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Dokumentenidentifikation DE10053673A1 08.05.2002
Titel Sicherheitsgurtumlenker
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Bischoff, Klaus, 38173 Evessen, DE;
Stephan, Jörg, 38550 Isenbüttel, DE
DE-Anmeldedatum 28.10.2000
DE-Aktenzeichen 10053673
Offenlegungstag 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse B60R 22/24
IPC-Nebenklasse B60R 22/18   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsgurtumlenker (2) zur Montage in einem Kraftfahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet, mit einem Umlenkelement (26), das im Bereich einer Brüstung (14) einer Seitenwand (8) eines Innenraumes des Kraftfahrzeugs um eine im wesentlichen vertikale Achse (24) schwenkbar montierbar ist, sowie ein Kraftfahrzeug mit einem solchen Sicherheitsgurtumlenker (2). Um eine im Hinblick auf die Fahrzeuggestaltung formschöne Unterbringung des Gurtumlenkers (2) ohne eine Unterbrechung einer durchgehenden Linienführung der Brüstung (14) zu ermöglichen und ein Flattern oder Schlagen des Gurtes (4) sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Nichtgebrauchsstellung weitgehend zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass das Umlenkelement (26) entgegen der Kraft einer Feder (32) um die Achse (24) verschwenkbar in eine unterhalb der Brüstung (14) in der Seitenwand (8) angeordnete und zum Innenraum hin offene Ausnehmung (30) eingesetzt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Cabriolet, mit einem Sicherheitsgurt und einem Sicherheitsgurtumlenker, der ein im Bereich einer Brüstung einer Seitenwand eines Innenraums des Kraftfahrzeugs angeordnetes und um eine im wesentlichen vertikale Achse schwenkbares Umlenkelement umfaßt. Die Erfindung betrifft weiter einen Sicherheitsgurtumlenker zur Montage in einem Kraftfahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet, mit einem Umlenkelement, das im Bereich einer Brüstung einer Seitenwand eines Innenraums des Kraftfahrzeugs um eine im wesentlichen vertikale Achse schwenkbar montierbar ist.

Da offene Personenkraftwagen, insbesondere Cabriolets aber auch einige offene Geländewagen, keine nach oben über die Brüstungen der beiden Seitenwände des Innenraums überstehenden Türsäulen aufweisen, an denen sich Gurtumlenker für die Sicherheitsgurte montieren lassen, erfolgt die Montage der Gurtumlenker häufig auf den Brüstungen selbst, wie zum Beispiel in Fig. 2 der DE 297 11 792 U1 dargestellt, die einen Gurtumlenker der eingangs genannten Art offenbart. Die Gurtumlenker sind dort jeweils mittels eines vertikalen Bolzens auf der Oberseite der Brüstung der zum Sitz benachbarten Seitenwand um die Bolzenachse verschwenkbar angebracht. Der nach oben über die Brüstung überstehende Umlenkbeschlag beeinträchtigt jedoch das optische Erscheinungsbild des Cabriolets, da er eine beulenartige Unterbrechung in der ansonsten im wesentlichen geraden und nicht unterbrochenen Linienführung der Brüstung bildet. Ein weiteres Problem bei einem auf der Oberseite der Brüstung angebrachten Gurtumlenker besteht darin, dass der Gurt in der Nähe der Brüstung und insbesondere oberhalb der Brüstung starken Windkräften ausgesetzt ist, die sowohl bei abgelegtem Sicherheitsgurt in dessen Nichtgebrauchsstellung als auch bei angelegtem Sicherheitsgurt in dessen Gebrauchsstellung zu einem Flattern oder Schlagen des Sicherheitsgurtes führen können.

