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Dokumentenidentifikation DE10026408A1 02.05.2002
Titel Materialfühler für Bearbeitungsaggregate dargestellt bei Metallkreissägen
Anmelder Dimter, Erwin, 89257 Illertissen, DE
Erfinder Dimter, Erwin, 89257 Illertissen, DE
DE-Anmeldedatum 29.05.2000
DE-Aktenzeichen 10026408
Offenlegungstag 02.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.2002
IPC-Hauptklasse B23D 47/08
IPC-Nebenklasse B23D 45/00   B27B 5/29   B26D 7/01   H01H 13/18   
Zusammenfassung Bei Bearbeitungsaggregaten, angenommen bei Metallkreissägen mit entsprechenden Sägeblattdurchmessern und wechselnden zu sägendem Material, besonderes bei Winkel und Profilmaterial, ist es schwierig, die Eingriffsposition des Sägeblattes zu bestimmen.
Ein vorgeschalteter Materialfühler entsprechender Ausführung erkennt zuverlässig die Eingriffsposition und kann den Eilgang des Zustellhubes auf den Arbeitsvorschub umschalten.

Beschreibung[de]

Bei Metallkreissägen in normaler, halbautomatischer oder vollautomatischer Ausführung, wird die obere und untere Position des Sägeaggregates für den zu sägenden Materialquerschnitt, von Hand eingegeben oder man stellt die jeweiligen Anschläge für die untere und obere Position ein. Es ist schwierig die richtige Position kurz vor dem Eingriff des Sägeblattes in das Material zu bestimmen, insbesondere dann, wenn das zu sägende Material einem Winkel, T, U oder sonstigen ungleichschenkligen Profilen entspricht. Es sind auch Lösungen bekannt, wo das Profil mit seinen Maßen im Computer oder SPS eingegeben und dann abgerufen wird. Dies hat aber den Nachteil, daß das zu sägende Profil immer so eingegeben werden muß, wie es der Programmierer von seinem Gesichtspunkt positioniert hat. Kommt das Sägeblatt mit der Zustellgeschwindigkeit oder im Eilgang, entsprechend seinem Radius früher in Eingriff, dann berstet das Sägeblatt, überlastet das Getriebe oder es gibt einen schlechten Anschnitt mit Ausfranzungen, je nach Material. Die Wegpositionen werden manuell festgelegt und es wird unnötig der ganze Hub des Aggregates in Anspruch genommen. Damit das Zustellen schneller geht, wird jeweils die Vorschubgeschwindigkeit für die Zustellung verstellt und kurz vor dem Materialeingriff die annähernd richtige Vorschubgeschwindigkeit eingestellt. Die bisherige Arbeitsweise ist mit Risiken, Kosten und unnötigem Zeitaufwand verbunden.

Es wird eine Lösung gesucht, die unabhängig von der Computereingabe, jedes Profil automatisch erkennt, das Sägeaggregat mit seinem Sägeblatt, kurz vor dem Eingriff, den Eilgang stoppt und die gewählte Vorschubgeschwindigkeit in Wirkung bringt, sowie die Schnittposition für den Rücklauf festlegt oder in Erinnerung hat, damit beim erneuten Sägen desselben Materials das Sägeaggregat keinen unnötigen Weg zurückgelegt.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein in der Höhe verstell- und verschiebbarer Anschlag an der unteren Anschlagseite, dieselbe oder annähernde Kontur vom Radius des Sägeblattes besitzt und so in der Sägerichtung verstellbar angeordnet, daß die untere Anschlagseite mit seiner Kontur, vor oder nachdem Sägeblatt, auf das zu sägende runde, rechteckige, quadratische Material mit beliebigem Profil, aufsteht und bei der weiteren Bewegung in der Verlängerung der axialen Führung, der oben befestigte Endschalter frei wird und den Kontakt gibt, damit der Vorschub von Eilgang in den Arbeitsgang umschaltet, gleichzeitig wird diese Position für den Rücklaufweg gespeichert oder festgelegt. Wenn das Material durchgeschnitten ist, bewegt sich das Sägeaggregat zurück und bleibt in der vorher festgelegten Position stehen, bis der Impuls für einen neuen Schnitt gegeben wird. Bei dem begrenzten Platzangebot im Bereich des Sägeblattes und des umgebenden Schutzes kann es vorteilhaft sein, einen Materialfühler in Wirkung zu bringen, welcher im oder am Sägeschutz aus platzgründen aus einem Materialstreifen besteht und die Führung extern vom Sägeblattschutz angebracht ist, gemäß Fig. 4 + 5 der folgenden Beschreibung.

Nachstehende Skizzen und Beschreibung erläutern den Erfindungsgegenstand.

