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Dokumentenidentifikation DE69613335T2 14.03.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0783069
Titel Sicherheitsschalter mit mindestens einer beweglichen Panzerwand
Anmelder CS Systèmes de Sécurité - C3S (S.A.), Paris, FR
Erfinder Schweitzer, Vincent, 67650 Dambach la Ville, FR;
Mathieu, Alphonse, 67600 Hilsenheim, FR
Vertreter Köchling und Kollegen, 58097 Hagen
DE-Aktenzeichen 69613335
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, LI, NL, PT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 06.12.1996
EP-Aktenzeichen 964401087
EP-Offenlegungsdatum 09.07.1997
EP date of grant 13.06.2001
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 25.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.2002
IPC-Hauptklasse E05G 5/00
IPC-Nebenklasse E05G 7/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet des Schutzes von Gütern und Personen, insbesondere von Personal und Wertgegenständen in Banken oder ähnlichen Organisationen und Unternehmen, wo Wertgegenstände oder Wertpapiere gehandhabt werden, und hat eine Sicherheitstür mit mindestens einer beweglichen, gepanzerten Wand zur Aufgabe.

Die vorgenannten Organisationen und Unternehmen sind oft das Ziel von bewaffneten Überfällen, und mussten daher zu ihrem Schutz eine Trennung im Bereich ihrer Schalter zwischen Personal und Kunden vorsehen.

Der Kontakt mit dem Kunden muss dennoch gastfreundlich bleiben, und die Angestellten müssen mit den Kunden Gegenstände unterschiedlicher Größen austauschen können, was eine Trennung der beiden Bereiche durch feste Wände verbietet.

Die geeignete Lösung für diese Art von Problem besteht darin, den für die Angestellten vorgesehenen Bereich von dem Bereich, an dem die Öffentlichkeit sich aufhält, durch eine physikalische Schutzumfassung (gepanzerte Wand) zu trennen, die Türen mit einer beweglichen, gepanzerten Wand oder mehreren beweglichen, gepanzerten Wänden aufweist.

Diese bekannten Türen sind mit einer vertikalen Panzerung ausgerüstet, die in einem Gehäuse oder im Körper der Tür verborgen ist, wenn der Mechanismus sich in Ruhestellung befindet und fast augenblicklich ausfährt, wenn einer der Angestellten der Bank einen Alarm auslöst, wodurch das Personal in den Schutz einer geschlossenen Einfriedung kommt.

Das Ausfahren der Panzerung findet mit einer solchen Geschwindigkeit statt, dass der Angreifer, der das Auslösen des Alarms nicht mitbekommen hat, keine Zeit dazu hat, in das Innere des geschützten Raums einzudringen oder gar das Feuer auf die Angestellten zu eröffnen.

Das Auslösen dieser Vorrichtung hat im allgemeinen eine abschreckende Wirkung auf den Angreifer, der daraufhin seinen Plan schnell aufgibt.

Diese Sicherheitstüren sind im allgemeinen so angebracht, dass sie Wände oder Türen mit dem gleichen Schutzgrad gegen Feuerwaffen oder Einbruch fortsetzen und somit eine Schutzumfassung abgrenzen.

Im Ruhezustand (Panzerung versenkt) stellen sie aufgrund der großen freien Öffnungen eine freundliche Atmosphäre für die Kundschaft dar und begünstigen somit die Geschäftsbeziehungen bei gleichzeitig vorhandenem Sicherheitsgefühl der Angestellten.

Diese Sicherheitstüren haben ihre Wirksamkeit seit vielen Jahren bewiesen, so dass es heute klassische Architektur geworden ist, die wichtigen Teile der Banken so zu gestalten, dass ein Schutzbereich um die Angestellten und die zu schützenden Wertpapiere herum gebildet wird.

Diese Schutz- und Sicherheitstüren mit beweglichen, gepanzerten Wänden liegen in zwei Produktfamilien mit ziemlich ähnlichem Prinzip vor. Die beiden Familien umfassen einerseits Türen mit beweglichen Panzerungen (undurchsichtige Panzerungen) und andererseits die Türen mit beweglicher Verglasung, wobei die letzteren sich von den ersteren dadurch unterscheiden, dass die bewegliche Panzerung aus durchsichtiger Sicherheitsverglasung besteht (einbruchssicheres und/oder kugelfestes Glas).