Um einen durch einen Gurtumlenker auf der Oberseite der Brüstung hervorgerufenen Höcker zu vermeiden, ist es aus der DE 39 09 361 C1 und aus der DE 41 40 237 C1 bereits bekannt, den Gurtumlenkpunkt am freien Ende eines um eine Achse schwenkbaren Hebels anzuordnen, der in einer Nichtgebrauchsstellung von einer Innenverkleidung der Seitenwand verdeckt wird und oberseitig bündig mit dieser abschließt. Bei dem bekannten Gurtumlenker ist der Schwenkhebel jedoch um eine horizontale Achse in eine Gebrauchsstellung schwenkbar, in der sein freies Ende nach oben über die Innenverkleidung übersteht.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sicherheitgurtumlenker und ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass eine im Hinblick auf die Fahrzeuggestaltung formschöne Unterbringung des Gurtumlenkers ohne eine Unterbrechung einer durchgehenden Linienführung der Brüstung ermöglicht und ein Flattern oder Schlagen des Gurtes sowohl in der Gebrauchsstellung als auch in der Nichtgebrauchsstellung weitgehend vermieden wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 für den Gurtumlenker und im Patentanspruch 2 für das Kraftfahrzeug angegebene Merkmalskombination gelöst. Demnach zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass das Umlenkelement nach der Montage des Gurtumlenkers entgegen der Kraft einer Feder um die Achse verschwenkbar in eine unterhalb der Brüstung in der Seitenwand angeordnete und zum Innenraum hin offene Ausnehmung eingesetzt ist. Der Begriff Seitenwand soll dabei auch deren Innenverkleidung einschließen.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, durch eine Anbringung des Gurtumlenkers innerhalb der Seitenwand und unterhalb der Brüstung zum einen in gestalterischer Hinsicht durch eine nicht vom Gurtumlenker unterbrochene Brüstungslinie für eine formal schöne Lösung zu sorgen. Zum anderen kann das Flattern des Gurtes infolge von Windkräften minimiert werden, weil sich die Austrittsstelle des Sicherheitsgurtes aus dem Gurtumlenker auf der windgeschützten Innenseite der Seitenwand befindet. Außerdem wirkt auch der Druck der Feder einem Flattern des Sicherheitsgurtes entgegen.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Feder das Umlenkelement in eine Nichtgebrauchsstellung drückt, in der es sich im wesentlichen vollständig innerhalb der Ausnehmung befindet, wobei eine an der Austrittsstelle des Sicherheitsgurtes aus dem Gurtumlenker angeordnete horizontale gekrümmte Gurtauflagefläche mit ihrer Krümmungsachse im wesentlichen parallel zur Brüstung ausgerichtet ist, so dass der Sicherheitsgurt senkrecht zu einer inneren Wandoberfläche der Seitenwand aus dem Gurtumlenker austritt, nach unten umgelenkt wird und parallel zur inneren Wandoberfläche der Seitenwand zu einem in Bodennähe angeordneten Verankerungspunkt verläuft, an dem sein eines Ende verankert ist.

Beim Anlegen des Sicherheitsgurtes wird das Umlenkelement durch die vom Fahrzeuginsassen auf den Sicherheitsgurt ausgeübte, nach vorne gerichtete Zugkraft aus der Nichtgebrauchsstellung entgegen der Kraft der Feder in eine Gebrauchsstellung geschwenkt, in welcher der Sicherheitsgurt unter einem spitzen Winkel zur Wandoberfläche aus dem Gurtumlenker austritt und dann in einer geraden Linie schräg nach vorne bis über die Schulter des Fahrzeuginsassen verläuft, wobei der Schwenk- bzw. Austrittswinkel im wesentlichen durch den seitlichen Abstand der Schulter des Fahrzeuginsassen von der inneren Wandoberfläche der Seitenwand sowie durch den Abstand des Fahrzeuginsassen vom Gurtumlenker in Fahrtrichtung bestimmt wird. Wenn das Umlenkelement durch die auf den Sicherheitsgurt ausgeübte Zugkraft in die Gebrauchsstellung verschwenkt wird, bewegt es sich vorzugsweise etwas aus der Ausnehmung heraus, so dass es teilweise in den Innenraum übersteht.

