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Dokumentenidentifikation DE10044876A1 21.03.2002
Titel Beleuchtungsausfallschutz
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Müller, Michael, 38518 Gifhorn, DE;
Aufdermauer, Detlef, Dr., 38179 Schwülper, DE
DE-Anmeldedatum 12.09.2000
DE-Aktenzeichen 10044876
Offenlegungstag 21.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.2002
IPC-Hauptklasse B60Q 1/30
IPC-Nebenklasse B60Q 11/00   
Zusammenfassung In einer Anordnung zur Verschaltung zweier jeweils als Doppelleuchte ausgelegten Heckleuchten mit zwei Lichtelektroniken zur jeweiligen Versorgung bzw. Ansteuerung der hinteren rechten und hinteren linken Fahrzeugseite steuert die Lichtelektronik für die eine hintere Fahrzeugseite eine erste Teilleuchte der ersten Heckleuchte und eine erste Teilleuchte der zweiten Heckleuchte an, während die Lichtelektronik zur Versorgung der anderen Fahrzeugseite die zweite Teilleuchte der ersten Doppelleuchte und die zweite Teilleuchte der zweiten Heckleuchte ansteuert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Beleuchtungsausfallschutz für ein Kraftfahrzeug und betrifft insbesondere eine Schaltungsanordnung für die Heckleuchten eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Üblicherweise erfolgt die Verschaltung, Ansteuerung und elektrische Absicherung von Heckleuchten eines Kraftfahrzeugs getrennt nach linker und rechter Fahrzeugseite. Dabei wird hier unter einer Heckleuchte auch eine SBBR-Leuchte (SBBR-Leuchte: Stand/Brems/Blink/Rück-Leuchte) verstanden, bei der Beleuchtungsfunktionen für das Heck eines Kraftfahrzeugs in einer Leuchte angeordnet sind. Bei einem Ausfall der Elektronik, der Sicherungen oder der Lampe, insbesondere der in der Lampe befindlichen Leuchtmittel, ist eine Heckleuchte einer Fahrzeugseite vollständig außer Funktion, was ein entsprechendes Gefahrenpotential für den Straßenverkehr bedeutet.

Um einen Totalausfall der Beleuchtung einer Fahrzeug-Heckseite zu vermeiden und die damit verbundenen Erhöhung des Gefährdung des Straßenverkehrs zu verringern, gibt es verschiedene Lösungsvorschläge.

So ist aus der DE 29 42 430 eine Schaltungsanordnung bekannt, die bei Ausfall einer Heckleuchte durch ein Steuersignal die Umschaltung auf eine Ersatzleuchte bewirkt.

Ferner ist aus der DE-A-32 30 975 eine Kraftfahrzeugleuchte aus Leuchtdioden bzw. Lichtquellen bekannt, bei der durch Parallelschaltung von in Reihen angeordneten Leuchtdioden die Leuchte eine Matrixform aufweist. Durch eine statistische Verteilung der schaltungsmäßigen in Reihe liegenden Lichtquellen über die gesamte auszuleuchtende Fläche bleibt das ursprüngliche Leuchtfeld beim Ausfall einer gesamten Reihe von Lichtquellen erhalten.

Ferner sind bei modernen Automobilen Heckleuchten als Doppel-SBBR-Leuchten ausgelegt, wobei der eine Teil der Doppel-Heckleuchte beispielsweise im Kotflügel, also in der Karosserie, angeordnet ist, während der andere Teil sich im Heckdeckel befindet. Bei derartigen als Doppelleuchten ausgelegten Heckleuchten ist die Funktion einer Heckleuchte bei dem Ausfall eines Leuchtenteils gewährleistet. Falls beide Leuchten einer Doppel-SBBR-Leuchte ausfallen, so kann gegebenenfalls eine Ersatzfunktionalität die Beleuchtung sicherstellen. Dies ist jedoch nur möglich, falls die entsprechende Elektronik und die dafür vorgesehene Sicherung in Funktion sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Betriebssicherheit der Heckbeleuchtung eines Kraftfahrzeugs zu erhöhen.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale einer Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

In der erfindungsgemäßen Anordnung zur Verschaltung von als Doppelleuchten ausgelegten Heckleuchten werden die Teilleuchten der rechten und linken Heckleuchten kreuzweise verschaltet. Mit anderen Worten, eine Teilleuchte einer Heckleuchte ist mit der Lichtelektronik zur Versorgung beispielsweise der rechten hinteren Fahrzeugseite verbunden und wird von dieser versorgt und/oder angesteuert, während die andere Teilleuchte der Heckleuchte mit der Lichtelektronik zur Versorgung der linken hinteren Fahrzeugseite verbunden ist. Die zweite Heckleuchte des Kraftfahrzeugs ist in entsprechender Weise mit den beiden Lichtelektroniken verbunden. Vorzugsweise sind die Heckleuchten als Doppel-SBBR-Leuchten ausgelegt.

