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Dokumentenidentifikation DE69617838T2 20.06.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0761845
Titel Flache Filamente mit Rippen und Fasern für Florgewebe
Anmelder Mitsubishi Rayon Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Nishihara, Yoshihiro, Otake-shi, Hiroshima, JP;
Masaoka, Hideo, Otake-shi, Hiroshima, JP;
Takemoto, Fumio, Otake-shi, Hiroshima, JP;
Oishi, Seizo, Otake-shi, Hiroshima, JP;
Hosokawa, Hiroshi, Otake-shi, Hiroshima, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69617838
Vertragsstaaten DE, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.09.1996
EP-Aktenzeichen 961142312
EP-Offenlegungsdatum 12.03.1997
EP date of grant 12.12.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.06.2002
IPC-Hauptklasse D01D 5/253
IPC-Nebenklasse D01F 6/18   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft Filamente, die als Rohstoff für ein Florprodukt nützlich sind, und ebenfalls Rohfasern für Florgewebe. Insbesondere betrifft diese Erfindung flache Filamente, die mit Rippen versehen sind, ausgezeichnet in der Bürstwirkung, nämlich einer Eigenschaft von Filamenten, wonach sie frei von gegenseitiger Kohäsion oder Verwirrung bleiben, und Volumen sind, sowohl ein weiches Oberflächengefühl als auch ein elastisches und festen Gefühl bereitstellen können und optimal für Florprodukte wie Spielzeugtiere, Innenraummöbel und Kleidung sind, und sie betrifft ebenfalls Rohfasern für Florgewebe, wobei die Rohfasern die flachen Filamente enthalten und Florprodukte ergeben können, sie sowohl mit einem weichen Oberflächengefühl als auch einem ausgezeichneten elastischen und festen Gefühl versehen sind.

2. Stand der Technik

Da ein natürlicher Pelz allgemein aus Haaren zusammengesetzt ist, deren Durchmesser an ihren freien Enden im Vergleich zu ihrer Basis reduziert sind, ergibt das Gefühl beim Anfassen seiner Oberfläche ein charakteristisches weiches und flexibles Gefühl trotz seines elastischen und kräftigen Erscheinungsbildes.

In den vergangenen Jahren bestand eine Tendenz hin zur Vermeidung der Verwendung von natürlichen Pelzen angesichts des Umweltschutzes. Dies hat zu einem besonderen Wunsch zur Entwicklung von Florprodukten geführt, die aus synthetischen Fasern hergestellt sind, Oberflächen mit einem weichen Gefühl haben, das mit dem aus natürlichen Pelzen erhältlichen vergleichbar ist, und die beim Drücken eine gute Elastizität aufweisen und ein festes Gefühl ergeben.

Unter den synthetischen Fasern können Acrylfasern relativ leicht ein besonders weiches Gefühl bereitstellen. Viele Florprodukte, die aus Acrylfasern hergestellt sind und Pelzen ähneln, wurden daher in den Handel gebracht. Jedoch führt die unvermeidliche Verwendung von Fasern mit einer konstanten Dicke zu einem rauhen und harten Gefühl, wenn Fasern mit der gleichen Dicke wie derjenigen ihrer Basis gebildet werden, oder führt zu einem nicht-elastischen Gefühl, wenn die Fasern mit der gleichen Dicke wie ihre freien Enden gebildet werden.

Nachfolgend werden Beispiele des Standes der Technik angegeben, von denen bekannt ist, daß sie aufgrund der Verwendung von synthetischen Fasern Florprodukte mit einem gegenüber natürlichen Pelzen ähnlicheren Gefühl bereitstellen:

(1) Eine Technik, die von der Tendenz Gebrauch macht, daß Fasern mit einem abgeflachten Querschnitt oder einem gedehnten kreisförmigen Querschnitt im Vergleich zu Fasern mit der gleichen Feinheit, aber mit einem kreisförmigen Querschnitt leicht in wenigstens einer Richtung gebogen werden und ein weicheres Gefühl beim Anfassen ergeben (z. B. JP-OS Nr. 59524/1975);

(2) Eine Technik, bei der die freien Enden des Flors eines aus Polyesterfasern hergestellten Florprodukts durch Eintauchen und hydrolysieren der freien Enden in eine wäßrige Alkali-Lösung gespitzt werden (JP-OS Nr. 16906/1980) oder die freien Enden von gebündelten Polyesterfasern durch Eintauchen der freien Enden in eine wäßrige Alkali-Lösung angespitzt werden (JP-OS Nr. 134272/1981);

(3) Eine Technik, wonach Fasern mit einem charakteristischen weichen Gefühl beim Anfassen trotz der Dicke ihrer Basis durch Spinnen von Fasern mit einem Y-förmigen Querschnitt und Einwirken einer Kraft auf die Fasern, so daß die freien Enden der Fasern gespalten werden, erhalten werden (JP-PS Nr. 51564/1989); und

(4) Eine Technik, wonach Fasern, die eine Feinheit im Bereich von 1,66 bis 4,44 dtex (1,5 bis 4 Denier) und einen abgeflachten rechtwinkligen Querschnitt haben, in Richtung ihrer kürzeren Seiten biegbar sind und 1 bis 6 Oberflächenerhebungen auf der äußeren Peripherie jeder Faser haben, zur Bereitstellung eines Florprodukts mit verbessertem weichen Oberflächengefühl und Bürstwirkung verwendet werden (JP-OS Nr. 200808/1990).

Die Ansätze (1) bis (4) sollen alle sowohl ein weiches Oberflächengefühl als auch ein elastisches und festes Gefühl ohne Verwendung von Flaumhaaren erreichen. Speziell beschrieben gemäß Technik (1) werden Vertiefungen gebildet, wie sie in einem gedehnten kreisförmigen Querschnitt gesehen werden, so daß das inhärente klebrige Gefühl von Polyesterfasern verbessert werden kann. Jedoch ist das resultierende Gefühl mehr oder weniger jenes, das aus dem gedehnten Querschnitt erhältlich ist, wodurch es für den Erhalt eines weichen Oberflächengefühls und, beim Drücken mit der Hand, eines elastischen und festen Gefühls versagt, was alles vergleichbar mit natürlichen Pelzen ist und von der vorliegenden Erfindung beabsichtigt wird. Gemäß Technik (2) ist die Schärfe der Fasern kaum kontrollierbar, und außerdem muß die Hydrolyse in der wäßrigen Alkali-Lösung absatzweise durchgeführt werden, so daß die Wirtschaftlichkeit der Herstellung schlecht ist. Weiterhin ist die Trocknungslast gemäß Technik (3) aufgrund des großen Wasserrückhaltevermögens, für das die Querschnittsform verantwortlich ist, beträchtlich groß. Für die industrielle Verwendung sind besondere Erwägungen erforderlich. Es ist daher schwierig für diese Technik, eine Massenproduktion bei geringen Kosten zu erreichen. Schließlich neigen die Fasern gemäß Technik (4) dazu, sich in Richtung ihrer kurzen Seiten bei Ansicht in ihrem Querschnitt zu biegen, und wegen der Bereitstellung von Oberflächenerhebungen sind die Fasern mit einer übermäßig hohen Steifigkeit versehen. Gemäß der Beschreibung der Beispiele in der Beschreibung wird von den Fasern angegeben, daß sie Florgewebe mit einem höheren Raumbedarf aufgrund der Vermeidung eines engen Kontakts zwischen benachbarten Fasern im Vergleich zu Fasern mit einer "einfachen flachen Querschnittsform" bereitstellen. Jedoch fehlt solchen Florgeweben das weiche Oberflächengefühl.

Aus dem Vorhergehenden ist es möglich, die Schwierigkeit beim Erfüllen der verschiedenen Anforderungen zu erkennen, die für Florprodukte erforderlich sind.

Zusätzlich zu den Techniken (1) bis (4) ist noch ein weiteres Verfahren bekannt. Gemäß diesem Verfahren wird ein Florprodukt unter Verwendung von Rohfasern gebildet, die aus einer Kombination aus nicht-schrumpffähigen Fasern und schrumpffähigen Fasern zusammengesetzt sind. Unter trockenheißen oder naß-heißen Bedingungen führt dies nur zur Schrumpfung der schrumpffähigen Fasern, so daß die nicht- schrumpffähigen Fasern und die geschrumpften Fasern als Deckhaare bzw. Flaumhaare zurückbleiben.

