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Schalungssystem - Dokument DE10037909A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10037909A1 28.02.2002
Titel Schalungssystem
Anmelder Resch, Johann, 82064 Straßlach-Dingharting, DE
Erfinder Resch, Johann, 82064 Straßlach-Dingharting, DE
Vertreter Jaeger und Köster Patentanwälte, 13507 Berlin
DE-Anmeldedatum 03.08.2000
DE-Aktenzeichen 10037909
Offenlegungstag 28.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse E01B 9/00
IPC-Nebenklasse E01B 21/00   
Zusammenfassung Bereitgestellt wird ein Schalungssystem zur Herstellung einer zumindest teilweisen Einbettung einer auf einem Unterbau (15) auf per se bekannte Weise befestigten Schiene (1, 1') für Schienenfahrzeuge, insbesondere einer Rillenschiene für eine Straßenbahn, in ein Dämmstoff-Reaktionsgemisch und dem sich daraus bildenden Kunststoff bzw. Kunststoffschaum mit einer sich seitlich der Schiene (1, 1') sowie zumindest im wesentlichen parallel davon in Schienenrichtung erstreckenden Schalung aus mehreren Schalungsblechen (6', 6'', 6''') und mit an der Schiene (1, 1') anbringbaren Abstandshaltern (2', 2'', 2'''), die derart ausgestaltet sind, daß das Schalungsblech (6', 6'', 6''') seitlich daran angedrückt werden kann und daß sie dieses dann in Schienenrichtung in etwa parallel zur Schiene (1, 1') in einem Abstand davon ausrichten. Dieses Schalungssystem zeichnet sich aus durch mindestens eine Andrückeinrichtung (8), die auf dem Unterbau (15) befestigt werden kann und im eingebauten Zustand federnd auf der schienenabgewandten Seite gegen das Schalungsblech (6', 6'', 6''') in Anlage ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Schalungssystem zur Herstellung einer zumindest teilweisen Einbettung einer auf einem Unterbau auf per se bekannte Weise befestigten Schiene für Schienenfahrzeuge, insbesondere einer Rillenschiene für eine Straßenbahn, in ein Dämmstoff-Reaktionsgemisch und dem sich daraus bildenden Kunststoff bzw. Kunststoffschaum mit einer sich seitlich der Schiene sowie zumindest im wesentlichen parallel davon in Schienenrichtung erstreckenden Schalung aus mehreren Schalungsblechen und mit an der Schiene anbringbaren Abstandshaltern, die derart ausgestaltet sind, daß das Schalungsblech seitlich daran angedrückt werden kann und daß sie dieses dann in Schienenrichtung in etwa parallel zur Schiene in einem Abstand davon ausrichten, sowie ein Verfahren zum zumindest teilweisen Einbetten einer Schiene der beschriebenen Art.

Zum Verlegen von Schienen werden diese auf einem Unterbau wie eine Tragplatte oder ein Grundträgerelement, beispielsweise eine Betontragplatte, befestigt. Dies kann beispielsweise mit Hilfe von Verbundankern erfolgen. Der Unterbau kann dabei so ausgestaltet sein, daß beide Schienen eines Gleises auf ihm befestigt werden. Natürlich ist es auch möglich, den Unterbau derart auszugestalten, daß er nur eine Art Streifenfundament darstellt und zur Lagerung nur einer Schiene eines Gleises dient.

Bei Schienen, die in eine Fahrbahn oder ähnliches, beispielsweise einen Boden eingepflastert oder eingelassen werden, setzt man üblicherweise eine sogenannte Rillenschiene ein. Dies gilt insbesondere bei den Gleisen von Straßenbahnen. Derartige Rillenschienen sind mit der Oberfläche der Fahrbahn oder des Bodens, in den sie eingelassen sind, in etwa bündig.

In letzter Zeit setzt man im Straßenbahngleisbau häufiger einen Unterbau ein, der zwei parallele Längsausnehmungen zur Aufnahme der beiden Schienen eines Gleises besitzt. Die Schienen werden dann in dieser Längsausnehmung mit Hilfe geeigneter Justiermittel ausgerichtet. Eine Spurstange ist in diesem Fall nicht erforderlich. Diesbezüglich wird verwiesen auf den in dem deutschen Gebrauchsmuster DE 297 05 236 U1 beschriebenen Gleisoberbau.

