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Dokumentenidentifikation DE69900279T2 13.06.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0970925
Titel Zugangsöffnung für einen Ziehofen für optische Fasern
Anmelder Alcatel, Paris, FR
Erfinder Uhm, Daniel D., Vinton, Virginia 24179, US;
Spencer, Robert A., Roanoke, Viginia 24012, US
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69900279
Vertragsstaaten DE, DK, FI, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.06.1999
EP-Aktenzeichen 994013993
EP-Offenlegungsdatum 12.01.2000
EP date of grant 12.09.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.2002
IPC-Hauptklasse C03B 37/027
IPC-Nebenklasse C03B 37/025   C03B 37/029   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND 1. Feld der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Ziehofen und genauer gesagt einen Ziehofen für optische Fasern zur Wärmebehandlung einer Glas-Vorform oder zum Ziehen von optischen Fasern aus einer Vorform.

2. Hintergrund der Erfindung

Bei der Wärmebehandlung einer hochreinen optischen Vorform zum Ziehen in eine optische Faser kann das Einströmen von Sauerstoff und anderen atmosphärischen Gasen in den Ziehofen zu erheblichen Produktionsproblemen führen. Sauerstoff bewirkt einen beschleunigten Verschleiß von Graphit- Ofenteilen und die Entstehen von losen Siliziumkarbid- und Graphitteilchen, die die fertige Faser verunreinigen und ihre physikalische Festigkeit beeinträchtigen. Das Innere eines Ziehofens ist herkömmlicherweise gefährdet durch Verunreinigung mit Umgebungspartikeln. Es ist gezeigt worden, daß gewöhnliche Partikel die optische und physikalische Qualität der fertigen Faser beeinträchtigen. Sauerstoff aus der Atmosphäre oder Siliziumdioxid (SiO&sub2;) aus der Vorform können üblicherweise bei Betriebstemperaturen mit Materialien reagieren, die zum Auskleiden der Öfen verwendet werden, was die Gebrauchsdauer des Ofens verkürzt.

In einem Versuch, diese Probleme zu lösen, verwenden herkömmliche Öfen zwei durch eine Trennwand wie etwa eine Schiebetür oder Verschlußtür getrennte Kammern. Die Tür kann geöffnet werden, um den Zugang aus einer ersten Kammer in eine zweite Wärmebehandlungskammer zu ermöglichen, sobald eine Vorform in einer Kammer mit kontrollierter Umgebung entkontaminiert und temperaturgeregelt worden ist.

Die Atmosphäre in beiden Kammern wird üblicherweise durch Verwendung eines inerten Gases frei von Sauerstoff und Teilchen gespült.

Bislang ist jedoch nur bekannt gewesen, die Folge des Öffnens und Schließens von zwei Kammern von Hand durchzuführen, was inhärent auch die zeitaufwendigen Schritte des Spülens, Erhitzens und Kühlens der Kammern mit sich bringt. Das Erhitzen und Kühlen ergibt sich aus dem Abschalten der Heizung in der Regelkammer des Ofens. Das Abschalten der Heizung ist oft notwendig, um Hochtemperaturreaktionen in der Regelkammerstufe zu vermeiden, wenn atmosphärische Gase und Teilchen angetroffen und ausgespült werden. Natürlich führt das Abschalten des Ofens zu einem Verlust an Faserproduktionszeit, da eine Vorform nicht unmittelbar in den Ofen eingeführt werden kann.

Typischerweise benötigen herkömmliche Öfen etwa eine halbe Stunde zum Abkühlen und eine weitere halbe Stunde zum Wiederaufheizen auf Ofenbetriebstemperatur. Dies stellt wertvolle Produktionszeit dar, in der keine Fasern produziert werden.

