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Dokumentenidentifikation DE69523413T2 06.06.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0715954
Titel Mehrschichtfolie aus Polyolefinharz
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Kotani, Kozo, Toyonaka-shi, Osaka-fu, JP;
Sakaya, Taiichi, Takatsuki-shi, Osaka-fu, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69523413
Vertragsstaaten DE, ES, FR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.12.1995
EP-Aktenzeichen 951191048
EP-Offenlegungsdatum 12.06.1996
EP date of grant 24.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2002
IPC-Hauptklasse B32B 27/32

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine laminierte Folie aus Polyolefinharz, die ausgezeichnete Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit zeigt und als landwirtschaftliche Folie verwendbar ist.

Bis jetzt wird als landwirtschaftliche Abdeckfolie, die als Material eines Treibhauses oder eines Tunnels im unterstützten Gartenbau und Garten zu verwenden ist, eine Polyvinylchloridfolie, eine Polyolefinharzfolie (z. B. Polyethylenfolie) oder eine Ethylen-Vinylacetat-Copolymerfolie hauptsächlich verwendet. Insbesondere wird die Polyvinylchloridfolie in Japan weitverbreitet als Abdeckung verwendet.

Ein Zweck des unterstützten Gartenbaus ist, das Pflanzen und Wachstum von Feldfrüchten in einer Saison zu ermöglichen, bei der eine Aufzucht im Freien unmöglich ist, oder die Produktivität der Feldfrüchte in einer Saison zu erhöhen, wenn die Produktivität niedrig ist, indem man die Aufzuchtatmosphäre der Feldfrüchte künstlich einstellt, wobei eine Atmosphäre erzeugt wird, die für die Feldfrüchte geeignet ist. Dann ist es erforderlich, eine Produktionsatmosphäre durch Feststellen der Beziehungen zwischen den atmosphärischen Bedingungen (z. B. Menge an Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Konzentration an Kohlendioxid, Menge an Wasser und Art des Bodens) und den Wachstumseigenschaften der Feldfrüchte einzustellen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Effizienz.

Die erforderlichen Eigenschaften für ein Abdeckmaterial, das entscheidend zum Erzeugen eines künstlichen Raums ist, genauer eine Einrichtung, variieren mit den Aufgaben seiner Verwendung, Anwendungen und auch der Art der Feldfrüchte. Zum Beispiel schließen die für eine Abdeckfolie, die als primäres Abdeckmaterial eines Treibhauses oder Tunnels verwendet wird, oder eines Isolationsvorhangs, der im Haus oder Tunnel verwendet wird, erforderlichen Haupteigenschaften Witterungsbeständigkeit (Eigenschaft, die Verwendung im Freien unter Aussetzen an Sonnenlicht für einen langen Zeitraum zu ermöglichen), Antihafteigenschaft (Eigenschaft, eine Verschlechterung der Transparenz zu verhindern, die durch Abdecken der Innenoberfläche der Folie mit durch Kondensation durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Haus oder Tunnel gebildete Wassertröpfchen verursacht wird), Wärmerückhalteeigenschaft (Eigenschaft, in der Einrichtung in der Nacht hohe Temperatur aufrechtzuhalten) und Lichtdurchlässigkeit (Transparenz) ein.

Die Folie, die als Abdeckfolie oder Isolationsvorhang verwendet wird, wird sekundär verarbeitet, z. B. durch Einfügen von Ösen, Herstellung von Säcken oder Verbindungsverarbeitung.

In der sekundären Verarbeitung wird die Folyvinylchloridfolie häufig durch · Hochfrequenzerwärmen wärmeversiegelt. Die Hochfrequenzerwärmung verwendet dielektrische Polarisation, die erzeugt wird, wenn ein alternierendes elektrisches Feld mit hoher Frequenz an ein Material angelegt wird. Da es Wärme aus dem Inneren des Materials erzeugen kann, kann es das Material gleichmäßig erwärmen. Wenn das Hochfrequenzerwärmen in der vorstehenden sekundären Verarbeitung verwendet wird, wird vorteilhafterweise ein Produkt mit gutem Aussehen erhalten.

Polyolefinharze weisen jedoch eine geringere relative Dielektrizitätskonstante und geringeren dielektrischen Verlust als ein weichgemachtes Polyvinylchloridharz auf, und ihre Eignung zum Hochfrequenzerwärmen ist schlechter als die des Polyvinylchloridharzes. Daher weist die Polyolefinharzfolie keine ausreichende Verarbeitbarkeit durch das Hochfrequenzerwärmen auf.

Mit der Zunahme des öffentlichen Interesses am Umweltschutz zog eine Polyolefinharzfolie, die ohne Erzeugen von schädlichem Gas vollständig verbrannt werden kann, mehr Aufmerksamkeit als die Polyvinylchloridfolie auf sich, die bei Verbrennen ihres Abfalls Chlorwasserstoffgas erzeugt.

