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Dokumentenidentifikation DE69900430T2 02.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0998905
Titel Schminkzusammensetzung enthaltend Polyalphaolefinen
Anmelder L'OREAL, Paris, FR
Erfinder Collin, Nathalie, 92330 Sceaux, FR
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69900430
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 19.07.1999
EP-Aktenzeichen 994018075
EP-Offenlegungsdatum 10.05.2000
EP date of grant 07.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.2002
IPC-Hauptklasse A61K 7/032

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Zusammensetzungen zum Schminken von Keratinfasern und insbesondere menschlichen Wimpern und Haaren, die ein Polyolefinwachs enthalten. Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung dieser Zusammensetzungen zum Schminken von Keratinfasern sowie ein Verfahren zum Schminken von Keratinfasern. Die Zusammensetzungen und das Verfahren gemäß der Erfindung sind insbesondere für Keratinfasern vorgesehen, die im wesentlichen in Längsrichtung verlaufen, wie beispielsweise Wimpern, Augenbrauen und Haare einschließlich falscher Wimpern und Perücken. Die Erfindung betrifft genauer eine Wimperntusche (Mascara).

Mascaras werden gewöhnlich nach zwei Formulierungsarten hergestellt: wäßrige Mascaras, die als Creme-Mascaras bezeichnet werden und in Form von Wachs-in-Wasser-Emulsionen vorliegen; und Mascaras, die wasserfrei sind oder einen geringen Wassergehalt aufweisen und als sogenannte wasserfeste (waterproof) Mascaras bezeichnet werden und in Form von Dispersionen von Wachsen in Lösungsmitteln vorliegen.

Zur Formulierung von Mascaras werden bekanntermaßen verschiedene Wachse verwendet, die beispielsweise in der Druckschrift WO-A- 91/12793 beschrieben sind. In Abhängigkeit von ihrer Art verleihen die Wachse den Mascaras im Hinblick auf das Schminken unterschiedliche Eigenschaften. Beispielsweise macht Carnaubawachs den auf den Wimpern abgeschiedenen Film hart, wohingegen Bienenwachs eine gute Haftung des Films auf den Wimpern bewirkt, wobei die Wimpern jedoch dann verkleben können.

Es ist möglich, Gemische von Wachsen einzusetzen, um optimale Schminkeigenschaften zu erzielen, wie dies beispielsweise in der Druckschrift WO-A-95/15741 beschrieben ist. Es ist jedoch nicht immer einfach, diese Mascaras mit üblichen Applikatoren, wie Mascarabürstchen, auf die Wimpern aufzubringen: beim Auftragen der Mascara auf die Wimpern kann die Anwenderin das Gefühl haben, daß die Zusammensetzung beim Kontakt mit der Wimper nicht richtig gleitet und nicht in einem Schwung aufzutragen ist. Wenn die Mascara zu harte Wachse enthält, ist es außerdem schwierig, das Produkt mit der Bürste auf den Wimpern zu verteilen, wodurch das Schminkergebnis unvorhersehbar wird und die Wimpern nicht homogen umhüllt werden können. Ein starrer Film fühlt sich zudem für die Anwenderin unangenehm an und kann im Laufe der Zeit abbröckeln, d. h. die Schminke haftet nicht gut.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Zusammensetzungen in Form einer Wachs-in-Wasser-Emulsion zum Schminken von Keratinfasern und insbesondere Fasern wie Wimpern anzugeben, die einfach auf die Keratinsubstanzen aufzubringen sind und nach dem Auftragen zu einer homogenen Schminke führen, die angenehm zu tragen ist und gut haftet.

Die Erfinder haben festgestellt, daß derartige Zusammensetzungen hergestellt werden können, wenn ein spezielles Polyolefinwachs verwendet wird. Man erhält cremige Zusammensetzungen, die einfach auf die Keratinsubstanzen aufzubringen sind. Die geschminkten Keratinfasern sind homogen umhüllt. Die Zusammensetzung gleitet außerdem gut über die Wimpern und läßt sich mit der Bürste einfach handhaben. Somit kann über die Abscheidung des Schminkproduktes auf den Wimpern die gewünschte Wirkung beeinflußt und insbesondere die Menge des Produktes kontrolliert werden, die auf den Wimpern abgeschieden werden soll.