Um nun derart verlegte Rillenschienen besser zu isolieren und die Geräusch- und Schwingungsübertragung zu reduzieren, ist es aus der DE 196 27 468.0 A1 bekannt, die Schiene in ein Dämmstoff- Reaktionsgemisch bzw. dem daraus entstandenen Kunststoff bzw. Kunststoffschaum, beispielsweise Polyurethan, einzubetten. Dort ist auch beschrieben, wie eine geeignete Schalung für eine derartige Einbettung aussehen kann. Materialien zum Einbetten bzw. Eingießen von Schienen sind beispielsweise aus der DE 34 39 252 A1 bekannt.

Ein gattungsgemäßes Schalungssystem ist ferner in der EP 0 952 252 A1 beschrieben. Bei diesem bekannten Schalungssystem werden die Schalungsbleche mit Hilfe von Befestigungsvorrichtungen und Formkörperblöcken gehaltert, die auf Verbundanker bzw. den Schienenfuß aufsetzbar sind. Um die Schalungsbleche in der gewünschten Position zu haltern, müssen sie mit den Formkörperblöcken verbunden bzw. daran befestigt werden, beispielsweise mit Nieten. Dies ist umständlich und arbeitsaufwendig.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schalungssystem und ein Verfahren bereitzustellen, dessen Bestandteile schnell, einfach und somit ökonomisch zum fertigen Schalungssystem zusammengebaut werden können.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Lehre der Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Schalungssystem weist ebenso wie die bereits bekannten Systeme eine sich seitlich, vorzugsweise beidseitig, der Schiene sowie zumindest im wesentlichen parallel in Schienenrichtung erstreckende Schalung auf, die aus mehreren Schalungsblechen aus Metall, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material zusammengesetzt ist.

Zum Haltern und Ausrichten der Schalungsbleche dienen Abstandshalter, die an der Schiene anbringbar sind. Diese Abstandshalter müssen lediglich derart ausgestaltet sein, daß das Schalungsblech seitlich daran andrückbar ist bzw. angedrückt werden kann und daß das Schalungsblech dann in etwa parallel zur Schiene sowie im Abstand davon ausgerichtet wird. Die Ausgestaltung dieser Abstandshalter kann unterschiedlich sein. So kann es sich beispielsweise bei einem derartigen Abstandshalter um einen Formkörperblock handeln, der an einer seiner Seiten entsprechend der Seitenkontur der einzubettenden Schiene derart geformt ist, daß er zumindest auf den Schienenfuß und insbesondere auch im unteren Bereich an den Steg der Schiene anlegbar ist. Mit anderen Worten, der Formkörperblock ist mit dieser Seite seitlich an die Schiene anlegbar und folgt deren Seitenkontur. Auf der gegenüberliegenden Seite, an der das Schalungsblech zur Anlage kommt, ist der Formkörperblock zweckmäßigerweise derart geformt, daß er in etwa die Negativkontur der Kontur des Schalungsbleches besitzt, so daß das Schalungsblech flächig gegen diesen Formkörperblock anlegbar ist. Durch diese angepaßte Form übt der Formkörperblock einerseits schienenseitig und andererseits schalungsseitig eine Abdichtungsfunktion aus. Das später eingegossene Einbettungsmaterial kann dann im wesentlichen diese Abdichtungsbereiche nicht mehr passieren.

Wenn im Rahmen der vorliegenden Unterlagen von Abdichten die Rede ist, dann bedeutet dies somit nicht, daß jeglicher Durchtritt des normalerweise flüssigen Einbettungsmaterials bzw. Dämmstoff- Reaktionsgemisches verhindert werden soll. Eine Abdichtung muß nur insoweit erzielt werden, als daß das eingegebene Material nicht seitlich wegfließt sondern im wesentlich an dem eingegebenen Ort verbleibt, so daß ein Einbetten der Schiene möglich ist.

Der Formkörperblock ist vorzugsweise aus dem gleichen Material gefertigt wie das vor Ort einzugebende bzw. zu verarbeitende Einbettungsmaterial bzw. Dämmstoff-Reaktionsgemisch. Vorzugsweise findet Polyurethan Anwendung. Derartige Formkörperblöcke können bereits vor Durchführung der Schienenverlegearbeiten an einem geeigneten Ort in unterschiedlichen Größen vorgefertigt werden, so daß sie an der Baustelle dann in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen.

