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Dokumentenidentifikation DE69710769T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0944458
Titel MIT ZWEI TRÄGHEITSKÖRPERN VERSEHENES DREHIMPULS-WERKZEUG MIT ANTRIEBSABSCHALTUNG
Anmelder Atlas Copco Tools AB, Stockholm, SE
Erfinder HOLMIN, Cornelius, Mats, S-133 36 Saltsjöbaden, SE
Vertreter Beyer & Jochem Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 69710769
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.12.1997
EP-Aktenzeichen 979481033
WO-Anmeldetag 16.12.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/SE97/02101
WO-Veröffentlichungsnummer 0009826903
WO-Veröffentlichungsdatum 25.06.1998
EP-Offenlegungsdatum 29.09.1999
EP date of grant 27.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse B25B 23/145

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit einem Drehimpuls-Werkzeug zum Anziehen von Schraubverbindungen, das automatische Abschaltmittel aufweist. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Drehimpuls-Werkzeug mit einem Gehäuse, einem hydraulischen Impulsgenerator und einem pneumatischen Motor, dessen Rotor antreibend mit dem Impulsgenerator gekoppelt ist, wobei die Abschaltmittel ein Lufteinlaßventil, das mit dem Motor in Verbindung steht und zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung schaltbar ist, und verzögerungsabhängige Betätigungsmittel, die mit dem Rotor rotierend einen Trägheitsschalter besitzen, sowie ein Verbindungselement aufweisen, das das Einlaßventil mit den Betätigungsmitteln koppelt und durch welches das Einlaßventil aus der offenen Stellung in die geschlossene Stellung schaltbar ist, wenn es durch die Betätigungsmittel ausgelöst ist, wenn ein vorbestimmtes maximales Niveau eines Verzögerungswertes erreicht ist.

Ein vorbekanntes Drehimpuls-Werkzeug dieser Art ist in dem US-Patent Nr. 5,082,066 beschrieben.

Ein bei dieser Art von Werkzeugen auftretendes Problem besteht darin, daß der erste abgegebene Drehmomentimpuls dazu neigt, derart kräftig zu sein, daß er ein vorzeitiges Abschalten des Werkzeuges verursacht. Dies geschieht infolge der Tatsache, daß in vielen Fällen die Drehzahl während des Eindrehens der Schraubverbindung sehr hoch ist und entsprechend die kinetische Energie der Impulseinheit und des Motors sehr hoch ist. Diese kinetische Energie erzeugt einen kräftigen ersten Drehmomentimpuls, der stark genug ist, die verzögerungsabhängigen Betätigungsmittel auszulösen und das Einlaßventil in den geschlossenen Zustand zu versetzen. Das Risiko für ein vorzeitiges Abschalten ist besonders hoch, wenn sogenannte steife Verbindungen angezogen werden, d. h. Schraubverbindungen mit einer steilen Drehmomentanstiegscharakteristik pro Drehwinkeleinheit, weil in solchen Fällen der erste Impuls durch einen sehr schnellen und abrupten Anstieg des Drehmomentwiderstandes in der Verbindung verstärkt wird.

Bei Schraubverbindungen mit einer steilen Charakteristik des Drehmomentanstieges besteht auch ein Risiko darin, daß der erste erzeugte Drehmomentimpuls derart kräftig wird, daß das gewünschte Zieldrehmomentniveau für die Schraubverbindung überschritten und ein unerwünschter Drehmomentüberschuß erzeugt wird.

In dem oben angeführten US-Patent Nr. 5,082,066 ist ein drehzahlabhängiger Mechanismus zum Blockieren des Trägheitsschalters bei Drehzahlen oberhalb eines bestimmten Niveaus beschrieben. Dies bedeutet, daß die Betätigungsmittel daran gehindert werden, beim ersten Drehmomentimpuls betätigt zu werden und daß das Problem eines vorzeitigen Abschaltens des Antriebes überwunden wird. Bei den nach dem ersten Impuls erzeugten Drehimpulsen sind die Drehzahl und die kinetische Energie der rotierenden Teile des Werkzeuges erheblich kleiner und folglich ist die Energie pro Impuls ebenfalls viel kleiner. Daher wird der Blockiermechanismus deaktiviert und der Trägheitsschalter ist frei, die Antriebsabschaltung auszulösen.

