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Dokumentenidentifikation DE10065088A1 18.07.2002
Titel Abgangs- oder Anschlußkasten
Anmelder MOELLER GmbH, 53115 Bonn, DE
Erfinder Kilic, Kemal m., 50735 Köln, DE;
Haar, Rainer, 53121 Bonn, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.2000
DE-Aktenzeichen 10065088
Offenlegungstag 18.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.07.2002
IPC-Hauptklasse H02G 5/08
Zusammenfassung Ein Abgangs- oder Anschlußkasten (3) für einen elektrischen Schienenverteiler, wobei der Schienenverteiler einen Schienenkanal mit darin geführten Stromschienen und Abgangsstellen, an denen der Kasten anschließbar ist, umfasst, wobei er Kontaktstecker umfasst, die an den Abgangsstellen an den Stromschienen kontaktierbar sind, wobei die Kontaktstecker mit einer in einem Trennkontaktraum (6) angeordneten Trennkontaktvorrichtung (7) verbunden sind, die mit an einem Deckel befindlichen Kontaktbrücken nur bei geschlossenem Deckel elektrisch überbrückt wird, wobei in einem Anschlußraum (12) Schutz- und Anschlußelemente (8), wie Sicherungselemente (9) oder Klemmen (10), montierbar sind, soll elektrisch sicher sein und eine hohe Stromverfügbarkeit bieten. Der Kasten (3) umfasst einen nur über dem Trennkontaktraum (6) angeordneten, ersten Deckel (1) mit daran angeordneten Kontaktbrücken (29), wobei mindestens der Anschlußraum (1) über einen zweiten Deckel (2) verschließbar ist, der unabhängig von dem ersten Deckel (1) zu öffnen ist. Der Anschlußraum (12) ist nur für fingersichere Schutz- und Anschlußelemente (8) vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Abgangs- oder Anschlußkasten nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

In der Druckschrift EP 0 555 665 B1 ist ein Abgangskasten gezeigt und beschrieben, der, wie dort in den Fig. 11 bis 15 gezeigt ist, zwei Deckelabschnitte aufweist, die abhängig voneinander geöffnet werden können. Der erste Deckelabschnitt steht mit einer Verriegelungsvorrichtung in Wirkverbindung. Der erste Deckelabschnitt kann nur geöffnet werden, wenn der zweite bereits offen ist. Der erste Deckelabschnitt trennt beim Öffnen automatisch die Stromzufuhr. Unterhalb des zweiten Deckelabschnitts ist eine NH-Sicherung angeordnet, die beim Öffnen des zweiten Deckels aus dem Sicherungssockel herausgezogen wird.

Die EP 0 555 665 B1 zeigt in der Fig. 1 einen Abgangskasten mit einem einzigen Deckel, eine Trennkontaktvorrichtung mit Trennkontaktstellen und einen Trennkontaktraum. Die Trennkontaktvorrichtung wirkt als Sicherheitsvorrichtung, die beim Arbeiten mit offenem Deckel für Spannungsfreiheit sorgt.

Beim Öffnen des Gehäusedeckels werden bei bekannten und mit Sicherheitsvorrichtungen versehenen Abgangskästen alle angeschlossenen Verbraucher zwangsläufig vom Netz getrennt. Dies führt dazu, daß Verbraucher, die unabhängig voneinander betrieben werden müssen, wie z. B. Computer in Rechenzentren, jeweils über eigene Abgangskästen angeschlossen werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kasten nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 zu schaffen, der sicher und ungefährlich ist und eine hohe Stromverfügbarkeit aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, während in den Unteransprüchen besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gekennzeichnet sind.

