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Dokumentenidentifikation DE10052146A1 08.05.2002
Titel Brennstoffeinspritzventil
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Keim, Norbert, 74369 Löchgau, DE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 20.10.2000
DE-Aktenzeichen 10052146
Offenlegungstag 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse F02M 61/06
IPC-Nebenklasse F02M 61/18   F02M 69/04   
Zusammenfassung Ein nach innen öffnendes Brennstoffeinspritzventil (1) mit Hubbegrenzung für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen umfaßt einen Ventilschließkörper (4), der mit einer Ventilnadel (3) in Wirkverbindung steht und der mit einer Ventilsitzfläche (6) eines Ventilsitzkörpers (5) zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Stromabwärts des Dichtsitzes ist an dem Ventilschließkörper (4) ein Fortsatz (34) angeordnet, der einen hülsenförmigen Abschnitt (36) aufweist, der sich durch eine Durchgangsöffnung (37) in dem Ventilsitzkörper (5) erstreckt. Der Fortsatz (34) weist an seinem stromabwärtigen Ende eine radiale Erweiterung (35) auf, die im Ruhezustand einen axialen Abstand von einer Anlagefläche (32) in dem Ventilsitzkörper (5) hat und größer ist als die kleinste radiale Ausdehnung der Durchgangsöffnung (37).

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.

Nach innen öffnende Brennstoffeinspritzventile mit Drallerzeugung sind z. B. aus der DE 198 15 800 A1 bekannt. Über ein in einem Ventilsitzkörper befindliches Bauteil wird stromabwärts des von Ventilschließkörper und Ventilsitzkörper ausgebildeten Dichtsitzes in der Brennstoffströmung bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil ein Drall erzeugt, der zu einer Auffächerung des abgespritzten Brennstoffstrahls führt. Bereits während des Öffnungsvorgangs durchströmt der Brennstoff eine Drallscheibe, so daß es während des gesamten Einspritzvorgangs zu einer Ausbildung eines Dralls kommt. Die Beaufschlagung des Brennstoffs mit einer Umfangsgeschwindigkeit erfolgt unmittelbar beim Abspritzen des Brennstoffs.

Ein weiteres nach innen öffnendes Brennstoffeinspritzventil mit einer Drallerzeugung stromabwärts des Ventildichtsitzes ist aus der DE 41 31 499 C1 bekannt. Stromabwärts des Dichtsitzes sind in dem Ventilsitzkörper Ausnehmungen angeordnet die eine Tangentialkomponente aufweisen und in eine Abspritzöffnung ausmünden. Die Ausnehmungen sind in Form von Nuten in den Ventilsitzkörper eingebracht und verlaufen in der kegelförmigen stromabwärtigen Verlängerung des Ventildichtsitzes. Bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil sind diese zu dem Ventilschließkörper hin offen und ein Teil der Brennstoffströmung kann an den drallbildenden Elementen vorbei zu der Abspritzöffnung strömen. Zur Ausbildung eines Dralls trägt somit nur ein Teil des einzuspritzenden Brennstoffs bei, wodurch die Möglichkeiten, die Abspritzgeometrie des Brennstoffs zu beeinflussen, eingeschränkt sind.

Beide Brennstoffeinspritzventile bewegen sich die Ventilnadel und der mit ihr verbundene Ventilschließkörper zwischen zwei hubbegrenzenden Anschlägen. Bei nicht erregter Magnetspule bildet die Ventilsitzfläche die stromabwärtige Hubbegrenzung im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils. Bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil ist die Ventilnadel mitsamt dem Ventilschließkörper soweit von der Ventilsitzfläche abgehoben, bis der Anker an einer stromaufwärts angeordneten Anlagefläche in seiner Bewegung begrenzt wird.

Bei den genannten Brennstoffeinspritzventilen ist es notwendig sowohl den hubbegrenzenden oberen Anschlag wie auch den hubbegrenzenden unteren Anschlag vor Verschleiß zu schützen. Dies geschieht durch z. B. Härten oder Verchromen. Die Behandlung mindestens vier beteiligter Bauteile ist zeit- und kostenintensiv.