Zusätzlich weist die Polyolefinharzfolie bessere mechanische Eigenschaften (z. B. Zugfestigkeit und Kältebeständigkeit), Witterungsbeständigkeit und Wärmestabilität als die Polyvinylchloridfolie auf. Daher wurde die beim Bau des Treibhauses oder Tunnels zu verwendende Abdeckfolie von der Polyvinylchloridfolie auf die Polyolefinharzfolie umgestellt. Daher ist in starkem Maße erwünscht, eine Polyolefinharzfolie mit sekundärer Verarbeitbarkeit durch Hochfrequenzerwärmen bereitzustellen, die vergleichbar mit der der Polyvinylchloridfolie ist.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Polyölefinharzfolie bereitzustellen, die aus einem Polyolefinharz hergestellt ist, das umweltfreundlich, ausgezeichnet in verschiedenen für ein landwirtschaftliches Abdeckmaterial erforderlichen Eigenschaften ist, und das als Abdeckfolie oder Isolationsvorhang in einem Gartenbautreibhaus oder Tunnel verwendet wird, und auch ausgezeichnet in der sekundären Verarbeitbarkeit, insbesondere Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit, ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine laminierte Polyolefinharzfolie bereitgestellt, umfassend eine Innenschicht, die 88 bis 70 Gew.-% eines Polyolefinharzes und 12 bis 30 Gew.-% eines Doppelhydroxids umfasst, das eine Peaktemperatur für die Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist und mindestens 5 Gew.-% Kristallwasser enthält (nachstehend als "Schicht A" bezeichnet), und Außenschichten aus einem Polyolefinharz (nachstehend als "Schicht B" und "Schicht C" bezeichnet), die auf die jeweiligen Oberflächen der Innenschicht laminiert sind, wobei der Gehalt des Doppelhydroxids 8 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der gesamten laminierten Folie, beträgt und das Verhältnis der Dicke jeder Außenschicht zu der der Innenschicht 10 : 100 bis 70 : 100 beträgt.

Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Doppelhydroxid ist ein Hydroxid, das mindestens zwei Elemente, ausgewählt aus Alkalimetallen, Erdalkalimetallen, Elementen der Gruppe IIB, Elementen der Gruppe IIIA mit Atomzahlen gleich oder größer als Aluminium, Elementen der Gruppe IVA mit Atomzahlen gleich oder größer als Silicium, und Übergangsmetallen, umfasst, das mindestens S Gew.-% Kristallwasser enthält und eine Peaktemperatur für die Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist.

Ein Beispiel des Doppelhydroxids ist eine Verbindung der Formel:

Li + (Al³ + )&sub2;(OH-)&sub6;·(A&sub1;n-)1/n·mH&sub2;O (1)

in der A&sub1;n- ein n-wertiges Anion, zum Beispiel Cl&supmin;, Br&supmin;, I&supmin;, NO&sub3;&supmin;, ClO&sub4;&supmin;, SO&sub4;²&supmin;, CO&sub3;²&supmin; SiO&sub3;²&supmin;, HPO&sub4;³&supmin;, HBO³&supmin;, PO&sub4;³&supmin;, Fe(CN)&sub4;³&supmin;, Fe(CN)&sub4;&sup4;&supmin;, CH&sub3;COO&supmin;, C&sub6;H&sub4;(OH)COO&supmin;, (COO)&sub2;²&supmin;, Terephthalation oder Naphthalinsulfonation ist, und m eine Zahl von 0 bis 3 ist, das eines der Lithiumaluminiumdoppelhydroxide ist. Spezielle Beispiele sind MIZUKALAC (hergestellt von Mizusawa Chemical Industries, Ltd.) und FUJIRAIN LS (hergestellt von Fuji Chemical Industries, Ltd.).

Zusätzlich können als Beispiele die vorstehenden Doppelhydroxide, die weiter mindestens ein Element, ausgewählt aus Erdalkalielementen, Zn und Si (z. B. LMA, hergestellt von Fuji Chemical Industries, Ltd.) aufgeführt werden.

Andere Beispiele des Doppelhydroxids sind eine Hydrotalcitverbindung der Formel:

M²&spplus;+1-xAlx(OH)&sub2;(A&sub2;n-)x/n·kH&sub2;O

in der M²&spplus; ein zweiwertiges Ion eines Metalls ist, ausgewählt aus Magnesium, Calcium und Zink, x eine größere Zahl als 0 und kleiner als 0,5 ist, k eine Zahl von 0 bis -2 ist und A&sub2;n- ein n-wertiges Anion, zum Beispiel Cl&supmin;, Br&supmin;, I&supmin;, NO&sub3;&supmin;, ClO&sub4;&supmin;, SO&sub4;²&supmin;, CO&sub3;²&supmin;, SiO&sub3;²&supmin;, HPO&sub4;³&supmin;, HBO³&supmin;, PO&sub4;³&supmin;, Fe(CN)&sub4;³&supmin;, Fe(CN)&sub4;&sup4;&supmin;, CH&sub3;COO&supmin;, C&sub6;H&sub4;(OH)COO&supmin;, (COO)&sub2;²&supmin; Terephthalation oder Naphthalinsulfonation, ist.

