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Dokumentenidentifikation DE10202388A1 25.07.2002
Titel Wellenloser Motorantrieb für eine Druckmaschine mit einer Anilosfarbwalze
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Callahan, Martin John, Dover, NH., US;
Franklin, Stephen, Barrington, NH., US
DE-Anmeldedatum 23.01.2002
DE-Aktenzeichen 10202388
Offenlegungstag 25.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.07.2002
IPC-Hauptklasse B41F 13/008
Zusammenfassung Eine Offsetdruckmaschine zeichnet sich aus durch einen ersten Druckformzylinder (16), einen ersten Gummituchzylinder (18) zum wahlweisen Kontaktieren des ersten Druckformzylinders (16), eine Aniloxfarbwalze zum Einfärben des ersten Druckformzylinders (16), einen ersten Motor (20), der direkt mit der Aniloxfarbwalze verbunden ist, um die Aniloxfarbwalze anzutreiben, und der mit dem ersten Druckformzylinder (16) verbunden ist, um den ersten Druckformzylinder (16) anzutreiben, einen zweiten Druckformzylinder (36), einen zweiten Gummituchzylinder (38) zum wahlweisen Kontaktieren des zweiten Druckformzylinders (36), eine zweite Aniloxfarbwalze zum Einfärben des zweiten Druckformzylinders (36) und einen zweiten Motor (22), der direkt mit der zweiten Aniloxfarbwalze verbunden ist, um die zweite Aniloxfarbwalze anzutreiben, und der mit dem zweiten Druckformzylinder (36) verbunden ist, um den zweiten Druckformzylinder (36) anzutreiben.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Druckmaschinen und insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Antreiben von Walzen und Zylindern in einer Druckmaschine.

Offsetdruckmaschinen weisen üblicherweise einen Druckformzylinder auf, der eine bebilderte Druckplatte trägt. Während des Druckvorgangs wird die Druckplatte eingefärbt, und das eingefärbte Bild wird auf ein Gummituch übertragen, dass dann die Papierbogen oder eine fortlaufende Papierbahn bedruckt. Die Farbe für den Druckformzylinder kann anhand einer Aniloxfarbwalze zugeführt werden, die eine Aniloxwalze mit einer Reihe von Zellen zum Zuführen der Farbe über eine Walze zu dem Druckformzylinder umfasst.

Der Antrieb für eine Offsetdruckmaschine ist traditionell eine gemeinsame Antriebswelle, die auf der Antriebsseite der Druckmaschine verläuft, wobei Schneckengetriebe und andere Getriebe Kraft von der Welle verteilen.

Andere wellenlose Antriebskonfigurationen für Offsetdruckmaschinen verwenden direkte oder indirekte Antriebsmotoren, welche die notwendigen Antriebskräfte unter Verwendung von einem bis vier Motoren an die Druckform- und/oder Gummituchzylinder liefern. Eine separater oder zusätzlicher Motor wird üblicherweise verwendet, um den Farbdosierkasten anzutreiben.

Die US 6,050,185 beschreibt einen wellenlosen Antrieb, wobei ein erster Antriebsmotor eine erste Farbwalze entweder direkt oder über einen weiteren Antrieb antreibt. Der erste Antriebsmotor ist über einen ersten Räderzug, der ein Zahnrad, das an der Antriebswelle des ersten Druckformzylinders befestigt ist, aufweist, mechanisch an den ersten Druckformzylinder gekoppelt. Ein zweiter Antriebsmotor treibt einen weiteren Druckformzylinder und eine weitere Farbwalze an. Der erste Gummituchzylinder und der zweite Gummituchzylinder der Druckmaschine sind mechanisch aneinander gekoppelt und werden von einem dritten Motor angetrieben.

Das oben genannte Patent beschreibt weder eine Aniloxwalze noch eine zwei-Motor- Konfiguration, eine Farbauftragswalze oder eine Farbwalze mit einem ähnlichen Durchmesser wie ihn der Druckformzylinder aufweist.

