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Dokumentenidentifikation DE10016942C2 08.05.2002
Titel Verbinder zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte und Anordnung umfassend diese
Anmelder Yazaki Corporation, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ashiya, Hiroyuki, Shizuoka, JP
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 05.04.2000
DE-Aktenzeichen 10016942
Offenlegungstag 02.11.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse H01R 12/28
IPC-Nebenklasse H01R 13/58   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verbinder zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte, beispielsweise in Form einer flexiblen gedruckten Schaltung oder eines flexiblen Flachkabels mit einer zweiten Leiterplatte.

Die DE 35 44 631 A1 betrifft eine Anordnung mit einer Führungsvorrichtung für eine mit einer auf einer Leiterplatte angeordneten Steckerleiste zu verbindenden Folienleitung. Die Führungsvorrichtung weist einen Aufnahmebereich für die Steckerleiste auf. Die Steckerleiste weist eine Öffnung auf, in welche die flexible gedruckte Leiterplatte, die als Folienleitung dient, eingeführt werden kann. Die flexible und als Folienleitung dienende Leiterplatte ist über eine Auflagekante einer Rippe geführt. Dies dient dazu, dass die Leiterplatte leicht zum Auswechseln des an die angeschlossenen Druckkopfes erfasst werden kann.

Die DE 26 18 673 A1 betrifft einen elektrischen Steckverbinder für ein Flachbandkabel, das mit einer Buchsenreihe, die in einem Gehäuse angeordnet ist, verbunden wird. In dieses ist das flexible Flachbandkabel einführbar und dort mit den Kontaktelementen der Anschlussbuchsen elektrisch leitend verbindbar. Durch ein einschiebbares Riegelteil wird erreicht, dass das flexbible Flachbandkabel gegen Kontaktelemente gedrückt wird. Um den Zug auf die einzelnen Leiter zu verringern, sind Zwischenbereiche des Flachbandkabels zwischen zwei Leitern durch kammartig ineinandergreifende Abschnitte der einschiebbaren Profilleiste und des Gehäuses gehalten bzw. der Anschlussbuchsen gehalten.

Die JP 6-188047 A (Abstract in: Patent Abstract of Japan E-1613, 1994, Vol. 18, No. 527) betrifft einen Steckverbinder mit einem Gehäuse, das durch einen Deckel verschlossen werden kann, welcher mit einem Riegelvorsprung an seiner Innenseite versehen ist. Im geöffneten Zustand des Deckels können die freigelegten Leiter eines Flachbandkabels mit den Kontakten im Gehäuse in Kontakt gebracht werden. Darüber hinaus sind zwischen den Leitern Durchbrüche im Flachbandkabel vorgesehen, zu denen der Deckel mit seinen Riegelvorsprüngen in Eingriff gebracht werden kann, so dass eine zugfeste Verbindung zwischen dem Gehäuse und dem Flachbandkabel bei geschlossenem Deckel gegeben ist.

Die DE 92 02 998 U1 betrifft einen Stecker mit einer Klemmanordnung zum Festklemmen der Leiter eines Flachbandkabels, welches nebeneinander in eine weiche Isolierschicht eingebettet die Leiter enthält. Der Stecker umfasst einen Schacht, in den das Flachbandkabel eingeführt wird. Es sind ein oder mehrere Vorsprünge mit widerhakenartiger Spitze vorgesehen, die sich in die Isolierschicht zwischen den Leitern eindrücken können, um bei Zugeinwirkung einer Trennung des Flachbandkabels vom Stecker entgegenzuwirken.

