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Dokumentenidentifikation DE10001338C2 28.02.2002
Titel Schneidmaschine für laibförmige Produkte
Anmelder Dipl.-Ing. Schindler & Wagner GmbH & Co. KG, 73655 Plüderhausen, DE
Erfinder Schindler, Jens, Dipl.-Wirtsch.-Ing., 73614 Schorndorf, DE
Vertreter U. Ostertag und Kollegen, 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 17.01.2000
DE-Aktenzeichen 10001338
Offenlegungstag 02.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse B26D 7/22
IPC-Nebenklasse B26D 7/01   B26D 7/32   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schneidmaschine für laibförmige Produkte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei einer vom Markt her bekannten gattungsgemäßen Schneidmaschine werden die Produktlaibe zunächst von einer Person auf einen Bereithaltungstisch gelegt. Von dort werden die Produktlaibe durch einen quer zur Zustellrichtung bewegbaren Ladeschieber auf den Zustelltisch geschoben, wo sie von der Vorschubeinrichtung dem Schneidmesser zugestellt werden. Um das Verletzungsrisiko während des Ladevorgangs für an der Schneidmaschine tätige Personen zu reduzieren, ist bei der bekannten Schneidmaschine ein beweglicher Sicherheitsschieber vorgesehen. Dieser ist mit einem pneumatischen Zylinder verbunden, welcher während eines Ladevorgangs angesteuert wird und den Sicherheitsschieber so bewegt, dass der frei liegende Abschnitt des Schneidmessers während des Ladevorganges abgedeckt ist.

Die DE 30 10 695 A1 beschreibt eine Schneidmaschine mit einem Schutzkörper, der große Abmessungen senkrecht zur Produktauflage aufweist und in einer vertikalen Ebene senkrecht zur Produktförderrichtung ggf. mittels eines Schutzkörper-Stellmotors verlagerbar ist.

Bei der Schneidmaschine der DE 42 06 196 A1 ist ein Sicherheitssperrschieber mittels einer Antriebseinrichtung vertikal verschiebbar, welche mit einem Pneumatikzylinder zum Zweck der Vorschubbewegung eines Laib-Niederhalters gekoppelt sein kann.

Das DE 297 10 452 U1 betrifft eine Brötchenschneidmaschine mit einem Zuführungsschacht, in dem zwei gekoppelte, schwenkbare, von Hand zu bedienende Klappen dafür sorgen, daß der Weg zum Messer für die Hand versperrt bleibt.

Nachteilig bei den bekannten Schneidmaschinen ist jedoch, dass die besagten Sicherheitsmaßnahmen die Herstellungskosten erhöhen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Schneidmaschine der eingangs genannten Art so weiter zu bilden, dass bei geringeren Herstellungskosten dennoch die Sicherheit der die Maschine bedienenden Personen während des Ladevorganges gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß ist also kein separates Sperrelement vorgesehen; vielmehr ist dieses mit der Ladeeinrichtung fest verbunden. Es wird daher zusammen mit der Ladeeinrichtung während des Ladevorgangs bewegt. Somit kann auf separate Führungen, Steuereinrichtungen und zusätzliche Aktuatorelemente wie z. B. Pneumatikzylinder und Ventile verzichtet werden. Dies führt zu einer signifikanten Senkung der Herstellungskosten der erfindungsgemäßen Schneidmaschine. Gleichzeitig ist jedoch weiterhin die Sicherheit der an der Schneidmaschine während des Ladevorgangs tätigen Bedienpersonen gewährleistet, da während des Ladevorganges der frei liegende Abschnitt des Schneidmessers abgedeckt ist, sobald die Ladeeinrichtung zum Zustelltisch hin bewegt wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben:

Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, dass vor allem bei zur Horizontalen geneigtem Zustelltisch der Produktlaib während des Ladevorganges sicher abgestützt wird.

In Anspruch 3 ist ein üblicher Ladeschieber beschrieben, an dem das Sperrelement auf die erfindungsgemäße Art und Weise befestigt ist. Auf diese Weise wird ein im wesentlichen L- förmiges Gesamtelement geschaffen, welches preiswert herzustellen ist.

