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Dokumentenidentifikation DE69428847T2 11.04.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0639636
Titel Germizide und desinfizierende Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzung
Anmelder Kao Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Hioki, Yuichi, Wakayama-shi, Wakayama, JP;
Moriyama, Tadashi, Wakayama-shi, Wakayama, JP;
Ikeda, Chikako, Wakayama-shi, Wakayama, JP;
Okamoto, Juri, Wakayama-shi, Wakayama, JP;
Tamura, Yoshinori, Wakayama-shi, Wakayama, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69428847
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.08.1994
EP-Aktenzeichen 941124570
EP-Offenlegungsdatum 22.02.1995
EP date of grant 31.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.04.2002
IPC-Hauptklasse C11D 3/48
IPC-Nebenklasse A01N 47/44   A01N 33/12   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG: Gebiet der Erfindung:

Die Erfindung betrifft eine keimtötende, desinfizierende Reinigungszusammensetzung, umfassend ein kationisches Germizid, das eine nachhaltige antibakterielle Wirkung auf hohem Niveau, eine hervorragende keimtötende, desinfizierende Wirkung und eine hervorragende Reinigungswirkung bereitstellt.

Beschreibung des Standes der Technik:

EP-A-259 249 offenbart eine mikrobiozide Zusammensetzung, die Germizide, wie z. B. chlorierte Phenole oder Phenylderivate, enthalten kann. Weiterhin werden verschiedene andere, herkömmliche Germizide erwähnt. Bezüglich des Tensids lehrt diese Druckschrift die Verwendung von anionischen Tensiden, amphoteren Tensiden oder nicht-ionischen Tensiden. Chelate werden als ein Beispiel unter Hunderten von Solubilisierungsmitteln erwähnt.

DE-A-24 16 745 lehrt, dass die Waschwirkung von Wasch- und Reinigungsmitteln durch eine Kombination von kationischen Tensiden vom Ammoniumtyp und einem speziellen anionischen Tensid, einem Salz eines α-Sulfo-Fettsäureesters, verbessert werden kann. Aus der allgemeinen Lehre dieser Druckschrift ist klar, dass sie nicht die Verbesserung der germiziden Wirkungen von kationischen Germiziden durch Zugabe von Komplexierungsmitteln in einer spezifischen Menge betrifft. Die Beispiele 1 bis 4 lehren z. B., dass es ausreichend ist, ein spezielles Sulfo-Fettsäureestersalz mit kationischen Tensiden ohne Zugabe eines Chelatbildners zu kombinieren, um eine bakterizide Wirkung zu erhalten. Beispiel 6 verwendet neben einem anionischen Tensid und einem kationischen Tensid ein Fettsäurediethanolamid, das kein Komplexierungsmittel ist.

DE-A-24 30 245 betrifft Wasch- und Reinigungszusammensetzungen mit anionischen und kationischen Tensiden (mit germizider Wirkung) in Kombination. Die Lehre dieser Druckschrift gibt keine Hinweise darauf, dass die germiziden Wirkungen von germiziden Kationen (in Kombination mit anionischen Tensiden) durch Zugabe spezifischer Mengen von Komplexierungs (Metallchelatisierungs)-Mitteln verbessert werden kann. Die Beispiele 1 bis 12 dieser Druckschrift zeigen, dass es ausreichend ist, ein spezielles anionisches Tensid mit herkömmlich verwendeten kationischen Tensiden vom Ammoniumtyp zu kombinieren, um die erwünschte bakterizide Wirkung zu erhalten. In Beispiel 14 wird ein Fettsäurediethanolamid, aber kein Komplexierungsmittel verwendet.

EP-A-268 873 offenbart eine Reinigungszusammensetzung, enthaltend 10 bis 40% einer komplexierenden Aminopolycarbonsäure. Weiterhin wird aus der allgemeinen Lehre dieser Druckschrift klar, dass sie nicht auf die Verbesserung der germiziden Wirkungen einer Zusammensetzung, enthaltend kationische Germizide, abzielt, da als Vergleichsbeispiel eine herkömmliche, technische Reinigungszusammensetzung, enthaltend verschiedene anorganische Reinigungsmittel (aber keine kationischen Germizide) erwähnt wird.

DE-A-24 15 981 betrifft eine Desinfektionszusammensetzung, bestehend im wesentlichen aus (a) 99,0 bis 99,9 Gew.-% inerter Komponenten und (b) 0,1 bis 1,0 Gew.-% eines aktiven Mittels, bestehend im wesentlichen aus 25 bis 50 Gew.-% eines Chelatbildners und 50 bis 75 Gew.-% einer N-Alkylbenzalkoniumhalogenid-Mischung (kationisches Germizid).