Der Leser wird hingewiesen auf US-Patent 5 032 079, das einen Sinterofen für eine Vorform für optische Fasern offenbart, sowie auf das deutsche Patent DE 39 25 961, das japanische Patent JP 6-199536, JP-A-07 017738, JP-A-60 155541 und das britische Patent 1 523 595 für Beispiele herkömmlicher Öfen zum Ziehen einer optischen Faser aus einer Vorform.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft einen Zugangsanschluß für einen Ziehofen für optische Fasern. Der Zugangsanschluß weist eine Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung sowie eine automatische Verschlußtüranordnung auf.

Die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung reagiert auf einen um eine in den Ziehofen für optische Fasern eingeführte Vorform herum aufgebauten Gasdruck zum Liefern eines automatischen Verschlußtür-Öffnungssignals. Die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung reagiert ferner auf einen erfaßten, nach außen strömenden Spülgasdruck, der um eine erschöpfte Vorform herum entweicht, die aus dem Ziehofen für optische Fasern entfernt wird, zum Liefern eines automatischen Verschlußtür-Schließsignals.

Die automatische Verschlußtüranordnung reagiert auf das automatische Verschlußtür-Öffnungssignal zum Öffnen der automatischen Verschlußtüranordnung zum Einführen der neuen Vorform in den Ziehofen für optische Fasern. Die automatische Verschlußtüranordnung reagiert ferner auf das automatische Verschlußtür-Schließsignals zum Schließen der automatischen Verschlußtüranordnung nach dem Entfernen der optischen Vorform aus dem Ziehofen für optische Fasern.

Die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung umfaßt eine obere und eine untere Gasspülanordnung und einen Gasspülerfassungsvorhang.

Die obere und untere Gasspülanordnung reagiert auf ein Zufuhrgas für die obere bzw. untere Gasspülanordnung, zum Liefern von Gasen für die obere bzw. untere Gasspülanordnung.

Der Gasspülerfassungsvorhang reagiert auf den um die neue Vorform, die in den Ziehofen für optische Fasern eingeführt wird, aufgebauten erfaßten Gasdruck zum Liefern eines aus dem erfaßten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlußtür-Öffnungssignals. Der Gasspülerfassungsvorhang reagiert ferner auf den um die erschöpfte Vorform, die aus dem Ziehofen für optische Fasern entfernt wird, entweichenden, nach außen strömenden Spülgasdruck, zum Liefern eines aus dem erfaßten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlußtür- Schließsignals.

Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal- Verarbeitungseinrichtung reagiert auf das aus dem erfaßten Gasdruck gewandelte automatische Verschlußtür-Öffnungssignal zum Liefern des automatischen Verschlußtür-Öffnungssignals. Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung reagiert ferner auf das aus dem erfaßten Gasdruck gewandelte automatische Verschlußtür- Schließsignal, zum Liefern des automatischen Verschlußtür- Schließsignals.

Im Betrieb ist die gesamte Folge des Einführens der Vorform und des Entfernens der erschöpften Vorform automatisiert durch Erfassen und Reagieren auf Gasdruckdifferentiale im Zugangsanschluß. Eine effektive Geschwindigkeit eines austretenden Gasstroms wird aufrechterhalten, wodurch das Eindringen von Sauerstoff und anderen unerwünschten Gasen aufgrund ihrer Partialdrücke verhindert wird.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, daß sie es Öfen mit ein oder mehreren Kammern ermöglicht, bei der Entfernung einer erschöpften Vorform aus dem Ofen und dem Einführen einer neuen Vorform in den Ofen auf Betriebstemperatur zu bleiben.

Ein zweiter Vorteil ist, daß die Lebensdauer des Ofens vergrößert wird durch eine Verringerung des in den Ofen eingebrachten Sauerstoffs aufgrund der Wirksamkeit des Gesamt- Kamineffektes der Konstruktion und der Spül- und Dichteinrichtungen. Darüber hinaus werden weniger Siliziumkarbid- und Graphitteilchen erzeugt, die für die physikalische Festigkeit einer optischen Faser schädlich sind.