Ferner ist das Polyolefinwachs mit den gewöhnlich in Mascaras verwendeten Wachsen kompatibel, d. h. es kann im Gemisch mit üblichen Wachsen eingesetzt werden, ohne daß spezielle Hinderungsgründe entgegenstehen.

Die Erfindung betrifft daher eine Zusammensetzung zum Schminken von Keratinfasern in Form einer Wachs-in-Wasser-Emulsion, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie mindestens ein Polyolefinwachs enthält, das bei der Homopolymerisation von α-Olefinen mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen entsteht, wobei das Wachs einen Schmelzpunkt im Bereich von 50 bis 80ºC aufweist.

Die Erfindung betrifft ferner ein Mascaraprodukt, das einen Behälter, der die Mascarazusammensetzung enthält, und eine Bürste zum Auftragen der oben definierten Zusammensetzung auf die Keratinfasern und insbesondere die Wimpern umfaßt.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Schminken von Keratinfasern und insbesondere zum Schminken der Wimpern, das darin besteht, eine oben definierte Zusammensetzung auf die Keratinsubstanzen aufzutragen.

Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung der oben definierten Zusammensetzung, um eine Schminke herzustellen, die homogen ist und/oder leicht aufgetragen werden kann und/ oder gut haftet.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines oben definierten Polyolefinwachses in einer Zusammensetzung zum Schminken von Keratinfasern, die in Form einer Wachs-in-Wasser-Emulsion vorliegt.

Das in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendete Polyolefinwachs stammt aus der Homopolymerisation eines α-Olefins der folgenden allgemeinen Formel: R-CH=CH&sub2;, wobei R eine Alkylgruppe mit 10 bis 50 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise 25 bis 50 Kohlenstoffatomen oder deren Gemische bedeutet. R ist vorzugsweise eine geradkettige Alkylgruppe. Unter Homopolymerisation eines α-Olefins wird erfindungsgemäß die Polymerisation von Monomeren verstanden, die im wesentlichen aus einem α-Olefin oder einem Gemisch von α-Olefinen, wie den oben definierten, bestehen.

Das Polyolefinwachs weist vorteilhaft eine bei 44ºC bestimmte Nadelpenetration von 15 bis 120, vorzugsweise 100 bis 120 und besser 105 bis 115 auf. Das Polyolefinwachs hat vorzugsweise einen Schmelzpunkt im Bereich von 50 bis 60ºC.

Das Polyolefinwachs kann ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von 400 bis 3000, vorzugsweise 2000 bis 3000 und besser 2500 bis 2700 aufweisen.

Diese Polyolefinwachse sind in den Patenten US-A-4060569 und US-A-4239546 beschrieben. Diese Wachse sind insbesondere unter der Bezeichnung "PERFORMA V® 103", "PERFORMA V® 253" und "PERFORMA V® 260" von der Firma PETROLITE im Handel erhältlich.

Diese Wachse weisen die folgenden Eigenschaften auf:

Die Polydispersität des Molekulargewichts entspricht dem Verhältnis des Gewichtsmittels des Molekulargewichts und des Zahlenmittels des Molekulargewichts.

Die Nadelpenetration von Wachsen wird gemäß der französischen Norm NF T 60-123 oder der amerikanischen Norm ASTM D 1321 bei einer Temperatur von 44ºC bestimmt. Gemäß diesen Normen entspricht die Nadelpenetration der gemessenen Tiefe, ausgedrückt in Zehntelmillimetern, bis zu der eine standardisierte Nadel mit einem Gewicht von 2,5 g, die an einem mobilen Teil von 97,5 g befestigt ist und über das zu testende Wachs gebracht wird, während einer Zeitspanne von 5 Sekunden in das Wachs eindringt.