Fig. 5 zeigt eine Anordnung zur Verbindung einer flexiblen gedruckten Schaltung mit einer Schaltplatte gemäß der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. Hei. 6-132057, die ein repräsentatives Beispiel für eine bekannte Verbindungsanordnung ist. Bei dieser Anordnung ist die erste flexible Leiterplatte 1 mit einer flexiblen gedruckten Schaltung direkt in ein Steckverbindungselement 3, das an der zweiten Leiterplatte 2 angebracht ist, eingeführt bzw. in demselben befestigt, wodurch eine elektrische Verbindung zwischen der Verdrahtungsplatte und der Schaltplatte erzielt ist. Bei der Technik nach der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung Nr. Hei. 6-132057 wird, wie in Fig. 5 gezeigt, der elektrische Kontakt nur durch Einführen des Endabschnitts der ersten Leiterplatte 1 in das Steckverbindungselement 3 erzielt. Es tritt daher der Nachteil auf, dass wenn zufällig eine Kraft auf die erste Leiterplatte 1 während des Zusammenbaus im Ausziehsinne einwirkt, und dann eine externe Kraft auf den verbundenen Abschnitt während des Betriebs des zugehörigen Gerätes anliegt, die erste Leiterplatte 1 leicht von dem Steckverbindungselement 3 gelöst werden kann.

Andererseits offenbart die ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung Nr. Hei. 4-242087 ein weiteres Beispiel für ein Steckverbindungselement für eine flexible gedruckte Leiterplatte. Bei dieser Anordnung wird ein keilförmiger Schieber in ein Gehäuse des Steckverbindungselements eingeführt. Die flexible Leiterplatte mit einer flexiblen gedruckten Schaltung (FPC) wird durch diesen Keil gegen das Gehäuse gedrückt und an demselben verriegelt, wodurch der elektrische Kontakt zwischen der ersten flexiblen Leiterplatte und einer zweiten Leiterplatte stabilisiert wird. Der Schieber ist in Hinsicht auf Handhabung und Kosten ungünstig. Bei Verwendung in der Verkabelung eines Fahrzeug wirken sich Vibrationen auf den elektrischen Kontaktabschnitt während des Betriebs des Fahrzeugs aus, die zu der Möglichkeit führen, dass sich der Schieber löst. Ein zuverlässiger elektrischer Kontakt kann daher nicht erzielt werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Verbinder und eine Anordnung zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte vorzuschlagen, bei der sogar dann, wenn eine Ausziehkraft oder eine externe Kraft versehentlich an einem elektrischen Kontaktabschnitt anliegt, ein Lösen der ersten flexiblen Leiterplatte, die eine flexible gedruckte Schaltung oder eine flexible flache Schaltung aufweist, verhindert. Es soll also dauerhaft ein zuverlässiger elektrischer Kontakt erzielt werden.

Gelöst wird die oben genannte Aufgabe durch einen Verbinder zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte, umfassend

  • - ein Steckverbindungselement,

    das zur elektrisch leitenden Verbindung mit der zweiten Leiterplatte dient,

    das einen Verbindungsschlitz zur Aufnahme und zum elektrisch leitenden Anschluss eines Endabschnitts der ersten flexiblen Leiterplatte aufweist und

    das Befestigungsmittel an einander abgewandten Seitenflächen eines Endabschnitts aufweist;
  • - ein Riegelteil

    das an den Befestigungsmitteln des Steckverbindungselementes festlegbar ist,

    das einen Basisabschnitt mit einem durch diesen hindurchverlaufenden Durchtrittsschlitz zum Hindurchführen des Endabschnitts der ersten flexiblen Leiterplatte aufweist,

    das zwei Festsetzarme aufweist, die sich von den Enden des Basisabschnittes erstrecken und deren Enden mit den Befestigungsmitteln des Steckverbindungselementes lösbar verbunden sind und das über Festsetzmittel die erste flexible Leiterplatte an ihrem im Durchtrittsschlitz aufzunehmenden Abschnitt festsetzt.

Von Vorteil bei dieser Lösung ist, das Kräfte, die im Ausziehsinne auf die erste flexible Leiterplatte von außen eingeleitet werden, durch das an das Steckverbindungselement angehängte Riegelteil abgefangen werden, da über die Festsetzmittel die erste flexible Leiterplatte mit dem Riegelteil fest verbunden ist. Der Verbindungsbereich zwischen der ersten flexiblen Leiterplatte und dem Steckverbindungselement bleibt von diesen Kräften unberührt, so dass ein stabiler elektrischer Kontakt erhalten bleibt.

In Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Riegelteile vorgesehen, die an entgegengesetzten Enden des Steckverbindungselements befestigbar sind und je zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit dem Steckverbindungselement dienen.

Gemäß einem weiteren Merkmal ist das Riegelteil in der Mittelebene des Durchtrittsschlitzes in zwei Hälften geteilt, wobei ein Vorsprung als Festsetzmittel vorgesehen ist, der an einer oder beiden gegenüberliegenden Innenflächen des Durchtrittsschlitzes ausgebildet ist. Bei diesem Aufbau ist das Riegelteil in zwei Hälften aufgeteilt, so dass die erste flexible Leiterplatte leicht eingeführt werden kann.

Gemäß weiteren Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung kann das Festsetzmittel alternativ wenigstens einen Kleber oder einen Klebstoffilm umfassen, die an einer Innenfläche des Durchtrittsschlitzes aufgebracht sind, wobei die erste flexible Leiterplatte an der Innenfläche des Durchtrittsschlitzes mittels des Klebers oder des Klebstoffilms befestigt ist.

Gemäß einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der vorliegenden Erfindung kann das Festsetzmittel alternativ wellenförmige Greifzähne umfassen, die an der Innenfläche des Durchtrittsschlitzes ausgebildet sind und in die erste flexible Leiterplatte eingreifen.

Alternativ ist es möglich, als Festsetzmittel einen Stab vorzusehen, der zwischen den beiden Festsetzarmen angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Stab entlang der Festsetzarme verstellbar angeordnet, so dass ein Festsetzen des ersten flexiblen Leiters im Schlitz möglich ist.

Gelöst wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe auch durch eine Anordnung zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte, welche den erfindungsgemäßen Verbinder nach einem oder mehreren seiner Ausgestaltungsmerkmale und darüber hinaus eine erste flexible Leiterplatte umfaßt, deren distaler Endabschnitt in dem Verbindungsschlitz des Steckverbindungselementes aufgenommen ist und der im Durchtrittschlitz derart festgelegt ist, daß der zwischen Steckverbindungselement und dem Basisabschnitt des Riegelteils einerseits und den beiden Festsetzarmen des Riegelteils andererseits befindliche lose Abschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte gewellt verläuft.

Bei diesem Aufbau ist der distale Endabschnitt in das elektrische Steckverbindungselement derart eingeführt, dass der lose Abschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte innerhalb des Riegelteils liegt.

Eine elastische Reaktionskraft, die den losen Abschnitt in seine Ursprungsform zurückstellen will, wirkt derart, dass der distale Endabschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte in den Verbindungsschlitz des Steckverbindungselements geschoben wird, wodurch ein stabiler elektrischer Kontakt erhalten bleibt. Obwohl die elastische Reaktionskraft, die, durch den losen Abschnitt hervorgerufen wird, auch in einer Richtung des Abschnitts der ersten flexiblen Leiterplatte, der in dem Durchtrittsschlitz aufgenommen wirksam ist, ist eine Bewegung der ersten flexiblen Leiterplatte aus dem Durchtrittsschlitz heraus durch die Festsetzmittel verhindert.

In Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die erste flexible Leiterplatte eine Festsetzbohrung aufweist, in die der Vorsprung im Bereich des Durchtrittschlitzes eingreift.

Die Festsetzbohrung, die als komplementäres Festsetzmittel dient, befindet sich in dem Abschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte, der im Durchtrittsschlitz aufgenommen wird. Wenn die beiden Hälften des Riegelteils sich überdeckend verbunden sind, wobei der Vorsprung in Eingriff zu der Festsetzbohrung innerhalb des Durchtrittsschlitzes steht, wird die erste flexible Leiterplatte in den Verbindungsschlitz des Steckverbindungselements eingeführt.

Eine Ausgestaltung mit einem Stab ist die erste flexible Leiterplatte über diesen geführt.

Verschiedene Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung und ein solches gemäß dem Stand der Technik sind in der Zeichnung schematisch dargestellt und anhand derselben näher erläutert.