Die Sicherheitsfunktion wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß der Abgangs- oder Anschlußkasten einen, nur über dem Trennkontaktraum angeordneten, ersten Deckel mit daran angeordneten Kontaktbrücken aufweist. Durch die Kontaktbrücken, die in jeder Art und Weise ausgeführt werden können, solange sie die Stromzufuhr galvanisch unterbrechen, wobei die geometrische Form nicht entscheidend ist, kann an dem Abgangs- oder Anschlußkasten auch in nicht fingersicheren Bereichen gearbeitet werden. Das ist auch der Fall, wenn Klemmenblöcke oder Sicherungselemente ausgetauscht werden müssen. Vorteilhaft ist insbesondere, wenn die Trennkontaktvorrichtung mit anderen Sicherheitsfunktionen, wie einer mechanischen Verriegelungsfunktion kombinierbar ist.

Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob Kontaktbrücken an einem Deckel oder andere die Stromzufuhr trennende Mittel an einem Deckel angeordnet sind.

Durch die Anordnung von zwei Deckeln erfolgt grundsätzlich eine Einteilung in einem Trennkontaktraum und einen Anschlußraum. Wenn der Anschlußraum über einen zweiten Deckel verschließbar ist, der unabhängig von einem ersten Deckel zu öffnen ist, kann dennoch, ohne zwangsläufige Betätigung der Trennkontaktvorrichtung, in dem Anschlußraum gearbeitet werden.

Besonders sicher wird der Abgangs- oder Anschlußkasten erst dadurch, wenn der Anschlußraum nur für fingersichere Schutz- und Anschlußelemente vorgesehen ist.

Günstig für die Montage des zweiten Deckels und einfach ausgestaltbar ist er, wenn er klappenförmig zu öffnen ist.

Ein besonders handhabungsfreundliche, sichere und einfach herstellbare Ausführungsform ergibt sich, wenn der zweite Deckel eine erste Lagerstelle umfasst, die mit dem Grundgehäuse verbunden ist, und wenn der zweite Deckel eine zweite Lagerstelle umfasst, die einer zweiten Stirnseite des Abgangs- oder Anschlußkastens zugeordnet ist, wenn die erste Lagerstelle einer ersten - der zweiten Stirnseite gegenüberliegenden - Stirnseite zugeordnet ist, wodurch sich zwei unterschiedliche Öffnungs- bzw. Drehrichtungen ergeben, die sich als besonders vorteilhaft erweisen, dadurch daß der zweite Deckel eine erste und eine oberhalb liegende zweite Deckellage umfasst, wobei die erste Deckellage über den Anschlußraum eine fensterartige Anschlußraumöffnung aufweist und mit der ersten Lagerstelle derart verbunden ist und die zweite Deckellage mit der an der ersten Deckellage befestigten zweiten Lagerstelle derart verbunden ist, daß der zweite Deckel entweder vollständig über den Trennkontaktraum und den Anschlußraum aufklappbar ist oder nur über den Anschlußraum aufklappbar ist.

Durch diese Konstruktiv einfache Lösung gelingt es, mit wenig Aufwand - mit im Grunde einem einzigen Deckel - einerseits eine vormontierbare Einheit, im wesentlichen bestehend aus der ersten und zweiten Deckellage, zu schaffen und andererseits eine störlichtbogengerechte Lösung zu bieten.

Günstig ist es, wenn der erste Deckel in einer ersten Deckellage integriert ist, wodurch die Trennfunktion und mögliche Verriegelungsfunktionen an dem zweiten Deckel geknüpft sind, was besonders handhabungsfreundlich ist.

Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich, wenn der zweite Deckel eine Aussparung mit größeren Abmessungen als der erste Deckel aufweist, die im völlig geschlossenen Zustand direkt über den ersten Deckel angeordnet ist. Durch diese Merkmale können bedarfsweise ein Griff, Arretierungsmittel oder weitere nicht näher beschriebene Teile angeordnet werden, die von außen auch bei geschlossenem zweiten Deckel zugänglich sind.

Um einen direkten Zugang zu Sicherungselementen, wie Schaltautomaten, Leitungsschutzschaltern, Leistungsschaltern, Motorschutzschaltern, Schmelzsicherungen oder dergleichen zu ermöglichen und ein Wiedereinschalten der Schaltgeräte, bzw. Austauschen bei Sicherungen ohne die Erfordernis, den zweiten Deckel öffnen zu müssen, zu ermöglichen, erweist sich als vorteilhaft, daß über den Anschlußraum eine Deckelklappe angeordnet ist.