Das Polyolefinwachs besitzt vorzugsweise eine Dichte von 0,85 bis 0,95 g/cm³ auf.

Das Polyolefinwachs kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einem Mengenanteil von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und vorzugsweise 0,5 bis 12 Gew.-% vorliegen.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann neben dem oben definierten Polyolefinwachs auch ein oder mehrere zusätzliche Wachse tierischer, pflanzlicher oder synthetischer Herkunft enthalten.

Die zusätzlichen Wachse, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendet werden können, weisen im allgemeinen einen Schmelzpunkt im Bereich von 40 bis 110ºC und eine Nadelpenetration von 1 bis 127 auf. Die Nadelpenetration von Wachsen wird gemäß der französischen Norm NFT 60-123 oder gemäß der amerikanischen Norm ASTM D 1321 bei 25ºC bestimmt. Nach diesen Normen ist die Nadelpenetration das Maß für die in Zehntelmillimetern ausgedrückte Tiefe, bis zu der eine standardisierte Nadel von 2,5 g, die sich an einem beweglichen Träger von 97,5 g befindet, wobei die Nadel über das Wachs plaziert wird, während einer Zeitspanne von 5 Sekunden eindringt.

Von den Wachsen tierischer Herkunft können Bienenwachs, Lanolinwachse und Chinawachse angegeben werden.

Von den Wachsen pflanzlicher Herkunft können Reiswachs, Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricurywachs, Korkfaserwachs, Zuckerrohrwachs, Japanwachs, Sumachwachs und Baumwollwachs genannt werden.

Von den Wachsen mineralischer Herkunft können die Paraffine, mikrokristalline Wachse, Montanwachse und Ozokerite angegeben werden. Von den synthetischen Wachsen können insbesondere die Polyethylenwachse, die durch Fischer-Tropsch-Synthese hergestellten Wachse und die wachsigen Copolymere sowie deren Ester und die Siliconwachse verwendet werden.

Es ist auch möglich, Öle tierischer oder pflanzlicher Herkunft zu verwenden, die hydriert wurden und die beiden oben genannten physikalischen Eigenschaften aufweisen.

Von diesen Ölen können hydriertes Jojobawachs, die hydrierten Öle, die durch katalytische Hydrierung von Fettsubstanzen erhalten werden, die eine geradkettige oder nicht geradkettige Fettkette mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen aufweisen, hydriertes Sonnenblumenöl, hydriertes Ricinusöl, hydriertes Kopraöl, hydriertes Lanolin und hydrierte Palmöle angegeben werden.

Die gemäß der Erfindung verwendbaren Wachse sind vorzugsweise bei einer Temperatur unter 50ºC fest und starr.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann 0,1 bis 30 Gew.-% zusätzliches Wachs, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und vorzugsweise 1 bis 20 Gew.-% Wachs enthalten.

Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung enthalten:

- mindestens ein zusätzliches Wachs mit einer Nadelpenetration von 1 bis 7 (Wachs I) insbesondere in einem Mengenanteil von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und

- mindestens ein zusätzliches Wachs mit einer Nadelpenetration über 7,5 und unter 217 (Wachs II) insbesondere in einem Mengenanteil von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.

Die Wachse können gemäß der Erfindung in der Zusammensetzung in Form von Partikeln mit einer Größe von 50 nm bis 10 um und vorzugsweise 50 nm bis 3,5 um vorliegen.

Der Wassergehalt der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann im Bereich von 20 bis 99 Gew.-% und vorzugsweise 50 bis 80 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegen.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann ferner ein filmbildendes Polymer enthalten, das gelöst und/ oder in Form von in der wäßrigen Phase dispergierten Partikeln vorliegen kann.