Es zeigt

Fig. 1A eine perspektivische Ansicht und Fig. 1B einen Schnitt einer Anordnung zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte gemäß einer ersten Ausführungsform im zusammengebauten Zustand,

Fig. 2A und 2B jeweils eine perspektivische Ansicht einer zweiten bzw. dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung im zusammengebauten Zustand,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anordnung im zusammengebauten Zustand, wobei zwei erste flexible Leiterplatten durch ein Steckverbindungselement verbunden sind,

Fig. 4A eine perspektivische Ansicht und Fig. 4B einen Schnitt einer fünften erfindungsgemäßen Anordnung im zusammengebauten Zustand, und

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines herkömmlichen Aufbaus zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte, die durch eine flexible gedruckte Schaltung dargestellt ist, mit einer zweiten Leiterplatte.

Ein erfindungsgemäßer Verbinder und eine denselben einbeziehende Anordnung zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte in Form einer flexiblen gedruckten Schaltung mit einer zweiten Leiterplatte wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.

Fig. 1A ist eine perspektivische Ansicht einer Anordnung zum Verbinden der vorgenannten ersten flexiblen Leiterplatte (erste erfindungsgemäße Ausführungsform). Fig. 1B ist ein Schnitt dieser Anordnung. Die erste flexible Leiterplatte 10 umfaßt eine flexible Kunststoffplatte mit einer gedruckten Schaltung. Ein distaler Endabschnitt 11 (Verbindungsendabschnitt) der ersten Leiterplatte 10 ist in einen Verbindungsschlitz 14 des Steckverbindungselements 13, das auf einer zweiten Leiterplatte 100 befestigt ist, eingeführt, wodurch die erste Leiterplatte 10 mit dem Steckverbindungselement 13 elektrisch verbunden ist.

Ein Riegelteil 20 kann leicht lösbar an dem Steckverbindungselement 13 befestigt werden. Die erste flexible Leiterplatte 10 ist durch dieses Riegelteil 20 hindurch in das Steckverbindungselement 13 eingeführt.

Das Riegelteil 20 ist zum Beispiel aus einem Kunststoff hergestellt und weist annähernd eine U-Form (wenn von oben betrachtet) auf, die durch einen Basisabschnitt 21 und zwei gegenüberliegende Festsetzarme 23, die sich jeweils rechtwinklig von den Enden des Basisabschnitts 21 erstrecken, definiert ist. Ein Durchtrittsschlitz 22 verläuft durch den Basisabschnitt 21 in Einführrichtung der ersten flexiblen Leiterplatte 10 hindurch. Der distale Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 ist durch diesen Durchtrittsschlitz 22 hindurchgeführt. Beide Festsetzarme 23 können mit ihren distalen Enden 23a zu Festsetzausnehmungen, die in parallelen Seitenflächen eines vorderen Endabschnitts des Steckverbindungselements 13 ausgebildet sind, durch Einhandbetätigung in. Eingriff gebracht und von dem Steckverbindungselement 13 gelöst werden. Riegelknöpfe 15 oder dergleichen können an dem Steckverbindungselement 13 vorgesehen werden, um die Festsetzarme 23 formschlüssig an dem Steckverbindungselement 13 festzulegen.

Das Riegelteil 20 ist in der Mittelebene, die den Durchtrittsschlitz 22 umfasst, in zwei Hälften (d. h., eine obere und eine untere Hälfte 20A und 20B geteilt. Ein Vorsprung 22a, der als Festsetzmittel dient, ist an der oberen Hälfte 20A des Basisabschnitts 21 ausgebildet und ragt in den Durchtrittsschlitz 22 vor.

Das Riegelteil 20, das die obere Hälfte 20A und die untere Hälfte 20B umfasst, wird zur Montage so positioniert, dass der distale Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 zwischen diesen aufgenommen und vorläufig positioniert wird.