Es ist für ein Florprodukt bevorzugt, daß es eine Oberfläche besitzt, die ein weiches Gefühl aufweist, aber beim Drücken ein elastisches und festes Gefühl ergibt. Um die Oberfläche des Florprodukts mit einem weichen Gefühl zu versehen, ist es ein wichtiger Aspekt, wie Kräuselungen aus den Deckhaaren zu entfernen sind, die in den Flaumhaaren verborgen sind, oder wie sie zu leicht geradelegbaren Fasern durch einen sogenannten Polierschritt konvertiert werden, in dem die Oberfläche des Florprodukts mit einer heißen Walze im Anschluß an die Schrumpfung der Flaumhaare leicht gerieben wird.

In dieser Hinsicht ist es als wirksam bekannt, den Anteil von Acrylnitril in einem Acrylnitril-Copolymer zu reduzieren, das zur Herstellung der Fasern eingesetzt werden soll, so daß das Acrylnitril-Copolymer mit einer reduzierten thermischen Erweichungstemperatur versehen werden kann. Falls die copolymerisierte Menge an Acrylnitril in einem Acrylnitril- Copolymer reduziert wird, verschlechtern sich die Farbklarheit und Färbbarkeit der Fasern, und außerdem neigt das Anfühlen des Florprodukts zu Veränderungen durch die milde thermische Vergangenheit, z. B. durch Trocknen oder dgl. Das so erhaltene Florprodukt ist daher schwierig zu handhaben.

Gemäß dieser Technik wird das elastische und feste Anfühlen, wenn der Flor gedrückt wird, durch Flaumhaare entwickelt. Hier werden der Schrumpffaktor der Fasern und ihr Raumbedarf und das feste Anfühlen, die mit der Querschnittsform der schrumpffähigen Fasern verbunden sind, zu wichtigen Faktoren.

Als Verfahren zur Ausräumung solcher Probleme offenbaren z. B. die 3P-OSen Nrn. 21978/1985 und 209048/1985 eine Technik, wonach schrumpffähige Fasern, die einen Schrumpffaktor von wenigstens 15%, einen statischen Reibungskoeffizienten zwischen Fasern von 0,23 oder weniger haben und für die Schrumpfung anfällig sind, als Flaumhaare in Florprodukten verwendet werden. Zur Regulierung des statischen Reibungskoeffizienten auf unter 0,23 ist die Verwendung eines Aminosiloxan-Weichmachers ein wesentliches Erfordernis.

Jedoch neigt ein Aminosiloxan-Weichmacher zur Ablagerung in gummiartiger Form auf den Trockenzylindern während des Trocknungsschrittes eines Spinnverfahrens für Fasern und besitzt daher eine Tendenz, zur Ursache für Verfahrensschwierigkeiten zu werden. Eine Technik, die keinen solchen Weichmacher verwendet, ist daher erwünscht.

JP-A-06 081207 offenbart ein flaches Filament mit einer Flachheit von 2< A/b< 10 (A ist die Länge des flachen Teils in der Längsrichtung des Querschnitts des Filaments; b ist die Dicke im Zentrum des flachen Teils zwischen zwei hervorragenden Teilen, die in der Längsachsenrichtung des flachen Teils getrennt sind), das mit zwei Längsrippen mit einer Höhe von 1/2 (B - b) mit 1,2≤B/b≤5,0 versehen ist (B ist der Abstand zwischen den Spitzen der zwei hervorragenden Teile, die in der Querrichtung des flachen Teils vorliegen).

Zusammenfassung der Erfindung

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, flache, mit Rippen versehene Filamente bereitzustellen, die ausgezeichnet in der Bürstwirkung und im Raumbedarf sind, die leichte Beseitigung von Kräuselungen durch Polieren erlauben und beim Formen zu Florprodukten ein weiches Anfühlen aufweisen und ein elastisches und festes Anfühlen zeigen können, und die als Rohfasern für Florprodukte geeignet sind und optimal für aufgepolsterte Spielzeugtiere, Inneneinrichtungen, Kleidung und dgl. sind. Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Rohfasern für Florgewebe bereitzustellen, die die oben beschriebenen, mit den Rippen versehenen flachen Filamente enthalten (die nachfolgend der Kürze halber "gerippte flache Filamente" genannt werden können) und beim Formen zu Florgeweben ein weicheres Anfühlen zeigen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Rohfasern bereitzustellen, die die oben beschriebenen gerippten flachen Filamente und spezifische schrumpffähige Fasern umfassen, kein Mischen von Rohfasern erfordern, die einer speziellen Behandlung wie der Auftragung eines Aminosiloxan-Weichmachers unterzogen wurden, und Florprodukte ergeben können, die nicht nur mit einem weichen Oberflächengefühl, sondern ebenfalls mit einem ausgezeichneten elastischen und festen Gefühl ähnlich jenem versehen sind, das bei natürlichen Pelzen erhältlich ist.

In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird somit ein flaches Filament mit einer Flachheit (A/B) von 7 bis 25 bereitgestellt, wobei A die Länge der zwei längeren Seiten eines im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist und B die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist, das eine Feinheit von 0,55 bis 44,4 dtex (0,5 bis 40 Denier) aufweist; und das auf jeder der zwei längeren Seiten mit einer sich kontinuierlich in Richtung der Achse des Filaments ausdehnenden Rippe versehen ist, die eine Breite W und eine Höhe H aufweist, wobei die Breite W im Bereich von B/2 bis 3B ist und die Höhe H im Bereich von B/2 bis 2B ist.

In einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls Rohfasern für ein Florgewebe bereitgestellt, welche wenigstens 10 Gew.-% gerippte flache Filamente wie oben definiert; und höchstens 90 Gew.-% flache Filamente mit einer Flachheit (A'/B') von 5 bis 25, wobei A' die Länge der zwei längeren Seiten eines im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts jedes der Filamente ist und B' die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen transversalen Querschnitts des Filaments ist, und mit einer Feinheit von 1,11 bis 44,4 dtex (1 bis 40 Denier) umfassen.

In einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden ebenfalls Rohfasern für ein Florgewebe bereitgestellt, die 20 bis 60 Gew.-% gerippte flache Filamente wie oben definiert; 20 bis 50 Gew.-% schrumpffähige Fasern mit einem Schrumpffaktor von wenigstens 15% und einer Feinheit von 1,11 bis 5,55 dtex (1 bis 5 Denier); und 60 Gew.-% oder weniger nicht-schrumpffähige Fasern umfassen.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend in größerem Detail beschrieben.

Dabei bedeutet der Begriff "Feinheit" wie hier als solcher verwendet "die Feinheit eines einzelnen Filaments".

Das erfindungsgemäße gerippte flache Filament muß eine Flachheit von 7 bis 25 aufweisen, wie sie durch das Verhältnis A/B definiert wird, wobei A die Länge der zwei längeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist, wobei der Querschnitt senkrecht zur Achse des Filaments ist, und B die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist. Eine Flachheit von 7 bis 15 ist besonders bevorzugt.

Eine Flachheit von weniger als 7 ist nicht bevorzugt, weil solche Filamente dazu neigen, sich miteinander zu verwirren und beim Formen zu einem Florprodukt in einer Oberfläche mit einem rauhen Gefühl resultieren. Andererseits macht es eine Flachheit von mehr als 25 schwierig, ein Florprodukt zu erzeugen, weil solche Filamente eine geringere mechanische Festigkeit aufgrund der Reduktion der Dehnbarkeit beim Spinnen haben.

Der Begriff "im wesentlichen rechtwinklig", wie hier verwendet zur Definition der Form des Querschnitts eines Basisteils (d. h. des Teils der noch nach der Entfernung der Rippen zurückbleibt) des erfindungsgemäßen gerippten flachen Filaments, sollte so interpretiert werden, daß er nicht nur rechtwinklige Formen umfaßt, sonder ebenfalls ovale Formen, insoweit sie die oben beschriebenen Aufgaben der vorliegenden erreichen können.

Es ist für das Filament erforderlich, daß es auf jeder der zwei längeren Seiten mit einer Rippe versehen ist, wie sie im transversalen Querschnitt des Filaments gesehen werden. Die Rippe muß sich kontinuierlich in Richtung der Achse des Filaments erstrecken und eine Breite W und eine Höhe H aufweisen, wobei die Breite W im Bereich von B/2 bis 3B ist und die Höhe H im Bereich von B/2 bis 2B ist.