Im Fall einer Tür mit undurchsichtigen, gepanzerten Wänden, insbesondere aus Metall, besteht die bewegliche Panzerung vorzugsweise aus Stahlblech (undurchsichtig) mit gewöhnlicher oder besonderer Ausführungsart, falls die Forderung kugelfest wichtig ist.

Die Tür mit beweglicher Panzerung umfasst im allgemeinen einen im Ummantelungsgehäuse eingesetzten Rumpf oder Körper der Tür, ein oder zwei vertikale und parallele, in zwei Seitenständern gleitende Panzerungen sowie komplett oder teilweise Betätigungs-, Kontroll- und Steuermittel.

Der Rumpf, die Panzerungen, die Ständer und die Traverse, die integrierender Teil der Schutzumfassung sind, sobald der Mechanismus ausgefahren ist, sind in ihrer Art kugelfest oder aber zur Aufnahme von Panzerungen ausgelegt.

Die Munitionsarten, gegen die derzeit ein Schutz vorgesehen ist, reichen von kleinen bis zu mittleren Kalibern: 22LR, 38 Spezial, 9 mm Para, 357 Magnum, sogar 12 mm Brenneke oder 12 mm Blondeau.

Bei Benutzung von speziellen Panzerungsmaterialien kann man bezüglich eines vorteilhafteren Verhältnisses Wirksamkeit der Panzerung/spezifisches Gewicht bei einer und der gleichen Tür den Schutz auf noch stärkere Waffen ausdehnen, wobei die Kapazität der Betätigungsmittel beibehalten oder erhöht wird, falls notwendig.

Der Schutz gegen Feuerwaffen ist im allgemeinen verstärkt und bis zu einer Höhe von 2,10 m (höchster Wert für die Größe einer hinter der Tür stehenden Person) gegen das gewählte Kaliber gesichert.

Oberhalb dieser Höhe kann man Bleche mit kleinerer Dicke einsetzen, um das Gewicht der zu tragenden Panzerungen zu reduzieren. Der ballistische Widerstand ist daher in dieser Höhe geringer, was an sich nicht wichtig ist, da eine auf die Größe eines Menschen oberhalb dieses Wertes gezielte Kugel eine ansteigende Bahn hat und in der Decke landen wird, nachdem sie beim Durchgang durch die Panzerung verlangsamt worden ist.

Die beweglichen Panzerungen können mit Anti- Querschläger-Produkten verkleidet werden, womit verhindert wird, dass ein Kunde von einem Schuss auf die Panzerung verletzt wird.

Das feste Gerüst dieser Sicherheitseinrichtungen in mechanisch-geschweißtem Aufbau sind im allgemeinen mit Theken oder Arbeitsplatten aus Holz oder einem anderen Material verkleidet und stellen wenigstens einen Teil des Körpers der Tür dar.

Die Tür mit beweglicher(en) Panzerung(en) fördert die Geschäftsbeziehungen, da die Panzerungen, wenn sie abgesenkt sind, im festen, auf den Boden gestellten Gerüst und im Körper der Tür zusammengefaltet werden. Es bleiben nur die seitlichen Träger und die Einbaugehäuseteile (Tür) selbst sichtbar, deren Abmessungen (Tiefe) und Formen für jedes Unternehmen maßgeschneidert werden können, in Funktion von ästhetischen und ergonomischen Kriterien.

Die Tür mit verglaster, gepanzerter Wand oder mit beweglicher Verglasung ist ihrerseits von flexiblerem Einsatz, denn es ist beispielsweise möglich, bei abgesenktem oder ausgefahrenem Schutz zu arbeiten, da sie durchsichtig ist und diese Art von Tür eine im allgemeinen eine Durchreiche in Höhe der Arbeitsebene hat (Durchgangsöffnung für Geld, sogar für kleine Pakete), wenn die eingerahmte Verglasung angehoben ist.

Bei tags und nachts geöffneten Unternehmen kann man beide Schutzhöhen nutzen (abgesenkte Verglasung am Tag, angehobene in der Nacht).

