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Dokumentenidentifikation DE10063758A1 18.07.2002
Titel Düsenstock für Gasheizthermen
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Fischer, Ralf, 73728 Esslingen, DE;
Lemke, Helmut, 73207 Plochingen, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.2000
DE-Aktenzeichen 10063758
Offenlegungstag 18.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.07.2002
IPC-Hauptklasse F23D 14/64
IPC-Nebenklasse F23D 14/58   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Düsenstock (10) für eine Gasheiztherme, der mindestens eine Reihe von Gasdüsen (1) aufweist, die an einem innen hohlen Haltekörper (3) montiert sind, dessen Innenraum (I) mit den Gasdüsen (1) in Fluidverbindung steht bzw. in Fluidverbindung bringbar ist und der einen Gasanschluss (4) aufweist, durch den Gas in den hohlen Innenraum (I) und von dort zu den Gasdüsen (1) strömen kann, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Düsenstock (10) mehrere Reihen jeweils an unterschiedliche Gasarten angepasster Gasdüsen (1, 2) und einen umstellbaren Stellkörper (5, 6) aufweist, der entsprechend seiner Einstellung eine Fluidverbindung für eine von mehreren Gasarten, die zu einer Zeit durch den Gasanschluss (4) zuströmt, zu der an diese Gasart jeweils angepassten Reihe von Gasdüsen (1, 2) herstellt (Figur 1A).

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft einen Düsenstock für eine Gasheiztherme, der mindestens eine Reihe von Gasdüsen aufweist, die an einem innen hohlen Haltekörper montiert sind, dessen Innenraum mit den Gasdüsen in Fluidverbindung steht bzw. in Fluidverbindung bringbar ist und der einen Gasanschluss aufweist, durch den Gas in den hohlen Innenraum des Haltekörpers und von dort zu den Gasdüsen strömen kann.

Der heutige Stand der Technik wir bei Heizthermen durch einen Düsenstock mit einseitiger Düsenbestückung verkörpert, die an die jeweilige Gasart angepasst sind. Dadurch ist beim Wechsel der Gasart immer auch ein Wechsel des Düsenstocks bzw. ein Wechsel der am Düsenstock montierten Düsen notwendig.

Ei solcher Wechsel oder eine Umstellung auf eine andere Gasart ist bislang immer mit hohen Lohn- und Materialkosten verbunden gewesen. Ferner müssen beim Installateur bzw. im Großhandel mehrere verschiedenartige Düsenstöcke oder Düsentypen für die unterschiedlichen Gasarten vorrätig sein.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Düsenstock für eine Gasheiztherme zu ermöglichen, der bzw. dessen Gasdüsen ohne Auswechseln des Düsenstocks bzw. des Gasdüsensatzes umstellbar und so an mehrere Gasarten anpassbar ist bzw. sind, so dass die Gasheiztherme mit mehreren Gasen mit einem einzigen Düsenstock betreibbar ist.

Diese Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst.

Gemäß einem wesentlichen Anspekt der Erfindung weist der Düsenstock mehrere Reihen jeweils an unterschiedliche Gasarten angepasster Gasdüsen, die am Haltekörper des Düsenstocks montiert sind und außerdem einen umstellbaren Stellkörper auf, der je nach seiner Einstellung eine Fluidverbindung für eine von mehreren zu einer Zeit dem Gasanschluss zuströmenden Gasarten zu der an diese Gasart jeweils angepasste Reihe von Gasdüsen herstellt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsart weist der erfindungsgemäße Düsenstock zwei Reihen (eine untere und eine obere Reihe) von Gasdüsen auf, die jeweils an eine von zwei unterschiedlichen Gasarten angepasst sind. Diese beiden Reihen von Gasdüsen liegen einander am Haltekörper des Düsenstocks radial gegenüber und sind jeweils in axialer Richtung des Düsenstocks bzw. des Haltekörpers angeordnet, so dass der Düsenstock bei einem Wechsel von einer Gasart auf eine andere nur um 180° um seine Längsachse gedreht werden muss, damit die der anderen Gasart jeweils entsprechende Reihe von Gasdüsen oben liegt.

