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Dokumentenidentifikation DE4203934C2 28.02.2002
Titel Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens von der Oberfläche von Kopsen
Anmelder W. Schlafhorst AG & Co, 41061 Mönchengladbach, DE
Erfinder Hensen, Helmuth, 4050 Mönchengladbach, DE;
Grecksch, Hans, 4050 Mönchengladbach, DE;
Meul, Hermann-Josef, 5142 Hückelhoven, DE;
Floh, Karl-Heinz, 4050 Mönchengladbach, DE
DE-Anmeldedatum 11.02.1992
DE-Aktenzeichen 4203934
Offenlegungstag 03.06.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse B65H 67/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens von der Oberfläche von Kopsen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des ersten Anspruches.

Beim Beenden der Kopsherstellung ist es beispielsweise an Ringspinnmaschinen üblich, mit dem Garnende eine Hinterwindung zu bilden, die von der Kopsspitze in Richtung auf den Kopsfuß verläuft. Hierzu wird beispielsweise bei schon auslaufenden Spindeln die Ringbank verhältnismäßig rasch von oben nach unten bewegt. Die Hinterwindung kann am Hülsenfuß in einer Reservewindung enden. Die Hinterwindung kann relativ straff auf der Oberfläche des Kopses liegen.

Beim Vorbereiten derartiger Kopse für den Abspulprozeß in einer Spulmaschine kommt es darauf an, möglichst ohne Beschädigung der Oberfläche des Wickels das Garnende so freizulegen, daß es in der Abspulposition erfaßbar und den entsprechenden Aggregaten der Spulstelle vorlegbar ist.

Vorrichtungen, die den Fadenanfang auf der Oberfläche von Kopsen suchen und dann für den Abspulvorgang an einer definierten Stelle bereitlegen, sind bereits bekannt. In den meisten dieser Vorrichtungen werden die Kopse zum Beispiel in einer Kreisbahn an mehreren verschiedenen Behandlungsstationen vorbeigeführt, wodurch sich ein schrittweiser Vorbereitungsprozeß ergibt.

Die US-PS 26 75 971 beschreibt ebenfalls eine Vorbereitungseinrichtung für Kopse, die den Spulstellen einer Spulmaschine zugeführt werden. Dabei wird vor dem Suchen des Fadenanfanges mittels eines entlang eines Saugrohres angeordneten Saugschlitzes die Hinterwindung durch einen aus einem gebogenen Draht gebildeten Haken gelöst. Dieser Haken ist in einem Gelenk gelagert und wird durch den Fadenzug des erfaßten Fadens unter anderem auch parallel zur Kopslängsachse verlagert, wodurch ein Eindringen des Hakens in die Fadenlagen verhindert werden soll. Der Haken steht dabei mit der Kopsoberfläche so lange im Eingriff, bis sich der Kops entlang der Transportstrecke um einen bestimmten Betrag weiterbewegt hat. Erfaßt der Haken den Hinterwindungsfaden unmittelbar, nachdem er Kontakt zur Kopsoberfläche bekommen hat, zieht er den in Richtung Kopsspitze verlaufenden Fadenteil straff auf die Oberfläche der Kopswindungen. Es ist auch damit zu rechnen, daß durch das Ausweichen des Hakens nach unten der erfaßte Faden relativ spät reißt, wodurch auf der Kopsoberfläche zusätzliche relativ flache, sehr feste Windungen aufgebracht werden. Das Erfassen durch nachfolgende Einrichtungen wird damit erheblich erschwert.

Durch die DE 39 25 988 A1 ist ebenfalls eine Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens bekannt, die sich von den bisherigen Vorrichtungen insbesondere dadurch unterscheidet, daß eine Kontrolle der Erfassung des Hinterwindungsfadens durch den Fadenlöser durchgeführt wird.

Allen Vorrichtungen ist gemeinsam, daß sie nicht geeignet sind, relativ feste Fäden zu lösen insbesondere wenn diese in die bereits beschriebene Reservewindung am Hülsenfuß münden.

Auch durch die DE 38 04 373 A1 ist eine Vorbereitungseinrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens bekannt geworden. Diese Einrichtung unterscheidet sich vor allem von der US-PS 26 75 971 dadurch, daß ein Fanghaken nach dem Fangen des Hinterwindungsfadens tangential vom Kops zurückgezogen wird und dabei entweder das Garnende zerreißt oder löst.

Dadurch kann es zu Blockierungen im gesamten Transportsystem kommen.

Es ist demgemäß Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens von der Oberfläche von Kopsen vorzuschlagen, die unabhängig von der Festigkeit der zu lösenden Fäden einen hohen Wirkungsgrad besitzt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten oder alternativ des fünften Anspruches gelöst.