Der Schaltzustand der Geräte ist von außen sichtbar, wenn die Deckelklappe transparent ist.

Vorteilhaft ist, daß der erste Deckel derart ausgeführt ist, daß er zwangsläufig mit dem zweiten Deckel zu öffnen ist.

Ein unzulässiges Aufsetzen oder Abnehmen des Abgangs- oder Anschlußkastens wird verhindert, indem der erste Deckel mit einer Verriegelungseinrichtung versehen ist, die Befestigungs- und Verriegelungsmittel und mit den Befestigungs- und Verriegelungsmittel wirkverbundenen Sperrmittel umfasst, wobei die Befestigungs- und Verriegelungsmittel an dem Schienenkanal befestigbar sind.

Die Fixierung des Abgangs- oder Anschlußkastens wird verbessert, wenn der Abgangs- oder Anschlußkasten Befestigungselemente umfasst, wobei die Befestigungselemente an dem Schienenkanal befestigbar sind.

Aus Platzgründen ist es günstig, wenn der Abgangs- oder Anschlußkasten an einer Seite mindestens eine Kabeldurchführung aufweist.

Einen sicherer Verschluß des Trennkontaktraums ergibt sich, wenn der erste Deckel oder eine erste Deckellage erste Arretierungsmittel umfasst und/oder die ersten Arretierungsmittel an dem Grundgehäuse an mindestens einer Gegenarretierung arretierbar sind.

Einen sicherer Verschluß des Anschlußraums ergibt sich, wenn der zweite Deckel oder eine zweite Deckellage zweite Arretierungsmittel aufweist, wobei in günstiger Weise die zweiten Arretierungsmittel an der ersten Deckellage arretierbar sind.

Für die Handhabung ist es gut, wenn der erste Deckel mit dem zweiten Deckel derart kombinierbar ist, wobei der erste Deckel zwangsläufig mit der Funktion des ersten Deckels kombinierbar ist.

Ebenso ist es für die Handhabung günstig, wenn mindestens einer der Deckel mit einem Griff versehen ist.

Formschön ist es, daß der Griff im Abgangs- oder Anschlußkasten eingesenkt angeordnet ist.

Kostensparend ist es, wenn der Griff einstückig mit einem Isolierkörper zur Halterung der Kontaktbrücken ausgeführt ist.

Der erste und zweite Deckel können untereinander kombinierbar sein, so daß z. B. der erste Deckel wohl zwangsläufig mit der Funktion des ersten Deckels kombinierbar ist. Wie ein Vergleich zwischen den Fig. 1 und 3 des später nachfolgenden Ausführungsbeispiels zeigen, ist der erste Deckel mit der Öffnungsbewegung des zweiten Deckels kombiniert, wobei die Funktion des zweiten Deckels nur durch einen Teil des zweiten Deckels, der z. B. als obere Lage von zwei übereinander angeordneten Deckellagen ausgebildet ist, ausgeführt sein kann. Der zweite Deckel darf erfindungsgemäß jedoch nicht an die Öffnungsbewegung des ersten Deckels geknüpft werden.

Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, sollen die Erfindung, weitere Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung und weitere Vorteile näher beschrieben und erläutert werden.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des Abgangs- oder Anschlußkastens mit geöffnetem zweiten Deckel,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Abgangs- oder Anschlußkastens mit geschlossenem zweiten Deckel,

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Abgangs- oder Anschlußkastens mit geöffnetem ersten und zweiten Deckel,

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Abgangs- oder Anschlußkastens mit geöffneter Deckelklappe,

Fig. 5 eine Prinzipdarstellung einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgangs- oder Anschlußkastens,

Fig. 6 eine Prinzipdarstellung einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgangs- oder Anschlußkastens,

Fig. 7 eine Prinzipdarstellung einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgangs- oder Anschlußkastens und

Fig. 8 eine Prinzipdarstellung einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgangs- oder Anschlußkastens.

