PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10010363C2 26.09.2002
Titel Umkodierbares Schloß mit Zuhaltungen
Anmelder Burg-Wächter KG, 58540 Meinerzhagen, DE
Vertreter Wanischeck-Bergmann und Kollegen, 50968 Köln
DE-Anmeldedatum 07.03.2000
DE-Aktenzeichen 10010363
Offenlegungstag 20.09.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.2002
IPC-Hauptklasse E05B 21/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein umkodierbares Schloss mit einem im wesentlichen flachen Schloßkasten, in dem plattenförmige Zuhaltungen und ein Riegel verschiebbar angeordnet sind, wobei die Zuhaltungen im Schlosskasten um eine Schwenkachse verschwenkbar sind, zum Verschwenken der Zuhaltungen ein Schlüssel vorgesehen ist, und die Zuhaltungen relativ zur Schwenkachse in ihrer Lage verstellbar sind. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Umkodieren eines Schlosses mit Zuhaltungen, bei dem die Zuhaltungen in einem Schlosskasten mit einem Schlüssel um ein Drehelement in eine vorbestimmte Lage gebracht werden und ein Riegel über ein mit dem Schlüssel verdrehbares Betätigungselement im Schloßkasten verschoben wird.

Schlösser der gattungsgemäßen Art sind bereits bekannt. Mittels eines Schlüssels, der einen Schlüsselbart mit unterschiedlich tiefen Einschnitten aufweist, werden dünne Platten, vorzugsweise Metallplatten, die als Zuhaltungen bezeichnet werden, um einen vorbestimmten Drehpunkt unterschiedlich stark verschwenkt. Jede der Zuhaltungen ist mit mindestens einer Aussparung versehen, in die mindestens ein Teil eines Sperrriegels eingreift. Schlösser der gattungsgemäßen Art sind mit mehreren solcher Zuhaltungen bestückt, so dass diese wie oben beschrieben mit einem entsprechenden Schlüssel derart verschwenkt werden müssen, um die Aussparungen so zueinander auszurichten, dass der Sperrriegel oder Teile des Sperrriegels in diese nun einheitliche Aussparung eingreifen kann. Um beispielsweise bei Verlust des Schlüssels ein derartiges Schloss auf einen anderen Schlüssel umzukodieren, müssen andere Zuhaltungen oder die vorhandenen in einer anderen Reihenfolge eingesetzt werden.

Eine bereits vereinfachte Lösung wird in der EP 0 663 497 A2 vorgeschlagen; hier wird ein umkodierbares Schloß beschrieben, das mehrere federgespannte Zuhaltungen aufweist, die jeweils um eine Schwenkachse herum schwenkbar sind und die an ihren von der Schwenkachse entfernt gelegenen Enden mit Öffnungen versehen sind, um darin ein Bein einer Zaunlamelle aufzunehmen, die so angebracht ist, dass sie sich quer zur Bewegungsrichtung des Schlossriegels bewegen kann.

Die Zaunlamellen sind mit einer Verzahnung versehen, die über eine federbelastete Kodiervorrichtung in ihrer Lage fixiert werden. Um eine Umkodierung vorzunehmen, wird ein Umkodierzapfen im Schlosskasten betätigt und axial nach innen gedrückt, um zu erreichen, dass bei der Verdrehung des Schlüssels, also beim Schließvorgang, die Kodiervorrichtung nicht mehr in die Verzahnung der Zaunlamellen eingreift und somit deren Fixierung aufgehoben wird.

Der Umkodierzapfen verbleibt in dieser gedrückten Position, da er über einen Zapfen gehalten wird. Nach dem Austausch des Schlüssel durch einen neuen Schlüssel, was nach einer Verdrehung von 180° möglich ist, werden die Zuhaltungen beim Schließvorgang durch die Schlüsselzähne angehoben und nehmen eine neue Position ein. Gleichzeitig werden die Zaunlamellen quer zum Riegel verschoben, da die Beine der Zaunlamellen noch mit den Zuhaltungen in Verbindung stehen. Durch die weitere Verdrehung des Schlüssels wird auch wieder der Umkodierzapfen freigegeben und gelangt selbsttätig aus seiner gedrückten Position in seine Ausgangsstellung, da dieser federbelastet ist.