Aufgrund der Bereitstellung dieser Rippen, die sich kontinuierlich in Richtung der Achse des Filaments ausdehnen, bleiben benachbarte Filamente lose ohne Kohäsion, wodurch sie eine ausgezeichnete Bürstwirkung und Volumen besitzen, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, ein weiches Gefühl aufweisen und sogar ein elastisches und festes Gefühl aufweisen.

Falls die Breite W der Rippen kleiner als B/2 oder größer als 3B ist, können die Wirkungen der Rippen nicht beobachtet werden, so daß solche Filamente bloß ein Anfühlen und eine Bürstwirkung zeigen, die nicht anders als jene sind, die bei Verwendung einfacher flacher Filamente erhältlich sind. Falls die Höhe H der Rippen kleiner als B/2 ist, können die Wirkungen der Rippen nicht beobachtet werden, so daß solche Filamente bloß ein Anfühlen und eine Bürstwirkung zeigen, die überhaupt nicht anders als die aus der Verwendung von einfachen flachen Filamenten erhältlichen sind. Falls die Höhe H der Rippen 2B übersteigt, können solche Filamente nicht mit guter Produktivität hergestellt werden.

Ferner ist die Anzahl der Rippen pro langer Seite des Filaments 1.

Die Feinheit des erfindungsgemäßen gerippten flachen Filaments sollte 0,55 bis 44,4 dtex (0,5 bis 40 Denier) sein, wobei 2,22 bis 27,7 dtex (2 bis 25 Denier) bevorzugt sind und 3,33 bis 22,2 dtex (3 bis 20 Denier) besonders bevorzugt sind. Eine kleinere Feinheit als 0,55 dtex (0,5 Denier) ist nicht bevorzugt, weil solche Filamente dazu neigen, sich miteinander zu verwirren, und beim Formen zu einem Florprodukt in einer Oberfläche mit einem rauhen Gefühl resultieren. Andererseits kann eine Feinheit von mehr als 44,4 dtex (40 Denier) kein weiches Anfühlen zeigen, wenn es zu einem Florprodukt geformt wird.

Der Position jeder Rippe im gerippten flachen Filament wird keine besondere Beschränkung auferlegt, insoweit sie sich auf der längeren Seite des Basisteils des Filaments befindet. Vom Gesichtspunkt des Anfühlens ist es besonders bevorzugt, daß sich der Mittelpunkt der Breite der Rippe innerhalb eines Abstands von A/4 vom Mittelpunkt der längeren Seite befindet.

Obwohl der Querschnittsform jeder Rippe keine besondere Beschränkung auferlegt ist, hat die Rippe bevorzugt eine Querschnittsform, die keine Tasche zwischen der Rippe und dem Basisteil des Filaments bildet, da ihr Wasserrückhaltevermögen auf ein niedriges Maß im Spinnschritt reguliert werden kann. Illustrative Beispiele für die Querschnittsform schließen dreieckige, quadratische, rechtwinklige, andere polygonale und halbkreisförmige Formen ein. Insbesondere ist eine Querschnittsform, die allein durch gekurvte Linien ohne Kanten definiert ist, bevorzugt, weil solche Rohfilamente ebenfalls eine gute Kohäsion im Spinnschritt zeigen, und weil außerdem, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, das gegenseitige Verhaken der Filamente reduziert und das Florprodukt mit einem noch gesteigerten weichen Oberflächengefühl versehen wird.

Der Begriff "Kohäsion" wie hier verwendet gibt die Eigenschaft an, ob solche Unannehmlichkeiten wie Florbandbruch stattfinden oder nicht, wenn solche Filamente zu Florbändern als intermediäres Material für das Florprodukt gebildet werden. Falls die Kohäsion schlecht ist, ist es notwendig, die Schnittlänge der zu verspinnenden Rohfasern länger zu machen. Wenn die Querschnittsform jeder Rippe allein aus gekrümmten Linien gebildet wird, kann die Schnittlänge der Rohfasern aus einem breiteren Bereich ausgewählt werden, so daß eine solche Querschnittsform vorteilhaft zur Einstellung des Anfühlens ist.

Die bevorzugten Bereiche der Breite W und der Höhe H, in denen die oben beschriebenen kennzeichnenden Merkmale des erfindungsgemäßen Filaments am stärksten gesteigert werden können, sind ein Bereich von B/2 bis 2B, insbesondere ein Bereich von B bis 2B für die Breite W und ein Bereich von B/2 bis B für die Höhe H. Das Einstellen von W und H innerhalb dieser Bereiche ermöglicht es, zusätzlich zur Verfügbarkeit der ausgezeichneten kennzeichnenden Merkmale der Rohfasern Filamente mit guter Produktivität im Spinnschritt zu erzeugen und außerdem die feste Kohäsion im Spinnschritt zu erreichen.

Die gerippten flachen Filamente sind bevorzugt Acryl- Filamente, die aus einem Acrylnitril-Polymer hergestellt werden, weil unter synthetischen Faser Acryl-Filamente viel einfacher ein weiches Gefühl ergeben und ausgezeichnet in der Farbstoffklarheit und Färbbarkeit sind.

Die gerippten flachen Acryl-Filamente können hergestellt werden, wie es nachfolgend beschrieben wird.

Das zur Herstellung der gerippten flachen Acryl-Filamente geeignete Acrylnitril-Polymer ist ein Acrylnitril-Copolymer, das aus 50 Gew.-% oder mehr Acrylnitril und einem mit Acrylnitril copolymerisierbaren ungesättigten Monomer zusammengesetzt ist.

Insbesondere wenn die gerippten flachen Filamente in Kombination mit schrumpffähigen Acrylfasern und/oder anderen Acrylfasern verwendet werden, ist ein Acrylnitril-Polymer, das Acrylnitril in einer Menge von 90 Gew.-% oder mehr enthält, bevorzugt.

Ein Acrylnitril-Gehalt von weniger als 50 Gew.-% führt zu Filamenten, die in thermischen Eigenschaften, Farbstoffklarheit und Färbbarkeit schlechter sind.

Keine besondere Beschränkung wird dem ungesättigten Monomer auferlegt, das als copolymerisierbare Komponente eingesetzt wird. Verwendbare Beispiele schließen Acrylsäure, Methacrylsäure und Derivate davon; Vinylacetat, Acrylamid, Methacrylamid, Vinylchlorid und Vinylidenchlorid; und, in Abhängigkeit von der Anwendung, ionische ungesättigte Monomere wie Natriumvinylbenzolsulfonat, Natriummethallylsulfonat und Natriumacrylamidomethylpropanfulfonat ein.

Keine besondere Beschränkung wird dem Polymerisationsverfahren für das Acrylnitril-Polymer auferlegt. Z. B. kann ein herkömmliches Suspensionpolymerisations- oder Lösungspolymerisationsverfahren verwendet werden.

Außerdem wird dem Molekulargewicht des Acrylnitril-Polymers keine besondere Beschränkung auferlegt, vorausgesetzt daß das Molekulargewicht in einen Bereich von Molekulargewichten fällt, die allgemein für die Produktion von Acryl-Filamenten eingesetzt werden. Es ist jedoch bevorzugt, daß es eine reduzierte Viskosität bei 25ºC innerhalb eines Bereiches von 1,5 bis 3,0 hat, wenn es in Form einer 0,5 Gew.-%igen Dimethylformamid-Lösung gemessen wird.

Ein Spinnlösung wird hergestellt durch Auflösen des Acrylnitril-Polymers in einem Lösungsmittel, so daß die Konzentration des Acrylnitril-Polymers in einen Bereich von 15 bis 28 Gew.-% fällt. Die Spinnlösung wird dann durch eine Spinndüse mit einer Lochkonfiguration gesponnen, die im wesentlichen ähnlich der Querschnittsform der gewünschten Filamente ist. Falls die Konzentration des Acrylnitril- Polymers in der Spinnlösung weniger als 15 Gew.-% ist, unterscheiden sich die Konfiguration der feinen Spinnlöcher und die Querschnittsform der Filamente wesentlich voneinander zum Zeitpunkt der Koagulation. Dies macht es schwierig, die gewünschte Querschnittsform zu erhalten. Eine solche geringe Konzentration ist nicht bevorzugt. Falls die Konzentration 28 Gew.-% überschreitet, hat die Spinnlösung andererseits eine geringere zeitabhängige Stabilität, so daß ihre Spinnfähigkeit verringert wird. Eine solche hohe Konzentration ist ebenfalls nicht bevorzugt.