Dabei wird eine einfache Beladung durch die in Anspruch 4 angegebene Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schneidmaschine ermöglicht.

Beim Zurückbewegen des Ladeschiebers sollte der Produktlaib möglichst leicht vom Sperrelement freikommen. Hier ist die in Anspruch 5 gegebene Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft.

Eine Alternative zu der in den Ansprüchen 4 und 5 angegebenen translatorisch beweglichen Ladeeinrichtung ist in Anspruch 6 angegeben. Hier wird der Produktlaib durch die Ladeeinrichtung quasi auf den Zustelltisch gekippt. Dies ist besonders bei Produktlaiben von Vorteil, deren Oberfläche beim translatorischen Verschieben beschädigt werden könnte.

In die gleiche Richtung zielt Anspruch 7, durch den ebenfalls Beschädigungen an der Oberfläche des Produktlaibes verhindert werden sollen.

Durch die im Anspruch 8 angegebene erfindungsgemäße Schneidmaschine wird erreicht, dass der Produktlaib bei der Zurückbewegung der Ladeeinrichtung ohne Schwierigkeiten vom Sperrelement freikommt und von diesem auch nicht aus seiner auf das Schneidmesser ausgerichteten Lage heraus bewegt wird.

Der in Anspruch 9 angegebene Endschalter ist dabei ein besonders preiswerter Sensor.

Durch die in Anspruch 10 angegebene Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schneidmaschine wird die Sicherheit des Bedienpersonals während des Ladevorganges weiter erhöht, da das Schneidmesser während des Ladevorganges auf beiden Seiten von je einem Sperrelement abgedeckt wird.

Bei der in Anspruch 11 angegebenen Weiterbildung der Erfindung ist sichergestellt, dass die von der Ladeeinrichtung während der Bewegung zum Zustelltisch hin frei gelassene Fläche gegenüber nachrückenden Produktlaiben gesperrt ist.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1: eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schneidmaschine;

Fig. 2: eine perspektivische Darstellung einer Ladeeinrichtung der Schneidmaschine von Fig. 1;

Fig. 3: eine teilweise geschnittene Detailansicht eines Klauengreifers der Schneidmaschine von Fig. 1;

Fig. 4: eine schematisierte Draufsicht auf einen Teil der Schneidmaschine von Fig. 1 vor einem Ladevorgang;

Fig. 5: eine Ansicht ähnlich Fig. 4 zu Beginn des Ladevorgangs;

Fig. 6: eine Ansicht ähnlich Fig. 5 zu einem ersten Zeitpunkt während des Ladevorgangs;

Fig. 7: eine Ansicht ähnlich Fig. 6 zu einem zweiten Zeitpunkt während des Ladevorgangs;

Fig. 8: eine Ansicht ähnlich Fig. 7 am Ende des Ladevorgangs;

Fig. 9: eine Ansicht ähnlich Fig. 8 während des Schneidvorganges;

Fig. 10: eine schematisierte perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Ladeeinrichtung;

Fig. 11: eine Draufsicht ähnlich den Fig. 4 bis 9 eines dritten Ausführungsbeispiels einer Schneidmaschine; und

Fig. 12: einen Teilschnitt durch einen Zustelltisch der Schneidmaschine von Fig. 11.

In Fig. 1 ist mit 10 eine Schneidmaschine bezeichnet. Diese umfaßt einen Bodenrahmen 11, welcher über Ständer 12, 14 einen insgesamt mit 16 bezeichneten Zustelltisch und einen insgesamt mit 18 bezeichneten Schneidkopf trägt. Der Schneidkopf 18 umfaßt ein Gehäuse 20, in welchem über Lager 22, 24 eine Messerwelle 26 gelagert ist. Letztere wird unter Zwischenschaltung eines Getriebes 28 von einem Antriebsmotor 30 in Drehung versetzt. Mit diesem wiederum ist ein Winkelgeber 32 gekoppelt.