EP 0 699 524 beschreibt eine Offsetdruckmaschine. Zylinder sowie Funktionsgruppen werden mit minimalem technischen Aufwand angetrieben. Es ist ein Druckwerk vorgesehen, bei dem die Druckformzylinder jeweils von einem separaten elektrischen Motor angetrieben werden und nicht mechanisch aneinander gekoppelt sind. Unabhängig angetriebene Zylinder in einem Falzapparat werden ebenfalls beschrieben.

Die internationale Patentanmeldung 95/24314 und die auf demselben Gebiet anzusiedelnde US 5,782,182 beschreiben eine Druckgruppe für eine Rollenrotationsfarbdruckmaschine, die in einem Brückendesign angeordnet ist. Die brückenartig aufgebauten Druckwerke können symmetrisch in senkrechter Richtung aufgebaut sein und in horizontaler Richtung bewegbar sein, um eine niedrige Höhe zu gewährleisten. Jede Seite einer Einheit umfasst einen Druckformzylinder und einen Gummituchzylinder. Ein Farbwerk für den Druckformzylinder kann anstelle einer Farbwanne und einer Farbwalze ein Farbkammerrakel in Verbindung mit einer Aniloxwalze umfassen. Der Antrieb des Feuchtwerks und des Farbwerks kann durch Reibung mit dem Druckformzylinder erfolgen oder anhand eines einzelnen Motorantriebs der Farbwalze und der Feuchtmittelauftragswalze oder anhand eines bekannten Zahnradantriebs. Das Antreiben des Druckformzylinders durch einen Motor, der das Farbwerk direkt antreibt, ist nicht beschrieben. Darüber hinaus ist die richtige seitliche Registerhaltigkeit nur schwer einzuhalten, wenn ein Antriebsmotor direkt mit dem Druckformzylinder verbunden ist.

Der Erfindung liegt demgemäss die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum wellenlosen Antreiben von Walzen und Zylindern in einer Druckmaschine zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 14 gelöst. Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Die vorliegende Erfindung schafft ein Druckwerk einer Offsetdruckmaschine mit einem ersten Druckformzylinder;

einem ersten Gummituchzylinder zum Wahlweisen Kontaktieren des ersten Druckformzylinders;

einer Aniloxfarbwalze zum Einfärben des ersten Druckformzylinders;

einem ersten Motor, der direkt mit der Aniloxfarbwalze zum Antreiben der Aniloxfarbwalze und mit dem ersten Druckformzylinder zum Antreiben des ersten Druckformzylinders verbunden ist;

einem zweiten Druckformzylinder;

einem zweiten Gummituchzylinder zum Wahlweisen Kontaktieren des zweiten Druckformzylinders;

einer zweiten Aniloxfarbwalze zum Einfärben des zweiten Druckformzylinders;

einem zweiten Motor, der direkt mit der zweiten Aniloxfarbwalze zum Antreiben der zweiten Aniloxfarbwalze und mit dem zweiten Druckformzylinder zum Antreiben des zweiten Druckformzylinders verbunden ist.

Die Aniloxfarbwalzen umfassen vorzugsweise eine Farbauftragswalze und eine Aniloxwalze mit einer Farbkammer, wobei die Motoren die jeweiligen Farbauftragswalzen direkt antreiben.

Die Farbauftragswalze hat vorzugsweise denselben Durchmesser wie die Druckformzylinder, wodurch die Antriebseigenschaften verbessert werden. Die Aniloxwalze kann kleiner oder ähnlich dem Durchmesser des Druckformzylinders ausgeformt sein.

In einer ersten Ausführungsform umfasst die Druckmaschine einen dritten Motor zum Antreiben der ersten und zweiten Gummituchzylinder. In dieser Ausführungsform treibt der erste Motor die erste Farbauftragswalze direkt und die Aniloxwalze und den ersten Druckformzylinder anhand einer Reihe von Zahnrädern an, und der zweite Motor treibt die zweite Farbauftragswalze direkt und die zweite Aniloxwalze und den zweiten Druckformzylinder durch eine zweite Reihe von Zahnrädern an.