Dazu wird zu der zuvor in einem vorbestimmten Abschnitt der ersten Leiterplatte 10 hergestellten Festsetzbohrung 16 der Vorsprung 22a, der an dem oberen Abschnitt 20A ausgebildet ist und in den Durchtrittsschlitz 22 ragt, in Eingriff gebracht. Die obere Hälfte 20A wird dann sicher an der unteren Hälfte 20B, diese überdeckend, fixiert, so daß das Riegelteil 20 eine Einheit bildet. Die erste flexible Leiterplatte 10 ist somit mit dem Riegelteil 20 verbunden, wobei der distale Endabschnitt 10 den Durchtrittsschlitz 22 des Riegelteils 20 passiert. Das Verbinden der oberen Hälfte 20A mit der unteren Hälfte 20B, die zusammen das Riegelteil 20 bilden, kann durch einen Klebstoff, durch Verpressen eines konvexen mit einem konkaven Abschnitt oder durch andere geeignete Mittel vollzogen werden.

Die distalen Enden 23a der beiden Festsetzarme 23 des Riegelteils 20, die den distalen Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 halten, werden mit den Seitenflächen am vorderen Endabschnitt des Steckverbindungselements 13 durch eine Eihandbetätigung festsetzend in Eingriff gebracht. Der distale Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 wird dabei gleichzeitig in den Verbindungsschlitz 14 des Steckverbindungselements 13 eingeführt. Wenn das Einführen vollzogen ist, wird der Abschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte 10, der rückwärtig des distalen Endabschnitts 11 angeordnet ist, so gebogen, dass er einen annähernd welligen Verlauf annimmt, um einen losen Abschnitt 12 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 innerhalb des U-förmigen Riegelteils 20 zu bilden.

Durch die Bildung des losen Abschnitts 12 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 wird eine elastische Reaktionskraft, die den losen Abschnitt 12 in seine Ursprungsform zurückstellen will, erzeugt. Diese elastische Reaktionskraft wirkt besonders in eine Richtung, in der der distale Endabschnitt 11 weiter in den Verbindungsschlitz 14 des Steckverbindungselements 13 hinbewegt wird und in Gegenrichtung auf den Abschnitt der ersten flexiblen Leiterplatte 10 (der die Festsetzbohrung 16 aufweist, in die der Vorsprung 22a eingreift), der in dem Durchtrittsschlitz 22 aufgenommen ist, im Sinne der Herausbewegung aus dem Schlitz 22. Die Bewegung dieses Abschnitts der ersten flexiblen Leiterplatte 10 aus dem Durchtrittsschlitz 22 heraus ist jedoch durch die Festsetzmittel, die den Vorsprung 22a und die Festsetzbohrung 16 umfassen, verhindert.

Die elastische Reaktionskraft, die auf den distalen Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte 10 durch den losen Abschnitt 12 ausgeübt wird, unterstützt den stabilen elektrischen Kontakt derselben in dem Verbindungsschlitz 14 des Steckverbindungselements 13.

Die Fig. 2A und 2B stellen jeweils Schnitte wichtiger Abschnitte der zweiten und dritten Ausführungsform dar, bei denen anders gestaltete Festsetzmittel als die gemäß der ersten Ausführungsform, die den Festsetzvorsprung 22a und die Festsetzbohrung 16, die in dem Durchtrittsschlitz 22 angeordnet sind, umfassen, verwirklicht sind.

Bei der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 2A ist der Abschnitt einer ersten flexiblen Leiterplatte 10, der in dem Durchtrittsschlitz 22 des Riegelteils 20 eingeführt oder aufgenommen ist, mit den Innenflächen des Durchtrittsschlitzes 22 durch einen Kleber 24 verbunden. In diesem Fall braucht das Riegelteil 20 keinen zweigeteilten Aufbau, wie er für das Riegelteil 20 wie bei der ersten Ausführungsform, bei der eine obere Hälfte 20A und eine untere Hälfte 20B vorgesehen ist, aufzuweisen. Das Riegelteil 20 ist ein einstückig geformtes Teil, das den Durchtrittsschlitz 22, der durch einen Basisabschnitt 21 hindurch gebildet ist, aufweist. Wenn die erste flexible Leiterplatte 20 durch den Durchtrittsschlitz 22 geschoben werden soll, wird ein Kleber auf die Innenflächen des Durchtrittsschlitzes 22 aufgebracht.

