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Dokumentenidentifikation DE69710243T2 14.08.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0802319
Titel Einlassystem für Brennkraftmaschine
Anmelder Toyota Jidosha K.K., Toyota, Aichi, JP
Erfinder Okumura, Takeshi, Toyota-shi, Aichi, JP;
Ishiyama, Shinobu, Toyota-shi, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69710243
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.04.1997
EP-Aktenzeichen 971064811
EP-Offenlegungsdatum 22.10.1997
EP date of grant 06.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.2002
IPC-Hauptklasse F02F 1/42
IPC-Nebenklasse F02B 31/08   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Ansaugsystem für einen Verbrennungsmotor, insbesondere ein Ansaugsystem, das an jedem Zylinder des Motors zwei Drallansaugkanäle aufweist.

Schilderung des Stand der Technik

Ein Ansaugsystem, bei dem sich an jedem Zylinder des Motors zwei Drallansaugkanäle befinden, um in dem Zylinder einen starken Wirbel aus Ansaugluft zu erzeugen, ist bereits bekannt. Diese Art Ansaugsystem ist beispielsweise in der US-A-3020896 oder in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 7-158459 offenbart. Bei dem Ansaugsystem in der Veröffentlichung '459 befinden sich am Zylinder zwei spiralartige Drallkanäle. Der spiralartige Drallkanal hat einen spiralförmigen Lufteinlass, der der durchströmenden Ansaugluft Drehgeschwindigkeit verleiht. In der Veröffentlichung '459 dreht der Drallkanal, der bezogen auf die Strömungsrichtung des Wirbels in dem Zylinder stromaufwärts gelegen ist, den durchgehenden Ansaugluftstrom um einen großen Betrag, bevor er in den Zylinder strömt, während der Drallkanal, der bezogen auf die Strömungsrichtung des Wirbels in dem Zylinder stromabwärts gelegen ist, den durchgehenden Ansaugluftstrom um lediglich eine halbe Umdrehung dreht, bevor er in den Zylinder strömt.

In der Veröffentlichung '459 hat der spiralförmige Lufteinlass des stromaufwärtigen Drallkanals an seinem Ende eine verhältnismäßig große Höhe, damit sich der Ansaugluftstrom um einen großen Betrag dreht. Der spiralförmige Lufteinlass des stromabwärtigen Drallkanals hat an seinem Ende dagegen eine verhältnismäßig geringe Höhe, damit sich der durchgehende Ansaugluftstrom lediglich um eine halbe Umdrehung dreht.

Wenn der Drehbetrag des durch den stromabwärtigen Drallkanal gehenden Ansaugluftstroms klein eingestellt wird, ist die tangentiale (Dreh-)Geschwindigkeit bzw. die Geschwindigkeit in Horizontalrichtung (d. h. in der zur Zylinderachse senkrechten Richtung) der Ansaugluft am Auslass des stromabwärtigen Drallkanals kleiner als am stromaufwärtigen Drallkanal. Da deswegen im Ansaugluftstrom vom stromabwärtigen Drallkanal die nach unten weisende Geschwindigkeitskomponente vorherrscht, strömt die Ansaugluft vom stromabwärtigen Drallkanal aus nach unten und erfährt eine geringere Störung durch die Zylinderwand. Da der Ansaugluftstrom vom stromabwärtigen Drallkanal außerdem eine geringere Tangentialgeschwindigkeit hat, stören sich die Ansaugluft vom stromabwärtigen Drallkanal und der vom stromaufwärtigen Drallkanal erzeugte Ansaugluftwirbel kaum. Der Wirbel im Zylinder wird daher nicht durch den Ansaugluftstrom vom stromabwärtigen Drallkanal beeinflusst und dadurch gestört oder geschwächt.