Die Gummituchzylinder werden von dem dritten Motor durch eine dritte Reihe von Zahnrädern angetrieben, was so ausgeführt sein kann, dass der Gummituchzylinder direkt mit zwei Zahnrädern im Eingriff steht, und der Motor eines der Zahnräder antreibt. Alternativ dazu kann jeder Gummituchzylinder ein separates Zahnrad getrennt von dem anderen aufweisen, wobei jedes Zahnrad von dem dritten Motor angetrieben wird.

Die Druckformzylinder können während des Abstellvorgangs von den Gummituchzylindern getrennt werden, da die drei Reihen von Zahnrädern getrennt voneinander sind, und jede Druckformzylinder-/Gummituchzylinderkombination kann weiterdrucken, während der andere Druckformzylinder abgestellt ist.

In einer zweiten Ausführungsform treiben die ersten und zweiten Motoren auch die Gummituchzylinder an. Die Aniloxfarbwalzen werden direkt angetrieben und ein erstes Zahnrad, das mit dem Motor verbunden ist, treibt den ersten Druckformzylinder an und ein zweites Zahnrad, das mit dem zweiten Motor verbunden ist, treibt den zweiten Druckformzylinder an. Die ersten und zweiten Gummituchzylinder sind jeweils mit dem dritten und vierten Zahnrad verbunden. Wenn beide Druckeinheiten drucken, treibt eines der ersten und zweiten Zahnräder die dritten und vierten Zahnräder an, so dass alle Zylinder angetrieben sind.

Um das Abstellen des ersten Druckformzylinders zu ermöglichen, können das erste und das dritte Zahnrad abgekoppelt werden, während das zweite Zahnrad die dritten und vierten Zahnräder antreibt. Der zweite Druckformzylinder kann in Druckbetrieb bleiben. Um das Abstellen des zweiten Druckformzylinder zu ermöglichen, können die zweiten und vierten Zahnräder abgekoppelt werden. Der erste Druckformzylinder kann dann immer noch drucken.

Die ersten und zweiten Zahnräder sind vorzugsweise im Verhältnis zu ihren jeweiligen Druckformzylindern axial bewegbar, um jeweils das Abstellen von den dritten und vierten Zahnrädern zu ermöglichen.

Die vorliegende Erfindung schafft auch ein Verfahren zum Antreiben eines Druckwerks mit einer ersten Aniloxwalze, einem ersten Druckformzylinder, einem ersten Gummituchzylinder, der den ersten Druckformzylinder wahlweise kontaktiert, einem zweiten Gummituchzylinder, einem zweiten Druckformzylinder, der den zweiten Gummituchzylinder wahlweise kontaktiert, und eine zweite Aniloxfarbwalze, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte umfasst:

direktes Antreiben der ersten Aniloxfarbwalze unter Verwendung eines ersten Motors;

indirektes Antreiben des ersten Druckformzylinders unter Verwendung eines ersten Motors;

direktes Antreiben der zweiten Aniloxfarbwalze unter Verwendung eines zweiten Motors; und

indirektes Antreiben des zweiten Druckformzylinders unter Verwendung des zweiten Motors.

Das Verfahren kann des Weiteren das Antreiben der ersten und zweiten Gummituchzylinder mit einem der ersten und zweiten Motoren oder anhand eines dritten Motors umfassen.

Wenn der Kontakt zwischen dem ersten Druckformzylinder und dem ersten Gummituchzylinder unterbrochen wird, können der zweite Druckformzylinder, die zweite Aniloxfarbwalze und die ersten und zweiten Gummituchzylinder weiter in Betrieb bleiben. Wenn der Kontakt zwischen dem zweiten Gummituchzylinder und dem zweiten Druckformzylinder entfernt wird, können die erste Aniloxfarbwalze und die ersten und zweiten Gummituchzylinder weiter in Betrieb bleiben.

Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Doppeldruckwerks einer Druckmaschine,

Fig. 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Doppeldruckwerks einer Druckmaschine,

Fig. 3 eine Teilansicht eines Druckwerks der Konfiguration der Ausführungsform aus Fig. 1,

Fig. 4 eine Teilansicht eines Druckwerks einer weiteren Konfiguration der Ausführungsform aus Fig. 1,

Fig. 5 eine Teilansicht eines Druckwerks der Ausführungsform aus Fig. 2, in der beide Druckpaare drucken,

Fig. 6 eine Teilansicht eines Druckwerks der Ausführungsform aus Fig. 2, in der das rechte Druckpaar druckt, und

Fig. 7 eine Teilansicht eines Druckwerks der Ausführungsform aus Fig. 2, in der das linke Druckpaar druckt.

Fig. 1 zeigt eine Antriebsseite einer Ausführungsform einer Druckmaschine 1 mit zwei längswellenlos angetriebenen Druckwerken 3 und 4. Eine Bahn 5 ist beidseitig von den Offsetdruckwerken 3, 4 bedruckbar. Das Druckwerk 4 umfasst ein erstes Druckpaar mit einem Druckformzylinder 16 und einem Gummituchzylinder 18. Eine Aniloxwalze 12 mit einer Farbkammer 13 und einer Farbauftragswalze 14, die zusammen eine Aniloxfarbwalze bilden, bringen Farbe auf einen Druckformzylinder 16 auf. Das Druckwerk 4 weist ein zweites Druckpaar mit einem Druckformzylinder 36 und einem Gummituchzylinder 38 auf. Die Gummituchzylinder 18 und 38 dienen einander als Gegendruckzylinder und sind in Kontakt mit der Bahn, wenn eines oder beide Druckpaare drucken.

In der Druckmaschine 1 wird die Aniloxfarbwalze für den Druckformzylinder 16 an der Farbauftragswalze 14 von einem Motor 20 angetrieben, der eine Achse der Walze 14antreibt. Wie in Fig. 3 gezeigt, ist ein Zahnrad 40 auf der Achse des Zylinders 14 mit einem Zahnrad 42 auf einer Achse der Aniloxwalze 12 und mit einem Zahnrad 46 auf einer Achse des Druckformzylinders 16 verbunden. Der Motor 20 treibt somit die Walzen 12, 14 und den Zylinder 16 an. Die Farbauftragswalze 14 und der Druckformzylinder 16 sind vorzugsweise von demselben Durchmesser. Die Aniloxfarbwalze hat den Vorteil, dass das Voreinfärben des Druckformzylinders 16 vor dem wieder in Kontakt bringen des Druckformzylinders 16 mit dem Gummituchzylinder 18 nach dem Abstellen erfolgen kann. Bei der Aniloxfarbwalze müssen keine Farbzonenschrauben eingestellt werden, und die richtige Farbdeckung auf der Bahn 5 kann anhand der ersten Umdrehung des Gummituchzylinders 18 geschaffen werden.

Die Gummituchzylinder 18 und 38 werden von einem Motor 21 angetrieben, der mit einem Zahnrad 50 verbunden ist. Das Zahnrad 50 treibt ein Zahnrad 51 auf einer Seite an, das ein Zahnrad 53 auf einer Welle des Gummituchzylinders 18 antreibt. Das Zahnrad 50 treibt ein weiteren Zahnrad 52 auf der Welle des Gummituchzylinders 38 an. Die Zahnräder 52 und 53 sind nicht in Kontakt.

Ein weiterer Motor 22 treibt die Achse der Farbauftragswalze 34 an, auf deren Achse ein Zahnrad 60 die Zahnräder 62 und 66 antreibt. Die Zahnräder 62 und 66 treiben jeweils den Druckformzylinder 36 und die Aniloxwalze 32 an.