Die Fig. 1 zeigt einen Abgangs- oder Anschlußkasten 3 für einen Schienenverteiler zur Verteilung elektrischer Energie. Der hier nicht näher dargestellte Schienenverteiler, auf dem der Abgangs- oder Anschlußkasten aufsetzbar ist, ist in der DE 34 37 586 A1 gezeigt und beschrieben. Der Schienenverteiler umfasst einen Schienenkanal mit darin geführten Stromschienen und Abgangsstellen, an denen der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Abgangs- oder Anschlußkasten anschließbar ist.

Der Abgangs- oder Anschlußkasten 3 weist Kontaktstecker in bekannter Weise auf, die an den Abgangsstellen an den Stromschienen kontaktierbar sind. Der Kontaktstecker ist, wie auch der Abgangskasten, der in der Druckschrift beschrieben ist, mit einer in einem Trennkontaktraum 6 angeordneten Trennkontaktvorrichtung 7 elektrisch verbunden. Die mit einem ersten Deckel 1 fest verbundenen Kontaktbrücken überbrücken die Trennkontaktvorrichtung 7 elektrisch nur bei geschlossenem Deckel. Dies hat denn Sinn, daß beim Öffnen des ersten Deckels 1 die Stromzufuhr zu den an dem Abgangs- oder Anschlußkasten 3 angeschlossenen elektrischen Verbrauchern unterbrochen ist. Der Abgangs- oder Anschlußkasten 3 kann vom Schienenverteiler abmontiert werden, ohne daß zwischen den Kontaktsteckern und den Stromschienen eine zum Teil sehr gefährliche Lichtbogenbildung entsteht. In einem Anschlußraum 12 sind, wie in den Fig. 1 und 3 zu sehen ist, Schutz- und Anschlußelemente 8, wie Sicherungselemente 9 oder Klemmen 10, vorhanden, die verschiedenen Verbrauchern oder Verbrauchergruppen zugeordnet sind. Die Sicherungselemente 9 oder Klemmen 10 werden auf Hutschienen 30 montiert.

Der Abgangs- oder Anschlußkasten 3 weist erfindungsgemäß einen, im wesentlichen nur über dem Trennkontaktraum 6 angeordneten, ersten Deckel 1 mit daran angeordneten Kontaktbrücken auf. In dieser besonderen Ausführungsform ist der erste Deckel 1 in einer ersten Deckellage 5 integriert, wie Fig. 1 zeigt. Weiterhin ist der erste Deckel 1 so ausgeführt, daß er zwangsläufig nur mit dem zweiten Deckel 2 zu öffnen oder zu schließen ist.

Der Anschlußraum 1 ist durch einen zweiten Deckel 2, der unabhängig von dem ersten Deckel 2 klappenförmig zu öffnen bzw. zu schließen ist, verschließbar. Der zweite Deckel 2 bzw. auch 2' weist eine erste Lagerstelle 4 auf, die mit dem Grundgehäuse 5 verbunden ist. Zusätzlich weist der zweite Deckel 2 bzw. auch 2' eine zweite Lagerstelle 11 auf, die einer zweiten Stirnseite 14 des Abgangs- oder Anschlußkastens (3) zugeordnet ist, wie die Fig. 1 zeigt. Der Abgangs- oder Anschlußkasten 3 umfasst eine erste Stirnseite 13 und eine zweite gegenüberliegende Stirnseite 14. Die erste Lagerstelle 4 ist der ersten Stirnseite 13 zugeordnet. Der zweite Deckel 2 ist mit einer erste 15 und eine oberhalb liegenden zweite Deckellage 16 versehen, wobei die erste Deckellage 15 über den Anschlußraum 12 eine fensterartige Anschlußraumöffnung 17 aufweist. Der zweite Deckel 2 ist in Zusammenhang mit der ersten Deckellage 2' entweder vollständig über den Trennkontaktraum 6 und den Anschlußraum 12 aufklappbar, wie Fig. 3 zeigt, oder nur über den Anschlußraum 12 aufklappbar, wie Fig. 1 zeigt.