Bei der dritten Ausführungsform gemäß Fig. 2B werden anstelle des Klebers 24 gemäss der zweiten Ausführungsform jeweils wellenförmige Greifzähne 25 an der oberen und unteren Fläche des Schlitzes 22 des Riegelteils 20 ausgebildet. Die Greifzähne 25, die jeweils an der oberen und unteren Innenfläche des Schlitzes 22 ausgebildet sind, werden mit der ersten flexiblen Leiterplatte 10, die durch den Durchtrittsschlitz 22 geschoben wird, in Eingriff gebracht, wodurch diese festgesetzt wird.

Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht einer Anordnung zur Verbindung von zwei ersten flexiblen Leiterplatten mit einer zweiten Leiterplatte bezüglich einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei den drei oben genannten Ausführungsformen wird das Riegelteil 20 nur an dem vorderen Ende (in Hinsicht auf die Einführrichtung der ersten Leiterplatte) des Steckverbindungselements 13 festgesetzt. Bei der vierten Ausführungsform ist ein weiteres Riegelteil 20 an einem rückwärtigen Ende eines Steckverbindungselements 13 festgesetzt. Die beiden Riegelteile 20 sind symmetrisch an dem vorderen und rückwärtigen Ende des Steckverbindungselements 13 vorgesehen. In diesem Fall ist je eine erste flexible Leiterplatte 10 mit dem vorderen bzw. rückwärtigen Ende eines einzigen Steckverbindungselements 13 elektrisch verbunden.

Bei dieser Ausführungsform können die Riegelteile 20 einen Aufbau aufweisen, der einer der oben genannten drei Ausführungsformen entspricht, wobei die erste flexible Leiterplatte 10 mit dem Steckverbindungselement 13, wie bei den oben genannten Ausführungsformen verbunden sind, so daß vergleichbare Wirkungen erzielt werden können.

Diese vierte Ausführungsform ist insbesondere vorteilhaft, wenn zwei erste Leiterplatten mit den Enden eines Steckverbindungselements 13 gegenläufig in die Verkabelung eines Fahrzeugs zu integrieren sind. Bei dem herkömmlichen Aufbau wirken sich, wenn zwei erste flexible Leiterplatten an entgegengesetzten Enden eines Steckverbindungselements vorzusehen sind, Vibrationen in entgegengesetzten Richtungen aus, wodurch der elektrische Kontakt instabil wird. Mit dieser Anordnung wird jedoch dieses Problem gelöst.

Die Fig. 4A und 4b zeigen eine erfindungsgemäße Anordnung zur Verbindung einer ersten flexiblen Leiterplatte mit einer zweiten Leiterplatte gemäß einer fünften Ausführungsform, die gegenüber den oben beschriebenen vier Ausführungsformen abgeändert ist.

Bei dieser Ausführungsform weist ein Riegelteil 20, das eine U-förmige Gestalt besitzt, ein stabförmiges Festsetzmittel 26 auf, das sich von einem der beiden Festsetzarme 23 zu dem anderen in Querrichtung erstreckt. Eine erste flexible Leiterplatte 10, die durch einen Basisabschnitt 21 des Riegelteils 20 geschoben ist, wird über das Festsetzmittel 26 geschoben. Ein loser Abschnitt 12 (wie in Fig. 1B zu der ersten Ausführungsform gezeigt) wird an der oberen Seite des Festsetzmittels 26 gehalten.

In Abänderung (nicht dargestellt) dieser fünften Ausführungsform kann das Festsetzmittel 26 parallel in Verbindungsrichtung innerhalb des Längenbereichs der Festsetzarme 23 verschoben werden. Durch Veränderung der Position des Festsetzmittels 26 durch Verschieben kann die Positionierung und Größe des welligen Abschnitts des losen Abschnitts 12 variiert werden, so dass externe Zugkräfte und externe Vibrationskräfte effektiver absorbiert werden.