Auf der Messerwelle 26 sitzt ein scheibenförmiges Schneidmesser 34 mit spiralförmiger Randkontur. Das Schneidmesser 34 arbeitet mit einem rahmenfesten Gegenmesser 36 zusammen. In der Zeichnung ist das Schneidmesser 34 in seiner tiefsten Stellung gezeigt, in dem ein Abschnitt 37 des Schneidmessers vom Gehäuse 20 nicht abgedeckt ist und somit freiliegt.

Der Zuführtisch 16 weist eine Vielzahl von Rollen 42 auf. Von diesen ist der größte Teil von einem Rollenrahmen 44 gelagert, der starr vom Bodenrahmen 11 getragen ist. Ein vorderer, die kleinere Zahl von Rollen 42 tragender und dem Schneidkopf 18 benachbarter Schwenkrahmen 46 ist um eine Achse 48 drehbar und durch einen doppelt wirkenden hydraulischen Arbeitszylinder 50 zwischen einer in Fig. 1 gezeigten Arbeitsstellung und einer nicht dargestellten Abwurfstellung verlagerbar.

Rahmenfeste Lagerböcke 52, 54 lagern die Enden einer Führungsstange 56 und einer Gewindespindel 58. Die Gewindespindel 58 arbeitet mit einem Gegengewinde 60 zusammen, welches in einem Klauengreiferschlitten 62 vorgesehen ist (vgl. Fig. 3), der mit einer Führungsbohrung 64 auf der Führungsstange 56 läuft.

Der Klauengreiferschlitten 62 trägt eine Klauengreifereinheit 66, welche gekrümmte Klauen 68 aufweist, die durch einen Klauenantriebsmotor 69 in den Endabschnitt eines Produktlaibes hinein bzw. aus diesem heraus bewegbar sind.

In der Klauengreifereinheit 66 ist auf der von den Klauen 68 abgelegenen Seite ein Endschalter 71 eingesetzt, welcher mit einer Aktivierungsstange 67 verbunden ist. Diese verläuft bis auf die Seite, an der die Klauen 68 befestigt sind, wobei sie etwas über die Wand der Klauengreifereinheit 66 übersteht.

Das Bewegen der Klauengreifereinheit 66 erfolgt durch einen auf die Gewindespindel 58 arbeitenden elektrischen Antriebsmotor 134, an welchen ein Stellungsfühler 136 angeblockt ist.

Für die Steuerung der verschiedenen Motoren ist eine Steuereinheit 138 vorgesehen, welche zur Durchführung unterschiedlicher Arbeitsprogramme mit einem Massenspeicher 140 versehen ist und manuell über ein Tastenfeld 142 programmiert und gesteuert werden kann. Die Darstellung der Betriebszustände der Maschine und die Anforderung von Eingaben erfolgt über einen Monitor 144.

In Fig. 1, insbesondere aber in Fig. 2 ist ferner eine als Ladeschieber ausgebildete bewegliche Ladeeinrichtung 152 dargestellt. Diese umfasst eine parallel zur Zustellrichtung angeordnete und zur Ebene des Zustelltisches 16 senkrechte und langgestreckte, rechteckige Grundform aufweisende Seitenplatte 154. An ihrem vorderen Ende 156 ist ein als Stützwand 158 ausgebildetes Sperrelement befestigt, dessen Ebene senkrecht zur Ebene der Seitenplatte 154 liegt. Die Stützwand 158 erstreckt sich von der Seitenplatte 154 zum Zustelltisch 16 bzw. zum freiliegenden Abschnitt 37 des Schneidmessers 34 hin.

In der Ebene der Stützwand 158 erstreckt sich ein erster plattenförmiger Verbindungsabschnitt 160 gleicher Breite und Dicke wie die Stützwand 158 von der Seitenplatte 154 aus gesehen in entgegengesetzter Richtung wie die Stützwand 158. An sein von der Stützwand 158 abliegendes Ende ist ein zur Seitenplatte 154 parallel verlaufender zweiter Verbindungsabschnitt 162 angeformt, an den wiederum eine zur Stützwand 158 und zum ersten Verbindungsabschnitt 160 paralleles Hilfs-Sperrelement 164 angeformt ist. Stützwand 158, erster Verbindungsabschnitt 160, zweiter Verbindungsabschnitt 162 und Hilfs-Sperrelement 164 bilden also ein gleichschenkliges U, dessen sich aus erstem Verbindungsabschnitt 160 und Stützwand 158 zusammensetzender Schenkel am vorderen Ende 156 der Seitenplatte 154 befestigt ist.