Ferner muß zur Einstellung des Hubes das Spaltmaß zwischen Anker und zugeordneter Anlagefläche exakt eingehalten werden. Dabei summieren sich ausgehend von dem Ventildichtsitz des Brennstoffeinspritzventils in Ruhezustand die Bauteiltoleranzen bis hin zum Anker. Hinzu kommen die von der gegenüberliegenden Seite des Ventils aufsummierten Bauteiltoleranzen bis hin zu der Anlagefläche.

Vorteile der Erfindung

Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß die Hubbegrenzung des Ventilschließkörpers für beide Endpositionen in einem Bauteil realisiert ist. Beide Anlageflächen dienen als Gegenlager für den Ventilschließkörper und sind in dem Ventilsitzkörper angeordnet. Die Hubeinstellung kann daher allein durch die Länge eines Fortsatzes an dem Ventilschließkörper bestimmt werden, der die Begrenzung des Hubes bei erregter Magnetspule bestimmt. Die Montage des Fortsatzes erfolgt, wenn der Ventilschließkörper sich in Anlage mit der Ventilsitzfläche befindet. Dadurch kann sehr leicht eine Überprüfung des eingestellten Hubes vorgenommen werden.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils möglich.

Während des Öffnens des Brennstoffeinspritzventils kommt es zur Ausbildung zweier Strömungswege. Zum einen strömt der Brennstoff bereits durch die Brennstoffkanäle in die zentrale Abspritzöffnung des Fortsatzes. Zudem strömt ein Teil des Brennstoffes außen an dem Fortsatz vorbei ohne daß es zu einer Drallausbildung kommt. Dies kann genutzt werden, um einen Vorstrahl zu erzeugen, der hinsichtlich seines Abspritzbildes von dem Hauptstrahl bei vollständig geöffnetem Brennstoffeinspritzventil abweicht. Brennstoffeinspritzventile, die in der Lage sind einen Teilhub zu realisieren, können außerdem über die Freigabe des zweiten Strömungsweges gezielt die Geometrie des eingespritzten Brennstoffstrahles während des gesamten Einspritzvorgangs verändern.

Ferner ist das Totvolumen sehr gering. Nach dem Schließen des Brennstoffeinspritzventils kommt es daher nicht zum Nachtropfen. Die Ausbildung eines Dralls erfolgt unmittelbar vor dem Abspritzen des Brennstoffs. Das Fehlen einer Strömungsumlenkung führt zu einer Reduzierung der Exemplarstreuung.

Zeichnung

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Teilschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils;

Fig. 2 einen schematischen Teilschnitt im Ausschnitt II der Fig. 1 durch das erste Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils;

Fig. 3 einen schematischen Teilschnitt im Ausschnitt II der Fig. 1 durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils;

Fig. 4 einen schematischen Schnitt im Ausschnitt II der Fig. 1 durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils, und

Fig. 5 einen schematischen Schnitt im Ausschnitt II der Fig. 1 durch ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Bevor anhand der Fig. 2 bis 4 Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Brennstoffeinspritzventile 1 näher beschrieben werden, soll zum besseren Verständnis der Erfindung zunächst anhand von Fig. 1 das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil 1 in einer Gesamtdarstellung bezüglich seiner wesentlichen Bauteile kurz erläutert werden.

Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist in der Farm eines Brennstoffeinspritzventils 1 für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen ausgeführt. Das Brennstoffeinspritzventil 1 eignet sich insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen nicht dargestellten Brennraum einer Brennkraftmaschine.

