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Dokumentenidentifikation EP0754805 17.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0754805
Titel Baugrubenverbau, Verfahren zu seiner Herstellung sowie Baustoffgemenge dafür
Anmelder Dyckerhoff AG, 65203 Wiesbaden, DE
Erfinder Schneider, Günter, 65375 Oestrich, DE;
Kühner, Ulrich, 64625 Bensheim, DE
DE-Aktenzeichen 59609641
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 10.06.1996
EP-Aktenzeichen 961092681
EP-Offenlegungsdatum 22.01.1997
EP date of grant 11.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.10.2002
IPC-Hauptklasse E02D 5/18
IPC-Nebenklasse C04B 28/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Baugrubenverbau zur Baugrubensicherung im Grundwasserbereich und oberhalb des Grundwasserspiegels sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung und ein Baustoffgemenge dafür.

Derzeit sind - neben anderen Techniken, z.B. Bohrpfahlwand-Verbau - vier grundsätzlich unterschiedliche Baugrubenverbaue bekannt, nämlich der Spundwandverbau, Trägerbohlwandverbau, Schlitzwandverbau und Kombinationen dieser Verbaue.

Die Erfindung befaßt sich mit einer Kombination, bei der eine Schlitzwand verwendet wird.

In diesem Zusammenhang ist versucht worden, bei der Erstellung von Baugrubenverbauen Dichtwände im Einphasen-Schlitzwandverfahren niederzubringen, in die dann tragende Elemente wie z.B. Doppel-T-Profilträger senkrecht eingestellt wurden. Dabei fungierte die Schlitzwandmasse, u.a. als Zwischenraumfüllung. Als Baustoff wurde eine konventionelle Einphasen-Dichtwandmischung z.B. in Form einer Fertig-Trockenmischung verwendet.

Nach der Erstellung der Schlitzwand z.B. bis unterhalb der Baugrubensohle und nach Aushärtung des Baustoffs wurde die Baugrube ausgehoben, wobei die Schlitzwand baugrubenseitig bzw. an der Luftseite oberflächlich freigelegt wurde. Die Einphasenmasse sollte die Abdichtung der Baugrube gegen Eindringen von Wasser gewährleisten. Die aus dem Wasser- und Erddruck resultierenden Kräfte sollten von den tragenden Elementen, z.B. den Doppel-T-Profilträgern, und der als Ausfachung wirkenden Einphasenmasse sowie gegebenenfalls von weiteren Aussteifungselementen oder Verpreßankern oder anderen Bewehrungselementen übernommen werden.

Die Anwendung dieser bekannten Baugrubenverbau-Kombination beinhaltet den Vorteil, daß sie erschütterungsfrei und mit relativ einfachen Mitteln und mit wenigen Maschinen platzsparend erstellt werden kann. Es hat sich aber herausgestellt, daß die tragenden Eigenschaften der Einphasenmasse nicht ausreichend sind und die dichtenden und tragenden Eigenschaften der Einphasenmasse relativ schnell während der Bauphase verloren gehen. Es tritt unkontrollierbar Rißbildung und/oder Materialabrieselung bis zum Einsturz einer Wand in der Regel in einem Zeitraum auf, in dem das Bauwerk noch nicht fertiggestellt ist und die Baugrubenwandung ihre volle Funktion erfüllen muß. Aus diesem Grund konnte das bekannte Kombinationsverfahren - obwohl es allen anderen sowohl herstellungstechnisch als auch kostenmäßig überlegen ist - praktisch nicht eingeführt werden.

Aufgabe der Erfindung ist, für die eingangs beschriebene Baugrubenverbau-Kombination eine Einphasenschlitzwand zu schaffen, die nach dem Aushub der Baugrube und ihrer baugrubenseitigen oberflächlichen Freilegung beliebig lange, zumindest aber so lange wie die Baugrube offen bleiben muß, unverändert und wasserdicht sowie als tragendes bzw. statisch wirkendes Element erhalten bleibt, wobei ihre tragende Eigenschaft gegenüber herkömmlichen Massen erhöht sein soll.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Nach der Erfindung wird eine Einphasen-Schlitzwandmasse verwendet, die einen porösen Leichtzuschlagstoff enthält, der in der Erhärtungsphase des Baustoffs, in der der Baustoff Wasser chemisch und adsorptiv bindet, zusätzliches Wasser zurückhält und langfristig speichert, so daß der Baustoff nach dem Baugrubenaushub insbesondere auch an der freigelegten Schlitzwandoberfläche aufgrund des im Inneren der Masse gespeicherten Wassers nahezu unverändert bleibt. Der Leichtzuschlagstoff erhöht zudem die Elastizität des Wandmaterials und wirkt damit einer Rißbildung entgegen.

