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Verfahren und Vorrichtung zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms - Dokument DE10049541A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10049541A1 02.05.2002
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms
Anmelder LacTec Gesellschaft für moderne Lacktechnik GmbH, 63110 Rodgau, DE
Erfinder Ott, Winfried, 63110 Rodgau, DE;
Bilz, Burkhard, 63773 Goldbach, DE
Vertreter Schieferdecker, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 63065 Offenbach
DE-Anmeldedatum 06.10.2000
DE-Aktenzeichen 10049541
Offenlegungstag 02.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.2002
IPC-Hauptklasse G01F 11/06
IPC-Nebenklasse B67D 5/02   
Zusammenfassung Ein Lackzerstäuber 9 wird kontinuierlich mit einem dosierten Lackstrom beschickt, der durch den Dosierhub eines Kolbens 3 in einem Arbeitszylinder 2 abgegeben wird. Am Ende des Dosierhubs wird der Kolben 3 in gesteuerter Weise zurückbewegt, während gleichzeitig mittels einer Nachfülldosiereinrichtung 16 Lack in die Zylinderkammer 6 des Arbeitszylinders nachgefüllt wird. Die Nachfüllmengendosierung ist so bemessen, daß sie exakt der Summe aus dem jeweiligen Lackbedarf des Zerstäubers 9 und der Volumenvergrößerung der Zylinderkammer 6 infolge der Rückhubbewegung des Kolbens 3 entspricht. Die Nachfülldosiereinrichtung 16 ist ebenfalls als Kolbendosiereinrichtung mit einem Nachfüllzylinder 17 und einem Nachfüllkolben 18 ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms, insbesondere eines Lackstroms, bei dem die Flüssigkeit mittels eines in seiner Geschwindigkeit gesteuerten Kolbenhubs aus der Zylinderkammer eines Arbeitszylinders abgegeben wird und nach zumindest teilweiser Leerung der Zylinderkammer in diese Flüssigkeit nachgefüllt wird, wobei der Kolben entsprechend zurückgefahren wird.

Ein solches Verfahren, das zum Dosieren von Lacken und anderen Flüssigkeiten eingesetzt wird, ist bekannt. Dazu wird ein Kolbendosiergerät eingesetzt, dessen Flüssigkeitsabgabe durch den geregelten Kolbenvorschub eingestellt wird. Dieser geregelte Kolbenvorschub wird üblicherweise durch einen Stellantrieb für den Kolben realisiert. Mit dem bekannten Kolbendosiergerät läßt sich dem jeweiligen Bedarf entsprechend exakt dosieren.

Nachteilig ist jedoch, daß die Dosierung unterbrochen und der Arbeitszylinder neu befüllt werden muß, wenn der Kolben die Endstellung des Dosierhubs (Ausstoßhubs) erreicht hat. Die Dosierung kann erst wieder aufgenommen werden, nachdem der Kolben einen Rückhub ausgeführt hat und der Arbeitszylinder nachgefüllt wurde. Aus diesem Grunde wird dieses Kolbendosiersystem vorzugsweise dann eingesetzt, wenn ohnehin eine diskontuierliche Förderung der Flüssigkeit vorgesehen ist, beispielsweise wenn bei der Lackierung einzelner Wirkstücke die Förderung (Dosierung) des Beschichtungsmaterials zwischen den einzelnen Werkstücken betriebsmäßig unterbrochen werden muß. Dann kann das Nachfüllen des Arbeitszylinders problemlos zwischen zwei voneinander getrennten Beschichtungsvorgängen erfolgen.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die bekannte Kolbendosierung so zu gestalten, daß die Flüssigkeit ohne Unterbrechungen kontinuierlich und dosiert abgegeben werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur kontinuierlichen Flüssigkeitsabgabe mit der Umsteuerung des Kolbens in den Rückhub Nachfüllflüssigkeit dosiert in die Zylinderkammer eingeleitet wird, wobei die Nachfülldosierung jeweils der Summe aus dem abzugebenden Flüssigkeitsstrom und dem durch die Rückhubgeschwindigkeit bestimmten zusätzlichen Flüssigkeitsaufnahmevolumen in der Zylinderkammer entspricht.