Jedoch ist anzumerken, dass die Zerbrechlichkeit der Verglasung die Ausfahrgeschwindigkeit im Vergleich zu einer metallischen, beweglichen Panzerung leicht reduziert (bei gleichem Schutzgrad weniger schwer und weniger zerbrechlich).

Diese Verglasung vom Typ Sicherheitsglas, angebracht in einem Metallrahmen, kann durchsichtig oder mit einer Schicht von trübenden Kristallen überzogen sein.

Der Metallrahmen um die Verglasung ist mit Verbindungsstücken verbunden, welche wiederum fest mit Betätigungsmitteln verbunden sind, die die Verglasung in einer senkrechten Richtung verschieben können.

Diese Betätigungsmittel, insbesondere in Form von Zylindern, können auf den Seiten hinter den Seitenständern angeordnet oder direkt in den Ständern integriert sein, so dass sie für eine Person im der Öffentlichkeit zugänglichen Bereich versteckt sind, selbst wenn die Verglasung ausgefahren ist.

Bei den im folgenden beschriebenen Türarten ist die Höhe der Arbeitsebene im allgemeinen 1,10 m bei stehender Anordnung und 0,80 m bei sitzender Anordnung, wobei diese Werte gemeinsam für die in jedem dieser Fälle berücksichtigten ArbeitsStellungen gebräuchlich sind.

Sie können entsprechend Land und den speziellen Wünschen der Unternehmen leicht variieren.

Diese Höhe der Arbeitsebene bestimmt die maximale Länge der Betätigungsmittel, insbesondere in Form von Zylindern, die im Gerüst angeordnet sind, und somit die maximale Höhe der Türen.

Im oberen Teil der Tür bleibt eine Abschlussplatte sichtbar und erlaubt das Schließen der schlitzförmigen Öffnung, durch die die gepanzerte Wand bzw. die gepanzerten Wände bei ihrem Ausfahren laufen.

Gemäß der gewünschten Ausführungsform und dem Typ von Tür kann diese Platte kippbar oder schwenkbar ausgeführt sein oder aber direkt am oberen Rand der gepanzerten (oberen) Wand befestigt und gleichzeitig mit diesem angehoben werden (bevorzugte Lösung für die verglaste gepanzerte Wand).

Die schwenkbare Platte hat den Vorteil, dass sie auf der Seite der Kunden alle Objekte auswirft, die, absichtlich oder nicht, während des Anhebens der Panzerungen auf der Platte abgelegt wurden, und dass so verhindert wird, dass diese Objekte mit angehoben werden und den Mechanismus am Ende des Weges nach oben zwischen den Panzerungen und der oberen Traverse verklemmen.

Das Drehen oder Schwenken der Platte kann automatisch erfolgen, wenn die Panzerungen angehoben werden, entweder aufgrund des Drucks des oberen Rands der gepanzerten Wand oder Wände oder aber unter Wirkung eines durch einen Zylinder betätigten Kolbens (französisches Patent Nr. 2 571 420 im Namen der Anmelderin).

Wenn die Wand bzw. die Wände eingefahren ist (sind), erlauben beim Anheben der Wand oder Wände gespannte Federn eine ausreichende Kraft zum Rückführen und Halten der Platte in ihrer ursprünglichen Stellung, in der sie die schlitzförmige Öffnung versperrt.

Gleitkufen oder Rollen können die Reibung der Platte auf den gepanzerten Wänden, gegen die sie während der gesamten Dauer des Ausfahrens der gepanzerten Wände anliegt, begrenzen.

Das Scharnier und die spezielle Montage der Platte erlauben es, auf sie einen Überzug des gleichen Typs aufzukleben, wie er für die Verkleidung der Tür benutzt wird, unter Berücksichtigung einer maximalen Dicke, so dass der Abschluss der Arbeitsebene ein homogenes Aussehen hat und noch besser das Vorhandensein der in der Tür untergebrachten Sicherheitseinrichtung verbirgt.

Das Versorgungs-, Schutz-, Funkempfangs- und Elektrifizierungssystem der Türen wird vorteilhafterweise in einem räumlich abgesetztem Schaltschrank untergebracht, wodurch ein Raumgewinn im Innern der Türen erzielt wird, und ein elektrisches Netz ist für den Anschluss der Türen an diesen Schaltschrank vorgesehen.

