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MULTIFUNKTIONALES FARBWERK FÜR EINE FLEXODRUCKMASCHINE - Dokument DE69803630T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69803630T2 08.08.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0885720
Titel MULTIFUNKTIONALES FARBWERK FÜR EINE FLEXODRUCKMASCHINE
Anmelder Martin, Villeurbanne, FR
Erfinder Capdeboscq, Bernard, 38540 St Just-Chaleyssin, FR
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69803630
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 12.06.1998
EP-Aktenzeichen 981107857
EP-Offenlegungsdatum 23.12.1998
EP date of grant 30.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.08.2002
IPC-Hauptklasse B41F 31/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine multifunktionelle Einfärbestation für eine Flexodruckmaschine, insbesondere für eine Flexodruckmaschine zum Drucken von bahn- oder plattenartigen Artikeln wie zum Beispiel Bahnen oder Bogen aus Papier, Karton oder Wellpappe.

Bekannte Flexodruckmaschinen umfassen üblicherweise eine Druckstation, die einen Klischeezylinder enthält, auf welchen die Farbe mittels einer Rasterwalze, besser bekannt als "Anilox-Zylinder", übertragen wird. Die Oberfläche dieser Rasterwalze umfasst eine Mehrzahl von Farbnäpfchen, deren Dichte und Verteilung von der Art der auszuführenden Druckarbeiten abhängen. Diese Rasterwalze kann auf verschiedene Arten mit Farbe versorgt werden. Eine erste Art, diese Rasterwalze mit Farbe zu versorgen, besteht darin, sie mit einem Rakelzylinder zu verbinden. Die Farbe wird mittels einer Pumpe in einen Bereich geführt, der sich über dem Kontaktpunkt zwischen der Rasterwalze und dem Rakelzylinder befindet. Diese Farbe wird dadurch zwischen diesen zwei Einheiten laminiert, um die Rasterwalze zu rakeln und die Farbe nur noch in ihren Farbnäpfchen zu belassen. Diese Lösung empfiehlt sich für die meisten geläufigen Druckarbeiten, die keine erstklassige Qualität erfordern. Jedoch erlaubt diese Anordnung, ebenfalls mit einer durchschnittlichen Qualität, grosse einfarbige Flächen, von den Spezialisten "Farbenblöcke" genannt, zu drucken.

Anstatt die Farbe in den Bereich über dem Kontaktpunkt zwischen der Rasterwalze und dem Rakelzylinder zu führen, kann eine in eine Farbwanne tauchende Leckwalze benutzt werden. In diesem Fall deponiert die Leckwalze die Farbe auf den Rakelzylinder an einer Stelle, welche sich vor dem Kontaktpunkt zwischen der Rasterwalze und dem Rakelzylinder befindet. Eine solche Anordnung ist, unter anderen, im Patent US 4,526,102 beschrieben.

Eine andere Art, die Rasterwalze zu versorgen, besteht darin, sie mit einer Rakelkammer zu verbinden. Diese Rakelkammer besteht aus einem Rakelkammerkörper, welcher die Form einer U-förmigen hohlen Stange aufweist, deren Teil gegenüber der Rasterwalze zwei Rakelblätter enthält und deren zwei Enden durch passende Dichtungen abgedichtet sind. In diesem Fall wird die Farbe in den Körper der Rakelkammer mittels einer Pumpe eingeführt und es ist das Rakelblatt, das sich auf der Umfangsposition befindet, in der Drehrichtung der Rasterwalze, zwischen ihm und dem Kontaktpunkt zwischen dem Klischeezylinder und der Rasterwalze, welches den auf der Rasterwalze deponierten Farbfilm beseitigt, so dass sich die Farbe nur mehr in den Farbnäpfchen der Rasterwalze befindet. Das andere Rakelblatt bildet ein Mittel zum Vorrakeln und Dichten der Rakelkammer. Das Patent FR 2 687 096 beschreibt eine solche Rakelkammer.

