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Dokumentenidentifikation DE10050211A1 02.05.2002
Titel Verfahren und Vorrichtung zur hydraulischen Lenkung
Anmelder Sauer-Danfoss (Nordborg) A/S, Nordborg, DK
Erfinder Juul, Torben, Sonderborg, DK
Vertreter U. Knoblauch und Kollegen, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 11.10.2000
DE-Aktenzeichen 10050211
Offenlegungstag 02.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.2002
IPC-Hauptklasse B62D 5/093
IPC-Nebenklasse B62D 5/083   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur hydraulischen Lenkung insbesondere von Fahrzeugen angegeben, bei dem eine Lenkeinheit (5) in Abhängigkeit von einem Lastsignal einer Lastsignal-Leitung (20) mit einem geregelten Arbeitsdruck versorgt wird, wobei das Lastsignal über ein Lastsignal-Fluid mit einem Fluidstrom erzeugt wird, sowie eine hydraulische Lenkvorrichtung (1) zur Durchführung dieses Verfahrens.
Hierbei möchte man den Bedienungskomfort der Lenkvorrichtung verbessern.
Hierzu ist vorgesehen, daß der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert geregelt wird. Konstruktiv ist vorgesehen, daß eine Lastsignal-Regelungseinrichtung (23) vorhanden ist, über die der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert regelbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur hydraulischen Lenkung insbesondere von Fahrzeugen, bei dem eine Lenkeinheit in Abhängigkeit von einem Lastsignal einer Lastsignal-Leitung mit einem geregelten Arbeitsdruck versorgt wird, wobei das Lastsignal über ein Lastsignal-Fluid mit einem Fluidstrom erzeugt wird, sowie auf eine hydraulische Lenkvorrichtung mit einer Lenkeinheit, die in Abhängigkeit von einem Lastsignal mit einem Fluidstrom in einer Lastsignal-Leitung mit einem geregelten Arbeitsdruck versorgbar ist.

Eine Lenkvorrichtung dieser Art ist aus DE 43 42 933 bekannt. Bei dieser Ausführung ist der Druck der gesteuerten Lenkflüssigkeit an einem Ausgang des Prioritätsventils abnehmbar. Der Schieber des Prioritätsventils, der den Ausgang zur Innenseite des Prioritätsventils begrenzt, ist von zwei Druckpfaden durchzogen, die den Druck am Ausgang über je eine Drossel in je einen Druckraum an beiden Stirnseiten des Schiebers weitergeben. Einer der beiden Druckräume weist eine Feder auf, die die entsprechende Stirnseite des Schiebers zusätzlich mit einer Federkraft beaufschlagt. Außerdem ist dieser Druckraum über eine Lastsignal-Leitung mit einer Steuerdrossel verbunden. Eine Lastsignal-Flüssigkeit wird am Ausgang von der Lenkflüssigkeit abgezweigt und fließt über den Druckpfad im Inneren des Schiebers, der mit dem Druckraum mit der Feder verbunden ist, in diesen Druckraum und über die Lastsignal-Leitung weiter zu der Steuerdrossel. Der Durchfluß der Lastsignal- Flüssigkeit wird dabei durch die Druckdifferenz der Drossel dieses Druckpfades, die dem Druck der Feder entspricht, in dem Schieber geregelt. Durch Verschiebungen des Schiebers können dabei Änderungen des Durchflusses der Lastsignal-Flüssigkeit verursacht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde den Bedienungskomfort bei einem Verfahren und einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu verbessern.

Diese Aufgabe wird verfahrenstechnisch gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert geregelt wird.

Auf diese Weise erhält man einen stabilen Durchfluß des Fluidstromes und somit stabile Bedingungen bei der Erzeugung des Lastsignals in der Lastsignal-Leitung. Hierdurch wird eine genauere Regelung des Arbeitsdruckes ermöglicht, wodurch der Bedienungskomfort der Lenkvorrichtung erhöht wird.

Günstig ist, daß die Regelung des Fluidstromes lediglich mit Hilfe von Parametern des Lastsignal-Fluids bewirkt wird. Durch diese Vorgehensweise erreicht man, daß der Fluidstrom unabhängig von anderen Parametern, die während der Lenkung auftreten, geregelt wird. Beispielsweise können hierdurch Einflüsse des Arbeitsdrucks der Lenkflüssigkeit auf das Lastsignal-Fluid verhindert werden, die zu einer Störung des Lastsignals führen könnten.