Tenside (wie z. B. ein anionisches Tensid) sind nur optionale Komponenten gemäss dieser Druckschrift und können aus nicht-ionischen, kationischen, anionischen und amphoteren Verbindungen ausgewählt werden. Mischungen von anionischen und amphoteren Tensiden werden bevorzugt, mit einem Verhältnis von amphoterem zu anionischem Mittel von 50 : 1 bis 100 : 1.

US 3 836 669 lehrt die Verwendung von Dodecyldimethylammoniumchlorid in einem Verfahren zum Abtöten von Bakterien. Es wird weiterhin erwähnt, Builder, wie z. B. Natriumtripolyphosphat mit einer Chelatwirkung, zu verwenden. Obwohl anionische Tenside in dieser Druckschrift erwähnt werden, sind nicht-ionische Tenside eindeutig bevorzugt.

JP-63-150213 betrifft eine Shampoozusammensetzung, umfassend

(A) 5 bis 30 Gew.-% eines anionischen oder amphoteren Tensids

(B) von 0,6 bis 6 Gew.-% eines Chelatbildners

(C) von 0,1 bis 5 Gew.-% eines quaternären Ammoniunmsalzes vom langkettigen Monoalkyltyp.

Die quaternäre Ammoniumverbindung vom Monoalkyltyp weist einen Substituenten R auf, der eine langkettige Alkylgruppe, eine langkettige Alkenylgruppe oder eine langkettige Hydroxyalkylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellt. Die Formel wird veranschaulicht durch Monoalkyltrimethylammoniumchloride, die in den konkreten Beispielen verwendet werden.

Kationische Germizide weisen sowohl ein breites antibakterielles Spektrum wie auch eine sofortige Wirkung auf, und sie werden daher allgemein in Krankenhäusern verwendet. Keimtötende, desinfizierende Reinigungsmittel, umfassend ein kationisches Germizid und ein Tensid, sind bekannt. Jedoch leiden diese Reinigungsmittel unter der Tatsache, dass anionische Tenside und andere Substanzen mit einer negativen Ladung, wie z. B. Proteine, bei Anwesenheit die Wirkung der kationischen Germizide stark erniedrigen.

Versuche des Standes der Technik, diese Verminderung der germiziden Wirkung zu verhindern, schlossen das Beschichten des kationischen Germizids mit einem hochmolekulargewichtigen, nicht-ionischen Tensid oder einem pH-empfindlichen Polymer und Zugabe des kationischen Germizids im Überschuss ein. Leider vermindern die Beschichtungsverfahren die Wirkung des kationischen Germizids, und das Verfahren unter Anwendung eines Überschusses an Germizid ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht bevorzugt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG:

Es ist ein erfindungsgemässes Ziel, eine keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung bereitzustellen, in der die antibakterielle Wirkung eines hierin enthaltenen kationischen Germizids nicht vermindert ist, selbst in Anwesenheit einer Substanz mit einer negativen Ladung. Die Bereitstellung einer keimtötenden desinfizierenden Zusammensetzung mit hervorragendem Reinigungsvermögen ist auch ein erfindungsgemässes Ziel.

Die Erfinder haben entdeckt, dass, wenn ein Metallchelatbildner in Kombination mit einer Zusammensetzung, die durch Mischen eines kationischen Germizids und eines anionischen Tensids erhalten wird, verwendet wird, eine keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung erhalten wird, in der das kationische Germizid seine inhärente Wirkung ohne Verminderung der antibakteriellen Wirkung selbst dann zeigt, wenn anionische Tenside und/oder negativ geladene Spezies vorhanden sind. Zudem wird ein hervorragendes Reinigungsvermögen bereitgestellt, wodurch die Erfindung vervollständigt wurde.

In einer erfindungsgemässen Ausführungsform wird eine keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung bereitgestellt, umfassend (a) ein kationisches Germizid in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, (b) einen Metallchelatbildner in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-%, und (c) mindestens ein anionisches Tensid in einer Menge von 1 bis 80 Gew.-%, wobei der Metallchelatbildner in einer Menge von mindestens 0,5 mol pro Mol Germizid vorliegt, mit der Massgabe, dass das kationische Germizid (a) nicht durch die folgende allgemeine Formel (I) dargestellt wird:

wobei R eine langkettige Alkylgruppe, eine langkettige Alkenylgruppe oder eine langkettige Hydroxyalkylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellt, R&sub1;, R&sub2; und R&sub3; jeweils eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Benzylgruppe oder eine Polyoxyethylengruppe mit einer Gesamtadditionsmolzahl von nicht mehr als 10 darstellt, und X entweder ein Halogen oder eine Alkylsulfatgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen darstellt.

In einer weiteren erfindungsgemässen Ausführungsform wird eine keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung bereitgestellt, umfassend (a) eine Benzalkoniumverbindung mit einem Gegenion als kationisches Germizid in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, (b) einen Metallchelatbildner in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-% und (c) mindestens ein anionisches Tensid in einer Menge von 1 bis 80 Gew.-%, wobei der Metallchelatbildner in einer Menge von mindestens 0,5 mol pro Mol der Benzalkoniumverbindung vorliegt.