Da die in ein Gurtschloß des Sicherheitsgurtes einzuführende und auf dem Sicherheitsgurt verschiebbare Steckzunge in der Nichtgebrauchsstellung mittels eines Stoppers gewöhnlich an einer knapp unterhalb der Brüstung befindlichen Stelle auf dem Sicherheitsgurt festgehalten wird, damit sie beim Angurten vom Fahrzeuginsassen leicht ergriffen werden kann, sieht eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung vor, aus optischen Gründen die Steckzunge in der Nichtgebrauchsstellung direkt vor dem Gurtumlenker anzuordnen, so dass sie das Umlenkelement und/oder die Öffnung der Ausnehmung ganz oder teilweise verdeckt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Cabriolets mit einem erfindungsgemäßen Gurtumlenker;

Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Cabriolets;

Fig. 3 eine perspektivische Innenseitenansicht eines Teils einer Seitenwand des Cabriolets in einer Nichtgebrauchsstellung eines Umlenkelement des Gurtumlenkers;

Fig. 4 eine Ansicht entsprechend Fig. 3, jedoch in einer Gebrauchsstellung des Umlenkelements;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht schräg von oben auf die Seitenwand und den Gurtumlenker in der Nichtgebrauchsstellung des Umlenkelements;

Fig. 6 eine horizontale Schnittansicht des Gurtumlenkers entlang der Linie VII-VII der Fig. 7;

Fig. 7 eine vertikale Schnittansicht des Gurtumlenkers entlang der Linie VII-VII der Fig. 6;

Fig. 8 eine Ansicht entsprechend Fig. 7, jedoch mit einer den Gurtumlenker teilweise verdeckenden Steckzunge eines Gurtschlosses des Sicherheitsgurtes.

Der in Zeichnung dargestellte Gurtumlenker 2 dient zur Umlenkung eines Automatik- Sicherheitsgurtes 4 eines Cabriolets, der hinter einem Sitz 6 des Cabriolets ausgehend von einer in dessen eine Seitenwand 8 eingebauten Aufwickelvorrichtung 10 und von einer Innenverkleidung 12 der Seitenwand 8 verdeckt nach oben geführt ist, wo er knapp unterhalb von einer Brüstung 14 der Seitenwand 8 mittels des Gurtumlenkers 2 umgelenkt wird und durch eine Gurtaustrittsöffnung 16 in einen Innenraum des Cabriolets austritt. Von der Austrittsöffnung 16 aus erstreckt sich der Sicherheitsgurt 4 in abgelegtem Zustand wieder nach unten zu einer in Bodennähe angeordneten Verankerung 18 an der ein Ende des Sicherheitsgurtes 4 fest mit der Karosserie verbunden ist, während er in angelegtem Zustand von der Gurtaustrittsöffnung 16 aus schräg nach vorne zur Schulter und über die Brust eines angegurteten Fahrzeuginsassen zu einem an der Innenseite des Sitzes 6 angeordneten Gurtschloß 20 verläuft, von wo aus er sich über das Becken des Fahrzeuginsassen wieder zur Verankerung 18 erstreckt.

Wie am besten in Fig. 6 und 7 dargestellt, besteht der Gurtumlenker 2 im wesentlichen aus einem stabilen, im Einbauzustand zum Innenraum des Cabriolets hin offenen Gehäuse 22, und einem um eine vertikale Achse 24 schwenkbar in das Gehäuse 22 eingesetzten Umlenkelement 26. Der Gurtumlenker 2 ist mit einer stabilen Halterung 28 verschraubt, die Teil eines hinter einer Türe des Cabriolets angeordneten und unterhalb der Brüstung 14 endenden Türholms sein kann.

Das Umlenkelement 26 ist im Gehäuse 22 entgegen der Kraft einer Schenkelfeder 32 aus einer im Einbauzustand (Fig. 6) als Nichtgebrauchsstellung bezeichneten ersten Endstellung (in durchgezogenen Linien dargestellt) bis in eine zweite Endstellung (in unterbrochenen Linien dargestellt) verschwenkbar, so dass es eine beliebige Gebrauchsstellung zwischen den beiden Endstellungen einnehmen kann. Die eingenommene Gebrauchsstellung hängt dabei von der jeweiligen Position ab, an welcher der Gurt 4 über die Schulter des Fahrzeuginsassen verläuft.