Verwendbare Beispiele für das Lösungsmittel schließen organische Lösungsmittel ein, wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid und Dimethylsulfoxid; und andere Lösungsmittel, wie Salpetersäure; wäßrige Thiocyanat- Lösungen; und wäßrige Zinkchlorid-Lösung. Wenn es beabsichtigt ist, die Querschnittsform der Filamente durch die Konfiguration der feinen Spinnlöcher zu regulieren, ist ein organisches Lösungsmittel vorteilhaft. Durch das Durchführen des Verspinnens und Aufwickelns in einer solchen Weise, daß die Spinnverstreckung, definiert als das Verhältnis der Aufwickelgeschwindigkeit der koagulierten Filamente zur linearen Abführungsgeschwindigkeit der Spinnlösung, in einen Bereich von 0,7 bis 2,0 fällt, können flache Acryl-Filamente mit einer im wesentlichen der Konfiguration der feinen Spinnlöcher ähnlichen Querschnittsform erhalten werden. Eine Spinnverstreckung von mehr als 2,0 führt zu einem häufigeren Fadenbruch in der Koagulationsbadlösung, wodurch es schwierig wird, die Filamente selbst zu erhalten.

Die so erhaltenen koagulierten Filamente werden dann gestreckt, gewaschen und unter bekannten Bedingungen durch bekannte Verfahren getrocknet, wodurch erfindungsgemäße flache Acryl-Filamente erhalten werden können. Abhängig von der Anwendung werden die so erhaltenen Filamente einer thermischen Relaxationsbehandlung oder dgl. unterworfen, um ihnen ausgeglichene mechanische Eigenschaften zu verleihen, und werden dann zu Rohfasern geschnitten.

Als nächstes wird eine Beschreibung zu Rohfasern für ein Florgewebe angegeben werden, welche flache Filamente mit einer Flachheit (A'/B') von 5 bis 25, wobei A' die Länge der zwei längeren Seiten eines im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts der Filamente ist, und B' die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts der Filamente ist, und mit einer Feinheit von 1,11 bis 44,4 dtex (1 bis 40 Denier) umfassen, und zu erfindungsgemäßen gerippten Filamenten.

Falls Rohfasern für ein Florgewebe allein aus bloßen flachen Filamenten gebildet werden, kleben die Filamente eng aneinander wie oben beschrieben, so daß ihre Bürstwirkung reduziert ist und das Florprodukt, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, ein rauhes Anfühlen hat. Falls Rohfasern aus superflachen Filamenten mit einer hohen Flachheit zum Verleihen eines weichen Gefühls geformt werden, hat das resultierende Florprodukt den oben genannten Nachteil und ebenso eine geringe Elastizität. Dagegen resultiert das Vermischen von erfindungsgemäßen gerippten flachen Filamenten mit flachen Fasern in der Einfügung der gerippten Filamente zwischen die flachen Filamente, die als solche dazu neigen, eng aneinander zu haften. Die Filamente werden daher vor einer Aneinanderhaftung bewahrt, was in einer Verbesserung der Bürstwirkung resultiert. Da die individuellen Filamente außerdem unabhängig voneinander sind, können sie in direkten Kontakt mit einem heißen Zylinder gebracht werden, wenn sie in einem Polierschritt erwärmt werden. Dies erleichtert die Übertragung von Wärme aus dem heißen Zylinder auf die individuellen Filamente, so daß die Beseitigung von Kräuselungen aus den Filamenten leichter ist als die Beseitigung von Kräuselungen aus Rohfasern, die nur aus erfindungsgemäßen gerippten flachen Filamenten zusammengesetzt sind. Das resultierende Florprodukt hat daher eine Struktur, in der die flachen Filamente durch die gerippten flachen Filamente verstärkt sind, so daß das Florprodukt ein elastisches und festes Gefühl hat, während seine Oberfläche ein weiches Gefühl hat.

Hier müssen die flachen Filamente, die zu den gerippten flachen Filamenten gemischt werden, eine Flachheit (A'/B') von 5 bis 25, wobei A' die Länge der zwei längeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des flachen Filaments ist und B' die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen transversalen Querschnitts des flachen Filaments ist, und eine Feinheit von 1,11 bis 44,4 dtex (1 bis 40 Denier), bevorzugt von 2,22 bis 33,3 dtex (2 bis 30 Denier), besonders bevorzugt von 5,55 bis 16,6 dtex (5 bis 15 Denier) haben.

Falls die Flachheit der vermischten flachen Filamente geringer als 5 ist, ist es schwierig, die für solche flachen Filamente spezifische Weichheit auszuüben, wodurch es schwierig gemacht wird, ein einem natürlichen Pelz ähnelndes Florprodukt zu erhalten. Falls die Flachheit 25 übersteigt, besitzen die vermischten flachen Filamente andererseits eine starke Tendenz, aneinander zu haften, so daß der Verbesserungsgrad der Bürstwirkung der gerippten flachen Filamente nicht voll aufgezeigt werden kann, selbst wenn die gerippten flachen Filamente vermischt werden.

Falls die Feinheit der vermischten flachen Filamente geringer als 1,11 dtex (1 Denier) ist, neigen die Filamente untereinander zum Verwirren, so daß, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, das Florprodukt eine Oberfläche mit einem rauhen Gefühl hat. Falls die Feinheit 44,4 dtex (40 Denier) überschreitet, können die Filamente kein weiches Gefühl trotz ihrer flachen Konfigurationen aufweisen, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden. Es ist daher schwierig, ein einem natürlichen Pelz ähnelndes Florprodukt zu erhalten.

Bezüglich der Mischanteile der gerippten flachen Filamente und der gemischten flachen Filamente sollten die ersteren 10 Gew.-% oder mehr, besonders bevorzugt 30 Gew.-% oder mehr sein. Falls dieser Anteil geringer als 10 Gew.-% ist, ist der Anteil der gerippten flachen Filamente, die sich zwischen den gemischten flachen Filamenten befinden, zu gering, so daß die gerippten flachen Filamente das gegenseitige Verkleben oder die Kohäsion der gemischten flachen Filamente nicht wirksam verhindern können. Wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, neigt das Florprodukt dazu, eine Oberfläche mit rauhem Gefühl zu haben. Es muß nicht erwähnt werden, daß die Rohfasern für das Florgewebe allein aus erfindungsgemäßen gerippten flachen Filamenten zusammengesetzt sein können.

Die flachen Filamente, die zum Bilden der erfindungsgemäßen Rohfasern für das Florgewebe verwendet werden, sind bevorzugt flache Acryl-Filamente, weil die Acryl-Filamente unter den synthetischen Fasern leichter ein besonders weiches Gefühl ergeben und ausgezeichnet in der Farbstoffklarheit und Färbbarkeit sind.

Die flachen Acryl-Filamente können in einer ähnlichen Weise wie das oben beschriebene Herstellungsverfahren für die gerippten flachen Acryl-Filamente hergestellt werden, außer daß die Konfiguration der feinen Spinnlöcher auf eine Konfiguration verändert werden muß, die im wesentlichen ähnlich der Querschnittsform der flachen Acryl-Filamente ist.

Rohfasern für ein Florgewebe können durch Vermischen der gerippten flachen Filamente und der flachen Filamente in den oben beschriebenen Anteilen oder durch Verwendung allein der gerippten flachen Filamente erhalten werden. Die Rohfasern können dann zu einem Florgewebe geformt werden, wie einer Boa, einem Hochflorgewebe oder Teppich.

Als nächstes wird eine Beschreibung für erfindungsgemäße Rohfasern für ein Florgewebe angegeben, das aus schrumpffähigen Fasern, die einen Schrumpffaktor von wenigstens 15% und eine Einzelfaserfeinheit von 1,11 bis 5,55 dtex (1 bis 5 Denier) haben, und den gerippten flachen Acryl-Filamenten zusammengesetzt ist. Diese Rohfasern werden nachfolgend "mit schrumpffähiger Faser gemischte Rohfasern für ein Florgewebe" bezeichnet.