In einer weiteren erfindungsgemässen Ausführungsform wird ein Verfahren zum germiziden und desinfizierenden Reinigen bereitgestellt, umfassend die Reinigung einer verunreinigten Substanz mit einer Zusammensetzung wie oben beschrieben.

Die erfindungsgemässe keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung stellt eine hervorragende bakterielle, antigermizide, antivirale Wirkung bereit (hiernach als germizide(r) Wirkung oder Effekt bezeichnet), wobei die Wirkung des kationischen Germizids nicht vermindert ist, selbst in Anwesenheit einer Substanz mit einer negativen Ladung, wie z. B. einem anionischen Tensid. Die erfindungsgemässe Zusammensetzung ist auch hervorragend in ihrem Reinigungsvermögen. Daher kann die Verwendung der erfindungsgemässen keimtötenden, desinfizierenden Detergenszusammensetzung in der Reinigung von Haut im Vergleich mit herkömmlichen Germiziden eine stark erhöhte germizide Wirkung mit sich bringen.

Die obigen und andere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden geschätzt werden, wenn diese aus den bevorzugten erfindungsgemässen Ausführungsformen besser verstanden werden, die im folgenden im Detail beschrieben werden, wie auch aus den anhängenden Ansprüchen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN:

Die erfindungsgemässen Komponenten (a), (b) und (c) der keimtötenden, desinfizierenden Zusammensetzung und das Verfahren werden unten beschrieben.

Beispiele der Komponente (a), der in der Ausführung der Erfindung nützlichen kationischen Germizide, schliessen Germizide vom Typ kationischer Tenside, wie z. B. Benzethoniumchlorid, Benzalkoniumchlorid, Dialkyldimethylammoniumhalogenide und ihre Varianten, in denen die Gegenionen durch andere Anionen ausgetauscht sind, ein; Germizide vom Biguanidtyp, wie z. B. Chlorhexidin und Chlorhexidingluconat; Aminosäuretenside, wie z. B. Alkyldiaminoethylglycine und Alkylpolyaminoethylglycine; und dergleichen. Die kationischen Germizide tragen eine positive Ladung und sind typischerweise mit einem Gegenanion ionengepaart, so dass sie ein neutrales Salz in fester Phase bereitstellen. Andere nützliche kationische Germizide sind in The Merck Index, Merck & Co., Inc., Rahway, N. J., 1989, beschrieben. Mischungen von kationischen Germiziden können verwendet werden. Die kationischen Germizide werden in die erfindungsgemässe Zusammensetzung in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-% (hiernach einfach als "%" bezeichnet), insbesondere 0,5 bis 5%, in bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, eingearbeitet.

Keine besondere Beschränkung besteht bezüglich der Komponente (b), dem Metallchelatbildner, abgesehen von seiner funktionellen Kapazität, ein Metallion zu chelatisieren. Beispiele solcher erfindungsgemäss nützlichen Chelatbildner schliessen Ethylendiamintetraessigsäure, Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure, Diethylentriaminpentaessigsäure, Nitrilotriessigsäure, Triethylentetraminhexaessigsäure, Phosphonsäuren, Tripolyphosphorsäure, Ethylenglykol-bis(2- aminoethylether)tetraessigsäure, Zitronensäure, Maleinsäure, Polyacrylsäure, Isoamylen-Maleinsäure- Copolymere, Kieselsäure, Gluconsäure, Hydroxybenzylimidinoessigsäure, Imidinoessigsäure und Salze dieser Säuren ein. Von diesen werden Ethylendiamintetraessigsäure, Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure, Zitronensäure, Tripolyphosphorsäure und Salze dieser Säuren besonders bevorzugt. Mischungen können verwendet werden.

Der Chelatbildner liegt in einer Menge von mindestens 0,5 mol pro Mol des kationischen Germizids (a) vor. Im allgemeinen wird es vorzugsweise in einem Verhältnis von 0,5 bis 5 mol, bevorzugter 0,5 bis 2 mol, am bevorzugtesten 1 bis 2 mol pro Mol des Germizids eingearbeitet. Wenn das Verhältnis weniger als 0,5 mol beträgt, wird die Wirkung der Verhinderung des Erniedrigens der antibakteriellen Aktivität des Germizids in Anwesenheit einer negativen Ladung nicht vollständig erreicht. Der Metallchelatbildner wird in der erfindungsgemässen Zusammensetzung in einem Verhältnis von 0,05 bis 5%, insbesondere 0,2 bis 3%, in bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, eingearbeitet.