Zweckmäßigerweise erfolgt dabei das dosierte Nachfüllen gleichfalls mittels eines in seiner Geschwindigkeit gesteuerten Kolbenhubs.

Erfindungsgemäß wird auch während der Nachfüllphasen kontinuierlich Flüssigkeit dosiert abgegeben, weil mit einer über das nachzufüllende Zylinderkammervolumen hinausgehenden Überschußmenge nachgefüllt wird, die genau dem Flüssigkeitsbedarf des Verbrauchers entspricht, so daß der Arbeitszylinder auch während des Rückhubs seines Kolbens bzw. der Nachfüllung eine exakt dosierte Flüssigkeitsmenge abgibt. Da die Nachfüllphasen diskontinuierlich im Wechsel mit dem Dosierhub des Arbeitskolbens stattfinden, besteht kein Problem, stets ausreichend Nachfüllflüssigkeit zur Verfügung zu stellen. Daher kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kontinuierlich Flüssigkeit in exakt dosierten Mengen abgegeben werden.

Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms mit einem Arbeitszylinder, der über eine Abgabeleitung mit einem Abgabeventil mit einem Flüssigkeitsverbraucher und über eine Nachfüllleitung mit einem Nachfüllventil mit einer Versorgungseinrichtung für die Flüssigkeit verbunden ist, und mit einer Steuereinrichtung für den Stellantrieb des Arbeitszylinderkolbens und für die Betätigung des Nachfüllventils.

Die mit diesen Merkmalen bereits bekannte Vorrichtung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß in die Nachfüllleitung eine Nachfülldosiereinrichtung eingebaut ist und daß eine Steuereinrichtung derart vorgesehen ist, daß während des gesamten Rückhubes des Arbeitszylinderkolbens das Nachfüllventil geöffnet und die Nachfülldosiereinrichtung betätigt ist und daß während des gesamten Ausstoßhubes des Arbeitszylinderkolbens das Nachfüllventil geschlossen und die Nachfülldosiereinrichtung abgeschaltet ist.

Mit dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung kann in der vorstehend bereits beschriebenen Weise kontinuierlich gearbeitet und können exakt dosierte Flüssigkeitsmengen abgegeben werden.

Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Diese betreffen teilweise die speziellen Anforderungen, wie sie sich beim Lackieren mittels eines Zerstäubers mit anliegender Hochspannung und bei der Verarbeitung von Mehrkomponenten-Lacken ergeben.

Ausführungsbeispiele der Erfindung, die sich sämtlich auf eine Lackieranlage beziehen, werden nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 eine Vorrichtung zum Dosieren eines Lacks, der an einen Zerstäuber abgegeben wird;

Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Vorrichtung, die einem mit anliegender Hochspannung arbeitenden Zerstäuber zugeordnet und und mit zwei Potentialtrennventilen versehen ist;

Fig. 3 eine Dosiervorrichtung mit drei Nachfülldosiereinrichtungen für drei verschiedene Lackkomponenten; und

Fig. 4 eine Fig. 3 entsprechende Vorrichtung für einen Zerstäuber mit anliegender Hochspannung, wobei zwei Potentialtrennventile vorgesehen sind.

Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 weist einen Arbeitszylinder 2 auf, in dem ein Kolben 3 arbeitet, dessen Bewegung über eine Kolbenstange 4 und einen Stellantrieb 5 umkehrbar steuerbar ist, so daß der Kolben 3 einen Dosierhub (in der Zeichnung abwärts) und einen Rückhub (in der Zeichnung aufwärts) mit präzis geregelter Hubgeschwindigkeit ausführen kann.

