PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69614027T2 21.03.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0739729
Titel Druckfarbewechselvorrichtung
Anmelder Mitsubishi Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Baba, Yasuyuki, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP;
Okamoto, Arifumi, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP;
Niuchi, Kunio, Mihara-shi, Hiroshima-ken, JP
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69614027
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.03.1996
EP-Aktenzeichen 961048063
EP-Offenlegungsdatum 30.10.1996
EP date of grant 25.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.2002
IPC-Hauptklasse B41F 31/02

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckfarben-Wechselvorrichtung zur Verwendung in einem flexographischen Drucker etc., bei dem ein Tinten- bzw. Druckfarbenaustausch bei einem Farbwechsel in Zusammenhang mit einem Auftragswechsel automatisch vorgenommen wird.

Beschreibung des Standes der Technik

Bezugnehmend auf die Fig. 4(a), (b) und 5 wird eine Drucktinten- bzw. Druckfarben-Wechselvorrichtung in einem flexographischen Drucker nach dem Stand der Technik beschrieben. Eine in einem flexographischen Drucker gemäß Fig. 4(a) verwendete gewöhnliche Druckfarben-Wechselvorrichtung umfaßt einen Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Zirkulierenlassen von Druckfarbe zwischen einem der Druckfarbebehälter und einer Druckeinheit, sowie zum Zuführen der Druckfarbe zu der Druckeinheit, sowie einen Druckfarbebehälter-Wechselmechanismus zum selektiven Verbinden eines Druckfarbebehälter- Verbindungsabschnitts des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit einem der Druckfarbebehälter, und einen Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Zuführen einer Spülflüssigkeit zu dem Druckfarbe-Umwälz- und -zuführmechanismus während des Auswaschens bzw. Durchspülens des Druckfarbe-Umwälz- und -zuführmechanismus.

Fig. 4(a) ist eine perspektivische Ansicht der Druckfarbe-Wechselvorrichtung, Fig. 4(b) ist eine Seitenansicht der Druckeinheit, die aus Druckfarbeauftragswalzen (einer Anilox-Walze und einer Gummiwalze), einem Druckzylinder und einer Druckwalze besteht, und Fig. 5 ist ein Ablaufdiagramm zur Darstellung eines Betriebs der Druckfarbe-Wechselvorrichtung.

Die Druckeinheit eines flexographischen Druckers ist gemäß den Fig. 4(a), (b) aufgebaut. Im einzelnen bezeichnet die Bezugsziffer 28 den Druckzylinder mit einer um seine Außenumfangsfläche angeordneten Druckmatrize 29, die Bezugsziffer 30 bezeichnet eine dem Druckzylinder 28 gegenüberliegend angeordnete Druckwalze, die Bezugsziffer 1 bezeichnet die Anilox-Walze (Druckfarbe-Auftragswalze), und die Bezugsziffer 2 bezeichnet die Gummiwalze (Druckfarbe-Auftragswalze), die alle zusammen die Druckeinheit bilden.

Die Bezugsziffer 3 bezeichnet eine flexographische Druckfarbe bzw. Drucktinte, wobei die flexographische Druckfarbe 3 in einen Spaltabschnitt P zwischen der Anilox-Walze 1 und der Gummiwalze 2 von dem Druckfarbebehälter 4a (oder dem Druckfarbebehälter 4b) über eine Druckerfarbenpumpe 7 und eine Druckfarbe-Zuführleitung 8 zugeführt wird.

Die in den Spaltabschnitt P zugeführte Druckfarbe 3 wird durch die Gummiwalze 2 dosiert, gleichmäßig auf die Außenumfangsfläche der Anilox-Walze 1 übertragen und durch Kontakt der Oberfläche der Anilox-Walze 1 und der Druckmatrize 29, die um die Außenumfangsfläche des Druckzylinders 28 angeordnet ist, auf die Druckmatrize 29 weiter übertragen.

Andererseits läuft eine Lage bzw. Bahn 31, wie z. B. eine Wellpappebahn, die zu bedrucken ist, zwischen dem Druckzylinder 28 und der Druckwalze 30 und kommt in Kontakt mit der Druckmatrize 29, wodurch ein gewünschter Druck auf die Lage bzw. Bahn 31 aufgebracht wird.

Während der Druck durchgeführt wird, wird die Druckfarbe 3a in dem Druckfarbebehälter 4a dem Spaltabschnitt P zugeführt, und überschüssige Druckfarbe 3a fließt von beiden Enden des Spaltabschnitts P über, in die Endwannen (Druckfarbebehälter) 15a, 15b hinunter und kehrt zu dem Druckfarbebehälter 4a durch Rückführleitungen (Austragsleitungen) 10a, 10b zurück.

Damit zirkuliert die Druckfarbe 3a in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus, während der Druckvorgang stattfindet, und nachdem der gewünschte Druckvorgang beendet ist, wird eine Auftragsänderung (Druckfarbewechsel und Druckmatrizenaustausch) notwendig.