In der Veröffentlichung '459 wird der Drehbetrag des Ansaugluftstroms durch den stromabwärtigen Drallkanal klein gehalten, indem die Höhe des Endabschnitts seines spiralförmigen Lufteinlasses klein eingestellt wird. In der Praxis ist es jedoch schwierig, den Ansaugluftdrehbetrag zu halten, indem lediglich die Höhe des Endabschnitts des spiralförmigen Lufteinlasses eingestellt wird. Daher kommt es bei dem Ansaugsystem in der Veröffentlichung '459 in einigen Fällen zu einer Störung zwischen dem Ansaugluftstrom vom stromabwärtigen Drallkanal und der Zylinderwand bzw. dem Wirbel im Zylinder. Eine solche Störung erhöht den Strömungswiderstand des stromabwärtigen Drallkanals und verringert die Menge der durchgehenden Ansaugluft. Außerdem wird der Wirbel geschwächt, wenn es zu der Störung zwischen der Ansaugluft vom stromabwärtigen Drallkanal und dem Wirbel im Zylinder kommt. Dies beeinträchtigt die Verbrennung im Zylinder.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ansaugsystem für einen Verbrennungsmotor zur Verfügung zu stellen, das in einem Zylinder des Verbrennungsmotors einen besseren Ansaugluftwirbel erzeugt.

Diese Aufgabe wird durch ein Ansaugsystem gemäß dem unabhängigen Anspruch gelöst.

Da der Innenwinkel zwischen der Oberwand und der Endwand des spiralförmigen Lufteinlasses des ersten (stromaufwärtigen) Drallkanals klein ist, ändert der durch den Einlass gehende Luftstrom plötzlich an der Endwand seine Richtung. Diese plötzliche Änderung der Strömungsrichtung erzeugt an der Ecke, an der sich die Oberwand und die Endwand treffen, eine Wirbelbewegung. Die Ansaugluft wird durch den von der Wirbelbewegung erzeugten Unterdruck angezogen und strömt an der Oberwand des Einlasses entlang, bis sie die Endwand erreicht. Daher dreht sich der Ansaugluftstrom durch den ersten Drallkanal um einen großen Betrag, bevor er in den Zylinder strömt. Die Ansaugluft strömt also mit einer hohen gleichmäßigen Tangentialgeschwindigkeit aus dem Boden des Lufteinlasses des ersten Drallkanals heraus. Das heißt, dass die von dem ersten Drallkanal in den Zylinder strömende Ansaugluft eine verhältnismäßig hohe Tangentialgeschwindigkeit und eine verhältnismäßig geringe Geschwindigkeit in Vertikalrichtung (d. h. in der zur Spiralachse des spiralförmigen Lufteinlasses parallelen Richtung) hat. Die durch den ersten Drallkanal strömende Ansaugluft erzeugt daher einen starken Wirbel.

Im Gegensatz dazu ist der Innenwinkel zwischen der Oberwand und der Endwand des Lufteinlasses des zweiten (stromabwärtigen) Drallkanals verhältnismäßig groß und ändert der Luftstrom seine Richtung allmählich. Der durch die Wirbelbewegung an der Ecke zwischen der Oberwand und der Endwand erzeugte Unterdruck ist gering, weshalb in dem zweiten Drallkanal auch die Kraft, die den Ansaugstrom zum Ende des Lufteinlasses zieht, entsprechend gering ist. Dies führt dazu, dass bereits eine große Menge der durch den zweiten Drallkanal strömenden Ansaugluft aus dem Boden herausströmt, bevor sie das Ende des Einlasses erreicht. Das heißt, dass die aus dem zweiten Drallkanal herausströmende Ansaugluft eine verhältnismäßig geringe Tangentialgeschwindigkeit hat, da die meiste Ansaugluft aus dem spiralförmigen Lufteinlass herausströmt, bevor sie sich um einen großen Betrag gedreht hat.