Die Umkodierung erfolgt also dadurch, dass die Position der Beine, die in die Zuhaltungen eingreifen, relativ zum Riegel verändert wird. Derartige Umkodierungen sind relativ aufwendig, da eine Mehrzahl von Teilen eingesetzt werden, um die gewünschte Umkodierung zu erreichen.

Ein weiteres gattungsgemäßes Schloss ist aus der DE-PS 565 027 bekannt. Dieses vorbekannte Schloss ist umkodierbar ausgebildet und weist ein Schlossgehäuse auf, in dem ein Riegel verschiebbar geführt ist, welcher mit einem Tourenstift vesehen ist und außerdem einen schneidenartig gestalteten Haltestift für die Zuhaltungen aufweist. Der Haltestift ist Bestandteil des Riegels und demzufolge nur verschiebbar im Schloß angeordnet.

Ein weiteres Schloss ist aus der DE-OS 16 78 074 bekannt. Bei diesem Schloss mit Zuhaltungen erfolgt die Kodierung über ein Schiebeelement.

Schließlich offenbart die US 4561 269 ein Schloß mit Zuhaltungen, die zur Verstellung von einem Rastelement weggeschoben werden, bevor die Verstellung durchgeführt werden kann.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein umkodierbartes Schloss derart weiterzubilden, dass die Umkodierung einfacher zu handhaben ist und die zum Einsatz gelangenden Teile minimiert bzw. vereinfacht werden, um die Kosten zu reduzieren.

Die Lösung der Aufgabe durch die Erfindung erfolgt bei einem erfindungsgemäßen Schloss durch die Merkmale des Anspruchs 1 und bei einem erfindungsgemäßen Verfahren durch die Merkmale des Anspruchs 16.

Die Drehachse der Zuhaltungen wird durch eine Nase an einem Drehelement gebildet, das von außerhalb des Schlosskastens zugänglich und verdrehbar ist

Das Drehelement ist formschlüssig mit einem Verriegelungselement verbunden, das mit einer Kulisse ausgestattet ist, die von einem Führungselement, das mit dem Riegel verbunden ist, beaufschlagt ist.

Es ist vorgesehen, dass die Nase die Zuhaltungen in ihrer Drehpunktlage fixiert. Die Form der Nase ist so ausgeführt, dass sie in die entsprechenden Auskerbungen der Zuhaltungen eingreift.

Vorzugsweise sind die Auskerbungen in den Zuhaltungen als Zahnreihe ausgeführt. Vorteilhafterweise kann das Drehelement mit einem handelsüblichen Schraubendreher verschwenkt werden. Es ist aber auch eine Ausführung denkbar, bei der das Drehelement mit einem handelsüblichen Sechskantschlüssel verschwenkt wird.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Verriegelungselement zu; dieses ist mit einer Kulisse ausgestattet, in die ein Führungselement, das mit dem Riegel fest verbunden ist, eingreift. Die Kulisse ist so ausgeführt, dass ein Verschwenken nur in einer vorbestimmten Stellung des Riegels möglich ist.

Als eine weitere Fortbildung sind Mittel zur Führung des Schlüssels vorgesehen, die beispielsweise als Dorn und/oder als Betätigungselement ausgeführt sind, wobei der Dorn in die Spitze des Schlüssels eingreift und das Betätigungselement mit dem Schlüssel in Wirkverbindung steht. Durch das Betätigungselement wird der Riegel über einen Mitnehmer verschoben.