Die Ausbildung des Fadenlösers als einer der beiden Schenkel einer zu Beginn der Fadensuche geöffneten Schere ermöglicht es, Fäden, die bei einer Relativbewegung des Fadenlösers von der Kopsoberfläche weg nicht von selbst zerreißen, aktiv zu trennen. Auf diese Weise werden auch Fäden getrennt, die aus hochfestem oder grobem Material bestehen. Dadurch wird in jedem Fall vermieden, daß sich durch Fadenverhakungen im Fadenlöser Blockierungen an der Transportstrecke für die Kopse ausbilden.

Die alternative Anordnung einer scharfen Schneidkante auf dem Fadenlöser führt in Verbindung mit der Drehbewegung des Kopses zum gleichen Effekt des Trennens des Fadens.

Die Erfindung ist durch die Ansprüche 2 bis 4 und 6 bis 11 vorteilhaft weitergebildet.

Beim Lösen und Trennen des Hinterwindungsfadens mittels einer Schere sind im Grunde zwei gesonderte Bewegungen auszuführen, wobei sich jedoch beide Bewegungsabläufe nach einem festen Zeitregime überlagern. Dadurch ist es möglich und im Rahmen der Erfindung konstruktiv gelöst, mittels einer einzigen Betätigungsvorrichtung beide Bewegungsabläufe zu steuern.

Vorteilhaft ist es, bei der Anordnung einer scharfen Schneidkante auf dem Fadenlöser, statt beide als Ganzes auszubilden, eine gesonderte Klinge zu verwenden, die dann auch aus ihre Einsatzdauer verlängernden Materialien hergestellt ist. Da diese Klinge Verschleiß ausgesetzt ist, ist ihre Auswechselbarkeit vorteilhaft. Außerdem läßt sich die Position der Klinge im Fadenlöser selbst so justieren, daß im jeweiligen Anwendungsfall eine optimale Schneidwirkung erzielbar ist. Gegenüber der Anbringung einer Klinge auf dem Rücken des Fadenlösers bietet die Befestigung in einem Schlitz, der am der Vorderkante des Fadenlösers zugewandten Ende verschlossen ist, den Vorteil, daß der Faden, ohne eine eventuell hervortretende Kante der Klinge passieren zu müssen, auf den Fadenlöser aufgleiten kann.

Durch den Überkopfabzug des Fadens von den Kopsen in der Spulmaschine ist es möglich, Kopse mit unterschiedlichen Windungsrichtungen der Fäden zu verarbeiten. Sind zwei Fadenlöser mit sich gegenüberstehenden Vorderkanten angeordnet, ist das Lösen der Fäden unabhängig von der Windungsrichtung auf dem Kops möglich. Lediglich ist dazu die Drehrichtungsumkehr des Kopses erforderlich.

Aufgrund der Hinterwindung, die als Reservewindung bis zum Kopsfuß reichen kann, ist es möglich, daß nach dem Durchtrennen des Hinterwindungsfadens noch ein Fadenstück, ausgehend von der Reservewindung, auf der Bewicklungsoberfläche des Kopses liegt. Dieses Fadenstück, welches von einer nachfolgenden, den Faden an der oberen Kopshälfte suchenden und für den späteren Abspulprozeß bereitlegenden Vorrichtung nicht erfaßbar ist, kann beim Abspulen des unteren Teiles des Kopses stören. Ein Erfassen an der nachfolgenden Station ist vor allem auch deshalb nicht gegeben, da der von der Trennstelle ausgehende, in die Reservewindung mündende Fadenteil eine andere Windungsrichtung besitzt als der von der Kopsspitze herabhängende Fadenabschnitt, ebenfalls ausgehend von der Trennstelle.

Durch die Anordnung einer Saugdüse im Bereich der Hinterwindungsfadenlöseeinrichtung kann dieser Fadenteil eingesaugt werden, da hier üblicherweise die gegenüber der nachfolgenden Vorbereitungsstation entgegengesetzte Drehrichtung für den Kops eingesetzt wird, um den Fadenlöser effektiv hinter den Hinterwindungsfaden bringen zu können. Da der untere Teil des Hinterwindungsfadens gegebenenfalls im Bereich der Reservewindung von darüberliegenden Windungen verdeckt ist, ist es möglich, daß die Saugkraft der benachbarten Saugdüse nicht ausreichend ist. Durch die Verwendung von Abzugswalzen wird jedoch eine solche Zugkraft ausgeübt, daß die Reservewindung mit hoher Sicherheit abgezogen werden kann. Zu einem Fadenbruch kommt es dabei, insbesondere bei der Verwendung von festen Fadenmaterialien, nicht.

Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Transportabschnittes für Kopse mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung während des Fadenlösevorganges,

Fig. 3 eine Vorderansicht zu Fig. 2,

Fig. 4 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach dem Trennen des Fadens,

Fig. 5 eine Draufsicht zu Fig. 4,

Fig. 6 eine Teilansicht einer Variante der erfindungsgemäßen Fadenlöseeinrichtung und

Fig. 7 eine Teilansicht einer weiteren Variante der erfindungsgemäßen Fadenlöseeinrichtung.