Fig. 1, zeigt das Sägeaggregat mit Kreissägeblatt 1 mit seinem Durchmesser von 400 mm, den Flansch 2, das Gehäuse 3, die Führungswellen 4 und 5, Das Joch 6 mit dem Endschalter 7, die Gewinde 8 + 9 zur Aufnahme des Materialfühlers 10, die Tischplatte 11 mit dem Anschlag 12 und des zu sägenden Winkeleisen 13. Die Pfeilrichtung 14 und 15. Pfeilrichtung 16 + 17, die gezahnte Oberfläche 26, die Druckfeder 27

Fig. 2 zeigt die Seitenansicht mit dem Kreissägeblatt 1, dem Flansch 2, das Gehäuse 3 mit der Welle 5, dem Joch 6. die Pfeilrichtung 18 + 19, den Drehpunkt 20, das Getriebegehäuse 21, der Antriebswelle 22, mit dem Flansch 23, die Führungen 24 + 25, für die Welle 5.

Fig. 3 zeigt das Sägeaggregat mit dem Sägeblatt 1 mit 400 mm Durchmesser in der Ruheposition 28, die Position 29, bei Eingriff des Sägeblattes in das Winkeleisen 13. Die Position 30, nachdem das Winkeleisen 13 durchgesägt wurde.. Der Weg 31 beträgt 150 mm bis der vorstehende Materialfühler 10 das Winkeleisen 13 erreicht, das Maß 32 mit 41 mm, ist ausreichend für die Umschaltzeit von Eilgang auf den Arbeitshub der Vorschubbewegung vom Sägeaggregat.

Fig. 4 zeigt das Sägeblatt 1, den Flansch 2, das Gehäuse 3, den Materialfühler 10, die Tischplatte 11, mit dem Anschlag 12, das Material 13, Pfeilrichtung 14 + 15, das Flachmaterial 34, die Führungen 35 + 36, den 5 Kolben 37, die Zylinderbohrung 38, die Kolbenstange 39, den Druckluftanschluß 40, die Gerwindebohrungen 42. + 43

Fig. 5 zeigt die Seitenansicht mit dem Sägeblatt 1, dem Flansch 2, das Gehäuse 3 als Sägeblattschutz, den Materialfühler 10, das Getriebegehäuse 21 Den Flansch 23, das Flachmaterial 34 mit der Gewindebohrung 43, Führungsteil 41

Beschreibung der Erfindung

Das Gehäuse 3, ist über das Scharnier 20, mit dem Getriebekasten 21 des Sägeaggregates verbunden. Wenn sich das Aggregat durch nicht dargestellte Führungen in Pfeilrichtung 15 bewegt, um das in Pfeilrichtung 16 gespannte Winkeleisen 13, zu sägen, ist der Zustellweg bis zum Material mit 150 mm angegeben. Dieser Weg wird im Eilgang durch einen nicht dargestellten fluidischen oder anderen Antrieb zurückgelegt. Wenn der Materialfühler 10 auf das Winkeleisen 13 stößt, dann bewegen sich die Führungswellen 4 + 5 mit dem Joch 6, in Pfeilrichtung 14 und der Endschalter 7 wird frei, dadurch gibt es einen Impuls, welcher den Eilgang des Sägeaggregates in Richtung 15, auf die Geschwindigkeit des vorgewählten Arbeitsvorschub umschaltet und gleichzeitig die Position für die Rücklauf festlegt oder speichert. Die Festlegung erfolgt durch bekannte auf dem Markt erhältliche Meßsysteme und speichert dies in einer elektronischen Steuerung. Wenn das Sägeblatt, das Material durchgeschnitten hat, wird es durch bekannte herkömmliche Art oder durch elektronische Erkennung registriert, und bewegt den Sägesupport im Eilgang zurück in Pfeilrichtung 14 und stoppt an der für den Rücklauf festgelegten Position.

Das Winkeleisen 13, wird in Pfeilrichtung 17 entspannt, das abgesägte Winkeleisen 13 wird auf bekannte Weise abtransportiert und das nachgeschobene Winkeleisen wird beim Erreichen der nächsten Abschnittposition in Pfeilrichtung 16 gespannt und der Sägevorgang kann erneut mit dem Arbeitsvorschub des Sägeaggregates eingeleitet werden. Damit das Winkeleisen 13 beim Vorschieben den Materialfühler 10 nicht beschädigt, kann ein fluidischer Zylinder gern. Fig. 4 + 5 in Wirkung kommen, wenn über die Bohrung 40 auf den Kolben 37 Druckluft strömt, der Kolben bewegt sich dann in Pfeilrichtung 15, die Kolbenstange 44 drückt mit seiner Kraft auf das Flachmaterial 34, welches mit dem Materialfühler auf bekannte Weise verbunden ist, der Materialfühler ist durch die Führungen 35 + 36 geführt und wird in Richtung 14, soweit bewegt, daß der Fühler hinter dem Sägeblatt Schutz vor Beschädigung durch das vorschiebende Material hat. Es ist vorteilhaft, wenn mit der Aufwärtsbewegung des Sägeaggregates in Pfeilrichtung 14, gleichzeitig über den Druckluftanschluß 40 Druckluft zugeführt wird, dadurch ist der Materialfühler immer geschützt. Bei Bewegung des Sägeaggregates in Pfeilrichtung 15, wird der Kolben 37 entlüftet und der Materialfühler 10 bewegt sich durch das Eigengewicht in Pfeilrichtung 15.