In bestimmten Shampoos und Spülungen kann ein Chelatbildner zusätzlich zu einem anionischen Tensid und einem kationischen Tensid eingearbeitet werden. In solchen Fällen ist die eingearbeitete Menge an Chelatbildner jedoch extrem klein, und selbst wenn ein Germizid vorliegt, würde die antibakterielle Wirkung des Germizids nicht geschützt sein vor einer Verminderung, im Gegensatz zu dem Fall der Erfindung.

Beispiele der Komponente (c), der erfindungsgemäss nützlichen anionischen Tenside, schliessen Salze höherer Fettsäuren, vorzugsweise mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen, Salze von höheren Alkoholsulfaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von höheren Alkoholsulfonsäuren, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von sulfatisierten Fettsäuren, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von sulfonierten Fettsäuren, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von höheren Alkoholphosphaten, deren Alkoholteil vorzugsweise 10 bis 14 Kohlenstoffatome aufweist, Salze von Fettsäureestersulfaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von Fettsäureestersulfonaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von höheren Alkoholethersulfaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von höheren Alkoholethersulfonaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von mit höheren Alkoholethern substituierten Essigsäuren, der Alkoholteil vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist (hinzugefügte Anzahl an Molen von Ethylenoxid: 1 bis 15), Kondensate einer Fettsäure und einer Aminosäure, Salze von Fettsäureamid- alkylolierten Sulfaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von Fettsäureamid-alkylierten Sulfonsäuren, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, Salze von Carboxymethyl-substituierten, ethoxylierten Fettsäureamiden, deren Acylteil vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist (zugefügte Anzahl an Molen von Ethylenoxid: 1 bis 15), Salze von Sulfosuccinaten, Alkylbenzolsulfonaten, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkylphenolsulfonaten, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkylnaphthalinsulfonaten, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkylbenzoimidazolsulfonaten, vorzugsweise mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen. Bevorzugte Salze sind die Na-, K-, TEA (Triethanolamin)- und NH&sub4;&spplus;- Salze. Mischungen können verwendet werden.

Beispiele der erfindungsgemäss nützlichen, nicht-ionischen Tenside schliessen Polyoxyethylenalkylether, Polyoxyethylenalkylenether, Polyoxyethylensorbitan- Fettsäureester, Polyoxyethylensorbit-Fettsäureester, Alkylpolyglykoside, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Sucrose-Fettsäureester, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, und Alkylpolyglycerinether ein. Mischungen können verwendet werden.

Beispiele der erfindungsgemäss nützlichen, amphoteren Tenside schliessen Alkyldimethylamino-Fettsäurebetaine, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkyldimethylaminoxide, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkylcarboxymethylhydroxyethylethylimidazoliumbetaine, vorzugsweise mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, ein. Mischungen können verwendet werden.

Von diesen Tensiden werden die Salze von höheren Fettsäuren, die Salze von höheren Alkoholphosphaten, die Salze von höheren Alkoholether-substituierten Essigsäuren, Salze von Carboxymethyl-substituierten ethoxylierten Fettsäureamiden, die Alkylpolyglykoside, die Alkyldimethylamino-Fettsäurebetaine und die Alkyldimethylaminoxide besonders bevorzugt. Die Na-, K-, TEA (Triethanolamin)- und NH&sub4;&spplus;-Salze werden bevorzugt.

Um die gewünschte Reinigungswirkung bereitzustellen, wird die Komponente (c), ein anionisches Tensid allein oder eine Kombination eines anionischen Tensids mit einem nicht-ionischen Tensid und/oder einem amphoteren Tensid, in die erfindungsgemässe Zusammensetzung in einer Menge von 1 bis 80%, insbesondere 5 bis 50%, in bezug auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, eingearbeitet. Wenn Mischungen von anionischen und nicht-ionischen Tensiden verwendet werden, wird das anionische Tensid vorzugsweise zu 1 bis 70% vorliegen, und das nicht-ionische Tensid wird in einer Menge von 1 bis 70%, in bezug auf den Gesamtgewichtsprozentsatz der Tenside der Komponente (c), vorliegen. Wenn sowohl anionische, nicht-ionische als auch amphotere Tenside vorliegen, sind die bevorzugten Mengen jeweils 1 bis 70, 1 bis 70 bzw. 1 bis 70, in bezug auf den Gesamtgewichtsprozentsatz der Tenside der Komponente (c).

In der erfindungsgemässen keimtötenden, desinfizierenden Detergenszusammensetzung wird die antibakterielle, antivirale Wirkung des kationischen Germizids überhaupt nicht oder nicht wesentlich vermindert, selbst in Anwesenheit einer Substanz mit einer negativen Ladung, wie z. B. einem anionischen Tensid, weil das kationische Germizid in Kombination mit einem Metallchelatbildner vorliegt. Daher ist es auch möglich, ein zusätzliches anionisches Polymer und/oder dergleichen in die erfindungsgemässe keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung einzuarbeiten. Beispiele solcher anionischen Polymere schliessen Polymere mit Carboxylgruppen, Sulfonylgruppen, Sulfatresten oder dergleichen, z. B. Salze von Poly(meth)acrylsäure, Salze von Polyvinylalkoholsulfat, Naphthalinsulfonsäure- Formalin-Kondensate und Alkylenoxid-Addukte hiervon ein.