Die Druckformzylinder 16 und 36 können jeweils während eines Abstellvorgangs von den Gummituchzylindern 18, 38 weggeschwenkt werden. Da die Motoren 20, 21, 22 unabhängig sind, können das Druckpaar 16, 18 und der Gummituchzylinder 38 betrieben werden, wenn der Druckformzylinder 36 abgestellt ist, und das Druckpaar 36, 38 und der Gummituchzylinder 18 können betrieben werden, wenn der Druckformzylinder 36 abgestellt ist. Daher kann das Drucken mit einer Druckfarbe fortgesetzt werden, während der andere Druckformzylinder z. B. mit einem neuen Bild versehen wird.

Fig. 4 zeigt eine andere Konfiguration von Fig. 3, in der der Motor 21 das Zahnrad 50 antreibt, das seinerseits das Zahnrad 52 wie in Fig. 3 dargestellt antreibt. Das Zahnrad 52 treibt das Zahnrad 53 an, damit es den Gummituchzylinder 18 antreibt. Auch wenn die Konfiguration aus Fig. 4 weniger Zahnräder benötigt, kann die Leistungsverteilung aus Fig. 3 wünschenswerter sein.

Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Druckmaschine 101 mit zwei Motoren. Während die Konfiguration mit drei Motoren aus Fig. 1 gleichmäßigere Belastungen schafft, verringert die Konfiguration mit den zwei Motoren die Anzahl der notwendigen Motoren. Das Druckwerk 104 der Druckmaschine 101 umfasst ein erstes Druckpaar mit einem Druckformzylinder 116 und einem Gummituchzylinder 118. Eine Aniloxwalze 112 mit einem Farbkasten 113 und einer Farbauftragswalze 114, die zusammen eine Aniloxfarbwalze bilden, versehen den Druckformzylinder 116 mit Farbe. Das Druckwerk 104 weist ein zweites Druckpaar mit einem Druckformzylinder 136 und einem Gummituchzylinder 138 auf. Die Gummituchzylinder 118 und 138 dienen einander als Gegendruckzylinder und sind in Kontakt mit der Bahn, wenn ein Druckpaar oder beide Druckpaare drucken.

In der Druckmaschine 101 wird die Aniloxfarbwalze für den Druckformzylinder 116 an der Farbauftragswalze 114 von einem Motor 120 angetrieben, der eine Achse der Walze 114 antreibt.

Wie in Fig. 5 gezeigt, ist ein Zahnrad 140 auf der Achse der Farbauftragswalze 114 mit einem Zahnrad 142 auf einer Achse der Aniloxwalze 112 und mit einem Zahnrad 146 auf einer Achse des Druckformzylinders 116 verbunden. Der Motor 120 treibt somit die Walzen 112, 114 und den Zylinder 116 an. Die Farbauftragswalze 114 und der Druckformzylinder 116 haben vorzugsweise denselben Durchmesser, um eine bessere Kraft- und Farbverteilung zu gewährleisten. Das Zahnrad 146 ist auch im Verhältnis zu dem Zylinder 116 axial bewegbar, damit es wahlweise mit einem Zahnrad 148 in Eingriff gebracht werden kann, das mit dem Gummituchzylinder 118 verbunden ist. Das Zahnrad 148 ist mit dem Zahnrad 168 des Gummituchzylinders 138 verbunden.

Ein weiterer Motor 122 treibt die Achse der Farbauftragswalze 134 an, auf der ein Zahnrad 160 angeordnet ist, das die Zahnräder 162 und 166 antreibt. Die Zahnräder 162 und 166 treiben jeweils den Druckformzylinder 36 und die Aniloxwalze 132 an. Das Zahnrad 166ist wahlweise mit dem Zahnrad 168 in Eingriff bringbar, wobei in Fig. 5 das Zahnrad 168 nicht in Kontakt mit dem Zahnrad 166 ist. Das Zahnrad 166 wird also von dem Motor 122 angetrieben und das Zahnrad 168 von dem Motor 120.