Jedoch wird das Problem, einen zu kräftigen ersten Impuls und einen darauf folgenden unerwünschten Drehmomentüberschuß zu erhalten, durch diese bekannte Vorrichtung nicht gelöst. Es sind keine Mittel vorgesehen, um die Energie des allerersten Drehmomentimpulses zu reduzieren.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Drehimpuls- Werkzeug zu schaffen, das Mittel zum Erreichen einer reduzierten Motordrehzahl und Leistungsabgabe während des anfänglichen Zustandes des Anzugsvorgangs aufweist und dadurch die kinetische Energie des Motors und Impulsgenerators beim ersten Drehmomentimpuls derart reduziert, daß ein unerwünschter Drehmomentüberschuß und/oder eine vorzeitige Leistungsabschaltung vermieden wird.

Weitere Zielsetzungen und Vorzüge der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen deutlich.

Mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen wird nachfolgend auf eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung näher eingegangen. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Drehimpuls-Werkzeuges;

Fig. 2a einen Längsschnitt durch den Steuerabschnitt für den Antrieb des Werkzeuges nach Fig. 1, der eine Teildurchströmungsstellung des Lufteinlaßventils darstellt;

Fig. 2b den gleichen Schnitt wie Fig. 2a, der jedoch eine offene Stellung des Lufteinlaßventils darstellt;

Fig. 2c den gleichen Schnitt wie Fig. 2a, der jedoch eine geschlossene Stellung des Lufteinlaßventils darstellt;

Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie III- III in Fig. 2a;

Fig. 4 einen Querschnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2a;

Fig. 5 einen Querschnitt längs der Linie V-V in Fig. 2a.

Das in Fig. 1 dargestellte Werkzeug ist ein pistolenähnlicher tragbarer Motorschrauber mit einem Gehäuse 10, das einen Griff 11, einen Motorbereich 12, einen Übertragungsbereich 13 und einen Steuerbereich 14 für den Antrieb aufweist. Das Werkzeug wird über eine Einlaßverbindung 15 an dem Griff 11, ein durch einen Druckschalter 16 betätigbares Druckluftventil und einen Einlaßkanal 17 mit Druckluft versorgt. An dem Griff ist ferner ein Umkehrventil 21 zum Wechsel der Drehrichtung des Werkzeuges vorgesehen. Eine ein Vierkantende aufweisende Abtriebswelle 18 dient dazu, einen Steckschlüssel zur Verbindung mit einer anzuziehenden Schraubverbindung zu halten.

In dem Übertragungsbereich ist ein Drehimpulsgenerator (nicht gezeigt) gehalten, der von beliebiger bekannter Konstruktion - Flügeltyp oder Kolbentyp - sein kann und die Abtriebswelle 18 als einen integrierten Bestandteil aufweist. Der Impulsgenerator wandelt das kontinuierliche Ausgangsmoment des Motors in wiederholte Drehmomentimpulse zur Anwendung bei einer anzuziehenden Schraubverbindung um.

Der Motorbereich 12 umfaßt einen Flügelzellenluftmotor beliebiger, allgemein verwendeter Ausführung, die nicht im Detail beschrieben wird. Der Rotor des Motors ist mit seinem einen Ende starr mit dem Impulsgenenator und mit seinem entgegengesetzten Ende starr mit verzögerungsabhängigen Betätigungsmitteln 19 verbunden. Letztere bilden einen Teil von automatischen Antriebssteuermitteln, die ein Drucklufteinlaßventil 20 umfassen, das mit dem Motor über einen Versorgungskanal 22 in dem Gehäuse in Verbindung steht.

Das Einlaßventil 20 besitzt ein flaches zylindrisches Ventilelement 24, das in einer Ventilkammer 25 abdichtend geführt ist, die am hinteren Ende des Gehäuses 10 in einer koaxialen Anordnung relativ zur Drehachse des Motors angeordnet ist. Das Ventilelement 24 wird durch den Kopf eines Verbindungselements oder einer Betätigungsstange 27 und eine Rückstellfeder 28 axial abgestützt, die sich an einer Querwandung 29 in dem Gehäuse 10 abstützt. Das Ventilelement ist nicht an dem Kopf 26 der Betätigungsstange festgelegt, sondern kann getrennt in der Ventilkammer 25 bewegt werden.