An die Zylinderkammer 6 ist mit einem Abgabeventil 7 eine Abgabeleitung 8 angeschlossen, die zu einem Zerstäuber 9 mit einer Austrittsdüse 10 zur Ausbildung eines Sprühstrahls 11 führt. Der Zerstäuber 9 ist mit einem weiteren Absperrventil 12 versehen.

An die Zylinderkammer 6 ist ferner über ein Nachfüllventil 13 eine Nachfüllleitung 14 angeschlossen, die von einer Versorgungseinrichtung 15 in Form eines Vorratsbehälters für die dosiert abzugebende Flüssigkeit, also den dem Zerstäuber 9 zuzuführende Lack, ausgeht.

In die Nachfüllleitung 14 ist eine Nachfülldosiereinrichtung 16 eingebaut, die einen Nachfüllzylinder 17 mit einem Nachfüllkolben 18 aufweist, der über eine Kolbenstange 19 mittels eines Stellantriebs 20 steuerbar ist, wobei die Ausbildung entsprechend der Darstellung mit dem Arbeitszylinder 2 und den zugeordneten Elementen übereinstimmen kann. So weist der Nachfüllzylinder 17 eine Nachfüllkammer 21 auf, die über ein Versorgungsventil 22 mit der Versorgungseinrichtung 15 und über ein Weiterleitungsventil 23 mit der Zylinderkammer 6 des Arbeitszylinders 2 verbunden ist.

Ferner ist eine gemeinsame Steuereinrichtung 24 vorgesehen, von der Steuerleitungen 25 und 26 zu den Stellantrieben 5 bzw. 20 führen. Weitere Ventilsteuerleitungen 27, 28, 29, 30 verbinden die Steuereinrichtung 24 mit den Ventilen 13 und 7 sowie 22 und 23, um diese Absperrventile zwischen ihrer Schließstellung und ihrer Offenstellung umzusteuern.

Die vorstehend beschriebene Vorrichtung ermöglicht eine kontinuierliche Lackzuführung in mittels Kolbenhub exakt gesteuerter Dosierung, ohne daß die Lackzuführung unterbrochen werden muß, um nach dem Verbrauch einer Lackcharge eine weitere Lackcharge zur Verfügung zu stellen. In einer ersten Arbeitsphase (Dosierphase) ist die Zylinderkammer 6 des Arbeitszylinders 2 mit Lack gefüllt und wird dieser Lack bei geschlossenem Nachfüllventil 13 und geöffnetem Abgabeventil 7 dadurch an den Zerstäuber 9 abgegeben, daß der Kolben 3 im Arbeitszylinder 2 mit exakt gesteuertem Dosierhub, also mit einer dem Lackbedarf je Zeiteinheit entsprechenden Geschwindigkeit abwärts bewegt wird. Am Ende des Abwärtshubs des Kolbens 3 wird in eine zweite Arbeitsphase (Nachfüllphase) umgesteuert. Bei weiterhin geöffnetem Abgabeventil 7 werden gleichzeitig der Kolben 3 aufwärts bewegt (Rückhub) und das Nachfüllventil 13 geöffnet. Gleichzeitig wird auch die Nachfülldosiereinrichtung 16 betrieben, wozu bei geschlossenem Versorgungsventil 22 und geöffnetem weiterleitungsventil 23 der Nachfüllkolben 18 mittels des Stellantriebs 20 abwärts bewegt wird, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit, daß aus der Nachfüllkammer 21 in die Zylinderkammer 6 Lack mit einer Durchsatzmenge übertritt, die größer als der Lackbedarf des Zerstäubers 9 ist. Die benötigte Lackmenge strömt weiterhin durch die Abgabeleitung 8 zum Zerstäuber 9, während die in die Zylinderkammer 6 geförderte Überschußmenge als Nachfüllanteil in der Zylinderkammer 6 verbleibt, weil die Rückhubgeschwindigkeit des Kolbens 3 so gesteuert ist, daß sich das Volumen der Zylinderkammer 6 genau um das Volumen der überschüssigen Lackmenge vergrößert. Dementsprechend berücksichtigen die Steuerungen der Stellantriebe 5 und 20 nicht nur den jeweiligen Lackbedarf des Zerstäubers 9 sondern sind darüber hinaus aufeinander abgestimmt, was durch die gemeinsame Steuereinrichtung 24 bewirkt wird, die dazu in dem Fachmann auf dem Gebiet der Steuerungs- und Regelungstechnik bekannter Weise ausgebildet ist.

