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Dokumentenidentifikation DE10158522A1 01.08.2002
Titel Verbesserte Taschenfalzmaschine insbesondere für die Hersellung eingeprägter Markierungen
Anmelder Petratto, Giorgio, Venaria Reale, IT
Erfinder Petratto, Giorgio, Venaria Reale, IT
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 29.11.2001
DE-Aktenzeichen 10158522
Offenlegungstag 01.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.08.2002
IPC-Hauptklasse B65H 45/16
Zusammenfassung Es wird eine Taschenfalzmaschine beschrieben, die Falztaschen (11) mit einem beweglichen Boden (13) aufweist, die mit jeweiligen, zum Falzen eingerichteten Walzenpaaren (13-13', 14-14') zusammenwirken, wobei jede Falztasche (11) mit einem fixierten Maschinengestell (15) abgewinkelt gleitend und mit wenigstens einem Bewegungsantrieb (17-17', 18-18') verbunden ist, um die Tasche (11-11') gegenüber dem fixierten Maschinengestell (15) parallel zu sich selbst zu versetzen, um sie aus einer Arbeitsstellung neben den Walzen in eine Stillstandsstellung von den Walzen weg zu bringen und um so den Zugriff zu der Tasche und/oder zu den Walzen zu erlauben, vor allem mit dem Ziel, steckengebliebene (gestaute) Blätter zu entfernen, die ein Verklemmen der Maschine verursachen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Falzmaschine für Blätter aus Papier und ähnlichem, vor allem, aber nicht ausschließlich, für die Herstellung geprägter Markierungen und insbesondere Taschenfalzmaschinen, auch als Schraubeisenfalzmaschinen bezeichnet, die in der Lage sind, einfache Falzungen herzustellen oder solche, die sich im allgemeinen im achten, sechzehnten, zweiunddreißigsten etc. Blatt Papier wiederholen, vor allem bei bedruckten Blättern, die aus den Druckmaschinen kommen.

Wie bekannt bei Falzmaschinen des oben genannten Typs, werden ein oder mehrere Blätter nacheinander in die Falztaschen eingelegt, die typischerweise einen kastenartigen Aufbau haben, ausgestattet mit einer Einlassöffnung für die Blätter und einem beweglichen und einstellbaren Boden, der als Haltevorrichtung für die Blätter dient. Wenn diese Blätter mit dem Boden in Berührung kommen - der im Verhältnis zur Ausrichtung der auszuführenden Falzung positioniert wird - bilden sie eine Einbuchtung (Krümmung) entsprechend der Einlassöffnung der Tasche; eine Einbuchtung, die in Kontakt gerät mit einem zum Falzen eingerichteten Walzenpaar, das sie greift und dabei die Falzung der Blätter herbeiführt.

Um letztlich bessere Ergebnisse pro Zeiteinheit bei den behandelten Blättern zu erhalten, sind die Falztaschen so strukturiert, dass sie eine Mehrzahl von Blättern gleicher Größe aufnehmen und gleichzeitig behandeln können, die im erforderlichen Abstand gestapelt angeordnet sind entsprechend den Abmessungen und somit des Fassungsvermögens der Taschen.

Die gleichzeitige Behandlung einer Mehrzahl von Blättern ist allerdings der Auslöser häufigen Verklemmens der Maschine, die typischerweise auftreten bei versehentlicher Versetzung eines oder mehrerer Blätter des Stapels, der von den Falztaschen gespeist wird, und bei Stocken der Blätter in den Taschen und/oder in den zum Falzen eingerichteten, zugeordneten Walzen.

Bei den derzeit bekannten Falzmaschinen ist es, um eine so entstandene Verklemmung zu überprüfen, notwendig, nachdem die Maschine angehalten wurde, manuell vorzugehen, indem man die Tasche von der Gruppe der daneben angeordneten, zum Falzen eingerichteten Walzen entfernt mit dem Ziel, zu einen Zugang zu schaffen, und/oder zum anderen die notwendigen Vorkehrungen zum Entfernen der Blätter zu treffen, die die Stauung verursachten.

Dies stellt einen beträchtlichen Nachteil der Maschinen der bekannten Art dar, da wegen der immer größeren Querabmessungen der Maschine, die Handhabung beim Versetzen der Taschen besonders arbeitsaufwendig ist und dies erhebliche Zeit beim Eingreifen in Anspruch nimmt mit einhergehenden erheblichen zeitlichen Verzögerungen wegen der angehaltenen Maschine, sowie nicht zuletzt die Beschäftigung zweier ausgebildeter Fachleute an den jeweiligen Seiten der Maschine.