Eine andere, im Dokument EP 368 485 beschriebene Vorrichtung ist mit zwei identischen, miteinander verbundenen Rakelkammern ausgestattet, die um eine Achse drehbar unter der Rasterwalze angebracht sind. Die Anordnung dieser Rakelkammern erlaubt jedoch nicht, sie gleichzeitig zu benutzen. Der Körper jeder Rakelkammer bildet einen Farbbehälter und ist insbesondere durch eine Verengung in zwei Zonen aufgeteilt. Die Farbe zirkuliert unter Druck von einer Zufuhrleitung zu einem ersten Bufferraum, fliesst dann durch einen Schlitz, bevor sie in die erste Zone des besagten Behälters in Kontakt mit der Rasterwalze eindringt. Die Farbe fliesst dann durch die Verengung und kommt in die zweite Zone des Behälters, welche sie durch einen neuen Schlitz, gefolgt von einem zweiten Bufferraum und einer Abflussleitung verlässt.

Die Verwendung einer Rakelkammer mit Metallrakelblättern eignet sich besonders gut, Arbeiten zu verwirklichen, die eine hervorragende Druckqualität erfordern. In der Tat kann durch die Steifheit der Rakelblätter die Dicke des Farbfilms, den man auf die Rasterwalze zu deponieren wünscht, leicht und sehr genau kontrolliert werden. Andererseits hat diese Methode den Nachteil, dass sie für den Druck von grossen Flächen ("Farbenblöcke") keine gute Qualität gewährleistet, da der Rasterwalze nicht genügend Farbe zugeführt werden kann und für den Druck von grossen "Farbenblöcken" müsste die gebrauchte Rasterwalze mit einer anderen Walze, welche eine grössere Anzahl von Farbnäpfchen enthält, ersetzt werden.

Das Abwischen des Farbfilms auf der Rasterwalze hängt unter anderem vom Material ab, das für die Rakelblätter verwendet wird, von ihrer Dicke sowie vom Winkel, welcher den Rakelblättern an ihrem Kontaktpunkt mit der Rasterwalze gegeben wird. Um den Druck von grossen Flächen ("Farbenblöcke") zu verbessern, wurden dickere Rakelblätter getestet und schliesslich ausgewählt, die aus Plastikmaterial gefertigt sind, wie dies im Patent US 5,027,513 beschrieben ist. Diese Lösung, obwohl vorteilhafter als die Leckwalze, hat im wesentlichen dieselben Nachteile, wenn eine hervorragende Druckqualität für feine Arbeiten, welche nur kleine "Farbenblöcke" enthalten, erzielt werden soll, ohne die Rasterwalze zu wechseln.

Zur Verbesserung der Druckqualität gemäss der Art der auszuführenden Arbeiten wurde vorgeschlagen, das Einfärbesystem, welches eine Leckwalze benutzt, mit dem System, das eine Rakelkammer benutzt, zu kombinieren. Solch eine Kombination ist im Patent EP 0 382 347 B1 beschrieben. Die Nachteile, welche von der Benutzung eines eine Leckwalze umfassenden Einfärbesystems herrühren, schlagen sich jedoch auch im erzielten Resultat nieder. Die durch diese Kombination entstandene Lösung hat zweifellos erlaubt, die Druckqualität zu verbessern, indem beliebig die eine oder andere Druckmethode gemäss den auszuführenden Arbeiten gewählt werden kann, stellt jedoch in bezug auf die Produktionskosten und der Verwirklichung der Einrrichtung nicht unerhebliche Nachteile dar. Ein anderer Nachteil, der beachtet werden sollte, beruht auf der Tatsache, dass es nicht möglich ist, im wesentlichen identische Elemente für die Einfärbestation zu benutzen, und dass die Rasterwalze in den meisten Fällen zwingend gewechselt werden muss, was ein aufwendiges Demontieren bedeutet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile völlig oder teilweise zu beseitigen.

Zu diesem Zweck bezieht sich diese Erfindung auf eine multifunktionelle Einfärbestation für eine Flexodruckmaschine, insbesondere für eine Flexodruckmaschine zum Drucken von bahn- oder plattenartigen Artikeln wie zum Beispiel Bahnen oder Bogen aus Papier, Karton oder Wellpappe, umfassend einen Klischeezylinder, eine Rasterwalze und Mittel, weiche der Rasterwalze eine bestimmte Farbmenge zuführen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel, welche der Rasterwalze eine bestimmte Farbmenge zuführen, aus mindestens zwei Rakelkammern bestehen, die einander gegenüber auf beiden Seiten der Rasterwalze angeordnet sind, dadurch dass die benutzte Rasterwalze immer dieselbe ist, ungeachtet der Art der auszuführenden Druckarbeiten, und dadurch dass beliebig gewählt werden kann, die eine oder die andere der besagten Rakelkammern gemäss der Art der auszuführenden Druckarbeiten zu benutzen, ohne die Rasterwalze wechseln zu müssen.