Kopse 1 werden aufrechtstehend auf Spulentransporttellern 4 entlang einer Führungsbahn 5 auf einem Transportband 6 aufliegend transportiert. Diese von einer Kopslieferstation oder direkt der Ringspinnmaschine kommenden Kopse 1 werden für das Lösen des Hinterwindungsfadens 2 der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführt. Diese Vorrichtung weist dabei die in Fig. 1 dargestellte Grundstellung auf, wobei ein Rahmen 30 von der Transportbahn der Kopse weggeschwenkt ist und den freien Eintritt des ankommenden Kopses 1 in diese Vorbereitungsstation gestattet. Mittels eines Fotosensors 7, der an einem Halter 8 angebracht ist und der mit einer nicht dargestellten gegenüberliegend angeordneten Lichtquelle eine Lichtschranke bildet, wird die Ankunft eines Kopses erkannt. Um den Kops für die Fadensuche zu positionieren, kann ein nicht dargestellter Stopper betätigt werden, der den Weitertransport des Spulentransporttellers 4 mit Kops 1 verhindert. Dieser Stopper wird von einer Steuereinheit 15, die vom Fotosensor 7 das Ankunftssignal des Kopses 1 erhalten hat, betätigt. Diese Steuereinrichtung betätigt des weiteren eine Hubeinrichtung 17, die über einen Träger 16 eine Tragplatte 13 an die Führungsbahn 5 in eine Öffnung 5' so weit bewegt, daß ein Flachriemen 12, der um Riemenscheiben 9 bis 11 gelegt ist, Kontakt zur Umfangsfläche des Spulentransporttellers 4 bekommt. Gegenüberliegend ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, eine Laufrolle 57 angeordnet, gegen die der Spulentransportteller 4 gedrückt wird. Dabei ist es auch möglich, daß auf den Stopper verzichtet wird, da durch die Riemenscheiben 9 und 10 sowie die Laufrolle 57, die im Dreieck angeordnet sind, die Position des Spulentransporttellers 4 festgelegt wird.

Die Riemenscheibe 11 ist mit einem Antriebsmotor 14 verbunden, der ebenfalls von der Steuereinheit 15 gesteuert wird. Dieser Motor wird jeweils für die Erzeugung der Drehbewegung des Kopses während der Fadensuche in Betrieb genommen.

Die Fadensucheinrichtung besitzt eine Plattform 18, die über einen Träger 19 und einen Ständer 47 mit einer weiteren Halterung 48 eine Verbindung zum Grundgestell der Maschine aufweist (siehe auch Fig. 3). Der Ständer 47 ist mittels einer Befestigungsschraube 49 in der Halterung 48 arretiert. Am Träger 19 ist ein Gewindestift 19' befestigt, der durch ein Langloch 18' der Plattform 18 ragt. Mittels einer Mutter 18", die auf den Gewindestift 19' aufgeschraubt ist, sind Träger 19 und Plattform 18 justierbar miteinander verbunden.

Die Plattform 18 trägt eine Halterung 21 für einen Fluidzylinder 22. Dieser Fluidzylinder 22 ist über ein Ventil 23 zum Beispiel mit Druckluft beaufschlagbar. Das Ventil 23 ist ebenfalls über die Steuereinheit 15 ansteuerbar. Im Fluidzylinder 22 ist ein Kolben 24 angeordnet, der an seinem vorderen Ende einen Stift 25 trägt, mit dem er an einer Schwenkplatte 28 angelenkt ist. Durch diese Verbindung kann die Schwenkplatte 28 um eine Achse 31 geschwenkt werden, die ihrerseits fest auf der Plattform 18 angebracht ist.

Um eine entsprechende Rückzugskraft des Kolbens im Fluidzylinder 22 zu erzeugen, ist zusätzlich zu einer internen Feder eine Zugfeder 26 vorgesehen. Die Zugfeder 26 greift an Bolzen 27 und 27' an. Während der Bolzen 27 an der Halterung 21 des Fluidzylinders befestigt ist, ist der Bolzen 27' an der Schwenkplatte 28 angebracht. Eine Torsionsfeder 44 stützt sich an einem Anschlagstift 45 ab, der an der Plattform 18 befestigt ist und wirkt gegen den Rahmen 30, der ebenso wie die Schwenkplatte 28 auf der Achse 31 drehbar gelagert ist. Durch diese Torsionsfeder 44 wird der Rahmen 30 gegen eine Anschlagkante 29 der Schwenkplatte 28 gedrückt.

Bei der Darstellung in Fig. 1 ist der Kolben 24 des Fluidzylinders 22 gegen die Kraft der Torsionsfeder 44 sowie der Zugfeder 26 ausgefahren. Dadurch drückt die Anschlagkante 29 gegen den hinteren Teil des Rahmens 30, wodurch dieser, von oben gesehen, in seine am weitesten entgegen der Richtung des Uhrzeigersinnes liegende Position verschwenkt ist. Er gibt damit, wie bereits dargelegt, den Weg für den Austritt eines vorbereiteten und den Eintritt eines neuen Kopses 1 frei.

