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Dokumentenidentifikation DE10038199A1 28.02.2002
Titel Schalthebelanordnung für ein Kraftfahrzeug mit einem Schalthebelgehäuse
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Stephan, Jörg, 38550 Isenbüttel, DE;
Hofmann, Gustav, 38114 Braunschweig, DE
DE-Anmeldedatum 04.08.2000
DE-Aktenzeichen 10038199
Offenlegungstag 28.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse B60K 20/04
Zusammenfassung Beiderseits eines Schalthebelgehäuses (1) in einem Kraftfahrzeug verlaufen Bügel (7, 8), die mit gegen das Gehäuse (1) versetzten Längenbereichen Haltegriffe (10, 11) für Fahrzeuginsassen bilden; die Bügelenden sind zur Befestigung am Tunnel (2) bzw. einer Mittelkonsole (9) eingerichtet. Abgesehen von der Schaffung von Haltegriffen (10, 11) bietet diese Erfindung den Vorteil eines guten stylistischen Eindrucks bei relativ weit über den Tunnel (2) ragenden Schalthebelgehäusen (1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schalthebelanordnung für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Die Erfindung bezieht sich auf Schalthebelanordnungen sowohl für handbetätigte Schaltgetriebe als auch für Automatikgetriebe, so daß unter den Begriff "Schalthebel" auch ein Wählhelbel für ein automatisches Getriebe fallen soll.

Die Höhenlage der oberen Begrenzungswand des Schalthebelgehäuses ist abhängig von der Ausgestaltung der Kraftübertragungseinrichtung zwischen Schalthebel einerseits und Getriebe andererseits. Bei Verwendung einer im Tunnel untergebrachten Kardanwelle im Rahmen einer derartigen Einrichtung liegt das Schalthebelgehäuse höher als bei Verwendung anderer Kraftübertragungsmittel, so daß zur Erzielung eines günstigen optischen Eindrucks eine entsprechend höher verlaufende Tunnelverkleidung vorgesehen werden muß. Ein Aspekt der Erfindung ist nun darin zu sehen, eine Lösung zu schaffen, die auch ohne Abänderung der Tunnelverkleidung gegenüber der bei anderen Kraftübertragungseinrichtungen verwendeten Tunnelverkleidung einen günstigen optischen Eindruck sicherstellt.

Ein anderer Aspekt der Erfindung liegt in der Schaffung von Haltemöglichkeiten für der Schalthebelanordnung benachbart sitzende Fahrzeuginsassen. Zwar sind üblicherweise über den Seitentüren in der Regel klappbare Haltegriffe vorgesehen, jedoch können diese nur mit den den Fahrzeugaußenwänden zugekehrten Händen der Fahrzeuginsassen ergriffen werden; die anderen, dem Tunnel zugekehrten Hände finden keinen Halt. Zwar beschreibt die US-PS 4,733,901 eine schwenkbare Armlehne, die in ihrer Betriebsstellung in einen Zwischenraum zwischen rückwärtigen Sitzen, hinter denen eine Ladefläche verläuft, hineinragt und die in ihrem dann horizontal verlaufenden Bereich mit stangenförmigen Griffen versehen ist, aber diese Griffe dürften nur zum Betätigen, d. h. Verschwenken, der Armlehnen dienen, da die Armlehne als solche ja nicht arretiert ist.

Demgemäß ist ein zweiter Aspekt der Erfindung daran zu sehen, Fahrzeuginsassen auch eine Haltemöglichkeit zu schaffen, die sie mit ihren "inneren" Händen ergreifen können.

Je nachdem, unter welchem Aspekt man die Erfindung betrachtet, liegt ihr die Aufgabe zugrunde, bei einer Schalthebelanordnung mit relativ weit nach oben ragendem Schalthebelgehäuse ohne Notwendigkeit einer ebenfalls hochragenden Verkleidung einen guten optischen Eindruck sicherzustellen bzw. eine Haltemöglichkeit für die inneren Hände benachbart sitzender Fahrzeuginsassen zu schaffen, die zugleich eine weitere Aufgabe löst.

Die erfindungsgemäße Lösung der definierten Aufgabenstellung besteht in einer gattungsgemäßen Schalthebelanordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs, vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung beschreiben die Unteransprüche.

Schlagwortartig kann man sagen, daß bei der Erfindung die beiden Bügel sowohl stylistische als auch funktionelle Bedeutung haben, indem sie zusammen mit dem Schalthebelgehäuse eine einen sportlichen Eindruck hervorrufende Baugruppe schaffen und außerdem mit gegenüber diesem Gehäuse versetzten Längenbereichen in eleganter Weise zumindest einen Griff bilden.

Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, deren Figuren perspektifisch schräg von oben in Richtung nach vorn Schalthebelanordnungen unter Verzicht auf hier nicht im einzelnen interessierende Bestandteile des Fahrzeugs wiedergeben.