Nachstehend wird der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus konkret beschrieben. Die Bezugsziffern 11a, 11b bezeichnen Druckfarbe- Zuführöffnungen der Druckfarbebehälter 4a, 4b, die Bezugsziffern 5, 5 bezeichnen Abdeckungen der Druckfarbebehälter, an denen die Druckfarbe- Zuführöffnungen 11a, 11b vorgesehen sind, und die Bezugsziffer 12 bezeichnet eine am unteren Endabschnitt der Druckfarbe-Zuführleitung 8 vorgesehene Dichtung, wobei die Dichtung 12 abnehmbar an jeder der Druckfarbe- Zuführöffnungen 11a, 11b befestigt ist.

Die Bezugsziffer 13 bezeichnet einen Filter, der in der Mitte der Druckfarbe-Zuführleitung 8 vorgesehen ist, die Bezugsziffer 7 bezeichnet eine Druckfarbenpumpe, die an der Oberseite des Filters 13 in der Mitte der Druckfarbe-Zuführleitung 8 vorgesehen ist, und die Bezugsziffer 14 bezeichnet eine am oberen Endabschnitt der Druckfarbe-Zuführleitung 8 vorgesehene Druckfarbe- Trichteranordnung, wobei die Druckfarbe-Trichteranordnung unmittelbar oberhalb des Spaltabschnitts zwischen der Anilox-Walze 1 und der Gummiwalze 2 angeordnet ist.

Die Bezugsziffern 15a, 15b bezeichnen Endschalen bzw. Auffangbehälter, die unmittelbar unterhalb beider Endabschnitte der Anilox-Walze 1 und der Gummiwalze 2 angeordnet sind, die Bezugsziffern 10a, 10b bezeichnen Rückführleitungen (Austragsleitungen), die sich von den Endschalen 15a, 15b erstrecken, die Bezugsziffer 10 bezeichnet eine Rückführleitung (Austragsleitung), welche an die Rückführleitungen 10a, 10b angeschlossen ist, und der untere Endabschnitt der Rückführleitung 10 stellt eine Verbindung zu jeder der Rückführöffnungen 6a, 6b der Druckfarbebehälter 4a, 4b her.

Als nächstes wird der Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus konkret beschrieben. Die Bezugsziffer 16 bezeichnet eine Spülflüssigkeitsleitung, wobei die Spülflüssigkeitsleitung 16 über ein Solenoidventil 18 und eine Dichtung vom T-Typ 17 mit der Druckfarbe-Zuführleitung 8 verbunden ist.

Als nächstes wird der Druckfarbewechselmechanismus konkret beschrieben. Die Bezugsziffer 20 bezeichnet einen Dichtungs-Anhebezylinder, die Bezugsziffer 21 bezeichnet einen Wannen-Antriebszylinder, die Bezugsziffer 22 bezeichnet einen Halter-Antriebszylinder, die Bezugsziffer 23 bezeichnet einen Halter, die Bezugsziffer 25 bezeichnet eine Abflüssigkeitswanne, und die Bezugsziffer 32 bezeichnet einen Bügel oder Träger bzw. eine Stütze, die die Dichtung 12 und die Rückführleitung 10 verbindet.

Der Betrieb der Druckfarbe-Wechselvorrichtung bei einer Änderung des Auftrags ist folgendermaßen:

Wie in Fig. 4(a) gezeigt ist, sind die Dichtung 12 und die Rückführleitung (Austragsleitung) 10 durch die Stütze 12 miteinander verbunden und zusammen nach vorne und hinten, links und rechts oder oben und unten bewegbar.

In Fig. 5 (a), (b), (c) und (d) zeigt ein Ablaufdiagramm bei einem Druckfarbewechsel, wobei Fig. 5(a) einen Zustand der Druckfarbeumwälzung und -zuführung zeigt (Stadium des Druckfarbezuführstarts), Fig. 5(b) ein Stadium der Druckfarberückgewinnung und Fig. 5(c) ein Stadium der Druckfarbeausspülung durch eine Spülflüssigkeit.

Zunächst wird durch Anhalten der Druckfarbenpumpe 7 die Druckfarbeumwälzung in dem Druckfarbeumwälzdurchgang angehalten, und gemäß Fig. 5(b) die Druckfarbe durch eine Zeitgebereinstellung für eine bestimmte Zeit in den Druckfarbebehälter 4a zurückgeführt.

Als nächstes wird durch ein Rückführ-Abschlußsignal die Stütze bzw. der Träger 32, der die Dichtung 12 und die Rückführleitung (Austragsleitung) 10 verbindet, angehoben und nach hinten bewegt, wie Fig. 5(c) zeigt, und die Dichtung 12 und der untere Endabschnitt der Rückführleitung 10 werden zu einer Position seitlich von dem Druckfarbebehälter 4a bewegt, d. h. an eine vorbestimmte Position oberhalb der Abflüssigkeitswanne 25, und angehalten.

In diesem Stadium wird das Solenoidventil 18 geöffnet, Spül- bzw. Waschflüssigkeit automatisch durch die Druckfarbe-Zuführleitung 8 des Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgangs von der Spülflüssigkeitsleitung 16 über die Dichtung 17 vom T-Typ der Druckfarbe-Trichteranordnung 14 zugeführt, und das Innere der Druckfarbe- Zuführleitung 8 und der Druckfarbe-Trichteranordnung 14 werden ausgespült bzw. -gewaschen, und die Druckfarbe des Spaltabschnitts zwischen der Anilox-Walze 1 und der Gummiwalze 2, die Druckfarbe in den Endschalen 15a, 15b sowie die Druckfarbe in den Rückführleitungen 10a, 10b, 10 werden weggespült.