Derartige Formkörperblöcke können auch als Abstandshalter im Bereich der Verbundanker fungieren, in dem sie dort auf den Schienenfuß aufgesetzt werden. Diese Formkörperblöcke besitzen dann zusätzlich eine Ausnehmung zur Aufnahme des Verbundankers der Schiene. Mit anderen Worten, der Formkörperblock ist auf dem Verbundanker und die dazugehörige Ankerschraube quasi aufgestülpt. Dadurch wird erreicht, daß dieser im Bereich der Verbundanker eingesetzte Formkörperblock ortsfest verbleibt und sich nicht im Längsrichtung der Schiene verschieben kann. Der Formkörperblock reicht dabei zweckmäßigerweise bis an den Steg der Schiene heran und liegt an diesem an.

Im Bereich der Verbundanker können auch haubenförmige Abstandshalter zum Einsatz gelangen, die nicht nur auf die Verbundanker aufsetzbar sind sondern auch seitlich an den Schienenfuß angesetzt werden können und dadurch eine Ausrichtung erfahren. Da derartige Hauben voluminöser sind, weisen die damit kooperierenden Schalungsbleche eine Ausnehmung auf, so daß sie auf diese haubenförmigen Abstandshalter aufgesetzt werden können, worauf nachstehend noch näher eingegangen wird. Zudem können weitere Teile vorgesehen sein, die sicherstellen, daß das Schalungsblech von der schienenabgewandten Seite gegen diese Abstandshalter in Anlage gebracht und dadurch ausgerichtet werden kann.

Ein wesentlicher Kern der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die an die Abstandshalter angedrückten Schalungsbleche in dieser Position durch Andrückeinrichtung gehalten werden, die im eingebauten Zustand federnd auf der schienenabgewandten Seite gegen das Schalungsblech in Anlage sind.

Beim Verlegen der Schalung werden somit die Abstandshalter in der gewünschten Anzahl und im gewünschten Abstand an der Schiene angebracht, dann werden die Schalungsbleche seitlich daran angedrückt. Die Schalungsbleche erstrecken sich dann seitlich parallel in einem gewissen Abstand zur Schiene in Schienenrichtung. Zweckmäßigerweise überlappen sich dabei die freien Enden der Schalungsbleche, um an dieser Stelle einen Austritt des Einbettungsmaterials zu verhindern.

Um nun die Schalungsbleche (und auch die Abstandshalter) in dieser Position zu halten, werden die Andrückeinrichtungen derart auf dem Unterbau befestigt, daß sie - wie oben dargelegt - im eingebauten Zustand federnd gegen die Schalungsbleche drücken, so daß diese ihre Position beibehalten.

Die Andrückeinrichtungen besitzen vorzugsweise Winkelform. Eine derartige Andrückeinrichtung kann beispielsweise aus einem Winkel bestehen. Zum Haltern der Schalungsbleche werden mehrere derartige Winkel im Abstand voneinander zum Einsatz gebracht.

Vorzugsweise handelt es sich bei den Andrückeinrichtungen jedoch um ein winkelförmiges Blech, das im eingebauten Zustand einen senkrechten Schenkel und einen Bodenschenkel besitzt, wobei letzterer auf dem Unterbau befestigt wird.

In diesem Fall können die Andrückeinrichtungen eine Abdichtfunktion wahrnehmen, denn die Schalungsbleche reichen häufig nicht weit genug und somit nicht bis zum Unterbau herab. So befinden sich zwischen dem Unterbau und dem Schienenfuß häufig noch dazwischenliegende Matten oder ähnliches, die je nach Anwendungs- und Einsatzgebiet unterschiedlich dick sind. Da die Andrückeinrichtungen jedoch auf dem Unterbau aufliegen, kann das Einbettungsmaterial nicht zwischen der Unterkante der Schalungsbleche und dem Unterbau herausdringen. Zweckmäßigerweise werden in diesem Fall die Andrückeinrichtungen derart verlegt, daß sie an den Stirnseiten aneinander stoßen oder sich überlappen, so daß sich eine Art durchgehende zusätzliches Schalungsblech bildet.