Spezielle Beispiele sind natürlicher Hydrotalcit

(Mg0,75Al0,25(OH)&sub2;(CO&sub3;)0,1250,5H&sub2;O), synthetischer Hydrotalcit (Handelsname DHT-4A, hergestellt von Kyowa Chemical Industries, Ltd.; und Mg0,69Al0,31(OH)&sub2;(CO&sub3;)0,155H&sub2;O).

Unter diesen Doppelhydroxiden wird eines, das 5 Gew.-% oder mehr Kristallwasser enthält und eine Peaktemperatur für die Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist, geeigneterweise in der vorliegenden Erfindung verwendet.

Hier bedeutet die "Peaktemperatur für die Freisetzung von Kristallwasser" die Peaktemperatur in der Differentialkurve der Gewichtsveränderung, wenn eine Probe des Doppelhydroxids mit einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 10ºC/min unter Verwendung eines Differentialthermoanalysators erwärmt wird, und der Prozentsatz des Kristallwassers wird mit einem Thermowägeverfahren und dem Karl-Fischer-Verfahren nach Trocknen einer Probe des Doppelhydroxids für 3 Stunden bei 100ºC gemessen.

In der vorliegenden Erfindung wird das Doppelhydroxid allgemein in Pulverform verwendet. In Bezug auf die Festigkeit und Transparenz der Folie beträgt seine mittlere Teilchengröße vorzugsweise 0,05 bis 10 um. Der Brechungsindex des Doppelhydroxids ist nicht beschränkt, beträgt aber vorzugsweise 1,47 bis 1,55 in Bezug auf gute Transparenz der erhaltenen laminierten Folie.

Die Menge des Doppelhydroxids in der Schicht A beträgt 12 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 14 bis 25 Gew.-%. Wenn die Menge des Doppelhydroxids in der Schicht A geringer als 12 Gew.-% ist, wird die Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit der laminierten Folie verschlechtert. Wenn diese Menge 30 Gew.-% übersteigt, wird die Transparenz der Schicht A verringert. In der vorliegenden Beschreibung ist die Menge des Doppelhydroxids das Gewicht des Kristallwasser enthaltenden Doppelhydroxids.

Das Doppelhydroxid kann in den Schichten B und C beigemengt werden. In diesem Fall ist die Menge des Doppelhydroxids in jeder der Schichten B und C vorzugsweise geringer als 5 Gew.-%, um die Verschlechterung des Erscheinungsbildes der Folie nach dem Hochfrequenzwärmeschweißen zu verhindern.

Die Gesamtmenge des Doppelhydroxids beträgt 8 bis 25 Gew.-% des Gesamtgewichts der laminierten Polyolefinharzfolie, die die Schichten A, B und C umfasst. Wenn die Gesamtmenge des Doppelhydroxids geringer, als 8 Gew.-% ist, weist die erhaltene laminierte Polyolefinharzfolie verschlechterte Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit auf, während, wenn sie 25 Gew.-% übersteigt, die Transparenz der laminierten Folie verringert oder die Folie durch das Hochfrequenzwärmeschweißen geschäumt wird, was eine Verschlechterung des Aussehens der Folie bewirkt.

Beispiele des in der Schicht A zu verwendenden Polyolefinharzes sind Homopolymere von Ethylen oder einem α-Olefm mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen (z. B. Polyethylen und Polypropylen), Ethylen-α-Olefin-Copolymere (z. B. Ethylen-Propylen-Copolymere, Ethylen-Buten-1-Copolymere, Ethylen-4-Methyl-1-penten-Copolymere, Ethylen- Hexen-Copolymere und Ethylen-Octen-Copolymere) und Copolymere, umfassend Ethylen und andere Monomere mit einer polaren Vinylgruppe (z. B. Ethylen-Vinylacetat- Copolymere, Ethylen-Acrylsäure-Copolymere, Ethylen-Methacrylsäuremethylester-Copolymere, Ethylen-Essigsäurevinylester-Methacrylsäuremethylester-Copolymere und Ionomerharze).

Unter diesen Harzen sind Polyethylen, insbesondere Polyethylen geringer Dichte mit einer Dichte von 0,93 g/cm³ oder weniger, Ethylen-α-Olefin-Copolymere und Ethylen-Essigsäurevinylester-Copolymere, die 30 Gew.-% oder weniger Essigsäurevinylester enthalten, bevorzugt, da sie ausgezeichnete Transparenz und Biegsamkeit aufweisen und eine wirtschaftliche laminierte Folie bereitstellen können.

Beispiele des in den Schichten B und C zu verwendenden Polyolefinharzes sind im Wesentlichen die gleichen wie die in Verbindung mit Schicht A veranschaulichten. Die Arten der in den Schichten A, B und C verwendeten Polyolefinharze können gleich oder verschieden sein.