Das Umlenkelement 26 weist im Einbauzustand in Draufsicht im wesentlichen die Form eines Kreissegments auf, das an seiner dem Innenraum zugewandten Innenseite 34 durch eine gerade Sehne begrenzt wird. Die ebene, mit der Gurtaustrittsöffnung 16 versehene Innenseite 34 des Umlenkelements 26 fluchtet in der Nichtgebrauchsstellung (Fig. 3 und 5) mit der ebenen Innenseite 36 der Innenverkleidung 12. In dieser Stellung befindet sich das Umlenkelement 26 vollständig innerhalb einer Ausnehmung 30 des Gehäuses 22, und der aus der Gurtaustrittsöffnung 16 austretende Gurt 4 verläuft von dieser aus parallel zur Innenseite 36 der Innenverkleidung 12 nach unten zur Verankerung 18, während in den Gebrauchsstellungen (Fig. 4) das Umlenkelement 26 teilweise aus der Ausnehmung 30 des Gehäuses 22 heraus übersteht und sich der Gurt 4 von der Gurtaustrittsöffnung 16 aus schräg nach vorne zur Schulter des Fahrzeuginsassen erstreckt.

Wie am besten in Fig. 7 dargestellt, umschließt das Umlenkelement 26 eine schlitzförmige Gurtdurchtrittsöffnung 38, die sich von einer Gurteintrittsöffnung 40 auf der Unterseite des Umlenkelements 26 bis zur Gurtaustrittsöffnung 16 erstreckt. Nach unten zu wird die Durchtrittsöffnung 38 durch eine gekrümmte Gurtauflagefläche 42 begrenzt, deren Krümmungsachse in der Nichtgebrauchsstellung parallel zur Brüstung 14 bzw. zur Innenseite 36 der Innenverkleidung 12 verläuft. An seiner Ober- und Unterseite wird das scheibenförmige Umlenkelement 26 jeweils durch eine ebene Stirnfläche 44, 46 begrenzt, wobei die Stirnfläche 44 auf der Oberseite des Umlenkelements 26 durch eine Stufe 48 von einer dazu parallelen tieferliegenden Fläche 50 getrennt ist.

Wie am besten in Fig. 6 und 7 dargestellt, ist das Gehäuse 22 im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig ausgebildet und weist zwei parallele ebene Stirnwände 52, 54 auf, die den entgegengesetzten Stirnflächen 44, 46 des Umlenkelements 26 in einem geringen Abstand gegenüberliegen und für eine geführte Schwenkbewegung des Umlenkelements 26 sorgen. Die beiden Stirnwände 52, 54 des Gehäuses 22 sind auf ihrer vom Innenraum abgewandten Außenseite durch eine durchgehende Rückwand 56 verbunden. Die Rückwand 56 weist einen ersten gebogenen Wandabschnitt 58 auf, an den sich ein Wandabschnitt 60 in Form einer vorspringenden Ecke anschließt, der zur Ausrichtung des Gehäuses 22 gegenüber der im Querschnitt winkelförmigen Halterung 28 dient und mit einer Langlochbohrung 62 versehen ist, durch welche nach dem Ausrichten des Gehäuses 22 eine Befestigungsschraube 64 durch die Öffnung des Gehäuses 22 hindurch in eine hinter einer Schraubenbohrung auf der Rückseite der Halterung 28 angeschweißte Mutter 66 eingeschraubt werden kann. An den Abschnitt 60 schließt sich ein schräger Wandabschnitt 70 an, dessen Innenseite in der zweiten Endstellung des Gurtes 4 parallel zu dessen Vorderkante und in einem geringen Abstand von dieser angeordnet ist.

Die untere Stirnwand 54 des Gehäuses 22 ist mit einer Gurtdurchlassöffnung 72 versehen, deren Umriss in Fig. 6 in zweistrichpunktierten Linien markiert ist. Durch diese Gurtdurchlassöffnung 72 tritt der hinter der Innenverkleidung 12 von unten her von der Aufwickelvorrichtung 10 kommende Gurt 4 zuerst in das Gehäuse 22 ein, bevor er durch die Gurtdurchtrittsöffnung 38 im Umlenkelement 26 (Fig. 7) hindurch verläuft. Die Durchlassöffnung 72 des Gehäuses 22 ist so geformt und bemessen, dass das Gehäuse 22 in sämtlichen Schwenkstellungen des Umlenkelements 26 unterhalb von dessen Gurteintrittsöffnung 40 offen ist und der mit seiner einen Breitseitenfläche flächig auf der Auflagefläche 42 des Umlenkelements 26 aufliegende Gurt 4 ohne Knick vom inneren Rand der Gurteintrittsöffnung 40 aus nach unten hängt.