Währenddessen laufen die Anilox-Walze 1 und die Gummiwalze 2 leer, und die zunächst verwendete Druckfarbe, die an den Außenumfangsflächen beider Walzen 1, 2 und an den Innenseiten beider Walzenachsen- Endabschnitte und den Endschalen 15a, 15b anhaftet, wird weggespült.

Gleichzeitig wird die Spül- bzw. Waschflüssigkeit automatisch in Richtung des Druckfarbebehälters 4a durch die Druckfarbe-Zuführleitung 8 von der Spülflüssigkeitsleitung 16 über die Dichtung 17 vom T-Typ eingeleitet und die Druckfarbe von den Innenseiten der Druckfarbe-Zuführleitung 8, der Druckfarbenpumpe 7, des Filters 13 und der Dichtung 12 wird ebenfalls weggespült.

Bei der obigen Arbeitsweise wird die gesamte Spülflüssigkeit von den Rückführleitungen 10a, 10b, 10 und von der Druckfarbe-Zuführleitung 8 über die Öffnungsschlitzdichtung 12 in die Abflüssigkeitswanne 25 ausgetragen. Die Zuführung der Spülflüssigkeit wird durch einen zeitregelbaren Zeitgeber etc. gesteuert, wobei das Solenoidventil 18 mit einem nach dem Verstreichen einer bestimmten Zeit gegebenen Signal geschlossen und die Zuführung von Spülflüssigkeit angehalten wird. Selbst nachdem die Zuführung der Spülflüssigkeit gestoppt ist, wird jede Vorrichtung in diesem Stadium angehalten, die Rückgewinnung der Spülflüssigkeit wird für eine bestimmte Zeit fortgesetzt, und dann wird durch ein Signal von dem Zeitgeber des Rückgewinnungsendes der nächste Arbeitsvorgang ausgeführt.

Genauer gesagt wird durch Bewegen der Stütze bzw. des Trägers 32 die Dichtung 12 zu der Druckfarbe-Zuführöffnung 11b des Druckfarbebehälters 4b bewegt, in dem Druckfarbe für den nächsten neuen Auftrag enthalten ist, und der Endabschnitt der Rückführleitung 10 wird zu der Rückführöffnung 6b des Rückführbehälters 4b bewegt, bzw. die Bewegung der Stütze 32 wird angehalten, die Stütze 32 dann abgesenkt und die Dichtung 12 gemäß Fig. 4(a) zu der Druckfarbe-Zuführöffnung 11b bewegt und automatisch mit dieser verbunden. Auf ähnliche Weise wird der Endabschnitt der Rückführleitung 10 mit der Rückführöffnung 6b verbunden.

In diesem Stadium wird die Druckfarbenpumpe 7 gestartet, Druckfarbe für den nächsten Auftrag wird in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang in Umlauf gebracht, und ein Druckvorgang unter Verwendung der Druckfarbe des neuen Auftrags wird ausgeführt.

Bei der Druckfarbe-Wechselvorrichtung, die in dem flexographischen Drucker nach dem Stand der Technik verwendet wird, werden gemäß den Fig. 4 und 5 bei Abschluß eines Druckvorgangs unter Verwendung einer Druckfarbe des vorangehenden Auftrags die Druckfarbenpumpe 7 angehalten, die zirkulierende Druckfarbe in dem aktuell verwendeten Druckfarbebehälter (des vorangehenden Auftrags) aufgefangen bzw. zurückgewonnen, dann die Verbindung des unteren Endabschnitts des Druckfarbeumwälzdurchgangs (des unteren Endabschnitts der Druckfarbe-Zuführleitung 8 und der Rückführleitung 10) mit dem Druckfarbebehälter 4a aufgehoben, der untere Endabschnitt des Druckfarbeumwälzdurchgangs durch den Druckfarbewechselmechanismus über die Abflüssigkeitswanne 25 bewegt, der Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus betätigt, der Druckfarbeumwälzdurchgang durch die Spülflüssigkeit ausgespült, die trübe Spülflüssigkeit nach ihrer Verwendung zum Durchspülen in die Abflüssigkeits- Auffangwanne 25 ausgetragen, dann die Zufuhr von Spülflüssigkeit angehalten und die trübe Spülflüssigkeit über eine bestimmte Zeit durch einen natürlichen Austrag zurückgewonnen. Daraufhin wird der untere Endabschnitt des Druckfarbeumwälzdurchgangs mit dem Druckfarbebehälter 4b des folgenden Auftrags verbunden und ein Druckvorgang unter Verwendung der Druckfarbe des neuen Auftrags begonnen.

