PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69428784T2 08.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0689379
Titel HERBIZIDE ZUSAMMENSETZUNG
Anmelder Nufarm Australia Ltd., Victoria, AU
Erfinder PARK, James, Darren, Dandenong, AU;
LICHTI, Gottfried, Essendon, AU
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69428784
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.03.1994
EP-Aktenzeichen 949110092
WO-Anmeldetag 17.03.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/AU94/00137
WO-Veröffentlichungsnummer 0009421121
WO-Veröffentlichungsdatum 29.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 03.01.1996
EP date of grant 24.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse A01N 33/18
IPC-Nebenklasse A01N 25/12   A01N 25/14   A01N 25/22   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft lagerstabile Trifluralinformulierungen, insbesondere feste, wasserdispergierbare Formulierungen und Verfahren zu deren Herstellung.

Trifluralin (α,α,α-Trifluor-2,6-dinitro-N,N-dipropyl-p-toluidin) ist ein Vorauflaufherbizid mit einer geringeren Nachauflaufaktivität. Formulierungen aus dem Herbizid Trifluralin werden üblicherweise zum Zeitpunkt ihrer Verwendung zu Spritzwasser zugegeben und werden als feiner Sprühnebel mit der Absicht auf die Erde aufgetragen, unerwünschte Unkräuter zu bekämpfen.

Üblicherweise liegen Trifluralinformulierungen für eine Verwendung als wässrige Sprühnebel als emulgierbare Konzentrate vor. Diese Formulierungen sind Flüssigkeiten, die eine bedeutende Menge eines Kohlenwasserstofflösungsmittels enthalten. Probleme können durch die Brennbarkeit, die Lösungsmittelkontamination der Umgebung und den Bedarf an stabilen Lösungsmittel-beständigen Vorratsbehältern, die sorgfältig ausgearbeitete Entsorgungsstrategien benötigen, entstehen.

Feste, wasserdispergierbare Trifluralinformulierungen wurden vorgeschlagen, obwohl das Hauptproblem, das mit der Verwendung von festen, wasserdispergierbaren Trifluralinformulierungen verbunden ist, das Problem der Langzeitlagerstabilität ist. Bei einer verlängerten Lagerung können die Formulierungen laufend Temperaturen in dem Bereich von 0 bis 40ºC ausgesetzt werden und können gelegentlich Temperaturen in dem Bereich von -20 bis 0ºC und 40 bis 55ºC ausgesetzt werden. Unter solchen Lagerbedingungen können sich einige große (größer als 125 Mikrometer), partikuläre Einheiten bilden. Diese großen partikulären Einheiten, die weniger als 3% der Gesamtformulierung ausmachen können, können in dem Spritzwasser nicht in feine Partikel (weniger als 125 Mikrometer) wiederdispergiert werden und verursachen Verstopfungen in den Filtern und Düsen der Sprühapparatur. In der kommerziellen Praxis, können solche Filter eine Maschengröße von so klein wie 150 Mikrometer aufweisen und es ist erwünscht, dass ein Sicherheitszuschlag von wenigstens 25 Mikrometer zwischen der Maschengröße des Filters und der maximalen Partikelgröße in der Formulierung erzielt wird. Filterverstopfungen der Sprühapparatur können zu unannehmbaren Verzögerungen bei dem praktischen Gebrauch führen (wie Ausfallzeit in Großsprühgeräten) und können sogar zu einem Verlust der biologischen Wirksamkeit führen, der durch Abweichungen von der gewünschten Auftragungsrate entsteht. Es wird davon ausgegangen, dass ein Grund der Bildung der großen partikulären Einheiten die Koaleszenz sein kann, die auftritt, wenn Trifluralin schmilzt und gefriert.

Momentan erhältliche Versuche für die Langzeitlagerungsstabilität von Trifluralinformulierungen sind zeitaufwendig und es ist häufig schwierig, Betriebslagerbedingungen in Laborlagerungsversuchen zu simulieren. Daher stellt dies eine zweifache Notwendigkeit dar. Die erste Notwendigkeit ist, Trifluralinformulierungen herzustellen, die in diesem Fachgebiet nicht versagen und die zweite Notwendigkeit ist, zuverlässige und einfache Kurzzeitversuche für eine Untersuchung der Langzeitstabilität dieser Formulierungen zu finden.

Das australische Patent Nr. 639678 (entspricht EP-A-0,380,325 und US-A- 5,160,530) offenbart, dass festes Trifluralin in gelben und orangen polymorphen Formen existiert. Die Beschreibung dieses Patents legt dar, dass das gelbe polymorphe Trifluralin eine größere Herbizidaktivität, eine bessere Wasserdispergierbarkeit und eine verbesserte Lagerstabilität verglichen mit dem orangen, polymorphen Trifluralin aufweist. Diese Beschreibung beschreibt auch ein Verfahren zur Herstellung einer festen Formulierung, umfassend im Wesentlichen gelbes polymorphes Material, wobei das Verfahren die Bildung einer geschmolzenen Trifluralin-in-Wasser-Emulsion in Gegenwart eines wasserlöslichen, filmbildenden Polymers, wie Polyvinylalkoholacetat, umfasst. Die Emulsion wird sprühgetrocknet, um ein trockenes Produkt zu bilden und das gelbe polymorphe Material wird durch die Verwendung von Kristallisationsinitiatoren, wie Natriumbenzoat und durch die Verwendung von Kristallstabilisatoren, wie Natriumdioctylsulfosuccinat stabilisiert. Der Temperaturbereich, dem das neu hergestellte Material ausgesetzt wird, wird als kritisch bezeichnet. Im Besonderen wird angemerkt, dass ein schnelles Abkühlen, das zu einem kalten (-5 bis 5ºC) Pulver führt, ein effizientes Verfahren zur Stabilisierung der gelben Form ist.

Das gelbe Trifluralinpulver, das durch das obige Verfahren hergestellt wurde, verhält sich gut in Kurzzeitlagerungsversuchen, die ein Aufheizen und Abkühlen der Formulierung über den Schmelzpunkt von Trifluralin umfassen. Es hat sich jedoch in Langzeitlagerungsversuchen, beispielsweise 6 bis 12 Monate bei Umgebungstemperaturen, gezeigt, dass eine allmähliche Zersetzung über die Zeit stattfindet und sich in der Formulierung eine kleine Menge von orangen polymorphen Kristallen bildet. Dies kann ausreichend sein, um Filter und Düsen in Sprühapparaturen zu blockieren.

Zusätzlich zu den zuvor erwähnten gelben und orangen polymorphen Formen ist auch eine dritte, amorphe (unterkühlte) Form von Trifluralin bekannt. Wird Trifluralin in Pulverform hergestellt, ist es möglich (jedoch nicht notwendig), dass Trifluralinpulverpartikel vom gelben kristallinen, orangen kristallinen und amorphen polymorphen Typ in der Formulierung coexistieren. Im Allgemeinen sind die einzelnen Pulverpartikel alle amorph oder alle gelb kristallin oder alle orange kristallin. Sehr selten können Mischgelb Kristallorange Kristall-Partikel unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. Amorphe Mischkristallpartikel existieren nur für kurze Zeiträume.

In einer gegebenen Pulverprobe, in der unterschiedliche polymorphe Formen von Trifluralin coexistieren, sind die einzelnen amorphen Pulverpartikel im Allgemeinen zufällig über die Probe verteilt. Die Situation ist jedoch für kristalline Partikel gänzlich unterschiedlich. Partikel vom partikulären, kristallinen, polymorphen Typ (gelb oder orange) können im Allgemeinen in diskreten makroskopischen Bereichen in den Pulverproben vorgefunden werden. Beispielsweise kann ein im Wesentlichen oranges Pulver in sich verschiedene gelbe Bereiche aufweisen und im Wesentlichen gelbes Pulver kann in sich verschiedene orange Bereiche aufweisen. Der Durchmesser dieser Bereiche beträgt üblicherweise 1 mm oder mehr und mehr üblich 2 mm oder mehr. Das Innere der individuellen Bereiche ist gänzlich homogen, obwohl entlang der Grenzen dieser Bereiche offenbar Mischkristallbereiche auftreten.

Aufgrund der farbmaskierenden Wirkungen verschiedener Formulierungszusätze ist es visuell schwierig zu bestimmen, ob ein bestimmtes, einheitliches Pulver in den gelben, orangen oder amorphen Formen vorliegt. Jedoch können einheitliche amorphe Pulver leicht charakterisiert werden durch Verwendung von Kreuzpolarisationslichtmikroskopie und einheitliche kristalline Pulver können leicht charakterisiert werden durch Differenzialscanningkalorimetrie (DSC).

In polymorphen Mischpulvern kann der amorphe Gehalt ermittelt werden durch Kreuzpolarisationslichtmikroskopie und die Coexistenz von makroskopischen gelben/orangen Bereichen ist klar ersichtlich durch visuelle Beobachtung aufgrund der Existenz von Bereichen oder Streifenbildungen einer besonderen Farbe gegen einen anders gefärbten Hintergrund. Die aktuelle Farbe wird durch Formulierungszusätze beeinflusst.

Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, ein festes, wasserdispergierbares, lagerstabiles Trifluralin bereitzustellen, das eines oder mehrere der Probleme, die mit den Formulierungen des Standes der Technik verbunden sind, behebt oder verringert.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine feste, wasserdispergierbare, lagerstabile Trifluralinformulierung bereitgestellt, umfassend Trifluralin, das innerhalb poröser, fein verteilter Trägerpartikel absorbiert vorliegt, wobei das Trifluralin orange-stabil ist und die Partikel der Formulierung größenstabil sind, wobei eine orange-stabile Trifluralinformulierung definiert ist als eine Formulierung, in der - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach einer Wärmebeanspruchungsprüfung - mehr als 80% des Trifluralins in einer orangen, polymorphen Form vorliegt und weniger als 15% des Trifluralins in einer amorphen Form vorliegt und jegliche lokalen Bereiche der Probe, die im Wesentlichen gelbes, polymorphes Trifluralin enthalten, einen Durchmesser von 2 mm oder weniger aufweisen; und wobei eine größenstabile Trifluralinformulierung definiert ist als eine Formulierung, bei der - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach einer Wärmebeanspruchungsprüfung - die Partikelgröße 125 um nicht übersteigt; und wobei die Wärmebeanspruchungsprüfung definiert ist als das Aufheizen der Trifluralinformulierung von 25ºC auf 55ºC über 6 Stunden, das Halten derselben bei 55ºC über 6 Stunden, das Abkühlen derselben auf 25ºC über 5 Stunden und das Halten derselben bei 25ºC über 6 Stunden.

Im Besonderen hat sich gezeigt, dass das orange, polymorphe Trifluralin in einer Menge in die porösen Partikel eingelagert werden kann, welche 98% der Porenvolumenkapazität der Partikel nicht übersteigt, und vorzugsweise 95% der Porenvolumenkapazität nicht übersteigt, und mehr bevorzugt 90% der Porenvolumenkapazität nicht übersteigt, um eine Formulierung herzustellen, die das Kriterium der Orangestabilität und der Größenstabilität, wie unten dargelegt, erfüllen.

Des Weiteren hat sich gezeigt, dass die Formulierungen dieser Erfindung eine Biowirksamkeit aufweisen, die gleich oder besser ist als kommerziell erhältliche, flüssige Formulierungen von Trifluralin (d.h. emulgierbare Konzentrate).

In der Beschreibung und den Ansprüchen, die folgen, ist das Wort "umfassend" oder Variationen, wie "umfasst" oder "umfassend", so zu verstehen, dass sie die angegebene ganze Zahl oder Gruppe von ganzen Zahlen einschliessen, jedoch nicht jede andere ganze Zahl oder Gruppe von ganzen Zahlen ausschließen, wenn der Zusammenhang nichts anderes erfordert.

Hinsichtlich der Lehre des australischen Patents Nr. 639678, das die Überlegenheit von gelbem, polymorphem Trifluralin für Lagerungszwecke betrifft, machten die vorliegenden Erfinder die überraschende Entdeckung, dass Pulverproben, die sowohl das orangestabile Kriterium als auch das größenstabile Kriterium, wie sie unten aufgezeigt werden, erfüllen, stabiler bei einer Langzeitlagerung sind als solche, die dies nicht tun. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass Trifluralinformulierungen, die über einen langen Zeitraum lagerstabil sind, hergestellt werden durch Absorbieren von Trifluralin innerhalb hochporöser, feinverteilter Trägerpartikel auf eine solche Art und Weise, dass die Formulierung sowohl Kurzzeitorangestabilität als auch Kurzzeitgrößenstabilität aufweist.

Die folgende Wärmebeanspruchungsprüfung wird verwendet, um das Kriterium der Orangestabilität und der Größenstabilität gemäß dieser Erfindung zu ermitteln.

Bei der Wärmebeanspruchungsprüfung werden 12 g einer Pulverprobe in einem 50 ml Behälter von 25 auf 55ºC über 6 Stunden erhitzt (einheitliche Aufheizrate, erzeugt durch einen Temperatur-programmierbaren Ofen). Die Probe wird bei 55 ºC über 6 Stunden gehalten und dann auf 25ºC über 6 Stunden abgekühlt (einheitliche Kühlrate). Die Temperatur wird bei 25ºC für 6 Stunden gehalten.

Das folgende Protokoll wird verwendet, um die obere Grenze der Partikelgrößenverteilung zu bestimmen, um zu ermitteln, ob die Partikelgröße einer Formulierung 125 u m übersteigt oder nicht. 5 g eines Pulvers werden unter schnellem Magnetrühren zu 300 ml Wasser für 2 Minuten gegeben. Die resultierende Dispersion wird durch ein 125 um Sieb mit einem Durchmesser von 3 cm geschüttet. Der Rückstand auf dem Sieb wird mit Standardsiebrückständen verschiedener Mengen verglichen. Wird weniger als 0,005 g des Rückstandes auf dem Sieb gefunden, hat die Probe 125 um nicht überstiegen.

Die Bezeichnung "orangestabil" bedeutet, wenn sie hierin verwendet wird, dass in einer gegebenen Formulierungsprobe - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach der Wärmebeanspruchungsprüfung - mehr als 80% des Trifluralins in einer orangen, polymorphen Form und weniger als 15% des Trifluralins in einer amorphen Form vorliegt und jegliche lokalen Bereiche der Probe, die im Wesentlichen gelbes, polymorphes Trifluralin enthalten, Durchmesser von 2 mm oder weniger, vorzugsweise 1 mm oder weniger aufweisen und mehr bevorzugt nicht nachweisbar sind:

Die Existenz von lokalen Bereichen in der Probe, die im Wesentlichen gelbes, polymorphes Trifluralin enthalten, kann festgestellt werden durch:

(a) visuelles Betrachten des Pulvers an der Oberfläche der Probe und

(b) Bildung einer neuen Oberfläche, beispielsweise durch Entfernung des Pulvers der zuvor existierenden Oberfläche, gefolgt von visuellem Betrachten des Pulvers auf der neu gebildeten Oberfläche:

Vorzugsweise liegen in einer "orangestabilen" Formulierungsprobe - sowohl vor als auch nach der Wärmebeanspruchungsprüfung - mehr als 90% (und mehr bevorzugt mehr als 95%) des Trifluralins in einer orangen, polymorphen Form und weniger als 5% (und mehr bevorzugt weniger als 1%) des Trifluralins in einer amorphen Form vor, wobei, wenn die gelbe, polymorphe Form in den lokalen Bereichen vorliegt, diese Durchmesser von 2 mm oder weniger aufweisen.

Die Bezeichnung "größenstabil" bedeutet, wenn sie hierin verwendet wird, dass die Partikelgröße in einer gegebenen Formulierungsprobe - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach der Durchführung der oben beschriebenen Wärmebeanspruchungsprüfung - 125 um nicht übersteigt. Vorzugsweise übersteigt die Partikelgröße der Formulierung - sowohl vor als nach der Wärmebeanspruchungsprüfung - nicht 70 um, mehr bevorzugt nicht 50 um.

Besonders bevorzugte Formulierungen sind gemäß dieser Erfindung "größenstabile" Formulierungen, bei denen 80% der Partikel innerhalb des Bereichs von 5 bis 30 um vorliegen.

Trifluralin, das das "orangestabile" Kriterium dieser Erfindung erfüllt, sollte von einer Reinheit von 93 bis 99 Gew.-% sein, vorzugsweise von wenigstens 97 Gew.-%.

Vorzugsweise umfasst die erfindungsgemäße Formulierung wenigstens ein kompatibles Benetzungsmittel- und/oder Dispergiermittel-Additiv, um die Dispersion der Partikel in dem Spritzwasser zum Zeitpunkt der Verwendung zu erleichtern.

Ein kompatibles Additiv ist ein Additiv, das, wenn es gemäß der vorliegenden Erfindung zu einer Formulierung zugegeben wird, keine Formulierung ergibt, die das hierin definierte, "orangestabile" und "größenstabile" Kriterium nicht erfüllt. Die Verträglichkeit eines Additivs, wie ein Benetzungsmittel, kann durch Zugabe des Additivs zu der Referenzformulierung (im Folgenden beschrieben in Beispiel 2) und durch Bestimmung, ob die resultierende Formulierung sowohl das "orangestabile" als auch das "größenstabile" Kriterium erfüllt leicht, untersucht werden.

Das Dispergiermittel und/oder Benetzungsmittel kann aus jedem für die Dispergierung von festen Partikeln in Wasser herkömmlich verwendeten Material oder Mischung von Materialien ausgewählt werden, wobei dafür gesorgt werden muss, dass das zuvor erwähnte Kompatibilitätserforderniss erfüllt ist. Jedoch hat sich gezeigt, dass durchweg gute Ergebnisse durch Taurin-artige Dispergiermittel, beispielsweise das Natriumsalz von N-Methyl-N-oleoyltaurat, das unter der Marke Hostapon T (hergestellt durch Hoechst) kommerziell erhältlich ist, erzielt werden. Zusätzlich kann das kommerzielle Benetzungsmittel Morwet EFW (ein Alkylnaphthalensulfonatnatriumsalz, hergestellt durch Witco, Dallas, USA) auch zugegeben werden. Üblicherweise kann ein Dispergiermittel in einer Menge von 2 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 6 Gew.-% des Endprodukts und ein Benetzungsmittel in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 3 Gew.-% des Endproduktes zugegeben werden.

Es wurde vorgeschlagen, die Dispergierbarkeit der partikulären Feststoffe in Wasser zu erleichtern, indem ein kleiner Anteil, üblicherweise 5 bis 10 Gew.-%, eines pulverisiertes Tons, wie beispielsweise Kaolin oder Attapulgit, in diese inkorporiert wird. Solche Dispergierbarkeitshilfen sind auch in den vorliegenden Formulierungen relevant.

Die formulierten Pulver der vorliegenden Erfindung können, wenn gewünscht, mit anderen partikulären Formulierungen gemischt werden, die andere kompatible Wirkstoffe, im Besonderen andere Herbizide, umfassen.