Da die tangentiale Geschwindigkeitskomponente der aus dem zweiten Drallkanal herausströmenden Ansaugluft mit zunehmendem Drehbetrag der Ansaugluft in dem spiralförmigen Lufteinlass größer wird, ist die Tangentialgeschwindigkeitsverteilung der Ansaugluft um den Umfang des Auslasses des zweiten Drallkanals herum so beschaffen, dass die Tangentialgeschwindigkeit der Luft um so größer ist, je mehr sie sich dem Ende des spiralförmigen Lufteinlasses nähert. Deshalb ist die Tangentialgeschwindigkeit der Ansaugluft gering, die fern von der Zylinderwand in den Zylinder strömt, und strömt die Ansaugluft vom zweiten Drallkanal an diesem Abschnitt schräg nach unten in den Zylinder. Der Wirbel im Zylinder wird daher nicht durch die Ansaugluft vom zweiten Drallkanal gestört oder geschwächt.

Da die Tangentialgeschwindigkeit der Ansaugluft vom zweiten Drallkanal an einem Punkt nahe der Zylinderwand größer ist, strömt die Ansaugluft vom zweiten Drallkanal außerdem an der Krümmung der Zylinderwand entlang, ohne auf die Zylinderwand aufzutreffen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird im Folgenden näher unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die Folgendes zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 2 eine Perspektivansicht der Drallkanäle beim Ausführungsbeispiel der Erfindung;

Fig. 3A und Fig. 3B die Gestaltung der Endabschnitte der spiralförmigen Lufteinlässe der Drallkanäle;

Fig. 4A und Fig. 4B schematisch die Ströme der durch die spiralförmigen Lufteinlässe der Drallkanäle gehenden Ansaugluft; und

Fig. 5 schematisch die Ströme der aus den Drallkanälen in den Zylinder strömenden Ansaugluft.

BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors, bei dem das erfindungsgemäße Ansaugsystem Anwendung findet. In Fig. 1 bezeichnen die Bezugszahl 1 einen Zylinder des Motors und 10 und 20 einen ersten bzw. einen zweiten Ansaugkanal des Zylinders. Die Ansaugkanäle 10 und 20 sind in dem Zylinderkopf 3 ausgebildet und umfassen einen Lufteinlass 13 bzw. 23, der die an der Endfläche des Zylinderkopfs 3 gelegenen Öffnungen 31, 32 mit spiralförmigen Lufteinlässen 11 und 21 der Ansaugkanäle verbindet. Die Böden der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 öffnen sich zum Innenraum des Zylinders hin.

Obwohl dies nicht in der Zeichnung gezeigt ist, befinden sich an den Ansaugkanälen 10 und 20 Einlassventile, die die Böden der spiralförmigen Lufteinlässe öffnen und schließen. Die Schäfte der Einlassventile verlaufen entlang der Mittelachsen der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 12 und sind mit einem Ventilbetätigungsmechanismus verbunden. Am Zylinder befinden sich außerdem zwei (nicht in der Zeichnung gezeigte) Auslassventile, die im Hinblick auf die Einlassventile an bezüglich der Zylindermitte symmetrischen Positionen angeordnet sind.

Bei diesem Ausführungsbeispiel weisen die spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 12, wie in Fig. 1 gezeigt ist, im Uhrzeigersinn verlaufende Windungen auf und formen die durch die Einlässe 11 und 12 gehenden Ansaugluftströme in dem Zylinder einen im Uhrzeigersinn verlaufenden Wirbel, der in Fig. 1 mit S bezeichnet ist. Bezogen auf die Richtung des Wirbels S befindet sich der zweite Ansaugkanal 20 daher an einer Position stromabwärts vom ersten Ansaugkanal 10.