Die Schicht A kann einen oder mehrere Zusätze, wie ein Antihaftmittel, einen Wärmestabilisator, ein die Verwitterungsbeständigkeit erhöhendes Mittel, ein UV-Absorptionsmittel, einen Füllstoff, ein Antibeschlagmittel, ein Gleitmittel und ein Farbmittel, enthalten, sofern die Aufgaben der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt sind. Die in das Polyolefinharz beizumengenden Zusätze sind in Tanaka et al. "SEPARATION AND ANALYSIS TECHNOLOGIES OF POLYMER ADDITIVES", Nippon Kagaku Joho Co., Ltd. (1987), Goto et al., "PRACTICAL HANDBOOK OF ADDITIVES FOR PLASTICS AND RUBBERS", Kabushikikaisha Kagaku Kogyo Shuppan (1970) usw. aufgeführt.

Ein Antihaftmittel wird zum Polyolefinharz gegeben, um das Phänomen zu verhindern, dass die Transparenz der Folie durch Bedecken der Innenoberfläche der Folie mit durch Kondensation gebildeten feinen Tröpfchen verschlechtert wird, und schließt ein bei Umgebungstemperatur (23ºC) festes und flüssiges Antihaftmittel ein. Beispiele des festen Antihaftmittels sind grenzflächenaktive Mittel vom Sorbitanfettsäureestertyp (z. B. Sorbitanmonostearat, Sorbitanmonopalmitat und Sorbitanmonobehenat), Glycerinfettsäureester (z. B. Glycerinmonolaurat, Glycerinmonopalmitat, Glycerinmonostearat, Diglycerindistearat und Triglycerinmonostearat), grenzflächenaktive Mittel auf Polyethylenglycolbasis (z. B. Polyethylenglycolmonopalmitat und Polyethylenglycolmonostearat), Addukte von Alkylphenolen mit Alkylenoxiden und Ester von organischen Säuren mit Sorbitan/Glycerin-Kondensaten.

Beispiele des flüssigen Antihaftmittels sind Glycerinfettsäureester (z. B. Glycerinmonooleat, Diglycerinmonooleat, Diglycerinsesquioleat, Tetraglycerinmonooleat, Hexaglycerinmonooleat, Glycerinpentaoleat, Diglycerinpentaoleat, Tetraglycerinpentaoleat, Hexaglycerinpentaoleat, Tetraglycerinmonolaurat und Hexaglycerinmonolaurat) und Sorbitanfettsäureester (z. B. Sorbitanmonooleat, Sorbitandioleat und Sorbitanpentaoleat). Die Menge des Antihaftmittels ist nicht beschränkt, sofern die Folieneigenschaften nicht verschlechtert werden. Im Allgemeinen beträgt die Menge des Antiklebmittels 0,3 bis 5 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gew.-Teile, stärker bevorzugt 1 bis 2,5 Gew.-Teile, bezogen auf das Gesamtgewicht der Folie (100 Gew.-Teile).

Beispiele des Antibeschlagmittels sind Fluorverbindungen mit einem Perfluoralkylrest oder ω-Hydrofluoralkylrest, insbesondere fluorhaltige grenzflächenaktive Mittel und Siliciumverbindungen mit einem Alkylsiloxanrest, insbesondere sie enthaltende grenzflächenaktive Mittel. Die Menge des Antibeschlagmittels ist nicht beschränkt, sofern die Folieneigenschaften nicht verschlechtert werden. Im Allgemeinen beträgt die Menge des Antibeschlagmittels 0,01 bis 4 Gew.-Teile, vorzugsweise 0,02 bis 2 Gew.- Teile, stärker bevorzugt 0,1 bis 1 Gew.-Teil, bezogen auf das gesamte Gewicht der Folie (100 Gew.-Teile).

Beispiele der Wärmestabilisatoren sind gehinderte Phenolverbindungen (z. B. 2,6- Dialkylphenylderivate und 2-Alkylphenolderivate), Schwefelverbindungen mit einer Thiolbindung oder einer Thioetherbindung, die ein zweiwertiges Schwefelatom einschließen, und Phosphitester mit einem dreiwertigen Phosphoratom.

Beispiele des die Verwitterungsbeständigkeit erhöhenden Mittels sind gehinderte Aminverbindungen und Nickelverbindungen. Insbesondere werden die gehinderten Aminverbindungen vorzugsweise verwendet. Spezielle Beispiele der gehinderten Aminverbindung sind 2,2,6,6-Tetraalkylpiperidinderivate, die vorzugsweise ein Molekulargewicht von 250 oder mehr und einen Substituenten in 4-Stellung aufweisen. Beispiele des Substituenten in der 4-Stellung sind Carbonsäuregruppen, Alkoxyreste und Alkylaminreste. Der Piperidinring kann einen Alkylrest am Stickstoffatom aufweisen.

Beispiele des UV-Absorptionsmittels sind Hydroxybenzophenonverbindungen, Hydroxybenztriazolverbindungen und Benzoatverbindungen.