Die Stützwand 158 weist darüber hinaus entgegen der Zustellrichtung vorspringende Rippen 166 auf und ist mit Polytetrafluorethylen beschichtet. Am hinteren, also der Stützwand 158 abliegenden Ende 168 der Seitenplatte 154 ist ein hinteres Sperrelement 170 angeformt, dessen Ebene senkrecht auf der Ebene der Seitenplatte 154 steht und welches sich von der Seitenplatte 154 in vom Zustelltisch 16 weglaufender Richtung erstreckt. Die Ladeeinrichtung 152 ist von zwei jeweils eine Tragstange 172 bzw. 174 und einen Führungszylinder 176 bzw. 178 umfassenden Führungseinrichtungen 180 bzw. 182 gehalten.

Die Bewegung der Ladeeinrichtung 152 wird durch einen doppelt wirkenden Pneumatikzylinder 184 erzeugt, dessen Kolbenstange 186 mit der Seitenplatte 154 verbunden und in einem Zylindergehäuse 188 geführt ist. Die beiden Enden des Zylinders 188 sind über Druckleitungen 190 bzw. 192 und ein 4/2-Magnetventil 194 (vgl. Fig. 4 bis 9) mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle verbindbar. Das 4/2- Magnetventil 194 ist über Steuerleitungen (ohne Bezugszeichen) mit der Steuereinheit 138 verbunden.

Das Zerscheiben eines Produktlaibs mit der Schneidmaschine 10 erfolgt folgendermaßen:

Am Ausgangssignal des Stellungsfühlers 136 erkennt die Steuereinheit 138, wenn das Ende eines Produktlaibs (in Fig.1 nicht dargestellt) erreicht ist. Sie stellt dann den auf die Messerwelle 26 arbeitenden Antriebsmotor 30 ab. Anschließend wird der auf die Gewindespindel 58 arbeitende Antriebsmotor 134 so aktiviert, dass die Klauengreifereinheit 66 von der Messerscheibe 34 zurück bewegt wird.

Gleichzeitig wird über das 4/2-Magnetventil 146 die Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders 50 so geändert, dass der Schwenkrahmen 46 nach unten gestellt wird. Durch die so entstandene Öffnung wird das nicht verwertbare Endstück des Produktlaibs von der Klauengreifereinheit 66 abgeworfen. Hierzu wird der Klauenantriebsmotor 69 von der Steuereinheit 138 entsprechend angesteuert. Anschließend wird durch die Steuereinheit 138 das Magnetventil 146 so erregt, dass der Schwenkrahmen 46 wieder in die Arbeitsstellung zurück bewegt wird, der Spalt im Zustelltisch 16 also geschlossen wird.

Wenn die Klauengreifereinheit 66 sich vollständig in eine obere Endstellung bewegt hat, die in Fig. 1 dargestellt ist, kann ein neuer Produktlaib zur Verarbeitung auf den Zustelltisch 16 geladen werden (dieser Vorgang wird im Detail weiter unten im Zusammenhang mit der Funktionsbeschreibung der Ladeeinrichtung 152 erläutert).

Analog den Vorgängen beim Abwerfen des Endabschnitts des Produktlaibs erregt die Steuereinheit 138 auch die Antriebsmotoren 96, 108 und 134 derart, dass der nicht verwertbare Anschnitt des neuen Produktlaibs vom Bandförderer 74 entsorgt wird und anschließend wieder ordnungsgemäße Produktscheiben (nicht dargestellt) aufgestapelt und die Stapel über die Bandförderer 72, 116 und 128 zur Weiterverarbeitung befördert werden.