Ein natürlicher Pelz weist ein charakteristisches elastisches und festes Gefühl nicht nur auf, wenn er stark gepreßt wird, sondern ebenfalls wenn er leicht gepreßt wird. Das Gefühl der oben genannten Rohfasern für das Florgewebe ist dem Gefühl des natürlichen Pelzes bei leichtem Pressen sehr ähnlich, aber bei starkem Pressen kann ein elastisches und festes Gefühl, wie es aus dem natürlichem Pelz erhältlich ist, nicht aus den Rohfasern für das Florgewebe erhalten werden. Bezüglich der weiteren Verbesserung des Anfühlens werden daher schrumpffähige Filamente, die Flaumhaare werden, wenn sie zu einem Florprodukt geformt werden, in Kombination verwendet.

Die mit schrumpffähiger Faser vermischten Rohfasern für das Florgewebe werden durch Vermischen der gerippten flachen Filamente, der schrumpffähigen Fasern mit einem Schrumpffaktor von wenigstens 15% und einer Einzelfaserfeinheit von 1,11 bis 5,55 dtex (1 bis 5 Denier) und nicht-schrumpffähigen Fasern miteinander erhalten. Es ist notwendig, die Anteile der jeweiligen Fasern auf 20 bis 60 Gew.-% für die gerippten flachen Filamente, auf 20 bis 50 Gew.-% für die schrumpffähigen Fasern und auf 60 Gew.-% oder weniger für die nicht-schrumpffähigen Fasern einzustellen.

In diesem Fall haben die gerippten flachen Filamente eine hohe Steifigkeit, so daß sie dazu neigen, aufrecht im Florgewebe zu verbleiben. Wenn ein heißer Zylinder in Kontakt mit den gerippten flachen Filamenten im sogenannten Polierschritt im Herstellungsverfahren für das Florgewebe gebracht wird, können die gerippten flachen Filamente den heißen Zylinder ohne Biegung kontaktieren. Dies ermöglicht es, die Wirksamkeit der Wärmeübertragung vom heißen Zylinder auf die gerippten flachen Filamente zu verbessern, wodurch Kräuselungen leicht gerade gerichtet werden können.

Falls der Anteil der gerippten flachen Filamente in den mit schrumpffähiger Faser vermischten Rohfasern für das Florgewebe geringer als 20 Gew.-% ist, ist es unmöglich, das resultierende Florgewebe mit einer Oberfläche mit weichem Anfühlen zu versehen. Andererseits macht es ein Anteil von mehr als 60 Gew.-% schwierig, die Wirkung der so vermischten schrumpffähigen Fasern vollständig herauszustellen, d. h. Verbesserungen im elastischen und festen Anfühlen des resultierenden Florgewebes zu erreichen, wenn das Florgewebe stark gedrückt wird.

Der Schrumpffaktor der schrumpffähigen Fasern, die zu Flaumhaaren konvertiert werden, wenn sie zum Florgewebe geformt werden, beträgt 15% oder mehr, bevorzugt 20% oder mehr. Ein Schrumpffaktor von weniger als 15% führt zu Flusen, die auf die Basisteile der gerippten flachen Filamente sinken, so daß die Flaumhaare, wenn sie stark gedrückt werden, keine Rolle beim Verleihen eines elastischen und festen Anfühlens auf das Florgewebe spielen können.

Daneben gibt der Begriff "Schrumpffaktor von wenigstens 15% (20%)" wie hier verwendet an, daß entweder der nasse thermische Schrumpffaktor (gemessen nach Behandlung für 3 min in siedendem Wasser) oder der trockene thermische Schrumpffaktor (gemessen nach Behandlung bei 130ºC für 10 min) wenigstens 15% (20%) beträgt.

Falls der Anteil der schrumpffähigen Fasern in den mit schrumpffähiger Faser vermischten Rohfasern für das Florgewebe geringer als 20 Gew.-% ist, kann das resultierende Florgewebe keine starke Elastizität und ein festen Anfühlen aufzeigen, wenn es stark gedrückt wird. Andererseits führt ein Anteil von mehr als 50 Gew.-% zu einem Florgewebe, dessen Oberfläche eine geringe Filamentdichte hat, wodurch das Florgewebe nicht mit der Oberflächenglattheit versehen wird.

Die schrumpffähigen Fasern müssen eine Feinheit von 1,11 bis 5,55 dtex (1 bis 5 Denier) aufweisen. Eine Feinheit von weniger als 1,11 dtex (1 Denier) führt zu einem Verwirren der schrumpffähigen Fasern untereinander oder einem Verwirren der schrumpffähigen Faser mit den gerippten flachen Filamenten als Deckhaare, wodurch es schwierig wird, den schrumpffähigen Fasern die gleichmäßige Schrumpfung zu ermöglichen. Eine Feinheit von mehr als 5,55 dtex (5 Denier) führt andererseits zu einem Florgewebe, das sich an den Basisbereichen seiner Filamente rauh anfühlt und daher von minderer Qualität ist.

Falls weiterhin der Anteil der nicht-schrumpffähigen Fasern, die zusätzlich zu den gerippten flachen Filamenten und den schrumpffähigen Fasern nach Bedarf verwendet werden können, 60 Gew.-% übersteigt, dann werden die Anteile der gerippten flachen Filamente als Deckhaare und der schrumpffähigen Fasern als Flaumhaare entsprechend reduziert, was in einem Florgewebe mit einer Oberfläche resultiert, deren weiches Anfühlen, Elastizität und festes Anfühlen alle reduziert sind.

Außerdem führt die Verwendung von schrumpffähigen und/oder nicht-schrumpffähigen Fasern mit einer spezifischen Querschnittsform als schrumpffähige Fasern und/oder nicht- schrumpffähige Fasern zu einem Florgewebe mit noch verbesserter Qualität.

Als Querschnitte der Fasern einer solchen spezifischen Querschnittsform ist es notwendig, daß sie gleichzeitig die folgenden drei Erfordernisse erfüllen.

(1) Die Kontur jeden Querschnitts sollte nur durch kantenfreie Kurven definiert sein.

(2) Jeder Querschnitt sollte die folgende Formel erfüllen:

2 ≤ a/b ≤ 5

worin, wenn der Querschnitt zwischen zwei parallelen geraden Linien eingefaßt ist, a der maximale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist und b der minimale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist.

(3) Jeder Querschnitt definiert wenigstens zwei Vertiefungen an unterschiedlichen Orten.

Wenn die Erfordernisse (1) bis (3) erfüllt sind, wird die Möglichkeit des gegenseitigen Verhakens der einzelnen Fasern nach dem Schrumpfen der schrumpffähigen Fasern zu Flaumhaaren reduziert. Man läßt die schrumpffähigen Fasern daher gleichmäßig schrumpfen, was zu einem Florgewebe mit einem noch verbesserten, ausgezeichneten elastischen und festen Anfühlen führt. Es ist eine Rolle der nicht-schrumpffähigen Fasern, das Aneinanderhaften der gerippten flachen Filamente im Florgewebe zu verhindern, so daß das Florgewebe mit noch weiter verbesserter Qualität versehen ist. Die das Anhaften verhindernde Wirkung dieser nicht-schrumpffähigen Fasern kann auch weiter gesteigert werden, falls die Konturen ihrer Querschnitte jeweils allein durch Kurven definiert sind.

Alle Fasern, die durch ein bekanntes Verfahren erhältlich sind und die oben beschriebe Eigenschaften aufweisen, sind als schrumpffähige Fasern in den mit schrumpffähiger Faser vermischten Rohfasern für das Florgewebe verwendbar. Keine besondere Beschränkung wird ihrem Herstellungsverfahren auferlegt. Schrumpffähige Acrylfasern sind wegen ihrer überlegenen Farbstoffklarheit und Färbbarkeit besonders bevorzugt.

Schrumpffähige Acrylfasern können durch ein bekanntes Verfahren hergestellt werden, und um sie mit einer Querschnittsform zu versehen, die die oben beschriebenen Erfordernisse (1) bis (3) erfüllen kann, werden die Konfiguration feiner Spinnlöcher und die Spinnbedingungen in geeigneter Weise ausgewählt und kombiniert, um schrumpffähige Acrylfasern der gewünschten Querschnittsform zu erhalten.

Bezüglich der individuellen Typen von Fasern, die die mit schrumpffähiger Faser vermischten Rohfasern für das Florgewebe ausmachen, sind keine besonderen Beschränkungen auf ihre Spinnschritte oder auf Appreturöle auferlegt, die in Nachbehandlungen nach dem Färben oder dgl. verwendet werden.