Bei dem Schalungsblech kann es sich im einfachsten Fall um ein gerades, längliches Blech handeln, das so eingebaut wird, daß die Blechebene senkrecht verläuft. Um nun zu bewirken, daß die Andrückeinrichtung federnd von der schienenabgewandten Seite dagegen anliegt, kann man die oben beschriebene Andrückeinrichtung mit einem senkrechten Schenkel und einem Bodenschenkel einsetzen, wobei man den von diesem senkrechten Schenkel und dem Bodenschenkel eingeschlossenen Winkel größer als 90° wählt. So kann dieser Winkel beispielsweise 90,5-120° betragen. Legt man den senkrechten Schenkel an das senkrechte Schalungsblech an, dann liegt der Bodenschenkel nichtflächig auf dem Unterbau auf. Drückt man nun den Bodenschenkel auf geeignete Weise nach unten, beispielsweise mit einem von oben in den Bodenschenkel und dadurch hindurch in den Unterbau eingetriebenen Befestigungsmittel, beispielsweise einen Stift oder einen Nagel, nach unten, dann wird der senkrechte Schenkel federnd gegen das Schalungsblech gedrückt.

Die beschriebene Andrückeinrichtung bildet man vorzugsweise derart aus, daß sie an ihrem freien oberen Rand des senkrechten Schenkels vom Bodenschenkel wegzeigend gebogen ist. Führt man diese Andrückeinrichtung nun seitlich an das Schalungsblech heran, dann kommt zuerst der weggebogene freie Rand gegen das Schalungsblech in Anlage. Befestigt man dann den Bodenschenkel auf die oben beschriebene Weise, dann drückt der obere freie Rand in Form einer Feder gegen das Schalungsblech.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schalungsblech jedoch profiliert. In einer einfachen, jedoch bevorzugten Ausführungsform besitzt das Schalungsblech einen oberen, senkrecht Abschnitt und einen unteren, ebenfalls senkrechten, jedoch seitlich nach außen davon versetzten Abschnitt, wobei die beiden Abschnitte durch einen Zwischenabschnitt verbunden sind, der diagonal oder horizontal verläuft. Bei einer solchen Ausgestaltung des Schalungsbleches bildet man dann die oben beschriebenen Formkörperblöcke derart aus, daß sie formkomplementär ausgebildet sind und das Schalungsblech mit diesem Zwischenabschnitt quasi auf einem Vorsprung des Formkörperblockes aufsitzt und somit nicht nach unten weg rutschen kann.

Natürlich kann das Schalungsblech auch noch weitere Profilierungen besitzen und somit in mehr als die oben beschriebenen drei Abschnitte unterteilt sein. Auch müssen nicht alle Abschnitte senkrecht verlaufen, vielmehr kann es sich um (im Querschnitt betrachtet) Wölbungen zur Schiene hin oder nach außen hin handeln, je nach dem, wie dies gewünscht wird.

Zweckmäßigerweise sind die zum Einsatz gebrachten Formkörperblöcke mit einer Vorrichtung ausgestattet, mit derer sie an dem Schienenfuß befestigt werden können. Dabei handelt es sich vorzugsweise um eine Kralle, die derart ausgestaltet ist, daß der Schienenfuß zwischen diese Kralle und dem Boden des Formkörperblockes einschiebbar ist, oder um ein Formteil, das konstruktiv so ausgebildet ist, daß es sich in die Schienengeometrie einklemmt. Derartige Formkörperblöcke sind beispielsweise aus der bereits genannten EP 0 952 252 A1 bekannt. Auch ist dort beschrieben, daß diese Formkörperblöcke, wenn sie zum Einbetten einer Rillenschiene dienen, auf ihrer schienenzugewandten Seite unterschiedlich ausgebildet sein können, nämlich je nach dem, ob sie auf derjenigen Seite, auf der sich die Rille befindet, oder auf der anderen Seite seitlich gegen die Schiene in Anlage gebracht werden. Auch dies ist dort ausführlich beschrieben.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zum zumindest teilweisen Einbetten einer Schiene für Schienenfahrzeuge gemäß der Lehre des unabhängigen Verfahrensanspruches.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen dabei eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalungssystemes zum Einbetten einer Rillenschiene für Straßenbahnen. Es ist für einen Fachmann jedoch ohne weiteres möglich, daß näher erläuterte Schalungssystem auch zum Einbetten einer "üblichen" Eisenbahnschiene einzusetzen und ggf. zu adaptieren.

