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Dokumentenidentifikation DE10032749A1 28.03.2002
Titel Diebstahlwarnanlage in einem Kraftfahrzeug
Anmelder Adam Opel AG, 65428 Rüsselsheim, DE
Erfinder Dörr, Jürgen, Dipl.-Ing., 64560 Riedstadt, DE
DE-Anmeldedatum 05.07.2000
DE-Aktenzeichen 10032749
Offenlegungstag 28.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.03.2002
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
IPC-Nebenklasse B60R 11/02   
Zusammenfassung Eine Diebstahlwarnanlage in einem Kraftfahrzeug besteht im Wesentlichen aus mindestens einer von der Bordelektrik/-elektronik des Fahrzeuges gesteuerten akustischen Signaleinrichtung (10, 12). Diese ist erfindungsgemäß im Hohlraum einer Vorder- und/oder Hintertür (1) des Kraftfahrzeuges angeordnet und besteht aus einem Signalhorn (12) und ggf. einer Sirene (12). Dadurch ist die Diebstahlwarnanlage von außen des Kraftfahrzeuges äußerst schwer erreichbar und dennoch wird ein möglichst hoher Schallpegel erreicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Diebstahlwarnanlage in einem Kraftfahrzeug, im Wesentlichen bestehend aus mindestens einer von der Bordelektrik/-elektronik des Fahrzeuges gesteuerten akustischen Signaleinrichtung.

Allgemein ist die Anordnung eines Signalhorns im Motorraum des Kraftfahrzeuges bekannt, welches zur Abgabe von Warnsignalen im Straßenverkehr vorgesehen ist. Um die Geräusche des Motors des Kraftfahrzeuges zu dämpfen, wird der Motorraum mit immer besseren Schallisolationen versehen, um die Umwelt durch Lärmeinfluss möglichst wenig zu belasten. Dies hat zur Folge, dass sich auch der Schallpegel des Signalhorns verringert. So weit dieses Signalhorn als Diebstahlwarnanlage eingesetzt wird, erreicht diese wegen des reduzierten Schallpegels nicht die gewünschte Wirkung.

Gesetzliche Vorschriften in verschiedenen Ländern fordern zusätzlich zum Signalhorn auch eine Sirene, die Bestandteil der Diebstahlwarnanlage ist und ebenfalls im Motorraum platziert wird. Weiterhin werden Signalhorn und Sirene unter den Kotflügel oder im seitlichen Bereich des Kofferraums eingebaut. Bei diesen Einbauorten ist der Zugriffsschutz nicht sonderlich hoch, da der Kotflügel und oftmals auch der Bereich des Kofferraums für Diebe leicht erreichbar sind. Insbesondere auch die Schalldämpfung des Kofferraums führt schließlich zu einer verminderten Schallwirkung der Diebstahlwarnanlage, da der Kofferraum üblicherweise keine Schallaustrittsöffnungen besitzt.

Dennoch ist es ein allgemeines Erfordernis, dass Diebstahlwarnanlagen mindestens 100 dB im Abstand von etwa 3 m zum Kraftfahrzeug erreichen. Durch die vorgenannten Positionierungsmöglichkeiten der Diebstahlwarnanlage wird der vorgegebene Schallpegel nicht erreicht. Die Höhe des Schallpegels und/oder der Grad des Zugriffsschutzes der Diebstahlwarnanlage sind häufig Grundlage für die Einstufung des Kraftfahrzeuges in die Versicherungsklassen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Diebstahlwarnanlage zu schaffen, die von außen des Kraftfahrzeuges äußerst schwer erreichbar ist und dennoch der erreichbare Schallpegel möglichst hoch ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung im Hohlraum einer Vorder- und/oder Hintertür des Kraftfahrzeuges angeordnet ist. Dem gemäß können, in Abhängigkeit von den Platzverhältnissen im Fahrzeug, eine oder mehrere Signaleinrichtungen getrennt oder gemeinsam in der oder den Vorder- bzw. Hintertüren des Fahrzeuges verbaut werden. Somit kann der Zugriff auf die Diebstahlwarnanlage nur über den Fahrzeuginnenraum durch Demontage der inneren Türverkleidung erfolgen. Dies ist aber für Diebe schwierig und zeitaufwendig. Dies erhöht den Zugriffsschutz auf die Diebstahlwarnanlage erheblich. Das führt wiederum zu einer Einteilung des Kraftfahrzeuges in kostengünstigere Versicherungsklassen und beeinflusst damit eine positive Kaufentscheidung des Kunden für das Fahrzeug.

Des Weiteren wird ein hoher Wirkungsgrad der Diebstahlwarnanlage erreicht, denn die Forderung nach einer Schallstärke von etwa 100 dB wird dadurch erfüllt, dass der Schall durch die ohnehin vorhandenen Regenleiste des Fallfensters und die Regenablauflöcher am Boden der Tür austreten kann.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Diebstahlwarnanlage ist die mindestens eine akustische Signaleinrichtung das Signalhorn des Kraftfahrzeuges. Diese ist in der Regel ohnehin am Kraftfahrzeug vorhanden und kann zum Diebstahlschutz genutzt werden. Darüber hinaus kann eine weitere akustische Signaleinrichtung eine Sirene sein. Eine zusätzliche Sirene neben dem Signalhorn ist in anderen Ländern häufig gesetzlich vorgeschrieben. Dies fördert den Absatz des Kraftfahrzeugtyps in diese Länder.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die mindestens eine akustische Signaleinrichtung zwischen der Außenwand und dem Innenblech der Vorder- und/oder Hintertür angeordnet. Dadurch ist die Diebstahlwarnanlage nicht von außen sondern nur von innen von der Türinnenverkleidung her zugänglich. Dementsprechend ist die mindestens eine akustische Signaleinrichtung am Innenblech der Vorder- und/oder Hintertür befestigt. Das Innenblech wird von der Türinnenverkleidung überdeckt und somit der Zugriff auf die Diebstahlwarnanlage erschwert. Dabei können die akustischen Signaleinrichtungen unmittelbar mit dem Innenblech der Fahrzeugtür verschraubt werden, ohne dass spezielle Halterungen erforderlich sind. Dadurch können auch Montagekosten gespart werden.

