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Dokumentenidentifikation DE69614592T2 23.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0730907
Titel System zum Überführen von Gegenständen durch eine Öffnung
Anmelder The Boc Group, Inc., Murray Hill, N.J., US
Erfinder Renzi, Ernesto, Youngstown, New York 14174, US;
Krikhaar, Johannes, 5521 KD Eersel, NL
Vertreter Fleuchaus & Gallo, 86152 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69614592
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.03.1996
EP-Aktenzeichen 963015698
EP-Offenlegungsdatum 11.09.1996
EP date of grant 22.08.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.2002
IPC-Hauptklasse B01L 1/02
IPC-Nebenklasse B25J 21/02   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft ein Transferschleusensystem zum Überführen von Gegenständen zwischen zwei sterilen Umgebungen, die dafür ausgebildet sind, durch eine Ankuppeloperation in enge Nähe zueinander gebracht zu werden. Mehr im einzelnen bezieht sich die Erfindung auf ein Transferschleusensystem, bei welchem eine oder beide der sterilen Umgebungen auch eine Vakuumumgebung wie beispielsweise ein Gefriertrockner ist und die andere der sterilen Umgebungen eine Isolierkammer ist, die einen zum Ankuppeln an den Gefriertrockner ausgebildeten Ladewagen ist.

Viele industrielle Prozesse erfordern die Aufrechterhaltung reiner steriler Bedingungen während der Produktherstellung und der Verpackung. Dieses Erfordernis ist nirgendwo größer als in der pharmazeutischen Industrie, wo Produkte unter vorgegebenen Bedingungen der Sterilität hergestellt und verpackt werden, um eine bakterielle Verunreinigung zu verhindern. Bei der Verpackung pharmazeutischer Produkte werden Glasfläschchen gewaschen und dann durch einen Sterilisiertunnel zu einer Füllmaschine befördert, die eine sterile Umgebung bereitstellt, um die Glasfläschchen mit Produkt zu füllen und sie lose mit Stopfen zu verschließen. Danach wandern die Glasfläschchen in einen reinen Raum, wo sie auf einem Sammeltisch gesammelt werden. Die Glasfläschchen werden dann auf einen Ladewagen geladen, nämlich ein motorisiertes Fahrzeug, das dafür ausgelegt ist, die Glasfläschchen zu einem Portal eines Gefriertrockners zu befördern, das in den reinen Raum hineinragt. Der Ladewagen hat einen Gleittisch, der in das Gefriertrocknerportal hineinragt, um das Verschieden der Glasfläschchen auf die Gefriertrocknertabletts zu ermöglichen. Jedes Gefriertrocknertablett wird in eine Ladeposition angehoben, beladen und angehoben, um das nächste darunterliegende Tablett in die Ladeposition zu heben. Beim Abschluß der Gefriertrocknungsoperation drückt ein hydraulischer Stempel innerhalb des Gefriertrockners die Stopfen in die Glasfläschchen.

Es ist klar, dass die Unterhaltung eines reinen Raums eine teure Angelegenheit ist. Darüber hinaus müssen die Arbeiter mit reinen Anzügen bekleidet sein, die unbequem sind und es erforderlich machen, den reinen Raum zum Entspannen und Ausruhen zu verlassen.

Die EP-A 0 662 373 (Anmeldetag 06.01.1995, Prioritätstag 07.01.1994, Veröffentlichungstag 12.07.1995) beschreibt ein abgeschlossenes System zum Erleichtern der Übergabe von Material zwischen zwei Umgebungen.

Die Erfindung beinhaltet ein Transferschleusensystem, das besonders geeignet zur Verwendung bei der Bereitstellung einer sterilen Schnittstelle zwischen einem Sammeltisch und einem Ladewagen und auch einer sterilen Schnittstelle zwischen dem Ladewagen und einem Gefriertrockner ist, um den Reinraum zu eliminieren. Die Erfindung ist nicht auf Gefriertrocknungsanwendungen beschränkt.