Um ein Verhaken zu verhindern, sind die Zuhaltungen fortbildungsgemäß mit Sicken ausgeführt, die bei benachbarten Zuhaltungen unterschiedlich ausgeführt sind. Hierdurch wird erreicht, dass die Zuhaltungen nicht flächig aufeinander liegen, sondern in jeder ihrer Schwenkstellung beabstandet sind. Auf eine aufwendige Entgratung kann somit verzichtet werden.

Weiterhin sind die Zuhaltungen, bedingt durch ihre Formgestaltung, in jeder ihrer Schwenkstellung mit gleicher Federkraft belastet. Gleiches gilt auch bei einer definierten Auslenkung. D. h., wenn beispielsweise die Zuhaltungen, die durch ihre Einstellung in ihrer Nullstellung unterschiedliche Lagen relativ zum Schlosskasten einnehmen, durch Betätigung in die Drehrichtung ausgelenkt werden, wird jede der Zuhaltungen nach einer gleich großen Auslenkung um einen Winkel β mit gleich großer Federkraft beansprucht; eine Endlagenbestimmung der Zuhaltungen über ihre Rückstellkraft durch die Feder ist somit ausgeschlossen. Dies gilt unabhängig davon, welche Einstellposition der Zuhaltung bei der Codierung zugeordnet wurde.

Bei einer wie oben beschriebenen relativ zum Schlosskasten unterschiedlichen Lage der Zuhaltungen in ihrer Nullstellung ist es konstruktionsbedingt ausgeschlossen, dass alle Zuhaltungen am Riegel anliegen. Dies ist auch kinematisch zu begründen, da keine Kurve über alle Einstellpositionen der Zuhaltungen einen gleichbleibenden Abstand zum Riegel bildet. Es ist zwar möglich, iterativ eine Näherungskurve aufzustellen und somit die Abstandsdifferenz zu minimieren, es verbleibt aber immer eine Differenz. Deshalb ist vorgesehen, ein Elastikelement, beispielsweise ein Elastomerprofil, einzusetzen, damit die Zuhaltungen in ihrer Längsrichtung - bezogen auf die Bewegungsrichtung des Riegels - geringfügig verschiebbar sind. Es wird somit sichergestellt, dass bei einer von außen einwirkenden Verschiebekraft auf den Riegel die Zuhaltungen, die als erstes mit dem Riegel zur Anlage kommen, soweit ausweichen können, bis der Längenunterschied aufgefangen ist und alle Zuhaltungen am Riegel zur Anlage kommen. Ein Aufsperrversuch, bei dem eben durch besagtes Drücken des Riegels gegen die Zuhaltungen mittels eines Drahtes versucht wird, jede einzelne Zuhaltung in ihre Aufsperrstellung zu verschwenken, wird somit wirkungsvoll unterbunden, da nicht nur eine Zuhaltung am Riegel anliegt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Umkodieren eines Schlosses mit federbelasteten Zuhaltungen, weist folgende Schritte auf:

  • a) Verdrehen des Schlüssels von der Nullstellung in eine Rechtsstellung, wobei die Zuhaltungen um das Drehelement verschwenkt werden und beinartige Vorsprünge des Riegels in Aussparungen der Zuhaltungen eingreifen,
  • b) Verschwenken des Drehelementes um einen Winkel (a), wobei eine am Drehelement angeordnete Nase aus einer Verzahnung der Zuhaltungen außer Eingriff gebracht wird und das Drehelement mit einem Verriegelungselement verbunden ist, das über eine Kulisse mit dem Riegel in Verbindung steht und das Verschwenken des Drehelementes nur ermöglicht, wenn der Riegel das Verriegelungselement freigibt,
  • c) weiteres Verdrehen des Schlüssels bei unveränderter Drehrichtung von der Rechtsstellung in eine weitere Position, die der Nullstellung entspricht
  • d) Abziehen des ersten Schlüssels,
  • e) Einstecken eines zweiten Schlüssels, wobei dieser sich in der Bartausführung vom ersten Schlüssel unterscheidet,
  • f) Verdrehen des zweiten Schlüssels von der weiteren Stellung in die Raststellung, wobei die Zuhaltungen relativ zum Drehelement verschoben werden,
  • g) Verschwenken des Drehelementes in seine Ausgangsposition, um die Nase des Drehelementes mit der Verzahnung in Eingriff zu bringen.

