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Dokumentenidentifikation DE10065676A1 04.07.2002
Titel Einphasen-Synchronmotor mit Drehrichtungsgeber
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81669 München, DE
Erfinder Heyder, Reinhard, Dipl.-Ing., 13403 Berlin, DE;
Skrippek, Jörg, Dipl.-Ing.(FH), 14641 Priort, DE
DE-Anmeldedatum 29.12.2000
DE-Aktenzeichen 10065676
Offenlegungstag 04.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.07.2002
IPC-Hauptklasse H02K 21/02
IPC-Nebenklasse D06F 39/08   F16D 41/02   F16D 41/18   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Einphasen-Synchronmotor, insbesondere für einen Pumpenantrieb in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen oder dgl., wobei der Motor (2) einen durch ein elektrisches Wechselfeld erregten Stator, einen permanentmagnetisch erregten Rotor und eine nach außen aus einem Motorgehäuse herausgeführte rotierende Antriebswelle (10) aufweist und wobei in die Antriebswelle eine Kupplung in Gestalt eines mechanischen Richtgesperres integriert ist, die eine Drehrichtung der Antriebswelle zulässt und in der anderen Drehrichtung sperrt.
Es ist vorgesehen, dass das mechanische Richtgesperre im Wesentlichen aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten elastischen Scheibenelementen besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Einphasen-Synchronmotor mit Drehrichtungsgeber gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs.

Einphasen-Synchronmotoren sind als elektrische Antriebsmotoren für bestimmte Einsatzzwecke seit längerer Zeit bekannt. So eignen sie sich aufgrund ihrer stets gleichen Drehzahl - unabhängig von ihrer Belastung - besonders für Pumpenantriebe, bspw. in Haushaltsgeräten wie Geschirrspülern, Waschmaschinen oder dergleichen. Charakteristisch ist der schnelle Drehzahlabfall bei Überlast bis zum Stillstand; bei Entlastung läuft ein Synchronmotor allerdings nicht wieder von selbst an, wie dies bei Asynchronmotoren der Fall ist. Ein Synchronmotor muss vielmehr durch eine Fremdstartvorrichtung auf netzsynchrone Drehzahl gebracht werden und wird normalerweise erst dann ans Stromnetz gekoppelt, wenn Spannung, Frequenz und Phasenlage mit der des Netzes übereinstimmen.

Eine sehr verbreitete Bauausführung einer solchen Fremdstartvorrichtung wird durch eine zusätzlich zur Erregerwicklung auf dem Polrad des Synchronmotors aufgebrachte kurzgeschlossene Käfigwicklung gebildet, welche den Motor wie einen Asynchronmotor mit Kurzschlussläufer anlaufen lässt und dafür sorgt, dass er von selbst auf seine Nenndrehzahl kommt. Sobald dies der Fall ist, wird die Käfigwicklung stromlos und hat keinerlei Wirkung mehr. Aus der deutschen Patentschrift 11 99 390 ist zudem eine mechanische Vorrichtung zur Erzeugung eines Stillstanddrehmoments bei einem einphasigen Induktionsmotor bekannt, die einen axial auf der Motorwelle verschieblichen und kuppelbaren zusätzlichen Läuferkörper aufweist.

Auch wenn der Synchronmotor mit einer derartigen Startvorrichtung versehen ist und dadurch in der Lage ist, jederzeit zuverlässig anzulaufen, verbleibt der bauartbedingte Nachteil dieser Bauform von elektrischen Antriebsmotoren, dass beim Anlaufen aus dem Stillstand keine bevorzugte Drehrichtung definiert ist. Dies kann bspw. bei Pumpenantrieben sehr nachteilig sein, da in diesem Fall keine Förderung mehr in der gewünschten Richtung erfolgen kann. Eine Anordnung zum Starten eines Synchronmotors ist aus der DE-OS 34 20 371 A1 bekannt, bei der ein Rotor mit einem Verdrehspiel auf einer Antriebswelle gelagert ist. Damit eine bestimmte Drehrichtung erzwingbar ist, ist eine Drehrichtungs-Sperrvorrichtung in Form eines Freilauflagers oder einer Sperrklinkenvorrichtung vorgesehen, die in einer Drehrichtung des Rotors die Drehung der Antriebswelle freigibt und deren entgegengesetzte Drehrichtung blockiert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfachen und kostengünstigen mechanischen Drehrichtungsgeber für einen Einphasen-Synchronantrieb zur Verfügung zu stellen, der auf zuverlässige Weise dafür sorgt, dass der Motor nur in eine vorgegebene Richtung anlaufen kann.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Erfindungsgemäß weist ein Einphasen-Synchronmotor, der insbesondere für Pumpenantriebe in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen oder dergl. geeignet ist, einen durch ein elektrisches Wechselfeld erregten Stator, einen permanentmagnetisch erregten Rotor sowie eine Antriebswelle auf, wobei in die Antriebswelle eine Kupplung in Gestalt eines mechanischen Richtgesperres integriert ist, die eine Drehrichtung der Antriebswelle zulässt und in der anderen Drehrichtung sperrt. Dabei ist erfindungswesentlich, dass das mechanische Richtgesperre aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten elastischen Scheibenelementen gebildet wird, die vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoff bestehen.