Vorzugsweise sind eine der Rakelkammern mit Rakelblättern, welche ein praktisch vollständiges Abwischen der Oberfläche der Rasterwalze erlauben, und die andere Rakelkammer mit Rakelblättern, welche erlauben, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze zu belassen, ausgestattet.

Vorzugsweise ist die Rakelkammer, welche ein praktisch vollständiges Abwischen der Oberfläche der Rasterwalze erlaubt, mit Rakelblättern aus Stahl ausgestattet. Entsprechend einer anderen Eigenschaft der Erfindung, ist die Rakelkammer, welche erlaubt, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze zu belassen, mit Rakelblättern aus Plastik ausgestattet.

Vorteilhafterweise sind die Rakelblätter von beiden Rakelkammern aus Plastikmaterial mit niedrigem Reibungskoeffizienten gefertigt. Vorteilhafterweise wird der Kontaktdruck der Rakelblätter der Rakelkammer, welche erlauben, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze zu belassen, gemäss der Betriebsgeschwindigkeit der Druckmaschine geregelt, um die Dicke des der Rasterwalze zugeführten Farbfilms zu steuern.

Andere Eigenschaften und Vorteile dieser Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung offensichtlich, welche schematisch und als Beispiel eine Ausführungsform der Einfärbestation veranschaulichen.

- Fig. 1 ist eine schematische Ansicht einer Einfärbestation,

- Fig. 2 ist eine schematische Teilschnittansicht einer ersten Rakelkammer,

- Fig. 3 ist eine schematische Teilschnittansicht einer zweiten Rakelkammer,

- Fig. 4 ist ein Diagramm, das die Veränderung des der Rasterwalze entsprechend ihrer Drehgeschwindigkeit mit einem konstanten Kontaktdruck der Rakelblätter zugeführten Farbvolumens zeigt,

Fig. 5 ist ein Diagramm, das die Veränderung des der Rasterwarze entsprechend ihrer Drehgeschwindigkeit mit einem veränderlichen Kontaktdruck der Rakelblätter zugeführten Farbvolumens zeigt,

Fig. 6 ist ein Blockdiagramm eines Regulierungssystems des Kontaktdrucks der Rakelblätter.

