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Dokumentenidentifikation DE10200335A1 01.08.2002
Titel Faserparallele Trapezlamellen für Trapezlamellenbalken
Anmelder Fries, Petra, 57319 Bad Berleburg, DE
Erfinder Riha, Vaclav, Strakonice, CZ
DE-Anmeldedatum 08.01.2002
DE-Aktenzeichen 10200335
Offenlegungstag 01.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.08.2002
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
IPC-Nebenklasse B32B 21/13   
Zusammenfassung Verfahren mit übereinstimmenden Baumaußenflächen (4) zur Erreichung faserparalleler (5 und 6) Trapezlamellen (2) für die Bildung von Trapezlamellenbalken (1 und 3).

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die DE 28 49 757 A1 beschreibt ein Verfahren mit Einsatz von dreieckähnlichen Lamellen zur Tafelherstellung aus verleimten Paketen, von denen die Tafeln parallel und auch quer zur Längsfaserrichtung abgesägt werden. Eine Lösung für kernbereichsfreie Lamellen und die Qualitätssicherung der Lamellenlängen (Fehlerauskappung und Keilzinkung) wird nicht aufgezeigt; insbesondere wird nicht aufgezeigt, wie dies bei unterschiedlich langen keilförmig formierten Ausgangsstücken praktiziert werden soll, denn bei unterschiedlichen Geometrien der Querschnittenden ist eine Längenkeilzinkung nicht mehr möglich.

Die WO 89/04747 beschreibt Rundholz-Radialschnitte mit wiederholtem Bezug auf den Mittelpunkt der Rundholzgeometrie und daraus ableitend die entsprechenden Einzelstückformierungen. Dieses System ist nur bei gleichmäßig runden Holzabschnitten mit genau zentrisch liegendem, kleinem Kernbereich gesunden Holzes praktikabel.

Die DE 692 26 540 T2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von gleichwinkligen, gleichseitigen Dreiecken, wobei durch die Integration von parallelen Holzteilen/Platten für die innen liegenden Dreieckspitzen ein entsprechender Abstand zum Kernbereich erzielt wird. Mit diesem Verfahren werden beliebige Paketquerschnitte zum beliebigen Aufschneiden gebildet; für die Herstellung von langen Balken ist dieses Verfahren nicht geeignet.

Die DE 196 13 237 C2 beschreibt den Beginn der Verfahrensweisen mit der Formierung des Rundholzes zu einem Oktogon, um danach die rechtwinkligen Dreieckslamellen zu erstellen. Eine Lösung für die Anlegung eines Oktogons an ovalen und krummen Abschnitten und für kernbereichsfreie Lamellen bei optimaler Ausbeute, sowie für sinnvolle Erreichung der Balkenhöhen, wird nicht aufgezeigt; und die vorgesehene Quaderbildung (ohne Keilzinkung der Dreieckslamellen) ist nur bei gleich langen Rundholzabschnitten und gleich langen Dreiecklamellen ohne Qualitätslängenkappungen möglich. Auf Qualitätslängenkappungen kann aber bei der Starkholznutzung nicht verzichtet werden. Im Übrigen hat das Verfahren mit rechtwinkligen Dreiecklamellen Ausbeutenachteile gegenüber den gleichschenkligen Dreiecklamellen.

Die DE 101 35 123 und die DE 101 54 269 sowie die DE 101 61 024 zeigen Lösungen für Qualitäten bzw. für kernbereichsfreie Lamellen und variable Balkenhöhenerstellungen, und es wird auch die Vermeidung großer Mittelsenkrechten zu nicht vom Markt gefragten Lamellenbreiten beschrieben. Ferner werden Lösungen aufgezeigt, wie bei krummen/unförmigen Rundholzformen durch asymmetrische Einteilungen vorteilhaftere Sortenzuordnungen und Annäherungen zu gleichen Radial- und Tangentialstrukturen möglich sind.

Allerdings zeigt der "Stand der Technik" keine Offenbarung darüber, wie faserparallele Qualitäten zur Trapezlamellenform bei durchgehenden/endengleichen Querschnittgeometrien (und somit für Längenkeilzinkungen geeignet) herstellbar sind.