Alle möglichen, geeigneten, porösen, feinverteilter Partikel können als Trägerpartikel gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Die porösen Partikel sind vorzugsweise feinverteilte, poröse, anorganische Partikel, die eine Oberfläche von wenigstens 60 m²/g aufweisen. Vorzugsweise bestehen die feinverteilten, porösen Partikel aus primären Partikeln aus amorphem Siliciumdioxid oder aus Silikaten, die durch Präzipitation in Wasser gebildet wurden und zu Clustern agglomerierten, die eine Oberfläche von 100 bis 300 m²/g, mehr bevorzugt 150 bis 250 m²/g aufweisen. Solche Partikel müssen jedoch das "orangestabile" und "größenstabile" Kriterium erfüllen. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass, wenn wasserfreies, poröses Siliciumdioxidpulver verwendet wird, diese Kriterien nicht erfüllt sein müssen. Geeignete Trägerpartikel können jedoch durch einfache Testverfahren leicht bestimmt werden. Besonders bevorzugte Trägerpartikel sind Siliciumdioxidpartikel, die eine Trägeroberfläche von 150 bis 250 m²/g aufweisen und die einen adsorbierten Wassergehalt von 2 bis 12 Gew.- %, vorzugsweise 3 bis 6 Gew.-%, vor der Beladung mit dem Trifluralin, aufweisen.

Wird Trifluralin in das Innere der porösen Siliciumdioxidpartikel eingebracht, wurde beobachtet, dass sich die Schmelzpunkte der orangen und gelben polymorphen Trifluralinformen um bis 5 bis 10ºC verringern und das amorphe Trifluralin kann für verlängerte Zeitspannen stabil sein. Überdies kann die Farbe des Trifluralins durch die Gegenwart des Pulvers maskiert sein.

Für eine gegebene Probe, die Trifluralin innerhalb eines porösen Trägerpulvers enthält, kann das Trifluralin durch Schmelzen, gefolgt von schnellem Abkühlen auf -2ºC in die im Wesentlichen reine gelbe Form geführt werden. Diese Prozedur stellt eine Grundlage für die Kalibrierung des DSC-Ergebnisses bereit: Ist das DSC- Ergebnis für eine Probe - sowohl vor als auch nach dem Schmelzen/Abkühlen - gleich, lag die ursprüngliche Probe im Wesentlichen in der gelben Form vor.

Die Existenz von amorphem Trifluralin in Pulverformulierungen kann festgestellt werden durch Dispergieren des Pulvers in Wasser und Bestimmen der Dispersion durch Lichtmikroskopie mit kreuzpolarisiertem oder teilweise kreuzpolarisiertem Licht. Unter diesen Bedingungen sind unbeladene Siliciumdioxidpartikel in Wasser praktisch unsichtbar, während Siliciumdioxidpartikel, die kristallines (oranges oder gelbes) Trifluralin enthalten, leuchtend farbig und funkelnd erscheinen. Jedoch kann amorphes Trifluralin-in-Siliciumdioxid durch die Gegenwart von matten, kennzeichnungslosen, schwach gefärbten Siliciumdioxidpartikel nachgewiesen werden. Partikel am unteren Ende der Partikelgrößenverteilung sollten nicht verwendet werden, um den Zustand des Trifluralins durch Mikroskopie zu bestimmen. Der Prozentgehalt an amorphen Trifluralin in einer gegebenen Formulierung kann erhalten werden durch Zählen der Anzahl von amorphen Partikeln in einem repräsentativen Sichtausschnitt unter dem Mikroskop (kreuzpolarisierte oder teilweise kreuzpolarisierte Konfiguration) und Teilen durch die Gesamtanzahl der Partikel. Bei dieser Bestimmung sollten nur Partikel mit einer Größe von 10 Mikrometer oder mehr verwendet werden.

Das Trifluralin sollte in den Trägerpartikeln in einer solchen Menge vorliegen, dass außerhalb auf den Partikeln im Wesentlichen keine Ablagerung von Trifluralin vorliegt. Es hat sich gezeigt, dass Trifluralin die äußere Oberfläche einiger Partikel belegt und eine Agglomeration verursacht, wenn die Menge des absorbierten Trifluralin etwa 98% des Porenvolumens des Trägers übersteigt. Vorzugsweise übersteigt das Volumen des Trifluralins nicht ungefähr 95% des Porenvolumens des -Trägers und mehr bevorzugt übersteigt es nicht 90% des Porenvolumens des Trägers. Das wirksame Porenvolumen eines Trägers kann aus den Ergebnissen der Ölabsorptionsprüfung (ASTM D2414) geschlossen werden, jedoch ist ein gebräuchlicheres Verfahren in Beispiel 15 unten beschrieben. Das letztere Verfahren wurde verwendet, um die bevorzugten Prozentbereiche des Porenvolumens gemäß dieser Erfindung festzustellen.

Aus Gründen, die die Ökonomie der Anwendung betreffen, ist es wünschenswert, einen so hohen Gewichtsanteil an Wirkstoffen auf dem Träger zu haben, wie es mit der obigen Beschreibung zu vereinbaren ist. Vorzugsweise umfasst das Trifluralin von 50 bis 70 Gew.-%, mehr bevorzugt von 55 bis 65 Gew.-% der Formulierung.

Das folgende Protokoll wird verwendet, um die Maximalmenge an Trifluralin zu bestimmen, die in die Poren eines Trägerpartikels geladen werden kann. Diese Menge wird als Gewichtsprozent des Trifluralin bezogen auf das Gesamtgewicht des beladenen Pulvers ausgedrückt.

Eine Serie von Pulverproben (wobei jede 3 g des unbeladenen Trägerpulvers enthält) wird für 2 Stunden in einem offenen Glasbehälter bei 105ºC erhitzt. Unterschiedliche Mengen an geschmolzenem Trifluralin (80ºC) werden zu den heißen Pulvern unter Rühren für 2 Minuten gegeben. Die Proben werden stehengelassen, um sich abzukühlen und bei 15 bis 20ºC für 24 Stunden auszukristallisieren. Eine Kristallisation in der orangen Form wird gefördert durch Animpfen der Probe nach einstündigem Kühlen mit einer kleinen Menge einer Trifluralinreferenzformulierung (Beispiel 2). Jede Probe wird dann durch ein 250 um Sieb gestrichen und die Stampfdichte wird gemessen. Diese wird in einem Diagramm gegen den Prozentanteil der Trifluralinbeladung aufgetragen. Die Dichte- vs-Beladung-Kurve ist in zwei Bereichen linear - in einem unterhalb dem Maximalbeladungslevel und in einem darüber. Der extrapolierte Schnittpunkt dieser beiden Linien wird notiert. Dieser Schnittpunkt wird als maximale Trifluralinbeladung für den Träger herangezogen (siehe Beispiel 15).

Das folgende Protokoll wird verwendet, um die Langzeitstabilität einer Trifluralinformulierung zu überprüfen und spiegelt die Tatsache wieder,, dass kommerziell brauchbare Formulierungen nach dem Schmelzen stabil bezüglich der Lagerung sein müssen.

Die Formulierung wird der zuvor beschriebenen Wärmebeanspruchungsprüfung unterzogen und wird dann bei Umgebungstemperaturen für 6 bis 18 Monate gelagert und wie in dem vorherigen Protokoll zur Untersuchung der Maximalgröße der Partikel in einer Formulierung behandelt. Die Formulierung weist eine Langzeitstabilität auf, wenn die maximale Partikelgröße nach 6 bis 18 Monaten, wie bestimmt durch das vorherige Protokoll, geringer als 125 um ist.

Die biologische Wirksamkeit einer Pulverformulierung kann gemäß dem folgenden Protokoll bestimmt werden.

Alkalische, sandige Lehmerde, wie sie für Mallee, Victoria, Australien üblich ist, wird luftgetrocknet, und auf einen Wassergehalt von 10 Gew.-% eingestellt. Die Erde wird in Behältern der Abmessung 85 mm · 140 mm · 50 mm (Tiefe) gegeben und die Behälter mit Erde werden bei Formulierungsrate in dem Bereich von 0 bis 1,5 Liter/Hektar mit dem Trifluralin-emulgierbaren Konzentrat besprüht. Das kommerziell erhältliche, emulgierbare Referenzformulierungskonzentrat enthält 40 % aktives Trifluralin. Ein Sprühvolumen von 60 Liter/Hektar Wasser wird verwendet und die verdünnten Formulierungen werden durch Sprühsystemdüsen des Typs 11003 unter Verwendung eines Luftdrucks von 200 Kilopascal bei einer Umgebungstemperatur von 20 ± 3ºC versprüht: Nach dem Besprühen wird die Erde in den Behältern auf zwei Arten behandelt:

(a) Sofortige Inkorporation: Die Erde wird sofort gründlich gemischt um eine sofortige und vollständige Inkorporation des Wirkstoffs zu erreichen und wird in den Behälter zurückgegeben.

(b) 48-stündige Inkorporation: Die Erde wird für 48 Stunden nach dem Besprühen stehengelassen und wird danach sorgfältig gemischt und wieder in den Container gegeben.

Auf Erdteile, die oben wie in (a) oder (b) behandelt wurden, wurden 24 Stunden nach dem Mischen 20 Samen eines mehrjährigen Roggengrases (Lollium rigidum) in einer Tiefe von 1 cm ausgesät. Die Proben wurden bei 18 bis 22ºC für 10 Tage in einem Gewächshaus gehalten und wurden zweimal pro Tag gewässert. Die Ergebnisse wurden durch Berechnung des Prozentanteils des Aufretens von Roggengras in jedem Behälter mit Erde nach 10 Tagen erhalten.

Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Formulierung bereit, welches die Schritte des Zugebens von geschmolzenem Trifluralin zu erhitzten Trägerpartikeln, des Haltens der Mischung bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes von Trifluralin für eine ausreichende Zeitspanne, damit im Wesentlichen das gesamte Trifluralin durch die Trägerpartikel absorbiert wird und dann des schrittweisen Kühlens der Trägerpartikel auf eine Temperatur in dem Bereich von 15 bis 25ºC über eine Zeitspanne von 1/2 bis 12 Stunden umfasst.

In diesem Verfahren kann das Trifluralin in geschmolzener Form durch Zugabe des geschmolzenen Fluids zu dem heißen Pulver unter Rühren in die Poren des feinverteilten pulverförmigen Trägers eingebracht werden. Die Mischung wird dann bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes von Trifluralin für eine ausreichende Zeitspanne gehalten, damit im Wesentlichen das gesamte Trifluralin in die Poren eingebracht werden kann. Die Mischung wird dann schrittweise auf Raumtemperatur abgekühlt. Um das definierte "orange-stabile" und "größenstabile" Trifluralin zu erhalten, müssen die Kühlrate und der Grad des Abkühlens sorgfältig kontrolliert werden. Sowohl übermäßig schnelles als auch übermäßig langsames Abkühlen und insbesondere Abkühlen auf Temperaturen außerhalb des Bereiches von 10 bis 25ºC sollten vermieden werden. Vorzugsweise wird die Mischung in eine Kühlzone bei 15 bis 20ºC eingebracht und dann in dieser Zone unter solchen Bedingungen abgekühlt, dass die Mischung schrittweise auf eine Endtemperatur in dem Bereich von 15 bis 25ºC, mehr bevorzugt 15 bis 20ºC abgekühlt wird. Eine wünschenswerte Abkühlzeit liegt zwischen einer halben Stunde und 12 Stunden, vorzugsweise in der Praxis zwischen 1 und 6 Stunden. Als Konsequenz des Trägerbeladungsprozesses kann ein gewisser Grad an Partikelagglomeration auftreten und es kann notwendig sein, solche agglomerierten Partikel durch ein geeignetes Verfahren, wie das Zerteilen mit Hilfe einer Hammermühle, aufzubrechen.

In einer anderen Ausführungsform stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Behandlung von Erde bereit, um darauf das Auftauchen von Unkraut zu verhindern, welches umfasst:

Bilden einer wässrigen Dispersion einer wasserdispergieren Trifluralinformulierung, wie ausführlich unten beschrieben; und

Aufbringen einer herbizid wirksamen Menge der wässrigen Dispersion auf die Erde.

Weitere Details der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden Beispiele offensichtlich, die dem Zweck der Veranschaulichung hinzugefügt wurden und nicht zur Limitierung der Erfindung.

In den begleitenden Zeichnungen:

sind die Fig. 1 und 2 Diagramme, die die Herbizidaktivität von erfindungsgemäßen Trifluralinformulierungen verglichen mit einem kommerziell erhältlichen, emulgierbaren Konzentrat (E.C.) einer Trifluralinformulierung zeigen, welche nach sofortiger Inkorporation des Herbizids in die Erde (Fig. 1) und wenn dieses 48 Stunden nach dem Aufsprühen inkorporiert wird (Fig. 2) bestimmt wurde;

sind die Fig. 3, 4 und 5 DSC-Thermogramme für reines Trifluralin, Trifluralinreferenzformulierungen gemäß dieser Erfindung bzw. Trifluralin in der polymorphen Mischform; und

ist die Fig. 6 ein Diagramm, das die maximale Trifluralinbeladungskapazität der verschiedenen porösen Trägermaterialien zeigt.

BEISPIELE BEISPIEL 1

Dieses Beispiel veranschaulicht das unerwünschte Langzeitlagerungsverhalten von gelben, wasserdispergierbaren Trifluralinpulverformulierungen des Standes der Technik.

Eine gelbe, wasserdispergierbare Formulierung aus Trifluralin wurde von Dow- Elanco, USA bezogen. Nach Erhalt des Pulvers wurde es sofort bezüglich der Kurzzeitorangestabilität und der Kurzzeitgrößenstabilität bewertet und wurde auch bezüglich der Kurzzeitlagerungsstabilität bewertet. Die Protokolle dieser Bewertungen wurden oben beschrieben.

Leistungsbeurteilung:

Das Pulver bestand die Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung, fiel jedoch klar durch die Kurzzeitorangestabilitätsprüfung hindurch, da es im Wesentlichen gelb war. Nach Stehenlassen für 6 Monate wurden fokale orange Bereiche beobachtet, die sich in dem Pulver gebildet hatten und das Pulver fiel durch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung durch.

Das gealterte Pulver wurde in den Tank eines Sprühgeräts gegebenen und durch ein Sprühsystem, das Düsen vom Typ 11003 bei 200 kPa Luftdruck verwendet, bei einer Umgebungstemperatur von 18 bis 22ºC versprüht. Es wurde beobachtet, dass die Düsen innerhalb 5 Minuten der Inbetriebnahme blockiert wurden.

BEISPIEL 2

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und Beurteilung einer wasserdispergierbaren Trifluralinpulverformulierung gemäß der vorliegenden Erfindung. Diese Formulierung wurde als Referenzformulierung entwickelt und wird mit anderen Formulierungen aus späteren Beispielen verglichen.

a. Materialien:

1: Technisches Trifluralinherbizid (97% Reinheit), geliefert durch Nufarm Australia.

2: Hisil 257, ein synthetisches, präzipitiertes Siliciumdioxid mit einer Oberfläche von 190 bis 210 m²/g, hergestellt durch PPG (Taiwan), geliefert durch Abel, Lemon and Bleakely, Footscray, Melbourne, Australien.

3: Hostapon T Dispergiermittel (Natrium-N-methy-N-oleotaurat), hergestellt durch Hoechst.

4: Morwet EFW Benetzungsmittel (Sulfatalkylcarboxylat und sulfoniertes Alkylnaphthalennatriumsalz), hergestellt durch Witco, Dallas, USA.

b. Zusammensetzung der Referenzformulierung:

Technisches Trifluralin (97% rein) 56,4 Gew.-%

Hisil 257 Siliciumdioxid 35,7 Gew.-%

adsorbiertes Wasser 1,9 Gew.-%

Hostapon T Dispergiermittel 4,0 Gew.-%

Morwet EFW Benetzungsmittel 2,0 Gew.-%

Die obige Formulierung bestand zu 60 Gew.-% aus technischem Trifluralin in den Trägerpartikeln (berechnet als Gewicht des Trifluralins/Gesamtgewicht des Trifluralins plus Hisil 257 plus adsorbiertes Wasser). Dies entspricht 87% des Maximalbeladungsgrades von Trifluralin in den Trägerpartikeln (für Hisil 257), wie in Beispiel 15 bestimmt.

c. Herstellungsverfahren:

Geschmolzenes Trifluralin (240 g, 97% Reinheit) bei 100ºC wurde langsam zu Hisil 257 (160 g, 5 Gew.-% Wassergehalt), auch bei 100ºC, unter Rühren gegeben. Das Hisil 257 befand sich in einer isolierten 2 Liter Metalldose und wurde unter Verwendung eines Rührers gerührt, der aus 4 horizontalen Metallstäben bestand, die auf eine zentrale Metallachse montiert waren. Die horizontalen Stäbe erstreckten sich über 3/4 des Durchmessers der Dose. Die Rührgeschwindigkeit während der Zugabe betrug 500 rpm und die Zugabezeit betrug 5 Minuten. Nachdem der letzte Rest des Trifluralins zugegeben wurde, wurde das Rühren noch für 2 Minuten bei 1000 rpm weitergeführt. Hostapon T (17 g) und Morwet EFW (8,5 g) wurden dann unter Rühren zugegeben und das Rühren wurde bei 1000 rpm für weitere 2 Minuten fortgeführt. Das resultierende Pulver wurde dann in eine nicht isolierte 2 Liter-Metalldose in einem Raum bei 15 bis 20ºC überführt, wobei das Pulver auf diese Temperatur innerhalb 5 bis 6 Stunden abgekühlt wurde.

Das abgekühlte und kristallisierte Pulver wurde in einer Raymond-Labor- Hammermühle bei 2910 rpm durch eine Siebgröße von 1,6 mm zerkleinert und dann durch eine Siebgröße von 0,58 mm, um das Endprodukt zu liefern.

d. Leistungsbeurteilung:

Die Referenzformulierung bestand die Kurzzeitgrößenstabilitäts- und die Kurzzeitorangestabilitätsprüfungen (zuvor beschrieben). Das Pulver bestand auch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung (zuvor beschrieben) nach zwölf Monaten.

Zusätzlich wurde das Pulver bei -2ºC für eine Zeitspanne von zehn Wochen gelagert und dann einer Filterprüfung unterzogen, die auf die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung zurückzuführen ist. Das Pulver bestand diese Prüfung.

BEISPIEL 3

Dieses Beispiel veranschaulicht die Verwendung eines unterschiedlichen Herstellungsverfahrens für eine wasserdispergierbare Trifluralinpulverformulierung in Übereinstimmung mit dieser Erfindung.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die Materialien und die Zusammensetzung dieser Formulierung waren wie in Beispiel 2.

b. Herstellungsverfahren:

Das Pulver wurde wie in Beispiel 2 hergestellt, außer dass das Hostapon T und das Morwet EFW nach dem ersten Zerkleinerungsschritt mit der Hammermühle vielmehr in das kalte Pulver eingerührt wurden als in das heiße Pulver nach der Trifluralinzugabe. Die resultierende Mischung wurde dann in einer Raymond-Labor- Hammermühle bei 2910 rpm durch eine Siebgröße von 0,58 mm zerkleinert.

c. Leistungsbeurteilung:

Das Pulver bestand die Kurzzeitgrößenstabilitäts- und die Kurzzeitorangestabilitätsprüfungen (zuvor beschrieben). Das Pulver bestand auch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung (zuvor beschrieben) nach zwölf Monaten.