Ein dritter Vorteil ist, daß ein zusätzlicher Satz von Öffnungs- und Schließaktionen, wie sie die Verwendung von zwei isolierten Kammern und einer oberen Abdeckung, wie aus dem Stand der Technik bekannt, erfordert, bei der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich sind. Die Gesamtnutzungszeit des Ofens für die Faserproduktion wird erhöht durch Beseitigen der Notwendigkeit, den Ofen abzukühlen und wieder aufzuheizen. Dadurch wird ein Heißaustauschverfahren zum Entfernen einer erschöpften Vorform und Einführen einer neuen Vorform ermöglicht.

Die vorliegende Erfindung ist klarer zu verstehen anhand der nachfolgenden Beschreibung einer spezifischen, bevorzugten Ausgestaltung in Verbindung mit der beigefügten detaillierten Zeichnung.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

In der Zeichnung bezeichnen gleiche Zeichen gleiche Teile in den diversen Ansichten.

Fig. 1 ist ein Schema eines Zugangsanschlusses eines Ziehofens für optische Fasern, der Gegenstand der vorliegenden Patentanmeldung ist.

Fig. 2 ist eine zum Teil auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer automatischen Verschlußtüranordnung 20, die Teil des in Fig. 1 gezeigten Zugangsanschlusses ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BESTEN AUSGESTALTUNG DER ERFINDUNG

Es folgt eine detaillierte Beschreibung der besten den Erfindern zum Zeitpunkt der Einreichung der Patentanmeldung bekannten Ausgestaltung der Erfindung.

Fig. 1 zeigt einen allgemein mit 10 bezeichneten Zugangsanschluß eines allgemein mit 11 bezeichneten Ziehofens für optische Fasern zum Erhitzen einer Vorform 12. Der Zugangsanschluß 10 umfaßt eine obere Gasspülanordnung 14, einen Gasspülerfassungsvorhang 16, eine automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung 18, eine automatische Verschlußtüranordnung 20, einen Abstandhalter/Dichtung 22 und eine untere Gasspülanordnung 24. Die obere Gasspülanordnung 14, der Gasspülerfassungsvorhang 16, die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung 18, der Abstandhalter/Dichtung 22 und die untere Gasspülanordnung 24 sind Teil einer Gasdruck-Erzeugungs- und -erfassungseinrichtung. Der Zugangsanschluß 10 ist an einem Ofenoberteil 26 des Ziehofens für optische Fasern 11 angeordnet.

In Fig. 1 reagiert der Gasspülerfassungsvorhang 16 der Gasdruckerzeugungs- und -Erfassungseinrichtung auf einen um die Vorform 12, die in das Oberteil des Ziehofens 10 für optische Fasern eingeführt wird, herum aufgebauten, erfaßten Gasdruck zum Liefern von automatischen Verschlußtür-Öffnungssignalen über Leitungen 18a, 18b. Der Gasspülerfassungsvorhang 16 der Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung reagiert ferner auf einen erfaßten, nach außen fließenden Spülgasdruck, der um eine erschöpfte Vorform 28 (gestrichelt dargestellt) herum entweicht, die aus dem Ziehofen 10 für optische Fasern entfernt wird, zum Liefern von automatischen Verschlußtür-Schließsignalen über die Leitungen 18a, 18b.

Die automatische Verschlußtüranordnung 20 reagiert auf die automatischen Verschlußtür-Öffnungssignale auf den Leitungen 18a, 18b zum Öffnen der automatischen Verschlußtüranordnung 20 zum Einführen der Vorform 12 in den Ziehofen 10 für optische Fasern. Die automatische Verschlußtüranordnung 20 reagiert ferner auf die automatischen Verschlußtür- Schließsignale auf den Leitungen 18a, 18b zum Schließen der automatischen Verschlußtüranordnung 20 nach Entfernen der erschöpften Vorform 28 aus dem Ziehofen 10 für optische Fasern. In Fig. 1 ist die automatische Verschlußtüranordnung 20 in geschlossener Position gezeigt.