Überraschend ist, daß die Wasserdichtigkeit der Schlitzwand ohne weiteres gewährleistet werden kann, obwohl poröse, wassserdurchlässige Leichtzuschlagstoffe verwendet werden. Offenbar dringt feinteilige Schlitzwandmasse in die Poren der Leichtzuschlagstoffkörner ein, woraus eine Art Verankerung resultiert, die dem Wasser Wege versperrt und auch die Schubfestigkeit der Masse und damit ihre tragende Wirkung erhöht. Hauptsächlich aber wird erreicht, daß die Substanzfestigkeit der erhärteten Masse erhalten bleibt, so daß selbst bei hohen Temperaturen oder selbst bei extremen Temperaturwechseln keine zum Zerrieseln führende Veränderung erfolgt. Vorteilhaft ist auch, daß der erfindungsgemäße Baugrubenverbau im Winter anwendbar ist, weil die Masse frostbeständig ist. Nach der Erfindung gelingt es somit, eine für den Baugrubenverbau verwendbare Einphasenschlitzwandmasse zur Verfügung zu stellen, die allen Anforderungen während der Bauphase von z.B. drei bis zwölf Monaten optimal genügt.

Das an sich bekannte Kombinationsverfahren ist damit erstmals gefahrlos anwendbar geworden. Die Verwendung des die günstigen Eigenschaften gewährleistenden Mittels, nämlich des Leichtzuschlagstoffs, ist grundsätzlich widersinnig für Schlitzwanddichtmassen, die in der Regel sehr langzeitig wasserdicht sein müssen. Poröse Leichtzuschläge sind in solchen Massen "Gift", weil sie das Gegenteil garantieren, nämlich die Wasserwegigkeit. Im Baugrubenverbau hält die Wasserabdichtung der erfindungsgemäßen Einphasenmasse überraschend ausreichend lange an, so daß insoweit für die geplanten Bauphasen wasserdichte und standfeste Schlitzwände zur Verfügung gestellt werden können.

Die Einphasenmasse kann die Abdichtung der Baugrube gegen Grundwasser auch unterhalb der Baugrubensohle übernehmen, wenn die Schlitzwand bis unter die Baugrubensohle eingebracht wird.

Die Kräfte des Wasser- und Erddrucks werden von den tragenden Elementen, z.B. den Doppel-T-Profilträgern und der Ausfachung dazwischen, nämlich der erhärteten Einphasenmasse übernommen. Gegebenenfalls können zudem weitere Aussteifungselemente wie Gurte, Streifen und/oder Verpreßanker verwendet werden. Möglich ist auch, Bewehrungselemente, wie Bewehrungskörbe oder dergleichen einzubringen. Die dichtenden und tragenden Eigenschaften der Einphasenmasse gehen während der Bauphase nicht verloren, weil die Masse nicht austrocknet, Temperaturschwankungen ohne Veränderungen, z.B. ohne Rißbildung verträgt und frostbeständig ist.

Erfindungsgemäß wird ein Schlitz nach bekannten Schlitzwandverfahren hergestellt, wobei als stützende und nach der Erhärtung tragende Einphasenmasse eine Masse zusammengestellt wird, die als Ausfachung oder dergleichen Funktion Erd- und Wasserdruck übernehmen kann, insbesondere in Kombination mit anderen tragenden Elementen.

Ein besonders geeignetes Baustoffgemenge für die Einphasenmasse besteht aus folgenden Komponenten:

  • Zement (Portlandzement, Hochofenzement oder dergleichen),
  • gemahlener Hüttensand,
  • Gesteinsmehl,
  • Tonkomponenten (Bentonit, kaolinitische Tone oder dergleichen),
  • Leichtzuschläge,
  • Zeolithe oder zeolithisierte Vulkanite.

Diese Bestandteile werden vorzugsweise in folgenden Mengen zusammengestellt, wobei die Angaben in Massenprozenten [M%] gemacht sind:

  • Zement: 10 bis 30, vorzugsweise 15 bis 20 M%,
  • gemahlener Hüttensand: 40 bis 80, vorzugsweise 50 bis 70 M%,
  • Gesteinsmehl: 5 bis 20, vorzugsweise 10 bis 15 M%,
  • Tonkomponenten: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%,
  • Leichtzuschläge: 2 bis 20, vorzugsweise 3 bis 10 M%,
  • geeignet sind z.B. auch Zeolithe oder zeolithisierte Vulkanite: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%.