Zusätzlich wurde das Pulver bei -2ºC für eine Zeitspanne von zehn Wochen gelagert und dann einer Filterprüfung unterzogen, die auf die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung zurückzuführen ist. Das Pulver bestand diesen Test.

BEISPIEL 4

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Formulierung, in der das Trifluralin in der gelben, polymorphen Form vorliegt.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die Materialien und die Zusammensetzung dieser Formulierung waren wie in Beispiel 2.

b. Herstellungsverfahren:

Das Pulver wurde hergestellt, indem 12 g der Referenzformulierung (hergestellt wie in Beispiel 2) in einen durchsichtigen 50 ml Behälter gegeben wurden und dieses in einem Ofen für 12 Stunden bei einer Temperatur von 55ºC erhitzt wurde. Danach wurde das Pulver in eine konstant temperierte Umgebung von 5ºC platziert und dort für 8 Stunden abgekühlt und auskristallisiert. Es wurde beobachtet, dass die Farbe des Pulvers im Wesentlichen gelb war (das Vorliegen der gelben polymorphen Form wurde durch DSC bestätigt).

c. Leistungsbeurteilung:

Das Pulver fiel durch die Kurzzeitorangestabilitätsprüfung durch, da es im Wesentlichen die gelbe polymorphe Form aufwies. Das Pulver bestand die Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung. Jedoch fiel es nachfolgend durch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung durch.

BEISPIEL 5

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Trifluralinpulverformulierung gemäß dieser Erfindung, wobei jedoch der Gewichtsprozentanteil der Beladung von Trifluralin in dem Trägerpulver geringer ist als diejenige der Referenzformulierung (80% der Maximalbeladungskapazität verglichen mit 87%).

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien waren wie Beispiel 2, wobei die Zusammensetzung wie folgt war:

technisches Trifluralin (97% rein) 51,7 Gew.-%

Hisil 257 Siliciumdioxid 40,2 Gew.-%

adsorbiertes Wasser 2,1 Gew.-%

Hostapon T Dispergiermittel 4,0 Gew.-%

Morwet EFW Benetzungsmittel 2,0 Gew.-%

b. Herstellungsverfahren:

Das Herstellungsverfahren war wie in Beispiel 2, außer dass weniger Trifluralin zu dem Träger gegeben wurde (55 Gew.-% Beladung anstatt 60 Gew.-% Beladung). Dieser Beladungsgrad entspricht 80% des maximalen Beladungsgrads für Hisil 257 (siehe Beispiel 15).

c. Leistungsbeurteilung:

Das Pulver bestand die Kurzzeitgrößenstabilitäts- und die Kurzzeitorangestabilitätsprüfungen (zuvor beschrieben). Das Pulver bestand auch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung (zuvor beschrieben).

BEISPIEL 6

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Formulierung, die kurzzeitorangestabil, jedoch nicht kurzzeitsgrößenstabil ist.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien waren wie Beispiel 2, wobei die Zusammensetzung wie folgt war:

technisches Trifluralin (97% rein) 62,0 Gew.-%

Hisil 257 Siliciumdioxid 30,4 Gew.-%

adsorbiertes Wasser 1,6 Gew.-%

Hostapon T Dispergiermittel 4,0 Gew.-%

Morwet EFW Benetzungsmittel 2,0 Gew.-%

b. Herstellungsverfahren:

Das Herstellungsverfahren war wie in Beispiel 2, außer dass mehr Trifluralin zu dem Träger gegeben wurde (66 Gew.-% Beladung anstelle von 60 Gew.-% Beladung). Dieser Beladungsgrad entspricht 96% des maximalen Beladungsgrads für Hisil 257 (siehe Beispiel 15).

c. Leistungsbeurteilung:

Das Pulver bestand die Kurzzeitorangestabilitätsprüfung, fiel jedoch durch die Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung durch. Das Pulver fiel auch durch die Langzeitstabilitätsprüfung durch.

Es ist anzumerken, dass die Beispiele 4 und 6 zeigen, dass ein bestandenes Ergebnis in entweder der Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung oder Kurzzeitorangestabilitätsprüfung einzeln betrachtet nicht ausreichend ist, um die Langzeitstabilität einer Formulierung sicherzustellen. Überdies zeigen die Beispiele 2, 3 und 5, dass ein bestandenes Ergebnis in sowohl der Kurzzeitorangestabilitäts- als auch der Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung ein geeigneter Indikator für die Langzeitstabilität ist.

BEISPIEL 7

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Anzahl von Formulierungen, die vor der Beladung des Trifluralins 0, 3, 5 und 10 Gew.-% adsorbiertes Wasser in dem porösen Siliciumdioxidträgerpulver enthalten. Formulierungen, die vor der Beladung 3, 5 und 10 Gew.-% adsorbiertes Wasser in dem Träger enthaltene liegen innerhalb des bevorzugten Bereichs dieser Erfindung, wobei 0 Gew.-% dies nicht tut.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien sind wie in Beispiel 2. Die Pulver 7,1, 7,2, 7,3 und 7,4 entsprechen den Proben, wobei der anfängliche absorbierte Wassergehalt des Siliciumdioxidträgers 0, 3, 5 und 10 Gew.-% betrug. Nach der Beladung mit dem geschmolzenen Trifluralin lag der absorbierte Endwassergehalt der Proben in dem Bereich von 0 bis 3 Gew.-% und die Zusammensetzungen der Pulver waren wie in Beispiel 5, außer dass der entsprechende Wert an absorbiertem Wasser 0, 1,3, 2,1 bzw. 3 Gew.-% betrug.

b. Herstellungsverfahren:

Eine Serie von Pulvern mit variierendem absorbiertem Wassergehalt wurden wie in Beispiel 5 hergestellt. Es wurde speziell darauf achtgegeben, den vom Träger absorbiertem Wassergehalt vor der Beladung mit dem Trifluralin zu überwachen. Um ein Pulver herzustellen, in dem kein Wasser vorliegt, wurde der Träger Hisil 257 für 24 Stunden in einer offenen Metalldose bei 105ºC getrocknet. Ein Gewichtsverlust von 6,7 Gew.-% wurde beobachtet. Der gleiche Gewichtsverlust wurde auch beobachtet für eine kleine Probe von Hisil 257, die für 24 Stunden bei 105ºC getrocknet wurde. Um ein Pulver herzustellen, das 3 bis 5 Gew.-% adsorbiertes Wasser enthält (vor der Beladung mit dem Trifluralin) wurde der Träger Hisil 257 in einer Metalldose mit lockerem Deckel bei 105ºC erhitzt und das Gewicht wurde überwacht, bis ein Gewichtsverlust beobachtet wurde, der dem überschüssigen Wasser oberhalb 3 bis 5 Gew.-% entspricht. Für einen Wassergehalt von 10 Gew.-% (vor der Beladung mit dem Trifluralin) wurde zusätzliches Wasser in den Träger gesprüht. c. Leistungsbeurteilung:

Wie man anhand dieser Ergebnisse leicht sehen kann, bestand das Pulver das unter Verwendung eines wässrigen Trägerpulvers hergestellt wurde, die Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung, fiel jedoch durch die Kurzzeitorangestabilitätsprüfung durch. Dieses Pulver fiel auch die Langzeitstabilitätsprüfung durch.

BEISPIEL 8

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Vielzahl von Formulierungen, wobei die Trifluralinreinheit im Bereich von 90, 93, 95, 97 Gew.-% variierte. Formulierungen, die 93, 95 und 97 Gew.-% reines Trifluralin enthielten, fallen in den bevorzugten Bereich dieser Erfindung, wobei 90 Gew.-% außerhalb davon Liegt.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien waren wie in Beispiel 2 mit den in der Tabelle unten beschriebenen Zusammensetzungen (Pulver 8,1, 8,2, 8,3 und 8,4 entsprechen 90, 93, 95 und 97% Trifluralinreinheit):

b. Herstellungsverfahren:

Technisches Trifluralin (96 bis 98% Reinheit) wurde in 20 kg Eimern gezogen. Dies wurde bei 55ºC in einem Ofen geschmolzen, gerührt um es zu homogenisieren und in zwei Liter Dosen abdekantiert. Während der Kristallisation trennte sich eine ölige Verunreinigung ab, die gesammelt wurde. Dieses Material bestand zu ungefähr 50% aus Trifluralin und 50% aus verschiedenen Reaktionsnebenprodukten. Das so gesammelte Öl wurde zurück zu dem technischen Trifluralin gegeben, um die Reinheit unter Verwendung des normalen Spektrums an Verunreinigungen, die in den Herstellungsproben vorliegen können, einzustellen. Eine Serie von Pulvern wurde dann wie in Beispiel 2 hergestellt unter Verwendung von Trifluralin mit der eingestellten Reinheit von 90, 93, 95 und 97 Gew.-% an Wirkstoff. c. Leistungsbeurteilung:

Es hat sich gezeigt, dass die Formulierung, die Trifluralin nur in einer Reinheit von 90 Gew.-% enthielt, einen erhöhten amorphen Gehalt (20%) aufwies und einen bedeutsamen Rückstand in der Filterprüfung hinterließ. Diese Formulierung fiel auch durch alle Prüfungen durch.