Erfindung

Bauaufsichtliche Zulassungskriterien und "Ü"-Kennzeichnungen machen es erforderlich, dass die Trapezlamellen (2) nach der Trocknung eine Qualitätsbeurteilung mit entsprechenden Längenkappungen durchlaufen. Aus den Trapezlamellengrundlängen entsteht also eine Vielzahl von Einzelstücken völlig unterschiedlicher Längen, die anschließend für Strangbildungen (3) keilgezinkt werden. Innerhalb eines Stranges können demzufolge nur Lamellenstücke mit durchgehend gleichen Querschnittprofilen (2) eingesetzt werden. Das ist "Stand der Technik". Trapezlamellen (2) für Trapezlamellenbalken (1) können nicht keilartig (7) geformt und nicht durch Längswendungen in Ebenen geschichtet werden. Zur Erreichung vorteilhafter Faserparallelitäten (5 und 6) ist es somit nicht möglich, bei der Besäumung (8) roher, dreieckähnlicher Lamellen die Besäumlinie (8) entlang der Baumaußenfläche (9) anzulegen.

In der gesamten Sägeindustrie dominiert bei den Schnittbildsetzungen das "Von-Innen-nach-Außen-Denken" mit Parallelitäten zu einer zentrischen/mittigen Längsachse. Was außen unförmig und konisch (abholzig) ist, führt zu nicht kalkulierbaren Nutzungen; meist zu so genannten Seitenbrettern, also nicht zu Hauptprodukten.

Bei dem erfindungsgemäßen System zur Produktion faserparalleler Trapezlamellen (5 und 6) werden in der ersten Etappe die Trennschnitte (10) parallel zu dem Zopfdurchmesser- und Stockdurchmesser-Baumaußenflächenniveau (4) gesetzt, und innen entstehen keilartige Reststücke (11).

In der zweiten Etappe werden die Segmente (12) in Orientierung an fluchtungsgerechte Schenkellage (13) und übereinstimmendem Baumaußenflächenniveau (4) zu dreieckähnlichen Rohlamellen (14) aufgeteilt; die Aufteilung kann symmetrisch oder asymmetrisch (DE 101 61 024) erfolgen.

In der dritten Etappe erfolgt die Besäumung (15) bei exakter Übereinstimmung der Trapezschenkel (16).

Beschreibungen zu den Figuren

Fig. 1 zeigt die Übereinstimmung der Baumaußenflächen (4) als Voraussetzung für die Herstellung faserparalleler (5 und 6) Trapezlamellen (2).

Fig. 2 zeigt die Strukturen der faserparallelen Lamellen (5 und 6) sowie eine grafische Perspektive des Trapezlamellenbalkens (1).

Fig. 3 zeigt die Folge "nicht faserparalleler" Formierung.

Fig. 4 zeigt eine Abfolge zur Herstellung von Segmenten (12) mit übereinstimmenden Baumaußenflächen (4) und der bei faserparallelen Methoden entstehenden keilförmigen (1) Reststücke.


Anspruch[de]
  1. 1. Trapezlamellenformen und Verfahren dazu, bzw. Verfahren zur Herstellung von Trapezlamellenbalken (1), wofür aus unterschiedlich langen Rundhölzern Segmente herausgesägt und die kreisabschnittförmigen Halbhölzer - oder die daraus erzeugten Segmente - in eine Vielzahl von Dreiecklamellen bzw. Trapezlamellen bei symmetrischen oder asymmetrischen Placierungen - auch unter Einbeziehung von Vermessungen/Querschnittbilderkennungen - aufgeteilt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die dreieckähnlichen Rohlamellen (14) in der Längsrichtung deckungsgleiche Querschnitte mit Übereinstimmungen von Baumaußenflächen (4) und Trapezschenkeln (16), und somit Faserparallelität (5 und 6), aufweisen.
  2. 2. Formen und Verfahren nach 1., dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung zu dreieckähnlichen Rohlamellen (14) bereits bei dem halbholzähnlichen Segment (17) beginnt.
  3. 3. Formen und Verfahren nach 1. bis 2., dadurch gekennzeichnet, dass sich die Besäumlinien (15) zur Herstellung der Trapezlamelle (2) an übereinstimmender Schenkellage (16) orientieren.






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