Befindet sich am Ende der Nachfüllphase der Kolben 3 des Arbeitszylinders in seiner oberen Anschlagstellung, wird wieder in die bereits beschriebene Dosierphase übergegangen, in welcher der Zerstäuber 9 ausschließlich aus dem in der Zylinderkammer 6 vorhandenen Lackvorrat gespeist wird. An dieser Dosierphase ist die Nachfülldosiereinrichtung 16 nicht beteiligt, so daß der Nachfüllkolben 18 und sein Stellantrieb 20 in ihrer Stellung verharren können. Dieser diskontinuierliche Betrieb der Nachfülldosiereinrichtung 16 ermöglicht ein problemloses Nachfüllen der Nachfüllkammer 21 mit Lack aus der Versorgungseinrichtung 15.

Da in der Zeichnung der Arbeitszylinder 2 und der Nachfüllzylinder 17 in gleicher Größe dargestellt sind, sei darauf hingewiesen, daß der Nachfüllzylinder 17 eine Nachfüllkammer 21 von größerem Volumen als die Zylinderkammer 6 aufweist, damit in der Nachfüllphase die Zylinderkammer 6 vollständig nachgefüllt werden kann. Das größere Kammervolumen erfordert keinen größeren Zylinder sondern kann auch durch einen längeren Hubweg des Nachfüllkolbens 18 erreicht werden.

Die Vorrichtung 31 gemäß Fig. 2 stimmt mit der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 weitgehend überein, so daß für die entsprechenden Teile gleiche Bezugszeichen vorgesehen sind und auf eine erneute Beschreibung verzichtet wird.

Abweichend von Fig. 1 ist ein Zerstäuber 32 vorgesehen, der in bekannter Weise elektrisch aufgeladene Lacktröpfchen versprüht, weswegen wie angedeutet am Zerstäuber 32 Hochspannung anliegt. Wie gleichfalls in Fig. 2 angedeutet, ist eine Versorgungseinrichtung 33 vorgesehen, die sich auf Erdpotential befindet. Um diese trotz der elektrischen Leitfähigkeit des Lacks zu ermöglichen, sind im Vergleich zur Fig. 1 zusätzlich zwei Potentialtrennventile 34 und 35 in die Nachfüllleitung 14 eingebaut, eines zwischen der Versorgungseinrichtung 33 und dem Nachfüllzylinder 17 und eines zwischen diesem und dem Arbeitszylinder 2. Derartige Potentialtrennventile sind beispielsweise aus der DE 197 56 488 A1 bekannt.

Die Potentialtrennventile 34 und 35 werden in nicht dargestellter Weise ebenfalls von der Steuereinrichtung betätigt, wobei während der vorbeschriebenen Nachfüllphase das Potentialtrennventil 35 geöffnet ist, damit der Lack von der Nachfüllkammer 21 zur Zylinderkammer 6 strömen kann, und das Potentialtrennventil 34 geschlossen ist, damit dann an dieser Stelle die elektrisch leitende Fluidverbindung unterbrochen ist.