Das Laden eines Produktlaibes mit Hilfe der Ladeeinrichtung 152 auf den Zustelltisch 16 wird nun anhand der Fig. 4 bis 9 im Detail erläutert.

In Fig. 4 befindet sich die Ladeeinrichtung 152 in ihrer zurückgezogenen Parkposition, und die Klauengreifereinheit 66 befindet sich in ihrer obersten bzw. in Fig. 4 äußersten rechten Position. Nun wird, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ein Produktlaib 196 von einer Bedienperson auf einen neben dem Zustelltisch 16 auf gleicher Höhe und mit der gleichen Schräge angeordneten Bereithaltungstisch 198 gelegt. Dabei stützt sich der Produktlaib 196 an der Stützwand 158 ab. Dann wird von der Steuereinheit 138 das Magnetventil 194 so angesteuert, dass die Leitung 190 als Druckleitung und die Leitung 192 als Rücklaufleitung arbeitet, so dass die Kolbenstange 186 aus dem Zylindergehäuse 188 in Richtung auf den Zustelltisch 16 bewegt wird. Hierdurch wird die Ladeeinrichtung 152 ebenfalls in Richtung auf den Zustelltisch 16 bewegt, bis die Kolbenstange 186 ihre in Fig. 6 dargestellte Endposition erreicht hat. Je nach der Geometrie des Produktlaibs 196 wird die Kolbenstange 186 mehr oder weniger weit ausgefahren. Die entsprechenden Daten ruft die Steuereinheit 138 aus dem Massenspeicher 140 ab.

Durch die Bewegung der Ladeeinrichtung 152 wird auch die Stützwand 158 in Richtung auf den Zustelltisch 16 bewegt, und zwar so weit, dass sie in der Endstellung der Kolbenstange 186 den dem Zustelltisch 16 zugewandten freiliegenden Abschnitt 37 (vgl. Fig. 1) des Schneidmessers 34 abdeckt. Gleichzeitig schiebt sich auch das Hilfs- Sperrelement 164 von außen über den freiliegenden Abschnitt 37 des Schneidmessers 34. Somit ist das Schneidmesser 34 während des Ladevorganges soweit abgedeckt, daß die Sicherheit des Bedienpersonals während des Ladevorganges gewährleistet bleibt.

Aufgrund des hinteren Sperrelements 170 ist der Bereithaltungstisch 198 gleichzeitig gegenüber dem aus einem Magazin (nicht dargestellt) nachrückenden Produktlaib gesperrt.

Nun wird der Antriebsmotor 134 von der Steuereinheit 138 so angesteuert, dass die Gewindespindel 58 sich so dreht, dass die Klauengreifereinheit 66 sich auf das Ende des Produktlaibs 196 zu bewegt. Dabei bohren sich die Klauen 68 in das Ende des Produktlaibs 196. Wenn die Klauen 68 fast vollständig in den Produktlaib 196 eingedrungen sind, kommt dieser in Anlage an die Übertragungsstange 67, wodurch der Endschalter 71 (Fig. 3) betätigt wird und ein Signal an die Steuereinheit 138 abgibt. Hierauf werden der Antriebsmotor 134 und hierdurch auch die Klauengreifereinheit 66 angehalten. Nun wird der Klauengreifermotor 69 angesteuert, welcher die Klauen 68 so verstellt, dass der Produktlaib 196 von der Klauengreifereinheit 66 sicher gehalten ist. Dieser Zustand ist in Fig. 7 dargestellt.

Jetzt steuert die Steuereinheit 138 den Antriebsmotor 134 der Gewindespindel 58 so an, dass der Klauengreiferschlitten 62 mit der Klauengreifereinheit 66 ein kurzes Stück zurück, also vom Schneidmesser 34 weg bewegt wird. Auf diese Weise kommt das dem Schneidmesser 34 zugewandte Ende des Produktlaibs 196 von der Stützwand 158 der Ladeeinrichtung 152 frei. Daraufhin wird der Pneumatikzylinder 184 von der Steuereinheit 138 durch eine entsprechende Einstellung des 4/2-Magnetventils 194 so angesteuert, dass die Leitung 192 druckbeaufschlagt ist, so dass die Kolbenstange 186 sich in das Zylindergehäuse 188 zurückbewegt und hierdurch auch die Ladeeinrichtung 152 mit der Stützwand 158, dem Hilfs-Sperrelement 164 und dem hinteren Sperrelement 170 wieder von dem Zustelltisch 16 weg bewegt wird. Der Zustand am Ende dieses Zurückbewegens ist in Fig. 8 dargestellt.