Die Lage des Drehpunktes einer jeden Zuhaltung wird somit geändert, wodurch eine Umkodierung, passend zum neuen Schlüssel, erreicht wird.

In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.

Fig. 1 zeigt schematisch eine perspektivische Darstellung eines Schloßes, in Fig. 2 ist eine verriegelte Stellung des Schloßes ohne Schloßkasten dargestellt,

Fig. 3 zeigt das Schloß während eines Verfahresschrittes zum Umkodieren, und in

Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch das Schloß dargestellt,

Fig. 5 verdeutlicht die drei Schlüsselstellungen

In Fig. 1 ist in perspektivischer Darstellung schematisch ein Schloss dargestellt, das einen Schlosskasten 1 mit eingestecktem Schlüssel 6 zeigt. Teilbereiche des Schlosskastens 1 sind ausgebrochen dargestellt, um Zuhaltungen 3 einzusehen, die über Federn 4 immer gegen ein Betätigungselement 5 drücken. Ein Riegel 2 ist im Schlosskasten 1 geführt und kann nur in seiner Längsachse bewegt werden, wenn die Zuhaltungen 3 über einen Schlüssel 6 in eine vorbestimmte Lage gebracht werden. Weiterhin ist in Fig. 1 eine Schwenkachse 8 für die Zuhaltungen 3 zu sehen, die mit einem Verriegelungselement 7 verbunden ist.

Fig. 2 zeigt beispielhaft eine Zuhaltung 3 mit einem Teilbereich des Riegels 2 in seiner Geschlossenstellung. In dieser Position ist der Schlüssel 6 abziehbar. Ein Drehelement 11 mit einer angebrachten Nase 9, um die die Zuhaltungen 3 verschwenken, ist in seiner Ausgangsstellung mit einem Zahn einer Zahnreihe 10 im Eingriff. In dieser Stellung des Riegels 2 wird das Verschwenken des Drehelementes 11 verhindert, da durch ein nicht dargestelltes Führungselement, das mit dem ebenfalls in Fig. 2 nicht dargestellten Verriegelungsselement 7 in Verbindung steht, dies verhindert wird.

Die Situation nach dem Verfahrensschritt b bzw. vor dem Verfahrensschritt g ist in Fig. 3 dargestellt.

Das Betätigungselement 5 und der Schlüssel 6 sind von einer Nullstellung a in eine erste Raststellung b verdreht worden und somit die Zuhaltungen 3 in Abhängigkeit der korrespondierenden Höhe des Schlüsselbartes um einen entsprechenden Winkel um die Drehachse 8 verschwenkt worden. Beinartige Vorsprünge 12 des Riegels 2 greifen in Aussparungen 13 der Zuhaltungen 3 ein. In dieser Position wird es ermöglicht, daß das Drehelement 11 um einen vorgegebenen Winkel a verschwenkt werden kann, wobei die Nase 9, die sich an dem Drehelement 11 befindet, aus der Verzahnung 10 der Zuhaltungen 3 außer Eingriff gebracht wird. Die Betätigung des Drehelementes 11 ist von außerhalb des Schloßkastens 1 möglich. In dieser Position des Riegels 2 wird das Verschwenken des Drehelementes 11 ermöglicht, da über die Ausgestaltung einer Kulisse das Verriegelungselement 7 freigegeben wird (nicht dargestellt).