Wenn gefärbte Rohfasern erwünscht sind, ist es nur notwendig, das Färben durch ein als solches auf diesem Gebiet bekanntes Verfahren durchzuführen, wie das Färben nach der Bildung der Rohfasern, oder unter Verwendung von durch den Hersteller gefärbten Fasern oder pigmentierten Fasern.

Die gerippten flachen Filamente, die schrumpffähigen Fasern, und, falls erforderlich, die nicht-schrumpffähigen Fasern werden in den oben beschriebenen Anteilen vermischt und als Rohfasern für ein Florgewebe zu einem Florprodukt wie einer Boa, einem Hochflorgewebe oder einem Teppich durch ein bekanntes Florverfahren geformt.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend weiter durch die folgenden Beispiele beschrieben, in denen die individuellen Meßdaten durch die folgenden Verfahren gemessen wurden.

(Reduzierte Viskosität des Acrylnitril-Polymers)

Die reduzierte Viskosität jedes Acrylnitril-Polymers wurde durch Auflösen mit Dimethylformamid zu einer 0,5 Gew.-%igen Lösung und dann Messen ihrer Viskosität bei 25ºC mit einem Cannon-Fenske-Viskosimeter bestimmt.

(Messung des Schrumpffaktors)

Die Messung des Schrumpffaktors eines jeden Filaments wurde durch die folgenden Verfahren durchgeführt.

Die Filamentlänge (LW) vor der Schrumpfung wurde unter einer Last von 9 mg/dtex (10 mg/Denier) gemessen, und im Anschluß an die Schrumpfverarbeitung ließ man die Temperatur des Filaments auf Raumtemperatur absinken, und die Filamentlänge (L'w) wurde gleichsam unter einer Last von 9 mg/dtex (10 mg/Denier) gemessen. Ihr Schrumpffaktor wurde dann gemäß der folgenden Formel bestimmt:

Schrumpffaktor (%) = {(LW - L'w)/LW} · 100

(Beurteilung des Florprodukts)

Auf der Grundlage der Oberflächenweichheit jedes Florprodukts, bestimmt durch die menschliche Hand in einem organoleptischen Test, und der Elastizität und des festen Anfühlens des Florprodukts, wenn das Florprodukt mit der Hand gedrückt wurde, wurde das Florprodukt gemäß den folgenden Standards beurteilt.

Oberflächenweichheit:

A: Ausgezeichnet

B: Gut

C: Durchschnitt

D: Schwach

E: Schlecht

Elastizität und festes Anfühlen:

A: Ausgezeichnet (gute Elastizität und festes Anfühlen wurden nicht nur erhalten, wenn das Florprodukt stark gedrückt wurde, sondern ebenfalls, wenn das Florprodukt leicht gedrückt wurde).

B: Gut (gute Elastizität und festes Anfühlen wurden erhalten, wenn das Florprodukt leicht gedrückt wurde).

C: Durchschnitt

D: Schwach

E: Schlecht

(Wasserrückhaltevermögen)

Nachdem die Filamente gewaschen worden waren, wurde ein Probe im nassen Zustand vor ihrem Verarbeiten mit Trockenzylindern aufgefangen. Die Probe wurde bei 105ºC für 2 h getrocknet. Aus den Gewichten der Probe vor und nach dem Trocknen wurde ihr Wasserrückhaltevermögen gemäß der folgenden Formel berechnet:

Wasserrückhaltevermögen (%) = {(W&sub1; - W&sub0;)/W&sub0;} · 100

worin WO das Gewicht (g) der Filamente nach dem Trocknen ist und W1 das Gewicht (g) der Filamente vor dem Trocknen ist.

(Positionen der Rippen)

In jedem Beispiel wurde die Position jeder Rippe durch Angeben eines Mittelpunktes der unteren Seite der Rippe als (x,y) in einem Koordinatensystem in einer solchen Weise angegeben, daß sich der Schnittpunkt zwischen diagonalen Linien eines im wesentlichen rechtwinkligen Querschnitts, erhalten durch Schneiden der Rippe entlang einer Ebene, die sich vertikal relativ zur Filamentachse des verbundenen flachen Filaments erstreckt, am Ursprung der Koordinatenachsen x,y befindet, wobei sich die Koordinatenachse x parallel zu beiden längeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen Querschnitts erstreckt, während sich die Koordinatenachse y parallel zu beiden kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen Querschnitts erstreckt.

Beispiele 1 bis 12 und Referenzbeispiele 13 bis 15 und Vergleichsbeispiele 1 bis 11

In jedem der Beispiele, Referenzbeispiele und Vergleichsbeispiele wurde ein aus 93 Gew.-% Acrylnitril und 7 Gew.-% Vinylacetat zusammengesetztes Acrylnitril-Copolymer mit einer reduzierten Viskosität von 2,0 durch ein wäßriges Suspensionspolymerisationsverfahren erhalten. Das Acrylnitril-Copolymer wurde dann in Dimethylacetamid gelöst, so daß eine das Acrylnitril-Copolymer in einer Konzentration von 24 Gew.-% enthaltende Spinnlösung erhalten wurde. In Vergleichsbeispiel 1 wurde jedoch die Konzentration des Acrylnitril-Copolymers auf 20 Gew.-% eingestellt.

Durch feine Spinnlöcher einer entsprechenden Lochkonfiguration, die ähnlich den Querschnittsformen der gewünschten Typen von Filamenten sind, wurde die Spinnlösung in eine 40%ige wäßrige Lösung von Dimethylacetamid gesponnen, wobei die wäßrige Lösung auf 40ºC reguliert wurde, so daß die entsprechende, in Tabelle 1 gezeigte Spinnverstreckung erhalten wurde. Die resultierenden Filamente wurden 5-fach in heißem Wasser gestreckt (6,5-fach nur Vergleichsbeispiel 1), gewaschen und dann durch Trockenzylinder getrocknet. Nachdem sie einer thermischen Relaxationsbehandlung unter einer Dampfatmosphäre unter einem Druck von 2,5 kg/cm² unterworfen worden waren, wurden Kräuselungen in einer Dichte von 3,74 Kräuselungen/cm (9,5 Kräuselungen/Zoll) und mit einem Kräuselgrad von 10,3% angebracht, wodurch gerippte flache Acryl-Filamente erhalten wurden.

Diese gerippten flachen Acryl-Filamente wurden zur Bildung von Rohfasern auf 51 mm Länge geschnitten. Aus den Rohfasern wurden Florbänder mit einer Dicke von 10 g/m hergestellt. Durch eine Florband-Strickmaschine wurden sie zu einer Florbandstrickware geformt. Die Florbandstrickware wurde dann einem Polierschritt unterworfen, wodurch ein Hochflorgewebe mit einem Metsuke (Flächengewicht) von 700 g/m² und einer Florlänge von 18 mm erhalten wurde. Die Auswertungsergebnisse dieses Hochflorgewebes sind in Tabelle 1 gezeigt.

Vergleichsbeispiele 12 und 13

In jedem Vergleichsbeispiel wurde das Spinnen in ähnlicher Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt, außer daß die Konfiguration jedes feinen Spinnlochs an den rippenbildenden Teilen davon modifiziert wurde. Das Wasserrückhaltevermögen der Filamente vor ihrem Trocknungsschritt wurde gemessen und ist im Vergleich zu demjenigen der Filamente aus Beispiel 2 in Tabelle 2 gezeigt.

Das Wasserrückhaltevermögen vor dem Trocknen variiert substantiell in Abhängigkeit von der Rippenform, und es wird erwartet, daß die Rippenformen der Vergleichsbeispiele 10 und 11 zu signifikanten Trocknungslasten führen.

Beispiele 16 bis 18 und Vergleichsbeispiele 14 bis 18

In jedem der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurde ein aus 93 Gew.-% Acrylnitril und 7 Gew.-% Vinylacetat zusammengesetztes Acrylnitril-Copolymer mit einer reduzierten Viskosität von 2,0 durch ein wäßriges Suspensionspolymerisationsverfahren erhalten. Das Acrylnitril-Copolymer wurde dann in Dimethylacetamid gelöst, so daß eine das Acrylnitril-Copolymer in einer Konzentration von 24 Gew.-% enthaltende Spinnlösung erhalten wurde.