An der Schwenkplatte 28 ist gegenüberliegend der Anschlagkante 29 des weiteren ein Bolzen 34 befestigt, an dessen oberem abgerundeten Ende ein Gelenkkopf 35 angebracht ist. Dieser Gelenkkopf 35 ist über eine Betätigungsstange 36 mit einem weiteren Gelenkkopf 37 verbunden, der an einem Bolzen 38 angreift. Dieser Bolzen 38 ist an einem zweiarmigen Hebel 39 befestigt, der um eine Schwenkachse 40 drehbar ist. Dieser zweiarmige Hebel 39 weist an seinem gegenüberliegenden Ende eine Kerbe 54 auf, in die ein Mitnehmerstift 43 eingreift. Dieser Mitnehmerstift 43 ist seinerseits auf einer Mitnehmerplatte 52 befestigt, die über einen Befestigungsbolzen 53 mit dem ebenfalls als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Fadenlöser 42 verbunden ist. Dabei sind der zweiarmige Hebel 39, die Mitnehmerplatte 52 und der Fadenlöser 42 um die Schwenkachse 40 schwenkbar.

Durch die beschriebene Koppel ist eine gelenkige Verbindung von der Schwenkplatte 28 bis zum den Schenkel einer Schere bildenden Fadenlöser 42 gegeben. Ein Leitblech 32 ist über gegen Druckfedern 33' wirkende Justierschrauben 33 am Rahmen 30 befestigt. In den Rahmen 30 ist ein Blech 30' eingesetzt, welches mit dem Rahmen einen spitzen Winkel einschließt. Die Schwenkachse 40 ist an diesem Blech 30' befestigt und besitzt deshalb die gleiche Neigung gegenüber dem Rahmen 30. Dadurch ist auch die Schwenkebene des Fadenlösers 42 festgelegt. Der Fadenlöser 42 wirkt mit einem fest am Blech 30' angeordneten Scherenschenkel 41 als Schere zusammen. Dieser Scherenschenkel 41 ist über einen Bolzen 41' und die Schwenkachse 40, auf die er ebenfalls aufgesteckt ist, verdrehgesichert gehaltert.

Mittels des Leitbleches 32 wird über die Justierschrauben 33 festgelegt, wie weit der Fadenlöser 42 bei einem bestimmten Öffnungswinkel gegenüber dem festen Scherenschenkel 41 über dieses Leitblech 32, welches die Anlagefläche für den Kops bildet, hinausragt. Somit kann durch die Justierschrauben 33 auf einfache Weise die Eindringtiefe des Fadenlösers in die Kopsoberfläche bestimmt werden. Allerdings besteht ebenso die Möglichkeit, eine Justierung dadurch vorzunehmen, daß der Öffnungswinkel der durch den Fadenlöser 42 und den festen Scherenschenkel 41 gebildeten Schere, wie später noch beschrieben werden wird, verändert wird. Durch letztere Maßnahme wird gleichzeitig die Wirkungsrichtung des Fadenlösers während der Fadensuche beeinflußt. Eine weitere Möglichkeit der Variation der Wirksamkeit des Fadenlösers 42 besteht in seiner unterschiedlichen Formgebung. All diese Einstellmöglichkeiten sind in Abhängigkeit vom Kopsdurchmesser, der den Krümmungsradius der Bewicklungsoberfläche ergibt, zu nutzen, um ein optimales Vorbereitungsergebnis ohne Schädigung der übrigen Fadenlagen zu erreichen.

Besonders deutlich zeigt die Darstellung in Fig. 3 das Zusammenwirken des Leitbleches 32 mit dem Fadenlöser 42, wobei der Rücken des Fadenlösers 42 zu sehen ist, während seine Spitze, die sich als Schneide fortsetzt, nur leicht auf der Bewicklungsoberfläche aufliegt. Durch diese Gestaltung kann ein Eindringen des Fadenlösers in parallele Fadenlagen vermieden werden.

Ebenso aus Fig. 3 ist zu erkennen, wie die Übertragung der Bewegung von der Koppel über den Gelenkkopf 37, den zweiarmigen Hebel 39 über den Mitnehmerstift 43, die Mitnehmerplatte 52 und den Befestigungsbolzen 53 auf den Fadenlöser 42 übertragen wird. Dabei sind Mitnehmerplatte 52 und Fadenlöser 42 mittels einer Druckfeder 46, die sich gegen eine am zweiarmigen Hebel 39 befestigte Hülse 32' abstützt, auf der Schwenkachse 40 gegeneinandergedrückt gehalten, mit dem Ziel, den nötigen Scherenschneiddruck zu erzeugen. Der zweiarmige Hebel ist auf der Schwenkachse 40 mittels eines Sicherungsringes 40' gesichert.