Die elektrischen Versorgungskarten können sich aber auch in jeder Tür befinden, insbesondere wenn man wünscht, die Schutzeinrichtungen getrennt betätigen zu können.

Die Steuerung des Notschließens kann über elektrische Kontakte oder klassisch auf pneumatische Weise erfolgen, obwohl es gebräuchlicher geworden ist, für die Augen des potentiellen Angreifers verborgene Systeme einzusetzen, wie z. B. Pedalbetätiger (mit dem Fuß betätigt), miniaturisierte Funksender oder dergleichen.

Diese Steuerung kann weiterhin auch von einer Zentrale mit Videoüberwachung, Alarmstation oder Entdeckung von Anomalien ausgehen, wie z. B. Glasbruch, Zerstörung des Schaltschranks, Brand oder andere.

Die beweglichen Panzerungen können mit elektrischen, hydraulischen, pneumatischen Betätigungsmitteln oder auch mit mechanischen Vorrichtungen bewegt werden.

Auf jeden Fall begünstigt die gewünschte Ausfahrgeschwindigkeit des Schutzschilds die pneumatische Lösung, da die Entspannung eines unter Druck stehenden Gases praktisch augenblicklich stattfindet.

In diesem Fall sieht man in der Tür pneumatische Betätigungsmittel vor, insbesondere Zylinder, in ausreichenden Abmessungen und Anzahlen entsprechend der Größe, Höhe, aber auch der Art des gewünschten Schutzes (die zusammen das zu verschiebende Gewicht bestimmenden Parameter).

Jede Tür kann über ihre eigene, wieder auffüllbare Fluidquelle (Behälter von Druckluft) unter ausreichendem, wenigstens das Ausfahren des Schutzschilds sicherstellendem Druck verfügen.

Im Körper der Tür sind weiterhin die unterschiedlichen Kontroll- und Steuermittel für die Betätigungsmittel untergebracht, nämlich gegebenenfalls die elektrischen und elektronischen Apparate, wie die Leiterplatten und Schaltkreise sowie die Steckverbindungen und Schnittstellen, und im Fall von pneumatischen Betätigern die elektropneumatischen und pneumatischen Apparaturen, wie z. B. die Abstellorgane, die Verteilerblöcke, die Filter/Regler, die Elektroverteiler oder dergleichen, die für die Versorgung der pneumatischen Betätiger notwendig sind.

Gegenwärtig sind diese verschiedenen Mittel im Innenraum des Körpers der Tür verteilt und befinden sich immer in unmittelbarer Nähe zum entsprechenden Betätigungsmittel.

Diese Verteilung macht jegliche Wartungs-, Instandhaltungs, Kontroll- oder Ersatzmaßnahmen eines der Kontroll- und Steuermittel langwierig, verlängert die Verbindungen zwischen den einzelnen Mitteln, vergrößert das Ausfallrisiko der letzteren und erfordert oft zumindest lokal eine zusätzliche, unerwünschte Tiefe des Körpers der Tür oder zieht die Notwendigkeit eines anschließenden Schaltschranks seitlich zur Tür mit diesen Mitteln nach sich.

Danach ist es gegenwärtig notwendig, um Zugang zu den verschiedenen Kontrollmitteln ebenso wie zu den diversen Verbindungsorganen zu haben, eine Zugangsklappe von erheblicher Größe oder mehrere Klappen von kleinerer Größe im Körper der Tür und gegebenenfalls in der gepanzerten Wand bzw. in den gepanzerten Wänden auf der Vorderseite (auf der Seite der Öffentlichkeit) oder Rückseite (auf der Seite der Angestellten) vorzusehen oder aber eine Demontage eines Teils des Körpers der Tür vorzunehmen, was ebenso die Entfernung aller Objekte auf oder in der Nähe der Tür erfordert.

Weiterhin sind bei Zugang zu den Apparaten und den Betätigern auf Seite der Kunden oder der Öffentlichkeit die Maßnahmen sichtbar und zeigen deutlich die Steuer- und Kontrollmittel ebenso wie die Betätiger, und die Unterbrechung der Versorgung für die Betätiger durch das Wartungspersonal setzt den Schutzschild außer Funktion und setzt das Personal einem Angriffsrisiko aus.

