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Dokumentenidentifikation DE10119894A1 25.04.2002
Titel Zylinderrollenlager
Anmelder Aktiebolaget SKF, Göteborg/Gotenburg, SE
Erfinder Rößner, Sonja, 97516 Oberschwarzach, DE;
Weidinger, Alfred, 97464 Niederwerrn, DE;
May, Erwin, 97422 Schweinfurt, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 24.04.2001
DE-Aktenzeichen 10119894
Offenlegungstag 25.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.04.2002
IPC-Hauptklasse F16C 33/46
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Zylinderrollenlager (1), bestehend aus einem Außenring (2), einem Innenring (3), einer Vielzahl von zwischen Außenring (2) und Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern (4) sowie mindestens einem Käfig (5, 5'), der eine der Anzahl der Wälzkörper (4) entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen (6) aufweist, wobei der Käfig (5, 5') eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweist und in einer Nut (7) im Außenring (2) oder Innenring (3) angeordnet ist. Zur Verbesserung der Stabilität und des Führungsverhaltens des Käfigs ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Käfig (5, 5') Vorsprünge (8) aufweist, die normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustreten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zylinderrollenlager bestehend aus einem Außenring, einem Innenring, einer Vielzahl von zwischen Außenring und Innenring angeordneten Wälzkörpern sowie mindestens einem Käfig, der eine der Anzahl der Wälzkörper entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen aufweist, wobei der Käfig eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweist und in einer Nut im Außenring oder Innenring angeordnet ist.

Zylinderrollenlager der gattungsgemäßen Art sind bekannt und werden als Lager mit Scheibenkäfig bezeichnet. Zur Führung der Zylinderrollen werden Käfige eingesetzt, die eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweisen. Entsprechende Lager mit Scheibenkäfigen sind beispielsweise aus der DE 42 44 091 A1 und der DE 197 36 374 A1 bekannt.

Wenngleich der Einsatz von Scheibenkäfigen bei Zylinderrollenlagern gewisse Vorteile bringt, stellt die relativ geringe Stabilität des Käfigs zumindest dann ein Problem dar, wenn dieser an einer Umfangsstelle geschlitzt ist, damit er in die den Käfig aufnehmende Nut eingesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zylinderrollenlager mit einem Scheibenkäfig so auszugestalten, dass der Käfig eine erhöhte Stabilität aufweist. Damit soll auch das Laufverhalten infolge verbesserter Führungsmöglichkeit optimiert werden.

Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig Vorsprünge aufweist, die normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustreten.

Die Vorsprünge sind bevorzugt als Ausformungen, insbesondere Ausstanzungen, aus der Basisgeometrie des Käfigs gebildet. Hierdurch lässt sich eine besonders wirtschaftliche Herstellung des Käfigs erreichen.

Der Außenring des Zylinderrollenlagers kann dabei so ausgeführt sein, dass er mindestens einen sich radial erstreckenden Bord aufweist, wobei dann die Vorsprünge mit ihrem radial außenliegenden Ende am Bord anliegend den Käfig radial führen.

Ein besonders gutes Laufverhalten ergibt sich für das Zylinderrollenlager, wenn es mit zwei Scheibenkäfigen ausgestattet ist; bevorzugt wird dabei dann im aalen Endbereich der Wälzkörper jeweils ein Käfig angeordnet.

Zur Vereinfachung der Montage bzw. damit diese überhaupt erst möglich wird, kann vorgesehen sein, dass der Käfig an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung aufweist. Diese Unterbrechung kann nach der Montage des Scheibenkäfigs in das Lager beispielsweise durch Verschweißen oder Verkleben wieder geschlossen werden; genauso ist es auch möglich, Verschlusselemente an der Unterbrechungsstelle anzuordnen, mit denen die Unterbrechungsstelle, z. B. durch formschlüssiges Eingreifen zweier Haken, am Auseinandergehen gehindert wird.

Zur Verbesserung der Notlaufeigenschaft des Käfigs kann weiterhin vorgesehen sein, dass - alternativ oder additiv zu den sich in den Bordbereich erstreckenden Vorsprüngen - die Vorsprünge als Haltenasen ausgeführt sind, die zumindest teilweise im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers axial im Bereich der Laufbahn des Außenrings positioniert sind.

Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung eines Zylinderrollenlagers mit Scheibenkäfig wird es möglich, das Laufverhalten des Lagers zu verbessern und die Stabilität des Käfigs zu erhöhen. Weiterhin wird eine sehr einfache und damit preiswerte Herstellungsmöglichkeit für den Käfig geschaffen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch den Radialschnitt durch ein Zylinderrollenlager,

Fig. 2 den Ausschnitt aus der Seitenansicht des Lagers und

Fig. 3 eine Vergrößerung eines Ausschnitts aus Fig. 1, die den sich in der Nut befindlichen Käfig darstellt.

