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Dokumentenidentifikation DE10047359A1 25.04.2002
Titel Datenträger in Kartenform
Anmelder Xetos AG, 82064 Straßlach-Dingharting, DE
Erfinder Ebert, Dieter, 81375 München, DE
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 25.09.2000
DE-Aktenzeichen 10047359
Offenlegungstag 25.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.04.2002
IPC-Hauptklasse B42D 15/10
IPC-Nebenklasse G06K 19/00   
IPC additional class // B42D 101:00,209:00,109:00  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Datenträger im Kartenformat, der eine von außen sichtbare und/oder unsichtbare Information trägt. Zum kostengünstigen Erhöhen des Kopierschutzes ist der Datenträger insgesamt transparent ausgestaltet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Datenträger in Kartenform, beispielsweise einen Personalausweis, eine Scheck- oder Kreditkarte, einen Sicherheitsausweis, eine Gesundheitskarte, eine Clubkarte, eine Computerkarte, eine Fahrkarte, eine Versicherungskarte, eine Karte mit einem Werteinheitenspeicher, eine Schlüsselkarte, eine Kundenkarte, etc. Auf dem Datenträger ist Information sichtbar und/oder unsichtbar aufgebracht. Beispielsweise können auf solchen Datenträgern Bild- und/oder Textdaten codiert und/oder uncodiert aufgedruckt, eingeprägt, eingestanzt, oder sonstwie aufgebracht sein.

Solche Datenträger sollen häufig gegen eine nachträgliche Manipulation bzw. ein Kopieren geschützt werden. Als Kopierschutz sind bereits verschiedene Maßnahmen bekannt, beispielsweise Hologramme in Form von kleinen Siegeln auf einer Kartenaußenseite unlösbar anzubringen, welche sich mit handelsüblichen Kopiergeräten nicht kopieren lassen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Datenträger in Kartenform kostengünstig gegen einfaches Kopieren zu schützen.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1. Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Danach ist der Datenträger in Kartenform, der eine von außen sichtbare und/oder unsichtbare Information trägt, insgesamt transparent ausgestaltet. Dies erschwert vorteilhaft ein Kopieren der Karte, da auf transparente Materialien als Kopiermedien mit handelsüblichen Kopierern - wenn überhaupt - nur mit deutlichem Qualitätsverlust kopiert werden kann. Die Information ist optisch sichtbar aufgebracht, wobei sie aufgrund der Transparenz von beiden Außenseiten ausgelesen werden kann. Zusätzlich kann Information beispielsweise noch unsichtbar auf einem Magnetstreifen gespeichert sein, der von außen mittels eines geeigneten Lesegeräts ausgelesen werden kann. Dann kann die Karte im Bereich des Magnetstreifens bei Verwendung eines nicht transparenten Magnetstreifens dort ebenfalls nicht transparent sein. Die sichtbare Information nimmt jedoch einen im Vergleich zum gesamten Kartenkörper geringen Flächenanteil ein, damit die transparente Eigenschaft der gesamten Karte überwiegt. Die gesamte Karte kann auch vollständig transparent sein, wobei die Karte dann eine unsichtbare Information enthält, die beispielsweise nur mit einem speziellen Lesegerät, einem Laser mit einem bestimmten schmalen Frequenzbereich (Infrarot, Ultraviolett, etc.), usw. ausgelesen werden kann.

Bevorzugt ist der Datenträger als Laminat aus mehreren transparenten Schichten ausgestaltet, wobei die von außen sichtbare Information auf einer der inneren Schichten des Laminats aufgebracht ist. Vorteilhaft wird hierdurch die Kopiersicherheit nochmals erhöht, da somit nicht einfach auf eine transparente Plastikfolie kopiert werden kann, bei der dann nach dem Kopieren der Toner bzw. die Tinte auf einer Außenseite der Folie aufgebracht wäre und nicht im Inneren der Karte, was anhand des Erscheinungsbild der Karte leicht geprüft werden kann.