Die vorliegende Erfindung hat insbesondere die Beseitigung der diversen Nachteile zum Ziel

Zu diesem Zweck hat sie eine Sicherheitstür, insbesondere für Banken und andere risikoreiche Orte zum Ziel, mit wenigstens einer unter der Wirkung von Betätigungsmitteln beweglichen, gepanzerten Wand und Kontroll- und Steuermitteln für die vertikale Verschiebung der besagten wenigstens einen gepanzerten Wand zwischen zwei Seitenständern, wobei die besagte gepanzerte bzw. die besagten gepanzerten Wände zwischen einer eingefahrenen Stellung, in der sie vollständig im Körper der Tür angeordnet ist (sind), und einer ausgefahrenen Stellung, in der sie sich im wesentlichen außerhalb und oberhalb der Tür befindet (befinden), durch eine in der Oberfläche der Tür angeordnete und mit einer beweglichen Platte verschlossene, schlitzförmige Öffnung verschoben werden kann bzw. können, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontroll- und Steuermittel für die Verschiebung auf einer im Innern der Tür im Raum zwischen den Betätigungsmitteln und/oder den Seitenständern angeordneten Trägerplatte oder -platine gruppiert und angebracht sind.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, die sich auf bevorzugte Ausführungsformen beziehen und nur als nicht einschränkende Beispiele anzusehen sind, näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1A und 1B geschnittene Seitenansichten einer Sicherheitstür gemäß der Erfindung, in denen die Trägerplatine (8) eingefahren bzw. teilweise ausgefahren dargestellt ist;

Fig. 2 eine Ansicht entlang Richtung A der in Fig. 1A dargestellten Sicherheitstür;

Fig. 3A und 3B geschnittene Seitenansichten einer Sicherheitstür gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung, in denen die Trägerplatine sich in unterer bzw. oberer Stellung befindet; und

Fig. 4 eine Ansicht entlang Richtung B der in Fig. 3B dargestellten Sicherheitstür.

Wie es Fig. 1 bis 4 der beigefügten Zeichnungen zeigen, umfasst die Sicherheitstür 1, insbesondere für Banken und andere risikoreiche Orte, wenigstens eine unter der Wirkung von Betätigungsmitteln 3, 3' beweglichen, gepanzerten Wand 2, 2' und Kontroll- und Steuermittel 4 für die vertikale Verschiebung der besagten wenigstens einen gepanzerten Wand 2, 2' zwischen zwei Seitenständern 5, gegebenenfalls mit einer Traverse 5' verbunden, wobei die besagte gepanzerte bzw. die besagten gepanzerten Wände zwischen einer eingefahrenen Stellung, in der sie vollständig im Körper der Tür 1 angeordnet ist (sind), und einer ausgefahrenen Stellung, in der sie sich im wesentlichen außerhalb und oberhalb der Tür 1 befindet (befinden), durch eine in der Oberfläche der Tür 1 angeordnete und mit einer beweglichen Platte 7 verschlossene, schlitzförmige Öffnung 6 verschoben werden kann bzw. können.

In der in den genannten Figuren dargestellten Ausführungsform umfasst die Tür 1 vorteilhafterweise zwei bewegliche, gepanzerte Wände, eine untere Wand 2 und eine obere Wand 2', die jeweils unter der Wirkung eines unteren pneumatischen Zylinders 3 und von zwei oberen pneumatischen Zylindern 3 verschoben werden.

Diese Zylinder 3 und 3' werden durch die Kontroll- und Steuermittel 4 über biegsame Verbindungsstücke 3" mit Fluid versorgt, wobei die besagten Kontroll- und Steuermittel ihrerseits einerseits über ein biegsames Verbindungsstück 4' mit einem Behälter 14 oder einer unter Druck stehenden Fluidquelle und andererseits über ein Kabel 4" mit einer elektrischen Versorgung verbunden sind.

Gemäß der Erfindung sind die Kontroll- und Steuermittel 4 für die Verschiebung auf einer im Innern der Tür 1 im Raum zwischen den Betätigungsmitteln 3, 3' und/oder den Seitenständern 5 angeordneten Trägerplatte oder -platine 8 gruppiert und angebracht.