Die obere Gasspülanordnung 14 reagiert auf ein Zufuhrgas für die obere Gasspülanordnung, das über eine obere Gasspülanordnungsversorgungsleitung 14a zugeführt wird, zum Liefern eines Gases für die obere Gasspülanordnung. Die obere Gasspülanordnung 14 hat Öffnungen, von denen eine mit 15 bezeichnet ist, die nach unten abgewinkelt sind.

Der Gasspülerfassungsvorhang 16 reagiert auf den um die Vorform 12, die in dem Ziehofen 10 für optische Fasern eingeführt wird, herum aufgebauten, erfaßten Gasdruck zum Liefern eines aus dem erfaßten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlußtür-Öffnungssignals über eine Leitung 16a. Der Gasspülerfassungsvorhang 16 reagiert ferner auf den erfaßten, nach außen fließenden Spülgasdruck, der um die erschöpfte Vorform 28 herum entweicht, die aus dem Ziehofen 10 für optische Fasern entfernt wird, zum Liefern eines aus dem erfaßten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlußtür-Schließsignals über die Leitung 16a. Der Gasspülerfassungsvorhang 16 ist ein Wandler, der erfaßten Gasdruck in elektrische Signale wandelt.

Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal- Verarbeitungseinrichtung 18 reagiert auf das aus dem erfaßten Gasdruck gewandelte automatische Verschlußtür-Öffnungssignal auf der Leitung 16a zum Liefern der automatischen Verschlußtür-Öffnungssignale auf den Leitungen 18a, 18b. Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal- Verarbeitungseinrichtung 18 reagiert auch auf das aus dem erfaßten Gasdruck gewandelte automatische Verschlußtür- Schließsignal auf der Leitung 16a, zum Liefern der automatischen Verschlußtür-Schließsignale auf den Leitungen 18a, 18b. Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung 18 kann als Hardware, Software oder eine Kombination von beidem implementiert sein, wobei z.B. eine typische mikroprozessorbasierte Architektur mit einem Mikroprozessor, einem Schreiblesespeicher (RAM), einem Nurlesespeicher (ROM), Eingabe/Ausgabevorrichtungen und einem Datenbus zum Verbinden der oben genannten Elemente verwendet wird. Die Erfindung soll nicht auf eine bestimmte Implementierung der automatischen Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung 18 beschränkt sein.

Die automatische Verschlußtüranordnung 20 hat zwei automatische Verschlußtüren und zwei Verschlußtüranordnungsstellglieder 30, 32. Die zwei Verschlußtüranordnungsstellglieder 30, 32 reagieren jeweils auf die automatischen Verschlußtür-Öffnungssignale auf den Leitungen 18a, 18b zum Öffnen der jeweiligen automatischen Verschlußtüren, die sich innerhalb der automatischen Verschlußtüranordnung 20 befinden. Eine der automatischen Verschlußtüren 104 ist in der nachfolgend beschriebenen Fig. 2 gezeigt. In Fig. 1 sind die jeweiligen automatischen Verschlußtüren geschlossen, und eine obere Verschlußtür 104 ist gezeigt. Im Betrieb werden die jeweiligen automatischen Verschlußtüren zum Einführen der Vorform 12 in den Ziehofen für optische Fasern 10 geöffnet. Die zwei Verschlußtüranordnungsstellglieder 30, 32 reagieren auch auf die automatischen Verschlußtür-Schließsignale auf den Leitungen 18a, 18b zum Schließen der jeweiligen automatischen Verschlußtüren nach dem Entfernen der erschöpften Vorform 28 aus dem Ziehofen 10 für optische Fasern. Die zwei Verschlußtüranordnungsstellglieder 30, 32 können ein pneumatischer Zylinder oder eine Schneckengetriebeanordnung zum Verschieben der zwei automatischen Verschlußtüren in das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse hinein und heraus oder eine andere geeignete Anordnung sein. Der Umfang der Erfindung soll nicht auf eine bestimmte Art und Weise des Öffnens und Schließens der automatischen Verschlußtüren beschränkt sein.

