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Verfahren zur manuellen oder teilautomatisierten Aufgabe von Stückgütern auf eine Förderstrecke - Dokument DE10051932A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10051932A1 08.05.2002
Titel Verfahren zur manuellen oder teilautomatisierten Aufgabe von Stückgütern auf eine Förderstrecke
Anmelder psb GmbH Materialfluß + Logistik, 66955 Pirmasens, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Anmeldedatum 19.10.2000
DE-Aktenzeichen 10051932
Offenlegungstag 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse B65G 47/32
Zusammenfassung Zur Verbesserung des wirtschaftlichen manuellen Auflegens von Stückgütern auf eine Zuführstrecke z. B. einer Sortier- und Verteileinrichtung wird die verwendete Förderstrecke in mehrere Abschnitte mit aufeinander abgestimmter Fördergeschwindigkeit aufgeteilt, wodurch die auf der Förderstrecke befindlichen Stückgüter vereinzelt werden und zwischen den einzelnen Stückgütern genau definierte "Lücken" entstehen. Damit wird dem Auflegepersonal an den einzelnen Aufgabeplätzen ein gleichmäßiger Strom von "Lücken" zur Verfügung gestellt, was im Sinne der Auslastung der einzelnen Plätze, der Arbeitsergonomie und der Auslastung der gesamten Strecke vorteilhaft ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auflegen von Stückgütern auf einen Förderer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Zuführstrecke für Stückgüter soll mit hohem Durchsatz einzelne Stückgüter einer nachgeschalteten Anlage zuführen. Bei der nachgeschalteten Anlage kann es sich z. B. um eine Sortier- oder Verteileinrichtung, eine Identifikations- oder Etikettiereinrichtung, eine Lageranlage oder auch um eine beliebige Produktionsanlage handeln. Die Stückgüter können dabei hinsichtlich Gewicht und Abmessungen sehr unterschiedlich sein. Sie können sowohl uncodiert als auch beispielsweise mit Barcode-Etikett versehen sein. Die einzelnen Stückgüter werden manuell oder automatisch auf die Zuführstrecke aufgegeben und müssen an deren Ende in definiertem Abstand der nachgeschalteten Anlage zugeführt werden. Eine Identifikation der Stückgüter kann sowohl vor, während oder nach der Aufgabe erfolgen. An eine Zuführstrecke werden hohe Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit gestellt. Typische Anwendungen sind z. B. die Sortiergutzuführung einer Sortier- oder Verteileinrichtung im Bereich des Versandhandels, bei den Paketdiensten, im Postwesen oder die Zuführung von Stückgütern zu einer Verpackungseinrichtung.

Es sind unterschiedliche Verfahren zur Aufgabe von Stücken auf eine Förderstrecke bekannt, bei denen entweder die einzelnen Stückgüter manuell direkt auf die Zuführstrecke aufgegeben werden oder eine halbautomatische Aufgabe an einer Zusammenführung erfolgt. Eine typische Ausführung sind die sogenannten "Schrägeinschußbänder", bei denen die Stückgüter manuell auf eine seitlich zur Zuführstrecke angewinkelte Stichstrecke aufgelegt, ggf. zentriert, identifiziert und durch eine entsprechende Geschwindigkeitsregelung bzw. Abstandsregelung in den Stückgutstrom der Zuführstrecke eingeschleust werden.

Die heute ausgeführten Verfahren stoßen bei hohen Durchsätzen an ihre Grenzen. Bei der direkten manuellen Aufgabe auf die Zuführstrecke sind bei hohen Durchsätzen mehrere Aufgabeplätze erforderlich, wobei die in der Transportrichtung hinten gelegenen Plätze dadurch behindert werden, daß die Auflegekräfte in zunehmenden Maße darauf angewiesen sind, daß im Bereich der vorderen Plätze entsprechende Lücken in passenden Abmessungen gelassen wurden. Bei höheren Fördergeschwindigkeiten ist es nur schwer möglich, ein Stückgut zielgenau in eine ihren Abmessungen nach passende Lücke hinein aufzugeben, die Fehlerwahrscheinlichkeit steigt, die Auflegekräfte ermüdet schnell.