Durch feine Spinnlöcher einer entsprechenden flachen Konfiguration wurde die Spinnlösung in eine 40 Gew.-%ige wäßrige Lösung von Dimethylacetamid gesponnen, wobei die wäßrige Lösung auf 40ºC reguliert wurde, während mit einer Spinnverstreckung von 1,01 bis 1,91 aufgewickelt wurde. Die resultierenden Filamente wurden 5-fach in heißem Wasser gestreckt, gewaschen und dann durch Trockenzylinder getrocknet. Danach wurden sie einer thermischen Relaxationsbehandlung unter einer Dampfatmosphäre unter einem Druck von 2,5 kg/cm² unterworfen, Kräuselungen wurden in einer Dichte von 3,74 Kräuselungen/cm (9,5 Kräuselungen/Zoll) und mit einem Kräuselgrad von 10,3% angebracht. Die gerippten flachen Acryl-Filamente wurden dann zu 51 mm Länge geschnitten. Auf diese Weise wurden 6 Typen flacher Acrylfasern erhalten, die in Tabelle 3 gezeigt sind. Jeder der 6 Typen wurden mit den 51 mm langen gerippten Filamenten, die in den entsprechenden Beispielen 1 bis 3 und Vergleichsbeispielen 2 bis 4 erhalten worden waren, in den in Tabelle 3 gezeigten Anteilen vermischt, und Florbänder mit einer Dicke von 10 g/m wurden hergestellt. Durch eine Florband-Strickmaschine wurden sie zu einer Florband- Strickware geformt. Die Florband-Strickware wurde dann einer Polierverarbeitung unterworfen, wodurch ein Hochflorgewebe mit einem Metsuke von 700 g/m² und einer Florlänge von 8 mm erhalten wurde. Die Auswertungsergebnisse dieses Hochflorgewebes sind ebenfalls in Tabelle 3 gezeigt.

Beispiele 19 bis 23 und Vergleichsbeispiele 19 bis 22

In jedem der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurde eine Spinnlösung der gleichen Zusammensetzung, wie sie in Beispiel 16 eingesetzt wurde, in eine 40 Gew.-%ige wäßrige Lösung von Dimethylacetamid gesponnen, wobei die wäßrige Lösung auf 40ºC reguliert wurde, durch feine Spinnlöcher einer Konfiguration ähnlich der Querschnittsform der gewünschten Filamente. Die resultierenden Filamente wurden dann 5-fach in siedendem Wasser gestreckt, während das Lösungsmittel abgewaschen wurde, gefolgt von Trocknen durch heiße, auf 150ºC regulierte Zylinder. Nachdem sie einer thermischen Relaxationsbehandlung in Dampf unter einem Druck von 2,5 kg/cm² unterworfen wurden, wurden Kräuselungen in einer Dichte von 3,74 Kräuselungen/cm (9,5 Kräuselungen/Zoll) und mit einem Kräuselgrad von 10,3% angebracht. Auf diese Weise wurden unterschiedliche Typen von gerippten flachen Acryl-Filamenten erhalten, die sich wie in Tabelle 4 gezeigt in Feinheit und Flachheit unterschieden.

Jeder Typ der gerippten flachen Acryl-Filamente wurde dann zu 51 mm Länge geschnitten, um Rohfasern zu erhalten.

Außerdem wurde das Spinnen ebenfalls gleichsam durch feine kreisförmige Löcher durchgeführt. Nachdem die resultierenden Filamente einer thermischen Relaxationsbehandlung in Dampf unter Druck unterworfen wurden, wurden sie 1,5-fach in Dampf unter Normaldruck gestreckt, wodurch schrumpffähige Acrylfasern mit einem Querschnitt in Form einer breiten Bohne erhalten wurden [Feinheit: 2,22 dtex (2 Denier), a/b = 2,6, Anzahl der Vertiefungen: 1]. Der Schrumpffaktor dieser Fasern betrug 26% bei Messung durch Behandlung für 3 min in siedendem Wasser und 17% bei Messung durch Behandlung für 10 min bei 130ºC trockener Hitze. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um herkömmliche Rohfasern aus schrumpffähigen Acrylfasern bereitzustellen.

Zusätzliches Spinnen wurde ebenfalls gleichsam durch die gleichen feinen kreisförmigen Löcher durchgeführt. Die resultierenden Fasern wurden nur der Dampfbehandlung unter Druck unterworfen, wodurch schrumpffähige Acrylfasern mit einem Querschnitt in Form einer breiten Bohne erhalten wurden [Feinheit: 5,55 dtex (5 Denier), a/b = 2,6, Anzahl der Vertiefungen: 1]. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um herkömmliche Rohfasern aus schrumpffähigen Acrylfasern bereitzustellen.

Die oben erhaltenen drei Typen von Rohfasern wurden zusammen in solchen Anteilen vermischt, daß die gerippten flachen Acryl-Filamente, die schrumpffähigen Fasern und die herkömmlichen Acrylfasern 40 Gew.-%, 40 Gew.-% bzw. 20 Gew.-% darstellten, und Florbänder mit einer Dicke von 20 g/m wurden dann hergestellt. Durch eine Florband-Strickmaschine wurden sie zu einer Florband-Strickware geformt. Im Anschluß an die Schrumpfbehandlung wurde die Florband-Strickware einer Polierverarbeitung unterworfen, wodurch ein Hochflorgewebe mit einem Metsuke von 700 g/m² und einer Florlänge von 18 mm erhalten wurde. Ihr Anfühlen wurde bewertet und ist ebenfalls in Tabelle 4 gezeigt.

Beispiele 24 bis 31 und Vergleichsbeispiele 23 bis 25

In jedem der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurde das gleiche Acrylnitril-Copolymer wie in Beispiel 1 in Dimethylacetamid gelöst, so daß eine Spinnlösung erhalten wurde, die das Acrylnitril-Copolymer in einer Konzentration von 25 Gew.-% enthielt.

Die Spinnlösung wurde in eine 40 Gew.-%ige wäßrige Lösung von Dimethylacetamid gesponnen, wobei die wäßrige Lösung auf 40ºC reguliert wurde, durch feine Spinnlöcher mit einer Konfiguration ähnlich der Querschnittsform der gewünschten Fasern. Die resultierenden Fasern wurden dann 5-fach in siedendem Wasser gestreckt, während das Lösungsmittel abgewaschen wurde, gefolgt von Trocknen durch auf 150ºC regulierte heiße Zylinder. Danach wurden sie einer thermischen Relaxationsbehandlung in Dampf unter einem Druck von 2,5 kg/cm² unterworfen. Auf diese Weise wurden 4 Fasertypen erhalten, die kantenfreie Querschnittsformen hatten und sich in der Form unterschieden [a/b, Anzahl der Vertiefungen]. Jeder Typ von Fasern wurde dann 1,5-fach in Dampf von Normaldruck gestreckt, wodurch schrumpffähige Acrylfasern mit einer Feinheit von 2,22 dtex (2 Denier) erhalten wurden. Der Schrumpffaktor dieser Filamente betrug 27% bei Messung durch Behandlung für 3 min in siedendem Wasser und 18% bei Messung durch Behandlung für 10 min bei 130ºC trockener Hitze. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um Rohfasern aus schrumpffähigen Acrylfasern bereitzustellen.

In einer ähnlichen Weise wie oben beschrieben wurde das Spinnen durch die feinen kreisförmigen Löcher durchgeführt, und die resultierenden Fasern wurden der Behandlung oder Verarbeitung bis zur Dampfbehandlung unter Druck unterworfen, wodurch herkömmliche Acrylfasern mit einer Feinheit von 5,55 dtex (5 Denier) erhalten wurden. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um herkömmliche Rohfasern aus Acrylfasern bereitzustellen.

Die oben erhaltenen zwei Typen von Rohfasern wurden mit den gerippten flachen Acryl-Filamenten (Feinheit: 11,1 dtex (10 Denier), Flachheit: 13), die in Beispiel 1 erhalten worden waren, in den in Tabelle 5 gezeigten Anteilen vermischt, wodurch Florbänder mit einer Dicke von 10 g/m hergestellt wurden. Durch eine Florband-Strickmaschine wurden sie zu einer Florband-Strickware geformt. Im Anschluß an die Schrumpfbehandlung wurde die Florband-Strickware einer Polierverarbeitung unterworfen, wodurch ein Hochflorgewebe mit einem Metsuke von 700 g/m² und einer Florlänge von 18 mm erhalten wurde. Die Auswertungsergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 5 gezeigt.