Dies bedeutet, daß nach dem Anhalten der Zuführung von Spülflüssigkeit ein natürlicher Austrag fortgesetzt wird, bis die trübe Spülflüssigkeit zurückgewonnen ist. Aus diesem Grund ist für die Rückgewinnung bzw. das Auffangen von Spülflüssigkeit von dem Walzen- Spaltabschnitt oder dem Umwälzdurchgang beträchtliche Zeit erforderlich. In konkreten Fällen jedoch, in denen besonderer Wert auf die Produktivität gelegt wird, wird ein nächster Druckvorgang (Zuführung von Druckfarbe) schon gestartet, bevor die Rückgewinnung der Abflüssigkeit abgeschlossen ist, und in einem solchen Fall wird bei einem Beginn der Druckfarbeumwälzung die restliche Spülflüssigkeit im Walzen-Spaltabschnitt oder im Umwälzdurchgang zum Druckfarbebehälter zurückgeführt, die Druckfarbe darin verdünnt, so daß die Viskosität der Druckfarbe vermindert wird oder die Druckfarbe eines neuen Auftrags durch Vermischen mit der restlichen Druckfarbe des vorhergehenden Auftrags farblich verändert wird, woraus sich das Problem ergibt, daß sich die Druckqualität verringert oder die Druckfarbe eines neuen Auftrags unbrauchbar wird.

Die US-A-3 025 793 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 oder 3 zum Wechsel von Druckfarben in Druckerpressenbehältern. Diese Vorrichtung weist mehrere Druckfarbebehälter, einen Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Umwälzen der Druckfarbe zwischen einem der Druckfarbebehälter und einer Druckeinheit sowie einen Austauschmechanismus zum selektiven Verbinden eines der Druckfarbebehälter mit dem Umwälzmechanismus auf. Es ist ein Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Durchspülen des Umwälzmechanismus sowie eine Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit zur Aufnahme von Abflüssigkeit bei Betätigen eines Auswahlventils vorgesehen.

Ein weiteres Druckfarbe- und Lösemittel-Handhabungssystem zum Umwälzen von Druckfarbe, zum Reinigen des Druckfarbesystems und zum Trennen der Druckfarbe von der Abflüssigkeit und dem Reinigungsmittel ist aus der GB-A-2 267 061 bekannt.

ABRISS DER ERFINDUNG

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Druckfarbe-Wechselvorrichtung zur Verwendung in einem flexographischen Drucker etc. vorzusehen, die 1 eine Spülflüssigkeits-Rückgewinnungszeit stark verkürzen kann, 2 eine Verdünnung durch die restliche Spülflüssigkeit in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang vermeiden kann, so daß eine Verminderung der Druckfarbeviskosität (Dichte) verhindert werden kann, und 3 ein Durchmischen der Druckfarbe des vorausgehenden Auftrags, die in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang verbleibt, abwenden kann, so daß verhindert wird, daß die Druckfarbe eines neuen Auftrags trübe wird, und infolgedessen die Produktivität und die Druckqualität verbessert werden kann.

Die vorliegende Erfindung umfaßt eine Druckfarbe- Wechselvorrichtung mit mehreren Druckfarbebehältern, einem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Umwälzen der Druckfarbe zwischen einem der Druckfarbebehälter und einer Druckeinheit und zum Zuführen der Druckfarbe zu der Druckeinheit, einem Druckfarbebehälter- Wechselmechanismus zum selektiven Verbinden eines Druckfarbebehälter-Verbindungsabschnitts des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit einem der Druckfarbebehälter, einem Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Zuführen einer Spülflüssigkeit zu dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus während des Waschens bzw. Spülens des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus, einer Abflüssigkeit-Auffang- bzw. Rückgewinnungseinheit zum Rückgewinnen von Abflüssigkeit, nachdem der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit der Spülflüssigkeit gewaschen bzw. gespült wurde, wobei der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus eine Abflüssigkeit-Austragsleitung zum Austragen der Abflüssigkeit zu der Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit aufweist, und einem Selektorventil zum Schalten eines Flüssigkeitsdurchgangs in die Richtung der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit, wobei von den die Abflüssigkeit-Austragsleitung bildenden Flüssigkeitsdurchgängen jeweils einer von denen in der Richtung zur Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit und von denen in der Richtung zum Druckfarbebehälter zu einem bevorzugten Durchgang gemacht wird, und wobei ein an dem bevorzugten Durchgang angebrachtes Zweiwegeventil als das Selektorventil eingesetzt wird.

Die vorliegende Erfindung stellt auch eine Druckfarbe-Wechselvorrichtung bereit mit mehreren Druckfarbebehältern, einem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Umwälzen von Druckfarbe zwischen einem der Druckfarbebehälter und einer Druckeinheit und zum Zuführen der Druckfarbe zu der Druckeinheit, einem Druckfarbebehälter- Wechselmechanismus zum selektiven Verbinden eines Druckfarbebehälter-Verbindungsabschnitts des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit einem der Druckfarbebehälter, einem Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Zuführen einer Spülflüssigkeit zu dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus während des Waschens bzw. Spülens des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus, einer Abflüssigkeit-Auffang- bzw. Rückgewinnungseinheit zum Rückgewinnen von Abflüssigkeit, nachdem der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit der Spülflüssigkeit gespült bzw. gewaschen wurde, wobei der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus eine Abflüssigkeit-Austragsleitung zum Austragen der Abflüssigkeit zu der Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit aufweist, und einem Selektorventil zum Schalten eines Flüssigkeitsdurchgangs in die Richtung der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit, wobei von den die Abflüssigkeit-Austragsleitung bildenden Flüssigkeitsdurchgängen derjenige in der Richtung zur Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit und derjenige in der Richtung zum Druckfarbebehälter an einem Druckfarbereservoir voneinander getrennt sind, wobei einer von diesen zu einem Durchgang zum Absaugen mittels einer Austragspumpe und der andere zu einem Durchgang für natürliche bzw. normale Strömung gemacht wird, und ein an dem anderen Durchgang vorgesehenes Zweiwegeventil als das Selektorventil eingesetzt wird.