Ausgehend von der Kenntnis dieser beträchtlichen Unannehmlichkeiten der genannten Taschenfalzmaschinen, hat die Erfindung das Ziel, diese Unannehmlichkeiten zu beseitigen.

Insbesondere ist das hauptsächliche und essentielle Ziel der vorliegenden Erfindung die Realisierung einer Taschenfalzmaschine, die am Ende eine auf das Minimum reduzierte Stillstandszeit der angehaltenen Maschine es möglich macht, die Handlungen des In-Gang-bringens der Maschine und Entfernens möglicherweise steckengebliebener Blätter - so wie im allgemeinen jeden regulierenden Eingriff in die Walzen und die Taschen - auf schnelle und einfache Art und Weise von einem einzigen, an der Vorderseite der Maschine befindlichen Fachmann ausführen zu lassen.

Die Erfindung hat auch das übergeordnete besonders wichtige Ziel, eine verbesserte Maschine bereitzustellen, die imstande ist, ein wirksames Signal vom Auftreten einer Stausituation bereit zu stellen, indem gegebenenfalls an dieses Signal ein Eingriff mit automatisiertem und rechtzeitigem Stillstand der Maschine gekoppelt wird.

Mit der vorliegenden Erfindung erreicht man die wichtigen oben genannten Ziele und andere die aus der detaillierten Beschreibung einer Taschenfalzmaschine folgend resultieren, die die spezifischen Charakteristiken aufweist, die in den nachstehenden Ansprüchen definiert werden.

Im Wesentlichen beruht die Erfindung auf dem Konzept, in abgewinkelter verschiebbarer Weise jede Falztasche mit dem befestigten Maschinengestell zu verbinden und die Tasche mit wenigstens einem Antrieb zu verbinden; typischerweise mit Paaren pneumatischer Antriebsmittel zum Halten und parallelen Verschieben der einen gegenüber der anderen auf jeder Seite der Tasche um sie aus einer Arbeitsstellung neben den zum Falzen eingerichteten Walzen in eine Stillstandsstellung von den Walzen weg zu bringen und um so den Zugriff zu der Tasche und/oder zu den Walzen zu erlauben, vor allem mit dem Ziel, steckengebliebene Blätter zu entfernen, die ein Verklemmen der Maschine verursachen.

Gemäß einer weiteren Eigenschaft der Erfindung sind die Taschen in Paaren, sich gegenüberliegend an den entgegengesetzten Seiten einer einzigen Gruppe von jeweiligen Paaren zum Falzen eingerichteter Walzen angeordnet, wobei jeder pneumatische Zylinder mit einem korrespondierenden Endstellungssensor versehen ist, der die Endposition des jeweiligen Kolbens erfasst und die von den Sensoren der Antriebszylinder ausgesandten Signale werden verwendet, um Signalmittel zum Alarm und/oder zum Stillstand der Maschine zu aktivieren wenn, bei funktionierender Maschine, wenigstens einer der Kolben sich in die Endstellung verschiebt.

Die Eigenschaften, die Zwecke und die Vorteile der verbesserten Taschenfalzmaschine gemäss der vorliegenden Erfindung ergeben sich klarerweise aus der detaillierten nachfolgenden Beschreibung, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, welche als nicht einschränkende Beispiele dienen:

Fig. 1 ist die schematische Ansicht in seitlicher Ansicht einer verbesserten Taschenfalzmaschine nach der vorliegenden Erfindung; die Taschen sind in der Arbeitsstellung gezeigt.

Fig. 2 ist eine schematische Ansicht ähnlich Fig. 1, in der die Taschen der Maschine in der versetzen Stillstandsstellung gezeigt sind, bei der der Zugriff auf die Taschen und die zum Falzen eingerichteten Walzen ermöglicht ist mit dem Ziel des In-Gang-Bringens und der Entfernung der Stau verursachenden Blätter.

Fig. 3 ist eine Ansicht von oben in Richtung der Pfeile III-III in Fig. 1.