Beispiele des Füllstoffs sind Magnesiumoxid, Calciumoxid, Aluminiumoxid, Siliciumoxid, Titanoxid, Lithiumhydroxid, Magnesiumhydroxid, Calciumhydroxid, Aluminiumhydroxid, Magnesiumcarbonat, Calciumcarbonat, Kaliumsulfat, Magnesiumsulfat, Calciumsulfat, Zinksulfat, Aluminiumsulfat, Lithiumphosphat, Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Calciumphosphat, Magnesiumsilicat, Calciumsilicat, Aluminiumsilicat, Titansilicat, Natriumaluminat, Kaliumaluminat, Calciumaluminat, Natriumalumosilicat, Kaliumalumosilicat, Calciumalumosilicat, Kaolin, Talkum und Ton.

Die Schichten B und C können einen oder mehrere der vorstehend veranschaulichten Zusätze enthalten, sofern die Aufgaben der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt werden.

Die Arten der Zusätze in den Schichten A, B und C können gleich oder verschieden sein.

Mindestens eine der Schichten B und C der erfindungsgemäßen laminierten Polyolefinharzfolie kann einer Behandlung für Staubbeständigkeit, Haftbehandlung und/oder Antibeschlagbehandlung unterzogen werden.

Um Antihafteigenschaft zu verleihen, kann zusätzlich zum Beimengen des vorstehenden Antihaftmittels eine Antihaftbeschichtung auf mindestens einer Innenoberfläche, das heißt einer zur Innenseite der Einrichtung gerichteten Oberfläche, der laminierten Folie gebildet werden. Die Bildung der Antihaftbeschichtung ist bevorzugt, da die Transparenz der erfindungsgemäßen laminierten Polyolefinharzfolie für lange Zeit anhält.

Beispiele der Antihaftbeschichtung sind ein Beschichtungsfilm aus einem anorganischen Oxidsol, wie kolloidales Siliciumdioxid und kolloidales Aluminiumoxid, offenbart in den japanischen Patentveröffentlichungen Nr. 32668/1974 und 11348/1975, ein Beschichtungsfilm aus einem Gemisch eines solchen anorganischen Oxidsols und einer organischen Verbindung (z. B. einem grenzflächenaktiven Mittel oder einem Harz), offenbart in den japanischen Patentveröffentlichungen Nr. 45432/1988, 4571711988 und 2158/1989 und in der japanischen Offenlegungsschrift KOKAI Nr. 207643/1991, und ein Beschichtungsfilm, gebildet aus einer Flüssigkeit, die ein grenzflächenaktives Mittel umfasst, ein Film aus einem hydrophilen Harz (z. B. Polyvinylalkohol, Polysaccharide oder Polyacrylsäure).

Die Antihaftbeschichtung kann durch Beschichten oder Laminieren einer getrennt gebildeten Folie aus der Antihaftbeschichtung auf die laminierte Polypropylenfolie gebildet werden. Das Beschichtungsverfahren ist nicht entscheidend. Zwei oder mehrere Antihaftbeschichtungen können gebildet werden.

Die Schicht A in der vorliegenden Erfindung umfasst das Polyolefinharz und das vorstehend beschriebene Doppelhydroxid. Die Schicht A kann eine einzelne Schicht oder mehrere Schichten sein, die zwei oder mehrere dünne Schichten umfasst, die jeweils das Polyolefinharz und das Doppelhydroxid umfassen. Bei mehreren Schichten ist die Menge des Doppelhydroxids in der Schicht A die Gesamtmenge der in allen dünnen Schichten enthaltenen Doppelhydroxide.

Die Schichten B und C umfassen das Polyolefinharz als Grundmaterial.

Das Dickeverhältnis der Schichten A, B und C (A : B : C) ist vorzugsweise 100 : (10 -70) : (10-70). In Bezug auf das Aussehen und insbesondere die Transparenz der laminierten Folie beträgt die Dicke jeder der Schichten B und C mindestens 15 im Verhältnis zu der Dicke der Schicht A von 100. In Bezug auf die Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit der laminierten Folie weist jede der Schichten B und C vorzugsweise eine geringere Dicke als die Schicht A auf. Zum Beispiel beträgt die Dicke jeder der Schichten B und C 70 oder weniger, insbesondere 50 oder weniger, im Verhältnis zur Dicke der Schicht A von 100. Die Dicken der Schichten B und C können gleich oder verschieden sein.

Die Dicke der erfindungsgemäßen laminierten Folie aus Polyolefinharz beträgt üblicherweise 0,02 bis 0,3 mm. Die Dicke beträgt vorzugsweise mindestens 0,03 mm in Bezug auf die Festigkeit der laminierten Folie und vorzugsweise 0,2 mm oder weniger, insbesondere 0,17 mm oder weniger, in Bezug auf die Verbindungsverarbeitbarkeit und Abdeckungsverarbeitbarkeit.