Besonders vorteilhaft ist es, daß ein Lastsignal-Druck in der Lastsignal-Leitung den Fluidstrom regelt. Die Verwendung des Lastsignal-Drucks in der Lastsignal- Leitung schafft ein breites Spektrum an anwendbaren bekannten und zuverlässigen Regelungsfunktionen. Hierdurch wird es in den meisten Fällen möglich sein das Verfahren an die jeweils vorgesehenen Betriebsbedigungen durch bereits bewährte Regelungsfunktionen anzupassen.

Vorrichtungsmäßig wird die gestellte Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß eine Lastsignal- Regelungseinrichtung vorhanden ist, über die der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert regelbar ist.

Die Lastsignal-Regelungseinrichtung sorgt durch den zumindest annähernd konstanten Fluidstrom für stabile Bedingungen in der Lastsignal-Leitung. Hierdurch wird die Erzeugung eines relativ genauen Lastsignals ermöglicht, was wiederum eine genauere Regelung des Arbeitsdrucks bewirkt und damit den Bedienungskomfort verbessert.

Von Vorteil ist hierbei, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung lediglich durch Parameter des Lastsignal-Fluids verstellbar ist. Somit haben andere in der hydraulischen Lenkvorrichtung auftretende Parameter keinen Einfluß auf die Funktion der Lastsignal- Regelungseinrichtung. Hierdurch können mögliche Störungen bei der Erzeugung des Lastsignals in der Lastsignal-Leitung verhindert werden.

Außerdem ist es günstig, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung durch einen Lastsignal-Druck in der Lastsignal-Leitung stellbar ist. Dies ermöglicht viele Varianten beim Betrieb der Regelungseinrichtung und somit eine gute Anpassung der hydraulischen Lenkvorrichtung an die jeweils vorgesehenen Betriebsbedingungen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung in der Lastsignal-Leitung angeordnet ist und lediglich mit dieser eine direkte Verbindung aufweist. Auf diese Weise weist die Lastsignal-Leitung eine selbständige Lastsignal- Regelungseinrichtung auf, die unabhängig von anderen Einrichtungen oder Parametern als den Lastsignal- Einrichtungen und deren Parameter arbeitet. Hierdurch können störende Einflüsse bei der Regelung des Fluidstromes vermieden werden.

In einer weiteren günstigen Ausführungsform ist dafür gesorgt, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung über die Lastsignal-Leitung mit einer Steuerdrossel in der Lenkeinheit verbunden ist, über die der Lastsignal- Druck steuerbar ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Steuerdrossel, die den Lastsignal-Druck steuert, mit einem relativ konstanten Fluidstrom des Lastsignal- Fluids beaufschlagt wird. Somit liegen beim Aufbau des Lastsignal-Drucks beziehungsweise bei der Erzeugung des Lastsignals stabile Bedingungen vor.

Es ist von Vorteil, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung ein Durchflußregelventil aufweist, das einen Fluidstrom auf einen zumindest angenähert konstanten Wert hält. Dieser weitgehend konstante Fluidstrom sorgt auch an der verstellbaren Steuerdrossel für stabile Durchflußverhältnisse. Demzufolge kann im Betrieb der Lenkvorrichtung von einem stabilen Verhältnis zwischen einer Öffnungsweite der verstellbaren Steuerdrossel und dem von dieser Öffnungsweite abhängigen Lastsignal-Druck in der Lastsignal-Leitung ausgegangen werden, der auf den Schieber des Prioritätsventils wirkt. Hierdurch wird eine stabile Steuerungsfunktion der Lenkvorrichtung gewährleistet.

Günstig ist, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung eine Stelldrossel aufweist und vor und nach der Stelldrossel Abgriffe angeordnet sind, die über Stellanschlüsse mit dem Durchflußregelventil verbunden sind. Hierdurch erreicht man eine einfache Regelung des Fluidstroms innerhalb der Lastsignal-Leitung. Da die Regelung des Fluidstroms allein auf vorhandenen Drücken in der Lastsignal-Leitung basiert, haben das Prioritätsventil und die Drücke der Lenkflüssigkeit keinen wesentlichen Einfluß auf die Lastsignal- Regelungseinrichtung. Dies erhöht die Stabilität der Lenkvorrichtung, da mögliche Störungsquellen ausgeschlossen werden.

Insbesondere ist vorteilhaft, daß das Durchflußregelventil durch ein 2/2-Wegeventil gebildet ist, das über eine Ventilfeder einstellbar ist. Hierdurch kann das Durchflußregelventil auf die Stell- und/oder Steuerdrossel abgestimmt werden. Außerdem ermöglicht es die Anpassung der Lastsignal-Regelungseinrichtung an verschiedene Betriebsbedingungen durch Verwendung unterschiedlicher Ventilfedern.