Von den Figuren zeigen:

Fig. 1 Zwei Rillenschienen eines Straßenbahngleises mit dem zu dessen Einbettung eingesetzten erfindungsgemäßen Schalungssystems (nicht vollständig) in Explusionsdarstellung,

Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Rillenschiene mit parallel sich dazu erstreckenden Schalungsblechen und Andrückeinheiten,

Fig. 3 einen Abstandshalter in Form einer auf den Schienenfuß einer Rillenschiene im Bereich der Verbundanker aufsetzbaren Kappe in perspektivischer Ansicht,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Schalungsbleches, und

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer Andrückeinheit in Form eines Bleches.

Das erfindungsgemäße Schalungssystem ist in einer Zusammenschau in perspektivischer Explusionsdarstellung in der Fig. 1 gezeigt, wobei Teile des Schalungssystems der Deutlichkeit halber weggelassen sind. Das dort dargestellte Gleis besteht aus einer vorderen Rillenschiene 1 und einer hinteren Rillenschiene 1' und einer Spurstange 4. Der Unterbau bzw. die Tragplatte 15 ist dort nicht, jedoch in der Fig. 2 gezeigt.

Im Bereich der Verbundanker 3 wird beim Verlegen jeweils ein Abstandshalter in Form einer darauf aufsetzbaren Kappe 2" auf den Verbundanker 3 aufgesetzt und an den Schienenfuß 7 angelegt, worauf nachstehend noch näher eingegangen wird.

In den Bereichen zwischen Verbundanker 3 und Spurstange 4 wird ein Formkörperblock 2' aus Polyurethan zum Einsatz gebracht, der eine solche Form besitzt, daß er an die dazugehörige Seite der Rillenschiene 1 bzw. 1' aufgrund seiner formkomplementären Ausgestaltung anlegbar ist.

Im Bereich der Spurstange 4 findet eine weitere Art von Abstandhalter 2''' Anwendung, die ebenfalls nachstehend näher erläutert ist.

Um die Schalung des erfindungsgemäßen Schalungssystemes herstellen zu können, werden die beschriebenen Abstandshalter 2', 2" und 2''' seitlich an die Schiene angelegt. Danach werden seitlich die Schalungsbleche 6', 6" und 6''' angelegt. Die verschiedenen Schalungsbleche 6', 6" und 6''' unterscheiden sich im wesentlichen durch eventuell vorhandene Aussparungen, damit sie auch im Bereich der Verbundanker 3 bzw. der Spurstangen 4 zum Einsatz gebracht werden können.

Nach Anlegen der verschiedenen Schalungsbleche 6', 6" und 6''' ergibt sich eine durchgehende Schalung. In der Fig. 1 ist dabei für die Rillenschiene 1 nur die innere Schalung und für die Rillenschiene 1' die äußere Schalung gezeigt. Die jeweils gegenüberliegende ist aus Gründen der leichteren Darstellbarkeit weggelassen.

Nach Anlegen der Schalungsbleche 6', 6" und 6''' werden von außen Andrückeinheiten 8 dagegen in Anlage gebracht, wie dies insbesondere in der Fig. 2 gezeigt ist.

Die in der Fig. 2 im Querschnitt gezeigte Rillenschiene 1 ist üblicher Ausgestaltung und besitzt einen Schienenfuß 7, von dem sich ein Steg 10 senkrecht nach oben erstreckt. Als Lauffläche dient der Kopf der Schiene 12, während die Rille 5 zu Führungszwecken dient.

Beidseitig der Rillenschiene 1 erstreckt sich eine Schalung, die aus mehreren wie oben beschriebenen Schalungsblechen 6', 6" und 6''' zusammengesetzt ist, die im wesentlichen senkrecht durch die Abstandshalter 2', 2", 2''' ausgerichtet werden.

Die Schalungsbleche 6', 6" und 6''' besitzen einen oberen senkrechten Abschnitt 16 und einen unteren, ebenfalls senkrechten, jedoch seitlich davon nach außen beabstandeten unteren Abschnitt 17. Diese beiden Abschnitte 16 und 17 sind durch einen diagonalen verlaufenden Zwischenabschnitt 9 miteinander verbunden. Dieser Zwischenabschnitt 9 kann unterschiedlich groß ausgebildet sein, wie ein Vergleich der in der Fig. 2 rechts gezeigten Schalungsbleches 6' mit dem dort links gezeigten Schalungsbleches 6" zeigt.

Durch diesen Zwischenabschnitt 9 können die Schalungsbleche 6', 6" und 6''' auf den dazugehörigen Abstandshaltern aufliegen, die in diesem Bereich ebenfalls diagonal verlaufen und somit eine Art Stuhl bilden.