Das filmbildende Polymer kann ausgewählt werden unter:

- Keratinderivaten, wie Keratinhydrolysaten und Sulfokeratinen;

- anionischen, kationischen, amphoteren oder nichtionischen Chitin- oder Chitosanderivaten;

- Cellulosederivaten, wie Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, Ethylhydroxyethylcellulose und Carboxymethylcellulose, sowie quaternisierten Cellulosederivaten;

- Acrylpolymeren oder Acrylcopolymeren, wie Polyacrylaten oder Polymethacrylaten;

- Polyvinylpyrrolidonen und Vinylcopolymeren, beispielsweise Copolymeren von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid oder dem Copolymer von Vinylacetat und Crotonsäure;

- in Wasser dispergierbaren, anionischen Polyestern und/oder Polyesteramiden, die Monomere enthalten, die eine Gruppe -SO&sub3;M tragen, wobei M ein Wasserstoffatom, ein Ammoniumion NH&sup4;&spplus; oder ein Metallion, wie beispielsweise Na&spplus;, Li&spplus;, K&spplus;, Mg²&spplus;, Ca²&spplus;, Cu²&spplus;, Fe²&spplus; oder Fe³&spplus;, bedeutet. Es können insbesondere die Polymere angegeben werden, die in den Druckschriften US-3,734,874; US-4,233,196 und US- 4,304,901 beschrieben sind. Vorteilhaft werden filmbildende Polyester auf der Basis mindestens einer Dicarbonsäure, mindestens eines Diols und mindestens eines bifunktionellen aromatischen Monomers verwendet, die eine oben beschriebene SO&sub3;M-Gruppe tragen;

- Polyestern mit Fettkette, Polyamiden und Epoxyesterharzen;

- Polyurethanen und insbesondere anionischen, kationischen, nichtionischen oder amphoteren Polyurethanpolymeren, Polyurethan- Acrylverbindungen, Polyurethan-Polyvinylpyrrolidonen, Polyester- Polyurethanen, Polyether-Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyharnstoff/Polyurethanen und deren Gemischen;

- Polymeren natürlicher Herkunft, die gegebenenfalls modifiziert sind, beispielsweise:

- Gummi arabicum, Guargummi, Xanthanderivate, Karaya-Gummi;

- Alginate und Carrageenate;

- Glykosaminoglykane, Hyaluronsäure und ihre Derivate;

- Schellack, Sandarak, Dammarharze, Elemi, Kopale.

Das filmbildende Polymer kann in der Zusammensetzung in einem Trockensubstanzgehalt von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann emulgierende grenzflächenaktive Stoffe enthalten, die insbesondere in Mengenanteilen von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und besser 5 bis 15 Gew.-% vorliegen. Die grenzflächenaktiven Stoffe können unter den anionischen oder nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen ausgewählt werden. Für die Definition der Eigenschaften und Funktionen (Emulgatoren) von grenzflächenaktiven Stoffen kann auf die Druckschrift < < Encyclopedia of Chemical Technology, KIRK-OTHMER> > , Band 22, S. 333-432, 3. Ausgabe, 1979, WILEY verwiesen werden und für die anionischen oder nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe insbesondere auf die Seiten 347-377.

Die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bevorzugt verwendeten grenzflächenaktiven Stoffe sind:

- von den nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen: Fettsäuren, Fettalkohole, polyethoxylierte oder mehrfach mit Glycerin vereiterte Fettalkohole, beispielsweise polyethoxylierte Stearyl- oder Cetylstearylalkohole, Saccharosefettsäureester, Ester von Alkylglucose und insbesondere polyethoxylierte Fettsäureester von C&sub1;&submin;&sub6;-Alkylglucose; und

- von den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen: C&sub1;&sub6;&submin;&sub3;&sub0;-Fettsäuren, die mit Aminen, Ammoniak oder Alkalisalzen neutralisiert sind.

Grenzflächenaktive Stoffe werden vorzugsweise verwendet, um Öl-in- Wasser-Emulsionen herzustellen.