Nach dem Verschwenken des Drehelementes 11 ist ein weiteres Verdrehen des Schlüssels 6 und des Betätigungselement 5 von der Raststellung b in eine weitere Stellung c möglich, die der Nullstellung a entspricht, der Schlüssel 6 ist somit um 360 Grad verdreht worden und kann jetzt durch einen zweiten Schlüssel ausgetauscht werden, wobei dieser sich in der Bartausführung zum ersten Schlüssel 6 unterscheidet. Bedingt durch die Kulisse im Verriegelungselement 7 in Verbindung mit dem über den Riegel 2 verbundenem Betätigungselement 5 wird ein ungewolltes Zurückdrehen des Schlüssels 6 über die Position b hinaus verhindert. Eine unkontrollierte Verstellung der Zuhaltungen 3 ist somit ausgeschlossen.

Der neue Schlüssel wird nun von der weiteren Stellung c in die Raststellung b gebracht, wobei die Zuhaltungen 3 relativ zum Drehelement 11 um dem Winkel a in seine Ausgangsposition zu verschwenken, um die Nase 9 des Drehelementes 11 mit der Verzahnung 10 in Eingriff zu bringen, bevor ein weiteres Verdrehen des Schlüssels möglich ist. Die Drehachse 8 einer jeden Zuhaltung 3 ist somit verändert und auf den neuen Schlüssel umkodiert worden.

Das Zusammenspiel der einzelnen Teile wird nochmals in der Fig. 4 verdeutlicht. Schlüssel 6 und Betätigungselment 5 liegen auf einer gemeinsamen Drehachse.

Über einen Mitnehmer 16 wird der Riegel 2 verschoben. Ein Führungselement 17 am Riegel 2 ist in einer Kulisse des Verriegelungselementes 7 im Eingriff. Das Verriegelungselement 7 ist formschlüssig mit dem Drehelement 11 verbunden, an dem sich eine Nase 9 befindet, die in die Verzahnung 10 der Zuhaltungen 3 eingreift. Die Zuhaltungen 3 sind um diese Nase 9 verschwenkbar, die Anklagekante der Nase 9 bildet somit die Drehachse 8 der Zuhaltungen 3. Das Drehelement 11 wird ebenfalls im Schloßkasten 1 geführt und ist von außen zugänglich.

Fig. 5 verdeutlicht nochmals die einzelnen Stellungen a-c. Fig. 5a zeigt die Nullstellung a. Die Raststellung b wird in Fig. 5b gezeigt, diese wird nach einer vorbestimmten Verdrehung des Schlüssels 6 und des Betätigungselementes 5 erreicht. Die weitere Stellung c ist in Fig. 5c gezeigt, diese entspricht wieder der Nullstellung a gemäß Fig. 5a. Zum einfacheren Auffinden der einzelnen Stellungen können Rastungen über eine federbelastete Kugel vorgesehen werden oder außerhalb des Schlosses eine Markierung angebracht werden.

Mit dem erfindungsgemäßen Schloss ist es möglich, bei einfacher Ausgestaltung ein Umkodieren von einem auf einen anderen Schlüssel vorzunehmen. Bezugszeichenliste 1 Schlosskasten

2 Riegel

3 Zuhaltung

4 Feder

5 Betätigungselement

6 Schlüssel

7 Verriegelungselement

8 Schwenkachse

9 Nase

10 Auskerbungen

11 Drehelement

12 Beinartige Vorsprünge

13 Aussparung

14 Elastikelement

15 Dorn

16 Mitnehmer

17 Führungselement


Anspruch[de]
  1. 1. Umkodierbares Schloss mit einem im wesentlichen flachen Schlosskasten (1), in dem plattenförmige Zuhaltungen (3) und ein Riegel (2) verschiebbar angeordnet sind, wobei

    die Zuhaltungen (3) im Schlosskasten (1) um eine Schwenkachse (8) verschwenkbar sind,

