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Dokumentenidentifikation DE10107809A1 26.09.2002
Titel Kettenwirkmaschine
Anmelder Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, 63179 Obertshausen, DE
Erfinder Weiland, Jakob, 63110 Rodgau, DE
Vertreter U. Knoblauch und Kollegen, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 20.02.2001
DE-Aktenzeichen 10107809
Offenlegungstag 26.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.2002
IPC-Hauptklasse D04B 23/02
IPC-Nebenklasse D04B 27/10   
Zusammenfassung Eine Kettenwirkmaschine besitzt mehrere Barren, zu denen eine Wirknadeln (3) tragende Nadelbarre (4) und mindestens zwei an einem gemeinsamen Träger (12) angebrachte, Legenadeln (7) tragende Legebarren (8, 9) gehören. Es gibt Antriebsvorrichtungen, die die Barren (4, 5, 6, 8, 9) auf vorgegebenen Bahnen führen, und Kettbäume (18, 19), von denen den Legebarren (8, 9) Fäden (20, 21) als Fadenschar zugeführt werden. Der Träger (14) der Legebarren (8, 9) ist durch eine eine Linearführung (13) aufweisende Antriebsvorrichtung (16) quer zur Bewegungsbahn der Nadelbarre (4) bewegbar. Auf diese Weise wird eine Hin- und Herbewegung der Fäden in den Löchern der Legenadeln klein gehalten. Die Fadenspannungsschwankungen sind gering.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kettenwirkmaschine mit mehreren Barren, zu denen eine Wirknadeln tragende Nadelbarre und mindestens zwei an einem gemeinsamen Träger angebrachte, Legenadeln tragende Legebarren gehören, mit Antriebsvorrichtungen, die die Barren auf vorgegebenen Bahnen führen, und mit Kettbäumen, von denen den Legebarren Fäden als Fadenschar zugeführt werden.

Bei einer bekannten Kettenwirkmaschine dieser Art (US PS 2 540 128) ist ein fünf Legebarren haltender Träger um eine oberhalb davon angeordnete Achse schwenkbar. Durch diese Schwenkbewegung ändert sich der Abstand zwischen Kettbaum und Legenadeln mit der Folge, daß die Fäden in den Löchern der Legenadeln hin und her bewegt werden, was zu Wärmeentwicklung und Verschleiß führt. Außerdem ergibt sich eine erheblich schwankende Fadenspannung. Die Schwenkbewegung des Trägers führt auch zu einer Änderung der Winkellage der Legebarren mit der Folge, daß die zugeführten Fäden ständig oder zeitweilig an den Legebarren umgelenkt oder geführt werden, was wiederum zu einer Beeinträchtigung der Fäden und einer schwankenden Fadenspannung führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kettenwirkmaschine der Eingangs beschriebenen Art anzugeben, die bessere Betriebseigenschaften hat.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Träger der Legebarren durch eine eine Linearführung aufweisende Antriebsvorrichtung quer zur Bewegungsbahn der Nadelbarre bewegbar ist.

Dadurch daß sich der Träger auf einer geraden Linie bewegt, werden auch die Legenadeln gradlinig versetzt. Die Versatzrichtung kann so gewählt werden, daß der Abstand zwischen Kettbaum und Legenadel ganz oder weitgehends konstant bleibt. Demzufolge ergibt sich gar keine oder nur eine sehr kleine Hin- und Herbewegung der Fäden in den Löchern der Legenadeln. Hierdurch wird Wärmeentwicklung und Verschleiß an den Lochnadeln ganz erheblich herabgesetzt. Die Schwankungen der Fadenspannung werden erheblich reduziert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die oben angeordnete Schwenkachse für den Träger der Legebarren und damit das zugehörige Antriebsgestänge, das aus langen und damit schwingungsempfindlichen Abschnitten besteht, entfällt. Denn die Linearführung läßt sich hinter dem Träger anordnen und daher mit kurzen Lenkern von der unten befindlichen Hauptwelle aus antreiben.