Die Zusammensetzung kann auch ein Verdickungsmittel enthalten, das vorzugsweise hydrophil ist. Es kann beispielsweise unter den Carboxyvinylpolymeren (Carbomer), Acrylcopolymeren, wie Copolymeren von Acrylaten und Alkylacrylaten, Polyacrylamiden, Polysacchariden, natürlichen Gummen und Tonen ausgewählt werden.

Die Zusammensetzung kann außerdem häufig in der Kosmetik verwendete Bestandteile enthalten, beispielsweise Vitamine, Spurenelemente, reizlindernde Mittel, Maskierungsmittel, Parfums, Öle, Silicone, Vitamine, Proteine, Ceramide, Weichmacher, Mittel für die Kohäsion sowie Ansäuerungsmittel oder Alkalisierungsmittel, die üblicherweise in der Kosmetik verwendet werden, Füllstoffe, Pigmente, Emollentien und Konservierungsmittel.

Wenn die Zusammensetzung das Polyolefinwachs "PERFORMA V® 103" enthält, enthält die Zusammensetzung insbesondere nicht die folgenden Bestandteile in den angegebenen Mengenanteilen:

- 1 g Polyolefinwachs "PERFORMA V® 103";

- 1,5 g Polyvinylpyrrolidon/Eicosen-Copolymer;

- 2 g Butylenglykol;

- 0,35 g Hydroxyethylcellulose;

- 4 g Glycerylstearat;

- 4,3 g Bienenwachs;

- 3,1 g Carnaubawachs

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung ist als Mascaraprodukt vorgesehen, das einen Behälter, der die Mascarazusammensetzung enthält, und ein System zum Auftragen der Zusammensetzung auf die Keratinfasern und insbesondere die Wimpern umfaßt. Der Behälter ist in bekannter Weise mit einer Öffnung versehen, in der sich ein Abstreifersystem befindet. Das Applikationssystem umfaßt einen Stiel, der an einem Ende mit einer Bürste und am anderen Ende mit einem Verschluß versehen ist, der den Behälter verschließen soll. Eine derartige Verpackung ist insbesondere in der Fig. 7 der Anmeldung EP-A-611 170 erläutert.

Der Fachmann wird selbstverständlich die gegebenenfalls vorliegende(n) zusätzliche(n) Verbindung(en) und/oder deren Mengenanteile so auswählen, daß die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder im wesentlichen nicht verändert werden.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann nach Verfahren hergestellt werden, die in den jeweiligen Bereichen üblich sind.

Die Erfindung wird detailliert durch die folgenden Beispiele erläutert.

Beispiel 1:

Es wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:

- Bienenwachs 3,6 g

- Carnaubawachs 2,9 g

- Pigmente 5,5 g

- Verdickungsmittel 4,6 g

- Polyolefinwachs(PERFORMA V® 260 11,4 g von PETROLITE)

- Stearinsäure 5,8 g

- Triethanolamin 2,4 g

- 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol 0,5 g

- D-Panthenol 0,5 g

- Konservierungsmittel qs

- Wasser ad 100 g

Man erhält eine Mascara von cremiger Konsistenz, die sich gut auf den Wimpern verteilt und einfach mit der Bürste zu handhaben ist, wobei eine homogene Schminke erhalten wird, die die Wimpern perfekt umhüllt.

Beispiel 2:

Es wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:

- Bienenwachs 4,7 g

- Carnaubawachs 3,7 g

- Paraffinwachs 12,8 g

- Polyolefinwachs(PERFORMA V® 260 0,5 g von PETROLITE)

- Verdickungsmittel 4,6 g

- Pigmente 7,1 g

- Stearinsäure 7,1 g

- Triethanolamin 3,7 g

- D-Panthenol 0,5 g

- Gemisch von Dimethiconol und Decamethylpentasiloxan (15/85) (DC2-9071 von DOW CORNING) 5 g

- Wasser ad 100 g

Die Mascara ist cremig und läßt sich leicht auf die Wimpern auftragen; sie umhüllt die Wimpern perfekt.