Nun kann der Antriebsmotor 134 der Gewindespindel 58 von der Steuereinheit 138 wieder so angesteuert werden, dass sich die Klauengreifereinheit 66 in der gewünschten Weise in Richtung auf das Schneidmesser 34 bewegt, wodurch der Produktlaib 196 gegen das Schneidmesser 34 geschoben und von diesem in Scheiben geschnitten wird. Dies ist in Fig. 9 dargestellt.

In Fig. 10 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ladeeinrichtung 152 dargestellt. Funktionsäquivalente Teile tragen die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2.

Die in Fig. 10 dargestellte Ladeeinrichtung 152 umfasst ebenfalls eine Seitenplatte 154 und eine an deren vorderem Ende 156 senkrecht zu ihr angeordnete Stützwand 158. Im Gegensatz zu der in Fig. 2 dargestellten Ladeeinrichtung umfasst sie jedoch auch eine Bodenplatte 200, deren Ebene senkrecht zur Seitenplatte 154 und zur Stützwand 158 liegt und die mit ihrem einen Längsrand an dem unteren Rand der Seitenplatte 154 und mit ihrem einen Stirnrand am unteren Rand der Stützwand 158 angeformt ist. Von der Bodenplatte 200 erstrecken sich an ihren beiden Stirnseiten in der Nähe ihres vor der Seitenplatte 154 abliegenden Längsrandes Lagerlaschen 202 und 204, welche mit entsprechenden am Zustelltisch (nicht dargestellt) angebrachten Lagerlaschen zusammenarbeiten, so dass eine parallel zur Längsachse des Zustelltisches und zur Längsachse der Ladeeinrichtung 152 verlaufende Schwenkachse 206 gebildet wird.

Durch ein geeignetes, in der Figur nicht dargestelltes Aktuatorelement kann die Ladeeinrichtung 152 um die Schwenkachse 206 zum Zustelltisch hin verschwenkt werden (Pfeil 208). Auf diese Weise kann ein Produktlaib auf den Zustelltisch gekippt werden, so dass ein Schieben des Produktlaibs auf den Zustelltisch mit dem entsprechenden Beschädigungsrisiko für die Oberfläche des Produktlaibes nicht mehr vorliegt.

In Fig. 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schneidmaschine 10 dargestellt. Funktionsäquivalente Teile tragen die gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 4 bis 9. Sie sind hier nicht nochmals im Detail erläutert.

Im Unterschied zu dem in den Fig. 4 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Zustelltisch 16 und der Bereithaltungstisch 198 einstückig ausgeführt, so dass eine zusammenhängende Bereithaltungs-/Zustellplatte 210 gebildet ist. Um die Bewegung des Produktlaibs (nicht dargestellt) quer zur Zustellrichtung während des Ladevorgangs und auch die Bewegung des Produktlaibs in Zustellrichtung während des Zerscheibvorganges möglichst reibungsfrei zu gestatten, sind in die Bereithaltungs-/Zustellplatte 210 Auflagerelemente bildende bewegliche Kugeln 212 eingelassen (in Fig. 11 sind die Kugeln 212 nur für einen Bereich der Bereithaltungs-/Zustellplatte 210 dargestellt; es versteht sich, dass sie über die gesamte Fläche der Bereithaltungs- /Zustellplatte 210 verteilt angeordnet sind).