Fig. 1 ist eine schematische Ansicht einer Einfärbestation 1, für eine Flexodruckmaschine, umfassend einen Klischeezylinder 2 gegen welchen eine Rasterwalze 3, verbunden mit einer ersten Rakelkammer 4 und einer zweiten Rakelkammer 5, drückt. Es sollte beachtet werden, dass die Benutzung von mehr als zwei Rakelkammern möglich ist. Die Rasterwalze 3 wird so ausgewählt, dass sie eine Anzahl von Farbnäpfchen umfasst, die einer Rasterwalze entsprechen, welche für feine Arbeiten benutzt wird, die keine grossen "Farbenblöcke" umfassen. Die erste Rakelkammer 4 ist auf einem Träger 6 angebracht, welcher aus zwei Hebeln 7 und 8 besteht, die an jedem Ende einer Querleiste 33 angeordnet sind. Die Hebel 7, 8 drehen um eine Achse 10, welche in einem Lager 11 eingerichtet ist, das auf einem Zwischenstück 12 befestigt ist, welches sich zwischen den beiden Seitenrahmen 13 und 14 der Einfärbestation 1 erstreckt. Das Schwenken der Hebel 7, 8 wird durch einen Pneumatik- oder Hydraulikzylinder 15 gewährleistet, dessen Körper 16 gegen die Innenflächen der Seitenrahmen 13, 14 mittels eines Drehzapfens 17 so befestigt ist, dass er etwas drehen kann. Der Kopf 18 des Schafts 19 des Pneumatik- oder Hydraulikzylinders 15 ist seinerseits mit einer Lasche 20 verbunden, die mittels in dieser Abbildung nicht dargestellten Schrauben auf dem oberen Teil 21 von jedem Hebel 7, 8 befestigt ist. Die zweite Rakelkammer 5 ist auf dieselbe Weise auf identischen Elementen angebracht, welche mit den gleichen Referenznummern, jedoch zusätzlich mit dem Zeichen "a" bezeichnet sind. Im dargestellten Beispiel von Fig. 1 ist nur die erste Rakelkammer 4 in Kontakt mit der Rasterwalze 3, was der Benutzung der Einfärbestation 1 für feine Arbeiten, welche nur kleine "Farbenblöcke" umfassen, entspricht. Die Farbversorgung der ersten und zweiten Rakelkammern 4, 5 wird durch eine im Handel erhältliche Farbpumpe 22 von bekannter Konstruktion sichergestellt. Diese Farbpumpe schöpft die Farbe in einem Behälter 23 und lenkt sie gegen die erste und zweite Rakelkammer durch einen Schieber 24 mittels Rohren 25, 26, 27, 28. Die Wiedergewinnung der Farbe erfolgt durch Schwerkraft durch das Rohr 29, welches einerseits mit einer Wanne 30 und andererseits mit dem Behälter 23 verbunden ist. Die Wanne 30 erstreckt sich auf der ganzen Länge der Rasterwalze 3 und ist durch nicht dargestellte Mittel zwischen den Seitenrahmen 13, 14 befestigt. Um die Reinigung zu vereinfachen, wenn man die Farbe der verwendeten Farbe ändern möchte, könnten selbstverständlich einen Behälter, eine Pumpe und unabhängige Rohre für jede der ersten und zweiten Rakelkammern 4, 5 benutzt werden. Die Pneumatik- oder Hydraulikzylinder 15 und 15a werden unabhängig gesteuert, je nachdem ob die erste oder zweite Rakelkammer verwendet werden soll, beispielsweise durch einen Zweistellungsschalter, der elektrisch oder pneumatisch mit einem Steuerkreis für die Zylinder 15, 15a verbunden ist. In der dargestellten Ausführung sind die erste und zweite Rakelkammern 4, 5 einander gegenüber auf einer gemeinsamen, durch den Drehpunkt der Rasterwalze 3 verlaufenden Achse angeordnet. Es ist jedoch ebenfalls möglich, die erste und zweite Rakelkammern 4, 5 auf beiden Seiten der Rasterwalze 3 gemäss einer anderen, durch den Drehpunkt der Rasterwalze 3 verlaufenden Orientierung, anzuordnen so dass die Rakelkammern 4, 5, obwohl auf zwei verschiedenen Achsen angeordnet, immer einander gegenüber sind.

Fig. 2 ist eine schematische Teilschnittansicht einer ersten Rakelkammer 4, welche für feine Arbeiten, die nur kleine "Farbenblöcke" umfassen, eingesetzt wird. Die Rakelkammer 4 umfasst einen Rakelkammerkörper 9, der, in diesem Beispiel, aus einer Aluminiumquerstange besteht, die auf einer Achse 31 drehend zwischen zwei Befestigungslaschen 32 angebracht ist, welche an jedes Ende der Querleiste 33 des Trägers 6 geschweisst sind. Die Vorderseite 34 des Rakelkammerkörpers 9 ist so verarbeitet, dass sie zwei schräge Ebenen 35 und 36 aufweist, auf welchen die Rakelblätter 37 und 38 mittels kleinen Stäben 39 und 40 festgehalten werden, die ihrerseits am Rakelkammerkörper 9 mittels über die gesamte Länge des Rakelkammerkörpers 9 verteilten Schrauben 41 und 42 befestigt sind. In der vorliegenden Ausführung wird die gewählte Position der Rakelkammer 4 einerseits durch einen aufblasbaren Schlauch 43, welcher auf den hinteren Teil 44 des Rakelkammerkörpers 9 wirkt, und andererseits durch ein nicht dargestelltes Mittel zur Begrenzung und zur Einstellung der Position, von bekannter Konstruktion, sichergestellt. Der aufblasbare Schlauch 43 ist in einem U-förmigen Eisen 45 angeordnet, welches an die Querleiste 33 des Trägers 6 geschweisst ist. Es sollte beachtet werden, dass die in diesem Beispiel verwendeten Rakelblätter 37, 38 aus Metall, zum Beispiel eine Stahlfolie von einer Dicke von 0,2 bis 0,4 Millimeter, gefertigt sind. Die Rasterwalze dreht in der vom Pfeil 46 angezeigten Richtung, und folglich ist es das Rakelblatt 38, welches als Mittel zum Abwischen der auf der Rasterwalze 3 deponierten Farbe dient, so dass einzig die Farbnäpfchen derselben mit Farbe gefüllt sind.