Durch diese Anordnung wird eine bevorzugte Drehrichtung des Einphasen-Synchronmotors vorgegeben, wobei gleichzeitig eine gute Geräuschdämpfung erzielt wird. Zudem sind keinerlei zusätzliche elektronische Anlaufhilfen notwendig.

Vorzugsweise ist die Antriebswelle des Motors als mehrteilige Welle ausgeführt, wobei die Antriebswelle drehfest mit dem inneren Scheibenelement und die Abtriebswelle drehfest mit dem äußeren Scheibenelement verbunden ist. Es sind verschiedene vorteilhafte Ausführungsformen der konzentrisch zueinander angeordneten Scheibenelemente denkbar, so dass eine gewünschte Drehrichtung des Motors vorgebbar ist. So ist in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das innere Scheibenelement wenigstens drei bogenförmige Stege aufweist, deren Enden sich tangential an eine raue innere zylindrische Wand des äußeren Scheibenelements schmiegen, wobei die Stirnflächen der Stegenden als klingenartige Kanten ausgeführt sind, die in einer Drehrichtung der Scheibenelemente zueinander einen Formschluss mit der rauen Wand des äußeren Scheibenelements bilden.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das innere Scheibenelement als Nabe mit zwei sich gegenüberliegenden hakenförmigen Aussparungen an ihrem äußeren Umfang ausgeführt, in die zwei entsprechend in die Aussparungen eingreifende Bolzen eingreifen können, so dass die Bolzen in einer Relativdrehrichtung des inneren Scheibenelements zum äußeren Scheibenelement für eine Sperrwirkung sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente frei ineinander gleiten lassen.

Bevorzugt kann die Sperrkupplung auch so ausgestaltet sein, dass das innere Scheibenelement mit wenigstens drei tangential nach außen gerichteten stegartigen elastischen Sperrklinken versehen ist, deren Stirnflächen kraftschlüssig in sägezahnartige Vertiefungen am inneren Umfang des äußeren Scheibenelements eingreifen und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente frei ineinander gleiten lassen. Diese Anordnung kann ebenso dergestalt sein, dass das äußere Scheibenelement mit mehreren tangential nach innen gerichteten stegartigen elastischen Sperrklinken versehen ist, deren Stirnflächen kraftschlüssig in sägezahnartige Vertiefungen am äußeren Umfang des inneren Scheibenelements eingreifen und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente frei ineinander gleiten lassen.

Eine besonders günstige Dämpfungswirkung des elastischen Drehrichtungsgebers wird dadurch erreicht, dass das äußere Scheibenelement einen inneren ringförmigen Abschnitt als Kontakt- und/oder Eingriffsfläche mit dem inneren Scheibenelement aufweist, der über wenigstens drei tangentiale und bogenförmige Stege mit einem äußeren Ring verbunden ist, der in drehfester Verbindung mit der Motorabtriebswelle steht, wobei die bogenförmigen Stege für eine elastische Aufhängung des inneren Abschnitts des äußeren Scheibenelements sorgen.

Eine vorteilhafte Variante der Erfindung kann dergestalt sein, dass ein tangential aus einer Nabe des inneren Scheibenelements ragender Steg sich spiralförmig nach außen fortsetzt und mit seiner Stirnfläche am Ende in eine entsprechende Nut in der inneren Mantelfläche des äußeren Scheibenelements eingreifen kann und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente frei ineinander gleiten lassen kann. Bevorzugt weist der Steg wenigstens zwei volle Windungen auf, wodurch das Sperrelement eine gewisse Elastizität erhält.