In der Druckfarbe-Wechselvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung nach dem oben beschriebenen Aufbau wird beim Durchspülen das Selektorventil in die Richtung der Druckfarbebehälter geschaltet, Spülflüssigkeit ebenso wie bei der herkömmlichen Druckfarbe-Wechselvorrichtung dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zugeführt, der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus durchgespült und die Spülflüssigkeit (Spülflüssigkeit nach ihrem Gebrauch zum Durchspülen) in der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit aufgefangen bzw. zurückgewonnen, dann der Druckfarbebehälter, in dem Druckfarbe für einen neuen Auftrag enthalten ist, und die Druckfarbe-Zuführleitung des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus miteinander verbunden, das Selektorventil in die Richtung der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit geschaltet, die Druckfarbe für eine bestimmte Zeit zugeführt und zusammen mit der Druckfarbe die restliche Abflüssigkeit (restliche Spülflüssigkeit) durch Zwangsumlauf in die Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit ausgetragen. In diesem Stadium wird das Selektorventil, wenn eine bestimmte Zeit verstrichen ist, oder wenn die Farbe der zurückgeführten Flüssigkeit eine bestimmte Tiefe erreicht, in Richtung auf den Druckfarbebehälter geschaltet, die Druckfarbe für einen neuen Auftrag in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus in Umlauf gebracht und die Druckfarbe der Druckeinheit zugeführt.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

In den beigefügten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht zur Darstellung eines Beispiels einer Druckfarbe-Wechselvorrichtung zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 ein Ablaufdiagramm, in dem Fig. 2(a) ein Stadium der Druckfarbeumwälzung und -zuführung zeigt,

Fig. 2(b) ein Stadium der Druckfarberückgewinnung zeigt,

Fig. 2(c) ein Stadium der Druckfarbeausspülung unter Verwendung einer Spülflüssigkeit zeigt, und Fig. 2(d) ein Stadium des Druckfarbe-Zuführstarts zeigt,

Fig. 3(a) eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung eines Fallbeispiels, in dem ein Zweiwegeventil in der Mitte der Rückführleitung vorgesehen ist, und Fig. 3(b) eine Seitenansicht zur Darstellung eines Fallbeispiels, in dem ein Zweiwegeventil in einem Druckfarbebehälter vorgesehen ist,

Fig. 4(a) eine perspektivische Ansicht zur Darstellung einer in einem flexographischen Drucker nach dem Stand der Technik verwendeten Druckfarbe-Wechselvorrichtung, und Fig. 4(b) eine Seitenansicht zur Darstellung der Druckeinheit, und

Fig. 5 ein Ablaufdiagramm, wobei Fig. 5(a) ein Stadium der Druckfarbeumwälzung und -zuführung zeigt, Fig. 5(b) ein Stadium der Druckfarberückgewinnung zeigt, Fig. 5(c) ein Stadium der Druckfarbeausspülung durch eine Spülflüssigkeit zeigt, und Fig. 5(d) ein Stadium des Druckfarbe-Zuführstarts zeigt.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Es wird nun eine Druckfarbe-Wechselvorrichtung wie die der vorliegenden Erfindung auf der Basis eines Beispiels beschrieben, das auf einen flexographischen Drucker angewandt ist, der in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist. Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht der Druckfarbe-Wechselvorrichtung und Fig. 2 ein Ablaufdiagramm, das die Funktionen (den Betriebsstatus) der Druckfarbe- Wechselvorrichtung zeigt.

In den Fig. 1 und 2 bezeichnet die Bezugsziffer 1 eine Anilox-Walze, die Bezugsziffer 2 eine Gummiwalze, die Bezugsziffer 3 eine flexographische Druckfarbe, die Bezugsziffern 4a, 4b Druckfarbebehälter, die Bezugsziffern 5, 5 Abdeckungen der Druckfarbebehälter 4a, 4b, die Bezugsziffern 6a, 6b in/an den Abdeckungen 5, 5 vorgesehene Rückführöffnungen, die Bezugsziffer 7 eine Druckfarbenpumpe, die Bezugsziffer 8 eine Druckfarbe- Zuführleitung, die Bezugsziffer 10 eine Rückführleitung (Austragsleitung), die Bezugsziffern 11a, 11b an den Abdeckungen 5, 5 vorgesehene Zuführöffnungen, die Bezugsziffer 12 eine Dichtung, die Bezugsziffer 13 ein Filter, die Bezugsziffer 14 eine Druckfarbe-Trichteranordnung, die Bezugsziffern 15a, 15b Endschalen, die Bezugsziffer 16 eine Spül- bzw. Waschflüssigkeitsleitung, die Bezugsziffer 17 eine Dichtung vom T-Typ, die Bezugsziffer 18 ein Solenoidventil, die Bezugsziffer 20 einen Dichtungs-Anhebezylinder, die Bezugsziffer 21 einen Wannen-Antriebszylinder, die Bezugsziffer 22 einen Halter-Antriebszylinder, die Bezugsziffer 23 einen Halter, die Bezugsziffer 25 eine Abflüssigkeitswanne (Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit), die Bezugsziffer 26 ein Dreiwegeventil (Selektorventil) und die Bezugsziffer 27 eine Abflüssigkeit-Austragsleitung.

