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Dokumentenidentifikation DE10161024A1 17.10.2002
Titel Trapezlamellenbalken
Anmelder Fries, Petra, 57319 Bad Berleburg, DE
Erfinder Riha, Vaclav, Strakonice, CZ
DE-Anmeldedatum 12.12.2001
DE-Aktenzeichen 10161024
Offenlegungstag 17.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.10.2002
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
Zusammenfassung Holzbalken aus keilgezinkten Trapezlamellensträngen.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die DE 28 49 757 A1 beschreibt ein Verfahren zur Tafelherstellung aus verleimten Paketen, von denen die Tafeln parallel und auch quer zur Längsfaserrichtung abgesägt werden. Eine Lösung für kernbereichsfreie Lamellen und die Qualitätssicherung der Lamellenlängen (Fehlerauskappung und Keilzinkung) wird nicht aufgezeigt.

Die WO 89/04747 beschreibt Rundholz-Radialschnitte mit wiederholtem Bezug auf den Mittelpunkt der Rundholzgeometrie und daraus ableitend die entsprechenden Einzelstückformierungen. Dieses System ist nur bei gleichmäßig runden Holzabschnitten mit genau zentrisch liegendem, kleinen Kernbereich gesunden Holzes praktikabel.

Die DE 692 26 540 T2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von gleichwinkligen, gleichseitigen Dreiecken, wobei durch die Integration von parallelen Holzteilen/Platten für die innen liegenden Dreieckspitzen ein entsprechender Abstand zum Kernbereich erzielt wird. Mit diesem Verfahren werden beliebige Paketquerschnitte zum beliebigen Aufschneiden gebildet; für die Herstellung von langen Balken ist dieses Verfahren nicht geeignet.

Die DE 196 13 237 C2 beschreibt den Beginn der Verfahrensweisen mit der Formierung des Rundholzes zu einem Oktogon, um danach die rechtwinkligen Dreieckslamellen zu erstellen. Eine Lösung für die Anlegung eines Oktogons an ovalen und krummen Abschnitten und für kernbereichsfreie Lamellen bei optimaler Ausbeute, sowie für sinnvolle Erreichung der Balkenhöhen, wird nicht aufgezeigt.

Die DE 101 35 123 A1 zeigt zwar Lösungen zur optimalen Ausbeute und zur Qualitätssicherung und auch für die Verpressung zur Erreichung der von einem Teppich abzusägenden Balkenhöhen. Mit den Methoden der DE 101 35 123 A1 aber ist es nicht möglich, starke Rundhölzer optimal zu nutzen. Es ist zur Qualitätssicherung zwingend notwendig, die Spitzen der Dreieckslamellen eindeutig kernbereichsfrei zu gestalten; daraus ergibt sich, dass die Sternschnitt- bzw. Halbierungsmethoden sich nicht an dem Zentrum des Rundholzes orientieren dürfen, sondern auf die Lage des Kernbereichs Bezug genommen werden muss. Dies sieht zwar die DE 10 13 5123 A1 im wesentlichen vor, es wird aber keine Lösung aufgezeigt, wie die großen Lamellenbreiten aus großen Rundholzdurchmessern zu vermeiden sind. Ein Rundholzzopfdurchmesser von z. B. 50 cm würde bei einem Kernbereichsversatz von 60 mm zu einer Lamellenbreite von über 280 mm führen; und für solche Lamellenbreiten gibt es keinen Markt, und die Lamellenbreitenhalbierung - oder die B Halbierung bereits verpreßter Balken - würde bei der innerbetrieblichen Logistik multikomplexe Vorgänge auslösen.

Die DE 10 15 4269 A1 beschreibt Lösungen zur Vermeidung von kernbereichbelasteten Lamellenspitzen, und das dabei einbezogene Herausschneiden eines Rundholzmittelstückes trägt auch dazu bei, dass im Starkholzbereich breite Lamellenbreiten für große, nicht nachgefragte Balkenbreiten vermieden werden. Allerdings führt die dabei beschriebene Aufteilung der kreisabschnittförmigen Halbhölzer (oder auch das nochmalige Setzen eines Mittelstückes im mittleren Bereich der Halbhölzer) zu einem extremen Symmetrieverlust der Radial- und Tangentialstrukturen im Verhältnis zur Lamellengeometrie.