Die in der Fig. 2 gezeigten Andrückeinheiten 8 stellen längliche, sich in Schienenrichtung erstreckende Bleche aus einem Metall dar, die im Querschnitt winkelförmig sind. Der Bodenschenkel 18 liegt dabei mehr oder weniger auf dem Unterbau bzw. der Tragplatte 15 auf, während sich der senkrechte Schenkel 19 parallel zum Schalungsblech 6' erstreckt. Am oberen Rand des senkrechten Schenkels 19 ist die Andrückeinheit 8 zur Schiene 1 hin diagonal verlaufend weggebogen und bildet eine Art U-förmigen Fortsatz 21, der mit der Außenseite des Bodens der U-Form gegen das Schalungsblech 6' bzw. 6" federnd anliegt.

Die in der Fig. 2 gezeigte Andrückeinheit 8 ist im übrigen in der Fig. 5 perspektivisch dargestellt, während das Schalungsblech 6" der Fig. 2 in der Fig. 4 perspektivisch dargestellt ist. Das Schalungsblech 6" unterscheidet sich dabei von dem Schalungsblech 6' lediglich durch die Aussparung 13, so daß das Schalungsblech 6" im Bereich der Verbundanker eingesetzt werden kann, die in der Aussparung 13 zu liegen kommen.

Der zwischen dem senkrechten Schenkel 19 und dem Bodenschenkel 18 der Andrückeinheit 8 eingeschlossene Winkel beträgt vorzugsweise mehr als 90°, beispielsweise 90,5°-120°. Legt man eine solche Andrückeinheit seitlich gegen beispielsweise das Schalungsblech 6' an, dann kommt es zuerst mit dem U-förmigen Fortsatz 21 gegen den senkrechten oberen Abschnitt 16 des Schalungsbleches 6' in Anlage. Der Bodenschenkel 18 liegt dabei nicht flächig, sondern primär im Bereich seines freien Randes auf der Tragplatte 15 auf. Wird dann von oben auf den Bodenschenkel 18 gedrückt, dann federt der senkrechte Schenkel 19 der Andrückeinheit 8 zurück, und zwar so lange, bis der senkrechte Schenkel 19 im unteren Bereich gegen den unteren Abschnitt 17 des Schalungsbleches 6' in Anlage kommt, wie dies in der Fig. 2 gezeigt ist. Um den Bodenschenkel 18 auf der Tragplatte 15 zu befestigen, kann eine Leiste 22 Anwendung finden, die teilweise mit dem Bodenschenkel 18 überlappt und mit Hilfe eines Stiftes 23 oder ähnlichem auf der Tragplatte 15 befestigt wird. Die Befestigung kann auch auf andere Weise geschehen, beispielsweise indem der Stift direkt in den Bodenschenkel 18 und die Tragplatte 15 eingetrieben wird. Man kann auch Bolzen oder ähnliches einsetzen.

Die Situation im Bereich der Verbundanker 3 ist in der Fig. 2 auf der linken Seite gezeigt. Dort wird als Abstandshalter eine Kappe 2" eingesetzt, die in der Fig. 3 perspektivisch näher gezeigt ist. Die Kappe 2" besitzt auf ihrer schienenzugewandten Seite eine Winkelform und ist mit ihrem Rand 26 auf den Schienenfuß 7 auflegbar und mit ihrem Rand 27 seitlich senkrecht an den Schienenfuß anlegbar. Im Zentrum ist die Kappe 2" als eine Art domartige Haube 24 ausgebildet, an deren Seitenflächen sich in Schienenrichtung jeweils ein Vorsprung 25 erstreckt, der über eine senkrechte Anlagefläche 28, die gegen den unteren Abschnitt 17 des Schalungsbleches 6" in Anlage kommt, und über eine Schräge 29 verfügt, auf der das Schalungsblech 6" im eingebauten Zustand mit seinem Zwischenabschnitt 9 aufliegt. In diesem Bereich kann auch noch das in Fig. 1 gezeigte Abdeckblech 30 zum Einsatz gelangen, das in Aufsicht in etwa U-Form besitzt und an den freien Enden des U senkrecht nach außen weggebogen ist. Diese weggebogenen Flächen kommen zwischen der senkrechten Anlagefläche 28 und dem senkrechten unteren Abschnitt 17 des Schalungsbleches 6" zu liegen, wenn derartige Abdeckbleche 30 zum Einsatz gelangen.