Eine erste Lagerstelle 4 ist an der ersten Deckellage 15 angeordnet. Eine zweite Lagerstelle 11 ist an der ersten 15 und der zweiten Deckellage 16 angeordnet, wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt ist. Die Lagerstellen 4 und 11 sind wechselseitig angeordnet. Der Deckel 2, 2' kann mit beiden Deckellagen 15 und 16 wie ein einziger Deckel geöffnet und geschlossen werden, wie ein Vergleich der Fig. 2 und 3 zeigt.

Erfindungsgemäß sind in dem Anschlußraum 12 nur fingersichere Schutz- und Anschlußelemente 8 vorhanden. Ein Öffnen des zweiten Deckels 2, beispielsweise zu Kontrollzwecken, ist ohne Unterbrechung der Stromversorgung für z. B. Rechenanlagen möglich. Eine Berührung spannungsführender Teile ist mit geöffnetem zweiten Deckel nicht möglich.

Der zweite Deckel 2 weist, wie in der Fig. 1 zu sehen ist, eine Aussparung 18 mit größeren Abmessungen als der erste Deckel 1 auf, wobei sie im völlig geschlossenen Zustand direkt über den ersten Deckel 1 angeordnet ist.

Die Aussparung 18 bietet sich für die Anordnung eines Griffes 27 an. Der Griff 27 ist an dem Deckel 2' bzw. der ersten Deckellage angeordnet. In dieser Ausführungsform wird der Griff 27 im Abgangs- oder Anschlußkasten eingesenkt montiert, wobei der Griff einstückig mit einem Isolierkörper 28 zur Halterung der Kontaktbrücken 29 verbunden ist.

Über den Anschlußraum 12 ist, wie in den Fig. 2 und 4 dargestellt ist, eine transparente Deckelklappe 19 für den direkten Zugang zu Betätigungshebeln, Schaltknebeln und ähnlichen Teilen angeordnet.

Der erste Deckel 1 ist mit einer in dem Dokument EP 0 555 665 B1 näher gezeigten und erläuterten Verriegelungseinrichtung versehen, wobei die Verriegelungseinrichtung Befestigungs- und Verriegelungsmittel 20 und mit den Befestigungs- und Verriegelungsmittel 20 wirkverbundenen Sperrmittel 21 aufweist. Die Befestigungs- und Verriegelungsmittel 20 sind an dem Schienenkanal befestigbar

Die Befestigungs- und Verriegelungsvorrichtung besteht, wie die Figuren des Dokuments EP 0 555 665 B1 zeigen, aus einer um ihre Längsachse drehbare Achse, die ein mit dem Schienenkanal korrespondierendes Befestigungs- und Verriegelungselement (Befestigungs- und Verriegelungsmittel 20) und ein mit dem zweiten Kontaktorgan korrespondierendes Sperrteil. Die Befestigungs- und Verriegelungsvorrichtung weist einen Befestigungszapfen zum Halten des Abgangskastens und einen Sperriegel auf, der ein unzulässiges Aufsetzen des Abgangskastens verhindert. Die Achse ist bodenseitig angeordnet und steht axial unter Federwirkung. Die Befestigungs- und Verriegelungsvorrichtung ist nur innerhalb des Abgangskastens betätigbar. Der Befestigungszapfen ist mit mindestens einer Steigung versehen. Das Sperrteil blockiert das Schließen des ersten Deckels 1 bei nicht auf dem Schienenkanal befestigtem Abgangskasten. Das Sperrteil besteht aus einem einstückig angeformten Sperrstift und einem ebenfalls einstückig angeformten und im wesentlichen mit dem Sperrstift verbundenen Handhabungsabschnitt besteht, wobei die Drehbewegung des Sperrteiles durch einen Anschlag begrenzt wird.

Das Befestigungs- und Verriegelungselement ist in Fig. 3 mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet. Zusätzlich sind weitere Befestigungselemente an dem Abgangs- oder Anschlußkasten 3 angeordnet. Weitere Befestigungselemente zur Schienenkanalbefestigung sind mit 22 gekennzeichnet.

