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Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von Abstandsgewirken auf R/R Raschelmaschinen - Dokument DE19631791C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19631791C2 28.02.2002
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von Abstandsgewirken auf R/R Raschelmaschinen
Anmelder Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V., 09125 Chemnitz, DE
Erfinder Herrmann, Ulrich, 09419 Thum, DE;
Arnold, Rolf, 01257 Dresden, DE;
Bauer, Hans-Jürgen, Dr., 09130 Chemnitz, DE;
Viertel, Ellen, Dr., 09130 Chemnitz, DE;
Millauer, Olaf, 09130 Chemnitz, DE;
Stopp, Jens, 08371 Glauchau, DE
DE-Anmeldedatum 08.08.1996
DE-Aktenzeichen 19631791
Offenlegungstag 12.02.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse D04B 23/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Füllen von Abstandsgewirken auf R/R-Raschelmaschinen die aus zwei durch Maschen gebildete, gegenüberliegende Gewirkebahnen bestehen, die durch Abstandsfäden miteinander verbunden und auf Distanz gehalten werden, wobei zwischen den Gewirkebahnen verbindungsfreie Bereiche gebildet werden. Derartige Abstandsgewirke lassen sich für die verschiedensten Einsatzgebiete unterschiedlich gestalten.

Aus der DE 28 57 400 B1 ist beispielsweise ein Verfahren zur Herstellung von zwei Florbahnen auf einer Kettenwirkmaschine mit zwei Nadelbarren bekannt, bei dem Florfäden zwischen den Nadeln der beiden Nadelbarren hin- und hergeführt und abwechselnd in auf beiden Nadelbarren hergestellten Grundgewirken eingebunden werden, worauf diese Florfäden zur Bildung von Velours aufgeschnitten werden. Dieses Verfahren dient dazu, auf einer Kettenwirkmaschine eine Ware herzustellen, die gleichzeitig Velours- und Polschleifen aufweist. Das Einfüllen von Füllmaterial zwischen die Florbahnen direkt bei der Herstellung der beiden Grundgewirke ist bei diesem Verfahren nicht möglich.

In der DE 37 16 476 C1 wird ein Verfahren zur Herstellung einer Filtermatte unter Einsatz der Nähwirktechnik und Bildung von Polschlingen beschrieben. Bei diesem Verfahren werden zwei Grundwaren, die separat in getrennten Arbeitsgängen gefertigt werden, der Nähwirkmaschine in einem entsprechenen Abstand zueinander getrennt zugeführt. Beide Grundwaren werden auf der Nähwirkmaschine mittels Polschlingen miteinander verbunden, wobei zwischen die Grundwaren ein Füllstoff eingeführt wird. Das Einfüllen des Füllstoffes erfolgt während des Verbindungsprozesses der Grundwaren zu einer Nähwirkware mittels Röhrchenplatinen, die mit ihrer unteren Öffnung bis unter die Wirknadeln reichen und der Füllstoff unterhalb der Wirknadeln aus den Platinen austreten kann. Zu diesem Zweck sind die Röhrchenplatinen in einer Reihe über die gesamte Breite an einer Barre fest installiert, wobei zwischen jeweils zwei Platinen die maschenbildenden Wirknadeln geführt werden. Wesentlicher Nachteil der Platinen ist, daß nur Füllstoffe mit begrenzter Partikelgröße zugeführt werden können. Außerdem ist auf Grund des Platinendurchmessers sowie des Abstandes zwischen jeweils zwei Platinen ein gleichmäßiges Einfüllen über die gesamte Fläche nicht möglich, was für bestimmte Einsatzgebiete nachteilig ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem auf RR- Raschelmaschinen Füllmaterial von unterschiedlicher Art und Aufmachung zwischen die das Abstandsgewirke bildenden, parallel verlaufenden Gewirkebahnen mit den dazwischen liegenden Abstandsfäden eingefüllt werden kann und eine Vorrichtung zum Einfüllen unterschiedlicher Füllmaterialien zu schaffen, mit der die erforderlichen Arbeitsfunktionen der an Raschelmaschinen üblichen Arbeitselemente in entsprechender Art und Weise problemlos ausgeführt werden können.

Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 7. Gleichzeitig mit der Maschenbildung für die parallel verlaufenden Gewirkebahnen wird das Füllmaterial dosiert zwischen die Gewirkebahnen direkt an der Wirkstelle und wird über die gesamte Arbeitsbreite eingefüllt. Das Einfüllen des Füllmaterials kann dabei fortlaufend bzw. intermittierend nach jeder gebildeten Maschenreihe erfolgen, so daß das gefertigte Abstandsgewirke vollständig bzw. nur über definierte Abschnitte in Quer- und Längsrichtung mit Füllmaterial gefüllt ist. Als Füllmaterial werden granulatartige, pulverförmige, fasrige oder dgl. Materialien verwendet, die durch die eigene Schwerkraft bzw. durch die Zufuhr von Luft oder durch die Einwirkung einer Vibration eingefüllt und verdichtet werden. Zum Einfüllen des Füllmaterials direkt an der Wirkstelle nach der jeweils gebildeten Maschenreihe dient eine trichterförmige Füllvorrichtung, die zwischen den Legebarren angeordnet ist, welche an ihrem unteren Ende eine Austrittsöffnung für das Füllmaterial in Höhe der Lochnadeln besitzt. Je nach Einsatzgebiet des herzustellenden Abstandsgewirkes kann das Einfüllen des Füllmaterials fortlaufend nach jeder gebildeten Maschenreihe oder in bestimmten Zeitintervallen, d. h. auch nach mehreren gebildeten Maschenreihen erfolgen. Vorteilhafterweise ist die trichterförmige Füllvorrichtung an der Maschine so befestigt, daß sie beim Einfüllen des Füllmaterials bis nahe an die Wirkstelle bewegt werden kann.

Gemäß einem weiteren Erfindungsmerkmal besteht auch die Möglichkeit, anstelle des Trichters mit durchgehender Austrittsöffnung über gesamte Arbeitsbreite ein oder mehrere senkrecht angeordnete Fülltrichter, -rohre oder dgl. anzuordnen, die zum Einfüllen des Füllmaterials eine vertikale und horizontale Bewegung ausführen.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in einer schematischen Darstellung einen Querschnitt der Wirkstelle einer RR-Raschelmaschine mit Fülleinrichtung.

Die in der Zeichnung dargestellte Wirkstelle einer RR-Raschelmaschine wird im wesentlichen von den Nadelbarren 1, den Abschlagbarren 2 und den Legebarren 3 und 4 gebildet. An den Nadelbarren 1 sind für die Maschenbildung eine Anzahl von Zungennandeln 5 vorgesehen, die in den gegenüberliegenden Abschlagbarren 2 geführt sind, welche eine Auf- und Abwärtsbewegung ausführen. Über den Zungennadeln 5 sind paarweise die Legebarren 3; 4 mit den Lochnadeln 6, 7 zur Bildung der vorderen und hinteren Gewirkebahn angeordnet. Ebenfalls über den Zungennadeln 5 sind die Legebarren 8 mit den Lochnadeln 9 für die Bildung der die Gewirkebahnen verbindenden Abstandsfäden sowie der Randfäden angeordnet. Die Legebarren 3, 4 mit den Lochnadeln 6, 7 sowie die Legebarre 8 mit den Lochnadeln 9 sind gemeinsam an der Legebarrenhalterung 15 befestigt, welche auf der Gehängewelle 12 angeordnet ist und über die die Legebarren in eine Schwingbewegung versetzt werden. Abhängig vom jeweiligen Abstand der parallel verlaufenden Gewirkebahnen und der zwischen den Gewirkebahnen angeordneten verbindenden Abstandsfäden werden Hohlräume gebildet, die für bestimmte Anwendungsgebiete mit dem dafür geeigneten Füllmaterial ausgefüllt werden. Als Füllmaterial wird granulatartiges, pulverförmiges, fasriges oder dgl. Material eingesetzt.

Zum Füllen des auf der RR-Raschelmaschine hergestellten Abstandsgewirkes dient die Füllvorrichtung 10, die zwischen den Legebarren 3, 4 mittels Halterung 11 an der Gehängewelle 12 oder Legebarrenhalterung 15 angeordnet ist und mit den Legebarren 3, 4 eine Schwingbewegung ausführt. Die Füllvorrichtung 10 wird beispielsweise von einem als Trichter ausgebildeten Fallblech, welches über die gesamte Arbeitsbreite reicht, gebildet. An seinem oberen Ende 10a, unterhalb der Legebarrenhalterung 15, befindet sich die Einfüllöffnung, über die das Füllmaterial 13 in den Trichter 10 gelangt. An dem unteren Ende 10b des Trichters 10 befindet sich eine spaltförmige Austrittsöffnung 10b, die ebenfalls über die gesamte Arbeitsbreite reicht und mit der das Füllmaterial 13 zwischen die Gewirkebahnen eingefüllt wird. Die Breite "b" der Austrittsöffnung 10b entspricht maximal dem Abstand "x" der gegenüberliegenden Abschlagbarren 2. Mittels einer manuell oder automatisch verschließbaren Verschlußklappe 14 in der Füllvorrichtung 10 kann die untere Austrittsöffnung 10b geschlossen und somit die Zuführung des Füllmaterials 13 in das Abstandsgewirke unterbrochen werden. Anstelle eines Trichters 10 kann auch ein in horizontaler Richtung verlaufendes Rohr verwendet werden, das einen über die gesamte Arbeitsbreite verlaufenden offenen Spalt besitzt, aus dem das Füllmaterial 13 austreten kann. Weiterhin besteht die Möglichkeit, anstelle eines über gesamte Arbeitsbreite verlaufendes Trichters, Rohres oder dgl. ein oder mehrere vertikal angeordnete Fülltrichter, -kegel, -rohre oder dgl. anzuordnen, die zum Einfüllen eine horizontale und/oder vertikale Bewegung ausführen.