In der erfindungsgemässen keimtötenden, desinfizierenden Detergenszusammensetzung können andere Additive, z. B. Salze, viskositätsaufbauende Mittel, Germizide, die von den beschriebenen verschieden sind, viskositätserniedrigende Mittel, Lösungsmittel, wie z. B. Ethanol und Propylenglykol, Parfümgrundstoffe, Färbemittel usw. in herkömmlichen Grenzen, die die erfindungsgemässen Wirkungen nicht beeinträchtigen, bei Bedarf geeigneterweise eingearbeitet werden.

Die erfindungsgemässe keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung kann durch jedes an sich in der Technik bekannte Verfahren hergestellt werden; z. B. durch Mischen und/oder Rühren der einzelnen Komponenten, und sie kann in verschiedenen Formen, z. B. als wässrige Lösung, Feststoff, wässrige Suspension und dergleichen bereitgestellt werden.

Die erfindungsgemässe keimtötende, desinfizierende Detergenszusammensetzung kann auf Oberflächen mit dem Ziel der germiziden und desinfizierenden Reinigung aufgetragen werden; z. B. Handwäsche, Gesichtsreiniger, Körpershampoos, Haarshampoos, Waschmittel und Reinigungsmittel zur Instrumentenreinigung in Gebieten, die zur medizinischen Versorgung, Nahrungsmitteln und Umwelthygiene in Beziehung stehen.

Obwohl nicht gewünscht wird, an eine bestimmte Theorie gebunden zu sein, glauben die Erfinder, dass der Schlüssel zu der Theorie der Wirkung der Erfindung aus der 13C-NMR chemischen Verschiebung des α-Kohlenstoffs eines Fettsäuresalzes entnehmbar ist (das ein Beispiel eines erfindungsgemässen anionischen Tensids ist): Es verschiebt sich zu höherem Magnetfeld in Anwesenheit eines kationischen Germizids. Daher wird vermutet, dass diese Substanzen einer gegenseitigen Wechselwirkung unterliegen. Wenn EDTA (das ein Beispiel eines erfindungsgemässen Metallchelatbildners ist) anwesend ist oder zu der obigen Mischung hinzugefügt wird, geht die ¹³C-NMR chemische Verschiebung des α-Kohlenstoffs zu einem niedrigeren Magnetfeld zurück. Es wird daher in Betracht gezogen, dass die Zugabe des Metallchelatbildners die Verminderung der germiziden Wirkung des kationischen Germizids durch Eliminieren oder Vermindern der Assoziierung des Metallchelatbildners mit dem kationischen Germizid und dergleichen verhindert, so dass das kationische Germizid zu seinem ursprünglichen nicht-inhibierten Zustand zurückkehrt, wodurch es seine inhärente Wirkung zeigen kann.

Die Erfindung wird hiernach im Detail durch die folgenden Beispiele beschrieben. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass diese Erfindung nicht auf oder durch diese Beispiele beschränkt ist.

BETSPIEL 1

Die germiziden Wirkungen von verschiedenen Germiziden (Benzalkoniumhexadecylphosphat, Benzalkoniumchlorid, Didecyldimethylammoniumchlorid und Chlorhexidingluconat) sowohl in Anwesenheit eines anionisches Tensids als auch in Anwesenheit eines Metallchelatbildners, zugefügt zu einer Mischung von Germizid und anionischem Tensid, wurden untersucht.

Verfahren:

Triethanolaminlaurat wurde als anionisches Tensid verwendet und in einem Verhältnis von 28,35 Gew.-Teilen mit 1 Gew.-Teil jedes der oben aufgeführten verschiedenen Germizide vermischt, und zu Teilen der resultierenden Mischungen wurde getrennt Na-EDTA als Metallchelatbildner in variierenden Verhältnissen von 0,5 bis 10,0 mol pro Mol des Germizids hinzugefügt. Sterilisiertes destilliertes Wasser wurde zu jeder der resultierenden Mischungen hinzugefügt, um Zusammensetzungen mit 100 Gew.-Teilen insgesamt bereitzustellen. Als Kontrollen wurden Systeme, zu denen der Metallchelatbildner, Triethanolaminlaurat oder Germizid nicht hinzugefügt wurde, und einzelne Systeme dieser Komponenten hergestellt.