In Fig. 1 ist ein Zylinderrollenlager 1 dargestellt, das einen Außenring 2, einen Innenring 3 sowie zwischen Außen- und Innenring angeordnete Wälzkörper 4 aufweist. Der Außenring 2 hat sich radial erstreckende Borde 9 und 10. Die Führung der Wälzkörper 4 wird durch zwei Käfige 5 und 5' bewerkstelligt, die sich jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper 4 befinden. Zur Positionierung der Käfige 5, 5' ist jeweils eine Nut 7 vorgesehen, die in den Außenring 2 eingedreht ist.

Der Käfig ist also als sogenannter Scheibenkäfig ausgebildet und weist eine im wesentlichen ringförmige flache Basiskontur auf. Durch einen Stanzvorgang des aus Blech bestehenden Käfigs 5, 5' sind erfindungsgemäß Vorsprünge 8 derart eingearbeitet, dass diese sich normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs herausheben. Wie in Fig. 1 gut gesehen werden kann, ragen diese Vorsprünge 8 aus dem axialen Bereich der Wälzkörper 4 heraus und schaffen mit ihrem radial außen liegenden Ende 11 eine Anlagefläche am radial innen liegenden Ende der Borde 9 bzw. 10. Der Käfig 5, 5' kann damit radial geführt werden.

In Fig. 2 ist die Seitenansicht eines Ausschnitts des Zylinderrollenlagers 1 dargestellt. Dieser Figur kann zunächst entnommen werden, dass der Käfig 5 Aufnahmetaschen 6 für die zu führenden Wälzkörper 4 definiert. Gut zu erkennen ist auch, wie das radial außen liegende Ende 11 der Vorsprünge 8 die Anlage am Bord 9 definiert.

Zwecks Verbesserung der Montage ist vorgesehen, dass der Käfig 5 an einer Umfangsstelle eine Unterbrechung 12 aufweist. Im Ausführungsbeispiel sind keine weiteren Vorkehrungen getroffen, dass diese Unterbrechungsstelle 12 nach der Montage verschlossen wird. Dies kann jedoch - wie oben bereits beschrieben - geschehen.

In Fig. 3 ist dargestellt, dass am flachen, ringförmigen Basiskörper des Käfigs 5, der in die Nut 7 eingesetzt ist, eine Haltenase 13 angeformt sein kann, die normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustritt; im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers befindet sich diese Haltenase 13 axial im Bereich der Laufbahn des Außenrings 2. Löst sich unbeabsichtigterweise eine nicht dargestellte Verbindung, mit der die Unterbrechungsstelle 12 (siehe Fig. 2) nach der Montage des Lagers verschlossen wird, kann die Haltenase 13 sicherstellen, dass immer noch eine gute Notlaufeigenschaft des Lagers erhalten bleibt, da sie an der geschliffenen Laufbahn des Außenrings anläuft. Die Haltenasen 13 können alternativ oder additiv zu den Vorsprüngen 8 (gemäß Fig. 1 und 2) vorgesehen sein. Bezugszeichenliste 1 Zylinderrollenlager

2 Außenring

3 Innenring

4 Wälzkörper

5, 5' Käfig

6 Aufnahmetaschen

7 Nut

8 Vorsprung

9, 10 Bord

11 radial außen liegendes Ende des Vorsprungs

12 Unterbrechung

13 Haltenase


Anspruch[de]
  1. 1. Zylinderrollenlager

    Zylinderrollenlager (1), bestehend aus

    einem Außenring (2),

    einem Innenring (3),

    einer Vielzahl von zwischen Außenring (2) und Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern (4) sowie

    mindestens einem Käfig (5, 5'), der eine der Anzahl der Wälzkörper (4) entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen (6) aufweist,

    wobei der Käfig (5, 5') eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweist und in einer Nut (7) im Außenring (2) oder Innenring (3) angeordnet ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    der Käfig (5, 5') Vorsprünge (8) aufweist, die normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustreten.
  2. 2. Zylinderrollenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (8) als Ausformungen, insbesondere Ausstanzungen, aus der Basisgeometrie des Käfigs gebildet sind.
  3. 3. Zylinderrollenlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenring (2) so ausgeführt ist dass er mindestens einen sich radial erstreckenden Bord (9, 10) aufweist, und dass die Vorsprünge (8) mit ihrem radial außenliegenden Ende (11) an dem mindestens einen Bord (9, 10) anliegend den Käfig (5, 5') radial führen.
  4. 4. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei Käfige (5, 5').
  5. 5. Zylinderrollenlager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Käfige (5, 5') jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper (4) angeordnet sind.
  6. 6. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Endbereich des mindestens einen Bords (9, 10) geschliffen ist.
  7. 7. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung (12) aufweist.
  8. 8. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (8) als Haltenasen (13) ausgeführt sind, die zumindest teilweise im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers (1) axial im Bereich der Laufbahn des Außenrings (2) positioniert sind.
  9. 9. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') aus Blech oder Kunststoff besteht.






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