BEISPIEL 9

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Anzahl von Formulierungen, wobei die innere Oberfläche der Siliciumdioxidträger in dem Bereich von 200 bis 450 mVg variierte und wobei die Beladung des Trägerpulvers mit Trifluralin in Gew.-% in dem Bereich von 87, 90 und 95% des experimentell bestimmten maximalen Beladungsgrads variiert wurde (beschrieben in Beispiel 15).

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien waren wie in Beispiel 2 und zusätzlich wurden zwei neue Träger, Hisil HOA und Sipernat 50S, wie folgt verwendet:

1: Hisil HOA, ein synthetisches, präzipitiertes Siliciumdioxid mit einer Oberfläche von 155 m²/g, hergestellt durch PPG (Taiwan), geliefert durch Abel, Lemon and Bleakely, Melbourne, Australien.

2: Sipernat 50S, ein synthetisches, präzipitiertes Siliciumdioxid mit einer Oberfläche von 450 m²/g, hergestellt durch Degussa, geliefert durch Degussa, Australien.

Die Pulverzusammensetzungen (Gew.-%) sind in der Tabelle unten aufgelistet (Pulver 9,1, 9,2 und 9,3 entsprechen Hisil 257, beladen mit 80, 87 und 95% der maximalen Beladung, Pulver 9,4, 9,5 und 9,6 entsprechen Hisil HOA, beladen mit 80, 37 und 95% der maximalen Beladung, während Pulver 9,7, 9,8 und 9, 9 Sipernat 50S, beladen mit 80, 87 und 95% der maximalen Beladung entsprechen):

b. Herstellungsverfahren

Eine Serie von Pulvern wurde wie in Beispiel 2 hergestellt, außer, dass der Trägerbeladungsgrad variiert wurde und drei Träger verwendet wurden. c. Leistungsbeurteilung:

Anhand der obigen Ergebnisse kann gezeigt werden, dass Formulierungen von Partikeln, deren innere Oberfläche 450 m²/g betrug, bei allen verwendeten Trifluralinbeladungen durch die Langzeitlagerungsstabilitätsprüfung durchfielen. Bei den anderen, zeigte sich Hisil HOA stabil bei allen untersuchten Beladungen, während Hisil 257 unstabil bei dem größten Beladungsgrad war. Die Pulver, die unter Verwendung der Träger Hisil 257 und Hisil HOA hergestellt wurden, fielen innerhalb die bevorzugten Bereiche der Erfindung, in dem Fall wenn die Pulver innerhalb 80 und 87% der maximalen Beladung beladen waren (beschrieben in Beispiel 15).

BEISPIEL 10

Dieses Beispiel zeigt den Einfluss (sowohl positiv als auch negativ) verschiedener Additive auf die in Beispiel 2 beschriebene Referenzformulierung.

a. Materialien und Zusammensetzung:

1. Kaolin RF, ein 99%-iges Aluminiumsilikat, weniger als 53 um, hergestellt durch Commerical Minerals, Australien.

2: Mica, ein Kaliumaluminiumsilikat, hergestellt durch Commercial Minerals, Australien, geliefert durch Commerical Minerals, Australien.

3: Natriumchlorid, AR-Grad.

4: Calciumchlorid, AR-Grad.

5: Benzoesäure, AR-Grad.

6: Harnstoff, AR-Grad.

7: DS1850, ein Zusatzstoff, umfassend einen Harnstoffkomplex aus Polyoxyethylenalkylether, hergestellt durch ICI, Australien, geliefert durch ICI, Australien.

8: Vansil W30, ein Calciummetasilikatpulver, hergestellt durch R. T. Vanderbilt, Connecticut, USA.

9: Clayflokaolin, ein 98%-iges hydriertes Aluminiumsilikat < 20 Mikrometer, hergestellt durch Commercial Minerals, Australien, geliefert durch Commercial Minerals, Australien.

Die Zusammensetzung der Pulver, die mit 10.1 bis 10.9 bezeichnet sind, entsprechen den Zusätzen 1 bis 9 gemäß der obigen Liste:

technisches Trifluralin (97% rein) 51,9 Gew.-%

Hisil 257-Siliciumdioxid 32,9 Gew.-%

adsorbiertes Wasser 1,7 Gew.-%

Hostapon T-Dispergiermittel 3,7 Gew.-%

Morwet EFW-Benetzungsmittel 1,8 Gew.-%

Zusätze 1 bis 9, wie oben 8,0 Gew.-%

b. Herstellungsverfahren:

Zu 46 g der Referenzformulierung in einer 1 Liter Metalldose wurden 4 g des Additivs von Interesse (zuvor zerkleinert, wenn notwendig und auf -106 um gesiebt) zugegeben. Der Deckel wurde gesichert und die Dose wurde mit der Hand für 60 Sekunden stark geschüttelt, um zu mischen. Die Proben wurden dann einem Temperaturwechsel auf die übliche Art und Weise unterzogen.

c. Leistungsbeurteilung:

In der Tabelle unten stellen die Proben 10,1 bis 10,9 Referenzformulierungen plus 8% Additiv dar, wie sie in der obigen Zusammensetzungsliste aufgeführt sind, die Probe 10.10 stellt nur eine Referenzformulierung dar.

BEISPIEL 11

Dieses Beispiel zeigt, dass Hostapon T, ein Taurin-artiges Dispergiermittel, zu wasserdispergierbaren Trifluralinformulierungen mit guten Dispersionseigenschaften führt.

Hostapon T wurde mit den Dispergiermitteln Morwet D 425, Borresperse NA und Polyfon H in Gegenwart einer festgesetzten Menge an Benetzungsmittel Morwet EFW verglichen.

a. Materialien:

1: Hostapon T, ein Natrium-N-methyl-N-oleotaurat, hergestellt durch Hoechst.

2: Morwet EFW, ein Sulfatalkylcarboxylat und ein sulfoniertes Alkylnaphthalennatriumsalz, hergestellt durch Witco, Dallas, USA.

3: Morwet D 425, ein Natriumnaphthalenformaldehydkondensat, hergestellt durch Whitco, Dallas, USA.

4: Polyfon H, ein sulfoniertes Lignosulfonatnatriumsalz, hergestellt durch Westvaco, USA.

5: Borresperse NA, ein sulfoniertes Lignosulfonatnatriumsalz, hergestellt durch Borregaard, Sarpsborg, Norwegen, geliefert durch Internationale Sales and Marketing, Australien.

b. Herstellungsverfahren:

Trifluralinpulver wurde wie in Beispiel 3 hergestellt und in Abwesenheit jeglichen Benetzungsmittels oder Dispergiermittels mit Hilfe einer Hammermühle zerteilt. Die Benetzungsmittel und Dispergiermittel von Interesse wurden zu 5 g des Pulvers in einem 50 ml Behälter gegeben und für 60 Sekunden stark geschüttelt, um sie zu vereinigen. Für einzelne Komponenten wurden 6 Gew.-% verwendet. Für zwei Komponenten wurde das Benetzungsmittel in einer Menge von 2 Gew.-% zugegeben und das Dispergiermittel in einer Menge von 4 Gew.-%. Für drei Komponenten wurden alle in einer Menge von 2 Gew.-% zugegeben. 2 g der Mischung wurden dann unter schnellem magnetischem Rühren in 98 ml Wasser geschüttet und die Benetzungszeit notiert. Die Dispersion wurde für 2 Minuten gerührt und dann in ein 100 ml Teströhrchen geschüttet. Man ließ die Proben für 18 Stunden absitzen und die Proben wurden dann vollständig durch mehrfache Umkehrungen des verschlossenen Teströhrchens resuspendiert. Die Proben wurden dann visuell auf Vorhandensein von ausgeflockten Aggregaten begutachtet. Gute Formulierungen waren gekennzeichnet durch die Abwesenheit von Flocken. c. Ergebnisse:

Anhand dieser Ergebnisse wird klar, dass das Vorliegen von Hostapon T die Dispersionseigenschaften der Referenzformulierung verbesserte.

BEISPIEL 12

Dieses Beispiel zeigt, dass ein langsames Abkühlen während der Herstellung unerwünschte Lagerungseigenschaften verursacht. Das heiße Pulver wurde nach der Herstellung langsam abgekühlt in solch einer Art und Weise, dass es 28ºC nach 12 Stunden erreichte und dann auf Umgebungstemperatur abgekühlt wurde ("langsames Abkühlen"). Das Pulver wurde mit Pulver verglichen, das schrittweise auf eine solche Art und Weise abgekühlt wurde, dass es 22ºC nach 6 Stunden erreichte ("normales Abkühlen").

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die Materialien und die Zusammensetzung der in dieser Formulierung verwendeten Pulver waren wie in Beispiel 2.

b. Herstellungsverfahren:

Das Herstellungsverfahren war wie in Beispiel 2, außer, dass der Abkühlungsbereich geeignet modifiziert wurde. c. Leistungsbeurteilung:

Ein langsames Abkühlen verursachte ein Durchfallen durch die Kurzzeitorangestabilitätsprüfung aufgrund der hohen Mengen an amorphen Partikeln. Dies führte zum Durchfallen in der Kurzzeitgrößenstabilitätsprüfung und nachfolgend in der Langzeitstabilitätsprüfung.