Die erfindungsgemäße laminierte Folie aus Polyolefinharz kann wie folgt hergestellt werden:

Die Polyolefinharzmasse für Schicht A wird durch Mischen und Kneten des Polyolefinharzes zusammen mit dem Doppelhydroxid und den gegebenenfalls vorhandenen Zusätzen, wie dem Antihaftmittel, Wärmestabilisator, die Verwitterungsbeständigkeit erhöhendes Mittel, unter Verwendung einer herkömmlichen Misch- und Knetvorrichtung, wie einem Bandmischer, einem Supermischer, einem Banbury-Mischer, einem Ein- oder Doppelschneckenextruder, hergestellt. Auf ähnliche Weise wird die Polyolefinharzmasse für die Schichten B und C hergestellt.

Die erhaltenen Harzmassen werden in Plattenformen geformt, so dass die Schichten B und C auf die jeweiligen Seiten der Schicht A mit einem herkömmlichen Folienformverfahren, wie einem T-Düsen-Folienformverfahren durch Coextrusion, oder einem Blasfolienformverfahren, laminiert werden. Wenn jede Schicht zwei oder mehrere dünne Schichten (Unterschichten) umfasst, kann das gleiche Formverfahren verwendet werden. In einer anderen Ausführungsform wird jede der Schichten A, B und C getrennt gebildet, und dann werden die Schichten unter Verwendung eines Klebemittels usw. laminiert.

Die erfindungsgemäße umweltfreundliche laminierte Polyoleimharzfolie wird vorzugsweise als landwirtschaftliches Material, wie eine Abdeckung eines Treibhauses oder Tunnels, das im unterstützten Gartenbau verwendet wird, eingesetzt, da sie ausgezeichnet in der sekundären Verarbeitbarkeit, wie Einfügen von Ösen, Herstellung von Säcken oder Verbindungsverarbeitung, ist, da ihre Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit genauso gut ist wie die einer Polyvinylchloridfolie. Ebenfalls kann die laminierte Polyolefinharzfolie aus der vorliegenden Folie als Abdeckfolie verwendet werden kann.

Beispiele

Die vorliegende Erfindung wird im Einzelnen durch die folgenden Beispiele erklärt, die den Bereich der vorliegenden Erfindung in keiner Weise einschränken.

Die in den Beispielen verwendeten Testverfahren waren folgende:

Hochfreyuenzwärmeschweißbarkeitstest

Unter Verwendung einer Hochfrequenzschweißvorrichtung (hergestellt von QUEEN LIGHT DENSHI SEIKO Co., Ltd. Schweißlänge: 200 mm, Schweißbreite: 20 mm, Leistung: 3,6 kW (effektive Leistung: etwa 2 kW), 0,75 A, Frequenz: 40 MHz. Kautschukplatte), wurde ein Paar der laminierten Probenplatten mit hoher Frequenz erwärmt. Die Ablöseeigenschaft der Probe wurde durch Ziehen der Planen zum Messen der kürzesten Erwärmungszeit, bei der ein kohäsiver Defekt beobachtet wurde, gemessen. Eine kürzere Erwärmungszeit bedeutet bessere Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit. Nach Schweißen wurde das Aussehen der Folien untersucht. Eine mit gutem Aussehen wurde mit "O" eingestuft, eine mit Rotfärbung mit "Δ" eingestuft und eine mit schlechtem Aussehen mit Unregelmäßigkeiten und Schrumpfung mit "X" eingestuft.

Messung der Peaktemperatur zur Freisetzung von Kristallwasser

Unter Verwendung einer Thermowaage (ein Thermoanalysesystem SSC 5200/TG/DTA 220, hergestellt von Seiko Electric Industries, Ltd.) wurde die Peaktemperatur zur Freisetzung von Kristallwasser eines Doppelhydroxids bei einer Erwärmungsgeschwindigkeit von 10ºC/min gemessen. Die Peaktemperatur wurde aus einem Differentialwert erster Ordnung einer TG-Kurve erhalten.

Verbrennungstest

Eine Folie oder eine laminierte Folie (10 g) wurde auf einer Keramikplatte verbrannt und der Geruch bestimmt. Eine, die einen schwach wachsartigen Geruch erzeugt, wurde mit "O" eingestuft, und eine, die schlechten Geruch oder reizenden Geruch erzeugt, wurde mit "X" eingestuft.

Beispiel 1

Zu einem Ethylen-Essigsäurevinylester-Copolymer (Handelsname: EVATATE H 2020, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd., Gehalt an Essigsäurevinylester: 15 Gew.-%) wurden 16 Gew.-% Lithiumaluminiumdoppelhydroxid (Handelsname: MIZU- KALAC, hergestellt von Mizusawa Chemical Industries, Ltd.), 0,4 Gew.-% einer gehinderten Aminverbindung (a) als die Verwitterungsbeständigkeit erhöhendes Mittel (Handelsname: TINUVIN 622-LD, hergestellt von Ciba-Geigy), 0,1 Gew.-% eines Antioxidationsmittels (b) (Handelsname: IRGANOX 1010, hergestellt von Ciba-Geigy), 1,4 Gew.-% Monoglycerinmonostearat und 0,6 Gew.-% Diglycerindistearat als Antibeschlagmittel und 0,2 Gew.-% Stearinsäureamid als Gleitmittel (die jeweiligen Gew.-% basieren auf der gesamten Harzmasse) gegeben und 5 Minuten in einem Banbury-Mischer bei 150ºC geknetet. Dann wurde das Gemisch mit einem Granulator granuliert, um ein Granulat der Masse zu erhalten. Diese Masse wird als "Harzmasse (1)" bezeichnet.