In den Zeichnungen ist unter 10 eine Falzmaschine vor allem für die Herstellung geprägter Markierungen für Blätter aus Papier veranschaulicht, die gemäß der Erfindung Falztaschenpaare 11-11' beinhaltet, jeweils versehen mit beweglichen Böden 12-12' und sich gegenüberliegend im Verhältnis zu einer zentralen Gruppe G von Walzen angeordnet, gebildet aus den betreffenden zum Falzen eingerichteten Walzenpaaren 13-13', 14-14' wobei jede von ihnen mit der entsprechenden Tasche 11-11' zusammenwirkt.

Jede Tasche ist mittels jeweiligen Schienen beweglich auf korrespondierenden Führungen 16-16' abgewinkelt gleitend mit einem festen Maschinengestell 15 verbunden, welche den Taschen gestattet, Bewegungen parallel zu sich selbst auszuführen um sich entweder der zentralen Gruppe G der Walzen anzunähern oder sich von dieser zu entfernen. Die in Bild 1 dargestellte Position, in der die Taschen 11-11' den jeweiligen zum Falzen eingerichteten Walzen angenähert sind, ist die Arbeitsposition, bei der in den Taschen die Stapelung der Blätter erfolgt und die Walzen die Stapel greifen, um sie zu falzen.

Im Gegensatz zur in Bild 2 dargestellten Position, in der die Taschen 11-11' von der zentralen Walzengruppe G entfernt sind, besteht die Stillstandsposition, die den Zugriff auf die Taschen und/oder auf die Walzenpaare 13-14 gestattet, mit denen sie vor allem mit dem Ziel zusammenwirken, das In-Gang-Bringen und die Entfernung der Taschen selbst und/oder der Walzen und eventueller Blätter, die eine Verklemmung verursachen, zu ermöglichen und zu erleichtern, aber auch um irgendwelche Eingriffe zur Regulierung oder ähnliches an besagten Taschen und/oder Walzen zu erleichtern.

Gemäß der Erfindung wird die Versetzung jeder Tasche von der Arbeits- zur Stillstandsposition und umgekehrt von mindestens einem Bewegungsantrieb, aber typischerweise von jeweiligen Antriebspaaren, die am sinnvollsten von pneumatischen Zylindern mit Doppeleffekt 17-17 und 18-18 gebildet werden, hervorgerufen. Die Zylinder jeden Paares arbeiten übereinstimmend und sind einander parallel an jeder Seite der jeweiligen Tasche angeordnet, um diese, versehen auf dem festen Gestell 15 parallel zu sich selbst entlang der eigenen Gleitschiene versetzen zu können. Wie klarerweise bildlich aufgezeigt, sind die einander gegenüberliegenden Zylinderpaare 17-18 und 17'-18' pneumatisch verbunden und einem Schalter 19 zugeordnet, der es gestattet, die Zylinder gleichzeitig zu versorgen, um daraus die gleichzeitige Annäherung oder Entfernung und folglich die gleichzeitige Entfernung oder Annäherung der einander gegenüberliegenden Taschen 11-11 entweder von oder zu der zentralen Gruppe G der zum Falzen eingerichteten Walzen zu bewirken.

Gemäß einer anderen Eigenschaft der Erfindung ist jeder pneumatische Zylinder außerdem mit einem Endstellungssensor 20-21 versehen, der vorzugsweise die Endposition des jeweiligen korrespondierenden Kolbens im vollständig eingezogenen Zustand des jeweiligen Kolbenstockes 22-23 erfasst.

Die ausgesandten Signale der Sensoren 20-21 der Antriebszylinder 17-18 jedes gegenüberliegenden Taschenpaares werden zur Aktivierung der Signalmittel 24 für einen Alarm und/oder den Stillstand der Maschine verwendet, wenn, bei funktionierender Maschine, wenigstens einer der Kolben sich in die Endstellung verschiebt.

Dies geschieht im einzelnen als Folge eines Papierstaus, der eine damit einhergehende Behinderung verursacht, was zur Folge hat, dass sich die betreffende Tasche 11 und/oder 11' vom jeweiligen Walzenpaar entfernen kann, indem die elastische Wirkung des Flüssigkeitsdrucks im jeweiligen Antriebszylinder 17 und/oder 18 überwunden wird. Zu diesem Zweck sind die Endstellungssensoren 20-21 am sinnvollsten mit den Signalmitteln 24 verbunden, mittels eines Interface 25, das gesteuert wird von einem ODER-Gatter 26.