Nachfolgend soll die Funktionsweise der Vorrichtung näher erläutert werden. In der Grundstellung, die in Fig. 1 dargestellt ist, ist das Ventil 23 geöffnet, wodurch der Fluidzylinder 22 mit Druckluft beaufschlagt und der Kolben 24 ausgefahren ist. Dabei bildet ein Bolzen 20 den Anschlag für den Rahmen 30 und bestimmt damit die Endstellung aller Teile.

Während durch die Anschlagkante 29 der Rahmen 30, wie beschrieben, verschwenkt gehalten wird, ist auch der Bolzen 34, der am anderen Ende der Schwenkplatte 28 angebracht ist, so weit gegen den Uhrzeigersinn um die Achse 31 verschwenkt, daß über die Koppel die durch den Fadenlöser 42 und den festen Scherenschenkel gebildete Schere geschlossen ist.

In der Darstellung in Fig. 2 ist der Spulentransportteller 4 mit Kops 1 in der Vorbereitungsstation positioniert. Dabei ist die Tragplatte 13 mit den Riemenscheiben 9 bis 11, die den Flachriemen 12 tragen, an die Außenkante des Spulentransporttellers 4 geschwenkt. Der Fluidzylinder 22 ist nicht mehr mit Druck beaufschlagt, weshalb durch die Kraft der Torsionsfeder 44 über den Rahmen 30 und die Anschlagkante 29 sowie der Zugfeder 26 die Schwenkplatte 28 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird und damit den Kolben 24 in den Fluidzylinder 22 verschiebt. Wäre nach Abschaltung der Druckluft ein ungehindertes Verschwenken des Rahmens 30 bis in die Endstellung des Kolbens 24 möglich, würde der Rahmen an die Anschlagkante 29 der Schwenkplatte 28 angelegt bleiben. Dadurch würde auch keine Relativbewegung auf die Koppel zur Schere übertragen, wodurch diese geschlossen bleiben würde. Da jedoch im Schwenkweg des Rahmens 30 der Kops 1 angeordnet ist, gegen den das Leitblech 32 des Rahmens anschlägt, folgt von da an der Rahmen 30 der Schwenkbewegung der Schwenkplatte 28 nicht mehr. Dadurch verliert die Anschlagkante 29 den Kontakt zum Rahmen 30. Durch diese Relativbewegung zwischen Rahmen 30 und Schwenkplatte 28 wird über den Bolzen 34, den Gelenkkopf 35, die Betätigunsstange 36 und den Gelenkkopf 37 eine Schwenkbewegung des zweiarmigen Hebels 39 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Schwenkachse 40 erzeugt. Durch die bereits beschriebene Verbindung wird damit der Fadenlöser 42 in der gleichen Richtung vom festen Scherenschenkel 41 weg verschwenkt. Dadurch ist die durch die beiden Teile gebildete Schere geöffnet und der Fadenlöser 42 weist den für die Fadensuche erforderlichen voreingestellten Anstellwinkel auf. In dieser Position wird der Motor 14 in Betrieb gesetzt, der über die Riemenscheibe 11 den um die Riemenscheiben 9 und 10 gelegten Riemen 12 antreibt. Dadurch wird der Spulentransportteller 4 mit dem aufgesteckten Kops 1 in Drehung versetzt. Durch diese Drehbewegung des Kopses 1 wird der relativ steil auf der Bewicklungsoberfläche liegende Hinterwindungsfaden 2 vom Fadenlöser 42 erfaßt und gleitet auf denselben auf. Nach einer vorgebbaren Fadensuchzeit wird über die Steuereinheit 15 der Motor 14 abgeschaltet und somit die Drehbewegung des Kopses 1 gestoppt. Ebenso denkbar ist die sensorische Kontrolle des aufgleitenden Fadens, wie das zum Beispiel in der DE 39 25 988 A1 beschrieben ist. Ist dieser Faden erkannt, wird unmittelbar darauf ebenfalls der Motor 14 von der Steuereinheit 15 abgeschaltet.

Wie aus den vorangehenden Darlegungen erkennbar ist, wird der Schwenkweg des Rahmens durch die Kopsoberfläche begrenzt. Dieser Schwenkweg kann aber zusätzlich durch die Justierung der Plattform 18 erfolgen, da diese in ihrer Position auf dem Träger 19 entlang des Langloches 18' und auch zum Ausrichten in der Winkelstellung verstellbar ist. Alternativ kann der Ständer 47 um seine Längsachse nach Lösen der Befestigungsschraube 48 verschwenkt werden. Damit ändert sich der Abstand zwischen Anschlagkante 29 und Rahmen 30 in der Anlagestellung des Rahmens 30 beziehungsweise seines Leitbleches 32 an der Kopsoberfläche. Diese relative Stellung zwischen Schwenkplatte 28 und Rahmen 30 bestimmt den Öffnungswinkel des Fadenlösers 42 in der Fadensuchstellung.

Mit dem Abschalten des Motors 14 oder unmittelbar danach wird das Ventil 23 geöffnet, wodurch der Fluidzylinder 22 mit Druckluft beaufschlagt wird.