Die automatische Verschlußtüranordnung 20 hat ein allgemein mit 38 bezeichnetes automatisches Verschlußtüranordnungsgehäuse, in dem die zwei automatischen Verschlußtüren verschiebbar montiert sind, wie am besten mit Bezug auf Fig. 2 gezeigt und beschrieben ist.

Der Abstandhalter/Dichtung 22 ist zwischen der automatischen Verschlußtüranordnung 20 und der unteren Gasspülanordnung 24 angeordnet.

Die untere Gasspülanordnung 24 ist oben auf dem Ziehofen 10 für optischen Fasern montiert. Die untere Gasspülanordnung 24 reagiert auf ein Zufuhrgas für die untere Gasspülanordnung aus einer Versorgungsleitung 24a für die untere Gasspülanordnung, zum Liefern eines Zufuhrgases für die untere Gasspülanordnung. Die untere Gasspülanordnung 24 hat Öffnungen, von denen eine mit 25 bezeichnet ist, die nach oben abgewinkelt sind.

Die automatische Verschlußtüranordnungs-Öffnungs- und -Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung 18 ist konstruiert, um in Verbindung mit der oberen Gasspülanordnung 14, dem Gasspülerfassungsvorhang 16, der automatischen Türanordnung 20 und der unteren Gasspülanordnung 24 zu funktionieren. Die automatische Verschlußtür-Öffnungs- und -Schließsignal- Verarbeitungseinrichtung 18 hat Einstellpunkte, die auf von dem Gasspülerfassungsvorhang 16 erfaßte minimale Gasdrücke bezogen sind, um einen ausreichenden Gasvorhang aufrechtzuerhalten, um Sauerstoff aus dem Ofen herauszuhalten. Ein minimaler Gasdruck hängt davon ab, wann die Vorform in den Ofen eingeführt und die Türen aus einer geschlossenen in eine offene Position bewegt werden, und ein anderer minimaler Gasdruck hängt davon ab, wann die Vorform aus dem Ofen entfernt und die Türen aus einer offenen in eine geschlossene Position bewegt werden. Die minimalen Gasdrücke können ohne unzumutbares Experimentieren ermittelt werden und hängen von einer Anzahl von Parametern ab, zu denen nicht ausschließlich der Vorform-Außendurchmesser und der Ofen- Innendurchmesser gehören.

Die untere Gasspülanordnung 24 kann auch durch Wasser oder ein anderes geeignetes Kühlmaterial gekühlt sein. Wie gezeigt, hat die untere Gasspülanordnung 24 Kühleingangsanschlüsse 24b, 24c, die an einen (nicht gezeigten) Kühlkanal angeschlossen sind, der innerhalb der unteren Gasspülanordnung 24 gebildet ist. Im Betrieb wird das Kühlmaterial einem Kühleingangsanschluß 24b zugeführt, durchläuft den (nicht gezeigten) Kühlkanal und wird aus dem Kühlausgangsanschluß 24c ausgegeben, oder umgekehrt.

Fig. 2 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht der automatischen Verschlußtüranordnung 20. Das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 hat eine Vorformgehäuseöffnung 102, um darin die Vorform 12 aufzunehmen, wenn die automatischen verschiebbaren Verschlußtüren 104 geöffnet werden. Die automatische verschiebbare Verschlußtür 104 ist aus dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 herausgezogen dargestellt. Die automatische verschiebbare Verschlußtür 104 hat eine Vorformöffnung 106 zum Durchführen der Vorform 12 durch das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse 38. Die Vorformgehäuseöffnung 102 ist durch eine Türplatte 108 abgedeckt, die durch Befestigungselemente 110 mit dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 verbunden ist. Die andere automatische verschiebbare Verschlußtür ist nicht gezeigt, ist aber entsprechend aufgebaut. Zum Beispiel deckt an der anderen Seite des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 eine Türplatte 109 eine entsprechende Vorformgehäuseöffnung (nicht gezeigt) ab.