Wie aus Fig. 12 im Detail ersichtlich ist, umfasst die Bereithaltungs-/Zustellplatte 210 eine Basisplatte 214, in welcher in etwa gleichen Durchmesser wie die Kugeln 212 aufweisende halbkugelförmige Ausnehmungen 216 eingebracht sind. In diese sind die Kugeln 212 eingelegt. Darüber ist eine Abdeckplatte 218 gelegt, die an den Positionen der Ausnehmungen 216 der Basisplatte 214 entsprechende Öffnungen 220 aufweist, derart, dass die Kugeln 212 im Formschluss, jedoch ohne in ihrer Drehbewegung eingeschränkt zu sein, in den Ausnehmungen 216 gehalten sind. Die Abdeckplatte 218 ist so dick, daß die Kugeln etwas über die Oberseite der Abdeckplatte 218 überstehen.

Auf diese Weise kann ein Produktlaib sowohl quer zur Zustellrichtung als auch in Zustellrichtung selbst reibungsarm bewegt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schneidmaschine für laibförmige Produkte, wie Würste, Speckseiten, Käsestangen und dergleichen, mit einem Schneidmesser (34), einem Zustelltisch (16), auf welchem liegend mindestens ein Produktlaib (196) dem Schneidmesser (34) zugestellt wird, einer Vorschubeinrichtung (66), welche den Produktlaib (196) dem Schneidmesser (34) zustellt, einer beweglichen Ladeeinrichtung (152), welche den Produktlaib (196) auf den Zustelltisch (16) lädt, und einem beweglichen Sperrelement (158), welches während des Ladevorgangs einen freiliegenden Abschnitt (37) des Schneidmessers (34) abdeckt, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (158) mit der Ladeeinrichtung (152) fest verbunden ist.
  2. 2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (158) zugleich eine in Zustellrichtung wirkende Stützwand für den Produktlaib (196) bildet.
  3. 3. Schneidmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeeinrichtung (152) eine im wesentlichen parallel zur Zustellrichtung angeordnete, zur Ebene des Zustelltisches (16) im wesentlichen senkrechte Seitenplatte (154), und das Sperrelement (158) sich mindestens bereichsweise von der Seitenplatte (154) zum freiliegenden Abschnitt (37) des Schneidmessers (34) hin erstreckt.
  4. 4. Schneidmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeeinrichtung (152) quer zur Zustellrichtung der Produktlaibe (196) zum Zustelltisch (16) hin verschiebbar ist.
  5. 5. Schneidmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrelement (158) entgegen der Zustellrichtung vorspringende Rippen (166) aufweist.
  6. 6. Schneidmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladeeinrichtung (152) ein Bodenelement (200) und im Bereich ihres dem Zustelltisch (16) zugewandten Rands mindestens ein Schwenklager (202, 204) mit parallel zur Längsachse des Zustelltisches (16) verlaufender Schwenkachse aufweist, um die sie zum Zustelltisch (16) hin verschwenkbar ist.
  7. 7. Schneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Produktlaib (196) zugewandte Oberfläche des Sperrelements (158) mit einer einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweisenden Oberflächenbeschichtung, insbesondere Polytetrafluorethylen, versehen ist.
  8. 8. Schneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen mit dem Produktlaib (196) zusammenarbeitenden Sensor (71) und eine Steuerung (138) umfaßt, wobei der Sensor (71) der Steuerung (138) ein Signal bereitstellt, welches anzeigt, daß die Vorschubeinrichtung (66) am Produktlaib (196) angreift, und wobei die Steuerung (138) nach Erhalt dieses Signals die Vorschubeinrichtung (66) ein Stück entgegen der Zustellrichtung bewegt und erst dann die Ladeeinrichtung (152) vom Zustelltisch (16) zurückfährt.
  9. 9. Schneidmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor einen Endschalter (71) umfaßt.
  10. 10. Schneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hilfs- Sperrelement (164) mit der Ladeeinrichtung (152) verbunden ist, welches bezüglich der Ebene des Schneidmessers (34) symmetrisch zum Sperrelement (158) angeordnet ist.
  11. 11. Schneidmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem vom Sperrelement (158) abliegenden Ende der Ladeeinrichtung (152) ein hinteres Sperrelement (170) angeordnet ist, welches sich von der Seitenplatte (154) in vom Zustelltisch (16) weglaufender Richtung erstreckt.






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