Gemäß der Erfindung ist eine Transferschleuse zwischen zwei sterilen Umgebungen einer gekuppelten und einer ungekuppelten Position vorgesehen, wobei der Schleusenmechanismus umfasst:

zwei Türrahmen, die mit den Umgebungen verbunden sind, und zwei Türen, die mit den beiden Türrahmen so verbunden sind, dass, wenn die beiden sterilen Umgebungen sich in der gekuppelten Position befinden, die zwei Türrahmen und die zwei Türen sich nebeneinander und in fester mechanischer Berührung miteinander befinden, und, wenn die beiden sterilen Umgebungen sich in der ungekuppelten Stellung befinden, die beiden Türrahmen voneinander beabstandet sind, und die beiden Türen die beiden sterilen Umgebungen jeweils verschließen,

wobei die Türrahmen und die Türen eine möglicherweise nicht sterile periphere Verbindung an der Außenperipherie der beiden Türen haben, wenn diese aneinander anliegen,

Türverbindungsmittel zum Verbinden der beiden Türen miteinander, wenn die beiden sterilen Umgebungen in der gekuppelten Position sind,

Öffnungsmittel zum Öffnen der Transferschleuse, wobei die Öffnungsmittel Mittel zum Bewegen der Türen, wenn diese miteinander verbunden sind, zwischen einer Schließstellung, in der die beiden sterilen Umgebungen verschlossen sind, und einer von den beiden Türrahmen entfernten Offenstellung aufweisen, die einen Transport durch die beiden Türrahmen und zwischen den beiden sterilen Umgebungen ermöglichen, und

Heizmittel zum Beheizen und dadurch Sterilisieren der möglicherweise nicht sterilen peripheren Verbindung,

wobei die Heizmittel in mindestens einem der beiden Türrahmen innere Kanäle zur Zirkulation eines Wärmeübertragungsmediums zum Beheizen der beiden Türrahmen und der zwei Türen und dadurch zum Sterilisieren der möglicherweise nicht sterilen peripheren Verbindung aufweisen.

Bei diesen Heizmitteln ist vorzugsweise ein Einlaß und ein Auslaß zu dem inneren peripheren Kanal vorgesehen, um das Wärmeübertragungsmedium in den inneren peripheren Kanal einzuleiten bzw. aus diesem abzuführen.

Die Verwendung des Wärmeübertragungsmediums ermöglicht, dass Temperaturen innerhalb der möglicherweise mit sterilen peripheren Verbindung in einem Bereich zwischen etwa 150ºC und etwa 300ºC über lange Zeitperioden aufrechterhalten werden können. Dies garantiert im allgemeinen die Anschlusssterilisierung. Bei einer Anwendung der Erfindung in Bezug auf Gefriertrockner kann das Wärmeübertragungsmedium aus diathermem Medium gebildet sein, das zum Erwärmen der Gefriertrocknertabletts während des Gefriertrocknungsprozesses benutzt wird. Folglich kann die Transferschleuse nach der Erfindung, obwohl sie nicht auf Anwendungsfälle in Bezug auf Gefriertrockner beschränkt ist, sehr vorteilhafter Weise in Verbindung mit pharmazeutischer Fertigung unter Anwendung von Gefriertrocknern bei der Herstellung und der Verpackung des Produkts eingesetzt werden.

Vorzugsweise haben die Türverbindungsmittel auch Mittel zum Erzeugen eines Vakuums zwischen den beiden Türen oder eine elektromagnetische Kupplung zwischen den beiden Türen.