Die beiden Stirnwände 52, 54 und das Umlenkelement 26 weisen fluchtende Bohrungen 74, 76 auf, in die ein Schwenkbolzen 78 eingesetzt ist, der das Umlenkelement 26 um die Achse 24 schwenkbar im Gehäuse 22 festhält. Der Bolzen 78 ist durch Sicherungsscheiben 80 oberhalb und unterhalb des Gehäuses 22 gegen eine axiale Verschiebung in den Bohrungen 74, 76 gesichert.

Wie am besten in Fig. 6 dargestellt, besteht die zwischen der Fläche 50 auf der Oberseite des Umlenkelements 26 und der oberen Stirnwand 52 des Gehäuses 22 eingesetzte Schenkelfeder 32 aus einem den Bolzen 78 umgebenden spiraligen Mittelteil und zwei tangential überstehenden Schenkeln 82, 84, die jeweils nach unten umgebogene Enden 86 aufweisen. Eines dieser Enden 86 liegt gegen die Umfangsfläche des Umlenkelements 26 an, während sich das andere Ende gegen einen nach innen über den Gehäusewandabschnitt 58 überstehenden Vorsprung 90 abstützt, so dass das Umlenkelement 26 durch die Federkraft in die Nichtgebrauchsstellung gedrückt wird.

Der Vorsprung 90 bildet gleichzeitig einen Anschlag für zwei nach außen über die Umfangsfläche des Umlenkelements 26 überstehende Anschlagelemente 92, 94, von denen in jeder der beiden Endstellungen jeweils eines gegen entgegengesetzte Seiten des Vorsprungs 90 anliegt und dadurch die Schwenkbewegung des Umlenkelements 26 auf den Bereich zwischen den beiden Endstellungen begrenzt.

Fig. 8 zeigt eine in das Gurtschloß 20 des Sicherheitsgurtes 4 einzuführende und auf dem Sicherheitsgurt 4 verschiebbare Steckzunge 96, die bei abgelegtem und auf der Aufwickelvorrichtung 14 aufgewickeltem Sicherheitsgurt 4 mittels eines gebräuchlichen Kunststoffstoppers 98 im Sicherheitsgurt 4 so vor der Gurtaustrittsöffnung 16 des Gurtumlenkers 2 festgehalten wird, dass sie diese in der Nichtgebrauchsstellung verdeckt. Durch eine entsprechend angepasste Formgebung der Gurtaustrittsöffnung 16 und eines Griffteils 100 der Steckzunge 96 kann zudem der Winkel gesteuert werden, unter dem in der Nichtgebrauchsstellung ein Einsteckende 102 der Steckzunge 96 über die Innenseite 36 der Innenverkleidung 12 übersteht, um die Steckzunge 96 in eine Lage zu bringen, in der sie sich durch den Fahrzeuginsassen optimal ergreifen lässt.

An Stelle eines Gurtumlenkers 2 mit einem in einem Gehäuse 22 vormontierten Umlenkelement 26 kann auch ein Gurtumlenker ohne Gehäuse (nicht dargestellt) verwendet werden, bei dem ein Umlenkelement, z. B. in Form eines schlaufenförmigen Metallbügels, vor dem Anbringen der Innenverkleidung in einem von dieser und dem Außenblech der Seitenwand umschlossenen Hohlraum um eine vertikale Achse schwenkbar an einer stabilen Halterung befestigt wird, und bei dem der Gurt vom Umlenkelement aus durch eine schlitzförmige horizontale Gurtaustrittsöffnung in der Innenverkleidung hindurch in den Innenraum geführt ist.

Der erfindungsgemäße Gurtumlenker 2 sorgt für eine saubere Gurtablage und erleichtert das Ergreifen und Anlegen des Gurtes 4, wobei eine ununterbrochene Brüstungslinie erhalten bleibt. Weiter wird das Gurtflattern infolge von Windkräften minimiert.