Das Brennstoffeinspritzventil 1 besteht aus einem Düsenkörper 2, in welchem eine Ventilnadel 3 angeordnet ist. Die Ventilnadel 3 steht mit einem Ventilschließkörper 4 in Wirkverbindung, der mit einer auf einem Ventilsitzkörper 5 angeordneten Ventilsitzfläche 6 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Bei dem Brennstoffeinspritzventil 1 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um ein elektromagnetisch betätigtes Brennstoffeinspritzventil 1, welches über eine Abspritzöffnung 7 verfügt. Der Düsenkörper 2 ist durch eine Dichtung 8 gegen den Außenpol 9 eines Magnetkreises abgedichtet. Eine Magnetspule 10 ist auf einen Spulenträger 12 gewickelt und durch ein Spulengehäuse 11 gekapselt. Der Spulenträger 12 selbst liegt an einem Innenpol 13 der Magnetspule 10 an. Der Innenpol 13 und der Außenpol 9 sind durch einen Spalt 26 voneinander getrennt und stützen sich auf einem Verbindungsbauteil 29 ab. Die Magnetspule 10 wird über eine Leitung 19 von einem über einen elektrischen Steckkontakt 17 zuführbaren elektrischen Strom erregt. Der Steckkontakt 17 ist von einer Kunststoffummantelung 18 umgeben, die am Innenpol 13 angespritzt sein kann.

Die Ventilnadel 3 ist in einer Ventilnadelführung 14, welche scheibenförmig ausgeführt ist und in einer Führungsscheibe 31 geführt. An der stromabwärtigen Seite einer Scheibe 15 befindet sich ein Anker 20. Dieser steht über einen Flansch 21 kraftschlüssig mit der Ventilnadel 3 in Verbindung, welche durch eine Schweißnaht 22 mit dem Flansch 21 verbunden ist. Auf dem Flansch 21 stützt sich eine Rückstellfeder 23 ab, welche in der vorliegenden Bauform des Brennstoffeinspritzventils 1 durch eine Hülse 24 auf Vorspannung gebracht wird.

In der Ventilnadelführung 14, im Anker 20 und in der Führungsscheibe 31 verlaufen Brennstoffkanäle 30a bis 30c, die den Brennstoff, welcher über eine zentrale Brennstoffzufuhr 16 zugeführt und durch ein Filterelement 25 gefiltert wird, bis zu dem Dichtsitz leiten. Das Brennstoffeinspritzventil 1 ist durch eine Dichtung 28 gegen eine nicht dargestellte Verteilerleitung abgedichtet.

Bei dem erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventil 1 wird im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1 der Anker 20 über den Flansch 21 an der Ventilnadel 3 von der Rückstellfeder 23 entgegen seiner Hubrichtung so beaufschlagt, daß der Ventilschließkörper 4 an der Ventilsitzfläche 6 in dichtender Anlage gehalten wird und sich der Ventilschließkörper 4 in seiner stromabwärtig hubbegrenzenden Endposition befindet. Bei Erregung der Magnetspule 10 baut diese ein Magnetfeld auf, welches den Anker 20 entgegen der Federkraft der Rückstellfeder 23 in Hubrichtung bewegt, wobei der Hub durch einen in der Ruhestellung zwischen einem Fortsatz 34 und dem Ventilsitzkörper 5 befindlichen Arbeitsspalt 27 vorgegeben ist. Der Anker 20 nimmt den Flansch 21, welcher mit der Ventilnadel 3 verschweißt ist, und damit die Ventilnadel 3 ebenfalls in Hubrichtung mit. Der mit der Ventilnadel 3 in Wirkverbindung stehende Ventilschließkörper 4 hebt von der Ventilsitzfläche 6 ab und der über die Brennstoffkanäle 30a bis 30c zu dem Dichtsitz gelangende Brennstoff strömt an dem Ventilschließkörper 4 vorbei durch Drallkanäle 33 in die Abspritzöffnung 7 und wird abgespritzt.