Ein Germiziditätstest wurde in der folgenden Weise durchgeführt. Verdünnte Systeme jeder oben beschriebenen Mischung wurden hergestellt durch Impfen jedes der zu prüfenden Keime (Escherichia coli IFO 3972 und Pseudomonas aeruginosa IFO 12689), um die Konzentration des Germizids, bei dem Keime vollständig abgetötet würden, und die für das vollständige Abtöten der Keime benötigte Zeit zu bestimmen. Genauer gesagt wurden 0,1 ml eines SCD-Mediums (Produkt von Nippon Seiyaku K. K.), enthaltend vorkultivierte Keime (etwa 10&sup9; bis 10¹&sup0; Zellen/ml) entnommen und in 10 ml der oben beschriebenen Systeme, verdünnt auf vorbestimmte Konzentrationen (Germizidkonzentration: 1, 5, 10, 25, 50, 75, 100, 200, 300 oder 500 ppm) geimpft, um den Test bei Raumtemperatur durchzuführen. Nach Ablauf vorherbestimmter Zeiten (5, 10, 15 und 30 Minuten) wurde ein Teil des mit den Keimen geimpften Systems mit einer Platinschleife entnommen und in eine Mikro-Petrischale (96 Vertiefungen, Produkt von Corning Co.), enthaltend 0,3 ml eines SCD-Mediums, für die Nachkultur geimpft. Die Kultivierung wurde 3 Tage lang bei 30ºC durchgeführt, um das Wachstum der Keime zu bestimmen (Beobachtung mit dem blossen Auge). Für diese Mikro- Petrischalen wird die Anzahl von Schalen, in denen die Keime vollständig abgetötet worden waren, als die Anzahl von sterilisierten Flächen definiert (40 Flächen sind die maximale Zahl). Die Beurteilung der Wirksamkeit der getesteten Lösung wurde durch Zählen der sterilisierten Flächen vorgenommen.

Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt.

TABELLE 1
TABELLE 2

Wie aus den Tabellen 1 und 2 ersichtlich, wurde bestätigt, dass die germizide Wirkung der kationischen Germizide durch die Zugabe der anionischen Tenside merklich behindert wird, aber durch Zugabe eines Metallchelatbildners in einem Verhältnis von 0,5 bis 10 mol pro Mol des kationischen Germizids zu diesen Systemen zurückgewonnen wird.

BEISPIEL 2

Die germiziden Wirkungen von verschiedenen Germiziden (Benzalkoniumhexadecylphosphat und Benzalkoniumchlorid) sowohl in Anwesenheit eines anionischen Tensids (Triethanolaminlaurat) und in dem Fall, wenn Natriumcitrat oder Natriumtripolyphosphat (Metallchelatbildner) zu einer solchen Mischung hinzugefügt wurden, wurden untersucht. Ein Germizitätstest wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt. Wie in den Tabellen 3 und 4 gezeigt, wird als Ergebnis die germizide Wirkung der kationischen Germizide merklich durch die Zugabe des anionischen Tensids behindert, wird aber durch Zugabe von Natriumcitrat oder Natriumtripolyphosphat in einem Verhältnis von 0,5 bis 10 mol pro Mol des kationischen Germizids zu diesen Systemen zurückgewonnen.

TABELLE 3
TABELLE 4

BEISPIEL 3

Die germiziden Wirkungen von verschiedenen Germiziden (Benzalkoniumhexadecylphosphat und Benzalkoniumchlorid) sowohl in Anwesenheit eines anionischen Tensids und dann, wenn Ethylendiamintetraacetat (Dikalium- oder Dinatriumsalz) als ein Metallchelatbildner zu einer solchen Mischung hinzugefügt wurde, wurden untersucht. Ein Germizitätstest wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 gezeigt.

TABELLE 5
TABELLE 6

BEISPIEL 4

Die germiziden Wirkungen von verschiedenen Germiziden (Benzalkoniumhexadecylphosphat, Benzalkoniumchlorid, Didecyldimethylammoniumchlorid und Chlorhexidingluconat) sowohl in einem System, in dem ein anionisches Tensid und/oder ein nicht-ionisches Tensid mit jedem Germizid vermischt wurde, und in dem Fall, in dem ein Metallchelatbildner zu den Mischsystemen hinzugefügt wurde, wurden untersucht.

Verfahren:

Das durch die folgende Formel dargestellte Alkylpolyglykosid (ein nicht-ionisches Tensid) wurde in einem Verhältnis von 10 Gew.-Teilen mit 1 Gew.-Teil jedes der verschiedenen Germizide gemischt.

Teile der resultierenden Mischung wurden getrennt mit Natrium-EDTA als Chelatbildner in verschiedenen Verhältnissen von 0,5 bis 10,0 mol pro Mol des Germizids gemischt. Sterilisiertes, destilliertes Wasser wurde zu jeder der resultierenden Mischungen auf insgesamt 100 Gew.-Teile hinzugefügt. Als Kontrollen wurden Systeme, zu denen die Metallchelatbildner, 3 Gew.-Teile Triethanolaminlaurat als anionisches Tensid oder Germizid nicht hinzugefügt wurde, und einzelne Systeme dieser Komponenten hergestellt.