Vorteilhafterweise wird durch diese kreuzweise Ansteuerung bzw. Verschaltung die Funktionsfähigkeit einer Heckleuchte selbst dann noch gewährleistet, wenn die Stromversorgung bzw. Lichtelektronik für eine gesamte Fahrzeugseite ausfällt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der einzigen Zeichnung erläutert.

Die Figur zeigt eine Anordnung zur Verschaltung einer als Doppelleuchte ausgebildeten rechten Heckleuchte 1 und einer als Doppelleuchte ausgebildeten linken Heckleuchte 2mit einer Lichtelektronik 3 zur Versorgung und Ansteuerung der rechten hinteren Fahrzeugseite und einer Lichtelektronik 4 zur Versorgung und Ansteuerung der linken hinteren Fahrzeugseite. Die rechte Heckleuchte 1 umfaßt eine erste Teilleuchte 5 und eine zweite Teilleuchte 6. In gleicher Weise besteht die linke Heckleuchte 2 aus einer ersten Teilleuchte 7 und einer zweiten Teilleuchte 8. In der Figur ist die erste Teilleuchte 5 der rechten Heckleuchte 1 in der Karosserie bzw. im Kotflügel hinten rechts angeordnet, während die zweite Teilleuchte 6 beispielsweise im Heckdeckel hinten rechts angeordnet ist. In gleicher Weise die erste Teilleuchte 7 der linken Heckleuchte 2 im Heckdeckel hinten links angeordnet, während die zweite Teilleuchte 8 der linken Heckleuchte 2 sich in der Karosserie hinten links befindet. Um die Betriebssicherheit beim Ausfall einer der beiden Lichtelektroniken 3, 4 zu gewährleisten, ist die Lichtelektronik 3 für die rechte hintere Fahrzeugseite mit der ersten Teilleuchte 5 der rechten Heckleuchte 1 und der ersten Teilleuchte 7 der linken Heckleuchte 2 verbunden. In analoger Weise ist die Lichtelektronik 4 für die linke hintere Fahrzeugseite mit der zweiten Teilleuchte 6 der rechten Heckleuchte 1 und der zweiten Teilleuchte 8 der linken Heckleuchte 2 verbunden. In der beschriebenen Ausführungsform ist jede Heckleuchte als Doppel-SBBR-Leuchte ausgebildet, die mit entsprechenden Leuchtmitteln ausgestattet ist.

Die beiden in der Figur dargestellten Lichtelektroniken 3, 4 können auch als getrennte Funktionspfade in einem Steuergerät ausgeführt sein. Üblicherweise weisen die Lichtelektroniken 3, 4 die elektrische Absicherung der jeweiligen Heckleuchte auf. Bezugszeichenliste 1 Rechte Heckleuchte

2 Linke Heckleuchte

3 Lichtelektronik rechte hintere Fahrzeugseite

4 Lichtelektronik linke hintere Fahrzeugseite

5 Erste Teilleuchte rechts

6 Zweite Teilleuchte rechts

7 Erste Teilleuchte links

8 Zweite Teilleuchte links


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung zur Verschaltung zweier jeweils als Doppelleuchte ausgelegten Heckleuchten (1, 2) eines Kraftfahrzeugs mit zwei Lichtelektroniken (3, 4) zur jeweiligen Ansteuerung und/oder Versorgung der hinteren rechten bzw. hinteren linken Fahrzeugseite, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtelektronik (3) für die eine hintere Fahrzeugseite mit einer ersten Teilleuchte (5) der ersten Heckleuchte (1) und einer ersten Teilleuchte (7) der zweiten Heckleuchte (2) verbunden ist, während die Lichtelektronik (4) zur Versorgung der anderen Fahrzeugseite mit der zweiten Teilleuchte (6) der ersten Doppelleuchte (1) und der zweiten Teilleuchte (8) der zweiten Heckleuchte (2) verbunden ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Teilleuchte (5, 8) einer Heckleuchte (1, 2) in der Karosserie angeordnet ist, während die andere Teilleuchte (6, 7) der Heckleuchte (1, 2) im Heckdeckel des Fahrzeugs angeordnet sind.
  3. 3. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Heckleuchte (1, 2) als Doppel-SBBR-Leuchte ausgelegt ist.
  4. 4. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lichtelektroniken (3, 4) als getrennte Funktionspfade in einem gemeinsamen Steuergerät ausgeführt sind.
  5. 5. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtelektroniken (3, 4) die Heckleuchten (1, 2) elektrisch absichern.






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