Für ein besseres Verständnis der Erfindung wird nun lediglich beispielshalber auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen, in denen zeigt:

Fig. 1 einen Teilschnitt durch einen Gefriertrockner und einen Ladewagen unter Anwendung eines Kuppelschleusensystems nach der Erfindung mit den sterilen Umgebungen des Gefriertrockners und des Ladewagens in der ungekuppelten Stellung,

Fig. 2 einen Teilschnitt des Gefriertrockners und des Ladewagens nach Fig. 1 in der gekuppelten Stellung,

Fig. 3 einen Teilschnitt des Gefriertrockners und des Ladewagens in der in Fig. 2 gezeigten gekuppelten Stellung mit den Türen in der Offenstellung zur Ermöglichung der Übergabe von Gegenständen durch die Transferschleuse,

Fig. 4 eine Frontansicht einer bei dem Transferschleusensystem nach der Erfindung verwendeten Tür, und

Fig. 5 eine vergrößerte Teildarstellung von Fig. 1, wobei eine äußere Vakuumtür entsprechend der Erfindung gezeigt ist.

Gemäß Fig. 1 ist ein Transferschleusensystem 1 nach der Erfindung dargestellt, wie es bei einem Gefriertrockner 2 mit einer inneren sterilen Umgebung 3 und einem Ladewagen 4 angewendet wird. Der Ladewagen 4 ist von einer Isolierkammer 5 zur Bildung einer sterilen Umgebung 6 umschlossen. Der Grundaufbau des Ladewagens 4, obwohl nicht dargestellt, ragt durch eine Isolierkammer 5 hindurch und ist an den Stellen abgedichtet, an denen die Isolierkammer 5 von diesem Grundaufbau durchdrungen wird, um so eine sterile Umgebung 6 aufrechtzuerhalten. Wie weiter aus Fig. 2 hervorgeht, ist der Ladewagen 4 ein herkömmlicher Ladewagen und ist so ausgelegt, dass die sterile Umgebung 6 die gekuppelte Stellung mit der inneren sterilen Umgebung 3 des Gefriertrockners 2 einnehmen kann. Wie dargestellt, hält der Ladewagen 4 Tabletts mit Glasfläschchen 7, die auf Gefriertrocknertabletts 8 auf einem ausfahrbaren oder verschiebbaren Tischteil 9 geladen werden sollen. Der Tischteil 9 ist so ausgelegt, dass er in den Gefriertrockner 2 hineinragt, um das Beladen in bekannter Weise vornehmen zu können.

Die Glasfläschchen 7 werden von einem Sammeltisch mit einer isolierten Umgebung und einem Türsystem entgegengenommen, das, obwohl nicht dargestellt, eine isolierte Umgebung beispielsweise der durch die Isolierkammer 5 dargestellten Art und Umgebung und ein Türsystem mit ähnlichen Komponenten wie denjenigen auf, die in Verbindung mit dem Gefriertrockner 2 verwendet werden. Die mit dem Sammeltisch verwendete Umgebung ermöglicht die Übergabe von Glasfläschchen 7 aus der sterilen Umgebung des Sammeltischs in die sterile Umgebung, die durch die Isolierkammer 5 des Ladewagens 4 gebildet ist unter vorgegebenen sterilen Bedingungen. Danach werden die Glasfläschchen 7 wieder vom Ladewagen 7 und der Isolierkammer 5 in die sterile Umgebung 3 des Gefriertrockners 2 übergeben, und zwar wiederum unter solchen vorgegebenen sterilen Bedingungen. Insofern besteht keine Notwendigkeit mehr zum Bereitstellen eines Reinraums für den Förderweg des Ladewagens 4 zwischen dem Sammeltisch und dem Gefriertrockner 2.

Das Transferschleusensystem 1 ist mit zwei Türrahmen 10 und 12 ausgestattet, die mit dem Gefriertrockner 2 bzw. der Isolierkammer 5 verbunden sind. Zwei Türen 14 und 15 sind mit den Türrahmen 10 und 12 verbunden, so dass in der gekuppelten Position die Türrahmen 10 und 12 und die Türen 14 und 16 sich in der dargestellten nebeneinanderliegenden Position befinden, nämlich in enger mechanischer Berührung miteinander. In der nicht gekuppelten Position sind die Türrahmen 10 und 12 und daher die Türen 14 und 16 voneinander beabstandet, wobei die Türen 14 und 16 jeweils die sterilen Umgebungen 3 bzw. 6 abschließen. Die Türrahmen 10 und 12 und die Türen 14 und 16 haben eine im wesentlichen rechteckige Konfiguration, wobei die Türen 14 und 16 abgerundete Ecken haben.