Weitere Vorteile und bevorzugte Ausführungsformen sind den Unteransprüchen sowie der Figurenbeschreibung entnehmbar.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der zugehörigen Zeichnung erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen beispielhaften Einphasen-Synchronmotor mit erfindungsgemäßem Drehrichtungsgeber in einer ersten Ausführungsform,

Fig. 2a bis 2d mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Drehrichtungsgeber entsprechend Fig. 1, jeweils im Querschnitt,

Fig. 3a bis 3e mehrere Ausführungsbeispiele einer Variante des erfindungsgemäßen Drehrichtungsgebers entsprechend Fig. 1, jeweils im Querschnitt.

Im folgenden werden verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Drehrichtungsgebers anhand der Fig. 1 bis 3 erläutert. Gleiche Teile sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen und werden teilweise nicht mehrfach erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Einphasen-Synchronmotor 2, wie er beispielsweise als Pumpenantrieb einer Waschmaschine eingesetzt werden kann. Der Motor 2 ist mit einem Montageflansch 4 verbunden, der eine Montage an einem vorgesehenen Einbau- bzw. Montageort erlaubt. In der in der gezeigten Darstellung rechtsseitig aus dem Motorgehäuse 3 herausgeführten Antriebswelle 10 ist ein erfindungsgemäßer Drehrichtungsgeber integriert. Dabei ist jeweils ein inneres Scheibenelement drehfest mit der Motorantriebswelle 10 verbunden und ein konzentrisch um dieses innere Scheibenelement angeordnetes äußeres Scheibenelement - bspw. mittels einer Nut-Feder-Verbindung 12 - mit der in der Zeichnung sichtbaren Motorabtriebswelle 150 drehfest verbunden. Diese Abtriebswelle 150 kann bspw. eine Pumpe antreiben. Das Zusammenwirken der inneren und der äußeren Scheibenelemente wird im folgenden eingehender beschrieben.

Die Fig. 2a bis 2d zeigen jeweils in einer Querschnittansicht A-A entsprechend Fig. 1 verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Drehrichtungsgebers. Dieser Drehrichtungsgeber 100 weist ein inneres Scheibenelement 111, 112, 113, 114 auf, das drehfest mit der Antriebswelle 10 verbunden ist. Ein konzentrisch um das innere Scheibenelement 111, 112, 113, 114 angeordnetes äußeres Scheibenelement 101, 102, 103, 104 ist dagegen mit einer anzutreibenden Abtriebswelle drehfest verbunden. Der Drehrichtungsgeber entspricht im Prinzip einem Freilauf, da er eine Drehrichtung der mit dem Rotor verbundenen Antriebswelle des Motors zulässt und die andere Drehrichtung sperrt.

Gemäß Fig. 2a ist das innere Scheibenelement 111 als Nabe ausgebildet, aus der drei oder mehr flache Stege radial herausgeführt sind, die nach einem kurzen geraden Abschnitt jeweils einen Bogen beschreiben und sich radial an eine innere Wand des ringförmigen äußeren Scheibenelements 101 anschmiegen. Aufgrund der als scharfe Kanten ausgebildeten Enden der Stege, die jeweils an der mit einer relativ rau ausgebildeten Oberfläche versehenen inneren Wand des äußeren Scheibenelements 101 anliegen, können diese in einer relativen Drehrichtung, welche die Kanten in entgegengesetzter Richtung ihrer Spitze an der inneren Wand des äußeren Scheibenelements 101 entlang gleiten lassen, für einen Freilauf der beiden Scheibenelemente sorgen. In der entgegengesetzten Drehrichtung verkanten dagegen die scharfen Kanten der Stege mit der rauen inneren Wand das äußeren Scheibenelements 101 und sorgen in diesem Fall für eine Sperrwirkung des Drehrichtungsgebers 100; d. h. in diesem Fall blockiert die Antriebswelle 10 und veranlasst den Motor, in die andere Richtung zu drehen.

Gemäß Fig. 2b ist das innere Scheibenelement 112 ebenfalls als Nabe ausgeführt, die allerdings an ihrem äußeren Umfang zwei sich gegenüberliegende hakenförmige Aussparungen hat, in die zwei entsprechend in die Aussparungen eingreifende Bolzen 122 eingreifen können. Dieser Eingriff sorgt in einer Relativdrehrichtung des inneren Scheibenelements 112 zum äußeren Scheibenelement 102 für eine Sperrwirkung und lässt in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente 102, 112 frei ineinander gleiten. Dies verlangt allerdings eine ausgeprägte Verformbarkeit des inneren Scheibenelements 112, damit dieses in Freilaufrichtung an den Bolzen 122 vorbei gleiten kann.

