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Dokumentenidentifikation DE10064054A1 18.07.2002
Titel Gewindeklammer
Anmelder Wacker-Chemie GmbH, 81737 München, DE
Erfinder Braun, Rudolf, Dr. Dipl.-Chem., 84556 Kastl, DE;
Hackbarth, Henry, Dipl.-Ing., 84508 Burgkirchen, DE;
Judas, Bernd, Dipl.-Ing., 84556 Kastl, DE;
Scheim, Uwe, Dr. Dipl.-Chem., 01640 Coswig, DE
DE-Anmeldedatum 21.12.2000
DE-Aktenzeichen 10064054
Offenlegungstag 18.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.07.2002
IPC-Hauptklasse B65D 33/17
IPC-Nebenklasse B65D 45/16   B65B 51/05   
Zusammenfassung Klammer für Behältnisse, die an ihrer Außenseite Gewindegänge aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klammer für Behältnisse und ein Verfahren zum Anbringen von Klammern für Behältnisse.

Dichtmassen werden in unterschiedlichen Behältnissen in den Handel gebracht. Am gebräuchlichsten sind Kartuschen und Schlauchbeutel. Die Schlauchbeutel bestehen aus einer dünnen Kunststofffolie. Um aus den Schlauchbeuteln die Dichtmasse anwenden zu können, müssen diese in eine spezielle Auspresspistole eingeführt werden, auf die dann eine Spritzdüse geschraubt wird. Eine andere Möglichkeit ist es, eine Adapterkartusche zu verwenden, in die der Schlauchbeutel eingeführt wird und die dann in eine entsprechende Vorrichtung eingeführt wird, um entleert zu werden. Bei diesem Vorgehen wird die Auspresseinrichtung stets durch die anzuwendende Dichtmasse verunreinigt, so dass anschließend eine Reinigung notwenig ist. Eine Zumischung von weiteren Komponenten zur Dichtmasse ist nicht möglich.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung den Stand der Technik zu verbessern und insbesondere ein Mittel zur Verfügung zu stellen, das es ermöglicht Applikationshilfen wie Spritzdüsen oder auch Einfärbeeinrichtungen direkt auf ein Behältnis, insbesondere einen Schlauchbeutel aufzubringen.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die übliche Verschlussklammer für die Schlauchbeutel so modifiziert wird, dass beim Verschließen der Schlauchbeutel gleichzeitig ein Gewinde an den Schlauchbeutel angebracht wird.

Gegenstand der Erfindung ist eine Klammer für Behältnisse, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer an ihrer Außenseite Gewindegänge aufweist.

Die erfindungemäße Klammer weist auf ihrer Außenseite ein Gewinde auf, auf das vorzugsweise Applikationshilfen wie Spritzdüsen oder Einfärbeeinrichtungen geschraubt werden können. Der Werkstoff der Klammer ist vorzugsweise ein Metall. Als Werkstoffe können zum Beispiel Aluminium, Kupfer oder Stahl verwendet werden, bevorzugt ist Aluminium.

Die Klammer wird vorzugsweise in Form eines Bandes zur Verfügung gestellt, das die segmentierten Klammern bilden, die hintereinander ingestreckter Form, nur durch eine Sollbruchstelle miteinander verbunden, aneinander gereiht sind, wobei es auf seiner oberen Seite Gewindegänge aufweist. Die erfindungsgemäße Klammer kann auch U-förmig oder O-förmig sein. Die Klammer kann aber auch als Einzelteil hergestellt werden. Während des Befüllvorganges wird die Klammer an den Schlauchbeutel gepresst und erhält dabei einen kreisrunden Querschnitt.

Des Weiteren kann die Klammer noch mit einer üblichen Verschlussklammer zusammen zur Anwendung kommen. Dies heißt eine erfindungsgemäße Klammer mit Gewindegängen wird z. B. abwechselnd mit einer Verschlussklammer in einem Band aufgereiht, so dass die erfindungsgemäße Klammer angebracht wird und dahinter eine Verschlussklammer oder auch umgekehrt.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Anbringen der erfindungsgemäßen Klammer, wobei Klebstoff zwischen der Klammer und dem Behältnis aufgetragen wird und die Klammer um das Behältnis gebogen wird.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ein Tropfen Klebstoff zwischen der Klammer und dem Behältnis, vorzugsweise einen Folienschlauch aufgetragen, damit der Halt zwischen Klammer und Behältnis sichergestellt ist. Bei einem Folienbeutel wird der Schlauch am anderen Ende auch noch mit einer Verschlussklammer verschlossen. Ein Folienschlauch mit der erfindungsgemäßen Klammer mit Gewinde ist vorzugsweise vor dieser Klammer mit einer Verschlussklammer verschlossen, um eine sichere Abdichtung gegen die Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten.

Allerdings kann die Klammer zu diesem Zweck auch auf der dem Schlauchbeutel abgewandten Seite mit einer Durchstechfolie aus Metall oder Kunststoff verschlossen sein.

Figurenbeschreibung

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Klammer in Seitenansicht.

Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Klammer in Draufsicht

Fig. 3 zeigt den mit einer erfindungsgemäßen Klammer verschlossenen Folienbeutel.

Fig. 1 zeigt die Gewindegänge (1) und die Aufbördelung der Klammer (2) und die dem luftfeuchtigkeitsdichten Verschluss dienende Verschlussklammer (3).

Fig. 2 zeigt in Draufsicht die Gewindegänge (1) sowie die dem luftfeuchtigkeitsdichten Verschluss dienende Verschlussklammer (4), die (3) entspricht.

In Fig. 3 ist der Folienbeutel (5) zu sehen an den erfindungsgemäß die Klammer (2) mit einem Tropfen Klebstoff (8) angebracht wird, worauf der nächste Folienbeutel folgt, der an seinem hinteren Ende mit einer üblichen Verschlussklammer (6) verschlossen ist und später werden die beiden Folienbeutel voneinander an der Stelle (7) getrennt.


Anspruch[de]
  1. 1. Klammer für Behältnisse, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer an ihrer Außenseite Gewindegänge aufweist.
  2. 2. Klammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behältnisse Schläuche oder Beutel sind.
  3. 3. Klammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer U-förmig oder O-förmig oder gestreckt ist.
  4. 4. Klammer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer aus Metall ist.
  5. 5. Klammer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammer noch zumindest eine Verschlussklammer aufweist.
  6. 6. Verfahren zum Anbringen der Klammer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass Klebstoff zwischen der Klammer und dem Behältnis aufgetragen wird und die Klammer um das Behältnis gebogen wird.
  7. 7. Verfahren zum Anbringen der Klammer nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass vor oder hinter der Klammer noch zusätzlich eine Verschlussklammer angebracht wird.






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