Fig. 6 zeigt einen Druckformzylinder 136, der von dem Gummituchzylinder 138 abgestellt ist, und ein Zahnrad 166, das von dem Zahnrad 168 abgestellt ist. Der Motor 120 treibt die Walzen 112 und 114 und die Zylinder 116, 118 und 138 an.

Fig. 7 zeigt einen Druckformzylinder 116, der von dem Gummituchzylinder 118 abgestellt ist, wobei auch die Zahnräder 146 und 148 abgestellt sind. Der Motor 122 treibt die Walzen 132 und 134 und die Zylinder 136, 138 und 118 an.

Zusätzlich zum Abstellen des Druckformzylinders vom Gummituchzylinder, kann die Farbauftragswalze auch von ihrem jeweiligen Druckformzylinder oder ihrer jeweiligen Aniloxwalze abgestellt werden.

"Druckformzylinder" in der hier gewählten Definition umfasst jeden bildtragenden Zylinder. Liste der Bezugszeichen 1 Druckmaschine

3, 4 längswellenlos angetriebenes Druckwerk

5 Bahn

12 Aniloxwalze

13 Farbkammer

14 Farbauftragswalze

16 Druckformzylinder

18 Gummituchzylinder

20, 21, 22 Motor

32 Aniloxwalze

34 Farbauftragswalze

36 Druckformzylinder

38 Gummituchzylinder

40, 42, 46 Zahnrad

50, 51, 52, 53 Zahnrad

60, 62, 66 Zahnrad

101 Druckmaschine

104 Druckwerk

112 Aniloxwalze

113 Farbkammer

114 Farbauftragswalze

116 Druckformzylinder

118 Gummituchzylinder

120, 122 Motor

132 Aniloxwalze

134 Farbauftragswalze

136 Druckformzylinder

138 Gummituchzylinder

140, 142, 146, 148 Zahnrad

160, 162, 166, 168 Zahnrad


Anspruch[de]
  1. 1. Eine Offsetdruckmaschine mit

    einen ersten Druckformzylinder (16);

    einer ersten Gummituchzylinder (18) zum wahlweisen Kontaktieren des ersten Druckformzylinders (16);

    einer Aniloxfarbwalze zum Einfärben des ersten Druckformzylinders (16);

    einem ersten Motor (20), der direkt mit der Aniloxfarbwalze verbunden ist, um die Aniloxfarbwalze anzutreiben, und der mit dem ersten Druckformzylinder (16) verbunden ist, um den ersten Druckformzylinder (16) anzutreiben;

    einem zweiten Druckformzylinder (36);

    einem zweiten Gummituchzylinder (38) zum wahlweisen Kontaktieren des zweiten Druckformzylinders (36);

    einer zweiten Aniloxfarbwalze zum Einfärben des zweiten Druckformzylinders (36); und