Der Drehrichtungsgeber entsprechend Fig. 2c weist eine ähnliche Bauform auf wie derjenige entsprechend Fig. 2a, wobei hier allerdings vier aus der Nabe des inneren Scheibenelements 113 ragende Stege 123 leicht schräg in tangentialer Richtung aus der Nabe ragen und in entsprechende kantige bzw. sägezahnartige Aussparungen 133 in der inneren Wandung des äußeren Scheibenelements 103 eingreifen können. Die Stege 123 stehen dabei unter leichter Vorspannung, damit sie in Gegenrichtung eine sichere Klemmung bilden können. In der anderen Drehrichtung können die Enden der Stege 123 dagegen an den Sägezahnkanten der Aussparungen 133 entlang gleiten, verformen sich dabei und bilden somit einen Freilauf.

Der Drehrichtungsgeber entsprechend Fig. 2d ist ähnlich wie der entsprechend Fig. 2c aufgebaut, wobei hier allerdings die vorspringenden Stege 124 aus der inneren Wand des äußeren Scheibenelements 104 in tangentialer Richtung nach innen ragen und in entsprechende sägezahnartige Aussparungen 134 an der äußeren Wandung des als Nabe ausgebildeten inneren Scheibenelements 114 eingreifen können. Diese Bauform entspricht am ehesten einem klassischen Zahnrichtgesperre, wobei das innere Scheibenelement 114 das sogenannte Sperrad bildet, welches zentrisch zur Lagerung angeordnet ist und mit sägenartig geformten Zähnen 134 versehen ist. In die Zähne dieses Sperrads greifen die als Sperrklinken wirkenden Stege 124 des äußeren Scheibenelements 104 ein. Allerdings wird hierbei der Kraftschluss der auf den äußeren Umfang des inneren Scheibenelements 114 wirkenden Sperrklinken durch deren elastische Federkraft aufgebracht, da sie sich im entspannten Zustand gegen die Zahnflanken drücken. Dreht sich das innere Scheibenelement 114 in der dargestellten Zeichnung in Uhrzeigerrichtung, dann werden die Stege 124 aus ihrer Eingriffsstellung aus den Zahnflanken 134 herausgehoben, fallen in die nächste Lücke ein, etc. Eine Bewegung des inneren Scheibenelements 114 entgegen der Uhrzeigerrichtung wird durch einen Formschluss zwischen den steilen Zahnflanken und den Stirnflächen der als Sperrklinken wirkenden Stege 124 verhindert.

Die Fig. 3a bis 3d zeigen jeweils im Querschnitt Varianten der verschiedenen Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Drehrichtungsgebers entsprechend den Fig. 1 und 2. Charakteristisch bei diesen Drehrichtungsgebern ist die flexible Ausgestaltung des äußeren Scheibenelements, die für eine relativ weiche Dämpfung des Drehrichtungsanschlags in Sperrrichtung sorgt. Dies wird durch eine Ausgestaltung des äußeren Scheibenelements in drei Abschnitte erreicht, nämlich einen inneren ringförmigen Abschnitt, der zugleich innere Wandung und damit die Kontaktfläche für das innere Scheibenelement bildet, mehrere tangentiale und bogenförmige Stege 145, die diesen inneren Ring mit einem äußeren Ring 140 verbinden, der wiederum über eine Nut-Feder-Verbindung 12 in drehfester Verbindung mit der hohlen Motorantriebswelle 150 steht.

Die in Fig. 3a gezeigte Ausführungsform entspricht bis auf die federnde und flexible Lagerung des inneren Rings des äußeren Scheibenelements der Ausführungsform entsprechend Fig. 2a. Die in Fig. 3b gezeigte Ausführungsform entspricht bis auf die federnde und flexible Lagerung des inneren Rings des äußeren Scheibenelements der Ausführungsform entsprechend Fig. 2b. Die in Fig. 3c gezeigte Ausführungsform entspricht bis auf die federnde und flexible Lagerung des inneren Rings des äußeren Scheibenelements der Ausführungsform entsprechend Fig. 2c. Die in Fig. 3d gezeigte Ausführungsform entspricht bis auf die federnde und flexible Lagerung des inneren Rings des äußeren Scheibenelements der Ausführungsform entsprechend Fig. 2d.

Gemäß Fig. 3e ist das innere Scheibenelement als Nabe 160 ausgebildet, aus der ein spiralförmiger sich erweiternder Steg 165 ragt, der in mehreren sich vergrößernden Windungen verläuft und in einer scharfen Kante 168, die tangential an der inneren Wandung des äußeren Scheibenelements 150 anliegt, endet. Diese Kante 168 kann in eine entsprechende nutartige Aussparung 170 in der Wandung eingreifen, so dass eine Relativdrehrichtung gesperrt und die andere freigegeben ist. Das äußere Scheibenelement 150 ist in diesem Fall über eine hier nicht dargestellte Verbindung drehfest mit der Motorabtriebswelle verbunden.