Die Vorrichtungen 40 gemäß Fig. 3 und 41 gemäß Fig. 4 entsprechen weitgehend den vorstehend beschriebenen Vorrichtungen 1 bzw. 31, unterscheiden sich also voneinander auch nur dadurch, daß die Vorrichtung 40 für ein Zerstäuben ohne elektrische Aufladung und die Vorrichtung 41 für ein Zerstäuben mit elektrischer Aufladung der Sprühtröpfchen vorgesehen sind. Dementsprechend werden in Fig. 3 und 4 für entsprechende Teil die selben Bezugsziffern verwendet. Soweit Teile mit denjenigen der Fig. 1 und 2 übereinstimmen, werden ebenfalls dieselben Bezugszahlen verwendet, wobei jedoch ein Unterscheidungsstrich angefügt ist. Es bedarf daher keiner erneuten Erläuterung dieser Teile, vielmehr kann insoweit auf die vorstehenden Ausführungen zu Fig. 1 und 2 verwiesen werden.

Im Vergleich zu Fig. 1 und 2 liegt die Besonderheit bei den Vorrichtungen 40 und 41 gemäß Fig. 3 bzw. 4 darin, daß nicht von einer einzigen Versorgungseinrichtung für einen (bereits gemischten) Lack ausgegangen wird, sondern daß der Arbeitszylinder 2' ausgehend von drei verschiedenen Lackkomponenten nachgefüllt wird.

Gemäß Fig. 3 ist eine Nachfülldosiereinrichtung 16' vorgesehen, die drei Nachfüllzylinder 42, 43 und 44 aufweist, die jeweils dem Nachfüllzylinder 17 der Fig. 1 und 2 entsprechen und mit einer eigenen Versorgungseinrichtung 45, 46, 47 für eine spezifische Lackkomponente verbunden sind. Die den drei Nachfüllzylindern 42, 43, 44 zugeordneten Stellantriebe 20' sind jeweils über eine eigene Steuerleitung 26' mit der gemeinsamen Steuereinrichtung 24' verbunden, und entsprechendes gilt für das jeweilige Paar von Ventilen 22' 23', die in die Nachfüllzweigleitungen 48 bzw. 49 bzw. 50 eingebaut sind, die in die zum Arbeitszylinder 2' führende gemeinsame Nachfüllleitung 14' einmünden. In diese von allen drei Lackkomponenten durchströmte gemeinsame Nachfüllleitung 14' ist ein Mischer 51 eingebaut.

Bei der Vorrichtung 40 gemäß Fig. 3 ersetzen die drei Nachfüllzylinder 42, 43, 44 den Nachfüllzylinder 17 gemäß Fig. 1. Sie werden somit stets gleichzeitig betrieben bzw. hinsichtlich der Stellantriebe 20' und der Ventile 22', 23' umgeschaltet. Allerdings können die drei Nachfüllkolben 18' (bei gleicher Kolbenfläche) mit unterschiedlicher Geschwindigkeit abwärts bewegt werden, um das vorgesehene Mischungsverhältnis zwischen den verschiedenen Lackkomponenten einzuhalten. Im übrigen wird die Vorrichtung 40 genauso betrieben, wie es anhand von Fig. 1 bereits erläutert wurde.

Entsprechendes gilt für die Vorrichtung 41 gemäß Fig. 4. Die Vorrichtung 41 unterscheidet sich von der Vorrichtung 40 gemäß Fig. 3 dadurch, daß in die gemeinsame Nachfüllleitung 14' zwischen dem Mischer 51 und dem Arbeitszylinder 2' ein zusätzlicher Nachfüllzylinder 52 sowie vor diesem ein Potentialtrennventil 34' und hinter diesem ein Potentialtrennventil 35' eingebaut sind. Dadurch wird es wiederum möglich, einen Zerstäuber 32' einzusetzen, der mit anliegender Hochspannung arbeitet.

Der zusätzliche Nachfüllzylinder 52 ist wiederum wie der Nachfüllzylinder 17 gemäß Fig. 1 ausgebildet und dementsprechend mit einem Kolben 53 versehen, der über eine Kolbenstange 54 mittels eines Stellantriebs 55 verlagert wird. Auch dieser Stellantrieb 55 ist über eine Steuerleitung 56 mit der gemeinsamen Steuereinrichtung 24' verbunden, während Ventilsteuerleitungen 57 und 58 zu den beiden Ventilen 59 bzw. 60 führen, die dem zusätzlichen Nachfüllzylinder 52 zugeordnet sind. Somit bilden die hier beschriebenen Teile 52 bis 60 wiederum eine Nachfülldosiereinrichtung 61 für den Arbeitszylinder 2'.