Eine weitere Eigenschaft besteht darin, daß die Winkellage der Legebarren bei der Hin- und Herbewegung des Trägers beibehalten wird. Daher ist es mit Vorteil möglich, daß die Legebarren so ausgerichtet sind, daß die Fadenscharen den Legenadeln ohne Zwischenumlenkung den Legebarren zugeführt werden. Infolgedessen ist die Fadenbelastung reduziert.

Günstig ist es, daß den Kettbäumen flexible Umlenkvorrichtungen nachgeschaltet sind. Derartige Umlenkvorrichtungen sind allgemein üblich. Da erfindungsgemäß nur geringe Fadenspannungsschwankungen ausgeglichen werden müssen, können sensiblere Federelemente gewählt werden, die sich auf die Gesamtfadenspannung positiv auswirken.

Empfehlenswert ist es, daß die zugeführten Fäden von den flexiblen Umlenkvorrichtungen direkt zu den Legenadeln verlaufen. Auf diese Weise entfällt jeder zusätzliche Reibungseinfluß. Die im Wirkarbeitsbereich auftretenden Fadenspannungsschwankungen können sehr wirksam ausgeglichen werden.

Von Vorteil ist es auch, daß die Nadelbarre gegenläufig zu den Legebarren bewegbar ist. Hierdurch läßt sich die Linearbewegung der Legebarren verkürzen und damit der Abstand zwischen Kettbaum und Legenadel noch besser konstant halten.

Eine konstruktiv elegante Lösung besteht darin, daß die Linearführung mehrere parallel angeordnete Führungsschlitten aufweist, die auf einer am Maschinengestell befestigten Traverse angeordnet und durch eine als Kurbeltrieb ausgebildete Antriebsvorrichtung vor und zurück antreibbar sind. Dies führt zu einer Kettenwirkmaschine mit geringer Bauhöhe und entsprechend gedrungener Bauform. Selbstverständlich kann die Antriebsvorrichtung auch anders ausgestaltet sein, beispielsweise als Linearmotor.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Kettenwirkmaschine mit in vorderer Position befindlichen Legebarren und

Fig. 2 die gleiche Darstellung mit in hinterer Postion befindlichem Legebarren.

Die veranschaulichte Kettenwirkmaschine 1 besitzt einen Wirkarbeitsbereich 2, der Wirknadeln 3, die an einer Nadelbarre 4 angebracht sind, Schiebernadeln, die an einer Schieberbarre 5 angebracht sind, Platinen, die an einer Platinenbarre 6 angebracht sind, und Lege- oder Lochnadeln 7, die an Legebarren 8 und 9 angebracht sind, aufweist.

Ein Stößel 10, der von der nicht veranschaulichten Hauptwelle mittels eines Kurbeltriebs verstellt wird, dient als Antriebsvorrichtung für die Nadelbarre 4. Ein Stößel 11, der von der nicht veranschaulichten Hauptwelle über einen Kurbeltrieb verstellt wird, dient als Antriebsvorrichtung für die Platinenbarre 6. Ähnliches gilt für die Schieberbarre 5.

Die beiden Legebarren 8 und 9 sind an einem gemeinsamen Träger 12 angebracht, der durch eine Linearführung 13 geradlinig hin und her bewegt werden kann. Die Bewegungsrichtung ist annähernd senkrecht zur Bewegungsrichtung der Wirknadelbarre 4. Die Linearführung weist Führungsschlitten 14 auf, die mittels eines Stößels 15von einer Antriebsvorrichtung 16 in Form eines Exzenter- oder Kurbeltriebs, der ebenfalls mit der Hauptwelle verbunden sein kann, hin und her bewegbar ist. Mehrere dieser Führungsschlitten 14 sind parallel zueinander auf einer Traverse 17 angeordnet, die sich über die gesamte Breite des Maschinengestells M erstreckt und auf den Seitenwänden beziehungsweise Zwischenwänden abgestützt ist.