Zwecks erhöhtem Kopierschutz weist der Datenträger bevorzugt eine das Licht beugende, brechende, absorbierende, streuende und/oder reflektierende Struktur auf. Dies können beispielsweise Metallfolien und/oder ein transparenter Bereich mit einem eingeprägten Beugungsgitter sein, daß je nach Betrachtungswinkel das Licht in unterschiedlicher Farbe reflektiert und/oder durchläßt. Die lichtbeugende Struktur kann beispielsweise bei einem Laminat in einer zusätzlichen Schicht eingeprägt sein. Zudem kann sie auch eine Information (z. B. einen Schriftzug und/oder ein Bild) darstellen, die beispielsweise je nach Betrachtungswinkel mit einer anderen Farbe sichtbar wird. Das durch die lichtbeugende und/oder -brechende Struktur durchscheinende Licht wird also je nach Ausrichtungswinkel der transparenten Karte zu einer äußeren Lichtquelle unterschiedlich gebeugt und/oder gebrochen. Als reflektierende Struktur können beispielsweise kleine spiegelnde Metallfäden in die Karte eingebettet sein, beispielsweise als Schriftzug und/oder Bild.

Besonders bevorzugt ist die lichtbeugende Struktur ein Hologramm, um die Kopiersicherheit noch weiter zu erhöhen. Diese Hologramm kann beispielsweise lediglich mit einem bestimmten Wellenlängenbereich (sehr enger Frequenzbereich im optisch sichtbaren Wellenlängenbereich, Infrarot, Ultraviolett) rekonstruiert werden, so daß die Karte bei normaler Betrachtung vollständig transparent ist und das Hologramm erst unter den speziellen Bedingungen rekonstruiert wird. So kann beispielsweise in einem speziellen Lesegerät die Authentizität der transparenten Karte daran geprüft werden, daß das Hologramm unter den speziellen Bedingungen von einer Kamera aufgezeichnet wird.

Ganz besonders bevorzugt ist das Hologramm dabei als ein in Transmission auslesbares Hologramm ausgestaltet. Dies bietet bei einer transparenten Karte insbesondere den Vorteil, daß das Ausleselicht nunmehr auf die Rückseite der Karte auffallen kann und das Hologramm von der Vorderseite aus betrachtet werden kann. Bei den bekannten nicht transparenten Karten mit einem in Transmission auslesbaren Hologramm ist noch eine Reflektionsschicht hinter dem Hologramm-Aufzeichnungsmedium erforderlich, die das von der Vorderseite durch das in Transmission auslesbare Hologramm durchfallende Licht zurück reflektiert und vorne sichtbar macht.

Bevorzugt ist die lichtbeugende Struktur als Kombination eines Transmissions-(Flächenhologramm) und Reflexionshologramm (durch Bragg-Ebene gebildetes Volumenhologramm) ausgestaltet. Diese Kombination stellt aufgrund ihres einzigartigen Erscheinungsbildes (in Regenbogenfarben schillerndes Transmissionshologramm und ein in der Regel einfarbiges Reflexionshologramm) ein besonders gut erkennbares Sicherheitsmerkmal dar, das einerseits nur schwer zu kopieren ist und andererseits leicht identifiziert werden kann. Für weitere Details bezüglich der Kombination dieser beiden Hologrammtypen wird auf die deutsche Patentanmeldung 199 24 385.9 des gleichen Anmelders verwiesen.

Bevorzugt ist zwecks niedrigerer Fertigungskosten der Karte diese als Monokarte ausgestaltet. Die Information kann dabei in den transparenten einschichtigen Kartenkörper sichtbar eingeprägt, ausgestanzt o. ä. sein. Besonders bevorzugt ist die das Licht beugende und/oder brechende Struktur in der einzelnen Schicht der Monokarte enthalten.

Bevorzugt weist der Datenträger als weiteres Sicherheitsmerkmal gegen ungewolltes Kopieren einen aktiv leuchtenden Bereich auf. Dabei kann der aktiv leuchtende Bereich ein Leuchtpolymer oder eine organische Leuchtdiode (OLED) sein, wobei die OLED bevorzugt über ein in der Karte eingebettetes Induktionsfeld elektrisch versorgt wird.