In Betrieb sind die zwei Verschlußtüren 104 überlappend verschiebbar zur Bewegung innerhalb des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 angeordnet, wobei eine über der anderen gleitet. Wenn die automatischen verschiebbaren Verschlußtüren 104 offen sind, so daß die Vorform passieren kann, fluchtet jede Vorformgehäuseöffnung 106 mit der anderen. Wenn die automatischen verschiebbaren Verschlußtüren 104 geschlossen sind, so daß die Vorform nicht passieren kann, fluchten die Vorformöffnungen 106 nicht miteinander. In diesem Zustand ist das Oberteil des Ofens geschlossen, so daß die Wärme aus dem Ofenoberteil 11 nicht entweichen kann.

Die zwei Verschlußtüranordnungsstellglieder 30, 32 sind Teil von Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnungen, die allgemein mit 120, 122 bezeichnet sind. Wie gezeigt, ist die Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnung 120 von dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 getrennt dargestellt, und die Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnung 122 ist an dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 befestigt gezeigt.

Die Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnung 120 hat eine verschiebbare Stellgliedstange 124, die durch die Türplatte 108 über einen Koppler 126 und eine Unterlegscheibe 128 gekoppelt und an die Verschlußtür 104 angeschlossen ist. Die verschiebbare Stellgliedstange 124 bewegt die Verschlußtür 104 innerhalb des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38. Die Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnung 120 umfaßt auch ein Stangengehäuse 130, das Platten 132, 134, 136, 138 trägt und mit dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 durch Befestigungselemente (nicht gezeigt) verbunden ist. Die Verschlußtüranordnungsstellgliedanordnung 122 ist entsprechend aufgebaut und ist mit dem automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 durch Befestigungselemente 142, 144 verbunden.

Das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 ist am Ofenoberteil 11 (Fig. 1) montiert, welches heiß ist, und wird deswegen durch ein Kühlgas oder ein anderes geeignetes Kühlgas oder eine Kühlflüssigkeit gekühlt. Das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 ist aus einem massiven Materialstück wie etwa Metall geformt und mit Kühlkanälen hergestellt, die allgemein mit 146, 148 bezeichnet sind und longitudinal hineingebohrt sind. Das massiver Materialteil hilft, die Anzahl von Dichtungen zu reduzieren. Die Kühlkanäle 146, 148 sind an jedem Ende des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 durch Kühlkanalbolzen 150, 152 abgedeckt oder verschlossen, von denen zwei auf der linken Seite der Fig. 2 gezeigt sind. Die zwei Kühlkanalbolzen auf der rechten Seite des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 sind in Fig. 2 nicht gezeigt. Das automatische Verschlußtüranordnungsgehäuse 38 hat auch Gaseingangs- und -Ausgangsanschlüsse, die in dessen Seiten gebohrt sind, um Gaskoppler 154, 156 aufzunehmen, von denen zwei am Vorderteil des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 gezeigt sind. Die zwei Gaskoppler auf der Rückseite des automatischen Verschlußtüranordnungsgehäuses 38 sind in Fig. 1 und 2 nicht gezeigt. Im Betrieb empfängt ein Gaskoppler 154 das Kühlgas, das den (nicht gezeigten) Kühlkanal durchläuft, und der andere Gaskoppler 156 ist eine Ausgabe für das Kühlgas 156, oder umgekehrt.

Die hier gezeigte, beschriebene und beanspruchte Konstruktion eines Ziehofens für optische Fasern hat wichtige Vorteile gegenüber herkömmlichen Konstruktionen. Da der Graphit-Ziehofen für optische Fasern beim Entfernen einer erschöpften Vorform aus dem Ofen und Einführen einer neuen Vorform in den Ofen nicht abgeschaltet werden muß, ist die Lebensdauer des Ofens durch die Verringerung des in dem Ofen eingespeisten Sauerstoffs erhöht. Außerdem werden weniger Siliziumkarbid- und Graphitteilchen erzeugt, die für die physikalische Festigkeit der Faser schädlich sind. Außerdem wird die Gesamtnutzungszeit des Ofens für die Faserproduktion erhöht durch Beseitigen der Notwendigkeit, den Ofen abzukühlen und wieder zu erhitzen.