Der Abgangs- oder Anschlußkasten 3 weist an einer Seite eine Kabeldurchführung 23 auf. Sie besteht im wesentlichen aus Metall.

Wie aus den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist, ist die erste Deckellage 15 mit ersten Arretierungsmittel 24 versehen. Die ersten Arretierungsmittel 24 sind an dem Grundgehäuse 5 an einer Gegenarretierung 26, die Fig. 3 zeigt, arretierbar.

Der zweite Deckel 2 bzw. hier die zweite Deckellage 16 weist zweite Arretierungsmittel 25 auf, die in den Fig. 1 und 2 abgebildet sind. Die zweiten Arretierungsmittel 25 sind an der ersten Deckellage 15 arretierbar.

Durch die Anordnung der Deckellagen ist der erste Deckel 1 mit dem zweiten Deckel 2 derart kombinierbar, daß der erste Deckel 1 zwangsläufig mit der Öffnungsbewegung des zweiten Deckels 2 gekoppelt ist.

In einer weiteren, in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist der erste Deckel 1 unabhängig von dem zweiten Deckel 2 entfernbar bzw. zu öffnen.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungsformen. So läßt sich die Erfindung beispielsweise durch weitere Ausführungsformen, die in den Fig. 5 bis 7 prinzipiell dargestellt sind, realisieren.

Die Lagerung der Deckel 1, 2 kann, wie Fig. 5 zeigt, unabhängig voneinander, an den Stirnseiten oder, wie Fig. 6 zeigt, in der Mitte angeordnet sein.

Die Deckel 1, 2 können auch übereinander angeordnet sein, wie Fig. 7 zeigt. Der zweite Deckel 2 kann aus lediglich einer Deckellage, wie die Fig. 8 zeigt, ausgeführt sein.

Ferner gehören auch alle in der Zeichnung gezeigten Merkmale und die hier beschriebenen zur Erfindung. Auf die in der Druckschrift EP 0 555 665 B1 gezeigten Merkmale wird besonder hingewiesen. Liste der Bezugszeichen 1 erster Deckel