Die Erfindung sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nunmehr anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung der Karte eine transparente Kunststoffolie mit einer bestimmten Dicke, die beispielsweise 0,25 mm betragen kann. Aus dieser transparenten Kunststoffolie werden kartenformgroße Abschnitte ausgestanzt. Diese können anschließend mittels eines geeigneten Druckers einseitig mit einem Schriftzug und/oder einem Bild bedruckt werden. Weiteren ausgestanzten Abschnitten kann anschließend mittels eines Lasers ein Beugungsmuster in Form eines Transmissions-Hologramms eingeschrieben werden. Die Beugungsstreifen entstehen beispielsweise durch lokale Veränderung des Brechungsindex der Kunststoffolie aufgrund thermischer Veränderung der polymerisierten Fasern bzw. deren Anordnung zueinander in dem Kunststoff.

Anschließend wird ein bedruckter Abschnitt mit der bedruckten Außenseite nach innen als untere Schicht, ein darauf angeordneter ausgestanzter Abschnitt mit einer Hologrammstruktur als mittlere Schicht und ein unbedruckter Abschnitt als obere Schicht miteinander laminiert. Durch die beiden äußeren Schichten wird die empfindlichere Schicht mit dem Hologramm vor Beschädigung geschützt. Ferner ist der Schriftzug und/oder das Bild bei dieser Anordnung sozusagen im Inneren der Karte enthalten, was von außen leicht als Sicherheitsmerkmal erkennbar ist. Um diesen Effekt weiter zu verstärken, kann beispielsweise die Schichtdicke der Folie erhöht werden.

In die so erhaltene laminierte, transparente Karte kann ferner ein als Speicher mit einer Hochfrequenz-Datenübertragungseinrichtung ausgebildeter Chip, eine OLED (organisch leuchtende Emissionsdiode) mit einem als Induktionsfeld ausgebildeten Spannungsversorgungsschaltkreis zum Versorgen der OLED mit elektrischer Energie von außen, ein Magnetlesestreifen, ein Leuchtpolymer, etc. implantiert werden. Im Falle einer implantierten OLED kann also mittels eines einfachen Prüfgerätes, welches ein auf das Induktionsfeld abgestimmtes elektromagnetisches Feld zwecks Energieversorgung der OLED erzeugt, anhand des Aufleuchtens der OLED die Authentizität der Karte überprüft werden.

Alternativ kann die Karte auch als Monokarte aus einer transparenten Kunststoffolie ausgestanzt sein, in die beispielsweise lediglich das Hologramm (z. B. als Kombination eines Reflexions- (Volumenhologramm) und eines Transmissionshologramms (Flächenhologramm) eingeschrieben ist und ansonsten keine weitere Information aufgedruckt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Datenträger in Kartenform, der eine von außen sichtbare und/oder unsichtbare Information trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Datenträger transparent ist.
  2. 2. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 1, welcher als Laminat aus mehreren transparenten Schichten ausgestaltet ist, wobei die von außen sichtbare Information auf einer der inneren Schichten des Laminats aufgebracht ist.
  3. 3. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 1 oder 2, welcher ferner eine das Licht beugende, brechende, absorbierende, streuende und/oder reflektierende Struktur aufweist.
  4. 4. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 3, bei welchem die das Licht beugende bzw. brechende Struktur ein Hologramm ist.
  5. 5. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 4, bei welchem das Hologramm als ein in Transmission auslesbares Hologramm ausgestaltet ist.
  6. 6. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 3, bei welchem die das Licht beugende bzw. brechende Struktur als Kombination eines Transmissions- und Reflexionshologramm ausgestaltet ist.
  7. 7. Datenträger in Kartenform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welcher als Monokarte ausgestaltet ist.
  8. 8. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 7, bei welchem die das Licht beugende bzw. brechende Struktur in der einzelnen Schicht der Monokarte enthalten ist.
  9. 9. Datenträger in Kartenform nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welcher ferner einen aktiv leuchtenden Bereich aufweist.
  10. 10. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 9, bei welchem der aktiv leuchtende Bereich ein Leuchtpolymer ist.
  11. 11. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 10, bei welchem der aktiv leuchtende Bereich eine organische Leuchtdiode (OLED) ist.
  12. 12. Datenträger in Kartenform nach Anspruch 10, bei welchem die OLED über ein in der Karte eingebettetes Induktionsfeld elektrisch versorgt wird.






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