Fig. 2 zeigt in Perspektivansicht die Form der Ansaugkanäle 10 und 20. Bei diesem Ausführungsbeispiel strömt aus (nicht gezeigten) Ansaugrohren, die mit den Öffnungen 31 und 32 verbunden sind, Ansaugluft in die Ansaugkanäle 10 und 20 und strömt durch die Lufteinlässe 13 und 23 in die spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21. In den spiralförmigen Lufteinlässen 11 und 21 dreht sich die Ansaugluft im Uhrzeigersinn und strömt von der Bodenöffnungen der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 aus in den Zylinder 1. Die Ansaugluftströme von den Böden der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 in den Zylinder 1 weisen daher in der zu den Umfängen der Böden der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 tangentialen Richtung Geschwindigkeiten auf. Dies führt dazu, dass die Ansaugluft so aus den Ansaugkanälen 10 uns 20 strömt, dass sie sich entlang der Zylinderwand dreht und sich dadurch im Zylinder ein (in Fig. 1 mit S bezeichneter) starker Wirbel aus Ansaugluft bildet.

In den Fig. 1 und 2 bezeichnen die Zahlen 15 und 25 jeweils die Endabschnitte der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21. In diesem Ausführungsbeispiel sind die spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 derart gestaltet, dass der Winkel zwischen der Linie, die die Mitte der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 verbindet, und dem Endabschnitt 25 des spiralförmigen Lufteinlasses 21 des zweiten Ansaugkanals 20 (der Winkel α&sub2; in Fig. 1) kleiner als der Winkel (α&sub1;) des ersten Ansaugkanals 10 ist, um eine Störung zwischen der Zylinderwand und dem Endabschnitt 25 des spiralförmigen Lufteinlasses 21 zu vermeiden.

Die Fig. 3A und 3B stellen schematisch die Querschnitte der Endabschnitte 15 und 25 der spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 entlang der Strömungslinien (der Pfeile in den Fig. 3A und 3B) der durch die spiralförmigen Lufteinlässe 11 und 21 gehenden Ansaugluft dar. Wie in den Fig. 3A und 3B zu erkennen ist, ist die Querschnittshöhe h&sub1; des Endabschnitts 15 des spiralförmigen Lufteinlasses 11 größer als die Querschnittshöhe h&sub2; des Endabschnitts 25 des spiralförmigen Lufteinlasses 21.

Aus Fig. 3A ergibt sich außerdem, dass der Innenwinkel θ&sub1; zwischen der Oberwand 15a und der Endwand 15b (die das Ende des Einlasses 11 definiert) verhältnismäßig klein ist bzw. die Endwand 15b so gestaltet ist, dass ihre Neigung verhältnismäßig groß (steil) ist. Im Gegensatz dazu ist der Innenwinkel θ&sub2; zwischen der Oberwand 25a und der Endwand 25b des spiralförmigen Lufteinlasses 21 verhältnismäßig groß bzw. ist die Endwand 25b so gestaltet ist, dass ihre Neigung verhältnismäßig gering ist.

Die Fig. 4A. und 4H veranschaulichen den bei diesem Ausführungsbeispiel durch die unterschiedlichen Winkel θ&sub1; und θ&sub2; bedingten Unterschied beim Luftstrom. Fig. 4A zeigt den Ansaugluftstrom im ersten Ansaugkanal 10. Da der Winkel 61 zwischen der Oberwand 15a und der Endwand 15b des Endabschnitts verhältnismäßig klein und die Neigung der Endwand 15b groß ist, ändert die Strömung in dem spiralförmigen Lufteinlass 11 des ersten Ansaugkanals 10 plötzlich ihre Richtung, um entlang der Endwand 15b weiterzulaufen. Diese plötzliche Änderung der Strömungsrichtung führt zu einem Strömungsabriss an der Ecke zwischen der Oberwand 15a und der Endwand 15b (an dem in Fig. 4 A mit A gekennzeichneten Abschnitt), wobei durch diesen Strömungsabriss eine Wirbelbewegung erzeugt wird. Da in dem Abschnitt A durch die Wirbelbewegung ein Unterdruck entsteht, wird durch den Unterruck der Strom der Ansaugluft in dem Einlass 11 angezogen und verläuft entlang der Oberwand 15a, bis er den Eckenabschnitt A erreicht. Der Ansaugluftstrom dreht sich daher in dem Einlass 11 im ersten Ansaugkanal 10 um einen großen Betrag, bevor er in den Zylinder 1 strömt. Wie in Fig. 4A zu erkennen ist, strömt die Ansaugluft aus dem Boden des spiralförmigen Lufteinlasses 11 mit verhältnismäßig hoher Tangentialgeschwindigkeit im Wesentlichen gleichmäßig über den gesamten Umfang des Bodens des Einlasses 11 heraus.