Die halbautomatische Aufgabe, etwa in Form der "Schrägeinschußbänder", hat sich in der Praxis bewährt, erfordert aber hohe Investitionskosten, zusätzliche Betriebs- und Wartungskosten sowie einen hohen Platzbedarf, wodurch sich die Wirtschaftlichkeit einer Anlage entsprechend verschlechtert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen technischen Mitteln eine Zuführstrecke mit manueller Aufgabe für hohe Durchsätze zu realisieren. Dabei soll ein korrekter Abstand der Stückgüter gewährleistet sein und das Auflegepersonal nicht übermäßig belastet werden.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung besteht in ihrer bevorzugten Ausgestaltung aus zwei oder drei Bandförderern, an denen jeweils ein bis zwei Aufgabeplätze angeordnet sind. Die Fördergeschwindigkeit der einzelnen Bandförderer wird dabei so gestuft, daß die Stückgüter jeweils bei der Übergabe von einem Bandförderer auf den nächsten vereinzelt werden und zwischen den Stückgütern eine Lücke entsteht, die es mit ihren Abmessungen der nachfolgenden Aufgabekraft ermöglicht, ein weiteres Stück exakt in diese Lücke zu legen. Bei der Anordnung von zwei Aufgabeplätzen pro Bandförderer wird eine besonders gleichmäßige Auslastung der einzelnen Aufgabebereiche sichergestellt, was wiederum einen besonders gleichmäßigen Strom von Lücken im nachfolgenden Aufgabebereich hervorruft und dem Auflegepersonal nach kurzer Lernphase ein gleichmäßiges, koordiniertes Arbeiten ermöglicht.

Im Anschluß an die manuellen Aufgabeplätze können (halb-)automatische Aufgabeplätze angeordnet werden, falls der geforderte Durchsatz durch die manuellen Aufgabeplätze nicht erreicht werden kann und weitere Aufgabeplätze bedingt durch die notwendigen hohen Bandgeschwindigkeiten aus arbeitsergonomischen Gründen nicht mehr sinnvoll sind.

Die mit dieser Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß bei niedrigen Investitionskosten hohe Durchsätze zu erreichen sind, ohne daß das Personal an den einzelnen Aufgabeplätzen sehr ungleichmäßig oder insgesamt zu hoch belastet wird. Durch das Einsparen der bei hohen Durchsätzen bisher benötigten halbautomatischen "Einschußbändern" verbessert sich die Wirtschaftlichkeit einer Anlage und der Platzbedarf wird erheblich reduziert.

Es hat sich gezeigt, daß mit einer Zuführstrecke gemäß dieser Erfindung höhere Durchsätze und niedrigere Fehlerraten erreicht werden, als dies bei konstanter Bandgeschwindigkeit über den ganzen Aufgabebereich hinweg der Fall ist. Das Auflegekräfte wird dabei subjektiv weniger belastet.

Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigen jeweils rein schematisch

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Zuführstrecke, bestehen aus zwei Bandförderern sowie einer Auflegekraft,

Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Zuführstrecke, bestehen aus zwei Bandförderern sowie zwei Auflegekräften.

Fig. 1 zeigt rein schematisch eine Zuführstrecke, gebildet aus zwei Bandförderern 2.1, 2.2. Die Auflegekraft 4.1 legt das Stückgut 1.1 auf das Förderband 2.1. Das Förderband 2.1 transportiert das Stückgut 1.1 mit der Geschwindigkeit v 1 zum Förderband 2.2. Die Fördergeschwindikeit v2 des Bandförderers 2.2 ist höher als die des Förderbandes 2.1, so dass bei der Übergabe/Übernahme vom Förderband 2.1 auf das Förderband 2.2 eine Lücke entsteht bzw. die vorhandene Lücke zwischen den Stückgütern 1.1 vergrößert wird.