Anspruch[de]
  1. 1. Einphasen-Synchronmotor, insbesondere für Pumpenantrieb in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen oder dergl., wobei der Motor (2) einen durch ein elektrisches Wechselfeld erregten Stator, einen permanentmagnetisch erregten Rotor und eine nach außen aus einem Motorgehäuse herausgeführte rotierende Antriebswelle (10) aufweist und wobei in die Antriebswelle eine Kupplung in Gestalt eines mechanischen Richtgesperres integriert ist, die eine Drehrichtung der Antriebswelle zulässt und in der anderen Drehrichtung sperrt, dadurch gekennzeichnet, dass das mechanische Richtgesperre im wesentlichen aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten elastischen Scheibenelementen besteht.
  2. 2. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibenelemente aus einem elastischen Kunststoff bestehen.
  3. 3. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (10) des Motors (2) als mehrteilige Welle ausgeführt ist.
  4. 4. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (10) drehfest mit dem inneren Scheibenelement verbunden ist und dass die Abtriebswelle (150) mit dem äußeren Scheibenelement drehfest verbunden ist.
  5. 5. Einphasen-Synchronmotor nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Scheibenelement (111) wenigstens drei bogenförmige Stege aufweist, deren Enden sich tangential an eine raue innere zylindrische Wand des äußeren Scheibenelements (101) schmiegen, wobei die Stirnflächen der Stegenden als klingenartige Kanten ausgeführt sind, die in einer Drehrichtung der Scheibenelemente (101, 111) zueinander einen Formschluss mit der rauen Wand des äußeren Scheibenelements (101) bilden.
  6. 6. Einphasen-Synchronmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Scheibenelement (112) als Nabe mit zwei sich gegenüberliegenden hakenförmigen Aussparungen an ihrem äußeren Umfang ausgeführt ist, in die zwei entsprechend in die Aussparungen eingreifende Bolzen (122) eingreifen können.
  7. 7. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (122) in einer Relativdrehrichtung des inneren Scheibenelements (112) zum äußeren Scheibenelement (102) für eine Sperrwirkung sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente (102, 112) frei ineinander gleiten lassen.
  8. 8. Einphasen-Synchronmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Scheibenelement (113) mit wenigstens drei tangential nach außen gerichteten stegartigen elastischen Sperrklinken (123) versehen ist, deren Stirnflächen kraftschlüssig in sägezahnartige Vertiefungen (133) am inneren Umfang des äußeren Scheibenelements (103) eingreifen und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente (103, 113) für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente (103, 113) frei ineinander gleiten lassen.
  9. 9. Einphasen-Synchronmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Scheibenelement (104) mit wenigstens drei tangential nach innen gerichteten stegartigen elastischen Sperrklinken (124) versehen ist, deren Stirnflächen kraftschlüssig in sägezahnartige Vertiefungen (134) am äußeren Umfang des inneren Scheibenelements (114) eingreifen und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente (104, 114) für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente (104, 114) frei ineinander gleiten lassen.
  10. 10. Einphasen-Synchronmotor nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Scheibenelement (101, 102, 103, 104) einen inneren ringförmigen Abschnitt als Kontakt- und/oder Eingriffsfläche mit dem inneren Scheibenelement (111, 112, 113, 114) aufweist, der über wenigstens drei tangentiale und bogenförmige Stege (145) mit einem äußeren Ring (140) verbunden ist, der in drehfester Verbindung mit der Motorabtriebswelle (150) steht.
  11. 11. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmigen Stege (145) für eine elastische Aufhängung des inneren Abschnitts (101, 102, 103, 104) des äußeren Scheibenelements sorgen.
  12. 12. Einphasen-Synchronmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein tangential aus einer Nabe (160) des inneren Scheibenelements ragender Steg (165) sich spiralförmig nach außen fortsetzt und mit seiner Stirnfläche (168) am Ende in eine entsprechende Nut (170) in der inneren Mantelfläche des äußeren Scheibenelements (150) eingreifen kann und in einer Relativdrehrichtung der Scheibenelemente für einen Formschluss sorgen und in der entgegengesetzten Drehrichtung die Scheibenelemente frei ineinander gleiten lassen kann.
  13. 13. Einphasen-Synchronmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (165) wenigstens zwei volle Windungen aufweist, wodurch eine gewisse Elastizität des Sperrelements bewirkt ist.






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