Weiterhin weist der Stellkörper einen in einen kreiszylindrischen Innenraum des Haltekörpers des Düsenstocks passenden und darin um seine Längsachse verdrehbaren Rohrkörper auf, der eine am Gasanschlussende des Düsenstocks offene Mündung und zwei jeweils mit den Gasdüsen fluchtende und um einen bestimmten Winkel in Umfangsrichtung versetzte Reihen von Gasbohrungen so aufweist, dass die jeweils einer bestimmten Gasart entsprechende Gasdüsenreihe bei einer jeweils bestimmten Winkelstellung des Rohrkörpers mit dem hohlen Innenraum durch die jeweilige Reihe von Gasbohrungen in Fluidverbindung steht. Bevorzugt beträgt der Verstellwinkel des Rohrs des Stellkörpers 90°.

Weiterhin bevorzugt weist der Stellkörper an den dem Gasanschlussende entgegengesetzten Ende seines Rohrkörpers eine axiale Stellschraube auf zur Verstellung des Stellkörpers.

In bevorzugter Ausbildung ist der Stellkörper durch äußere Dichtmanschetten über der nicht benutzten Reihe von Gasdüsen abgedichtet. Die Dichtmanschetten umschließen den Rohrkörper des Stellkörpers jeweils an den den Düsenöffnungen entsprechenden Gasbohrungen. Die Dichtmanschetten können z. B. aus Silikonkautschuk bestehen.

Eine mit dem erfindungsgemäßen Düsenstock ausgerüstete Gasheiztherme, z. B. Gaszentralheizung, ermöglicht demnach die Umstellung auf eine andere Gasart ohne das kostspielige und zeitaufwendige Auswechseln des Düsenstocks bzw. der Gasdüsen und hilft aufgrund der Zeitersparnis die Lohnkosten sowie die Materialkosten zu senken. Ferner sinken die Kosten der Lagerhaltung. Ferner kann bei Fertigung der Gasheiztherme ein Düsenstock pro Gasfamilie eingespart sowie die zusammenhängenden Herstellungskosten der verschiedenen Düsenstöcke pro Gasfamilien gesenkt werden.

Nachstehend wird unter Bezug auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Düsenstocks näher erläutert.

Zeichnung

Die Fig. 1A zeigt in einem Teillängsschnitt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Düsenstocks mit zwei an eine jeweilige Gasart angepassten Reihen von Düsen, und

Fig. 1B zeigt den erfindungsgemäßen Düsenstock gemäß Fig. 1A in einer Vorderansicht von links.

Ausführungsbeispiel

Ein mit der Bezugszahl 10 bezeichneter, einem bevorzugten Ausführungsbeispiel entsprechender, erfindungsgemäßer Düsenstock weist, montiert an einen innen hohlen Haltekörper 3, eine Reihe von oberen Düsen 1 und dieser radial gegenüber liegend, d. h. um 180° versetzt, eine untere Reihe von Düsen 2 auf. Die Düsen 1 sind an eine Gasart und die Düsen 2 an eine andere Gasart angepasst.

Zur Umstellung von der einen Gasart auf die andere weist der Düsenstock 10 einen axial im Innenraum I des Haltekörpers 3 verdrehbaren Stellkörper auf, der aus einem Rohrkörper 5 und einer Stellschraube 6 besteht. Der Rohrkörper 5 hat eine erste Reihe von mit den Gasdüsen 1 axial fluchtenden Gasbohrungen 7, die in der in Fig. 1 dargestellten Stellung des Rohrkörpers 5 die Gasverbindung vom Innenraum I zu den Gasdüsen 1 herstellen, so dass Gas einer Gasart, das von dem rechts außen dargestellten Gasanschluss 4 in den Innenraum I des Düsenstocks strömt, von dort durch die Gasbohrungen 7 des Rohrkörpers 5 und dann durch die (in der Figur oberen) Gasdüsen 1 in einen Brennraum der (nicht gezeigten) Gasheiztherme strömen kann.

Der Rohrkörper 5 weist eine zweite Reihe von Gasbohrungen 9 auf, die axial mit den ihnen zugeordneten (in der Figur unteren) Gasdüsen 2 fluchten und gegenüber den ersten Gasbohrungen 7 um 90° in Umfangsrichtung des Rohrkörpers versetzt sind.