Von Vorteil ist auch, daß zwischen der Lastsignal- Regelungseinrichtung und der Steuerdrossel ein Anschlußabzweig zu einem Prioritätsventil vorgesehen ist, das den Arbeitsdruck regelt, der die Lenkeinheit versorgt. Über einen derartigen Anschlußabzweig kann hierbei der Lastsignal-Druck, der mit Hilfe des sehr gleichmäßigen Fluidstromes erzeugt wird, dem Prioritätsventil zugeführt werden. Auf diese Weise kann eine sehr stabile Regelung des Arbeitsdruckes der hydraulischen Lenkvorrichtung erfolgen.

Günstig ist weiterhin, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung zwischen das Prioritätsventil und eine Druckquelle geschaltet ist. Bei einer derartigen Anordnung erfolgt die Beaufschlagung des Prioritätsventils mit dem Lastsignal-Fluid über einen eigenen Strang von der Druckquelle über die Lastsignal- Regelungseinrichtung zu dem Prioritätsventil. Auf diese Weise können störende Einflüsse durch andere Einrichtungen der hydraulischen Lenkvorrichtung vermieden werden.

Besonders vorteilhaft ist es, daß die Druckquelle durch den Lastsignal-Druck gesteuert ist. Hierdurch kann bereits durch die Druckquelle ein relativ gleichmäßiger Fluidstrom erzeugt werden.

Weiterhin ist günstig, daß die Lastsignal-Leitung einen Pumpenanschluß der Druckquelle parallel zu einem Arbeitspfad mit einem Tankanschluß einer Drucksenke verbindet, wobei in dem Arbeitspfad das Prioritätsventil, die Lenkeinheit und ein Lenkmotor angeordnet sind. Auf diese Weise sind sowohl das Prioritätsventil als auch die Lenkflüssigkeit zumindest weitestgehend von der Lastsignal-Leitung getrennt und haben somit keinen wesentlichen Einfluß auf den Lastsignal-Druck. Hierdurch wird die Gefahr von möglichen Störungen des Fluidstroms herabgesetzt, was die Funktionsstabilität der Lenkvorrichtung erhöht.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt die:

einzige Figur schematisch eine Lenkeinrichtung mit erfindungsgemäßer Steuervorrichtung.

Die Figur zeigt eine Lenkvorrichtung 1 mit einer Druckquelle 2, die über eine Arbeitsleitung 3 ein Prioritätsventil 4 mit einem konstanten Fördervolumen versorgt. Dem Prioritätsventil 4 ist eine Lenkeinheit 5 nachgeordnet, die wiederum über eine Zulaufleitung 6 und eine Rücklaufleitung 7 mit einem Lenkmotor 8 verbunden ist. Die Rücklaufleitung 7 mündet in eine Drucksenke 9.

Das Prioritätsventil 4 weist einen Schieber 10 auf, durch dessen Verschiebung ein Lenkanschluß 11 zur Verbindungsleitung 12 und ein Nebenanschluß 13 verschlossen oder freigegeben werden können. Über den Nebenanschluß 13 kann eine Lenkflüssigkeit, die über die Arbeitsleitung 3 von der Druckquelle 2 zum Prioritätsventil 4 gefördert wird, an Nebenverbraucher (nicht dargestellt) oder an die Drucksenke 9 weitergegeben werden. Der Schieber 10 bildet an seinen beiden Stirnseiten zusammen mit dem Gehäuse des Prioritätsventils 4 jeweils einen Druckraum 14a, 14b. Der Druckraum 14a ist dabei über einen Druckpfad 15 im Inneren des Schiebers 10 mit dem Lenkanschluß 11 druckmäßig verbunden. Außerdem weist der Druckpfad 15 eine feste Drossel 16 auf.

In dem anderen Druckraum 14b greift eine Feder 17 an der entsprechenden Stirnseite des Schiebers 10 an. Außerdem weist dieser Druckraum 14b einen Lastsignal- Anschluß 18 auf, der über einen Anschluß-Abzweig 19 mit einer Lastsignal-Leitung 20 verbunden ist.

Die Lastsignal-Leitung 20 verbindet einen Pumpenanschluß 21, der der Druckquelle 2 in Strömungsrichtung nachgeschaltet ist, mit einem Tankanschluß 22, der der Drucksenke 9 in Strömungsrichtung vorgeschaltet ist.