In Abhängigkeit von den baulichen Gegebenheiten der Fahrzeugtüren kann es aber auch zweckmäßig sein, wenn die mindestens eine akustische Signaleinrichtung mittels einer Halterung am Innenblech der Vorder- und/oder Hintertür befestigt ist.

Bei einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Diebstahlwarnanlage ist die mindestens eine akustische Signaleinrichtung an einen in der Vorder- und/oder Hintertür eingebauten Lautsprecher einer Autoradioanlage des Kraftfahrzeuges angeschlossen. Dadurch kann ggf. der Schallpegel der Diebstahlwarnanlage vergrößert werden.

Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in den Zeichnungen dargestellt ist, näher beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in

Fig. 1 eine in eine Hintertür eines Kraftfahrzeuges eingebaute Diebstahlwarnanlage aus der Blickrichtung vom Inneren des Fahrzeuges nach außen bei weggelassener Türinnenverkleidung,

Fig. 2 die in die Hintertür eingebaute Diebstahlwarnanlage gemäß Fig. 1 aus der Blickrichtung von außen in das Innere des Fahrzeuges bei weggelassener Türaußenwand und

Fig. 3 eine vergrößerte Teilansicht nach Fig. 1 der Diebstahlwarnanlage.

Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Diebstahlwarnanlage ist beispielhaft in die Hintertür 1 eines Kraftfahrzeuges eingebaut. Die Hintertür besteht im Wesentlichen aus einem eine Vielzahl von Verprägungen 2 und Aussparungen 3 aufweisenden Türinnenblech 4, welches zumindest an den Außenkanten der Hintertür 1 mit der Türaußenwand 5 punktverschweißt ist. Im Bodenbereich 6 der Hintertür 1 ist eine Mehrzahl von Regenablauflöchern 7 ausgeformt. Weiterhin umfasst die Hintertür 1 eine Regenleiste 8 an der Unterkante ihres nicht näher gezeigten Fallfensters. Ferner ist im Türinnenblech 4 der Hintertür 1 ein Lautsprecher 9 einer Autoradioanlage des Kraftfahrzeuges befestigt.

Die Diebstahlwarnanlage besitzt als eine akustische Signaleinrichtung ein Signalhorn 10, welches serienmäßig über eine Halterung 11 am Türinnenblech 4 der Hintertür 1 befestigt ist. Dieses Signalhorn 10 bildet gleichzeitig die Warnhupe des Kraftfahrzeuges.

Als weitere akustische Signaleinrichtung ist eine Sirene 12 mittels einer weiteren Halterung 13 am Türinnenblech 4 der Hintertür 1 angeordnet. Die Halterung 11 für das Signalhorn 10 und die Halterung 13 für die Sirene 12 sind mittels als Schrauben 14 ausgebildeten Befestigungselementen mit dem Türinnenblech der Hintertür 1 verschraubt. Üblicherweise ist die Innenseite der Hintertür 1 mit einer nicht dargestellten Türinnenverkleidung abgedeckt.

Bei Auslösung der Diebstahlwarnanlage wird das Signalhorn 10, und ggf. die Sirene 12, durch die Bordelektrik bzw. Bordelektronik des Kraftfahrzeuges aktiviert. Der erzeugt Schall tritt hauptsächlich über die Regenablauflöcher 7 und die Regenleiste 8 aus der Hintertür 1 aus.


Anspruch[de]
  1. 1. Diebstahlwarnanlage in einem Kraftfahrzeug, im Wesentlichen bestehend aus mindestens einer von der Bordelektrik/-elektronik des Fahrzeuges gesteuerten akustischen Signaleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung (10, 12) im Hohlraum einer Vorder- und/oder Hintertür (1) des Kraftfahrzeuges angeordnet ist.
  2. 2. Diebstahlwarnanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung das Signalhorn (10) des Kraftfahrzeuges ist.
  3. 3. Diebstahlwarnanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere akustische Signaleinrichtung eine Sirene (12) ist.
  4. 4. Diebstahlwarnanlage nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung (10, 12) zwischen der Außenwand (5) und dem Innenblech (4) der Vorder- und/oder Hintertür (1) angeordnet ist.
  5. 5. Diebstahlwarnanlage nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung (10, 12) am Innenblech (4) der Vorder- und/oder Hintertür (1) befestigt ist.
  6. 6. Diebstahlwarnanlage nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung (10, 12) mittels einer Halterung (11, 13) am Innenblech (4) der Vorder- und/ oder Hintertür (1) befestigt ist.
  7. 7. Diebstahlwarnanlage nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine akustische Signaleinrichtung (10, 12) an einen in der Vorder- und/oder Hintertür (1) eingebauten Lautsprecher (9) einer Autoradioanlage des Kraftfahrzeuges angeschlossen ist.






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