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Dokumentenidentifikation EP1058670 11.07.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 1058670
Titel VORRICHTUNG ZUM STAPELN VON BÖGEN
Anmelder Jagenberg Papiertechnik GmbH, 41468 Neuss, DE
Erfinder SCHMID, Matthias, Frank, D-47807 Krefeld, DE;
VOSS, Peter, D-41363 Jüchen, DE
DE-Aktenzeichen 59901625
Vertragsstaaten DE, ES, FI, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 30.01.1999
EP-Aktenzeichen 999360654
WO-Anmeldetag 30.01.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/00612
WO-Veröffentlichungsnummer 0009943584
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 13.12.2000
EP date of grant 05.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.07.2002
IPC-Hauptklasse B65H 31/10

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stapeln von Bögen, insbesondere von geschuppt zugeförderten Papier- oder Kartonbögen auf Paletten, mit einer Einrichtung zum Fördern der Bögen zu einer Ablageplattform, die im Stapelbereich heb- und senkbar an Ständern aufgehängt ist.

Stand der Technik

Vorrichtungen zum Querschneiden von Papier- oder Kartonbahnen enden bekannterweise mit einer Stapelvorrichtung, von der die durch Querschneiden hergestellten Bögen kantengenau auf Stapel abgelegt werden. Üblicherweise werden die Bögen in Schuppenform von einem Bandförderer in den Stapelbereich transportiert, wo sie auf Paletten gestapelt werden, die auf eine Ablageplattform aufgelegt sind. Die Ablageplattform ist im Gestell der Stapelvorrichtung bis in den Bereich der Zuförderebene der Bögen anhebbar und bis in den Flurbereich absenkbar aufgehängt.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der DE 44 45 994-A1 bekannt. Das Gestell der Vorrichtung weist vier Ständer mit jeweils einer Zugkette auf, an denen die Ablageplattform aufgehängt ist.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Stapelvorrichtung konstruktiv zu vereinfachen, wobei sie zugleich ohne großen Aufwand für verschiedene Einsatzfälle in ihrer Länge und Breite verschieden gestaltet werden kann.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Nach der Erfindung wird die Ablageplattform ausschließlich von Elementen gehalten, die in nur zwei, bevorzugt in den beiden einlaufseitigen Ständern des Gestells gelagert sind. Da die beiden anderen Ständer des Gestells keine Tragelemente für die Ablageplattform enthalten, sind diese statt in vierfacher nur in zweifacher Ausführung erforderlich. Dies ermöglicht eine Modulbauweise mit dem Vorteil einer einfachen Anpassung des Stapelbereichs sowohl in der Länge als auch in der Breite auf verschiedene Einsatzfälle. Alle Antriebe, einschließlich des Hebeantriebs der Ablageplattform und die zugehörige Elektrik können in den beiden Ständern angeordnet und so vor der Endmontage getestet werden.

Die Unteransprüche enthalten bevorzugte, da besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels.

Figur 1
zeigt in einer Seitenansicht eine Stapelvorrichtung nach der Erfindung.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die in Figur 1 dargestellte Stapelvorrichtung dient zum Stapeln von kontinuierlich in Schuppenform angeförderten Papierbögen 1, die in einer Querschneidemaschine hergestellt wurden. Die Bögen 1 werden dem Stapelbereich von einem als Bandförderer ausgebildeten Zuförderer 2 zugefördert, der vertikal ortsfest in einer Höhe oberhalb der maximalen Stapelhöhe über dem Boden angeordnet ist. Die Stapel 3 werden auf Paletten 4 gebildet, die auf einer Ablageplattform 5 liegen. Die Ablageplattform 5 ist auf die nachfolgend beschriebene Weise im Gestell der Stapelvorrichtung bis in den Bereich der Zuförderebene der Bögen 1 anhebbar und bis in den Flurbereich absenkbar aufgehängt:

Das Gestell der Vorrichtung besteht aus zwei einlaufseitigen Ständern 6 und zwei auslaufseitigen Ständern 7, die außerhalb der Arbeitsbreite an beiden Maschinenlängsseiten angeordnet und an ihrem oberen Ende über Längsträger 8 und in Figur 1 nicht sichtbare Querträger miteinander verbunden sind. Die Ständer 6, 7 begrenzen den Stapelbereich. An der Innenseite jedes einlaufseitigen Ständers 6 ist ein Kragträger 9 vertikal bewegbar gelagert, der aus einem horizontal frei in den Stapelbereich kragenden Tragteil 10 und einem senkrecht nach oben abgewinkelten Lagerteil 11 besteht. Bevorzugt wird jeder Kragträger 9 einstückig aus einem abgewinkelten Blech von ca. 40 mm Dicke mit ca. 400 mm Schenkelhöhe gebildet, das ausreichend stabil ist, um ein Stapelgewicht von mehreren Tonnen zu tragen. Die Ablageplattform 5 ist an den beiden waagerechten Tragteilen 10 der Kragträger 9 befestigt. Sie enthält eine ebene Auflagefläche, auf die die Paletten 4 aufgelegt werden können.