Gemäß Fig. 3 sind eine Oberfläche 18 der Tür 14 und eine Oberfläche 20 der Tür 16 sterile Flächen, da sie innerhalb der sterilen Umgebung 3 bzw. 6 angeordnet sind. Des weiteren sind periphere Flächen 22 und 24 der Tür 14 bzw. des Türrahmens 10 und periphere Flächen 26 und 28 der Tür 16 bzw. des Türrahmens 12 ebenfalls sterile Flächen. Die einander zugewandten Flächen der Türen 14 und 16 sind mit mittigen ausgesparten Flächen 30 und 32 versehen, um eine Kammer 34 mit einem Vakuumeinlaß 35 zu bilden, die nachstehend noch erörtert wird. Diese oben erwähnten Flächen, obwohl sie nicht steril sind, befinden sich in enger mechanischer Berührung miteinander, wenn die sterilen Umgebungen 3 und 6 sich in der gekuppelten Stellung befinden. Jedoch ist eine äußere Verbindung 36 zwischen den Türen 14 und 22 und eine innere Verbindung 37 der Türrahmen 10 und 12 nicht steril. Wie noch erörtert wird, werden die Türen 14 und 16 in eine Offenstellung geschwenkt, um die Transferschleuse zu öffnen, die durch die Türrahmen 10 und 12 und die Türen 14 und 16 gebildet ist. Bei diesem Öffnen wird also ein peripheres Band 38 der Türrahmen 10 und 12 und der Türen 13 und 16 gebildet, das möglicherweise nicht steril ist.

Um dieses nicht sterile periphere Band zu sterilisieren, sind periphere Kanäle 39 vorgesehen, um ein Wärmeübertragungsmedium im Türrahmen 10 zu zirkulieren. Da der Türrahmen 10 eine rechteckige Konfiguration hat, stehen horizontale Segmente der peripheren Kanäle 39, die im Querschnitt in den Fig. 1 und 2 dargestellt sind, mit vertikalen Segmenten der peripheren Kanäle 39 in Verbindung. Das Wärmeübertragungsmedium tritt durch einen Einlaß 40 in die peripheren Kanäle 39 ein und wird durch einen Auslaß 42 aus den peripheren Kanälen 39 abgeführt. Es ist klar, dass die peripheren Kanäle 39 auch im Türrahmen 12 und nicht im Türrahmen 10 vorgesehen sein können, oder dass alternativ periphere Kanäle wie die peripheren Kanäle 39 auch in beiden Türrahmen 10 und 12 vorgesehen sein können. Außerdem können periphere Kanäle in einer der oder in beiden Türen 14 und 16 vorgesehen sein. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die sterile Isolierkammer des Sammeltischs (hier beschrieben, aber nicht dargestellt) eine Tür und einen Türrahmen in Kombination hat, die die gleiche wie für den Türrahmen 10 und die Tür 14 dargestellt ist. Eine Quelle für ein Wärmeübertragungsmedium wäre ebenfalls für die oben erwähnten Sterilisationszwecke vorgesehen.

