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Dokumentenidentifikation DE10042988C1 08.05.2002
Titel Messvorrichtung für die Wellenbundparallelität eines Messerwellenpaares einer Spalt- und/oder Besäumschere
Anmelder Krupp Thyssen Nirosta GmbH, 47807 Krefeld, DE
Erfinder Neumann, Hans-Günter, 35708 Haiger, DE
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40472 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 01.09.2000
DE-Aktenzeichen 10042988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse B23D 33/00
IPC-Nebenklasse B23D 19/06   B23D 31/04   B26D 1/00   G01B 7/02   B27G 23/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität eines Messerwellenpaares in einer Spalt- und/oder Besäumschere, deren Messerwellen 1, 2 mit Kreismesserringen bestückt sind. Die Meßvorrichtung weist zwei Prüfringe 5, 6 auf, die auf die Messerwellen 1, 2 bis zur stirnseitigen Anlage an den Wellenbunden 3, 4 aufschiebbar und hier fixierbar sind. Die Prüfringe 5, 6 weisen planparallele Stirnseiten auf. Mit der einen Stirnseite liegt jeder Prüfring 5 fest an der zugekehrten Stirnseite 3a, 4a des Wellenbundes 3, 4 an. Die andere Stirnseite des einen Prüfrings 6 trägt mit einem Halter 9 eine Meßlehre 10 mit einem Meßtaster 11, der bis an eine von der Stirnseite des anderen Prüfrings 5 gebildeten Meßfläche 5a anstellbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität eines Messerwellenpaares in einer Spalt- und/oder Besäumschere, auf deren parallele, mit jeweils einem Wellenbund bestückte Messerwellen jeweils mindestens ein Kreismesserring aufschiebbar und in seiner axialen Position auf der Messerwelle an der wellenseitigen Stirnseite des jeweiligen Wellenbundes ausrichtbar ist.

In einer Spalt- und/oder Besäumschere sind die beiden Messerwellen in Zylinderrollen- und Axiallager gelagert. Die auf den Messerwellen angeordneten Kreismesserringe müssen für einen sauberen Schnitt paarweise exakt parallel zueinander ausgerichtet sein. Dafür werden sie in ihrer axialen Position auf der jeweiligen Messerwelle gegenüber der Stirnseite des jeweiligen Messerbundes ausgerichtet und unter Verwendung von Distanzhülsen auf der Messerwelle axial verspannt. Wegen der Ausrichtung an den Stirnseiten der Wellenbunde müssen die Wellenbunde zueinander exakt parallel angeordnet sein. Die Überprüfung der Parallelität der Wellenbunde geschieht bisher auf recht primitive Art und Weise, nämlich mittels eines an die Stirnseiten der Wellenbunde anlegbaren Haarlineals. Bei fehlerhafter axialer Ausrichtung können die Messerwellen mittels Einstellmuttern in die gewünschte Position gebracht werden.

Auch bei anderen bekannten Spalt- und/oder Besäumscheren mit Kreismessern (DE 41 36 506 A1 und DE 89 16 231 U1) sind keine Vorkehrungen getroffen oder Meßvorrichtungen vorgesehen, um die Wellen der parallel zu führenden Kreismesser exakt parallel zu stellen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität eines Messerwellenpaares in Spalt- und/oder Besäumscheren zu schaffen, mit der eine wesentlich höhere Meßgenauigkeit beim Messen der Parallelität der Wellenbunde erreicht werden kann, als es bisher mit den einfachen Mitteln eines Haarlineals möglich war.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Meßvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die gekennzeichnet ist durch zwei Prüfringe, die auf die Messerwellen bis zur Anlage an den Stirnseiten der Wellenbunde aufschiebbar und daran fixierbar sind und von denen der eine Prüfring mit einem Halter eine Meßlehre mit einem Meßtaster, insbesondere eine Meßschraube trägt, die gegen eine von der freien Stirnseite des anderen Prüfrings gebildete Meßfläche verstellbar ist.

Bei der Erfindung werden die Prüfringe, wie sonst die Messerringe auf die Messerwellen aufgeschoben. Sie werden zur Anlage an den Stirnseiten der Wellenbunde gebracht, an denen auch die Messerringe ausgerichtet werden. Es versteht sich, daß eine fehlerfreie Messung nur möglich ist, wenn einerseits die Stirnseiten absolut sauber und plan sind und andererseits die Stirnseiten der Prüfringe ein möglichst hohes Maß an Planparallelität haben. Wenn dann die Prüfringe an den Stirnseiten der Wellenbunde fixiert sind, kann mit der Meßlehre die Messung durchgeführt werden. Der dafür zunächst in den Minusbereich verstellte Meßtaster wird bis an die freie Meßfläche herangeführt. Die positive oder negative Abweichung der Stellung von einer vorher z. B. auf einer ebenen Meßtischplatte einjustierten Nullstellung ist dann eine Maß für den Axial- bzw. Parallelversatz der Wellenbunde.