In der Lastsignal-Leitung 20 ist zwischen dem Pumpenanschluß 21 und dem Anschluß-Abzweig 19 zum Prioritätsventil 4 eine Lastsignal-Regelungseinrichtung 23 angeordnet. Diese weist ein Durchflußregelventil 24 mit einer Ventilfeder 25, eine Stelldrossel 26 sowie zwei Stellanschlüsse 27a, 27b auf. Im weiteren Verlauf der Lastsignal-Leitung 20 ist zwischen dem Anschluß-Abzweig 19 und dem Tankanschluß 22 innerhalb der Lenkeinheit 5 eine Steuerdrossel 28 angeordnet.

Bei dieser Ausführungsform wird ein Durchfluß der Lastsignal-Flüssigkeit in der Lastsignal-Leitung 20 unabhängig von dem Prioritätsventil 4 durch die Lastsignal- Regelungseinrichtung 23 geregelt. Hierzu wird die Lastsignal-Leitung 20 über den Pumpenanschluß 21 direkt von der Druckquelle 2 mit dem Lastsignal-Fluid versorgt. Die Regelung des Fluidstroms erfolgt nun über das Durchflußregelventil 24 und die Stelldrossel 26, vor und hinter der in der Lastsignal-Leitung Stelldrücke abgegriffen werden, die über die Stellanschlüsse 27a, 27b das Durchflußregelventil 24 steuern. Hierzu ist das Durchflußregelventil 24 durch ein 2/2-Wegeventil gebildet, dessen beide Seiten von jeweils einem der beiden Stellanschlüsse 27a, 27b beaufschlagt sind. Der Druckabfall über der Stelldrossel 26 entspricht der Federkraft der Ventilfeder 25. Das Durchflußregelventil 24 und die Stelldrossel 26 sind entsprechend dem zu erwartenden Fluidstrom und Lastsignal-Druck dimensioniert.

Der über die Lastsignal-Regelungseinrichtung 23 weitestgehend konstant gehaltene Durchfluß der Lastsignal- Fluids wird über die Lastsignal-Leitung 20 der Steuerdrossel 28 in der Lenkeinheit 5 zugeleitet. Die Lenkeinheit 5 weist in der Zulaufleitung 6 zum Lenkmotor 8 zwei Drehschieberelemente auf, von denen eines relativ zum anderen durch Bedienung eines Lenkhandrades 30 verdreht werden kann. Das andere Drehschieberelement ist beispielsweise von einem Meßmotor 29 stellbar.

Der Aufbau einer derartigen Lenkeinheit ist bereits aus DE 43 42 933 C2 bekannt auf die in diesem Zusammenhang verwiesen sei.

Dabei schließen beide Drehschieberelemente relativ zueinander einen Drehwinkel ein. Über diesen Drehwinkel wird nun zudem eine Querschnittsöffnung der Steuerdrossel 28 eingestellt. Solange sich das Lenkhandrad 30 in seiner Neutralstellung befindet, ist die Steuerdrossel 28 voll geöffnet. Durch Drehung des Lenkhandrades 30 werden die Drehschieberelemente zunehmend gegeneinander verdreht, was wiederum eine Verkleinerung der Querschnittsöffnung der Steuerdrossel 28 bewirkt. Durch das teilweise Schließen der Steuerdrossel 28 wird in der Lastsignal-Leitung 20 ein Lastsignal-Druck aufgebaut. Dieser wirkt über den Anschluß-Abzweig 19 und den Lastsignal-Anschluß 18 in dem Druckraum 14b des Prioritätsventils 4. Dabei wirkt der Lastsignal-Druck zusammen mit der Feder 17 auf den Schieber 10.

Somit erfolgt beispielsweise bei einer weiten Auslenkung des Lenkhandrades 30 eine starke Verdrehung der beiden Drehschieberelemente zueinander. Gleichzeitig wird der Öffnungsquerschnitt der Steuerdrossel 28 relativ stark reduziert, wodurch wiederum ein relativ hoher Lastsignal-Druck in der Lastsignal-Leitung 20 aufgebaut wird. Dieser wirkt nun in dem Druckraum 14b des Prioritätsventils 4 zusammen mit der Feder 17 auf den Schieber 10. Entsprechend der Darstellung in der Figur wird der Schieber 10 nun nach rechts verschoben und gibt dabei den Öffnungsquerschnitt des Lenkanschlusses 11 frei. Hierdurch kann nun mehr Lenkflüssigkeit von der Druckquelle 2 über die Arbeitsleitung 3 zum Prioritätsventil 4 und über den Lenkanschluß 11 und die Verbindungsleitung 12 zur Lenkeinheit 5 und über die Zulaufleitung 6 zum Lenkmotor 8 gefördert werden.