Wird der Spulenstrom abgeschaltet, fällt der Anker 20 nach genügendem Abbau des Magnetfeldes durch den Druck der Rückstellfeder 23 auf den Flansch 21 vom Innenpol 13 ab, wodurch sich die Ventilnadel 3 entgegen der Hubrichtung bewegt. Dadurch setzt der Ventilschließkörper 4 auf der Ventilsitzfläche 6 auf, und das Brennstoffeinspritzventil 1 wird geschlossen.

Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils 1 ist in Fig. 2 vergrößert im Bereich II der Fig. 1 dargestellt. Der Ventilsitzkörper 5 bildet in Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 4 an der Ventilsitzfläche 6 eine erste Hubbegrenzung. Der Ventilsitzkörper 5 wird von einem Fortsatz 34 durchdrungen, der eine stromabwärtige radiale Erweiterung 35 aufweist, die mit dem Ventilsitzkörper 5 bei erregter Magnetspule 10 eine zweite Hubbegrenzung bildet.

Stromabwärts der Ventilsitzfläche 6 schließt sich in dem Ventilsitzkörper 5 eine Durchgangsöffnung an, die eine als radiale Erweiterung ausgebildete Anlagefläche 32 zur stromabwärtigen Seite des Ventilsitzkörpers 5 hin aufweist. Der Fortsatz 34 durchdringt die Durchgangsöffnung und ist mit dem Ventilschließkörper 4, beispielsweise durch Schweißen oder Hartlöten, kraftschlüssig verbunden. In dem Fortsatz 34 ist eine Abspritzöffnung 7 eingebracht, die durch einen oder mehrere Drallkanäle 33 mit dem bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil 1 zwischen Ventilschließkörper 4 und Ventilsitzfläche 6 entstehenden Spalt verbunden wird. Zur Erzeugung eines Dralls weisen die Drallkanäle 33 vorzugsweise eine Tangentialkomponente auf.

Der die Durchgangsöffnung 37 durchdringende Fortsatz 34 weist einen hülsenförmigen Abschnitt 36 auf, der in der Länge so bemessen ist, daß zwischen der Anlagefläche 32 des Ventilsitzkörpers 5 und der radialen Erweiterung des Fortsatzes 34 im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1 ein Arbeitsspalt 27 entsteht. Die axiale Ausdehnung des Arbeitsspaltes 27 definiert den maximalen Hub des Ventilschließkörpers 4 gegenüber der Ventilsitzfläche 6.

Die radiale Ausdehnung der Durchgangsöffnung 37 ist größer als die radiale Ausdehnung des hülsenförmigen Abschnitts 36 des Fortsatzes 34 stromaufwärts seiner radialen Erweiterung 35. Bei Erregen der Magnetspule 10 hebt der Ventilschließkörper 4 von der Ventilsitzfläche 6 ab und gibt den Strömungsweg für den Brennstoff frei. Bis zum Erreichen der oberen hubbegrenzenden Endposition strömt der Brennstoff sowohl durch die Drallkanäle 33 als auch durch den zwischen dem Ventilsitzkörper 5 und dem Fortsatz 34 ausgebildeten Spalt 38 und wird aus der Abspritzöffnung 7 bzw. dem Arbeitsspalt 27 abgespritzt. Gegen Ende des Hubes wird der Arbeitsspalt 27 zwischen der radialen Erweiterung 35 des Fortsatzes 34 und der Anlagefläche 32 des Ventilsitzkörpers 5 zunehmend verkleinert und die Brennstoffströmung durch den Arbeitsspalt 27 verringert sich. Bei vollständig geöffnetem Brennstoffeinspritzventil 1 befindet sich die radiale Erweiterung 35 in Kontakt mit der Anlagefläche 32. Vorzugsweise weisen die Anlagefläche 32 und die radiale Erweiterung 5 korrespondierende Geometrien auf, so daß die radialen Erweiterung 35 mit der Anlagefläche 32 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Der Strömungsweg des Brennstoffs durch den Arbeitsspalt 27 ist nun verschlossen und bei vollständiger Öffnung ist der gesamte abgespritzte Brennstoff drallbehaftet.