Die Fixierung der Prüfringe an den Wellenbunden läßt sich ohne große Rüstzeit erreichen, wenn die Prüfringe mit auf die Wellenbunde einwirkenden Permanentmagneten bestückt sind.

Die Messung wird erleichtert, wenn die Stellbewegung des Meßtasters mit einer Digitalanzeige gekoppelt ist.

Im folgenden wird die erfindungsgemäße Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität anhand einer Zeichnung näher erläutert, die die Meßvorrichtung in Seitenansicht in schematischer Darstellung zeigt.

Von einer Spalt- und/oder Besäumschere für Bänder sind in der Zeichnung nur die Wellenstümpfe mit ihren Wellenbunden 3, 4 eines Messerwellenpaares 1, 2 gezeigt. Die Messerwellen 1, 2 sind in nicht dargestellten Zylinderrollen- und Axiallager gelagert. Diese Art der Lagerung ist üblich und dient dazu, die Messerwellen 1, 2 bei gelösten Axiallagern mittels ebenfalls nicht dargestellter Stellmittel axial zu verschieben und so in eine exakte Parallellage bezüglich der Wellenbunde 3, 4 zu bringen und in dieser Position mit den Axiallagern fixiert zu halten.

Zur Erleichterung dieser Ausrichtung dient die erfindungsgemäße Meßvorrichtung, die zwei Prüfringe 5, 6 aufweist, die auf die Messerwellen 1, 2 bis zur Anlage an den Stirnseiten 3a, 4a der Wellenbunde 3, 4 aufschiebbar sind. Die Prüfringe 5, 6 sind mit mehreren über den Umfang verteilten, eingegossenen Permanentmagneten 7, 8 bestückt, die die Prüfringe 5, 6 gegen die Stirnseiten 3a, 4a, der aus ferromagnetischen Material bestehenden Wellenbunde 3, 4 ziehen und hier fixieren. Für einen fehlerfreien Sitz ist Voraussetzung, daß die Stirnseiten 3a, 4a sauber und plan sind und die beiden Stirnseiten der Prüfringe 5, 6 eine hohe Planparallelität haben.

Der Prüfring 6 trägt an seiner äußeren Stirnseite einen angeschraubten winkligen Halter 9, der seinerseits eine Meßlehre 10 mit einem als Meßschraube ausgebildeten Meßtaster 11 und eine mit dem Meßtaster 11 gekoppelte Digitalanzeige 12 für dessen axiale Stellung trägt. Der Meßtaster 11 kann gegen die als Meßfläche 5a ausgebildeten äußere Stirnseite des Prüfrings 5 verstellt werden.

Die Prüfung der Parallelität der Wellenbunde 3, 4 geschieht auf folgende Art und Weise:

Zunächst werden die Prüfringe 5, 6 auf eine plane Meßtischplatte gelegt. Der Meßtaster 11 wird dann bis zum Anschlag an die Meßtischplatte verstellt. Die in der Digitalanzeige 12 angezeigte Stellung ist die Nullposition. Der Meßtaster 11 wird dann zurückgestellt und die Prüfringe 5, 6 werden auf die Messerwellen 1, 2 bis zur Anlage an den Stirnseiten 3a, 4a der Wellenbunde 3, 4 aufgeschoben. Dann wird der Meßtaster 11 aus seiner negativen Position bis zur Anlage an der Meßfläche 5a verstellt. Weicht die Anzeige von der Nullposition ab, dann ist das ein Zeichen dafür, daß noch keine Parallelität für die Wellenbunde 5, 6 erreicht ist und eine axiale Einstellung der Messerwellen 1, 2 nötig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität eines Messerwellenpaares (1, 2) in einer Spalt- und/oder Besäumschere, auf deren parallele, mit jeweils einem Wellenbund bestückte Messerwellen (1, 2) jeweils mindestens ein Kreismesserring aufschiebbar und in seiner axialen Position auf der Messerwelle (1, 2) an der wellenseitigen Stirnseite (3a, 4a) des jeweiligen Wellenbundes (3, 4) ausrichtbar ist, gekennzeichnet durch zwei Prüfringe (5, 6), die auf die Messerwellen (1, 2) bis zur Anlage an den Stirnseiten (3a, 4a) der Wellenbunde (3, 4) aufschiebbar und daran fixierbar sind und von denen der eine Prüfring (6) mit einem Halter (9) eine Meßlehre (10) mit einem Meßtaster (11) trägt, der gegen eine von der freien Stirnseite des anderen Prüfrings (5) gebildeten Meßfläche (5a) verstellbar ist.
  2. 2. Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fixierung der Prüfringe (5, 6) an den Wellenbunden (3, 4) die Prüfringe (5, 6) mit auf die Wellenbunde (3, 4) einwirkenden Permanentmagneten (7, 8) bestückt sind.
  3. 3. Meßvorrichtung für die Wellenbundparallelität nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellbewegung des Meßtasters (11) mit einer Digitalanzeige (12) gekoppelt ist.






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