Getrennt wurden zu einem Ethylen-Essigsäurevinylester-Copolymer (Handelsname: EVATATE D 2011, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd., Gehalt an Essigsäurevinylester: 5 Gew.-%) 0,4 Gew.-% der gehinderten Aminverbindung (a), 0,1 Gew.-% des Antioxidationsmittels (b), 1,4 Gew.-% Monoglycerinmonostearat und 0,6 Gew.-% Diglycerindistearat und 0,2 Gew.-% Stearinsäureamid gegeben und 5 Minuten in einem Banbury-Mischer bei 150ºC geknetet. Dann wurde das Gemisch mit einem Granulator granuliert, um ein Granulat der Masse zu erhalten. Diese Masse wird als "Harzmasse (2)" bezeichnet.

Unter Verwendung der Harzmasse (1) als Masse der Schicht A und Harzmasse (2) als Masse der Schichten B und C wurde eine laminierte Folie, umfassend Schicht A mit einer Dicke von 45 um und die Schichten B und C mit jeweils einer Dicke von 15 um (gesamte Dicke 75 um) mit einer Blasfolienformvorrichtung hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren ausgezeichnet.

Beispiele 2 und 3

Wie in Beispiel 1, außer dass das in der Tabelle gezeigte Doppelhydroxid in der Harzmasse (1) verwendet wurde, wurde eine laminierte Folie hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren ausgezeichnet.

Beispiel 4

Wie in Beispiel 1, außer dass das in der Tabelle gezeigte Doppelhydroxid und Polyethylen (SUMIKATHENE F208-0, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) als Harz in der Harzmasse (1) für die Schicht A verwendet wurden, 2 Gew.-% Lithiumaluminiumdoppelhydroxid (Handelsname: MIZUKALAC, hergestellt von Mizusawa Chemical Industries, Ltd.) zur Harzmasse (2) für die Schicht B gegeben wurde und 0,1 Gew.-% eines Perfluoroctansulfonsäure-N-Ethylenoxid (10 mol)-Addukts und 0,1 Gew.- % eines UV-Absorptionsmittels des Hydroxybenzophenontyps (Handelsname: SUMISORB 130, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) sowohl zu der Harzmasse für Schicht A als auch zu den Harzmassen für Schichten B und C gegeben wurde, wurde eine laminierte Folie mit einem Dickeverhältnis (C/A/B) von 1/5, 5/l hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren ausgezeichnet.

Beispiel 5

Wie in Beispiel 1, außer dass das in der Tabelle gezeigte Doppelhydroxid in Harzmasse (1) verwendet wurde, ein Ethylen-Buten-Copolymer (SUMIKASEN L FA 201-0, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) als Harz in Harzmasse (2) für Schicht B verwendet wurde, 2 Gew.-% einer Hydrotalcitverbindung (Handelsname: DHT 4A, hergestellt von Kyowa Chemical Industries, Ltd.) zur Harzmasse (2) für Schicht B gegeben wurde und 0,1 Gew.-% Perfluoroctansulfonsäure-N-Ethylenoxid (10 mol)-Addunkt und 0,1 Gew.-% eines UV-Absorptionsmittels des Benzophenontyps (Handelsname: SUMISORB 130, hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.) sowohl zu der Harzmasse (1) als auch zu den Harzmassen für die Schichten B und C gegeben wurden, wurde eine laminierte Folie mit einem Dickenverhältnis (CIA/B) von 1/5, 5/l hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren ausgezeichnet.

Beispiel 6

Wie in Beispiel 1, außer dass das in der Tabelle gezeigte Doppelhydroxid in der Harzmasse (I) verwendet wurde, wurde eine laminierte Folie hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren ausgezeichnet.

Vergleichsbeispiele 1-4

Wie in Beispiel 1, außer dass das in der Tabelle gezeigte Doppelhydroxid in Harzmasse (1) verwendet wurde, wurde eine laminierte Folie hergestellt und dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Alle Ergebnisse waren schlecht.

Vergleichsbeispiel 5

Eine landwirtschaftliche Polyvinylchloridfolie mit einer Dicke von 75 um (Handelsname: NOBI ACE KIRINAIN, hergestellt von Mitsubishi Chemical MKV Co., Ltd.) wurde dem Hochfrequenzwärmeschweißtest und Verbrennungstest unterzogen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle gezeigt. Diese Folie wies schlechte Abfallvernichtbarkeit, das heißt schlechten Geruch bei Verbrennen, auf.