Fig. 3 ist eine schematische Teilschnittansicht einer zweiten Rakelkammer 5, welche für Arbeiten, die grosse "Farbenblöcke" umfassen, eingesetzt wird. Die Rakelkammer 5 umfasst einen Rakelkammerkörper 9a, der, in diesem Beispiel, aus einer Aluminiumquerstange besteht, die auf einer Achse 31a drehend zwischen zwei Befestigungslaschen 32a angebracht ist, welche an jedes Ende der Querleiste 33a des Trägers 6a geschweisst sind. Die Vorderseite 34a des Rakelkammerkörpers 9a ist so verarbeitet, dass sie zwei schräge Ebenen 35a und 36a aufweist, auf welchen die Rakelblätter 37a und 38a mittels kleinen Stäben 39a und 40a festgehalten werden, die ihrerseits am Rakelkammerkörper 9a mittels über die gesamte Länge des Rakelkammerkörpers 9a verteilten Schrauben 41a und 42a befestigt sind. In der vorliegenden Ausführung wird die gewählte Position der Rakelkammer 5 einerseits durch einen aufblasbaren Schlauch 43a, welcher auf den hinteren Teil 44a des Rakelkammerkörpers 9a wirkt, und andererseits durch ein nicht dargestelltes Mittel zur Begrenzung und zur Einstellung der Position, von bekannter Konstruktion, sichergestellt. Der aufblasbare Schlauch 43a ist in einem U-förmigen Eisen 45a angeordnet, welches an die Querleiste 33a des Trägers 6a geschweisst ist. Es sollte beachtet werden, dass die in diesem Beispiel verwendeten Rakelblätter 37a, 38a aus Plastik, zum Beispiel ein Plastikmaterial, das einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweist, von einer Dicke von 0,8 bis 1,6 Millimeter gefertigt sind. Die Rasterwalze dreht in der vom Pfeil 46a angezeigten Richtung, und folglich ist es das Rakelblatt 37a, welches als Mittel zum Abwischen der auf der Rasterwalze 3 deponierten Farbe dient. Die Verwendung von Plastikrakelblättern erlaubt, ein grösseres Farbvolumen durchfliessen zu lassen als zum Füllen der Farbnäpfchen der Rasterwalze 3 notwendig ist, und ermöglicht folglich den Druck von grossen "Farbenblöcken" durch das grössere Farbvolumen, welches der Rasterwalze 3 zugeführt wird. Selbstverständlich könnten nur Rakelkammern 4, 5 verwendet werden, welche mit Plastikrakelblättern ausgestattet sind, indem man Plastik von unterschiedlicher Dicke sowie ein ebenfalls unterschiedlicher Kontaktwinkel für jede Rakelkammer auswählt.

Fig. 4 stellt ein Diagramm dar, welches die Veränderung des der Rasterwalze 3 gemäss der Drehgeschwindigkeit derselben mit einem konstanten Kontaktdruck der Rakelblätter 37a, 38 zugeführten Farbvolumens zeigt. Die Drehgeschwindigkeit der Rasterwalze hängt selbstverständlich von der Betriebsgeschwindigkeit der Druckmaschine ab. In dieser Abbildung wurden der Wert Vmach, welcher die Betriebsgeschwindigkeit der Druckmaschine darstellt, als Abszisse, und der Wert Ve, welcher das der Rasterwalze 3 zugeführte Farbvolumen darstellt, als Ordinate gezeichnet. Die Kurve Vn stellt das nominale Farbvolumen dar, d. h. das Farbvolumen, welches zur Füllung der Farbnäpfchen der Rasterwalze notwendig ist. Die Kurve Vc stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben mit konstantem Druck für eine Leckwalze dar, und die Kurve Vchp stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben mit konstantem Druck für eine mit Plastikrakelblättern ausgestattete Rakelkammer dar.