Der Winkel θ&sub2; zwischen der Oberwand 25a und der Endwand 25b des spiralförmigen Lufteinlasses 21 des zweiten Ansaugkanals 20 ist dagegen größer als der Winkel θ&sub1; in dem spiralförmigen Lufteinlass 11 des ersten Ansaugkanals 10. Der Ansaugluftstrom ändert daher seine Richtung allmählich, um entlang der Endwand 25b am Endabschnitt 25 des Einlasses 21 weiterzulaufen. Da sich die Strömungsrichtung allmählich ändert, kommt es an der Ecke B zwischen der Oberwand 25a und der Endwand 25b in dem Einlass 21 zu keiner Wirbelbewegung bzw. zu keinem Unterdruck. Da kein Unterdruck entsteht, der den Ansaugluftstrom zur Ecke B des Endabschnitts 25 hin anzieht, strömt die Ansaugluft im spiralförmigen Lufteinlass 21 daher aus dem Boden des Einlasses heraus, bevor sie sich um einen großen Betrag gedreht hat. Die aus dem zweiten Ansaugkanal 20 in den Zylinder strömende Luft hat somit, wie in Fig. 4B zu erkennen ist, eine verhältnismäßig große Geschwindigkeit nach unten und eine verhältnismäßig geringe Tangentialgeschwindigkeit.

Die Ansaugluft vom ersten Ansaugkanal 10 strömt daher wie in Fig. 4A gezeigt beinahe horizontal in den Zylinder 1 ein, während die Ansaugluft vom zweiten Ansaugkanal 20 wie in Fig. 4B gezeigt schräg nach unten in den Zylinder 1 einströmt.

Fig. 5 stellt schematisch die Verteilung der Tangentialgeschwindigkeit der in den Zylinder 1 strömenden Ansaugluft um die Ansaugkanäle 10 und 20 herum dar. Indem der Winkel θ&sub1; auf einen verhältnismäßig kleinen Wert · eingestellt wird, nimmt die aus dem ersten Änsaugkanal 10 in den Zylinder 1 strömende Ansaugluft um den Umfang des Auslasses des Kanals 10 herum eine breite, gleichmäßige Tangentialgeschwindigkeitsverteilung an. Diese breite, gleichmäßige Tangentialgeschwindigkeitsverteilung erzeugt in dem Zylinder 1 einen starken Wirbel S. d. h. dadurch, dass der Winkel θ&sub1; auf einen verhältnismäßig kleinen Wert eingestellt wird, wird der Ansaugluftwirbel in dem Zylinder verstärkt.

Indem der Winkel θ&sub2; dagegen auf einen verhältnismäßig hohen Wert eingestellt wird, strömt aus dem zweiten Ansaugkanal 20 Ansaugluft in den Zylinder 1, bevor sie sich in dem spiralförmigen Lufteinlass 21 um einen großen Betrag gedreht hat (d. h. bevor die Tangentialgeschwindigkeit der Ansaugluft groß geworden ist). Die Ansaugluft von dem zweiten Ansaugkanal 20 strömt daher schräg nach unten in den Zylinder. Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, nimmt die Tangentialgeschwindigkeit der Ansaugluft um den Auslass des zweiten Ansaugkanals 20 herum im Uhrzeigersinn zu und ist an dem Abschnitt nahe der Zylinderwand maximal. Aufgrund dieser verhältnismäßig hohen Tangentialgeschwindigkeit erhöht die Ansaugluft, die aus dem Abschnitt des Auslasses des zweiten Ansaugkanals 20 nahe der Zylinderwand ausströmt, den durch die Ansaugluft aus dem ersten Ansaugkanal 10 hervorgerufenen Wirbel.