Die Betriebsweise der Vorrichtung 41 gemäß Fig. 4 ergibt sich aus den bereits gemachten Ausführungen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms, insbesondere eines Lackstroms, bei dem die Flüssigkeit mittels eines in seiner Geschwindigkeit gesteuerten Kolbenhubs aus der Zylinderkammer (6) eines Arbeitszylinders (2) abgegeben wird und nach zumindest teilweiser Leerung der Zylinderkammer (6) in diese Flüssigkeit nachgefüllt wird, wobei der Kolben (3) entsprechend zurückgefahren wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur kontinuierlichen Flüssigkeitsabgabe mit der Umsteuerung des Kolbens (3) in den Rückhub Nachfüllflüssigkeit dosiert in die Zylinderkammer (6) eingeleitet wird, wobei die Nachfülldosierung jeweils der Summe aus dem abzugebenden Flüssigkeitsstrom und dem durch die Rückhubgeschwindigkeit bestimmten zusätzlichen Flüssigkeitsaufnahmevolumen in der Zylinderkammer (6) entspricht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dosierte Nachfüllen gleichfalls mittels eines in seiner Geschwindigkeit gesteuerten Kolbenhubs erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung zum Abgeben eines dosierten Flüssigkeitsstroms gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 mit einem Arbeitszylinder (2), der über eine Abgabeleitung (8) mit einem Abgabeventil (7) mit einem Flüssigkeitsverbraucher (9, 32) und über eine Nachfüllleitung (14) mit einem Nachfüllventil (13) mit einer Versorgungseinrichtung (15, 33, 45 bis 47) für die Flüssigkeit verbunden ist, und mit einer Steuereinrichtung (24) für den Stellantrieb (5) des Arbeitszylinderkolbens (3) und für die Betätigung des Nachfüllventils (13), dadurch gekennzeichnet, daß in die Nachfüllleitung (14) eine Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) eingebaut ist und daß eine Steuereinrichtung (24) derart vorgesehen ist, daß während des gesamten Rückhubes des Arbeitszylinderkolbens (3) das Nachfüllventil (13) geöffnet und die Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) betätigt ist und daß während des gesamten Ausstoßhubes des Arbeitszylinderkolbens (3) das Nachfüllventil (13) geschlossen und die Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) abgeschaltet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine gemeinsame Steuereinrichtung (24) für den Arbeitszylinderkolben (3), das Nachfüllventil (13) und die Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) vorgesehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) von einem Nachfüllzylinder (17, 52) mit einem Nachfüllkolben (18, 53) gebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, insbesondere für einen unter Hochspannung stehenden Verbraucher wie einen Lackzerstäuber (32), dadurch gekennzeichnet, daß in die Nachfüllleitung (14) vor und hinter der Nachfülldosiereinrichtung (16, 61) jeweils ein Potentialtrennventil (34 bzw. 35) eingebaut ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Nachfülldosiereinrichtungen (16') für eine entsprechende Zahl von unterschiedlichen Flüssigkeitskomponenten an die Nachfüllleitung (14') angeschlossen sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in die Nachfüllleitung (14') hinter den Nachfülldosiereinrichtungen (16') ein Mischer (51) eingebaut ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, insbesondere für einen unter Hochspannung stehenden Verbraucher wie einen Lackzerstäuber (32'), dadurch gekennzeichnet, daß in die Nachfüllleitung (14') vor dem Arbeitszylinder (2') eine gemeinsame Nachfülldosiereinrichtung (61) sowie vor und hinter dieser jeweils ein Potentialtrennventil (34', 35') eingebaut sind.






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