    einem zweiten Motor (22), der direkt mit der zweiten Aniloxfarbwalze verbunden ist, um die zweite Aniloxfarbwalze anzutreiben, und der mit dem zweiten Druckformzylinder (36) verbunden ist, um den zweiten Druckformzylinders (36) anzutreiben.
  2. 2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aniloxfarbauftragswalze eine Farbauftragswalze (14, 34, 114, 134) und eine Aniloxwalze (12, 32, 112, 132) umfasst, wobei die ersten Motoren (20, 22, 120, 122) die Farbauftragswalze (14, 34, 114, 134) direkt antreiben.
  3. 3. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragswalze (14) und der erste Druckformzylinder (16) denselben Durchmesser haben.
  4. 4. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine (1) des Weiteren einen dritten Motor (21) zum Antreiben der ersten und zweiten Gummituchzylinder (18, 38) aufweist.
  5. 5. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aniloxfarbwalze eine Aniloxwalze (12, 32, 112, 132) und eine Farbauftragwalze (14, 34, 114, 134) umfasst, wobei der erste Motor (20) die Farbauftragswalze (14) direkt und die Aniloxwalze (12) und den ersten Druckformzylinder (16) durch eine Reihe von Zahnrädern (40, 42, 46) antreibt, und die zweite Aniloxfarbwalze eine zweite Aniloxwalze (32) und eine zweite Farbauftragswalze (34) umfasst, wobei der zweite Motor (22) die zweite Farbauftragswalze (34) direkt und die zweite Aniloxwalze (32) und den zweiten Druckformzylinder (36) durch eine zweite Reihe von Zahnrädern (60, 62, 66) antreibt.
  6. 6. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und der zweiten Gummituchzylinder (18, 38) in direktem Zahneingriff miteinander stehen.
  7. 7. Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Gummituchzylinder (18, 38) direkte, von einander getrennte Zahnräder (52, 53) aufweisen, wobei jedes direkte Zahnrad von dem dritten Motor (21) angetrieben wird.
  8. 8. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Druckformzylinder (116) von dem ersten Gummituchzylinder (118) abgestellt werden kann, während der zweite Druckformzylinder (136) einen Druckvorgang weiterführt.
  9. 9. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Motor (120, 122) die ersten und zweiten Gummituchzylinder (118, 138) antreiben.
  10. 10. Druckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aniloxfarbwalze eine Farbauftragswalze (114) und die zweite Aniloxfarbwalze eine zweite Farbauftragswalze (134) umfasst, wobei in einem ersten Betriebsmodus die Farbauftragswalze (114) direkt von dem ersten Motor (120) angetrieben wird, und der erste Druckformzylinder (116), der erste Gummituchzylinder (118) und der zweite Gummituchzylinder (138) indirekt von dem ersten Motor (120) angetrieben werden.
  11. 11. Druckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Druckformzylinder (136) von dem zweiten Gummituchzylinder (138) abgestellt wird.
  12. 12. Druckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zweiten Betriebsmodus der zweite Motor (122) die zweite Farbauftragswalze (134), den zweiten Druckformzylinder (136) und die ersten und zweiten Gummituchzylinder (118, 138) antreibt.
  13. 13. Druckmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Druckformzylinder (116) von dem ersten Gummituchzylinder (118) abgestellt wird.
  14. 14. Ein Verfahren zum Antreiben eines Druckwerks (104) mit einer ersten Aniloxwalze (112), einem ersten Druckformzylinder (116), einem ersten Gummituchzylinder (118), der den ersten Druckformzylinder (116) wahlweise kontaktiert, mit einem zweiten Druckformzylinder (136), einem zweiten Gummituchzylinder (138), der den zweiten Druckformzylinder (136) wahlweise kontaktiert, und einer zweiten Aniloxfarbwalze, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

    direktes Antreiben der ersten Aniloxfarbwalze anhand eines ersten Motors (120);

    indirektes Antreiben des ersten Druckformzylinders (116) anhand des ersten Motors (120);

    direktes Antreiben der zweiten Aniloxfarbwalze anhand eines zweiten Motors (122); und

    indirektes Antreiben des zweiten Druckformzylinders (136) anhand des zweiten Motors (122).
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren weiterhin das Antreiben der ersten und zweiten Gummituchzylinder (118, 138) mit einem der ersten oder zweiten Motoren (120, 122) umfasst.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren weiterhin das Antreiben der ersten und zweiten Gummituchzylinder (18, 38) mit einem dritten Motor (21) umfasst.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aniloxfarbwalze eine Farbauftragswalze (14, 114) und eine Aniloxwalze (12, 112) umfasst, wobei der erste Motor (20, 120) die Farbauftragswalze (14, 114) direkt antreibt.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbauftragswalze (14, 114) und der erste Druckformzylinder (16, 116) denselben Durchmesser haben.






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