Übrigens ist der Aufbau und die Funktion einer Druckeinheit bei dem flexographischen Drucker dieselbe wie bei den herkömmlichen Druckeinheiten.

Als nächstes wird die Arbeitsweise der Druckfarbe- Wechselvorrichtung in dem flexographischen Drucker konkret beschrieben.

Wenn ein Druckvorgang eines bestimmten Auftrags abgeschlossen ist und ein Druckfarbenwechsel für einen weiteren Auftrag vorgenommen wird, wird die Druckfarbepumpe angehalten, ein Startknopf eines Steuerschaltkreises (in der Figur nicht dargestellt) des Druckfarben- Wechselmechanismus angeschaltet und der Druckfarbewechsel-Arbeitsgang gestartet.

Genauer gesagt wird von einem Stadium von Fig. 2(a) an die Druckfarbepumpe zunächst angehalten und gemäß Fig. 2(b) die Druckfarbe in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang zu dem Druckfarbebehälter 4a zurückgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wird das Dreiwegeventil 26 in die Richtung des Druckfarbebehälters 4a geschaltet.

Wenn eine bestimmte durch einen Zeitgeber eingestellte Zeit von diesem Stadium an verstrichen ist und die Druckfarberückgewinnung abgeschlossen ist, dann werden auf ein Rückgewinnungs-Abschlußsignal hin gemäß Fig. 2(c) die Druckfarbe-Zuführleitung 8 und die an ihrem unteren Endabschnitt angebrachte Dichtung 12 durch den Dichtungs-Anhebezylinder 20 angehoben, und daraufhin der Halter 23 durch den Halter-Antriebszylinder 22 rückwärts bewegt und die Dichtung 12 der Druckfarbe-Zuführleitung 8 sowie der untere Endabschnitt der Rückführleitung (Austragsleitung) 10 über der Abflüssigkeitswanne (Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit) 25 bewegt.

In diesem Stadium wird das Solenoidventil 18 geöffnet, Spülflüssigkeit automatisch von der Spülflüssigkeitsleitung 16 über die Dichtung 17 vom T-Typ der Anilox-Walze 1 und der Gummiwalze 2 zugeführt und das Innere der Druckfarbe-Zuführleitung 8 sowie das Innere der Druckfarbe-Trichteranordnung 14 ausgewaschen bzw. ausgespült. Ferner wird die Druckfarbe in dem Walzen- Spaltabschnitt, die Druckfarbe in den Endschalen 15a, 15b und die Druckfarbe in den Rückführleitungen 10a, 10b, 10 ausgespült.

Dabei laufen die Anilox-Walze 1 und die Gummiwalze 2 leer und die zuerst verwendete Druckfarbe, die an den Außenumfangsflächen beider Walzen 1, 2 sowie an den Innenseiten beider Walzenachsen-Endabschnitte und den Endschalen 15a, 15b anhaftet, wird weggespült.

Andererseits wird die Wasch- bzw. Spülflüssigkeit auch dem Druckfarbebehälter 4a von der Waschflüssigkeitszuleitung 16 über die Dichtung 17 vom T-Typ automatisch zugeführt, und die Druckfarbe der Innenseite der Druckfarbe-Zuführleitung 8 sowie die Druckfarbe der Innenseiten der Druckfarbepumpe 7 des Filters 13 und der Dichtung 12 werden weggespült.

Bei dem obigen Arbeitsgang wird die gesamte Spülflüssigkeit von dem unteren Endabschnitt der Rückführleitung 10 und der Dichtung 12 der Druckfarbe-Zuführleitung 8 ausgetragen.

Die Zuführung und das Anhalten der Zuführung der Spülflüssigkeit werden durch einen zeitlich einstellbaren Timer etc. gesteuert, wobei auf ein nach dem Verstreichen einer bestimmten Zeit gegebenen Signal das Solenoidventil 18 geschlossen, die Zuführung von Spülflüssigkeit gestoppt und der nächste Arbeitsgang begonnen wird.

Im einzelnen wird nach dem Anhalten der Zuführung von Spülflüssigkeit die Rückgewinnung der Spülflüssigkeit über eine bestimmte Zeit hinweg durchgeführt. Dann wird der Halter-Antriebszylinder 22 betätigt, und die Dichtung 12 der Druckfarbe-Zuführleitung 8 sowie der untere Endabschnitt der Rückführleitung 10, die beide auf dem Halter 23 nach oben und unten bewegbar gehaltert sind, werden in Fig. 1 nach rechts transportiert und so angehalten, daß die Dichtung 12 entsprechend an der Zuführöffnung 11b des Druckfarbebehälters 4b positioniert ist, in dem eine neue Druckfarbe für den nächsten Auftrag bereits enthalten ist, und der untere Endabschnitt der Rückführleitung 10 wird entsprechend an der Rückführöffnung 6b positioniert.

