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Dokumentenidentifikation DE10062160A1 18.07.2002
Titel Gehäuse für wenigstens einen Airbag eines Airbagmoduls
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Stahl, Karin, 38542 Leiferde, DE;
Emmerich, Richard, 38557 Osloß, DE
DE-Anmeldedatum 14.12.2000
DE-Aktenzeichen 10062160
Offenlegungstag 18.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.07.2002
IPC-Hauptklasse B60R 21/20
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Gehäuse (1) für wenigstens einen Airbag eines Airbagmoduls, in dem der wenigstens eine Airbag im zusammengefalteten Grundzustand aufgenommen ist, wobei zur Versteifung des Gehäuses (1) wenigstens an Teilbereichen der Gehäusewand (8) Versteifungsmittel vorgesehen sind. Erfindungsgemäß ist die Innenseite (11) der Gehäusewand (8) glatt ausgebildet und zudem auf der Außenseite (7) der Gehäusewand (8) in wenigstens einen Außenflächenbereich ein Versteifungsblech (4, 5) als Versteifungsmittel flächig aufgesetzt und angebracht, wobei in einer bevorzugten Ausführungsform im Versteifungsblech (4, 5) Versteifungssicken (9, 10) ausgebildet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für wenigstens einen Airbag eines Airbagmoduls nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Airbaggehäuse sind beispielsweise aus der DE 195 38 870 A1, der DE 197 03 767 A1 und der DE 43 38 666 C2 bekannt. Diesen Airbaggehäusen ist gemeinsam, dass sie zur Verstärkung der Gehäusewand Versteifungsrippen aufweisen, wodurch z. B. im Falle eines Unfalls die Gefahr einer Deformierung des Airbaggehäuses reduziert werden kann, was wiederum insbesondere für die Funktionssicherheit des Airbagmoduls wichtig ist. Die Rippen können dabei sowohl teilweise auf der Innenseite als auch auf der Außenseite der Gehäusewand angebracht sein. Nachteilig bei diesen Versteifungsrippen ist jedoch, dass deren Herstellung insgesamt relativ aufwendig ist. Je nach Art der konkreten Gestaltung der Versteifungsrippen können diese zudem mehr oder weniger von der Gehäusewand abstehen und dadurch in der Regel unerwünscht große Baugrößen begünstigen.

Ferner ist es aus der gattungsgemäßen US 5,588,675 bekannt, für die Versteifung des Airbaggehäuses Sicken in die Gehäusewand einzubringen. Diese Sicken stehen dann in den Gehäuseinnenraum vor. Nachteilig bei diesem Aufbau ist jedoch, dass hierdurch - ebenso wie bei Versteifungsrippen an der Innenseite der Gehäusewand - die Airbagentfaltung im Falle einer Aktivierung des Airbagmoduls beeinträchtigt werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein alternatives Gehäuse für wenigstens einen Airbag eines Airbagmoduls zu schaffen, mit dem die obigen Nachteile vermieden werden.

Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Gemäß Anspruch 1 ist die Innenseite der Gehäusewand glatt ausgebildet und zudem auf der Außenseite der Gehäusewand wenigstens bereichsweise, d. h. wenigstens in einem Außenflächenbereich der Außenseite ein Versteifungsblech als Versteifungsmittel flächig aufgesetzt und angebracht, wobei in einer besonders bevorzugten Ausführungsform im Versteifungsblech zusätzlich wenigstens eine Versteifungssicke ausgebildet ist.

Vorteilhaft wird hier somit trotz einer Versteifung und Verstärkung des Gehäuses eine glatte Gehäuseinnenwand zur Verfügung gestellt, so dass dadurch die Entfaltung des Airbags nicht beeinträchtigt wird. Ferner kann eine derartige Verstärkung des Gehäuses mittels eines Versteifungsblechs relativ einfach, z. B. durch Punktschweißen, auf der Außenseite der Gehäusewand befestigt werden. Zudem ist mit einem derartigen Versteifungsblech eine Versteifung möglich, die nach wie vor einen relativ kompakten Aufbau des Gehäuses, wie er insbesondere für beengte Einbausituationen erwünscht ist, geeignet ist, da die Versteifungsbleche mit relativ geringer Materialstärke ausgeführt sein können.

Ferner sind in der bevorzugten Ausführungsform die Versteifungssicken nicht mehr direkt in der Gehäusewand ausgebildet und können daher die Airbagentfaltung nicht mehr behindern, sondern sind diese nunmehr beabstandet von der Gehäusewand im Versteifungsblech ausgebildet.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten die Versteifungssicken auszubilden. In einer vorteilhaften und hinsichtlich der Versteifungseigenschaften bevorzugten Ausführungsform sind die Versteifungssicken langgestreckt ausgebildet, d. h. sie verlaufen beabstandet, vorzugsweise parallel zueinander, sowie kanal- oder nutenförmig ausgebildet entlang der Längserstreckungsrichtung des Versteifungsblechs. Alternativ dazu können sie aber auch quer bzw. versetzt zueinander oder sonstwie verlaufen, solange der erforderliche Versteifungseffekt gewährleistet ist.

In einer besonders bevorzugten konkreten Ausführungsform ist das Gehäuse kastenförmig mit einem in etwa rechteckförmigen Querschnitt ausgebildet. Für eine effektive Versteifung des Airbaggehäuses kann hier ein Versteifungsblech auf einer Oberseite und/oder einer Unterseite und/oder einer Stirnseite, je nach den konkret gegebenen Einbau- und Festigkeitserfordernissen angebracht werden.