BEISPIEL 13

Dieses Beispiel zeigt, dass die erfindungsgemäßen Formulierungen eine gleichwertige oder bessere Bioaktivität aufweisen, wenn sie mit einer kommerziell erhältlichen Trifluralinformulierung, die als emulgierbares Konzentrat formuliert wurde, verglichen wird.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Kommerziell emulgierbares Trifluralinkonzentrat (EC) (400 gh Trifluralin) wurde durch Nufarm, Australien hergestellt und durch Nufarm, Australien geliefert. Alle anderen Materialien waren wie zuvor beschrieben. Das Pulver, das mit 13,1 bezeichnet wird, war die Referenzformulierung und das Pulver, das mit 13,2 bezeichnet wird, war die Referenzformulierung +8 Gew.-% Kaolin RF.

b. Herstellungsverfahren:

Die Pulver wurden wie in Beispiel 2 hergestellt. Das Beurteilungsverfahren der Herbizidaktivität ist oben beschrieben.

c. Ergebnisse:

Die Ergebnisse (Auftauchen von Unkraut in % als Funktion der Aufsprührate des Herbizids) für einen herkömmlichen Gewächshausversuch sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt und unten in einer Tabelle zusammengefasst. Anhand der Figuren zeigt sich, dass die Formulierungen dieser Erfindung wenigstens eine gleiche Herbizidaktivität zeigen, wenn sie mit der herkömmlichen Formulierung verglichen werden.

Sofortige Inkorporation in die Erde (Fig. 1):
48 Stunden-verzögerte Inkorporation in die Erde (Fig. 2):

Eine Zusammenfassung der Herbizidaktivität kann als Herbizidrate (g/ha) ausgedrückt werden, die benötigt wird, um das Auftauchen von Unkraut auf 50% (ED50) zu reduzieren. Dieses Ergebnis ist unten für mehrere Bestimmungen aufgelistet:

Es wurde kein signifikanter Unterschied in ED50 bei einer sofortigen Inkorporation zwischen den verschiedenen Formulierungen gefunden. Bei verzögerter Inkorporation (48 Stunden) waren die erfindungsgemäßen Formulierungen (13,1 und 13,2) etwas wirksamer (niedriger ED50) als das kommerziell erhältliche emulgierbare Konzentrat (EC).

BEISPIEL 14

Dieses Beispiel veranschaulicht die Verwendung von Differenzialscanningkalorimetrie (DSC) bei der Bestimmung, ob Trifluralin in einer Formulierung in der orangen oder gelben polymorphen Form (der amorphe Zustand kann durch Mikroskopie festgestellt werden) vorliegt.

a. Materialien und Methode: 1: Probenherstellung:

Referenztrifluralin mit einer Reinheit > 99,9 Gew.-% (die Reinheit wurde bestimmt durch Kapillargaschromatographie) wurde durch Rekristallisation von technischem Trifluralin aus Methanol hergestellt und wurde in einem Ofen bei 44ºC für eine Zeitspanne von 1 Stunde wärmebehandelt. Dieser Schritt ist notwendig, um sicherzustellen, dass keine gelbe, polymorphe Trifluralinform vorliegt. Die Probe wurde mit einem Mörser und Pistill vor ihrer Verwendung zerkleinert. Die gelbe polymorphe Form wurde hergestellt durch Schmelzen der orangen Form bei 55ºC, gefolgt von schnellem Abkühlen auf < 0ºC. Die Probe wurde bei < 0ºC gehalten und innerhalb 6 Stunden verwendet. Die Herstellung für das DSC muss schnell sein und die Probe muss unverzüglich durchlaufen, um eine teilweise Zustandsumwandlung zwischen den verschiedenen polymorphen Formen zu vermeiden, bevor die Bestimmung abgeschlossen ist.

Mit orangem, polymorphem Referenztrifluralin beladenes Pulver, das wie in Beispiel 2 hergestellt wurde, wurde ohne weitere Verarbeitung verwendet. Für die gelbe polymorphe Form, wurde das orange, polymorphe Referenzpulver auf 55ºC erhitzt, um das Trifluralin zu schmelzen und dann schnell auf < 0ºC abgekühlt.

Die oben gemachten Beobachtungen für das gelbe, polymorphe Referenztrifluralin treffen auch hier zu.

Normale Pulverproben wurden ohne weitere Verarbeitung untersucht.

2: Geräteausrüstung:

Das verwendete Gerät war ein Perkin-Elmer PC Series DSC-7. Eine Kalibrierung wurde unter Verwendung eines hochreinen Indiumstandards und eines hochreinen p-Nitrotoluolstandards (beachte: dieses Material liegt in mehr als einer polymorpher Form vor, um die Reinheit sicherzustellen, wurde die Probe in einem Ofen bei 48 ºC für eine Stunde hitzebehandelt und in einem Mörser mit Pistill vor der Verwendung zerkleinert) durchgeführt. In einem typischen Lauf wurden 5 bis 10 mg der Probe in eine Aluminiumschale eingewogen und verschlossen. Diese wurde in das DSC platziert und thermische Übergänge in dem Bereich von 20 bis 60ºC wurden durch Scanning bei einer Rate von 5ºC/min beobachtet.

b. Ergebnisse:

Die DSC-Ergebnisse für reines Trifluralin sind in der beigefügten Fig. 3 gezeigt. Anhand dieser Figur wird gezeigt, dass der Schmelzpunkt der gelben Form niedriger ist als der, der orangen Form. Dies ist in der Tabelle unten zusammengefasst.

Die DSC-Ergebnisse für das Referenztrifluralinpulver sind in Fig. 4 gezeigt. Diese Figur zeigt die Senkung des Schmelzpunktes, die beobachtet wird, wenn das Trifluralin in einen Träger geladen wird. Die Figur zeigt auch die Auswirkung von niedriger Trifluralinreinheit, das Referenzpulver wurde hergestellt unter Verwendung von Trifluralin mit einer Reinheit von 97%. Dies verursacht eine Verbreiterung des Peaks und eine Verringerung der Übergangsenergie. Dies ist in der Tabelle unten zusammengefasst.

Fig. 5 zeigt das DSC-Ergebnis für eine Probe, die polymorphe Mischformen enthält. Diese wurde hergestellt durch Mischen einer geringen Menge von orangem polymorphem Pulver (d.h. Referenzpulver) mit speziell hergestelltem gelben Referenzpulver und schnellem Durchlaufen der DSC.

Bemerkungen:

1. Der Beginn entspricht dem normalen Schmelzpunkt.

2. Referenzpulver, hergestellt unter Verwendung von 97% reinem Trifluralin.

3. Die Temperaturergebnisse für die polymorphen Mischproben sind für den gelben polymorphen Peak.

BEISPIEL 15

Dieses Beispiel beschreibt ein Verfahren durch welches die maximale Trifluralinbeladungskapazität eines porösen Trägers bestimmt werden kann.

a. Materialien:

Die verwendeten Materialien entsprechen den in den vorherigen Beispielen verwendeten.

b. Verfahren:

Eine Serie von Pulverproben (wobei jede 3 g des unbeladenen Trägerpulvers enthält) wurde in einem offenen Glasbehälter für 2 Stunden auf 105ºC erhitzt. Verschiedene Mengen an geschmolzenem Trifluralin (bei 80ºC) wurden zu den heißen Trägerpulvern unter Rühren für 2 Minuten gegeben. Die Proben wurden zum Abkühlen und Auskristallisieren bei 15 bis 20ºC für 24 Stunden stehengelassen. Eine Kristallisation in der orangen Form wurde durch Animpfen der Proben mit einer kleinen Menge der Referenzformulierung nach 1 Stunde Abkühlung gefördert. Jede Probe wurde durch ein 250 um Sieb gegeben und die Stampfdichte gemessen. Diese wurde gegen den Prozentanteil der Trifluralinbeladung aufgetragen. Die Dichte-gegen-Trifluralinbeladung-Kurve ist in zwei Bereichen linear - einem unterhalb und einem oberhalb des Punkts der maximalen Beladung. Der extrapolierte Schnittpunkt dieser zwei Linien wurde notiert. Dieser Schnittpunkt wurde als maximale Trifluralinbeladung des Trägers herangezogen.

c. Ergebnisse:

Die obige Prozedur ist in Fig. 6 für die drei Trägerpulver dargestellt, die in Beispiel 9 eingeführt wurden. Die experimentell bestimmten maximalen Beladungsgrade aus Beispiel 6 wurden verwendet, um die benötigten Beladungsgrade für alle Beispiele zu berechnen.

BEISPIEL 16

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Anzahl von Formulierungen, in denen mehrere chemisch und physikalisch unterschiedliche Träger verwendet wurden und in denen der Gewichtsanteil der Beladung an Trifluralin in dem Trägerpulver in dem Bereich von 87, 90 und 95% des experimentell bestimmten maximalen Beladungsgrades (Verfahren beschrieben in Beispiel 15) variiert wurde.

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in diesen Formulierungen verwendeten Materialien waren wie in Beispiel 2. Zusätzlich wurden drei neue Träger, Filtercel, Zeolex 7-A und Hubersorb 600, verwendet.

1: Filtercel, eine Diatomeenerde (die hauptsächlich natürliches Siliciumdioxid mit geringen Mengen an Aluminium- und Eisenoxid und Spuren anderer Oxide umfasst), welche von Skelettüberresten einzelliger Wasserpflanzen, bekannt als Diatomee mit einer Oberfläche < 50 m²/g, abgeleitet ist, hergestellt durch Manville, USA, geliefert durch Filchem, Australien. Die Partikel aus diesem Material weisen eine heterogene Struktur auf, was die breite Vielfalt von Diatomeespezien, aus denen das Material abgeleitet ist, reflektiert.

2: Zeolex 7-A, ein synthetisches präzipitiertes Natriumaluminosilikat mit einer Oberfläche von 115 m²/g, hergestellt durch J. M. Huber Corp., USA, geliefert durch Abel, Lemon and Bleakely, Melbourne, Australien.

3: Hubersorb 600, ein synthetisches, präzipitiertes Calciumsilikat mit einer Oberfläche von 300 m²/g, hergestellt durch J. M. Huber Corp., USA, geliefert durch Abel, Lemon and Bleakely, Melbourne, Australien.

