten Schale (2) bezüglich des Zylinderkörpers (4) umfasst.
  4. 4. Plattenzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkörper (4) eine Nut für einen axial verschiebbaren Arm (102, 102A, 105, 105A, 109) aufweist.
  5. 5. Plattenzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schale (1) und die zweite Schale (2) jeweils wenigstens einen Spalt (50) zur Befestigung von jeweils mindestens einer Druckplatte aufweisen.
  6. 6. Plattenzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin zur Unterstützung der axialen Bewegung zwischen der ersten Schale (1) bzw. der zweiten Schale (2) und dem Zylinderkörper (4) angeordnete Buchsen (28) vorgesehen sind.
  7. 7. Plattenzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Registereinrichtung zum Bewegen der mit der ersten Schale (1) und der zweiten Schale (2) verbundenen, verschiebbaren Arme (102, 102A, 105, 105A, 109) vorgesehen ist.
  8. 8. Plattenzylinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Registereinrichtung mit Gewinde versehene Ringe (108, 407, 408) aufweist, die mit den axial verschiebbaren Armen zusammenwirken.
  9. 9. Plattenzylinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Registereinrichtung ein Schraubelement (600) umfasst, welches von einem Motor (503, 701) angetrieben wird.
  10. 10. Plattenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine zwischen der ersten Schale (1) und der zweiten Schale (2) angeordnete Dichtung (5) vorgesehen ist.
  11. 11. Plattenzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine dritte Schale (3) vorgesehen ist, die bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die dritte Schale (3) zur Aufnahme mindestens einer dritten Druckplatte dient und bezüglich der ersten Schale (1) und der zweiten Schale (2) unabhängig axial bewegbar ist.
  12. 12. Plattenzylinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin ein dritter, axial verschiebbarer Arm (102, 102A, 105, 105A, 109) zum selektiven, axialen Verschieben der dritten Schale (3) bezüglich des Zylinderkörpers (4) vorgesehen ist.
  13. 13. Verfahren zum separaten Ausrichten von wenigstens zwei Druckplatten in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse eines Plattenzylinders, wobei der Plattenzylinder einen Zylinderkörper (4) und eine erste Schale (1) aufweist, welche bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
    1. - Montieren einer ersten Platte auf der ersten Schale (1);
    2. - Bereitstellen einer zweiten Schale (2), welche bezüglich des Zylinderkörpers (4) drehfest und axial bewegbar ist, wobei die zweite Schale (2) bezüglich der ersten Schale (1) unabhängig axial bewegbar ist;
    3. - Montieren einer zweiten Platte auf der zweiten Schale (2);
    4. - Betätigen einer Registereinrichtung, welche die erste Schale (1) und/oder die zweite Schale (2) jeweils separat axial verschiebt.






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