Ein Germiziditätstest wurde in der folgenden Weise durchgeführt. Verdünnte Systeme jeder oben beschriebenen Mischung wurden hergestellt durch Impfen jedes der zu prüfenden Keime (Escherichia coli IFO 3972 und Pseudomonas aeruginosa IFO 12689), um die Konzentration des Germizids, bei dem Keime vollständig abgetötet wurden, und die für das vollständige Abtöten der Keime benötigte Zeit zu bestimmen. Genauer gesagt wurden 0,1 ml eines SCD-Mediums (Produkt von Nippon Seiyaku K.K.), enthaltend vorkultivierte Keime (etwa 10&sup9; bis 10¹&sup0; Zellen/ml), entnommen und in 10 ml der oben beschriebenen Systeme, verdünnt auf vorbestimmte Konzentrationen (Germizidkonzentration: 1, 5, 10, 25, 50, 75, 100, 200, 300 oder 500 ppm) geimpft, um den Test bei Raumtemperatur durchzuführen. Nach Ablauf vorherbestimmter Zeiten (5, 10, 15 und 30 Minuten) wurde ein Teil des mit den Keimen geimpften Systems mit einer Platinschleife entnommen und in eine Mikro-Petrischale (96 Vertiefungen, Produkt von Corning Co.), enthaltend 0,3 ml eines SCD-Mediums, für die Nachkultur geimpft. Die Kultivierung wurde 3 Tage lang bei 30ºC durchgeführt, um das Wachstum der Keime zu bestimmen (Beobachtung mit dem blossen Auge), und die Beurteilung der Wirksamkeit der getesteten Lösung wurde durch Zählen der sterilisierten Flächen unternommen. Insbesondere wurde die Beurteilung durch Zählen der Flächen (40 Flächen sind die maximale Zahl) ohne Keimwachstum auf einem Microplanter durchgeführt.

Die Ergebnisse sind in den Tabellen 7 und 8 gezeigt.

TABELLE 7

* Beispiele ausserhalb des beanspruchten Bereichs

TABELLE 8

* Beispiele ausserhalb des beanspruchten Bereichs

BEISPIEL 5

Die germiziden Wirkungen verschiedener Germizide (Benzalkoniumhexadecylphosphat, Benzalkoniumchlorid, Didecyldimethylammoniumchlorid und Chlorhexidingluconat), sowohl in einem System, in dem ein anionisches Tensid und/oder ein nicht-ionisches Tensid mit jedem Germizid gemischt wurde, und in einem System, in dem ein Metallchelatildner zu den Mischungen hinzugefügt wurde, wurden untersucht.

Ein Germizitätstest wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 durchgeführt, nur dass Polyoxyethylen (3,0)- laurylether anstelle des Alkylpolyglycosids als nicht- ionisches Tensid verwendet wurde.

Die Ergebnisse sind in den Tabellen 9 und 10 gezeigt.

TABELLE 9

* Beispiele ausserhalb des beanspruchten Bereichs

TABELLE 10

* Beispiele ausserhalb des beanspruchten Bereichs

BEISPIEL 6

Die germiziden Wirkungen verschiedener Germizide (Benzalkoniumchlorid und Chlorhexidingluconat), sowohl in einem System, in dem ein anionisches Tensid und/oder ein amphoteres Tensid mit jedem Germizid gemischt wurde, und in einem System, in dem ein Metallchelatbildner zu solch einem System hinzugefügt wurde, wurden untersucht.

Ein Germizitätstest wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 durchgeführt, nur dass Alkyldimethylaminoxid, dargestellt durch die folgende Formel, als amphoteres Tensid anstelle des Alkylpolyglycosids als nicht-ionisches Tensid verwendet wurde.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 11 gezeigt.

TABELLE 11

* Beispiele ausserhalb des beanspruchten Bereichs

Wie aus den Beispielen 1 bis 6 ersichtlich, sind kationische Germizide in Anwesenheit eines anionischen Tensids stark in ihrer inhärenten germiziden Wirkung behindert, während die germizide Wirkung nicht behindert wird, wenn ein Metallchelatbildner in mindestens vorzugsweise 0,5 mol pro Mol des Germizids zu solch einer Mischung hinzugefügt werden. Es ist auch ersichtlich, dass die erfindungsgemässen Zusammensetzungen nützliche Zusammensetzungen sind, die gleichzeitig sowohl hervorragender keimtötender Kraft als auch Reinigungsvermögen genügen.

Offensichtlich sind zahlreiche Modifikationen und Variationen der Erfindung im Licht der obigen Lehren möglich. Es ist daher klar, dass im Umfang der anhängenden Ansprüche die Erfindung anders durchgeführt werden kann, als hier speziell beschrieben.