Wenn die sterilen Umgebungen 3 und 6 sich in der gekuppelten Position befinden, ist ein Verbindungsmittel zum Verbinden der Türen 14 und 16 miteinander vorgesehen. Da der Gefriertrocknungsprozeß die Sublimation von Wasser unter unteratmosphärischen Bedingungen umfasst, ist eine Vakuumquelle vorgesehen, die durch den Vakuumeinlaß 35 mit der Kammer 34 in Verbindung steht. Obwohl nicht dargestellt, führt eine Vakuumleitung zum Vakuumanschluß des Gefriertrockners 2. Um ein Vakuum in der Kammer 34 zu erzeugen, ist eine periphere Vakuumdichtung 34 für die Tür 14 und eine ähnliche periphere Vakuumdichtung 46 für den Türrahmen 12 vorgesehen. Die Erzeugung von Vakuum hält die Türen 14 und 16 straff gegeneinander, so dass sie als eine Einheit in die Offenstellung geschwenkt werden können, was die Übergabe der Glasfläschchen 7 durch die Türrahmen 10 und 12 und folglich durch das Transferschleusensystem 1 ermöglicht. Bei Anwendung der Erfindung könnte auch ein mechanischer Arretiermechanismus oder ein elektromagnetischer Arretiermechanismus anstelle des oben beschriebenen Vakuumsystems zum Halten der Türen aneinander eingesetzt werden. Dazu könnte ein elektromagnetisches Arretiersystem Elektromagnete umfassen, die in eine der Türen 14 und 16 eingebettet sind, und komplementäre ferromagnetische Materialien, die in die andere der Türen 14 und 16 eingebettet sind (wenn die Türen aus einem weich- oder nicht ferromagnetischem Material hergestellt sind, damit sie von den Elektromagneten angezogen und dadurch die Türen zusammengehalten werden.

Eine periphere Vakuumdichte 44 weist benachbarte Dichtflächen 44A und 44B, die in die peripheren Flächen 22 der Tür 14 und die Frontflächenteile der Tür 14 eingesetzt sind, um gegen die peripheren Flächen des Türrahmens 10 und die Frontflächenteile der Tür 16 abzudichten. In ähnlicher Weise hat eine periphere Vakuumdichtung 46 Dichtflächen 46A und 46B, die in die peripheren Flächen 28 des Türrahmens 12 und die Frontflächenteile desselben eingesetzt sind, um gegen die peripheren Flächen 26 der Tür 16 und die Frontflächenteile des Türrahmens 12 abzudichten. Im Querschnitt haben die peripheren Dichtungen 44 und 46 eine pfeilkopfartige Konfiguration. Ihre Kontaktstelle definiert das periphere Band 38 der Nichtsterilität, das sterilisiert werden muß, um sterile Bedingungen innerhalb des Transferschleusensystems 1 sicherzustellen und aufrechtzuerhalten. Die Vakuumdichtungen 44 und 46 werden an Ort und Stelle gegossen, um ein Lösen von den Türen 14 und 16 und ein nicht durchgehendes Anliegen an den Türen 14 und 16 zu vermeiden.

Die Tür 16 wird durch Mittel an Ort und Stelle gehalten und vom Türrahmen 12 freigegeben, die ein System von Sperrstiften 48 umfassen, die durch einen doppelt wirkenden Elektromagneten 50 mit einem Betätigungsarm 52 betätigt werden, der innerhalb eines geschweißten Stahlbalgs 54 wirkt. Der Betätigungsarm 52 wirkt gegen ein Kopfstück 56, das mit dem Balg 54 und dem Betätigungsarm 52 verbunden ist. Der Sperrstift 48 wiederum ist mit dem Kopfstück 56 beispielsweise durch Schweißen verbunden. Eine Führung 58 dient zum Führen des Sperrstifts 58 in ein Sperrteil 60, das mit der Tür 16 verbunden ist. Anzumerken ist, dass sowohl das Sperrteil 60 als auch das distale Ende 62 des Sperrstifts 48 keilförmig sind. Die Winkel dieser Keile sind nicht gleich, so dass, wenn das distale Ende 62 des Sperrstifts 48 im Sperrteil 60 sitzt, die Tür 16 in Bezug auf den Türrahmen 12 einwärts gedrückt wird, um eine hermetische Abdichtung zu erzeugen.