Das Abdeckblech 30 dient primär dazu, den Raum unterhalb der Kappe 2" nach außen hin abzudichten. Da die Kappe 2" mit ihrem Rand 26 auf dem Schienenfuß 7 aufliegt und mit ihrem Rand 27 an dessen Seitenrand außen anliegt, hat diese Kappe 2" auch immer die Höhe der Schiene 1 bzw. des Schienenfußes 7. Diese Höhe kann jedoch variieren in Abhängigkeit von denjenigen Materialien, die sich zwischen dem Schienenfuß und der Tragplatte 15 befinden. Mit dem Abdeckblech 30 können daher unterschiedlich hohe Räume unterhalb der Kappe 2" nach außen hin verschlossen werden. In der Fig. 2 ist im übrigen mit gestrichelten Linien angedeutet, daß je nach Abstand des Schienenfußes 7 von der Tragplatte 15 verschiedene Teile des erfindungsgemäßen Schalungssystemes in einer unterschiedlichen Höhe bezüglich der Schiene 1 angeordnet sein können.

Wie man aus der Fig. 1 ersieht, besitzen die im Bereich der Spurstangen 4 eingesetzten Schalungsbleche 6''' eine sich von unten in dieses Schalungsblech 6''' erstreckende Aussparung, in der die Spurstange 4 zu liegen kommt. In diesem Bereich kommen Abstandshalter 2''' in Form von Verstärkungsblechen zum Einsatz, die sich Schienenrichtung nur kurz erstrecken und konturmäßig den Schalungsblechen 6''' entsprechen. Diese Verstärkungsbleche 2''' besitzen einen Schlitz, der sich von unten senkrecht bis zur Mitte erstreckt. In der Mitte erweitert sich dieser Schlitz dann zu einer Ausnehmung, die von der Größe und der Form her in etwa dem Querschnitt der Spurstange 4 entspricht. Auf diese Weise können die Verstärkungsbleche 2''' aufgebogen werden, so daß die Spurstange durch den aufgebogenen Schlitz in die Ausnehmung gelangt. Danach wird der Schlitz quasi wieder geschlossen, so daß im eingebauten Zustand der offene Bereich unterhalb der Spurstange 4 im Schalungsblech 6''' verschlossen ist.

Die Schalungsbleche 6', 6" und 6''' und die Andrückeinheit 8 bestehen vorzugsweise aus Stahl bzw. stellen Stahlbleche dar. Das Verstärkungsblech 2''', das Abdeckblech 30 und die Kappe 2" können ebenfalls aus Stahlblechen bzw. Stahl gefertigt sein. Vorzugsweise handelt es sich jedoch um Kunststoffformteile. Der Formkörperblock 2' ist vorzugsweise aus Polyurethan und insbesondere dem gleichen Material gefertigt, das auch zur Einbettung der Schiene 1 bzw. 1' dient.


Anspruch[de]
  1. 1. Schalungssystem zur Herstellung einer zumindest teilweisen Einbettung einer auf einem Unterbau (15) auf per se bekannte Weise befestigten Schiene (1, 1') für Schienenfahrzeuge, insbesondere einer Rillenschiene für eine Straßenbahn, in ein Dämmstoff-Reaktionsgemisch und dem sich daraus bildenden Kunststoff bzw. Kunststoffschaum mit einer sich seitlich der Schiene (1, 1') sowie zumindest im wesentlichen parallel davon in Schienenrichtung erstreckenden Schalung aus mehreren Schalungsblechen (6', 6", 6''') und mit an der Schiene (1, 1') anbringbaren Abstandshaltern (2', 2", 2'''), die derart ausgestaltet sind, daß das Schalungsblech (6', 6", 6''') seitlich daran angedrückt werden kann und daß sie dieses dann in Schienenrichtung in etwa parallel zur Schiene (1, 1') in einem Abstand davon ausrichten gekennzeichnet durch mindestens eine Andrückeinrichtung (8), die auf dem Unterbau (15) befestigt werden kann und im eingebauten Zustand federnd auf der schienenabgewandten Seite gegen das Schalungsblech (6', 6", 6''') in Anlage ist.
  2. 2. Schalungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung (8) Winkelform und somit, bezogen auf den eingebauten Zustand, einen senkrechten Schenkel (19) und einen Bodenschenkel (18) besitzt, der auf dem Unterbau befestigt ist.
  3. 3. Schalungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom dem senkrechten Schenkel (19) und dem Bodenschenkel (18) eingeschlossene Winkel größer als 90° ist.
  4. 4. Schalungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung (8) am freien Rand des senkrechten Schenkels (19) vom Bodenschenkel (18) wegzeigend gebogen ist.
  5. 5. Schalungssystem nach einem der Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Befestigungseinrichtung (22) vorgesehen ist, die auf den Bodenschenkel (18) der Andrückeinrichtung (8) aufgesetzt und mit dem Unterbau (15) verbunden werden kann
  6. 6. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    daß das Schalungsblech (6', 6", 6'''), bezogen auf den eingebauten Zustand, einen oberen Abschnitt (16) und einen unteren, seitlichen nach außen davon versetzten Abschnitt (17) aufweist,