Nachdem die Rückgewinnung der Spülflüssigkeit beendet ist, wie Fig. 2(d) darstellt, wird der Halter 23 durch den Wannen-Antriebszylinder 21 vorwärtsbewegt, und die Dichtung 12 auf der Seite der Druckfarbe-Zuführleitung 8 des Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgangs wird durch den Dichtungs-Anhebezylinder 20 so abgesenkt, daß er sich der Zuführöffnung 11b des Druckfarbebehälters 4b des nächstfolgenden Auftrags annähert und mit diesem automatisch verbunden wird.

Das Dreiwegeventil (ein elektromagnetisches Ventil) 26 wird in die Richtung der Abflüssigkeitswanne (Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit) 25 geschaltet. Dabei wird die durch die Druckfarbepumpe 7 zugeführte Druckfarbe im Zwangsumlauf für eine bestimmte Zeit herausgedrückt und durch die restliche Abflüssigkeit (die restliche Spülflüssigkeit) in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang selbst verdünnt, so daß die Abflüssigkeit durch die Abflüssigkeit-Austragsleitung 27 in die Abflüssigkeitswanne (Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit) 25 ausgetragen wird, die an der Außenseite der Druckfarbebehälter vorgesehen ist.

Übrigens wird die Zwangsaustragszeit durch eine Zeitgebereinstellung gesteuert, die anhand von Experimenten mit der Rückkoppelung eines durch einen Sensor detektierten Signals der Farbe der zurückgeführten Abflüssigkeit oder durch eine Beurteilung einer die Farbe einschätzenden Bedienungsperson vorgenommen wird.

Nachdem die Zwangsaustragszeit verstrichen ist, wird das Dreiwegeventil 26 in die Richtung des Druckfarbebehälters 4b geschaltet, die zurücklaufende Druckfarbe 3b wird in den Druckfarbebehälter 4b zurückgeführt, die Druckfarbe 3b im Druckfarbebehälter 4b in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Zirkulieren gebracht und der Druckeinheit zugeführt. Da die restliche Abflüssigkeit (die restliche Spülflüssigkeit) durch die Druckfarbe bei einem neuen Auftrag zwangsläufig ausgetragen wird, wird somit die Druckfarbe-Wechselzeit stark verkürzt. Da die verdünnte Druckfarbe nicht in den Druckfarbebehälter zurückgeführt wird, wird eine Verminderung der Druckfarbeviskosität verhindert.

Übrigens wird in dem Beispiel das Dreiwegeventil 26 als Selektorventil verwendet. Gemäß der Erfindung kann ein in Fig. 3 gezeigtes Zweiwegeventil 33 eingesetzt werden.

Genauer gesagt ist in Fig. 3(a), welche der Fig. 2(d) entspricht, ein Zweiwegeventil 23 unterhalb der Austragsleitung 10 vorgesehen. Fig. 3(b) zeigt eine Druckereinheit, in der Druckfarbe oder Wasser, das von der Rückführleitung 10 zurückgeführt wird, zunächst einmal in einem Druckfarbebehälter 35 gespeichert und dann durch eine Austragspumpe 34 nach oben gesaugt wird, wobei in diesem Fall auch ein Zweiwegeventil 33 am Druckfarbebehälter 35 vorgesehen ist. In diesem Beispiel wird die Austragspumpe 34 angehalten und das Zweiwegeventil 33 geöffnet, wodurch verhindert wird, daß sich die restliche Abflüssigkeit (die restliche Spülflüssigkeit) in dem Druckfarbebehälter 4b des neuen Auftrags vermischt. Das Zweiwegeventil 33 kann auf diese Weise verwendet werden.

In der Druckfarbe-Wechselvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung nach obiger Beschreibung wird während des Durchspülens das Selektorventil in die Richtung des Druckfarbebehälters geschaltet, die Spülflüssigkeit dem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zugeführt ebenso wie bei der herkömmlichen Druckfarbe- Wechselvorrichtung, der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus ausgewaschen und die Abflüssigkeit (Spülflüssigkeit nach ihrer Verwendung zum Durchspülen) in der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit zurückgewonnen, daraufhin der Druckfarbebehälter, in dem Druckfarbe für einen neuen Auftrag enthalten ist, und die Druckfarbe-Zuführleitung des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus miteinander verbunden, das Selektorventil in die Richtung der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit geschaltet, Druckfarbe für eine bestimmte Zeit zugeführt und die restliche Abflüssigkeit (restliche Spülflüssigkeit) zusammen mit der Druckfarbe im Zwangsumlauf in die Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit ausgetragen. Wenn in diesem Stadium eine bestimmte Zeit verstrichen ist oder wenn die Farbe der zurückgeführten Flüssigkeit eine bestimmte Farbtiefe annimmt, wird das Selektorventil in die Richtung des Druckfarbebehälters geschaltet, die Druckfarbe für einen neuen Auftrag in den Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Zirkulieren gebracht und die Druckfarbe der Druckereinheit zugeführt. Dadurch kann 1 die Spülflüssigkeit-Rückgewinnungszeit stark verkürzt werden, 2 eine Verdünnung durch die restliche Abflüssigkeit (die restliche Spülflüssigkeit)in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang abgewendet werden, so daß eine Verminderung der Druckfarbeviskosität (Dichte) verhindert werden kann, 3 ein Durchmischen der Druckfarbe des vorausgehenden Auftrags, die in dem Druckfarbeumwälz- und -zuführdurchgang verbleibt, abgewendet werden, so daß verhindert wird, daß die Druckfarbe für einen neuen Auftrag trübe wird, und infolgedessen kann die Produktivität und die Druckqualität verbessert werden.