Durch das Ausfahren des Kolbens 24 wird zunächst die Schwenkplatte so weit verschwenkt, bis die Anschlagkante 29 den Rahmen 30 erreicht hat. Dieser Teilschwenkweg dient dem erneuten Schließen der Schere 41, 42. Dadurch wird der erfaßte Hinterwindungsfaden 2 sicher durchtrennt.

Wenn die Anschlagkante 29 der Schwenkplatte 28 den Rahmen 30 und die Schere ihre Schließstellung erreicht haben, nimmt die Schwenkplatte 28 auf ihrem weiteren Schwenkweg auch den Rahmen 30 mit, der dadurch in die in Fig. 1 dargestellte Stellung gelangt. Daraufhin wird die Hubeinrichtung 17 betätigt, wodurch über den Träger 16 die Tragplatte 13 von der Führungsbahn 5 wegbewegt wird. Damit ist der Weg für den Weitertransport des Spulentransporttellers 4 mit Kops 1 frei.

Um jedoch das untere Fadenende des durchtrennten Hinterwindungsfadens, welches noch an der Bewicklung des Kopses 1 anliegen kann und gegebenenfalls beim Abspulen des Kopses stören würde, zu entfernen, kann eine zusätzliche Saugdüse 50 mit Saugöffnung 51, wie in Fig. 4 dargestellt, vorgesehen sein. Vorteilhaft ist, diese Saugdüse 50 zum Zeitpunkt des Schneidens des Fadens oder unmittelbar danach in Betrieb zu nehmen. Dadurch ist das unter Spannung geschnittene Fadenende, welches zunächst etwas von der Kopsoberfläche wegspringt, leichter erfaßbar. Dabei kann die Drehrichtung des Kopses 1 weiterhin beibehalten werden. Da jedoch der Faden in mehrere Reservewindungen am Hülsenfuß 3 des Kopses 1 münden kann, wobei er von darüberliegenden Windungen überdeckt ist, kann eine relativ große Abzugskraft erforderlich werden, die allein durch die Saugluft in der Saugdüse 50 nicht aufgebracht werden kann. Für diesen Fall ist eine spezifische Saugdüse vorgesehen, die schwenkbare Abzugswalzen 64 und 65 enthält. Diese Abzugswalzen können nach Inbetriebnahme der Saugdüse, das heißt, nachdem mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Fadenanfang eingesaugt ist, sich aneinanderlegen, den Faden klemmen und durch eine gegenseitige Abrollbewegung den Faden mit hoher Abzugskraft abziehen. Bei ausreichend festen Materialien wird es dabei auch nicht zum Fadenbruch kommen, wodurch eine vollständige Abwicklung der Reservewindung gewährleistet ist.

Eine derartige Saugdüse mit einem zugeordneten Walzenpaar bietet prinzipiell den Vorteil, Fadenteile, die sich entweder schwer lösen lassen oder relativ lang sind, schnell und sicher von den Kopsen zu entfernen. Beim Entfernen der Reservewindungen am Kopsfuß kann sogar nach dem Erfassen des Fadens durch das Walzenpaar der Drehantrieb für den Kops gestoppt werden. Dabei wird der Fadenrest entweder vollständig vom Hülsenfuß abgezogen oder dort abgerissen, was beim Abspulen des Kopses dann nicht mehr stört.

Das Walzenpaar 64, 65 kann zum Beispiel zum Erreichen der Klemmstellung schwenkbar sein. Ein derartiges Walzenpaar, welches zwischen einer Offenstellung und einer Klemmstellung verschwenkbar ist und in der Klemmstellung einen sicheren Fadentransport durchführen kann, ist zum Beispiel aus der DE-PS 27 11 554 bekannt. Es kann aus diesem Grunde an dieser Stelle auf eine nähere Beschreibung und auch Darstellung einer derartigen Anordnung verzichtet werden.

Alternativ ist es möglich, den Fadenlöser als festen Scherenschenkel auszubilden, während der im Ausführungsbeispiel als fest angeordnet beschriebene Scherenschenkel über eine Koppel schwenkbar ist.

Des weiteren ist es auch möglich, für die Schere und den die Schere tragenden Schwenkrahmen getrennte Antriebe vorzusehen, die entsprechend dem erforderlichen Zeitregime mit einer Steuereinheit ansteuerbar sind. Demgegenüber ist jedoch die beschriebene Ausbildung, die mit nur einem Antrieb auskommt, von Vorteil.

Darüber hinaus ist es auch denkbar, über dem beschriebenen erfindungsgemäßen Hinterwindungsfadenlöser weitere bekannte Fadenlöser, die das abgetrennte obere Fadenende erfassen kann, anzuordnen.

Wie aus Fig. 4 des weiteren ersichtlich ist, ist an der Führungsbahn 5 nachfolgend eine weitere Bearbeitungsstation vorgesehen, von der hier nur die Saugdüse 55 mit Saugöffnung 56 angedeutet ist. Diese Saugdüse nimmt das obere Ende 2' des Hinterwindungsfadens auf. Dieses Fadenende kann anschließend als lockere Oberwindung oder in der Hülse selbst abgelegt werden. Entscheidend ist, daß das Fadenende in der Spulstelle von entsprechenden Fadenaufnahmeorganen erfaßbar ist.