Ist nur 1 Abschnitt, von dem zu sägenden Material 13 oder 33 gewünscht, gewünscht, wird die Taste Einzelschnitt gewählt, wodurch das Sägeaggregat in die obere Stellung der Pfeilrichtung 14 geschoben wird. Anstelle des starren, können in Pfeilrichtung 14 + 15 bewegliche Einzelfühler eingebracht werden, die durch die unterschiedlichen Höhen der Materialprofile in Wirkung kommen.

Die untere Seite des Materialfühlers kann in gezahnter oder profilierter Ausführung sein. Bei Vollmaterialien ist es weniger vorteilhaft denkbar, daß der Materialfühler annähernd gerade zur Winkelachse 90° der Bewegungsrichtung angebracht ist.

Der Eilhub bis zum Eingriff in das Material kann durch Verzögerung nach dem Impuls vom Endschalter 7 eingestellt werden.

Das Joch 6, ist in Pfeilrichtung 14 + 15 verschieb- und justierbar, zum Einstellen des Vorlaufes oder bei Änderung des Sägeblattdurchmessers.

Für das Wechseln des Sägeblattes, ist das Scharnier 20 am Gehäuse 3, zum Schwenken in Pfeilrichtung 18 und 19 angebracht.

Wenn die Schwerkraft des Matrialfühlers 10 in Bewegungsrichtung nicht zur Wirkung kommt, übernimmt die Feder 27 diese Bewegung.

Bei geringem Platzangebot für den Materialfühler gem. Fig. 4 und 5 ist es vorteilhaft, daß die Bewegung, Führung und Funktion des Materialfühlers eine dünne Konstruktion übernimmt, welche die Führung extern vom Sägeblattschutz hat. Ordnungszahlenverzeichnis 1 Kreissägeblatt 400 mm Durchmesser

2 Flansch

3 Gehäuse

4 + 5 Führungswellen

6 Joch

7 Endschalter

8 + 9 Gewinde zur Aufnahme des Materialflühlers

10 Materialfühler

11 Tischplatte

12 Anschlag

13 Winkeleisen = Material

14 + 15 Pfeilrichtung

16 + 17 Pfeilrichtung

18 + 19 Pfeilrichtung

20 Drehpunkt (Scharnier)

21 Getriebegehäuse

22 Antriebswelle

23 Flansch

24 + 25 Führungen

26 Gezahnte Oberfläche

27 Druckfeder

28 Ruheposition

29 Position

30 Position

31 Weg

32 Maß

33 Material

34 Flachmaterial

35 + 36 Führungen

37 Kolben

38 Zylinderbohrung

39 Kolbenstange

40 Druckluftanschluß

41 Führungsteil

42 + 43 Gewindebohrungen


Anspruch[de]
  1. 1. Materialfühler dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler in der Bewegungsachse verschiebbar vor dem Werkzeug oder des Sägeblattes angebracht ist und beim Aufliegen auf das zu bearbeitende Werkstück, die Bewegungsenergie den Impuls für die Umsteuerung, von dem Zustellhub auf die eingestellte Vorschubgeschwindigkeit bewirkt.
  2. 2. Materialfühler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Seite des Materialfühlers gezahnt oder profiliert ist.
  3. 3. Materialfühler nach Anspruch 1 + 2, daß der Materialfühler entsprechend dem Profil des zu bearbeitenden oder zu sägenden Materials angepaßt ist.
  4. 4. Materialfühler nach mindestens einer der vorgenannten Ansprüche, daß der Materialfühler aus mehreren einzelnen axial zur Vorschubeinrichtung versehenen Fühlern besteht.
  5. 5. Materialfühler nach mindestens eines der vorgenannten Ansprüche, daß der Materialfühler an beiden Seiten des Sägeblattes oder des Werkzeuges angebracht ist.
  6. 6. Materialfühler nach mindestens einer der vorgenannten Ansprüche, daß der, oder die Materialfühler federbelastend in Wirkung kommen.
  7. 7. Materialfühler nach mindestens einer der vorgenannten Ansprüche, daß der Materialfühler in gerader Ausführung ca. 90° zur Bewegungsachse ausgeführt ist.
  8. 8. Materialfühler nach mindestens einer der vorgeannten Ansprüche, daß der Materialfühler 10 aus Flachmaterial ausgeführt und die Führung extern vom Gehäuse 3 angebracht ist.






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