Da die Tangentialgeschwindigkeit der Ansaugluft, die aus dem von dem Zylinder fernen Teil des Auslasses des zweiten Ansaugkanals 20 strömt, verhältnismäßig gering ist, strömt die Ansaugluft aus diesem Teil des zweiten Ansaugkanals 20 nach unten in den Zylinder, ohne den Wirbel S in dem Zylinder zu stören. Da die aus dem zweiten Ansaugkanal 20 in den Zylinder strömende Luft nicht auf die Zylinderwand auftrifft oder den Wirbel im Zylinder stört, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Strömungswiderstand des zweiten Ansaugkanals 20 klein. Dadurch, dass der Strömungswiderstand gesenkt wird, wenn der Winkel θ&sub2; auf einen hohen Wert eingestellt wird, ist bei diesem Ausführungsbeispiel also die Menge der durch den zweiten Änsaugkanal 20 gehenden Ansaugluft größer.

So wird zum Beispiel die Motorleistung bei einem Dieselmotor durch das fehlende Drosselventil stark von dem Zustand des Wirbels im Zylinder beeinflusst. Wenn der Dieselmotor bei geringer Geschwindigkeit betrieben wird, muss daher die Verbrennung im Zylinder verbessert werden, indem in dem Zylinder ein starker Wirbel aus Ansaugluft erzeugt wird. Wenn der Dieselmotor dagegen bei hoher Geschwindigkeit und hoher Last betrieben wird, muss dem Zylinder eine ausreichende Menge Ansaugluft zugeführt werden, um zu verhindern, dass der Luftüberschuss des Zylinders zu gering ist.

Wenn das erfindungsgemäße Ansaugsystem bei einem Dieselmotor Anwendung findet, wird von der Ansaugluft aus dem ersten Ansaugkanal auch dann ein starker Wirbel erzeugt, wenn der Motor bei geringer Geschwindigkeit betrieben wird. Daher wird selbst im Niedriggeschwindigkeitsbetrieb des Dieselmotors eine bessere Verbrennung erzielt. Da außerdem der Strömungswiderstand des zweiten Ansaugkanals gering ist, wird auch dann, wenn der Motor bei hoher Geschwindigkeit und hoher Last betrieben wird, durch den zweiten Ansaugkanal hindurch eine ausreichende Menge Ansaugluft zugeführt. Die Leistung des Dieselmotors kann daher erfindungsgemäß über einen breiten Betriebsgeschwindigkeitsbereich verbessert werden.


Anspruch[de]

Ansaugsystem für einen Verbrennungsmotor, das einen sich an den jeweiligen Zylindern des Motors befindenden ersten und zweiten Drallkanal (10, 20) umfasst, wobei der erste und zweite Drallkanal jeweils mit einem Lufteinlass (11, 21) versehen sind, der dadurch, dass er eine Spiralform hat, innerhalb des Zylinders einen Wirbel aus Ansaugluft erzeugt, wobei die spiralförmigen Lufteinlässe (11, 21) des ersten und zweiten Drallkanals (10, 20) jeweils einen entlang des Lufteinlasses verlaufenden und sich zum Zylinder hin öffnenden Boden, eine entlang des Lufteinlasses (11, 21) verlaufende und dem Boden zugewandte Oberwand (15a; 25a) und eine das Ende (15, 25) des Lufteinlasses (11, 21) definierende Endwand (15b; 25b) aufweisen und wobei der Innenwinkel (θ1) zwischen der Oberwand (15a) und der Endwand (15b) des ersten spiralförmigen Lufteinlasses (11) kleiner als der Innenwinkel (θ2) des zweiten spiralförmigen Lufteinlasses (21) ist und sich der zweite Drallkanal am Zylinder bezögen auf die Richtung des erzeugten Wirbels an einer Stelle nahe am und stromabwärts vom ersten Drallkanal befindet.







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