Die in Fig. 6 dargestellte weitere Variante der Erfindung zeigt nur die wesentlichen Teile der Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens. Der Fadenlöser 58, der mit seiner keilförmigen Vorderkante 59 unter den Hinterwindungsfaden 2 während des Drehens des Kopses gelangt, besitzt auf seinem Rücken eine senkrecht angeordnete scharfe Schneidkante 60. Der erfaßte Hinterwindungsfaden gleitet auf diese Schneidkante 60 auf. Durch die Relativbewegung des Fadens zur Schneidkante wird letzterer durchtrennt. Dabei nimmt die Höhe der Schneide nach hinten zu, wodurch der Hinterwindungsfaden 2 zunehmend gespannt wird und sich der Druck auf die Schneidkante erhöht. Dadurch ist auch mit dieser einfachen Lösung eine hohe Trennsicherheit des Hinterwindungsfadens 2 gegeben.

Hinzu kommt, daß der Rahmen 61, der die gleiche abstützende Funktion hat wie das Leitblech 32, mit seinen Fadenführungskanten 62 und 63 den Hinterwindungsfaden 2 in Form einer Schlaufe über die scharfe Schneidkante 60 spannt. Dadurch wird die Schneidwirkung zusätzlich erhöht.

Bei der Schneidkante 60 kann es sich um die geschärfte Kante eines auf dem Rücken des Fadenlösers 58 angeformten Teiles handeln. Ebenso ist es aber auch denkbar, eine Klinge im Fadenlöser 58 zu befestigen, zum Beispiel einzulöten.

Eine derartige Klinge kann jedoch auch flach auf dem Rücken des Fadenlösers 58 befestigt werden, wobei die Schneidkante ebenfalls, hier allerdings von der Oberkante des Fadenlösers 58 mit zunehmendem Abstand von der keilförmigen Vorderkante 59 des Fadenlösers 58 an Höhe zunimmt. Auch dabei wird der Faden durch seine Relativbewegung zur Schneidkante sicher durchtrennt.

Bei dieser nicht dargestellten Variante besteht jedoch der Nachteil, daß eine Vorderkante der Klinge eine Abstufung auf dem Rücken des Fadenlösers 58 bildet, an der der auf den Fadenlöser 58 aufgleitende Faden 2 sich verhaken kann.

Diesem Problem wurde mit der in Fig. 7 dargestellten Variante der Ausbildung von Fadenlösern begegnet. Auf einer ähnlich dem Leitblech 32 ausgebildeten Halterung 66, die um eine Drehachse 67 verschwenkbar ist, sind zwei durch ein Fenster 66' ragende Fadenlöser 68 und 69 angebracht.

Der Verschwenkmechanismus für die Halterung 66, der Drehantrieb für den Kops 1 und die Transport- und Stoppvorrichtung für die hier nicht dargestellten, die Kopse 1 tragende Spulentransportteller kann in der im Zusammenhang mit der ersten Variante beschriebenen Form Anwendung finden.

Die Fadenlöser 68 und 69 besitzen Halteplatten 70 und 71, die jeweils zwei Langlöcher 70' und 71' aufweisen. Durch diese Langlöcher 70' und 71' sind Schrauben 72 und 73 geführt, durch die die Fadenlöser 68 und 69 an der Halterung 66 befestigt sind. Die Langlöcher 70' und 71' gestatten eine Justierung der Fadenlöser 68 und 69, insbesondere in Abhängigkeit vom Durchmesser der zu bearbeitenden Kopse.

Die Fadenlöser 68 und 69 besitzen Schlitze 74 und 75, die sich im wesentlichen parallel zur der Kopsoberfläche zugewandten Kontaktfläche der Fadenlöser 68 und 69 erstrecken. Die Schlitze 74 und 75 sind an ihren den jeweiligen Vorderkanten 80 und 81 der Fadenlöser 68 und 69 zugewandten Ende verschlossen. Dadurch ist die jeweils den Vorderkanten 80 und 81 zugewandte Kante von in die Schlitze 74 und 75 eingesetzten Klingen 76 und 77 verdeckt. Auf die Fadenlöser 68 und 69 aufgleitende Fäden können sich demzufolge an den Klingen 76 und 77 nicht verhaken.

Die Klingen 76 und 77 liegen im Bereich von Aussparungen 68' und 69' der Fadenlöser 68 und 69 frei, das heißt, außerhalb der Schlitze 74 und 75. Sie weisen in den Fadenlösern 68 und 69 schräg liegende Schneidkanten 76' und 77' auf. Dadurch wird auch hier gewährleistet, daß ein von der jeweiligen Vorderkante 80 oder 81 erfaßter Faden so auf die jeweilige Schneidkante 76' beziehungsweise 77' aufgleitet, daß sich aufgrund der zunehmenden Höhe dieser Schneidkante eine wachsende Fadenspannung ergibt. Dadurch nimmt der Druck auf die Schneidkante und damit die Trennkraft zu.