Zwei Kettbäume 18 und 19 dienen der Fadenzufuhr zu den Legenadeln 7. Die jeweiligen Fäden 20 und 21 werden über flexible Umlenkvorrichtungen 22 und 23 direkt zu den Legenadeln 7 geführt. Die Umlenkvorrichtungen 22 und 23 sind an einem maschinenfesten Träger 24 beziehungsweise 25 angebracht und bestehen aus Biegefedern 26, die am äußeren Ende durch einen Umlenkstab 27 verbunden sind. Die Winkellage der Legebarren 8 und 9 ist so gewählt, daß die Fäden 20 und 21 von dem Umlenkstab 27 ohne jede weitere Zwischenumlenkung zu den Legenadeln 7 verlaufen. Diese Zuführungsart ist sowohl in der vorderen Position der Legebarren (Fig. 1) als auch in der hinteren Position der Legebarren (Fig. 2) gegeben. Außerdem ist durch die Winkellage der Legebarren 8 und 9 vorgegeben, daß sich die Fadenlänge zwischen Kettbaum 18 beziehungsweise 19 und Legenadel 7 bei der Linearverschiebung des Trägers 12 nicht oder nur geringfügig verändert. Dadurch besteht keine Gefahr, daß die Fäden in den Löchern der Legenadeln während des Betriebs hin und her bewegt werden. Dies ergibt eine geringe Reibung und eine geringe Fadenspannungsschwankung, die leicht von der flexiblen Umlenkvorrichtung 22, 23 ausgeglichen werden kann. Insbesondere kann das Fadenspannungsniveau niedrig gehalten werden.

Die Zahl der Legebarren kann natürlich größer als zwei sein und insbesondere vier bis fünf betragen. Der Hub, den die Linearführung 13 dem Träger 12 verleiht, hängt von der Zahl der Legebarren ab.

Die Nadelbarre 4 kann, was nicht veranschaulicht ist, gegenläufig zu den Legebarren 8 und 9 bewegt werden. Hierdurch läßt sich der erforderliche Hub der Legebarren 8 und 9 noch weiter herabsetzten, beziehungsweise eine größere Zahl von Legebarren verwenden.

Fig. 2 unterschiedet sich von Fig. 1 lediglich dadurch, daß der Kurbeltrieb 16 eine andere Stellung hat, in der der Führungsschlitten 14 zurückgezogen ist, so daß sich die Legenadeln 7 hinter den Wirknadeln 3 befinden. Dies steht im Gegensatz zu Fig. 1, wo sich die Legenadeln 7 vor den Wirknadeln 3 befinden.


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenwirkmaschine mit mehreren Barren, zu denen eine Wirknadeln tragende Nadelbarre und mindestens zwei an einem gemeinsamen Träger angebrachte, Legenadeln tragende Legebarren gehören, mit Antriebsvorrichtungen, die die Barren auf vorgegebenen Bahnen führen, und mit Kettbäumen, von denen den Legebarren Fäden als Fadenschar zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (14) der Legebarren (8, 9) durch eine eine Linearführung (13) aufweisende Antriebsvorrichtung (16) quer zur Bewegungsbahn der Nadelbarre (4) bewegbar ist.
  2. 2. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Legebarren (8, 9) so ausgerichtet sind, daß die Fadenscharen den Legenadeln (7) ohne Zwischenumlenkung den Legebarren (8, 9) zugeführt werden.
  3. 3. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß den Kettbäumen (18, 19) flexible Umlenkvorrichtungen (22, 23) nachgeschaltet sind.
  4. 4. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zugeführten Fäden (20, 21) von den flexiblen Umlenkvorrichtungen (22, 23) direkt zu den Legenadeln (7) verlaufen.
  5. 5. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelbarre (4) gegenläufig zu den Legebarren (8, 9) bewegbar ist.
  6. 6. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearführung (13) mehrere parallel angeordnete Führungsschlitten (14) aufweist, die auf einer am Maschinengestell (18) befestigten Traverse (17) angeordnet und durch eine als Kurbeltrieb ausgebildete Antriebsvorrichtung (16) vor und zurück antreibbar sind.






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