Weiterhin ist die Einbringung von strömungsführenden Elementen in die Anlagefläche 32 oder in die radiale Erweiterung 35 des Fortsatzes 34 denkbar, welche über die gesamte Einspritzdauer einen zweiten Strömungsweg ausbilden. Die gezielte Bildung eines lokal unterschiedlich aufbereiteten Brennstoffstrahls ist so möglich.

Bei Brennstoffeinspritzventilen 1, mit denen ein Teilhubbetrieb möglich ist, kann das Abspritzbild über den gesamten Einspritzvorgang beeinflußt werden. Im Teilhubbetrieb kann der Ventilschließkörper 4 über lediglich einen Teil des maximal möglichen Hubes angehoben werden. Dementsprechend ist der Arbeitsspalt 27 zwischen der radialen Erweiterung 35 und der Anlagefläche 32 unterschiedlich weit geöffnet und verändert die ohne Drall abgespritzte Brennstoffmenge, was zu einer Veränderung des Abspritzbildes führt.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils 1 ist in Fig. 3 dargestellt. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel in Fig. 2 wird hierbei die Ausbildung eines zweiten Strömungsweges während des Öffnens des Brennstoffeinspritzventils 1 verhindert. Die Durchgangsöffnung 37 ist gegenüber dem hülsenförmigen Abschnitt 36 des Fortsatzes 34 so bemessen, daß der zwischen den Bauteilen entstehende Spalt 38 hydraulisch dichtend ist. Während des Öffnungsvorgangs wird die abgespritzte Brennstoffmenge durch die sich ändernde Überdeckung der Drallkanäle 33 durch den Ventilsitzkörper 5 im Bereich der Durchgangsöffnung 37 bestimmt.

Die Drallkanäle 33 sind entsprechend dem gewünschten Verhalten während des Öffnens zu wählen. Sie können als Bohrungen oder als Schlitze mit variabler Geometrie eingebracht sein. Ebenso ist eine unterschiedliche Positionierung der einzelnen Drallkanäle 33 in Strömungsrichtung denkbar. Die Freigabe des vollständigen Strömungsquerschnitts erfolgt somit sukzessive mit dem Hub des Ventilschließkörpers 4 und des damit verbundenen Fortsatzes 34.

In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel mit einstückiger Ausführung von Ventilnadel 3 und Fortsatz 35 an einem Brennstoffeinspritzventil 1 ohne Ausbildung eines zweiten Strömungsweges dargestellt. Der kugelförmige Ventilschließkörper 4 weist eine zentrale Ausnehmung 40 auf, die von der Ventilnadel 3 durchdrungen ist. Die Abspritzöffnung 7 ist z. B. als Bohrung in das stromabwärtige Ende der Ventilnadel 3 im Bereich des Fortsatzes 34 eingebracht. Durch die Ausführung der Abspritzöffnung 7 als Sackloch wird das Totvolumen begrenzt und ein Nachtropfen von Brennstoff nach Abschluß des Abspritzvorgangs verhindert. In axialer Richtung ist die Position des Ventilschließkörpers 4 vorzugsweise durch Verschweißen mit der Ventilnadel 3 fixiert. Die Schweißverbindung 39 kann durch Schweißpunkte, die über den Umfang der Ventilnadel 3 verteilt angebracht sind, ebenso realisiert werden, wie als umlaufende Schweißnaht.

Fig. 5 zeigt eine Variante des Ausführungsbeispiels aus Fig. 4. mit einer hohlen Ventilnadel 3. Der Ventilschließkörper 4 ist wiederum auf die Ventilnadel 3 aufgeschoben und verschweißt. Die Ventilnadel 3 ist zur Verringerung der bewegten Masse als Hohlnadel ausgeführt. Um ein Eindringen von Brennstoff stromaufwärts des Dichtsitzes zu verhindern, ist die Ventilnadel 3 stromaufwärts geschlossen. Dies kann z. B. an ihrem stromaufwärtigen Ende durch Zuschweißen erfolgen. Durch die rohrförmige Geometrie der Ventilnadel 3 entfällt das Einbringen der Abspritzöffnung 7 in einem eigenen Fertigungsschritt. Bezugszeichenliste 1 Brennstoffeinspritzventil