Fig. 2 gibt den Inhalt von Fig. 1 wieder, ergänzt um eine zweite Auflegekraft 4.2, die in die durch die Geschwindigkeitsdifferenz der beiden Förderer 2.1, 2.2 entstandenen Lücken zwischen den Stückgüter 1.1 weiter Stückgüter 1.2 auflegt. Um das von einer Auflegekraft aufgelegte Stückgut auf dem Förderer verfolgen zu können ist nach jedem Aufgabeplatz ein Sensor 3.1, 3.2 angebracht, die den aktuellen Zustand auf den Förderern erfassen, und somit eine Stückgutverfolgung (Zuordnung von Informationen zu einem bestimmten Stückgut) ermöglichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur manuellen oder teilmechanisierten Aufgabe von Stückgütern (1.1, 1.2, . . .) auf eine Förderstrecke, bei der die manuelle Aufgabe von mindestens zwei Aufgabeplätzen direkt auf mindestens zwei hintereinander angeordneten Förderern (2.1, 2.2, . . .) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß deren Fördergeschwindigkeiten so aufeinander abgestimmt sind, daß bei der Übergabe der Stückgüter (1.1, 1.2. . .) von einem Förderer zum nächsten jeweils zwischen zwei Stückgütern eine Lücke entsteht, die hinsichtlich ihren Abmessungen die Aufgabe eines weiteren Stückgutes am nachfolgenden Aufgabeplatz erlaubt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei manuelle Aufgabeplätze an einem Förderer angeordnet sind, mit dem Ziel, bei dessen jeweiliger Fördergeschwindigkeit eine hohe Auslastung auch bei Unregelmäßigkeiten im Arbeitsablauf der einzelnen Auflegeplätze zu erreichen und somit auf dem nachgeordneten - schnelleren - Förderer gleichmäßig getaktete Lücken entstehen zu lassen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Stückgüter (1.1, 1.2, . . .) nach der Aufgabe sowohl zwischen den einzelnen Abschnitten als auch am Ende der gesamten Strecke durch Übergabe auf ein oder mehrere nachgeschaltete Förderer mit höherer Fördergeschwindigkeit vereinzelt werden und somit die einzelnen Stückgüter (1.1, 1.2, . . .) bei der Aufgabe selbst und danach auf der Strecke ohne zwingenden Mindestabstand bzw. auch um ein geringes Maß überlappend liegen können.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufgabe die Position eines Stückgutes (1.1, 1.2, . . .) auf der Förderstrecke in der Steuerung der Anlage gespeichert und im weiteren Verlauf entsprechend den jeweiligen Bandgeschwindigkeiten mitgekoppelt wird, was es ermöglicht, die Meldungen der Sensoren (3.1, 3.2, . . .) auf der gesamten Strecke auf ihre Plausibilität hin zu prüfen, Überlappungen festzustellen und die Zuordnung von Informationen (z. B. Zielstellennummer) zu einem bestimmten Stückgut sicherstellen zu können.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die in einer externen Datenbasis abgelegten Informationen, insbesondere zur Stückgutlänge und zum Stückgutgewicht, zur Verfolgung der Stückgüter auf der Strecke, insbesondere gemäß Anspruch 5, herangezogen werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Positionen der einzelnen Stücke kontinuierlich dahingehend ausgewertet werden, daß in Abhängigkeit von Betrag und Häufigkeit dieser Abweichungen jeweils entsprechende Reaktionen veranlaßt werden wie z. B. das Auflegen eines Referenz-Stückes oder ein vorübergehender Auflegestop, bis wieder mit Sicherheit eine Übereinstimmung zwischen den Stücken und der ihnen zugeordneten Informationen besteht.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß vor jedem Aufgabeplatz, vor dem ein Geschwindigkeitssprung stattfindet, ein entsprechender Bandförderer angeordnet ist, damit sich das Auflegepersonal auf die vor ihm entstehenden Lücken im Förderstrom der Stücke einstellen kann.






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