Vorteilhafterweise befindet sich diese Platine 8 in der Nähe des Hauptbetätigungsmittels oder der Hauptbetätigungsmittel, um die Länge der biegsamen Verbindungsstücke reduzieren und die Montagedauer der Wände 2, 2' verkürzen zu können.

Um eine sichere Funktion des Schutzschilds zu sichern, selbst bei Beschuss mit Kugeln, sind die Trägerplatine 8 ebenso wie die Betätigungsmittel 3, 3', die biegsamen Verbindungsstücke 3", 4" und das Versorgungskabel 4" hinter der (den) besagten beweglichen Wand (Wänden) 2, 2' und gegebenenfalls hinter einer feststehenden, in der Tür 1 eingebauten und sich vor der bzw. vor den beweglichen, gepanzerten Wand bzw. Wänden 2, 2' befindlichen gepanzerten Wand 9 angeordnet, wodurch ein Schutz des hinteren Teils (Seite der Angestellten) des Körpers der Tür 1 sichergestellt ist, wenn der Schutzschild 2, 2' ausgefahren ist.

Ebenso befindet sich der Behälter 14 hinter der besagten feststehenden, gepanzerten Wand 9, gegebenenfalls in einem speziellen, verstärkten Behälter 14'.

Gemäß einem ersten Merkmal der Erfindung weist die schlitzförmige Öffnung 6 eine ausreichende Breite auf, um den Zugang zur Trägerplatine 8 und zu den Betätigungsmitteln 3, 3' und das Herausziehen eines der Kontroll- und/oder Steuermittel 4 und der Betätigungsmittel 3, 3' zu erlauben.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Trägerplatine 8 durch die schlitzförmige Öffnung 6 aus der Tür 1 herausziehbar. Zu diesem Zweck kann die Platine 8 beispielsweise in beweglicher Weise in der Tür 1 montiert sein.

Die Trägerplatine 8 kann vorteilhafterweise, wie es Fig. 2 und 4 der beigefügten Zeichnungen zeigen, in der Tür 1 vertikal gleitfähig zwischen einer unteren Stellung, in der die besagte Platine 8 vollständig in der Tür 1 versenkt ist, und einer oberen Stellung, in der die besagte Platine 8 teilweise oder vollständig aus der besagten Tür 1 ausgefahren und teilweise oder vollständig zugänglich ist, angebracht sein.

Um den für die Angestellten reservierten und hinter der Tür befindlichen Bereich bei Wartungsarbeiten zu sichern und die Ausführung der letzteren unter der Wirkung des vollständig oder teilweise ausgefahrenen Schutzschilds zu erlauben, wird das Herausziehen der Trägerplatine 8 erst nach teilweisem Ausfahren der gepanzerten Wand oder wenigstens eines Teils der gepanzerten Wände 2, 2' oder gleichzeitig mit diesem Ausfahren ermöglicht.

Wie es Fig. 1 und 3 der beigefügten Zeichnungen zeigen, kann die Trägerplatine 8 beispielsweise unter einem vorstehenden Teil 10 der gepanzerten Wand bzw. einer 2 der gepanzerten Wände 2, 2' angebracht sein, der sich wenigstens teilweise im Raum in der oberen Verlängerung der besagten Trägerplatine 8 erstreckt, wobei weiterhin wenigstens ein Blockierglied 11 für die Trägerplatine 8 in der oberen Stellung vorgesehen ist.

Dieser vorstehende Teil 10 könnte aus einem oberen abgebogenen Teil einer der gepanzerten Wände 2, 2' oder des Rahmens um die die durchsichtige, gepanzerte Wand bildende Sicherheitsverglasung bestehen.

Die Trägerplatine kann vorteilhafterweise seitlich mittels Schienen 12, Nuten oder dergleichen gehalten und geführt und in ihrem oberen Teil mit einem Greifmittel und/oder manuellen oder nicht-manuellen Mitteln zum vertikalen Verschieben versehen sein.

Dank dieser Anordnung ist die Platine 8 in einer senkrechten Ebene gleitend, und die Baugruppe der Tür 1 ist vorteilhafterweise zu diesem Zweck ausgebildet. So ist die den für das Ausfahren der Wände 2, 2' nach oben notwendigen Schlitz 6 abdeckende Platte 7 so verbreitert und dimensioniert, dass die besagten beweglichen Panzerungen ebenso wie die Platine 8 mit den Kontroll- und Steuermitteln und selbst den die obere bewegliche Panzerung 2' anhebenden Antriebszylindern 3' durchgelassen werden.