Fig. 5 stellt ein Diagramm dar, welches die Veränderung des der Rasterwalze gemäss der Drehgeschwindigkeit derselben mit einem veränderlichem Kontaktdruck der Rakelblätter 37a, 38 zugeführten Farbvolumens zeigt. In dieser Abbildung, wurden der Wert Vmach, welcher die Betriebsgeschwindigkeit der Druckmaschine darstellt, als Abszisse, und der Wert Ve, welcher das der Rasterwalze 3 zugeführte Farbvolumen darstellt, als Ordinate gezeichnet. Die Kurve Vn stellt das nominale Farbvolumen dar, d. h. das Farbvolumen, welches zur Füllung der Farbnäpfchen der Rasterwalze notwendig ist. Die Kurve V1 stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben für einen Druck p1 dar, die Kurve V2 stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben für einen Druck p2 dar, die Kurve V3 stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben für einen Druck p3 dar, und die Kurve V4 stellt die Veränderung des Farbvolumens bei starkem Einfärben für einen Druck p4 dar. Die Kurve V5 stellt das der Rasterwalze 3 zugeführte Farbvolumen für ein gegebenes starkes Einfärben dar. Der Kontaktdruck der Rakelblätter wird, in diesem Beispiel, durch die Wirkung des oder der aufblasbaren Schlauchs oder Wulst 43, 43a erreicht. Der Luftdruck im aufblasbaren Schlauch erlaubt, sich dem hydrodynamischen Druck zu widersetzen, welcher von der Drehgeschwindigkeit der Rasterwalze 3 abhängt und, wenn diese Geschwindigkeit steigt, steigt ebenfalls die Dicke des Farbfilms. Wenn der Luftdruck im aufblasbaren Schlauch 43, 43a erhöht wird, verringert sich die Dicke des Farbfilms, daher die Idee, diesen Druck gemäss der Drehgeschwindigkeit der Rasterwalze 3 zu regeln, um die Dicke des Farbfilms zu steuern. Durch Anwendung unterschiedlicher Drucke p1, p2, p3, p4 erhält man ein Kurvennetz V1, V2, V3, V4, das den unterschiedlichen Drucken entspricht. Für ein gegebenes starkes Einfärben wechselt man von einem Druck zu anderen gemäss der Drehgeschwindigkeit der Rasterwalze 3.

Fig. 6 ist ein Blockdiagramm eines Regulierungssystems des Kontaktdrucks der Rakelblätter der Rakelkammern 4 und 5. In dieser Abbildung sind die Rakelkammer 4 mit Metallrakelblättern und die Rakelkammer 5 mit Plastikrakelblätter ausgestattet. Sie dient demzufolge dazu, die Arbeiten zu verwirklichen, welche grosse "Farbenblöcke" umfassen. Wie bereits erklärt worden ist, soll der Druck der Plastikrakelblätter gegen die Rasterwalze 3 gemäss der Drehgeschwindigkeit derselben geregelt werden. Dieses Regulierungssystem umfasst einen Impulsgenerator Gl, der auf einer Achse der Rasterwalze 3 angebracht ist, um eine Information Vr betreffend ihrer Drehgeschwindigkeit zu geben. Diese Information Vr wird an ein Decodiergerät 50 übermittelt bevor sie auf einen Vergleicher 51 gesendet wird. Der Auflagedruck der Plastikrakelblätter der Rakelkammer 5 wird durch die Information Pr dargestellt, welche von einem Sensor, wie zum Beispiel ein Dehnungsmessgerät, stammt. Diese Information Pr wird einem Decodiergerät 52 übermittelt bevor sie auf den Vergleicher 51 gesendet wird. Im vorliegenden Beispiel besteht die Wendeschleife des Regulierungskreises aus einem Abtaster 54, zum Beispiel ein Densitometer, der eine Information Lc sendet, welche die Angabe betreffend der Druckqualität von grossen "Farbenblöcken" darstellt. Die Information Lc wird einem Decodiergerät 55 übermittelt bevor sie auf den Vergleicher 51 gesendet wird. Hier haben wir einen geschlossenen Regelkreis. Selbstverständlich könnte im offenen Regelkreis gearbeitet werden, indem die Elemente für die automatische Kontrolle der Druckqualität von grossen "Farbenblöcken" und demzufolge die Angabe Lc weggelassen werden. Der Luftdruck im aufblasbaren Schlauch 43a wird mittels einer Pumpe P erreicht und seine Stärke wird durch einen Druckregler 53 reguliert. Die Pumpe P versorgt ebenfalls den aufblasbaren Schlauch 43 der Rakelkammer 4 durch einen anderen Druckregler 56 und stellt einen konstanten Druck im aufblasbaren Schlauch 43 sicher, wenn die Rakelkammer 4 benutzt wird, da es in diesem Fall nicht notwendig ist, den Auflagedruck der Rakelblätter dieser Rakelkammer zu verändern, weil kein starkes Einfärben erforderlich ist. Wenn die Rakelkammer 5 benutzt wird, wird auf den "Regulierungssystem"-modus geschaltet und der Vergleicher 51 sendet, in Übereinstimmung mit den Informationen Lc, Pr und Vr, eine Information Pbg, welche auf den Druckregler 53 gesendet wird, der dem aufblasbaren Schlauch 43a einen modulierten Druck Pm liefert. Der Abtaster 54 ist in der Nähe des bedruckten Bogens 57 angeordnet und verlagert sich in der vom Pfeil 58 angegebenen Richtung um seine Unterseite zu lesen.