Selbstverständlich können Einzelheiten der Ausführung und der Realisierungsformen weitläufig gegenüber dem Beschriebenen und Gezeigten verändert werden, welches lediglich ein nicht einschränkendes Beispiel darstellt, ohne dabei den Bereich der Erfindung zu verlassen.

So können zum Beispiel, alternativ zu den pneumatischen Antrieben, auch elektromechanische Antriebe verwendet werden, die die jeweiligen in Reihen geschalteten Versorgungsstromkreise aufweisen und aus Winkelmessern gebildete Stellungssensoren beinhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Taschenfalzmaschine insbesondere zum Bilden von geprägten Markierungen, die Falztaschen (11) mit einem beweglichen Boden (13) aufweist, die mit jeweiligen, zum Falzen eingerichteten Walzenpaaren (13-13', 14-14') zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass jede Falztasche (11) mit einem fixierten Maschinengestell (15) abgewinkelt gleitend, und mit wenigstens einem Bewegungsantrieb (17-17', 18-18') verbunden ist, um die Tasche (11-11') gegenüber dem fixierten Maschinengestell (15) parallel zu sich selbst zu versetzen, um sie aus einer Arbeitsstellung neben den Walzen in eine Stillstandsstellung von den Walzen weg zu bringen und um so den Zugriff zu der Tasche und/oder zu den Walzen zu erlauben, vor allem mit dem Ziel, steckengebliebene (gestaute) Blätter zu entfernen, die ein Verklemmen der Maschine verursachen.
  2. 2. Maschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass jede Falztasche (11-11') der Antriebstätigkeit zweier Bewegungsantriebe (17-17', 18-18') zum Halten und parallelen Verschieben an jeder Seite der Tasche angeordnet, unterworfen ist.
  3. 3. Maschine gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe durch pneumatische Zylinder mit doppelter Wirksamkeit gebildet werden.
  4. 4. Maschine gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Falztaschen (11-11') in einem einander gegenüberliegenden Paar an den gegenüberliegenden Seiten einer einzigen Gruppe (G) eines zum Falzen eingerichteten Walzenpaares angeordnet sind, und weiter gekennzeichnet dadurch, dass die Gruppe zwei Walzenpaare (13-13', 14-14') beinhaltet, wobei jede von ihnen mit eine korrespondierenden gegenüberliegenden Tasche zusammenwirkt.
  5. 5. Maschine gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschen (11-11') mittels jeweiliger Schienen, beweglich auf korrespondierenden Führungen (16-16') des Gestells (15) abgewinkelt gleitend mit dem festen Maschinengestell (15) verbunden sind.
  6. 6. Maschine gemäß den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die sich gegenüber liegenden Paare der pneumatischen Zylinder (17-18, 17'-18') zum Antrieb der Falztaschen pneumatisch verbunden und einem Schalter (19) zugeordnet sind, der zulässt, dass die Zylinder gleichzeitig versorgt werden, um dadurch die gleichzeitige Entfernung oder Annäherung der einander gegenüber liegenden Taschen zu verursachen und folglich die gleichzeitige Entfernung oder Annäherung der einander gegenüber liegenden Taschen (11-11') vom, oder je nachdem zu der zentralen Gruppe (G) der zum Falzen eingerichteten Walzen zu bewirken.
  7. 7. Maschine gemäß den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder pneumatische Zylinder (17-17', 18-18') mit einem korrespondierenden Endstellungssensor versehen ist, der die Endposition des jeweiligen Kolbens im vollständig eingezogenen Zustand des jeweiligen Kolbenstockes (22-23) erfasst, und dadurch, dass die von den Sensoren (20-21) der Antriebszylinder (17-18, 17-18') jeden gegenüberliegenden Taschenpaares (11-11') ausgesandten Signale verwendet werden, um Signalmittel (24) zum Alarm und/oder zum Stillstand der Maschine zu aktivieren wenn, bei funktionierender Maschine, wenigstens einer der Kolben sich in die Endstellung verschiebt.
  8. 8. Maschine gemäß den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Endstellungssensoren (20-21) elektrisch mit den Signalmitteln (24) verbunden sind mittels eines Interface (25), das angesteuert wird von einem ODER-Gatter (26).
  9. 9. Maschine gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsantriebe elektromechanischen Typs sind.
  10. 10. Maschine gemäß den Ansprüchen 1 bis 9.






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