Die Tür 14 wird durch einen motorgetriebenen Scharniermechanismus 64 in Position gehalten, der einen mit der Tür 14 verbundenen schwenkbaren L-förmigen Schenkels 66 und einen mit dem Türrahmen 10 verbundenen stationären Schenkel 68 aufweist. Zwei oder mehr solcher Scharniermechanismen können zum Halten der Tür 14 in der geschlossenen und der offenen Position und zum Schwenken der Tür 14 zwischen diesen Positionen eingesetzt werden. Eine motorgetriebene Welle 70 dreht sich innerhalb des feststehenden Schenkels 68 und ist außerdem mit dem schwenkbaren L-förmigen Schenkel 66 verbunden, um die Tür 14 zwischen der geschlossenen und der offenen Stellung zu bewegen.

Wenn die sterilen Umgebungen 3 und 6 sich in der gekuppelten Position befinden, wird ein Vakuum in der Kammer 34 erzeugt, das bewirkt, dass die Türen 14 und 16 straff gegeneinander gehalten werden. Gleichzeitig werden die Elektromagnete 50 aktiviert, um die Sperrstifte 48 nach außen zu bewegen, so dass das distale Ende 62 der Stifte 48 aus den Sperrteilen 60 austritt. Danach dreht die motorgetriebene Welle 70 mit einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn die Türen 14 und 16 im Gegenuhrzeigersinn und in Abwärtsrichtung, wie durch den Pfeil A angedeutet ist, um die Transferschleuse zu öffnen und die Übergabe von Glasfläschchen 7 auf die Tabletts 8 zu ermöglichen.

Unter weiterer Bezugnahme nunmehr auf Fig. 4 ist anzumerken, dass, wenn die sterilen Umgebungen 3 und 6 sich in der gekuppelten Position befinden und ein Vakuum erzeugt wird, um die Türen 14 und 16 gegeneinander zu drängen, ein festes Objekt gebildet wird, das die Form eines Pyramidenstumpfs hat. Tatsächlich ist jede Tür so geformt. Diese Form stellt nicht exakt eine Pyramide dar, insofern, als die Ecken abgerundet sind, um die Verwendung peripherer Vakuumdichtungen 44 und 46 zu ermöglichen. Die pyramidenartige Form ist notwendig, damit die Türen 14 und 16 eine rechteckige Konfiguration haben können, während sie jedoch eine Schwenkbewegung aus den Türrahmen 14 und 16 durchführen können. Wenn beispielsweise die peripheren Dichtflächen der Türen 14 und 16 nicht, wie dargestellt, abgewinkelt werden, könnte die Anordnung der Türen 14 und 16 nicht aus den Türrahmen 10 und 12 herausgeschwenkt werden.

Gemäß Fig. 5 in der eine dieser sterilen Umgebungen außerdem eine Vakuumumgebung ist, wie beispielsweise in einem Gefriertrockner, kann eine äußere Vakuumtür 72 eingesetzt werden. Die Vakuumtür 72 ist mittels eines Scharniermechanismus 74 an einem äußeren rahmenartigen Bauteil 76 angelenkt und über einen Arretiermechanismus 78 an dem äußeren rahmenartigen Bauteil 76 angelenkt, der mittels eines hydraulischen Betätigungsorgans betätigt wird, von dem nur die Betätigungsstange 80 in den Figuren dargestellt ist. Das rahmenartige Bauteil 76 ist mit einer Vakuum-O-Ringdichtung 82 versehen, welche den Türrahmen 10 umschließt, um eine den Türrahmen 10 und die Tür 14 umgebende Vakuumdichtung herzustellen.