Beispiel 32

Die in Beispiel 27 erhaltenen Filamente, die eine kantenfreie Querschnittsform hatten (a/b = 3,4, Anzahl der Vertiefungen: 2) wurden 1,5-fach in Dampf von Normaldruck im Anschluß an ihre Behandlung in Dampf unter Druck gestreckt, wodurch schrumpffähige Acrylfasern mit einer Feinheit von 2,22 dtex (2 Denier) erhalten wurden. Der Schrumpffaktor dieser Fasern betrug 27% bei Messung durch Behandlung für 3 min in siedendem Wasser und 18% bei Messung durch Behandlung für 10 min bei 130ºC trockener Hitze. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um Rohfasern bereitzustellen.

In einer ähnlichen Weise wie oben beschrieben wurde das Spinnen durchgeführt, und die resultierenden Fasern wurden einer Nachbehandlung oder Verarbeitung bis zur Dampfbehandlung unter Druck unterworfen, wodurch nicht- schrumpffähige Acrylfasern mit einer ähnlichen kantenfreien Querschnittsform (a/b = 3,7, Anzahl der Vertiefungen: 2) und einer Feinheit von 5,55 dtex (5 Denier) erhalten wurden. Diese Fasern wurden zu 38 mm Länge geschnitten, um Rohfasern bereitzustellen.

Die oben erhaltenen zwei Typen von Rohfasern wurden mit den gerippten Filamenten mit dem flachen Querschnitt [Feinheit: 11,1 dtex (10 Denier), Flachheit: 13], die in Beispiel 1 erhaltenen worden waren, in solchen Anteilen vermischt, daß die gerippten flachen Acryl-Filamente, die schrumpffähigen Acrylfasern und die nicht-schrumpffähigen Acrylfasern 30 Gew.-%, 40 Gew.-% bzw. 30 Gew.-% darstellten, und Florbänder mit einer Dicke von 10 g/m wurden hergestellt. Durch eine Florband-Strickmaschine wurden sie zu einer Florband-Strickware geformt. Die Florband-Strickware wurde einer Schrumpfbehandlung für 5 min bei 130ºC trockener Hitze und dann einer Schrumpfbehandlung unterworfen, wodurch ein Hochflorgewebe mit einem Metsuke von 700 g/m² und einer Florlänge von 18 mm erhalten wurde. Die Oberfläche dieses Hochflorgewebes besitzt ein weiches Gefühl und besaß ebenfalls eine ausgezeichnete Elastizität und ein festes Gefühl. Sie war daher ein Florgewebe von sehr hoher Qualität.

Die erfindungsgemäßen gerippten flachen Filamente haben ausgezeichnete Bürstwirkung und Raumbedarf, erlauben eine leichte Entfernung von Kräuselungen durch Polieren und liefern beim Formen zu einem Florprodukt nicht nur ein weiches Anfühlen, sondern ebenfalls ein elastisches und festes Anfühlen. Sie sind daher geeignet als Rohfasern für ein Florgewebe. Die erfindungsgemäßen Rohfasern für das Florgewebe weisen ein noch weicheres Anfühlen auf, wenn sie zum Florgewebe geformt werden. Außerdem erübrigen die mit schrumpffähigem Filament vermischten Rohfasern für ein Florgewebe gemäß der vorliegenden Erfindung das Mischen der Rohfasern, die einer speziellen Behandlung wie der Auftragung eines Aminosiloxan-Weichmachers unterworfen wurden, und können zu einem Florprodukt geformt werden, das nicht nur mit weichem Oberflächengefühl, sondern ebenfalls mit ausgezeichneter Elastizität und festem Anfühlen ausgestattet ist, wobei diese Eigenschaften alle höchst vergleichbar mit jenen von natürlichen Pelzen sind.

Tabelle 1
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Tabelle 2
Tabelle 3
Tabelle 4
Tabelle 4 (Fortsetzung)
Tabelle 5


Anspruch[de]

1. Flaches Filament mit einer Flachheit (A/B) von 7 bis 25, wobei A die Länge der zwei längeren Seiten eines im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist und B die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts des Filaments ist, das an den zwei längeren Seiten mit Rippen versehen ist, die sich kontinuierlich in Richtung der Achse des Filaments erstrecken und eine Breite W und eine Höhe H haben, wobei die Breite W im Bereich von B/2 bis 3B ist und die Höhe H im Bereich von B/2 bis 2B ist, dadurch gekennzeichnet, daß

- die Feinheit des flachen Filaments 0,55 bis 44, 4 dtex (0,5 bis 40 Denier) ist

- die Anzahl der Rippen an jeder längeren Seite 1 ist.

2. Flaches Filament gemäß Anspruch 1, worin sich der Mittelpunkt der Breite W jeder Rippe innerhalb eines Abstands von A/4 vom Mittelpunkt der verbundenen längeren Seite befindet.

3. Flaches Filament gemäß Anspruch 1 oder 2, worin die Flachheit (A/B) im Bereich von 7 bis 15 ist und die Feinheit im Bereich von 3,33 bis 22,2 dtex (3 bis 20 Denier) ist.

4. Flaches Filament gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, worin jede Rippe eine nur durch kantenfreie Kurven definierte Form hat, betrachtet im transversalen Querschnitt des Filaments.

5. Flaches Filament gemäß Anspruch 1, 2, 3 oder 4, worin das flache Filament ein Acryl-Filament ist.

6. Rohfaser für ein Florgewebe, umfassend:

wenigstens 10 Gew.-% gerippte flache Filamente wie in Anspruch 1 definiert; und

höchstens 90 Gew.-% flache Filamente mit einer Flachheit (A'/B') von 5 bis 25, wobei A' die Länge der zwei längeren Seiten eines im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts jedes der Filamente ist und B' die Länge der zwei kürzeren Seiten des im wesentlichen rechtwinkligen, transversalen Querschnitts der Filamente ist, und mit einer Feinheit von 1,11 bis 44,4 dtex (1 bis 40 Denier).

7. Rohfaser gemäß Anspruch 6, worin die letzteren flachen Filamente eine Feinheit von 2,22 bis 33,3 dtex (2 bis 30 Denier) haben.

8. Rohfasern gemäß Anspruch 6, worin die letzteren flachen Filamente eine Feinheit von 5,55 bis 16,6 dtex (5 bis 15 Denier) haben.

9. Rohfasern für ein Florgewebe, wobei die Rohfasern schrumpffähige Fasern einschließen, umfassend:

20 bis 60 Gew.-% gerippte flache Filamente wie in Anspruch 1 definiert; 20 bis 50 Gew.-% schrumpffähige Fasern mit einem Schrumpffaktor von wenigstens 15% und einer Feinheit von 1 bis 5 Denier; und

60 Gew.-% oder weniger nicht-schrumpffähige Fasern.

10. Rohfasern gemäß Anspruch 9, worin jede der schrumpffähigen Fasern einen nur durch kantenfreie Kurven definierten transversalen Querschnitt hat, wenigstens zwei Vertiefungen an unterschiedlichen Orten definiert, betrachtet im transversalen Querschnitt, und die folgende Formel erfüllt:

2 ≤ a/b ≤ 5

worin, wenn der transversale Querschnitt zwischen zwei parallelen geraden Linien eingebettet ist, a der maximale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist und b der minimale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist.

11. Rohfasern gemäß Anspruch 9 oder 10, worin jede der nicht-schrumpffähigen Fasern einen nur durch kantenfreie Kurven definierten transversalen Querschnitt hat, wenigstens zwei Vertiefungen an unterschiedlichen Orten definiert, betrachtet im transversalen Querschnitt, und die folgende Formel erfüllt:

2 ≤ a/b ≤ 5

worin, wenn der transversale Querschnitt zwischen zwei parallelen geraden Linien eingebettet ist, a der maximale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist und b der minimale Abstand zwischen den zwei parallelen geraden Linien ist.

12. Rohfasern gemäß Anspruch 9, 10 oder 11, worin die schrumpffähigen Fasern Acrylfasern sind.

13. Rohfasern gemäß Anspruch 9, 10, 11 oder 12, worin die nicht-schrumpffähigen Fasern Acrylfasern sind.







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