Die Platine 8 kann vertikal herausgezogen werden, nachdem vorher die Panzerungen 2, 2' oder eine der Panzerungen 2, 2' durch einen elektrischen Betätiger oder mit Hilfe von zwischen der die Ständer 5 miteinander verbindenden Traverse 5' und der unteren, beweglichen Panzerung 2 befestigten Winden angehoben wurden, wenn die Tür 1 eine Funktionsstörung hat, die ihr Anheben verhindert.

Es ist somit notwendig, den Schutz (Wände 2 und 2') bis zu einer Höhe von etwa 2 m zu montieren, um Zugang zur Platine 8 zu haben und sie nach oben schieben zu können, ohne etwas zu demontieren.

Die biegsamen, pneumatischen Verbindungsstücke 3" und 4' ebenso wie die Versorgungskabel 4" sind mit einer ausreichenden Länge vorgesehen, um das Anheben der Platine 8 bei jedem Wartungszugang zu erlauben, ebenso wie die bei jeder Betätigung der Wände 2, 2' erzeugten Bewegungen.

Die Platine 8 (in Fig. 2 durch unterbrochene Linien in oberer Stellung dargestellt) kann dann blockiert werden, wenn sie durch die Blockierglieder 11 oder Haltemittel wie Stifte oder dergleichen angehoben worden ist.

Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung, insbesondere für Türen 1 mit undurchsichtigen, gepanzerten Wänden 2, 2' und näher in Fig. 3 und 4 der beigefügten Zeichnungen dargestellt, kann die Trägerplatine 8 auf der Rückseite der bzw. einer der beweglichen, gepanzerten Wände 2, 2' befestigt sein.

Die Trägerplatine 8 kann insbesondere auf der unteren, gepanzerten Wand 2 so befestigt werden, dass bei jedem Ausfahren derselben die besagte Platine 8 sich oberhalb der Tür 1 des für die Angestellten reservierten Bereichs befindet.

Die auf der Platine angebrachten Kontroll- und Steuermittel 4 (elektrische, elektro-pneumatische, pneumatische, Kontroll- oder sonstige Verteilungsmittel) können durch eine metallische Haube oder dergleichen so geschützt werden, dass die Bankkunden und -angestellten sie bei keinem Herausziehen sehen können (Platine 8 mit Haube ist in unterbrochenen Linien in der oberen Stellung von Fig. 4 dargestellt).

Die biegsamen, vom Behälter 14 ankommenden Verbindungsstücke 4' ebenso wie die Versorgungskabel 4" müssen mit einem Spiel montiert werden, das das Anheben der Platine 8 bei jeder Betätigung der Tür 1 erlaubt.

Die Betätigungszylinder 3 für die untere, bewegliche Panzerung 2 sind vorzugsweise umgekehrt montiert, so dass ihr Körper im Vergleich zur unteren, beweglichen Panzerung 2 feststehend bleibt.

Diese spezielle Anordnung erlaubt die Befestigung der biegsamen Verbindungsstücke 3" der die beiden beweglichen Panzerungen 2, 2' betätigenden Zylinder 3, 3' direkt auf diesen Panzerungen, wodurch die Anzahl und die Länge der biegsamen Verbindungsstücke reduziert wird.

Dank der Erfindung ist es möglich, die laufenden Wartungsmaßnahmen (Überprüfung der Mittel 4 zum Steuern und Kontrollieren, Überprüfung der elektrischen und pneumatischen Anschlüsse und Kontakte, Überprüfung und Ersatz defekter elektrischer und pneumatischer Teile, Einstellungen etc.) zu erleichtern, wobei der schwierige, durch die Zugangsklappen bereitgestellte Zugang oder die systematische Demontage der Verkleidungen vermieden wird.

Die Reparatur der häufigsten Defekte kann somit ohne Demontage und ohne Umzug durchgeführt werden, wobei die Sicherheit im Schutzbereich bewahrt wird (Wartung auf der Seite der Angestellten bei angehobenen Panzerungen).