Der Lagerteil 11 des Kragträgers 9 ist in dem zugehörigen einlaufseitigen Ständer 6 in einer vertikalen Linearführung kippsicher gelagert. Der Lagerteil 11 ist mit einem ebenfalls an einem einlaufseitigen Ständer 6 befestigten Hebeantrieb verbunden, so daß der Tragteil 10 jedes Kragträgers 9 mit der daran befestigten Ablageplattform 5 bis in die Zuförderebene der Bögen 1 angehoben und bis in den Flurbereich abgesenkt werden kann. Der Hebeantrieb enthält einen Elektromotor 12, bevorzugt ein Servomotor, der eine sich quer über die Arbeitsbreite im oberen Querträger erstrekkende Synchronwelle 13 antreibt. Die Synchronwelle 13 ist mit ausreichendem Abstand oberhalb der Zuförderebene angeordnet und mit ihren Enden jeweils in einem Ständer 6 gelagert. An jedem Ende der Synchronwelle 13 ist ein Kettenrad 14 befestigt, in das eine Zugkette 15 eingehängt ist. Die Zugkette 15 ist mit einem Ende an dem Lagerteil 11 des Kragträgers 9 befestigt, das andere Ende hängt, von einem Gewicht 16 beschwert, frei nach unten. Die Führung der beiden die Kragträger 9 haltenden Zugketten 15 um die über die Synchronwelle 13 miteinander verbundenen Kettenräder 14 gewährleistet, daß die Ablageplattform 5 in exakt waagerechter Lage von den Zugketten 16 mittels des Motors 15 angehoben und abgesenkt wird.

Da sowohl die Kragträger 9 als auch ihr Hebeantrieb (Motor 12, Synchronwelle 13, Kettenräder 14) und die zugehörige Elektrik in den einlaufseitigen Ständern 6 gelagert sind, kann die Vorrichtung einfach auf verschiedene Einsatzfälle sowohl in ihrer Länge als auch in ihrer Breite angepaßt werden. Bei einer Breitenänderung brauchen nur die Querträger und die Synchronwelle 13 in ihrer Länge angepaßt werden, bei einer Längenänderung die Länge des Tragarms 10, der Ablageplattform 5 und der Längsträger 8. Alle Antriebe, einschließlich des Hebeantriebs der Ablageplattform 5 und die zugehörige Elektrik sind in den beiden einlaufseitigen Ständern 6 angeordnet. Sie können daher vor der Endmontage, also dem Zusammenbau der Vorrichtung an ihrem Einsatzort, auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Dies verkürzt die erforderliche Montagezeit am Einsatzort erheblich.

Im Bereich der Zuförderebene der Bögen 1 und im Bereich der Stapeloberkante sind die bekannten Elemente für ein störungsfreies Fördern der Bögen 1 in den Stapelbereich und deren kantengenaue Ablage auf den Stapel 3 angeordnet:

Unmittelbar oberhalb der Zuförderebene sind mehrere sich in Transportrichtung über den Stapelbereich erstreckende Oberbänder 18 mit Abstand voneinander angeordnet, von denen die Bögen 1 beim Ablegen auf den Stapel 3 geführt werden. Die Vorderkanten der Bögen 1 werden von vertikalen Anschlagbrettern 19 ausgerichtet, die am Ende des Stapels 3 angeordnet sind. Seitlich werden die Bögen 1 von Schüttelblechen 20 geführt und ausgerichtet. Im Bereich vor den Anschlagbrettern 19 unterstützen mehrere Blasrohre 21 das Ablösen der Bögen 1 von den Oberbändern 18 durch Druckluft, die von oben bläst und zugleich die Bögen 1 für eine störungsfreie Ablage auf dem Stapel 3 stabilisiert. Die auslaufseitigen Umlenkrollen 22 der Oberbänder 18, die Anschlagbretter 19 und die Blasrohre 21 sind in einem in und gegen Bogenlaufrichtung verstellbaren Wagen 23 gelagert, um ihre Position verschiedenen Bogenlängen anpassen zu können.