    zum Verschwenken der Zuhaltungen (3) ein Schlüssel (6) vorgesehen ist und

    die Zuhaltungen (3) relativ zur Schwenkachse (8) in ihrer Lage verstellbar sind

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Schwenkachse (8) an einem Drehelement (11) im Schlosskasten (1) ausgebildet ist, welches Drehelement (11) zur Codierung um einen vorgegebenen Winkel (α) im Schlosskasten (11) verdrehbar ist.
  2. 2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (8) für die Zuhaltungen (3) als eine Nase (9) am Drehelement (11) ausgebildet ist.
  3. 3. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (11) von außerhalb des Schlosskastens (1) verdrehbar ist.
  4. 4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (11) mit einem Verriegelungselement (7), vorzugsweise formschlüssig, verbunden ist.
  5. 5. Schloss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (7) mit einer Kulisse ausgestattet ist, die von einem Führungselement (17), das mit dem Riegel (2) verbunden ist, beaufschlagt ist.
  6. 6. Schloss nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (9) die Zuhaltungen (3) in ihrer Drehpunktslage fixiert.
  7. 7. Schloss nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (9) so ausgebildet ist, dass sie der Form einer Auskerbung angepasst ist.
  8. 8. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskerbung der Zuhaltung (3) als Zahn einer Zahnreihe (10) ausgebildet ist.
  9. 9. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Führung des Schlüssels (6) Mittel vorgesehen sind.
  10. 10. Schloss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Führung des Schlüssels ein Dorn und/oder ein Betätigungselement (5) sind.
  11. 11. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhaltungen (3) mit Sicken ausgeführt sind.
  12. 12. Schloss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicken benachbarter Zuhaltungen (3) unterschiedlich ausgeführt sind.
  13. 13. Schloss nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhaltungen (3) durch die Sicken in jeder Schwenkstellung beabstandet sind.
  14. 14. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhaltungen (3) durch Federn (4) beaufschlagt sind.
  15. 15. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuhaltungen (3) durch ein Elastikelement (14) beaufschlagt sind, so dass diese quer zu ihrer Schwenkrichtung verschiebbar sind.
  16. 16. Verfahren zum Umkodieren eines Schlosses mit Zuhaltungen (3), bei dem die Zuhaltungen (3) in einem Schlosskasten (1) mit einem Schlüssel (6) um ein Drehelement (11) in eine vorbestimmte Lage gebracht werden und ein Riegel (2) über ein mit dem Schlüssel (6) verdrehbares Betätigungselement (5) im Schlosskasten (1) verschoben wird, mit folgenden Verfahrensschritten:
    1. a) Verdrehen des Schlüssels von einer Nullstellung (a) in eine Raststellung (b), wobei die Zuhaltungen (3) um das Drehelement (11) verschwenkt werden und beinartige Vorsprünge des Riegels (2) in Aussparungen (13) der Zuhaltungen (3) eingreifen;
    2. b) Verschwenken des Drehelementes (11) um einen Winkel (α), wobei eine am Drehelement (11) angeordnete Nase (9) aus einer Verzahnung (10) der Zuhaltungen (3) außer Eingriff gebracht wird und das Drehelement (11) mit einem Verriegelungselement (7) verbunden ist, das über eine Kulisse mit dem Riegel (2) in Verbindung steht und das Verschwenken des Drehelementes (11) nur ermöglicht, wenn der Riegel (2) das Verriegelungselement (7) freigibt,
    3. c) weiteres Verdrehen des Schlüssels (6) bei unveränderter Drehrichtung von der Raststellung (b) in eine weitere Stellung (c), die der Nullstellung (a) entspricht;
    4. d) Abziehen des ersten Schlüssels (6),
    5. e) Einstecken eines zweiten Schlüssels, wobei dieser sich in der Bartausführung vom ersten Schlüssel (6) unterscheidet,
    6. f) Verdrehen des zweiten Schlüssels von der weiteren Stellung (c) in die Raststellung (b), wobei die Zuhaltungen (3) relativ zum Drehelement (11) verschoben werden,
    7. g) Verschwenken des Drehelementes (11) in seine Ausgangsposition, um die Nase (9) des Drehelementes (11) mit der Verzahnung (10) in Eingriff zu bringen.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com