In jedem Fall der Zusammensetzung ist zweckmäßigerweise anzustreben eine Zylinderdruckfestigkeit nach 28 Tagen (in Anlehnung an DIN 1045: Nennfestigkeit für B5) der erhärteten Einphasenmasse von ≧ 5 N/mm2 zu erzielen. Vorzugsweise werden Druckfestigkeiten zwischen 10 und 40 N/mm2 eingestellt. Die Verarbeitbarkeit der frischen Einphasenmasse sollte etwa 8 Stunden erhalten bleiben bei einer sofortigen Marshzeit von 35 bis 40 Sekunden.

Der poröse Leichtzuschlagstoff muß unter anderem inbesondere in der Lage sein, in der erhärteten Einphasenmasse Wasser zu speichern bzw. festzuhalten, selbst bei relativ hohen Temperaturen, so daß dadurch Rißbildung durch Austrocknung vermieden wird; andererseits muß der Leichtzuschlagstoff aber auch ausreichend Luftporen zur Verfügung stellen, die die Frostsicherheit der erhärteten Einphasenmasse gewahrleisten. Schließlich muß der Leichtzuschlagstoff auch sicherstellen, daß die erhärtete Einphasenmasse ausreichend schubverformbar und elastisch bleibt, so daß Bewegungen ohne Rißbildung aufgefangen werden können.

Besonders geeignet sind mineralische Leichtzuschlagstoffe wie Perlit, Vermiculit, Bims, Ziegelsplitt, Porenbetongranulat, die durch ein hohes Wasserspeichervermögen charakterisiert sind.

Die mineralischen porösen Leichtzuschlagstoffe werden mit Schüttgewichten von 50 bis 1100 kg/m3 und vorzugsweise mit einer betonanalog abgestuften Kornverteilung verwendet.

Besonders vorteilhaft ist, wenn die Einphasenmasse faserverstärkt ist, so daß ihre Festigkeiten insbesondere ihre Duktilität bzw. Schubfestigkeit erhöht wird. Verwendbar sind metallische und/oder organische und/oder mineralische Fasern in Mengen von 0,4 bis 3, vorzugsweise von 0,7 bis 2 mit einer Länge von 6 bis 50, vorzugsweise von 10 bis 30 mm.

In Kombination mit dem Zusatz von porösen Leichtzuschlagstoffen kann der stützenden, noch nicht erhärteten Einphasenmasse mindestens ein anorganisches, hygroskopisch wirkendes Zusatzmittel oder mindestens ein anorganisches Zusatzmittel zugesetzt werden, das hygroskopische Mittel in der Einphasenmasse bildet, so daß die Wasserretention weiter erhöht wird. Beispielsweise ist in diesem Zusammenhang vorteilhaft, in der letzten Phase des Aushubs z.B. mit dem Greifer das Mittel in die stützende Einphasenmasse einzuführen und mit dem Greifer mit der Einphasenmasse zu vermischen. Verwendbar ist z.B. Magnesiumchlorid in Mengen von 0,01 bis 5 Masseprozenten. Das Magnesiumchlorid beschleunigt die Erhärtung der Einphasenmasse und wirkt in der erhärteten Masse hygroskopisch. Ebenso verwendbar sind Natriumchlorid plus Calciumhydroxid. Diese Substanzen bilden in der Einphasenmasse Calciumchlorid, das stark hygroskopisch wirkt.

Die anorganischen Zusatzmittel werden in Mengen von 0,01 bis 10 Masseprozent, insbesondere in Mengen von 0,05 bis 2 zugesetzt.

In Kombination oder alternativ zu den beschriebenen anorganischen Zusatzmitteln können auch organische Zusatzmittel zur Erhöhung des Wasserrückhaltevermögens der Einphasenmasse wie z.B. Celluloseether in Mengen von 0,01 bis 0,2, vorzugsweise von 0,05 bis 0,1 beigegeben werden. Sofern die hygroskopisch wirkenden Mittel die Erhärtung der Einphasenmasse beeinflussen, ist es zweckmäßig, die Mittel erst - wie oben beschrieben - in der letzten Phase des Aushubs einzuführen. Wenn die Mittel, wie z.B. Methylcellulose auf die Erhärtung der Einphasenmasse keine Einwirkung haben, können die Mittel bereits Bestandteil einer zur Herstellung der Einphasenmasse verwendbaren Trockenmischung oder einer bereits angemachten Einphasensuspension sein.