Anspruch[de]

1. Keimtötende, desinfizierende Detergenzzusammensetzung, umfassend (a) ein kationisches Germizid in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, (b) einen Metallchelatbildner in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-%, und (c) mindestens ein anionisches Tensid in einer Menge von 1 bis 80 Gew.-%, wobei der Metallchelatbildner in einer Menge von mindestens 0,5 mol pro Mol Germizid vorliegt, mit der Massgabe, dass das kationische Germizid (a) nicht durch die folgende allgemeine Formel (I) dargestellt wird:

wobei R eine langkettige Alkylgruppe, eine langkettige Alkenylgruppe oder eine langkettige Hydroxyalkylgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellt, R&sub1;, R&sub2; und R&sub3; jeweils eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Benzylgruppe oder eine Polyoxyethylengruppe mit einer Gesamtadditionsmolzahl von nicht mehr als 10 darstellt, und X entweder ein Halogen oder eine Alkylsulfatgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen darstellt.

2. Keimtötende, desinfizierende Detergenzzusammensetzung, umfassend (a) eine Benzalkoniumverbindung mit einem Gegenion als kationisches Germizid in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, (b) einen Metallchelatbildner in einer Menge von 0,05 bis 5 Gew.-% und (c) mindestens ein anionisches Tensid in einer Menge von 1 bis 80 Gew.-%, wobei der Metallchelatbildner in einer Menge von mindestens 0,5 mol pro Mol der Benzalkoniumverbindung vorliegt.

3, Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, wobei das kationische Germizid ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus kationischen Tensidgermiziden, Biguanidgermiziden und Aminosäuregermiziden.

4. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Metallchelatbildner ausgewählt wird aus Ethylendiamintetraessigsäure, Hydroxyethylethylendiamintriessigsäure, Diethylentriaminpentaessigsäure, Nitrilotriessigsäure, Triethylentetraminhexaessigsäure, Phosphonsäuren, Tripolyphosphorsäure, Ethylenglykol-bis(2- aminoethylether)tetraessigsäure, Zitronensäure, Maleinsäure, Polyacrylsäure, Isoamylen-Maleinsäure- Copolymeren, Kieselsäure, Gluconsäure, Hydroxybenzylimidinoessigsäure, Imidinoessigsäure und Salzen dieser Säuren.

5. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei das anionische Tensid ausgewählt wird aus der Gruppe bestehend aus Salzen höherer Fettsäuren, Salzen höherer Alkoholsulfate, Salzen höherer Alkoholsulfonsäuren, Salzen von Sulfat-Fettsäuren, Salzen von Sulfonat-Fettsäuren, Salzen von höheren Alkoholphosphaten, Salzen von Fettsäureestersulfaten, Salzen von Fettsäureestersulfonaten, Salzen von Fettsäureestersulfonaten, Salzen von höheren Alkoholethersulfaten, Salzen von höheren Alkoholethersulfonaten, Salzen von höheren Alkoholether-substituierten Essigsäuren, Kondensaten einer Fettsäure und einer Aminosäure, Salzen von fettsäureamidalkylolierten Sulfaten, Salzen von fettsäureamidalkylierten Sulfonaten, Salzen von Carboxymethyl-substituierten ethoxylierten Fettsäureamiden, Salzen von Sulfosuccinaten, Alkylbenzolsulfonaten, Alkylphenolsulfonaten, Alkylnaphthalinsulfonaten und Alkylbenzoimidazolsulfonaten.

6. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei die Zusammensetzung weiterhin ein nicht-ionisches Tensid umfasst, ausgewählt aus Polyoxyethylenalkylethern, Polyoxyethylenalkylenethern, Polyoxyethylensorbitan- Fettsäureestern, Polyoxyethylensorbit- Fettsäureestern, Alkylpolyglycosiden, Sucrose- Fettsäureestern und Alkylpolyglycerinethern.

7. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, wobei die Zusammensetzung weiterhin ein amphoteres Tensid, ausgewählt aus Alkyldimethylamino-Fettsäurebetainen, Alkyldimethylaminoxiden und Alkylcarboxymethylhydroxyethylimidazolbetainen, umfasst.

8. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, wobei der Metallchelatbildner in einer Menge von 0,5 bis 5 mol pro Mol des kationischen Germizids vorliegt.

9. Zusammensetzung gemäss Anspruch 1, wobei der Metallchelatbildner ausgewählt wird aus Ethylendiamintetraessigsäure, Zitronensäure, Tripolyphosphorsäure und Salzen dieser Säuren.

10. Verfahren zum keimtötenden und desinfizierenden Reinigen, das die Schritte des Reinigens einer Oberfläche mit der Detergenzzusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.

11. Verwendung der Detergenzzusammensetzung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9 zum keimtötenden und desinfizierenden Reinigen.







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