Die Ventilkammer 25 ist becherförmig und besitzt eine hintere Stirnwand 31 und einen röhrenförmigen Führungsabschnitt 32 mit einer konzentrischen Auslaßöffnung 30. Der röhrenförmige Abschnitt 32 ist mit zwei kleinformatigen Einlaßöffnungen 33 (von denen in Fig. 2a, 2b, 2c nur eine dargestellt ist) ausgebildet, die nahe der hinteren Stirnwand 31 angeordnet sind.

Die Ventilkammer 25 besitzt ferner drei schlitzartige großformatige Einlaßöffnungen 34, die auf einem gemeinsamen axialen Niveau getrennt von den kleinformatigen Öffnungen 33 angeordnet sind, und drei axial ausgerichtete Luftzufuhrnuten 35, die zwischen den großformatigen Öffnungen 34 angeordnet sind (siehe Fig. 3). Jede dieser Luftzufuhrnuten 35 besitzt einen Abschnitt 35a mit reduziertem Querschnitt nahe der Stirnwand 31, deren Zweck darin besteht, einen geeigneten Druckabfall über das Ventilelement 24 in der Teildurchströmungsstellung von letzterem zu erzeugen. An ihrem vorderen Ende ruht der röhrenförmige Ventilkammerabschnitt 32 an einem Absatz 37 in dem Gehäuse 10. Der Absatz 37 bildet einen Ventilsitz zum abdichtenden Zusammenwirken mit dem Ventilelement 24.

Die verzögerungsabhängigen Betätigungsmittel 19 besitzen eine Nabe 38, die starr mittels eines Buchsenabschnitts 36 mit dem Motorrotor verbunden und mit einer koaxialen Durchgangsbohrung 39 ausgebildet ist. In einer Querbohrung 40 in der Nabe 38 sind ein Schaltelement 42 mit einer Queröffnung 43 und einer Vorlastfeder 44 beweglich geführt. Wie in Fig. 5 dargestellt, wird das Schaltelement 42 durch die Feder 44 in Kontakt mit einem L-förmigen Trägheitsschalter 45 vorbelastet. Letzterer ist beweglich auf einem Schwenkzapfen 46 angebracht, der parallel, jedoch mit seitlichem Versatz zu der Drehachse des Motors angeordnet ist. Wie in Fig. 5 gezeigt, ist der Trägheitsschalter 45 in Richtung einer Ruhestellung durch eine Feder 48 vorbelastet, die durch einen einstellbaren Stützstopfen 49 unterstützt ist, der in eine zweite Querbohrung 50 in der Nabe 38 eingeschraubt ist.

Auf dem gleichen Schwenkzapfen 46 wie der Trägheitsschalter 45 und in flächenparalleler Anordnung zu diesem ist ein zweites verzögerungsabhängiges rotierendes Trägheitselement oder eine Drehklinke 51 beweglich gehalten. Ein federbelasteter Vorspannstift 52 ist derart angeordnet, daß er die Drehklinke 51 in eine Ruhestellung drängt, wie in Fig. 4 dargestellt. Die rotierende Drehklinke 51 ist mit einem Absatz 53 zum Eingriff mit dem vorderen Ende der Betätigungsstange 27 des Ventils ausgebildet.

Im Betrieb wird das Werkzeug über die Einlaßverbindung 15 an einer Druckluftquelle angeschlossen und mittels eines auf der Abtriebswelle 18 angebrachten Steckschlüssels mit einer anzuziehenden Schraubverbindung verbunden. Wenn ein Anziehvorgang begonnen wird, nimmt das Ventilelement 24 die in Fig. 2a gezeigte Stellung ein, in welcher das Ventilelement 24 durch die Druckluft im hinteren Bereich der Ventilkammer 25 gegen den Kopf 26 der Betätigungsstange 27 belastet wird. In dieser Stellung wird die Druckluft der Ventilkammer 25 über den Einlaßkanal 17 und die kleinformatigen Öffnungen 33 zugeführt. Die Einlaßöffnungen 34 mit großem Querschnitt sind durch das Ventilelement 24 abgedeckt. Die Kraft auf die Rückstellfeder 28 ist kleiner als die nun auf das Ventilelement 24 wirkende Luftkraft und die resultierende Belastung auf die Betätigungsstange 27 drängt letztere axial in Richtung der Betätigungsmittel 19.