Alle Systeme, bei denen die gesamte Rundholzfläche zu Dreieckstücken aufgesägt und in Symmetrie aufgeteilt wird, bringen zwar in einer Zeichenfigur eine hohe Ausbeute, sie sind aber letztendlich wegen der unterschiedlichsten Rundholzformen und unterschiedlichsten Kernbereichszonen nicht praktikabel.

Erfindung

Vorausgesetzt wird immer, dass die Dreieckslamellen (4) kernbereichsfrei sind, und dies beim Einschnitt des Rundholzes (1) auch durch das Herausschneiden von Mittelstücken (2) erreicht wird. (Diese Methode ist - siehe Fig. 1 - nicht Bestandteil der Patentansprüche.)

Bei dem erfindungsgemäßen System orientieren sich die Lamellenformierungen und -placierungen nicht mehr in Symmetrie eines gemeinsamen Schnittpunktes (5) bzw. nicht mehr an der Spitze eines Segmentes (3).

Die Praxis bzw. der Markt fordert im wesentlichen Lamellen für sieben verschiedene Balkenbreiten (B), wobei sich ca. 75% aller Balken auf nur 3 Breiten beziehen. Bei Rundholzdurchmessern von z. B. 30 bis 50 cm ∅ ist es bei symmetrischer Dreieckslamellenplacierung in keiner Weise und nicht einmal annähernd möglich, die Lamellengrößen für die Balken-Schwerpunktbreiten bereitzustellen.

Die erfindungsgemäßen asymmetrischen Placierungen ermöglichen bei allen Rundholzdurchmessern - ohne Ausbeuteverluste - innerhalb eines Rundholzes eine Vielzahl langer und kurzer Mittelsenkrechtlängen (8), und somit eine Anpassung an die tatsächlich benötigten Balkenbreiten (B).

Die erfindungsgemäße asymmetrische Lamellenplacierung bietet auch die Möglichkeiten, die Radial- und Tangentialstrukturen (9) im wesentlichen auf den Kernbereich (10) auszurichten.

Beschreibungen zu den Figuren

Fig. 1 zeigt Rundhölzer (1) und verschiedene Aufteilungen mit Mittelstücken (2) zu Segmenten (3) und deren Nutzungen in symmetrischer Weise mit einem gemeinsamen Schnittpunkt (5).

Fig. 2 zeigt verschiedene asymmetrische Aufteilungen mit unterschiedlichsten Mittelsenkrechtlängen (8) und ohne gemeinsamen Schnittpunkt (5).

Fig. 3 zeigt einen fertigen Trapezlamellenbalken (11) mit der Balkenbreite B und Strichsymbolik für weitere Balkenbreiten.


Anspruch[de]
  1. 1. Trapezlamellenformen und Verfahren dazu, bzw. Verfahren zur Herstellung von Trapezlamellenbalken (11), wofür aus den Rundhölzern (1) kernbereichsbezogene Parallelstücke (2) herausgesägt und die kreisabschnittförmigen Halbhölzer (3) - oder die daraus erzeugten Segmente (3) - in eine Vielzahl von Dreieckslamellen (4) bzw. Trapezlamellen (4) aufgeteilt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichschenkligen Dreieckslamellen (4) asymmetrisch placiert sind und keinen gemeinsamen Schnittpunkt (5) aufweisen.
  2. 2. Form und Verfahren nach 1, dadurch gekennzeichnet, dass die große Parallelseite (6) immer in unmittelbarer Nähe der Rundholzmantelfläche (7) placiert ist, und von da aus die Trapezlamellenmittelsenkrechte (8) zur Balkenbreite (B) angelegt wird.
  3. 3. Form und Verfahren nach 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass Trapezlamellen (4) mit verschiedenen Mittelsenkrechtlängen (8) innerhalb eines Segmentes (3) placiert werden.
  4. 4. Form und Verfahren nach 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radial- und Tangentialstrukturen (9) auf den Kernbereich (10) ausgerichtet sind.






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