Anspruch[de]
  1. 1. Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet, mit einem Sicherheitsgurt und einem Sicherheitsgurtumlenker, der ein im Bereich einer Brüstung einer Seitenwand eines Innenraums des Kraftfahrzeugs angeordnetes und um eine im wesentlichen vertikale Achse schwenkbares Umlenkelement umfaßt, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) entgegen der Kraft einer Feder (32) um die Achse (24) verschwenkbar in eine unterhalb der Brüstung (14) in der Seitenwand (8) angeordnete und zum Innenraum hin offene Ausnehmung (30) eingesetzt ist.
  2. 2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder das Umlenkelement (26) in einer Nichtgebrauchsstellung hält, aus der es beim Anlegen des Sicherheitsgurtes (4) entgegen der Kraft der Feder (32) in eine Gebrauchsstellung geschwenkt wird.
  3. 3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Umlenkelement (26) in der Nichtgebrauchsstellung im Wesentlichen vollständig innerhalb der Ausnehmung (30) befindet.
  4. 4. Kraftfahrzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) in jeder Gebrauchsstellung teilweise aus der Ausnehmung (30) heraus in den Innenraum übersteht.
  5. 5. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) eine gekrümmte Gurtauflagefläche (42) aufweist, deren Krümmungsachse in der Nichtgebrauchsstellung im Wesentlichen parallel zur Brüstung (14) ausgerichtet ist.
  6. 6. Kraftfahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurtauflagefläche (42) eine schlitzförmige Gurtaustrittsöffnung (16) des Gurtumlenkers (2) nach unten zu begrenzt.
  7. 7. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsgurt (4) in der Nichtgebrauchsstellung des Umlenkelements (26) im Wesentlichen parallel zu einer inneren Wandoberfläche (36) der Seitenwand (8) nach unten zu einem Gurtverankerungspunkt (18) verläuft.
  8. 8. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 7, gekennzeichnet durch mindestens einen Anschlag (90; 92, 94), der ein Verschwenken des Umlenkelements (26) über die Nichtgebrauchsstellung und/oder eine Gebrauchsendstellung hinaus verhindert.
  9. 9. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf dem Sicherheitsgurt (4) verschiebbare Steckzunge (96) in der Nichtgebrauchsstellung vor dem Gurtumlenker (2) festgehalten wird.
  10. 10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckzunge (96) eine Gurtaustrittsöffnung (16) des Gurtumlenkers (2), das Umlenkelement (26) und/oder die Ausnehmung (30) ganz oder teilweise verdeckt.
  11. 11. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) eine in der Nichtgebrauchsstellung mit einer inneren Wandoberfläche (36) der Seitenwand (8) fluchtende Innenseite (34) aufweist.
  12. 12. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) eine in der Nichtgebrauchsstellung vom Innenraum abgewandte bogenförmig gekrümmte Außenseite aufweist.
  13. 13. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) in axialer Richtung mindestens eine zur Achse (24) senkrechte ebene Stirnfläche aufweist (44, 46), die einer die Ausnehmung (30) begrenzenden benachbarten parallelen Führungsfläche (52, 54) in geringem Abstand gegenüberliegt.
  14. 14. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder eine Schenkelfeder (32) mit einem die Achse (24) mindestens teilweise umgebenden Mittelteil ist.
  15. 15. Kraftfahrzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkelfeder (32) zwei Enden (86, 88) aufweist, von denen sich eines (86) gegen eine Innenfläche der Ausnehmung (30) und das andere (88) gegen das Umlenkelement (26) abstützt.
  16. 16. Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (30) mindestens teilweise von einem zum Innenraum hin offenen Gehäuse (22) des Gurtumlenkers (2) begrenzt wird.
  17. 17. Kraftfahrzeug nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (22) unterhalb des Umlenkelements (26) mit einer Gurtdurchlassöffnung (72) versehen ist.
  18. 18. Sicherheitsgurtumlenker zur Montage in einem Kraftfahrzeug, insbesondere in einem Cabriolet, umfassend ein Umlenkelement, das im Bereich einer Brüstung einer Seitenwand eines Innenraums des Kraftfahrzeugs um eine im wesentlichen vertikale Achse schwenkbar montierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkelement (26) entgegen der Kraft einer Feder (32) um die Achse (24) verschwenkbar in ein unterhalb der Brüstung (14) in der Seitenwand (8) montierbares und zum Innenraum hin offenes Gehäuse (22) eingesetzt ist.






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