Durch Verdrehen der Stellschraube 6 (siehe auch Fig. 1B) um 90° werden wahlweise die an die jeweilige Gasart angepassten Reihen von Düsen 1 oder 2 freigegeben. Bei einer Umstellung der Gasart durch den Installateur wird der Düsenstock 10 insgesamt um 180° gedreht, so dass die jeweilige Düsenreihe 1 oder 2 oben liegt und gleichzeitig die Verstellschraube 6 an dem Stellkörper auf die gewünschte Gasart eingestellt.

Eine Abdichtung gegenüber den nicht benutzten Düsen geschieht durch Dichtmanschetten 8, die das Rohr 5 des Stellkörpers an den Düsenöffnungen umschließen. Die Dichtmanschetten bestehen bevorzugt aus Silikonkautschuk.


Anspruch[de]
  1. 1. Düsenstock für eine Gasheiztherme, der mindestens eine Reihe von Gasdüsen (1) aufweist, die an einem innen hohlen Haltekörper (3) montiert sind, dessen Innenraum (I) mit den Gasdüsen (1) in Fluidverbindung steht bzw. in Fluidverbindung bringbar ist und der einen Gasanschluss (4) aufweist, durch den Gas in den hohlen Innenraum (I) des Haltekörpers (3) und von dort zu den Gasdüsen (1) strömen kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenstock (10) mehrere Reihen jeweils an unterschiedliche Gasarten angepasster Gasdüsen (1, 2) und einen umstellbaren Stellkörper (5, 6) aufweist, der entsprechend seiner Einstellung eine Fluidverbindung für eine von mehreren Gasarten, die zu einer Zeit durch den Gasanschluss (4) zuströmt, zu der an diese Gasart jeweils angepassten Reihe von Gasdüsen (1, 2) herstellt.
  2. 2. Düsenstock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei Reihen von Gasdüsen (1, 2) aufweist, die an zwei unterschiedliche Gasarten angepasst sind.
  3. 3. Düsenstock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Reihen von Gasdüsen (1, 2) jeweils in axialer Richtung des Haltekörpers (3) und einander radial gegenüberliegend angeordnet sind, wobei der Düsenstock (10) bei einem Wechsel von einer zur anderen Gasart um 180° uni seine Längsachse (A) drehbar ist.
  4. 4. Düsenstock nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (3) einen kreiszylindrischen Innenraum (I) und der Stellkörper (5, 6) einen in diesen Innenraum (I) passenden und darin verdrehbaren Rohrkörper (5) aufweist, der eine am Gasanschluss (4), der an einem Ende des Düsenstocks liegt, offene Mündung und zwei mit den Gasdüsen (1, 2) fluchtende und um einen bestimmten Winkel in Umfangsrichtung versetzte Reihen von Gasbohrungen (7) so aufweist, dass die jeweils einer bestimmten Gasart entsprechende Gasdüsenreihe in einer jeweils bestimmten Winkelstellung des Rohrkörpers (5) mit dem hohen Innenraum (I) durch die jeweilige Reihe von Gasbohrungen (7) in Fluidverbindung steht.
  5. 5. Düsenstock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellwinkel des Stellkörpers (5, 6) 90° beträgt.
  6. 6. Düsenstock nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellkörper (5, 6) weiterhin eine an dem dem Gasanschlussende (4) entgegengesetzten Ende des Rohrkörpers (5) angeordnete axiale Stellschraube zur Verdrehung des Rohrkörpers (5) und zur Einstellung auf die jeweilige Gasart aufweist.
  7. 7. Düsenstock nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellkörper (5, 6) durch äußere Dichtmanschetten (8), die den Rohrkörper (5) jeweils an der der Düsenöffnung entsprechenden Bohrung (7) umschließen gegenüber der nicht benutzten Reihe von Gasdüsen (2 oder 1) abgedichtet ist.
  8. 8. Gasheiztherme dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Düsenstock nach einem der Ansprüche 1 bis 7 aufweist.






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