Die obige Erfindung ist anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben worden. Fachleuten ist es jedoch ersichtlich, daß viele Variationen solcher Ausführungsformen bestehen. Solche Variationen sollen im Schutzumfang der vorliegenden Erfindung und der beigefügten Ansprüche liegen.


Anspruch[de]

1. Druckfarbewechselvorrichtung mit

mehreren Druckfarbebehältern (4a, 4b),

einem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Umwälzen von Druckfarbe (3) zwischen einem der Druckfarbebehälter (4a, 4b) und einer Druckeinheit (1, 2) und zum Zuführen der Druckfarbe (3) zu der Druckeinheit (1, 2),

einem Druckfarbebehälter-Wechselmechanismus (20-23) zum selektiven Verbinden eines Druckfarbebehälter- Verbindungsabschnitts des Druckfarbeumwälz- und - zuführmechanismus mit einem der Druckfarbebehälter (4a, 4b),

einem Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Zuführen einer Spülflüssigkeit zu dem Druckfarbeumwälz- und zuführmechanismus während des Waschens bzw. Spülens des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus,

einer Abflüssigkeit-Auffang- bzw. Rückgewinnungseinheit (25) zum Rückgewinnen von Abflüssigkeit, nachdem der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit der Spülflüssigkeit gewaschen bzw. gespült wurde, wobei der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus eine Abflüssigkeit- Austragsleitung zum Austragen der Abflüssigkeit zu der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit (25) aufweist, und

einem Selektorventil zum Schalten eines Flüssigkeitsdurchgangs in die Richtung der Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit (25),

dadurch gekennzeichnet, daß

von den die Abflüssigkeit-Austragsleitung bildenden Flüssigkeitsdurchgängen jeweils einer von denen in der Richtung zur Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit (25) und von denen in der Richtung zum Druckfarbebehälter (4a, 4b) zu einem bevorzugten Durchgang gemacht wird, und daß ein an dem bevorzugten Durchgang angebrachtes Zweiwegeventil (33) als das Selektorventil (26) eingesetzt wird.

2. Druckfarbewechselvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Selektorventil (33) an dem Endabschnitt einer Rückführleitung (10) zum Druckfarbebehälter (4a, 4b) des Druckfarbeumwälz- und - zuführmechanismus vorgesehen ist, und eine Abflüssigkeit- Austragsleitung (27) sich von dem Selektorventil (33) zu der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit (25) erstreckt.

3. Druckfarbewechselvorrichtung mit

mehreren Druckfarbebehältern (4a, 4b),

einem Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus zum Umwälzen von Druckfarbe (3) zwischen einem der Druckfarbebehälter (4a, 4b) und einer Druckeinheit (1, 2) und zum Zuführen der Druckfarbe (3) zu der Druckeinheit (1, 2),

einem Druckfarbebehälter-Wechselmechanismus (20-23) zum selektiven Verbinden eines Druckfarbebehälter- Verbindungsabschnitts des Druckfarbeumwälz- und - zuführmechanismus mit einem der Druckfarbebehälter (4a, 4b),

einem Spülflüssigkeits-Zuführmechanismus zum Zuführen einer Spülflüssigkeit zu dem Druckfarbeumwälz- und - zuführmechanismus während des Waschens bzw. Spülens des Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus,

einer Abflüssigkeit-Auffang- bzw. Rückgewinnungseinheit (25) zum Rückgewinnen von Abflüssigkeit, nachdem der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus mit der Spülflüssigkeit gespült bzw. gewaschen wurde, wobei der Druckfarbeumwälz- und -zuführmechanismus eine Abflüssigkeit- Austragsleitung zum Austragen der Abflüssigkeit zu der Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit (25) aufweist, und

einem Selektorventil zum Schalten eines Flüssigkeitsdurchgangs in die Richtung der Abflüssigkeit- Rückgewinnungseinheit (25),

dadurch gekennzeichnet, daß

von den die Abflüssigkeit-Austragsleitung bildenden Flüssigkeitsdurchgängen derjenige in der Richtung zur Abflüssigkeit-Rückgewinnungseinheit (25) und derjenige in der Richtung zum Druckfarbebehälter (4a, 4b) an einem Druckfarbereservoir (35) voneinander getrennt sind, wobei einer von diesen zu einem Durchgang zum Absaugen mittels einer Austragspumpe (34) und der andere zu einem Durchgang für natürliche bzw. normale Strömung gemacht wird, und ein an dem anderen Durchgang vorgesehenes Zweiwegeventil (33) als das Selektorventil (26) eingesetzt wird.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com