Sobald sich der Drehwinkel zwischen den beiden Drehschieberelementen beispielsweise infolge des Meßmotors 29 wieder verringert, wird die Steuerdrossel 28 wieder geöffnet, was zu einem Absinken des Lastsignal-Drucks und somit zu einer Verschiebung des Schiebers 10 nach links führt. Auf diese Weise wird die Querschnittsöffnung am Lenkanschluß 11 wieder verringert.

Um zu Beginn eines Lenkvorganges aus der Neutralstellung der Lenkvorrichtung 1 heraus eine möglichst schnelle Reaktion zu erzielen, weist die Steuerdrossel 28 eine Schließcharakteristik auf, bei der der Öffnungsquerschnitt der Steuerdrossel 28 pro Drehwinkeleinheit nahe der Neutralstellung stärker abnimmt als bei größeren Drehwinkeln.

Von den beschriebenen Ausführungsformen kann in vielfacher Hinsicht abgewichen werden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise können die Drehschieberelemente auch als Flachschieber ausgebildet sein. Außerdem kann eine variable Pumpe als Druckquelle 2 verwendet werden. Des weiteren können bei der in Fig. 1 dargestellten Lenkvorrichtung das Prioritätsventil 4 und die Druckquelle 2 durch eine variable Pumpe ersetzt werden. Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung ist insbesondere für hydrostatische Lenkeinheiten für Fahrzeuge geeignet.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur hydraulischen Lenkung insbesondere von Fahrzeugen, bei dem eine Lenkeinheit in Abhängigkeit von einem Lastsignal einer Lastsignal- Leitung mit einem geregelten Arbeitsdruck versorgt wird, wobei das Lastsignal über ein Lastsignal- Fluid mit einem Fluidstrom erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert geregelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des Fluidstromes lediglich mit Hilfe von Parametern des Lastsignal-Fluids bewirkt wird.
  3. 3. verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lastsignal-Druck in der Lastsignal-Leitung den Fluidstrom regelt.
  4. 4. Hydraulische Lenkvorrichtung mit einer Lenkeinheit, die in Abhängigkeit von einem Lastsignal mit einem Fluidstrom in einer Lastsignal-Leitung mit einem geregelten Arbeitsdruck versorgbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lastsignal- Regelungseinrichtung (23) vorhanden ist, über die der Fluidstrom auf einen zumindest annähernd konstanten Wert regelbar ist.
  5. 5. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung (23) lediglich durch Parameter des Lastsignal-Fluids verstellbar ist.
  6. 6. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung (23) durch einen Lastsignal- Druck in der Lastsignal-Leitung (20) stellbar ist.
  7. 7. Hydraulische Lenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung (23) in der Lastsignal- Leitung (20) angeordnet ist und lediglich mit dieser eine direkte Verbindung aufweist.
  8. 8. Hydraulische Lenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung (23) über die Lastsignal-Leitung (20) mit einer Steuerdrossel (28) in der Lenkeinheit (5) verbunden ist, über die der Lastsignal-Druck steuerbar ist.
  9. 9. Hydraulische Lenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal-Regelungseinrichtung (23) ein Durchflußregelventil (24) aufweist, das einen Fluidstrom auf einen zumindest angenähert konstanten Wert hält.
  10. 10. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung (23) eine Stelldrossel (26) aufweist und vor und nach der Stelldrossel (26) Abgriffe angeordnet sind, die über Stellanschlüsse (27a, 27b) mit dem Durchflußregelventil (24) verbunden sind.
  11. 11. Hydraulische Lenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchflußregelventil (24) durch ein 2/2-Wegeventil gebildet ist, das über eine Ventilfeder (25) einstellbar ist.
  12. 12. Hydraulische Lenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Lastsignal-Regelungseinrichtung (23) und der Steuerdrossel (28) ein Anschlußabzweig (19) zu einem Prioritätsventil (4) vorgesehen ist, das den Arbeitsdruck regelt, der die Lenkeinheit (5) versorgt.
  13. 13. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal- Regelungseinrichtung (23) zwischen das Prioritätsventil (4) und eine Druckquelle (2) geschaltet ist.
  14. 14. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckquelle (2) durch den Lastsignal-Druck gesteuert ist.
  15. 15. Hydraulische Lenkvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastsignal- Leitung (20) einen Pumpenanschluß (21) der Druckquelle (2) parallel zu einem Arbeitspfad mit einem Tankanschluß (22) einer Drucksenke (9) verbindet, wobei in dem Arbeitspfad das Prioritätsventil (4), die Lenkeinheit (5) und ein Lenkmotor (8) angeordnet sind.






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