Der Füllvorgang mittels erfindungsgemäßer Füllvorrichtung erfolgt derart, daß nach der Bildung einer Maschenreihe die Füllvorrichtung 10 durch eine Abwärtsbewegung auf die Abschlagbarren 2 aufgesetzt wird, wenn die Nadelbarren 1 ihren unteren Totpunkt erreicht haben. Nach dem Aufsetzen der Füllvorrichtung 10 wird die Verschlußklappe 14 geöffnet und das Füllmaterial 13 wird über die Austrittsöffnung 10b durch die eigene Schwerkraft bzw. mittels Luft zwischen die Gewirkebahnen des Abstandsgewirkes eingebracht und verdichtet.. Die Füllmenge im Abstandsgewirke ist dabei je nach Abstand der Abschlagbarren 2 und der Länge des Abstandsgewirkes variabel. Bei Verwendung eines beispielsweise granulatartigen Schüttgutes mit einer Korngröße von ca. 3 mm, einem Abschlagbarrenabstand von ca. 12 mm und einer Maschenreihenanzahl von 90 MR/dm wird aller 135 MR bzw. aller 150 mm ein Füllvorgang ausgeführt. Nach erfolgter Verfüllung wird die Füllvorrichtung 10 mittels Verschlußklappe 14 wieder verschlossen, die Füllvorrichtung 10 in ihre obere Stellung bewegt und der Maschenbildungsvorgang für die nächste Maschenreihe wieder aufgenommen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Füllen von Abstandsgewirken auf R/R-Raschelmaschinen, die von zwei durch Maschen gebildete, gegenüberliegende Gewirkebahnen, die durch Abstandsfäden miteinander verbunden und auf Distanz gehalten werden, gebildet werden, wobei zwischen den parallel verlaufenden Gewirkebahnen verbindungsfreie Bereiche entstehen, dadurch gekennzeichnet, daß direkt an der Wirkstelle nach der Bildung der Maschenreihen für die vordere und hintere Gewirkebahn Füllmaterial in den freien Raum zwischen den Gewirkebahnen eingefüllt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial über die gesamte Warenbreite und/oder in Längsrichtung in vorher bestimmbare, definierte Bereiche eingefüllt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfüllen des Füllmaterials (13) fortlaufend oder intermittierend erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllmaterial (13) granulatartiges, pulverförmiges, fasriges oder dgl. Material eingesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial (13) durch die eigene Schwerkraft, durch Vibration oder pneumatisch eingefüllt und verdichtet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor einem ersten und einem letzten Füllvorgang R/R-Maschenreihen als Verschluß gebildet werden.
  7. 7. Vorrichtung zum Füllen von Abstandsgewirken auf R/R-Raschelmaschinen, die mit Zungennadeln, Legebarren und Abschlagbarren zur Herstellung von parallel verlaufenden Gewirkebahnen, die mittels Abstandsfäden miteinander verbunden und auf Distanz gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar über der Wirkstelle zwischen den Legebarren eine Fülleinrichtung angeordnet ist, die in Höhe der Lochnadeln eine verschließbare Austrittsöffnung besitzt und das obere Ende mit der Legebarrenhalterung verbunden ist, die die Fülleinrichtung analog zur Schwingbewegung der Legebarren des Wirkprozesses bewegt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (10) in Form eines Trichters, Rohres, oder dgl. ausgebildet ist, deren untere Austrittsöffnung (10b) über die gesamte Arbeitsbreite der Maschine reicht.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Breite (b) der Austrittsöffnung (10a) dem Abstand (x) der Abschlagbarren (2) entspricht.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Austrittsöffnung (10b) der Füllvorrichtung (10) mittels manuell oder automatisch verstellbarer Verschlußklappe (14) verschließbar ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllvorrichtung (10) eine Dosiervorrichtung für das Füllmaterial (13) zugeordnet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllvorrichtung (10) gleichzeitig als Speichervorrichtung für das Füllmaterial (13) dient.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere senkrecht angeordnete Fülltrichter, -rohre oder dgl. angeordnet sind, die zum Einfüllen des Füllmaterials (13) eine vertikale und horizontale Bewegung ausführen.






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