Die Pulverzusammensetzungen (Gew.-%) sind in der Tabelle unten aufgelistet (die Pulver 16,1, 16,2 und 16,3 entsprechen Filtercel, beladen mit 80, 87 und 95% der maximalen Beladung, die Pulver 16,4, 16,5 und 16,6 entsprechen Zeolex 7-A, beladen mit 80, 87 und 95% der maximalen Beladung; die Pulver 16,7, 16,8 und 16,9 entsprechen Hubersorb 600, beladen mit 80, 87 und 95% der maximalen Beladung).

Bemerkungen: Zeolex 7-A und Hubersorb 600 enthalten zusätzlich zu physikalisch gebundenem Wasser chemisch gebundenes Wasser. Die Bezeichnung "Hydratationswasser" bezeichnet den früheren Zustand und die Bezeichnung "adsorbiertes Wasser" bezeichnet den späteren Zustand.

b. Herstellungsverfahren:

Eine Serie von Pulvern wurde wie in Beispiel 2 hergestellt, außer, dass der Trägerbeladungsgrad variierte und die drei Träger verwendet wurden. c. Leistungsbeurteilung:

Anhand der obigen Beispiele wird gezeigt, dass sich die Filtercelpulver nur bei der niedrigen Beladung gut verhielten. Eine Aggregation der Partikel trat bei den zwei höheren Beladungen auf. Die Zeolex 7-A Pulver verhielten sich gut bei der hohen Beladung. Bei der niedrigen Beladung wurde eine große Menge an amorphem Trifluralin beobachtet. Im Fall von Hubersorb 600 wurde eine große Menge an amorphem Trifluralin bei der niedrigen Beladung beobachtet. Bei der hohen Beladung trat aufgrund des überschüssigen Trifluralins eine Aggregation der Partikel auf.

BEISPIEL 17

Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung und die Beurteilung einer Formulierung, wobei die angewendete Kühlrate schneller war als für die Referenzformulierung (Beispiel 2).

a. Materialien und Zusammensetzung:

Die in dieser Formulierung verwendeten Materialien waren wie in Beispiel 2. Die Zusammensetzung war wie in Beispiel 2.

b. Herstellungsverfahren:

Die Formulierung wurde wie in Beispiel 3 hergestellt, mit den folgenden Ausnehmen:

nach der Beladung des geschmolzenen Trifluralins wurde das Pulver in zwei Proben, die mit 17,1 und 17,2 bezeichnet wurden, unterteilt und wie unten ausführlich beschrieben abgekühlt:

Probe 17,1 (nach der Herstellung bei 58ºC) wurde in einer 1 Liter Dose bei 18 bis 21ºC abgekühlt und es zeigte sich, dass sie nach drei Stunden Abkühlung 25ºC in ihrem Kern erreicht hatte. Die Kristallisation in der orangen polymorphen Form begann nach 30 Minuten, war jedoch bis nach 5,5 Stunden Abkühlung noch nicht vollständig (bestätigt durch die orange Farbe und die Abwesenheit von amorphem Trifluralin durch Mikroskopie). Das Pulver wurde für 24 Stunden ruhen gelassen, dann wurden Morwet EFW und Hostapon T zugegeben und das Pulver wurde in einer Raymond- Labor-Hammermühle bei 2950 rpm durch eine Siebgröße von 1,5 und 0,58 mm zerkleinert.

Probe 17,2 (nach der Herstellung bei 58ºC) wurde als 5 mm dicke Schicht auf einen 300 · 300 mm Boden aus rostfreiem Stahl aufgebracht und auf eine Umgebungstemperatur von 22ºC in einem leichten Luftzug abgekühlt. Es zeigte sich, dass diese Probe nach 30 Minuten auf 25ºC abgekühlt war und nach 60 Minuten auf 23ºC, Eine Kristallisation in die orange polymorphe Form erfolgte nach 15 Minuten der Kühlung und war nach 90 Minuten abgeschlossen (bestätigt durch die orange Farbe und die Abwesenheit von amorphem Trifluralin durch Mikroskopie). Nach zwei Stunden wurden Morwet EFW und Hostapon T zugegeben und das Pulver wurde in einer Raymond-Labor-Hammermühle bei 2950 rpm durch eine Siebgröße von 1,6 und 0,58 mm zerkleinert. c. Leistungsbeurteilung:

Anhand dieser Ergebnisse zeigt sich, dass eine schnelle Abkühlung auf eine Umgebungstemperatur von 22ºC nicht nachteilig für die Produkteigenschaften ist. Dies steht im Gegensatz zu der schnellen Abkühlung auf eine Umgebungstemperatur von 5ºC (siehe Beispiel 4), die in einer Bildung der gelben, polymorphen Form resultierte.


Anspruch[de]

1. Feste, wasserdispergierbare, lagerstabile Trifluralinformulierung umfassend Trifluralin, das innerhalb poröser, fein verteilter Trägerpartikel absorbiert vorliegt, wobei das Trifluralin orange-stabil ist und die Partikel der Formulierungen größenstabil sind,

wobei eine orange-stabile Trifluralinformulierung definiert ist als eine Formulierung, in der - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach einer Wärmebeanspruchungsprüfung - mehr als 80% des Trifluralins in einer orangen, polymorphen Form vorliegt und weniger als 15% des Trifluralins in einem amorphen Form vorliegt und jegliche lokalen Bereiche der Probe, die im wesentlichen gelbes, polymorphes Trifluralin enthalten, einen Durchmesser von 2 mm oder weniger aufweisen; und

wobei eine größenstabile Trifluralinformulierung definiert ist als eine Formulierung, bei der - sowohl vor als auch innerhalb 24 Stunden nach einer Wärmebeanspruchungsprüfung - die Partikelgröße 125 um nicht übersteigt; und

wobei die Wärmebeanspruchungsprüfung definiert ist als das Aufheizen der Trifluralinformulierung von 25ºC auf 55ºC über 6 Stunden, das Halten derselben bei 55ºC über 6 Stunden, das Abkühlen derselben auf 25ºC über 6 Stunden und das Halten derselben bei 25ºC über 6 Stunden.

2. Formulierung nach Anspruch 1, wobei das in den Poren der Trägerpartikel vorliegende Trifluralin weniger als 95% des Porenvolumens des Trägers einnimmt.

3. Formulierung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Trifluralin 50 bis 70 Gew.-% der Formulierung umfasst.

4. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei wenigstens 80% des Trifluralins in der orangen, polymorphen Form vorliegen.

5. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei höchstens 15% des Trifluralins in der amorphen, polymorphen Form vorliegen.

6. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Trifluralin eine Reinheit von 93 bis 99 Gew.-% aufweist.

7. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, die weiter wenigstens ein kompatibles Benetzungsmittel- und/oder Dispergiermittel-Additiv enthält.

8. Formulierung nach Anspruch 7, wobei das Additiv ein Dispergiermittel ist und in einer Menge von 2 bis 10 Gew.-% der Formulierung vorliegt.

9. Formulierung nach Anspruch 7, wobei das Dispergiermittel Hostapon T ist.

10. Formulierung nach Anspruch 7, wobei das Additiv ein Benetzungsmittel ist und in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-% der Formulierung vorliegt.

11. Formulierung nach Anspruch 7, wobei das Benetzungsmittel Morwet EFW ist.

12. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Trägerpartikel fein verteilte, poröse, anorganische Partikel sind, die eine Oberfläche von wenigstens 60 m²/g aufweisen;

13. Formulierung nach Anspruch 12, wobei die anorganischen Partikel Siliziumdioxid- oder Silikatpartikel sind.

14. Formulierung nach Anspruch 13, wobei die Siliziumdioxid- oder Silikatpartikel eine Oberfläche von 100 bis 300 m²/g aufweisen.

15. Formulierung nach Anspruch 13, wobei die Siliziumdioxid- oder Silikatpartikel vor der Beladung des Trifluralins einen Gehalt an absorbiertem Wasser von 2 bis 12 Gew.-% aufweisen.

16. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Trägerpartikel eine Partikelgröße aufweisen, die 70 um nicht übersteigt.

17. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, die weiter wenigstens einen anderen partikulären, aktiven Bestandteil umfasst.

18. Formulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, die weiter einen pulverisierten Ton umfasst.

19. Verfahren zur Herstellung einer festen, wasserdispergierbaren, lagerstabilen Trifluralinformulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, das die Schritte des Zugebens des geschmolzenen Trifluralins zu den erhitzten Trägerpartikeln, des Haltens der Mischung für einen ausreichenden Zeitraum bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes des Trifluralins, damit im wesentlichen das gesamte Trifluralin durch die Trägerpartikel absorbiert wird und dann des schrittweisen Abkühlens der Trägerpartikel über einen Zeitraum von 1/2 bis 12 Stunden auf eine Temperatur im Bereich von 15 bis 25ºC, umfasst.

20. Verfahren nach Anspruch 19, das weiter den Schritt des Zerteilens des abgekühlten Produktes mit Hilfe einer Hammermühle umfasst.

21. Verfahren nach Anspruch 19 oder Anspruch 20, wobei die Trägerpartikel über einen Zeitraum von 1 bis 6 Stunden auf eine Temperatur im Bereich von 15 bis 20ºC abgekühlt werden.

22. Verfahren zur Behandlung von Erde, um darauf das Auftauchen von Unkraut zu verhindern, das umfasst:

Bilden einer wässrigen Dispersion einer wasserdispergierbaren Trifluralinformulierung nach einem der Ansprüche 1 bis 18; und

Aufbringen einer herbizid wirksamen Menge der wässrigen Dispersion auf die Erde.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com