Anspruch[de]

1. Zusammensetzung zum Schminken von Keratinfasern in Form einer Wachs-in-Wasser-Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens ein Polyolefinwachs enthält, das bei der Homopolymerisation von α-Olefinen mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen entsteht, wobei das Wachs einen Schmelzpunkt im Bereich von 50 bis 80ºC aufweist.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Polyolefinwachs einen Schmelzpunkt im Bereich von 50 bis 60ºC besitzt.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs eine bei 44ºC bestimmte Nadelpenetration von 15 bis 120 aufweist.

4. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs eine bei 44ºC bestimmte Nadelpenetration von 100 bis 120 und besser 105 bis 115 aufweist.

5. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von 400 bis 3000 aufweist.

6. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von 2000 bis 3000 und besser 2500 bis 2700 hat.

7. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs eine Dichte von 0,85 bis 0,95 g/cm³ besitzt.

8. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs aus der Homopolymerisation eines α-Oleins der allgemeinen Formel: R-CH=CH&sub2; resultiert, wobei R eine Alkylgruppe mit 10 bis 50 Kohlenstoffatomen oder deren Gemische bedeutet.

9. Zusammensetzung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß R eine Alkylgruppe mit 25 bis 50 Kohlenstoffatomen bedeutet.

10. Zusammensetzung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylgruppe R geradkettig ist.

11. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs in einer Menge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

12. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyolefinwachs in einer Menge von 0,5 bis 12 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

13. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem ein oder mehrere zusätzliche Wachse tierischer, pflanzlicher oder synthetischer Herkunft enthält.

14. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Wachs bei 25ºC eine Nadelpenetration von 1 bis 217 aufweist.

15. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens ein zusätzliches Wachs mit einer Nadelpenetration von 1 bis 7,5 und mindestens ein zusätzliches Wachs mit einer Nadelpenetration größer 7,5 und höchstens 217 enthält.

16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Wachs in einer Menge von 0,1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und besser 1 bis 20 Gew.-% vorliegt.

17. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens ein filmbildendes Polymer enthält.

18. Zusammensetzung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer in Lösung oder in Form von in der wäßrigen Phase der Zusammensetzung dispergierten Partikeln vorliegt.

19. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Mengenanteil des filmbildenden Polymers im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegt.

20. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen emulgierenden grenzflächenaktiven Stoff enthält.

21. Zusammensetzung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der emulgierende grenzflächenaktive Stoff in einer Menge von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

22. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens ein Verdickungsmittel enthält.

23. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ferner mindestens einen Zusatzstoff enthält, der unter den Vitaminen, Spurenelementen, reizlindernden Mitteln, Maskierungsmitteln, Parfums, Ölen, Siliconen, Vitaminen, Proteinen, Ceramiden, Weichmachern, Kohäsionsmitteln, Alkalisierungsmitteln, Ansäuerungsmitteln, Füllstoffen, Pigmenten, Emollentien und Konservierungsmitteln ausgewählt ist.

24. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wassergehalt im Bereich von 20 bis 99 Gew.-% und vorzugsweise 50 bis 80 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, liegt.

25. Mascaraprodukt, das einen Behälter mit einer Mascarazusammensetzung und eine Bürste zum Auftragen der Zusammensetzung auf die Keratinfasern und insbesondere die Wimpern umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 24 ist.

26. Verfahren zum Schminken von Keratinfasern und insbesondere Wimpern, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Keratinfasern eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 24 aufgebracht wird.

27. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, um eine Schminke herzustellen, die homogen ist und/ oder leicht aufgetragen werden kann und/oder gut haftet.

28. Verwendung eines Polyolefinwachses nach einem der Ansprüche 1 bis 12 in einer Zusammensetzung zum Schminken von Keratinfasern, die in Form einer Wachs-in-Wasser-Emulsion vorliegt.

29. Mascara, die eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 24 enthält.







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