Tabelle

Anmerkungen: MIZUKALAC: Peaktemperatur der Freisetzung von Kristallwasser = 198ºC; Kristallwasser = ca. 17% (hergestellt von Mizusawa Chemical Industries, Ltd.).

DHT 4A: Peaktemperatur der Freisetzung von Kristallwasser = 226ºC; Kristallwasser = ca. 13% (hergestellt von Kyowa Chemical Industries, Ltd.).

LMA: Peaktemperatur der Freisetzung von Kristallwasser = 204ºC; Kristallwasser = ca. 15% (hergestellt von Fuji Chemical Co., Ltd.).

Siliciumdioxid: Enthält kein Kristallwasser (Handelsname: SNOW MARK SP 10, hergestellt von KINSEI MATEC).


Anspruch[de]

1. Laminierte Polyolefinharzfolie, umfassend eine Innenschicht, die 88 bis 70 Gew. - % eines Polyolefinharzes und 12 bis 30 Gew.-% eines Doppelhydroxids umfasst, das eine Peaktemperatur für die Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist und mindestens 5 Gew.-% Kristallwasser enthält, und Außenschichten aus einem Polyolefinharz, die auf die jeweiligen Oberflächen der Innenschicht laminiert sind, wobei der Gehalt des Doppelhydroxids 8 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der gesamten laminierten Folie, beträgt und das Verhältnis der Dicke jeder Außenschicht zu der der Innenschicht 10 : 100 bis 70 : 100 beträgt.

2. Folie nach Anspruch 1, wobei das Doppelhydroxid eine Hydrotalcitverbindung ist.

3. Folie nach Anspruch 1, wobei das Doppelhydroxid ein Lithiumaluminiumdoppelhydroxid ist.

4. Folie nach Anspruch 1, wobei das Polyolefinharz mindestens ein aus Polyethylen, Ethylen-α-Olefin-Copolymeren und Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren ausgewähltes Harz ist.

5. Folie nach Anspruch 1, wobei das Polyolefinharz ein Polyethylen geringer Dichte mit einer Dichte von 0,93 g/cm³ oder weniger ist.

6. Verwendung einer laminierten Polyolefinharzfolie, umfassend eine Innenschicht, die 88 bis 70 Gew.-% eines Polyolefinharzes und 12 bis 30 Gew.-% eines Doppelhydroxids umfasst, das eine Peaktemperatur zur Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist und mindestens 5 Gew.-% Kristallwasser enthält, und Außenschichten aus Polyolefinharz, die auf den jeweiligen Oberflächen der Innenschicht laminiert sind, wobei der Gehalt des Doppelhydroxids 8 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der gesamten laminierten Folie beträgt, als Abdeckung eines Gewächshauses oder eines zum unterstützten Gartenbau verwendeten Tunnels.

7. Folie nach Anspruch 1, wobei die Folie eine Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit von 2,0 Sekunden bis 3,5 Sekunden aufweist, ausgedrückt als kürzeste Erwärmungszeit, bei der ein kohäsiver Defekt durch Ziehen einer Platte beobachtet wird, die durch Hochfrequenzerwärmen eines Paars von laminierten Proben unter Verwendung einer Hochfrequenzschweißvorrichtung unter folgenden Bedingungen gebildet wird:

eine Schweißlänge von 200 mm;

eine Schweißbreite von 20 mm;

eine Leistung von 3,6 kW (effektive Leistung etwa 2 kW) und 0,75 A; und

eine Frequenz von 40 MHz.

8. Folie nach Anspruch 1, die ein Antiklebmittel in jeder Schicht der Innenschicht und der Außenschichten in einer Menge von 2 bis 5 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile der gesamten Folie, umfasst.

9. Verfahren zur Verbesserung der sekundären Verarbeitbarkeit einer laminierten Folie aus Polyolefinharz, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schritt des Laminierens, unter Bedingungen, in denen der Gehalt eines Doppelhydroxids 8 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der gesamten laminierten Folie, beträgt, und das Verhältnis der Dicke jeder der folgenden Außenschichten zu der der folgenden Innenschicht 10 : 100 bis 70 : 100 beträgt, (i) einer Innenschicht, die 88 bis 70 Gew.-% eines Polyolefinharzes und 12 bis 30 Gew.-% eines Doppelhydroxids umfasst, das eine Peaktemperatur zur Freisetzung von Kristallwasser in einem Bereich zwischen 160ºC und 300ºC aufweist und mindestens 5 Gew. - % Kristallwasser enthält, und (ii) Außenschichten eines Polyolefinharzes, die auf den jeweiligen Oberflächen der Innenschicht laminiert werden, umfasst.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die sekundäre Verarbeitbarkeit die Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit ist.

11. Verwendung der Folie nach Anspruch 1 zur Verbesserung der sekundären Verarbeitbarkeit einer laminierten Folie aus Polyolefinharz.

12. Verwendung nach Anspruch 11, wobei die sekundäre Verarbeitbarkeit die Hochfrequenzwärmeschweißbarkeit ist.







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