    daß die Abstandshalter (2', 2", 2''') derart ausgestaltet sind, daß der obere Abschnitt (16) und der untere Abschnitt (17) des Schalungsbleches (6', 6", 6''') im eingebauten Zustand im wesentlichen senkrecht verlaufen und

    daß der senkrechte Schenkel (19) der Andrückeinrichtung (8), bezogen auf den eingebauten Zustand, im unteren Bereich am unteren Abschnitt (17) des Schalungsbleches (6', 6", 6''') anliegt und sich insbesondere darüber hinaus nach oben erstreckt.
  7. 7. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter einen Formkörperblock (2') darstellt, der an einer seiner Seiten (24) entsprechend der Seitenkontur der einzubettenden Schiene (1, 1') derart geformt ist, daß er auf den Schienenfuß (7) und insbesondere auch zumindest im unteren Bereich an den Steg (10) der Schiene (1, 1') anlegbar ist.
  8. 8. Schalungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter eine auf den Schienenfuß (7) im Bereich der Verbundanker (3) aufsetzbare Kappe (2') oder einen auf den Verbundanker aufsetzbaren Formkörperblock (2") gemäß Anspruch 7 darstellt, der eine Ausnehmung zur Aufnahme des Verbundankers (3) der Schiene (1, 1') besitzt.
  9. 9. Schalungssystem nach Anspruche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörperblock (2', 2") aus dem gleichen Material wie der einbettende Kunststoff bzw. Kunststoffschaum und insbesondere aus Polyurethan besteht.
  10. 10. Schalungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Andrückeinrichtung (8) ein längliches, sich in Schienenrichtung erstreckendes Blech aus Metall oder Kunststoff darstellt und/oder

    daß das Schalungsblech (6', 6", 6''') aus Kunststoff oder Metall gefertigt ist.
  11. 11. Verfahren zum zumindest teilweisen Einbetten einer auf einem Unterbau, insbesondere einer Tragplatte oder einem Grundträgerelement, auf per se bekannte Weise befestigten Schiene für Schienenfahrzeuge, insbesondere einer Rillenschiene für eine Straßenbahn, in ein Dämmstoff-Reaktionsgemisch und dem sich daraus bildenden Kunststoff bzw. Kunststoffschaum, bei dem man seitlich der Schiene eine sich zumindest im wesentlichen parallel dazu erstreckende Schalung aus mehreren Schalungsblechen anbringt und das Dämmstoff-Reaktionsgemisch in dem Zwischenraum zwischen der Schalung und der Schiene einbringt, dadurch gekennzeichnet,

    daß man zur Ausbildung der Schalung an der Schiene mehrere Abstandshalter, die derart ausgestaltet sind, daß das Schalungsblech seitlich daran angedrückt werden kann und daß sie dieses dann in Schienenrichtung in etwa parallel zur Schiene in einem Abstand davon ausrichten, in der gewünschten Menge und an dem gewünschten und/oder erforderlichen Ort anbringt

    daß man dann die Schalungsbleche gegen die Abstandshalter in Anlage bringt und

    die Schalungsbleche mit Hilfe von Andrückeinrichtungen, die auf dem Unterbau befestigt werden und dann im eingebauten Zustand federnd auf der schienenabgewandten Seite gegen das Schalungsbleches in Anlage sind, gegen die Abstandshalter andrückt.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß man Schalungsbleche, Abstandshalter und Andrückeinrichtungen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 einsetzt.






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