Ganz am Anfang des Anziehvorganges ist die Drehzahl Null und es sind keine Drehmomentimpulse erzeugt worden. Sowohl der Trägheitsschalter 45 zusammen mit dem Schaltelement 42 als auch die Drehklinke 51 nehmen ihre Ruhestellungen ein, wie in Fig. 2a, 4 und 5 dargestellt, d. h. die Betätigungsstange 27 ist an ihrem Ende an dem Absatz 53 an der Drehklinke 51 abgestützt. In dieser Stellung der Betätigungsstange 27 wird der Luftstrom von den Öffnungen 33 weiter begrenzt, wenn er durch die Bereiche 35a der Luftzufuhrnuten 35 mit reduziertem Querschnitt strömt, d. h. es erfolgt ein Druckabfall über das Ventilelement 24. Dieser Druckabfall erzeugt eine Kraft auf das Ventilelement 24, um letzteres in Kontakt mit dem Kopf 26 zu halten. Das Ventilelement 24 nimmt nun eine Teildurchströmungsstellung ein, d. h. die Druckluft wird dem Motor durch die kleinformatigen Öffnungen 33 über das Ventilelement 24 und die Zufuhrnuten 35a und 35 und weiter durch den Versorgungskanal 22 zugeführt.

In dieser Teildurchströmungsstellung des Ventils 24 ist die Leistungsabgabe des Motors reduziert, d. h. die Drehzahl der Abtriebswelle 18 ist während dieses anfänglichen Eindrehzustandes der Schraubverbindung, bevor der allererste Impuls erzeugt wird, relativ niedrig. Da der Drehmomentwiderstand der Schraubverbindung auf ein gewisses Niveau ansteigt, wird ein erster Impuls durch den Drehimpulsgenerator erzeugt. Die Energie dieses ersten Impulses ist jedoch infolge der niedrigen Motordrehzahl gering und der Verzögerungswert ist gerade hoch genug, um eine Verlagerung der Drehklinke 51 gegen die Vorspannkraft des federbelasteten Stiftes 52 zu bewirken. Dies führt dazu, daß der Absatz 53 vom Endbereich der Betätigungsstange 27 entfernt wird, was es letzterer erlaubt, axial in Richtung des Schaltelements 42 verlagert zu werden. Infolge des auf das Ventilelement 24 wirkenden Luftdruckes folgt letzteres der Betätigungsstange unter durchgängigem Kontakt mit dem Kopf 26 (siehe Fig. 2b).

Sobald die Betätigungsstange 27 in Kontakt mit dem Schaltelement 42 gelangt, nimmt das Ventilelement 24 seine offene Stellung ein, in welcher die Einlaßöffnungen 34 mit großem Querschnitt aufgedeckt sind. Nunmehr wird der Motor mit dem vollen Luftdruck angetrieben und beginnt zu beschleunigen, um vor den nachfolgend zu erzeugenden Impulsen eine möglichst hohe kinetische Energie zu erreichen. Jedoch startet der Motor vom Stillstand oder wenigstens von einem sehr niedrigen Drehzahlniveau, nachdem der erste Impuls abgegeben worden ist, d. h. die nachfolgende Beschleunigungsphase wird nicht länger als über einen Drehwinkel von 360º anhalten. Dies bedeutet, daß die Drehzahl an dem den nächsten Impuls erzeugenden Punkt auf ein Normalniveau beschränkt sein wird ebenso wie die abgegebene Impulsenergie.

Normalerweise wird nach einer gewissen Anzahl von an die Schraubverbindung abgegebenen Impulsen das eingerichtete Drehmoment groß genug, um eine Verzögerungsgröße zu bewirken, die in der Lage ist, den Trägheitsschalter 45 gegen die Wirkung der Federn 44 und 48 zu bewegen und dadurch das Schaltelement 42 zu verlagern. Nach wenigen weiteren Impulsen ist das Schaltelement 42 weit genug verlagert, um die Öffnung 43 in Flucht mit der Betätigungsstange 27 zu bringen. Dann ist letzere frei, sich durch die Wirkung des Luftdruckes in der Ventilkammer 25 nach vorne zu bewegen. Dies führt dazu, daß das Ventilelement 24 in seine geschlossene Stellung geschaltet wird und dadurch mit dem Sitz 37 zusammenwirkt (siehe Fig. 2c). Es versteht sich, daß das maximale Verzögerungsniveau, durch welches das Werkzeug abgeschaltet wird, höher als das Verzögerungsniveau liegt, bei welchem die Drehklinke 51 betätigt und das Ventilelement 24 von seiner teilgeöffneten Stellung in seine offene Stellung geschaltet wird.