Das Versteifungsblech weist vorzugsweise eine gleiche Materialstärke wie die Gehäusewand auf, die in etwa im Bereich zwischen 1,25 mm bis 2,5 mm liegt. Das Versteifungsblech ist insbesondere im Hinblick auf eine gute Schweißverbindung vorzugsweise aus dem selben Material hergestellt wie das Gehäuse.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische, perspektivische Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Airbaggehäuse, und.

Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch das Airbaggehäuse der Fig. 1 entlang der Linie A-A.

In der Fig. 1 ist schematisch und perspektivisch eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Airbaggehäuse 1 gezeigt, in dem wenigstens ein hier nicht dargestellter Airbag im zusammengefalteten Grundzustand aufgenommen ist.

Wie dies insbesondere auch aus der Fig. 2 ersichtlich ist, die einen schematischen Schnitt entlang der Linie A-A der Fig. 1 zeigt, ist das Airbaggehäuse 1 hier kastenförmig mit einem in etwa rechteckförmigen Querschnitt ausgebildet, wobei auf einer Oberseite 2 des Airbaggehäuses 1 sowie auf einer Unterseite 3 des Airbaggehäuses 1 jeweils ein Versteifungsblech 4, 5 durch Punktschweißverbindungen 6 mit der Außenseite 7 der Gehäusewand verschweißt ist.

Die Versteifungsbleche 4, 5 weisen vorzugsweise ebenfalls eine in etwa rechteckförmige Form auf und erstrecken sich über die gesamte Länge und einen Teil der Breite der Oberseite 2 und Unterseite 3 des kastenförmigen Airbaggehäuses 1.

Wie dies aus den Fig. 1 und Fig. 2 weiter ersichtlich ist, sind in den Versteifungsblechen 4, 5 an der Oberseite 2 und Unterseite 3 des Airbaggehäuses 1 jeweils zwei hier lediglich beispielhaft dargestellte Versteifungssicken 9, 10 ausgebildet. Wie dies insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Versteifungssicken 9 im Versteifungsblech 4 als nutenförmige bzw. kanalförmige Erhebungen ausgebildet, während die Versteifungssicken 10 im Versteifungsblech 5 als nutenförmige bzw. kanalförmige Vertiefungen ausgebildet sind, die sich ebenfalls über die gesamte Länge der Versteifungsbleche 4, 5 erstrecken, wobei die Versteifungssicken 9, 10 jeweils parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet sind.

Um die Entfaltung des Airbags nicht zu behindern, ist es bei einem derartigen Aufbau somit möglich, wie dies insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich ist, die Innenseite 11 des Airbaggehäuses 1 als glatte Gehäusewand auszubilden.

Wie dies in der Fig. 2 ferner lediglich äußerst schematisch dargestellt ist, weisen die Versteifungsbleche 4, 5 vorzugsweise eine Materialstärke d auf die in etwa der Materialstärke D der Gehäusewand 8 des Airbaggehäuses 1 entspricht. BEZUGSZEICHENLISTE 1 Airbaggehäuse

2 Oberseite

3 Unterseite

4 Versteifungsblech

5 Versteifungsblech

6 Punktschweißverbindungen

7 Außenseite

8 Gehäusewand

9 Versteifungssicken

10 Versteifungssicken

11 Innenseite

d Materialstärke

D Materialstärke


Anspruch[de]
  1. 1. Gehäuse für wenigstens einen Airbag eines Airbagmodells, in dem der wenigstens eine Airbag im zusammengefalteten Grundzustand aufgenommen ist,

    wobei zur Versteifung des Gehäuses wenigstens an Teilbereichen der Gehäusewand Versteifungsmittel vorgesehen sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Innenseite (11) der Gehäusewand (8) glatt ausgebildet ist und,

    dass auf der Außenseite (7) der Gehäusewand (8) in wenigstens einem Außenflächenbereich ein Versteifungsblech (4, 5) als Versteifungsmittel flächig aufgesetzt und angebracht ist.
  2. 2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Versteifungsblech (4, 5) zusätzlich wenigstens eine Versteifungssicke (9, 10) ausgebildet ist.
  3. 3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungssicke (9, 10) langgestreckt und im wesentlichen geradlinig vorzugsweise über die Länge und/oder Breite des Versteifungsblechs (4, 5) verläuft.
  4. 4. Gehäuse nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Versteifungssicken (9, 10) als nuten- und/oder kanalförmige Erhebungen und/oder Vertiefungen ausgebildet sind, die vorzugsweise parallel zueinander im Versteifungsblech (4, 5) verlaufen.
  5. 5. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) kastenförmig mit in etwa rechteckförmigem Querschnitt ausgebildet ist, und dass ein Versteifungsblech (4, 5) auf einer Oberseite (2) und/oder einer Unterseite (3) und/oder seiner Stirnseite des kastenförmigen Gehäuses (1) angebracht ist.
  6. 6. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungsblech (4, 5) eine in etwa gleiche Materialstärke wie die Gehäusewand (8) aufweist, vorzugsweise von in etwa 1,25 mm bis 2,5 mm.
  7. 7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Versteifungsblech (4, 5) aus dem selben Material hergestellt ist wie das Gehäuse (1).
  8. 8. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Versteifungsblech (4, 5) mit der Gehäusewand (8) durch Punktschweißen verbunden ist.






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