Bei diesem Aufbau kollidiert der lose Abschnitt 13, der neben dem distalen Endabschnitt 11 der ersten flexiblen Leiterplatte angeordnet ist, mit dem Festsetzabschnitt 26 und wird durch diesen gehalten, so dass die Verbindungskraft mit dem Steckverbindungselement 13 erhöht ist, wodurch ein stabiler elektrischer Kontakt der ersten flexiblen Leiterplatte 10 erhalten bleibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verbinder zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte (10) mit einer zweiten Leiterplatte (100), umfassend

    ein Steckverbindungselement (13),

    das zur elektrisch leitenden Verbindung mit der zweiten Leiterplatte (100) dient,

    das einen Verbindungsschlitz (14) zur Aufnahme und zum elektrisch leitenden Anschluss eines Endabschnitts (11) der ersten flexiblen Leiterplatte (10) aufweist und

    das Befestigungsmittel (15) an einander abgewandten Seitenflächen eines Endabschnitts aufweist;

    ein Riegelteil (20)

    das an den Befestigungsmitteln (15) des Steckverbindungselementes (13) festlegbar ist,

    das einen Basisabschnitt (21) mit einem durch diesen hindurchverlaufenden Durchtrittsschlitz (22) zum Hindurchführen des Endabschnitts (11) der ersten flexiblen Leiterplatte (10) aufweist,

    das zwei Festsetzarme (23) aufweist, die sich von den Enden des Basisabschnittes (21) erstrecken und deren Enden mit den Befestigungsmitteln (15) des Steckverbindungselementes (13) lösbar verbunden sind,

    und das über Festsetzmittel (16, 22a, 24, 25, 26) die erste flexible Leiterplatte (10) an ihrem im Durchtrittsschlitz (22) aufzunehmenden Abschnitt festsetzt.
  2. 2. Verbinder gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Riegelteile (20) vorgesehen sind, die an entgegengesetzten Enden des Steckverbindungselements (13) befestigbar sind und jeweils zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte (10) mit dem Steckverbindungselement (13) dienen.
  3. 3. Verbinder gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelteil (20) in der Mittelebene des Durchtrittsschlitzes (22) in zwei Hälften (20A, 20B) geteilt ist, und dass ein Vorsprung (22A) als Festsetzmittel vorgesehen ist, der an einer oder beiden gegenüberliegenden Innenflächen des Durchtrittsschlitzes (22) ausgebildet ist.
  4. 4. Verbinder gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Festsetzmittel ein Kleber (24) oder ein Klebstoff-Film vorgesehen ist, der an der Innenfläche des Schlitzes (22) aufgebracht ist und zum Festsetzen der ersten flexiblen Leiterplatte (10) dient.
  5. 5. Verbinder gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Festsetzmittel Greifzähne (25) an der Innenfläche des Schlitzes (22) ausgebildet sind, die zum Eingreifen in die erste flexible Leiterplatte (10) dienen.
  6. 6. Verbinder gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Festsetzmittel ein Stab (26) vorgesehen ist, der zwischen den beiden Festsetzarmen (23) angeordnet ist.
  7. 7. Verbinder gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab entlang der Festsetzarme (23) verstellbar ist.
  8. 8. Anordnung zum Verbinden einer ersten flexiblen Leiterplatte (10) mit einer zweiten Leiterplatte (100), umfassend einen Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und eine erste flexible Leiterplatte (10), deren Endabschnitt (11) in dem Verbindungsschlitz (14) des Steckverbindungselementes (13) aufgenommen ist, die im Durchtrittsschlitz (22) derart festgelegt ist, dass der zwischen Steckverbindungselement (13) und dem Basisabschnitt (21) einerseits und den beiden Festsetzarmen (23) andererseits befindliche lose Abschnitt (12) der ersten flexiblen Leiterplatte (10) gewellt verläuft und eine zweite Leiterplatte (100).
  9. 9. Anordnung gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste flexible Leiterplatte (10) eine Festsetzbohrung (16) aufweist, in die der Vorsprung (22A) eingreift.
  10. 10. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste flexible Leiterplatte über den Stab geführt ist.






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