2 zweiter Deckel

3 Abgangs- oder Anschlußkasten

4 erste Lagerstelle

5 Grundgehäuse

6 Trennkontaktraum

7 Trennkontaktvorrichtung

8 Schutz- und Anschlußelemente

9 Sicherungselemente

10 Klemmen

11 zweite Lagerstelle

12 Anschlußraum

13 erste Stirnseite

14 zweite Stirnseite

15 erste Deckellage

16 zweite Deckellage

17 Anschlußraumöffnung

18 Aussparung

19 Deckelklappe

20 Befestigungs- und Verriegelungsmittel

21 Sperrmittel

22 Befestigungselemente

23 Kabeldurchführung

24 erste Arretierungsmittel

25 zweite Arretierungsmittel

26 Gegenarretierung

27 Griff

28 Isolierkörper

29 Kontaktbrücken

30 Hutschienen


Anspruch[de]
  1. 1. Abgangs- oder Anschlußkasten (3) für einen Schienenverteiler zur Verteilung elektrischer Energie, wobei der Schienenverteiler einen Schienenkanal mit darin geführten Stromschienen und Abgangsstellen, an denen der Abgangs- oder Anschlußkasten anschließbar ist, umfasst, wobei er Kontaktstecker umfasst, die an den Abgangsstellen an den Stromschienen kontaktierbar sind, wobei die Kontaktstecker mit einer in einem Trennkontaktraum (6) angeordneten Trennkontaktvorrichtung (7) elektrisch verbunden sind, die mit an einem Deckel befindlichen Kontaktbrücken nur bei geschlossenem Deckel elektrisch überbrückt wird, wobei in einem Anschlußraum (12) Schutz- und Anschlußelemente (8), wie Sicherungselemente (9) oder Klemmen (10), montierbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (3) einen, im wesentlichen nur über dem Trennkontaktraum (6) angeordneten, ersten Deckel (1) mit daran angeordneten Kontaktbrücken umfasst, daß mindestens der Anschlußraum (1) über einen zweiten Deckel (2) verschließbar ist, der unabhängig von dem ersten Deckel (1) zu öffnen ist, und daß der Anschlußraum (12) nur für fingersichere Schutz- und Anschlußelemente (8) vorgesehen ist.
  2. 2. Kasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (2) klappenförmig zu öffnen bzw. zu schließen ist.
  3. 3. Kasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (2, 2') eine erste Lagerstelle (4) umfasst, die mit dem Grundgehäuse (5) verbunden ist, und daß der zweite Deckel (2) eine zweite Lagerstelle (11) umfasst, die einer zweiten Stirnseite (14) des Kastens (3) zugeordnet ist, daß die erste Lagerstelle (4) einer ersten - der zweiten Stirnseite (14) gegenüberliegenden - Stirnseite (13) zugeordnet ist und daß der zweite Deckel (2) eine erste (15) und eine oberhalb liegende zweite Deckellage (16) umfasst, wobei die erste Deckellage (15) über den Anschlußraum (12) eine fensterartige Anschlußraumöffnung (17) aufweist und mit der ersten Lagerstelle (4) derart verbunden ist und die zweite Deckellage (16) mit der an der ersten Deckellage (15) befestigten zweiten Lagerstelle (11) derart verbunden ist, daß der zweite Deckel (2) entweder vollständig über den Trennkontaktraum (6) und den Anschlußraum (12) aufklappbar ist oder nur über den Anschlußraum (12) aufklappbar ist.
  4. 4. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) in einer ersten Deckellage (15) integriert ist.
  5. 5. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (2) eine Aussparung (18) mit größeren Abmessungen als der erste Deckel (1) aufweist, die im völlig geschlossenen Zustand direkt über den ersten Deckel (1) angeordnet ist.
  6. 6. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über den Anschlußraum (12) eine Deckelklappe (19) angeordnet ist.
  7. 7. Kasten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelklappe (19) transparent ist.
  8. 8. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) unabhängig von den zweiten Deckel (2) entfernbar oder zu öffnen ist.
  9. 9. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) verriegelbar ist.
  10. 10. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) mit einer ersten Deckellage (15) arretierbar ist.
  11. 11. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) derart ausgeführt ist, daß er zwangsläufig mit dem zweiten Deckel (2) zu öffnen ist.
  12. 12. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) mit einer Verriegelungseinrichtung versehen ist, die Befestigungs- und Verriegelungsmittel (20) und mit den Befestigungs- und Verriegelungsmitteln (20) wirkverbundenen Sperrmittel (21) umfasst, wobei die Befestigungs- und Verriegelungsmittel (20) an dem Schienenkanal befestigbar sind.
  13. 13. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (3) Befestigungselemente (22) umfasst, wobei die Befestigungselemente (22) an dem Schienenkanal befestigbar sind.
  14. 14. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (3) an einer Seite mindestens eine Kabeldurchführung (23) aufweist.
  15. 15. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) oder eine erste Deckellage (15) erste Arretierungsmittel (24) umfasst.
  16. 16. Kasten nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Arretierungsmittel (24) an dem Grundgehäuse (5) an mindestens einer Gegenarretierung (26) arretierbar sind.
  17. 17. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Deckel (2) oder eine zweite Deckellage (16) zweite Arretierungsmittel (25) aufweist.
  18. 18. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Arretierungsmittel (25) an der ersten Deckellage (15) arretierbar sind.
  19. 19. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Deckel (1) mit dem zweiten Deckel derart kombinierbar ist, daß der erste Deckel (1) zwangsläufig mit der Funktion des ersten Deckels (1) kombinierbar ist.
  20. 20. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten im wesentlichen aus Metall besteht.
  21. 21. Kasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Deckel (1, 2, 2') mit einem Griff (27) versehen ist.
  22. 22. Kasten nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (27) im Kasten eingesenkt angeordnet ist.
  23. 23. Kasten nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff einstückig mit einem Isolierkörper (28) zur Halterung der Kontaktbrücken (29) verbunden.






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