Wie für Fachleute offensichtlich sein wird, ist die Erfindung nicht notwendigerweise auf die hier beschriebenen speziellen Ausgestaltungen beschränkt, und das Erfindungskonzept kann auf andere Weise im Einklang mit den nachfolgenden Ansprüchen implementiert werden. Zum Beispiel ist die vorliegende Erfindung mit zwei Verschlußtüren dargestellt und beschrieben, obwohl der Umfang der Erfindung, wie durch die Ansprüche definiert, auch eine Ausgestaltung mit einer einzigen Verschlußtür abdecken soll.


Anspruch[de]

1. Zugangsanschluss (10) für einen Ziehofen (11) für optische Fasern, mit:

- einer Gasdruckerzeugungs- und - erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24), die auf einen um eine in den Ziehofen (11) für optische Fasern eingeführte Vorform (12) herum aufgebauten Gasdruck reagiert, zum Liefern eines automatischen Verschlusstür-Öffnungssignals, und die auf einen erfaßten, nach außen strömenden Spülgasdruck reagiert, der um eine erschöpfte Vorform (28) herum entweicht, die aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern entfernt wird, zum Liefern eines automatischen Verschlusstür- Schließsignals; und

- einer automatischen Verschlusstüranordnung (20), die auf das automatische Verschlusstür-Öffnungssignal zum Öffnen der automatischen Verschlusstür-Anordnung (20) zum Einführen der neuen Vorform (12) in den Ziehofen (11) für optische Fasern reagiert und die auf das automatische Verschlusstür-Schließsignal zum Schließen der automatischen Verschlusstür-Anordnung (20) nach Entfernen der erschöpften Vorform (28) aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern reagiert.

2. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 1, bei dem die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24) ferner umfasst:

- eine obere Gasspülanordnung (14), die auf ein Zufuhrgas für die obere Gasspülanordnung reagiert, zum Liefern eines Gases für die obere Gasspülanordnung.

3. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 2, bei dem die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16; 18, 22, 24) ferner umfasst:

- einen Spülgaserfassungsvorhang (16), der auf den um die neue Vorform (12), die in den Ziehofen (11) für optische Fasern eingeführt wird, aufgebauten erfassten Gasdruck reagiert, zum Liefern eines aus dem erfassten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlusstür-Öffnungssignals, und der ferner auf den um die erschöpfte Vorform (28), die aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern entfernt wird, entweichenden, nach außen strömenden Spülgasdruck reagiert, zum Liefern eines aus dem erfassten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlusstür-Schließsignals.

4. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 3, bei dem die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24) ferner umfasst:

- eine automatische Verschlusstür-Öffnungs- und Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung (18), die auf das aus dem erfassten Gasdruck gewandelte automatische Verschlusstür-Öffnungssignal reagiert, zum Liefern des automatischen Verschlusstür-Öffnungssignals, und das auf das aus dem erfassten Gasdruck gewandelte automatische Verschlusstür-Schließsignal reagiert, zum Liefern des automatischen Verschlusstür- Schließsignals.

5. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 1, bei dem die automatische Verschlusstüranordnung (20) ferner umfasst:

- zwei automatische Verschlusstüren (104); und

- zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32), die jeweils auf das automatische Verschlusstür- Öffnungssignal reagieren, zum Öffnen der jeweiligen automatischen Verschlusstüren (104) zum Einführen der neuen Vorform (12) in den Ziehofen für optische Fasern (11), und die jeweils auf das automatische Verschlusstür-Schließsignal reagieren, zum Schließen der jeweiligen automatischen Verschlusstüren (104) nach dem Entfernen der erschöpften Vorform (28) aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern.

6. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 5, bei dem die automatische Verschlusstüranordnung (20) ferner umfasst:

- ein Gehäuse (38) für die automatische Verschlusstüranordnung, wobei die zwei automatischen Verschlusstüren (104) verschiebbar darin montiert sind.

7. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 6, bei dem die zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32) ein pneumatischer Zylinder zum Verschieben der zwei automatischen Verschlusstüren (104) in das Gehäuse (38) der automatischen Verschlusstüranordnung und heraus sind.

8. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 6, bei dem die zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32) eine Schneckengetriebeanordnung zum Verschieben der zwei automatischen Verschlusstüren (104) in das Gehäuse (38) der automatischen Verschlusstüranordnung und heraus sind.

9. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 1, bei dem die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24) ferner eine untere Gasspülanordnung (24) umfasst, die auf ein Zufuhrgas für die untere Gasspülanordnung reagiert, zum Liefern eines Gases für die untere Gasspülanordnung.

10. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 8, bei der die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24) ferner einen Abstandhalter/eine Dichtung (22) umfasst, der/die zwischen der automatischen Verschlusstüranordnung (20) und der unteren Gasspülanordnung (24) angeordnet ist.

11. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 1,

bei dem die Gasdruckerzeugungs- und -erfassungseinrichtung (14, 16, 18, 22, 24) ferner eine obere und eine untere Gasspülanordnung (14, 24), einen Gasspülerfassungsvorhang (16) und eine automatische Verschlusstür-Öffnungs- und Schließsignal- Verarbeitungseinrichtung (18) umfasst;

bei dem die obere und untere Gasspülanordnung (24) auf Zufuhrgase für die obere und untere Gasspülanordnung zum Liefern von oberen und unteren Gasspülanordnungsgasen reagiert;

wobei der Gasspülerfassungsvorhang (16) auf den um die neue Vorform (12), die in den Ziehofen (11) für optische Fasern eingeführt wird, herum aufgebauten Gasdruck reagiert, zum Liefern eines aus dem erfassten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlusstür- Öffnungssignals, und ferner auf den erfassten, nach außen fließenden Spülgasdruck reagiert, der um die erschöpfte Vorform (28), die aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern entfernt wird, herum entweicht, zum Liefern eines aus dem erfassten Gasdruck gewandelten automatischen Verschlusstür-Schließsignals; und

bei dem die automatische Verschlusstür-Öffnungs- und Schließsignal-Verarbeitungseinrichtung (18) auf das aus dem erfassten Gasdruck gewandelte automatische Verschlusstür-Öffnungssignal zum Liefern des automatischen Verschlusstür-Öffnungssignals reagiert und ferner auf das aus dem aus dem erfassten Gasdruck gewandelte automatische Verschlusstür-Schließsignal zum Liefern des automatischen Verschlusstür- Schließsignals reagiert.

12. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 11, bei die automatische Verschlusstüranordnung (20) ferner umfasst:

- zwei automatische Verschlusstüren (104); und

- zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32), die jeweils auf das automatische Verschlusstür- Öffnungssignal reagieren, zum Öffnen der jeweiligen automatischen Verschlusstüren (104) zum Einführen der neuen Vorform (12) in den Ziehofen für optische Fasern (11), und die jeweils auf das automatische Verschlusstür-Schließsignal reagieren, zum Schließen der jeweiligen automatischen Verschlusstüren (104) nach dem Entfernen der erschöpften Vorform (28) aus dem Ziehofen (11) für optische Fasern.

13. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 12, bei die automatische Verschlusstüranordnung (20) ferner umfasst:

- ein automatisches Verschlusstüranordnungsgehäuse (38), wobei die zwei automatischen Verschlusstüren (104) darin verschiebbar montiert sind.

14. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 13, bei dem die zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32) ein pneumatischer Zylinder zum Verschieben der zwei automatischen Verschlusstüren (104) in das automatische Verschlusstüranordnungsgehäuse (38) hinein und heraus sind.

15. Zugangsanschluss (10) nach Anspruch 14, bei dem die zwei Verschlusstüranordnungs-Stellglieder (30, 32) eine Schneckengetriebeanordnung zum Verschieben der zwei automatischen Verschlusstüren (104) in das automatische Verschlusstüranordnungsgehäuse (38) hinein und heraus sind.







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