Wie anhand der Lektüre dieser Beschreibung festgestellt werden kann, wird eine erhebliche Kostensenkung für die Verwirklichung dieser Einfärbestation erzielt, da es möglich ist, eine grosse Anzahl von gleichen Elementen für beide Einfärbemodi zu benutzen. Ausserdem, durch die Wahl der Kombination von beiden Systemen, welche Rakelblätter verwenden, wird eine Verbesserung der Druckqualität erreicht, welche noch nie zuvor mit den bisher eingesetzten Technologien beobachtet werden konnte.


Anspruch[de]

1. Multifunktionelle Einfärbestation für eine Flexodruckmaschine, insbesondere für eine Flexodruckmaschine zum Drucken von bahn- oder plattenartigen Artikeln wie zum Beispiel Bahnen oder Bogen aus Papier, Karton oder Wellpappe, diese Einfärbestation umfassend einen Klischeezylinder (2), eine Rasterwalze (3) und Mittel, welche der Rasterwalze (3) eine bestimmte Farbmenge zuführen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel, welche der Rasterwalze (3) eine bestimmte Farbmenge zuführen, aus mindestens zwei Rakelkammern (4, 5) bestehen, die einander gegenüber auf beiden Seiten der Rasterwalze (3) angeordnet sind, dadurch, dass die benutzte Rasterwalze (3) immer dieselbe ist, ungeachtet der Art der auszuführenden Druckarbeiten und dadurch, dass beliebig gewählt werden kann, die eine oder die andere der besagten Rakelkammern (4, 5) gemäss der Art der auszuführenden Druckarbeiten zu benutzen, ohne die Rasterwalze (3) wechseln zu müssen.

2. Einfärbestation gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Rakelkammern (4) mit Rakelblättern (37, 38) ausgestattet ist, welche ein praktisch vollständiges Abwischen der Oberfläche der Rasterwalze (3) erlauben, und dadurch, dass die andere Rakelkammer (5) mit Rakelblättern (37a, 38a) ausgestattet ist, welche erlauben, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze (3) zu belassen.

3. Einfärbestation gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakelkammer (4), welche ein praktisch vollständiges Abwischen der Oberfläche der Rasterwalze (3) erlaubt, mit Rakelblättern (37, 38) aus Stahl ausgestattet ist.

4. Einfärbestation gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichet, dass die Rakelkammer (5), welche erlaubt, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze (3) zu belassen, mit Rakelblättern (37a, 38a) aus Plastik ausgestattet ist.

5. Einfärbestation gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakelblätter (37, 38, 37a, 38a) von beiden Rakelkammern (4, 5) aus Plastikmaterial mit niedrigem Reibungskoeffizienten gefertigt sind.

6. Einfärbestation gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktdruck der Rakelblätter (37a, 38a) der Rakelkammer (5), welche erlauben, eine bestimmte Farbfilmdicke auf der Oberfläche der Rasterwalze (3) zu belassen, gemäss der Betriebsgeschwindigkeit der Druckmaschine geregelt wird, um die Dicke des der Rasterwalze (3) zugeführten Farbfilms zu steuern.







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