Weiterhin erlaubt die Erfindung auch, einen Platzgewinn und eine Verkürzung der Schaltkreise und der pneumatischen Verbindungen zu erzielen, wodurch die Zeit der Verdeckung der Türöffnung minimiert wird.

Natürlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Modifikationen bleiben möglich, insbesondere im Hinblick auf den Aufbau der diversen Elemente oder bei Ersetzen durch technische Äquivalente, ohne dabei den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Sicherheitstür, insbesondere für Banken und andere risikoreiche Orte, mit wenigstens einer unter der Wirkung von Betätigungsmitteln beweglichen, gepanzerten Wand und Kontroll- und Steuermitteln für die vertikale Verschiebung der besagten wenigstens einen gepanzerten Wand zwischen zwei Seitenständern, wobei die besagte gepanzerte Wand bzw. die besagten gepanzerten Wände zwischen einer eingefahrenen Stellung, in der sie vollständig im Körper der Tür angeordnet ist (sind), und einer ausgefahrenen Stellung, in der sie sich im wesentlichen außerhalb und oberhalb der Tür befindet (befinden), durch eine in der Oberfläche der Tür angeordnete und mit einer beweglichem Platte verschlossene, schlitzförmige Öffnung verschoben werden kann bzw. können, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontroll- und Steuermittel (4) für die Verschiebung auf einer im Innern der Tür (1) im Raum zwischen den Betätigungsmitteln (3, 3') und/oder den Seitenständern (5) angeordneten Trägerplatte oder -platine (8) gruppiert und angebracht sind.

2. Sicherheitstür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) ebenso wie die Betätigungsmittel (3, 3'), die biegsamen Verbindungsstücke (3", 4") und das Versorgungskabel (4") hinter der (den) besagten beweglichen, gepanzerten Wand (Wänden) (2, 2') und gegebenenfalls hinter einer feststehenden, in der Tür (1) eingebauten und sich vor der bzw. den beweglichen, gepanzerten Wand bzw. Wänden (2, 2') befindlichen gepanzerten Wand (9) angeordnet sind.

3. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmige Öffnung (6) eine ausreichende Breite aufweist, um den Zugang zur Trägerplatine (8) und zu den Betätigungsmitteln (3, 3') und das Herausziehen eines der Kontroll- und/oder Steuermittel (4) und der Betätigungsmittel (3, 3') zu erlauben.

4. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) durch die schlitzförmige Öffnung (6) aus der Tür (1) herausziehbar ist.

5. Sicherheitstür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) in der Tür (1) vertikal gleitfähig zwischen einer unteren Stellung, in der die besagte Platine (8) vollständig in der Tür versenkt ist, und einer oberen Stellung, in der die besagte Platine (8) teilweise oder vollständig aus der besagten Tür (1) ausgefahren und teilweise oder vollständig zugänglich ist, angebracht ist.

6. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Herausziehen der Trägerplatine (8) erst nach teilweisem Ausfahren der gepanzerten Wand bzw. wenigstens eines Teils der gepanzerten Wände (2, 2') oder gleichzeitig mit einem derartigen Ausfahren möglich ist.

7. Sicherheitstür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) unter einem vorstehenden Teil (10) der gepanzerten Wand bzw. einer (2) der gepanzerten Wände (2, 2') angebracht ist, der sich wenigstens teilweise im Raum in der oberen Verlängerung der besagten Trägerplatine erstreckt, wobei weiterhin wenigstens ein Blockierglied (11) für die Trägerplatine (8) in der oberen Stellung vorgesehen ist.

8. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) seitlich mittels Schienen (12), Nuten oder dergleichen gehalten und geführt und in ihrem oberen Teil mit einem Greifmittel und/oder manuellen oder nicht-manuellen Mitteln zum vertikalen Verschieben versehen ist.

9. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatine (8) auf der Rückseite der bzw. einer der beweglichen, gepanzerten Wände (2, 2') befestigt ist.

10. Sicherheitstür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche, gepanzerte Wand bzw. eine der beweglichen, gepanzerten Wände (2, 2') mit wenigstens einem Blockiermittel (13) in der ausgefahrenen oder teilweise ausgefahrenen Stellung versehen ist.







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