Die Schlitze 74 und 75 werden durch Klemmschrauben 78 und 79 nach dem Einlegen der Klingen 76 und 77 so verjüngt, daß sich eine sichere Klemmung für die beiden Klingen ergibt. Diese können dann nach entsprechendem Verschleiß ohne weiteres nach Lösen der Klemmschrauben 78 und 79 ausgewechselt werden. In Abhängigkeit von der Bewicklungsrichtung der die Vorbereitungseinrichtung passierenden Kopse 1 kommt entweder der Fadenlöser 68 oder der Fadenlöser 69 zum Einsatz.

Entsprechend wird über den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Antrieb auch die Drehrichtung des Kopses eingestellt. Dadurch ist die erfindungsgemäße Vorrichtung für beide Bewicklungsrichtungen der Kopse einsetzbar. Analog der Darstellung in den Fig. 1 bis 3 ist auch eine Justierung der gesamten Einrichtung, aus der sich die Grundstellung der Halterung 66 ergibt, möglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens von der Oberfläche von Kopsen (1), die an einer zu den Spulstellen einer Spulmaschine führenden Transportstrecke (5) angeordnet ist, mit einem Fadenlöser (42), der an einen auf der Transportstrecke positionierten Kops anlegbar ist, sowie mit Mitteln zum Drehen des Kopses, um den Fadenlöser unter die Hinterwindung (2) zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenlöser als einer der beiden Schenkel einer zu Beginn der Fadensuche geöffneten Schere (41, 42) ausgebildet ist und Betätigungsmittel (22 bis 24) vorhanden sind, die die Schere nach einer vorgebbaren Suchzeit schließen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenlöser in einen schwenkbaren Rahmen (30) eingesetzt ist, dessen dem Kops zugewandte Oberfläche er zumindest in seiner Fadensuchstellung überragt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Scherenschenkel (42) drehbar im Rahmen (30) gelagert und über eine Koppel (34 bis 38) mit dem Schwenkmechanismus (28) für den Rahmen verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppel (34 bis 38) an ihrem der Schere (41, 42) abgewandten Ende an einer Schwenkplatte (28) angelenkt ist, die um eine fest an einem Maschinengestellteil angeordnete Achse (31) schwenkbar ist und an der die Betätigungsmittel angreifen, daß auf der gleichen Achse der Rahmen (30) drehbar angeordnet und über einen auf der, bezogen auf die Achse, der Schere abgewandten Seite des Rahmens anlegbare Anschlagkante (29) der Schwenkplatte gegen die Kraft einer Feder (26, 44) von der Schwenkplatte mitnehmbar ist.
  5. 5. Vorrichtung zum Lösen des Hinterwindungsfadens von der Oberfläche von Kopsen (1), die an einer zu den Spulstellen einer Spulmaschine führenden Transportstrecke (5) angeordnet ist, mit einem Fadenlöser (58; 68, 69), der an einen auf der Transportstrecke positionierten Kops anlegbar ist, sowie mit Mitteln zum Drehen des Kopses, um den Fadenlöser mit seiner Vorderkante (59; 80, 81) unter die Hinterwindung (2) zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenlöser eine scharfe Schneidkante (60; 76', 77') zum Zerschneiden des Fadens besitzt, deren Höhe mit wachsendem Abstand von der den Faden aufnehmenden Vorderkante des Fadenlösers zunimmt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die scharfe Schneidkante (76', 77') Bestandteil einer mit dem Fadenlöser verbundenen Klinge (76, 77) ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (76, 77) auswechselbar in einen Schlitz (74, 75) eingesetzt ist, der im wesentlichen parallel zur der Kopsoberfläche zugewandten Kontaktfläche des Fadenlösers angeordnet ist, und daß der Schlitz an seinem der Vorderkante (80, 81) des Fadenlösers (68, 69) zugewandten Ende verschlossen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die scharfe Schneidkante (60) auf dem der Kopsoberfläche abgewandten Rücken des Fadenlösers (58) angeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Fadenlösen unabhängig von der Windungsrichtung des Fadens auf den Kops auf einer Halterung zwei Fadenlöser (68, 69) fluchtend so angeordnet sind, daß sich ihre Vorderkanten (80, 81) gegenüberstehen.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Saugdüse (50) vorgesehen ist, die den abgetrennten Teil des Hinterwindungsfadens aufnimmt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Saugdüse (50) ein Walzenpaar angeordnet ist, welches eine Offen- und eine Klemmstellung besitzt, daß das Walzenpaar so ansteuerbar ist, daß es zunächst zum Ansaugen des Fadenendes geöffnet ist und daß es in seiner Klemmstellung zum Abziehen des Fadenendes antreibbar ist.






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