Betrachtet man zunächst Fig. 1, so erkennt man bei 1 das relativ weit über die Oberseite des Tunnels 2 überstehende Schalthebelgehäuse, in dessen obere Begrenzungswand 3 die Schaltkulisse 4 zur Führung des Schalthebels 5 eingelassen bzw. eingelegt ist. Es sei daran erinnert, daß der Begriff "Schalthebel" im Rahmen der Erfindung auch einen Wählhebel für ein Automatikgetriebe umfassen soll.

Beiderseits des Schalthebelgehäuses 1 verlaufen parallel zueinander und in im wesentlichen senkrechten Ebenen gekrümmt Bügel 7 und 8, deren in der Darstellung vordere linken Enden zur Befestigung am Tunnel 2 und deren hintere rechte Enden zur Befestigung an der Mittelkonsole 9 des Fahrzeugs eingerichtet sind. Wie unmittelbar aus Fig. 1 ersichtlich, weisen die Bügel 7 und 8 gegen das Schalthebelgehäuse 1 versetzte Bereiche auf, die als Halte- oder Handgriffe 10 und 11 dienen und entsprechend ohne scharte Kanten oder dergleichen ausgeführt sind.

Die oberen Begrenzungen der Bügel 7 und 8 liegen zusammen mit der oberen Begrenzungswand 3 des Schalthebelgehäuses 1 im wesentlichen in einer Ebene. Dadurch wird die überstehende Höhe des Schalthebelgehäuses 1 zur Gewinnung eines senkrechten Abstands zwischen den Handgriffen 10 und 11 zu der Oberseite des Tunnels 2 ausgenutzt, wie er zum Umgreifen der Griffe 10 und 11 mit den Händen bzw. Fingern erforderlich ist.

Wie bei 12 erkennbar, nehmen die Bügel 7 und 8 mit konkaven Bereichen den Umfang des Schalthebelgehäuses 1 teilweise auf, so daß man dort von einer Formschlüssigkeit sprechen kann. Auch dies trägt dem stylistischen Eindruck, insbesondere dem sportlichen Charakter, der gesamten Schalthebelanordnung Rechnung. Insbesondere diese Konstruktionsvariante ermöglicht es, Schalthebelgehäuse 1 und Bügel 7 und 8 zu einer Vormontageeinheit zusammenzufassen, die als solche in das Fahrzeug eingebaut werden kann.

Während in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zwei Handgriffe 10 und 11 vorhanden sind, zeigt Fig. 2 eine Ausführungsform der Erfindung mit nur einem, durch die beiden Bügel gebildeten Handgriff. Bei 20 erkennt man wiederum das Schalthebelgehäuse für den Schalthebel 21 mit der Schaltkulisse 22; der Tunnel ist mit 23, die Mittelkonsole mit 24 bezeichnet. Die beiden Bügel 25 und 26 sind vor ihren beiden das Schalthebelgehäuse 20 umgreifenden Bereichen zu einem gemeinsamen Bereich zusammengefaßt, der einen Griff 27 bildet, dessen vorderes Ende wiederum an der Mittelkonsole 24 festgelegt ist. Grob gesprochen bilden hier die Bügel 25 und 26 in Draufsicht eine Y-ähnliche Konfiguration.

Mit der Erfindung ist demgemäß eine gattungsgemäße Schalthebelanordnung geschaffen, die sowohl hinsichtlich des stylistischen Eindrucks als auch hinsichtlich ihrer Funktionalität optimiert ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Schalthebelanordnung für ein Kraftfahrzeug mit einem eine Schaltkulisse für einen Schalthebel enthaltenden Schalthebelgehäuse, das zur Befestigung an einem Bodenbereich des Fahrzeugs, insbesondere einem Tunnel, eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Schalthebelgehäuses (1) mit ihren Enden an dem Bodenbereich (2) oder einem querverlaufenden Aufbauteil des Fahrzeugs, insbesondere einer Mittelkonsole (9), kraftübertragend befestigbare Bügel (7, 8) verlaufen, die mit gegen das Schalthebelgehäuse (1) längsversetzten Längenbereichen zumindest einen Haltegriff (10, 11) für Fahrzeuginsassen bilden.
  2. 2. Schalthebelanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Einbaulage oberen Begrenzungen von Schalthebelgehäuse (1) und Bügeln (7, 8) zumindest annähernd in einer Ebene verlaufen.
  3. 3. Schalthebelgehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene eine Horizontalebene ist.
  4. 4. Schalthebelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenbereiche zwei im wesentlichen parallel verlaufende Haltegriffe (10, 11) bilden.
  5. 5. Schalthebelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenbereiche zur gemeinsamen Bildung eines Haltegriffs (27) zusammengefaßt sind.
  6. 6. Schalthebelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkulisse (4) in einer oberen Begrenzungswand (3) des Schalthebelgehäuses (1) untergebracht ist.
  7. 7. Schalthebelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Schalthebelgehäuse (1) und benachbarte Bereiche der Bügel (7, 8) formschlüssig ineinandergreifen (bei 12).
  8. 8. Schalthebelanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Schalthebelgehäuse (1) und Bügel (7, 8) zu einer Vormontageeinheit zusammengefaßt sind.
  9. 9. Schalthebelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (7, 8) gebogen verlaufen.






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