Die Vakuumtür 72 hat einen geschichteten Aufbau, der von einer mittigen Platte 84 und beiderseitigen inneren und äußeren Platten 86 und 88 gebildet ist. Eine Mehrzahl von Rippen 90 trennen die innere Platte 86 von der mittigen Platte 84, und eine Mehrzahl von Rippen 92 trennt die äußere Platte 88 von der mittigen Platte 84. Die genannten Rippen und Platten sind so ausgebildet, dass die Rippen eine ineinandergreifende Konstruktion von zwei Elementen haben, die gesondert an den Platten angeschweißt und dann beim Fertigzusammenbau ineinandergesetzt werden können. Die Rippen 90 sind in Richtung senkrecht zur Darstellung gestaffelt, so dass eine innere Schicht der Vakuumtür 72 als Wärmetauscher dienen kann, um eine diathermische Flüssigkeit (oder ein anderes Wärmeübertragungsmedium im Falle anderer Anwendungen des Transferschleusensystems 1 durch die innere Schicht der Vakuumtür 72 zu zirkulieren. Zu diesem Zweck ist der so gebildete Wärmetauscher mit einem Einlaß 94 und einem Auslaß 96 versehen. Die zwischen den äußeren Platten 88 und der mittigen Platte 84 gebildete äußere Schicht ist vakuumabgedichtet, um eine Vakuumisolierung und einen Schutz von Personal zu schaffen, welches das Transferschleusensystem 1 passiert, wenn der Ladewagen 4 und folglich die sterilen Umgebungen 3 und 4 sich in der ungekuppelten Stellung befinden. Wiederum können die Rippen 92 in Richtung senkrecht zur Darstellung zu diesem Zweck gestaffelt sein.


Anspruch[de]

1. Transferschleuse (1) zwischen zwei sterilen Umgebungen mit einer gekuppelten und einer ungekuppelten Position, wobei die Transferschleuse aufweist:

zwei Türrahmen (10, 12), die mit den Umgebungen verbunden sind, und zwei Türen (14, 16, 72), die mit den beiden Türrahmen (10, 12) so verbunden sind, daß, wenn die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) sich in der gekuppelten Position befinden, die zwei Türrahmen (10, 12) und die zwei Türen (14, 16, 72) sich nebeneinander und in fester mechanischer Berührung miteinander befinden, und, wenn die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) sich in der ungekuppelten Stellung befinden, die beiden Türrahmen (10, 12) voneinander beabstandet sind und die beiden Türen (14, 16) die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) jeweils verschließen,

wobei die beiden Türrahmen (10, 12) und Türen (14, 16, 72) eine möglicherweise nicht sterile periphere Verbindung (36) an der Außenperipherie der beiden Türen (14, 16, 72) haben, wenn diese aneinander anliegen,

Türverbindungsmittel (35) zum Verbinden der beiden. Türen miteinander, wenn die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) in der gekuppelten Position sind,

Öffnungsmittel (70) zum Öffnen der Transferschleuse, wobei die Öffnungsmittel Mittel zum Bewegen der Türen (14, 16, 72), wenn diese miteinander verbunden sind, zwischen einer Schließstellung, in der die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) verschlossen sind, und einer von den beiden Türrahmen (10, 12) entfernten Offenstellung aufweisen, die einen Transport durch die beiden Türrahmen (10, 12) und zwischen den beiden sterilen Umgebungen (3, 6) ermöglichen, und Heizmittel (94, 96) zum Beheizen und dadurch Sterilisieren der möglicherweise nicht sterilen peripheren Verbindung, wobei die Heizmittel in mindestens einem der beiden Türrahmen (10, 12) innere Kanäle (39) zur Zirkulation eines Wärmeübertragungsmediums zum Beheizen der beiden Türrahmen (10, 12) und der beiden Türen und dadurch zum Sterilisieren der möglicherweise nicht sterilen peripheren Verbindung aufweisen.

2. Transferschleuse (1) nach Anspruch 1, wobei die Türverbindungsmittel Mittel (35) zum Erzeugen eines Vakuums zwischen den beiden Türen oder eine elektromagnetische Kupplung zwischen den beiden Türen aufweisen.