Die niedrige anfängliche Leistungszufuhr und die resultierende niedrige Motordrehzahl während der Eindrehphase der Schraubverbindung stellt sicher, daß mehr als ein Impuls an die Verbindung abgegeben wird, bevor die Verzögerungsgröße der Betätigungsmittel groß genug ist, um die Antriebsabschaltung auszulösen. Dies garantiert, daß kein erster einzelner Impuls mit hoher Energie entsteht, durch welchen die Schraubverbindung überspannt und die Luftzufuhr abgeschaltet wird.

Wenn das beabsichtigte Drehmomentniveau in der Schraubverbindung erreicht und die Druckluftzufuhr zu dem Motor abgeschaltet wird, verharrt das Ventilelement 24 in seiner geschlossenen Stellung, solange das Drosselventil offen ist und noch Druckluft der Ventilkammer 25 zugeführt wird. Wenn das Drosselventil geschlossen und der Luftdruck in der Ventilkammer 25 nicht aufrechterhalten wird, ist die Rückstellfeder 28 in der Lage, die Betätigungsstange 27 und das Ventilelement 24 derart zurückzubewegen, daß der Endbereich der Stange 27 aus der Öffnung 43 des Schaltelements 42 gezogen und rückseitig der Drehklinke 51 angeordnet wird. Dadurch sind sowohl das Schaltelement 42 als auch die Drehklinke 51 frei, ihre in Fig. 2a, 4 und 5 dargestellten Ruhestellungen wieder einzunehmen.

Wenn es beabsichtigt ist, das Werkzeug in der umgekehrten Richtung zu betreiben, wird das Umkehrventil 21 geschaltet, um Druckluft der entgegengesetzten Seite des Motors zuzuführen. Der Luftzufuhrkanal 22 wirkt nun als Auslaßkanal von dem Motor. Zur gleichen Zeit wird der Lufteinlaßkanal 17 mit der Umgebung verbunden, d. h. es besteht kein Druck in der Ventilkammer 25, um das Ventilelement 24 in Kontakt mit dem Kopf 26 der Betätigungsstange 27 zu halten. Statt dessen schaltet der in die Ventilkammer 25 über das offene Ende 30 von letzter eindringende Druck der Abluft das Ventilelement 24 in eine Stellung nahe der Stirnwand 31 und deckt dadurch die Schlitzöffnungen 34 mit großem Querschnitt für einen uneingeschränkten Strom der Abluft durch das Einlaßventil 20 auf.


Anspruch[de]

1. Drehimpuls-Werkzeug zum Anziehen von Schraubverbindungen mit einer automatischen Antriebsabschaltung (19, 20), einem Gehäuse (10), einem hydraulischen Impulsgenerator (13) und einem pneumatischen Motor (12), dessen Rotor antreibend mit dem Impulsgenerator (13) gekoppelt ist, wobei die automatische Abschaltung (19, 20) ein Lufteinlaßventil (20), das mit dem Motor (12) in Verbindung steht und zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung schaltbar ist, und verzögerungsabhängige Betätigungsmittel (19), die gemeinsam mit dem Rotor rotierend einen Trägheitsschalter (45) besitzen, sowie ein Verbindungselement (26, 27) aufweist, das das Einlaßventil (20) mit den Betätigungsmitteln (19) koppelt und durch welches das Einlaßventil (20) aus der offenen Stellung in die geschlossene Stellung schaltbar ist, wenn es durch die Betätigungsmittel (19) ausgelöst ist, wenn ein vorbestimmtes maximales Niveau eines Verzögerungswertes in dem Rotor erreicht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil (20) während eines Anfangszustandes jedes Anzugsvorganges ferner eine Teildurchströmungsstellung für verminderte Drehzahl und Leistung des Motors einnimmt und die Betätigungsmittel (19) ein zweites Trägheitselement (51) aufweisen, mit welchem das Umschalten des Einlaßventils (20) aus der Teildurchströmungsstellung in die offene Stellung bei Verzögerungswerten in dem Rotor, die ein vorbestimmtes Schaltniveau übersteigen, bewerkstelligbar ist, wobei das maximale Niveau des Verzögerungswertes größer als das Schaltniveau des Verzögerungswertes ist.

2. Impulswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (26, 27) relativ zu dem Rotor axial beweglich und sowohl in der Teildurchströmungsstellung als auch der offenen Stellung durch die Betätigungsmittel (19) axial abgestützt ist und ein Schaltelement (42) durch den Trägheitsschalter (45) in einer Richtung quer zur Drehachse des Rotors zwischen einer das Verbindungselement (26, 27) abstützenden Stellung und einer das Verbindungselement (26, 27) lösenden Stellung verschieblich ist, wobei das zweite Trägheitselement (51) eine Abstützung für das Verbindungselement (26, 27) in der Teildurchströmungsstellung bildet und das Schaltelement (42) eine Abstützung für das Verbindungselement (26, 27) in der offenen Stellung bildet.

3. Impulswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Trägheitselement (51) und der Trägheitsschalter (45) in zwei parallelen Ebenen senkrecht zur Drehachse des Rotors verlagerbar sind, wobei das Schaltelement (42) von dem Verbindungselement (26, 27) aus gesehen hinter dem zweiten Trägheitselement (51) angeordnet ist, so daß dann, wenn die Anlage zwischen dem Verbindungselement (26, 27) und dem zweiten Trägheitselement (51) beim Erreichen des Schaltniveaus des Verzögerungswertes aufgehoben ist, das Verbindungselement (26, 27) axial bewegbar ist, um von dem Schaltelement (42) abgestützt zu werden, bis das Schaltelement (42) von dem Trägheitsschalter (45) in die gelöste Stellung verlagert wird, wenn das maximale Niveau des Verzögerungswertes erreicht ist.

4. Impulswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Trägheitselement (51) und der Trägheitsschalter (45) um eine gemeinsame Achse (46) schwenkbar verlagerbar sind, die parallel, aber versetzt zu der Drehachse des Rotors liegt.

5. Impulswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor mit seinem einen Ende mit dem Impulsgenerator und mit seinem entgegengesetzten Ende mit den Betätigungsmitteln (19) verbunden ist.

6. Impulswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil (20) ein kombiniertes Schieber-/Sitzventil ist, dass eine zylindrische Ventilkammer (25), die mit ersten Einlaßmitteln (33), zweiten Einlaßmitteln (34) und Auslaßmitteln (30) versehen ist, ein Ventilelement (24), das in der Ventilkammer (25) zwischen der Teildurchströmungsstellung, der geöffneten Stellung und der geschlossenen Stellung axial beweglich ist, und einen oder mehrere Bypass-Öffnungen (35, 35a) aufweist, die die ersten Einlaßmittel (33) mit den Auslaßmitteln (30) verbinden, wenn das Ventilelement (24) seine Teildurchströmungsstellung einnimmt, und sowohl die ersten Einlaßmittel (33) als auch die zweiten Einlaßmittel (34) mit den Auslaßmitteln (30) verbinden, wenn das Ventilelement (24) seine offene Stellung einnimmt.

7. Impulswerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Einlaßmittel (33) eine kleinere Durchströmungsfläche als die zweiten Einlaßmittel (34) besitzen und der Bypass-Kanal bzw. die Bypass-Kanäle (35, 35a) ebenso wie die Auslaßmittel (30) eine Durchströmungsfläche gleich oder größer als die gesamte Durchströmungsfläche der ersten Einlaßmittel (33) und der zweiten Einlaßmittel (34) besitzen.

8. Impulswerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (24) aus der geschlossenen Stellung in eine Stellung mit unbegrenzter, vollständigen Durchströmung frei beweglich ist, wodurch ein freier Durchtritt für eine Abluftdurchströmung bei Rückwärtsbetrieb des Motors (12) erreicht wird.







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