2 Düsenkörper

3 Ventilnadel

4 Ventilschließkörper

5 Ventilsitzkörper

6 Ventilsitzfläche

7 Abspritzöffnung

8 Dichtung

9 Außenpol

10 Magnetspule

11 Spulengehäuse

12 Spulenträger

13 Innenpol

14 Ventilnadelführung

15 Scheibe

16 zentrale Brennstoffzufuhr

17 Steckkontakt

18 Kunststoffummantelung

19 elektrische Leitung

20 Anker

21 Flansch

22 Schweißnaht

23 Rückstellfeder

24 Hülse

25 Filterelement

26 Spalt

27 Arbeitsspalt

28 Dichtung

29 Verbindungsbauteil

30a bis 30c Brennstoffkanal

31 Führungsscheibe

32 Anlagefläche

33 Drallkanal

34 Fortsatz

35 radiale Erweiterung

36 hülsenförmiger Abschnitt des Fortsatzes 34

37 Durchgangsöffnung

38 Spalt

39 Schweißverbindung

40 Ausnehmung


Anspruch[de]
  1. 1. Brennstoffeinspritzventil (1) für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen mit einem Ventilschließkörper (4), der mit einer Ventilsitzfläche (6) eines Ventilsitzkörpers (5) zu einem Dichtsitz zusammenwirkt, und mit einer Hubbegrenzung des Ventilschließkörpers (4), dadurch gekennzeichnet,

    daß stromabwärts des Dichtsitzes an dem Ventilschließkörper (4) ein Fortsatz (34) angeordnet ist, der einen hülsenförmigen Abschnitt (36) aufweist, der sich durch eine Durchgangsöffnung (37) in dem Ventilsitzkörper (5) erstreckt, und

    daß der Fortsatz (34) an seinem stromabwärtigen Ende eine radiale Erweiterung (35) aufweist, die im Ruhezustand einen axialen Abstand von einer Anlagefläche (32) in dem Ventilsitzkörper (5) aufweist und größer ist als die kleinste radiale Ausdehnung der Durchgangsöffnung (37) und bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil (1) mit der Anlagefläche (32) zu der Hubbegrenzung zusammenwirkt.
  2. 2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß in den Fortsatz (34) eine Abspritzöffnung (7) eingebracht ist, die zumindest bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil (1) durch mindestens einen Drallkanal (33) mit einem mit Brennstoff bedrückten Volumen verbunden ist.
  3. 3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der stromabwärtige Seite des Ventilsitzkörpers (5) die als radiale Erweiterung ausgebildete Anlagefläche (32) ausgebildet ist.
  4. 4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallkanäle (33) mit einer Tangentialkomponente in die Abspritzöffnung (7) in dem Fortsatz (34) münden.
  5. 5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Erweiterung (35) an dem Fortsatz (34) und die Anlagefläche (32) in dem Ventilsitzkörper (5) bei vollständig geöffnetem Brennstoffeinspritzventil (1) zu einem Dichtsitz zusammenwirken.
  6. 6. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (34) mit dem Ventilschließkörper (4) verschweißt ist.
  7. 7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (34) durch Hartlöten mit dem Ventilschließkörper (4) verbunden ist.
  8. 8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallkanäle (33) Bohrungen in dem Fortsatz (34) sind.
  9. 9. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Drallkanäle (33) in dem Fortsatz (34) schlitzförmig sind.
  10. 10. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwischen Fortsatz (34) und Ventilsitzkörper (5) ausgebildete Spalt (38) hydraulisch dichtend ist.
  11. 11. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (34) mit einer Ventilnadel (3) einstückig ausgebildet ist.
  12. 12. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel (3) den Ventilschließkörper (5) durchdringt.






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