Damit die Bogenzufuhr bei einem Stapelwechsel nicht unterbrochen werden muß, ist unterhalb des Bandförderers 2 eine Hilfstapelplattform 24 horizontal in den Stapelbereich einfahrbar gelagert, auf der die Bögen 1 zwischengestapelt werden, während ein fertiger Stapel 3 abtransportiert wird. Zum Antransport von leeren Paletten 4 und zum Abtransport von Paletten 4 mit fertigen Stapeln 3 dient ein Flurförderer 25, dessen Förderstrecke den Stapelbereich und zusätzlich jeweils etwa die gleiche Fläche vor und hinter den Stapelbereich abdeckt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Stapeln von Bögen (1), insbesondere von geschuppt zugeförderten Papier- oder Kartonbögen auf Paletten (4), mit
    • einem Gestell, bestehend aus zwei einlaufseitigen Ständern (6) und zwei auslaufseitigen Ständern (7), die außerhalb der Arbeitsbreite an beiden Maschinenlängsseiten angeordnet und an ihren oberen Enden über Längsträger (8) und Querträger miteinander verbunden sind und den Stapelbereich begrenzen,
    • einer Ablageplattform (5), die im Stapelbereich heb- und senkbar an den Ständern (6) aufgehängt ist, und
    • einem als Bandförderer ausgebildeten Zuförderer (2), der die Bögen (1) in Schuppenform der Ablageplattform (5) zufördert,
    dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite jedes einlaufseitigen Ständers (6) ein Kragträger (9) vertikal bewegbar gelagert ist, der aus einem in dem zugehörigen Ständer (6) kippsicher gelagerten Lagerteil (11) und einem horizontal frei in den Stapelbereich kragenden Tragteil (10) besteht, an dem die Ablageplattform (5) befestigt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerteil (11) senkrecht zum Tragteil (10) abgewinkelt ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kragträger (9) mittels einer Zugkette (15) heb- und senkbar ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zugkette (15) über ein Kettenrad (14) geführt ist, wobei die beiden Kettenräder (14) auf einer gemeinsamen Synchronwelle (13) befestigt sind, die von einem Motor (12) angetrieben wird.
Anspruch[en]
  1. Apparatus for stacking sheets (1), especially paper or board sheets supplied overlapped, on pallets (4), having
    • a frame, comprising two uprights (6) on the inlet side and two uprights (7) on the outlet side, which are arranged outside the working width on both long sides of the machine and, at their upper ends, are connected to one another via longitudinal beams (8) and transverse beams and adjoin the stacking area,
    • a storage platform (5), which is suspended on the uprights (6) such that it can be raised and lowered in the stacking area, and
    • a feed conveyer (2), constructed as a belt conveyer, which feeds the sheets (1) in overlapped form to the storage platform (5),
    characterized in that, on the inner side of each upright (6) on the inlet side, a cantilevered support (9) is mounted such that it can be moved vertically, and comprises a bearing part (11) which is mounted in the associated upright (6) such that it cannot tilt, and a load-bearing part (10) which projects freely horizontally into the stacking area and to which the storage platform (5) is fixed.
  2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the bearing part (11) is angled over at right angles to the load-bearing part (10).
  3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that each cantilevered support (9) can be raised and lowered by means of a pulling chain (15).
  4. Apparatus according to Claim 3, characterized in that each pulling chain (15) is led over a sprocket (14), the two sprockets (14) being fixed to a common synchronous shaft (13) which is driven by a motor (12).
Anspruch[fr]
  1. Dispositif pour l'empilement de feuilles (1), en particulier de feuilles de papier ou de carton fournies en nappe étalée, sur des palettes (4), avec
    • un bâti, se composant de deux montants d'entrée (6) et de deux montants de sortie (7), qui sont disposés sur les deux côtés longitudinaux de la machine à l'extérieur de la largeur de travail et qui sont assemblés les uns aux autres à leurs extrémités supérieures par des longerons (8) et des traverses, et qui délimitent la zone d'empilement,
    • une plate-forme de dépôt (5), mobile en montée et en descente, qui est suspendue aux montants (6) dans la zone d'empilement, et
    • un chargeur (2) sous forme d'un convoyeur à bande, qui fournit les feuilles (1) sous forme de nappe étalée à la plate-forme de dépôt (5),
    caractérisé en ce que, sur le côté intérieur de chaque montant d'entrée (6), est installée une poutre en porte-à-faux (9) mobile verticalement, qui se compose d'une partie d'appui (11) supportée sans basculement dans le montant correspondant (6) et d'une partie porteuse (10) sortant librement à l'horizontale dans la zone d'empilement, à laquelle la plate-forme de dépôt (5) est fixée.
  2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la partie d'appui (11) est coudée perpendiculairement à la partie porteuse (10).
  3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque poutre en porte-à-faux (9) peut être remontée et abaissée au moyen d'une chaîne de traction (15).
  4. Dispositif suivant la revendication 3, caractérisé en ce que chaque chaîne de traction (15) est menée sur une roue à chaîne (14), les deux roues à chaîne (14) étant calées sur un arbre synchronisé commun (13), qui est entraîné par un moteur (12).






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