3. Transferschleuse (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Türverbindungsmittel aufweisen:

mittige Flächenvertiefungen (30, 32) der beiden Türen (14, 16, 72) die eine Kammer (34) zwischen den beiden Türen (14, 16, 72) während der gekuppelten Position der beiden sterilen Umgebungen (36) bilden,

Vakuumdichtungsmittel (44, 46), welche die Kammer (34) umgeben, um eine Vakuumdichtung zwischen den beiden. Türen (14, 16, 72) zu bilden, und

einen Einlaß (35) in die Kammer (34), um die Kammer einem unteratmosphärischen Druck auszusetzen und dadurch die beiden Türen (14, 16, 72) während der gekuppelten Position der beiden sterilen Umgebungen (3, 6) miteinander zu verbinden.

4. Transferschleuse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

die beiden Türen (14, 16, 72) eine rechteckige Konfiguration und so geformte periphere Kanten haben, daß die beiden Türen (14, 16, 72), wenn sie miteinander verbunden sind, einen Pyramidenstumpf bilden, und

die Öffnungsmittel (70) schwenkbare Verbindungsmittel zum schwenkbaren Verbinden einer der beiden Türen (14, 16, 72), welche die Basis es Pyramidenstumpfs bildet, mit einem der beiden Türrahmen aufweisen.

5. Transferschleuse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter mit lösbaren Verbindungsmitteln (48) zum lösbaren Verbinden der anderen der beiden Türen (14, 16, 72) mit, dem anderen der beiden Türrahmen (10, 12), so daß, wenn die beiden Türen (14, 16, 72) verbunden sind, die andere der beiden Türen (14, 16, 72) sich vom anderen der beiden Türrahmen (10, 12) löst, und, wenn die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) sich im ungekuppelten Zustand befinden, die andere der beiden Türen (14, 16, 72) mit dem anderen der beiden Türrahmen (10, 12) verbunden ist.

6. Transferschleuse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

mindestens eine der sterilen Umgebungen (3, 6) außerdem ein Vakuumraum ist, und

die Transferschleuse (1) weiter mindestens eine äußere Vakuumtür (72), die an mindestens einem der beiden Türrahmen (10, 12) angelenkt ist, und Dichtungsmittel (82) zum Abdichten mindestens einer der äußeren Vakuumtüren (72) gegen mindestens einen der beiden Türrahmen (10, 12) aufweist.

7. Transferschleuse (1) nach Anspruch 6, wobei

eine der beiden sterilen Umgebungen (3, 6) stationär ist und den Vakuumraum darstellt, und die andere sterile Umgebung mobil ist,

mindestens eine äußere Vakuumtür (72) an einem der beiden Türrahmen (10, 12) angelenkt ist, und

die Dichtungsmittel (82) eine Vakuum-O-Ringdichtung aufweisen, die in einem der beiden Türrahmen (10, 12) eingesetzt ist.

8. Transferschleuse (1) nach Anspruch 7, wobei die mindestens eine Vakuumtür (72) eine so konfigurierte Innenschicht aufweist, daß sie als Wärmetauscher zum Zirkulieren des Wärmeaustauschmediums darin wirkt, und eine äußere Vakuum-abgedichtete Schicht angrenzend an die Innenschicht aufweist.

9. Transferschleuse (1) nach Anspruch 8, wobei

die beiden Türen (72) eine rechteckige Konfiguration und periphere Kanten haben, die so geformt sind, daß die beiden Türen (14, 16, 72), wenn sie miteinander verbunden sind, einen Pyramidenstumpf bilden,

die Öffnungsmittel (70) schwenkbare Verbindungsmittel zum schwenkbaren Verbinden eine der beiden Türen (70), die eine Basis des Pyramidenstumpfs bildet, mit einem der Rahmen aufweisen, und

die Transferschleuse (1) des weiteren lösbare Verbindungsmittel (48) zum lösbaren Verbinden der anderen Tür (70) mit dem anderen Türrahmen (70) aufweist, so daß, wenn die beiden Türen miteinander verbunden sind, die andere Tür sich von dem anderen Türrahmen (10, 12) löst, und wenn die beiden sterilen Umgebungen (3, 6) sich in ihrer ungekuppelten Position befindet, die Tür (70) mit dem anderen Türrahmen (10, 12) verbunden ist.







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