Der erfindungsgemäße Baugrubenverbau bleibt während der Bauphase nahezu unverändert; die Einphasenmasse trocknet nicht aus, rieselt nicht ab, reißt nicht und ist frostbeständig. Mit der Erfindung wird somit ein Baugrubenverbau geschaffen, der einfach und schonend, das heißt ohne schädliche Erschütterungen, sowie platzsparend und zeitsparend herstellbar ist, der wenig Baumaterial erfordert, ausreichend lange wasserdicht ist und mit wählbarer Bewehrung versehen werden kann.

Anhand der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden beispielhaft näher erläutert. Die einzige Figur zeigt schematisch eine Draufsicht auf einen quergeschnittenen Teilbereich eines erfindungsgemäßen Baugrubenverbaus.

Das Erdreich 1 wird durch eine erhärtete Einphasenschlitzwand 2 abgestützt, deren luftseitige bzw. baugrubenseitige Oberfläche 3 freigelegt ist. Der Erd- und Wasserdruck wird durch die Pfeile 4 symbolisiert. In die Einphasenschlitzwand 2 sind mit bestimmtem Abstand Doppel-T-Träger 5 senkrecht eingestellt. Die zwischen den Trägern 5 sitzende Einphasenmasse wirkt als Ausfachung 6. Desweiteren können in die Ausfachung 6 Bewehrungselemente z.B. in Form von Bewehrungskörben 7 eingebracht sein.


Anspruch[de]
  1. Baugrubenverbau bestehend aus einer Schlitzwand (2) aus einer erhärteten Einphasen-Schlitzwandmasse mit einer baugrubenseitig freigelegten Oberfläche (3) sowie aus vertikalen, in die Einphasen-Schlitzwandmasse auf Abstand eingestellten Stützelementen (5), wobei die Schlitzwand (2) zwischen den Stützelementen (5) eine Ausfachung (6) bildet, und wobei die Einphasen-Schlitzwandmasse mindestens einen wasserspeichernden Leichtzuschlagstoff aufweist.
  2. Baugrubenverbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff ein mineralischer poröser Leichtzuschlagstoff ist.
  3. Baugrubenverbau nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff in Mengen von 2 bis 20 M% in der Schlitzwandmasse enthalten ist.
  4. Baugrubenverbau nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff in Mengen von 3 bis 10 M% in der Schlitzwandmasse vorhanden ist.
  5. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff ein Schüttgewicht von 0,05 bis 1,1 kg/l aufweist.
  6. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff eine betonähnlich abgestufte Kornverteilung aufweist.
  7. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff geblähten Vermiculit aufweist.
  8. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff Porenbetongranulat aufweist.
  9. Baugrubenverbau nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Leichtzuschlagstoff Papierfasern aufweist.
  10. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einphasen-Schlitzwandmasse faserverstärkt ist.
  11. Baugrubenverbau nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern eine Länge von 6 bis 50, vorzugsweise von 10 bis 30 mm aufweisen und in Mengen von 0,4 bis 3, vorzugsweise von 0,7 bis 2 M%, bezogen auf die Trockensubstanz, enthalten sind.
  12. Baugrubenverbau nach Anspruch 10 und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Metallfasern sind.
  13. Baugrubenverbau nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einphasen-Schlitzwandmasse ein hygroskopisches Salz in Mengen von 0,01 bis 10, vorzugsweise von 0,05 bis 2 M% enthält.
  14. Baugrubenverbau nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß als hygroskopisches Salz Magnesiumchlorid enthalten ist.
  15. Baugrubenverbau nach Anspruch 13 und/oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß als hygroskopisches Salz Calciumchlorid enthalten ist.
  16. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einphasen-Schlitzwandmasse mindestens ein organisches Mittel zur Erhöhung des Wasserrückhaltevermögens in Mengen von 0,01 bis 0,2, vorzugsweise von 0,05 bis 0,1 aufweist.
  17. Baugrubenverbau nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Mittel auf der Basis von Methylcellulose enthält.
  18. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützelemente Doppel-T-Träger 5 sind.
  19. Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Ausfachungsbereich 6 an sich bekannte Bewehrungsmittel angeordnet sind.
  20. Baugrubenverbau nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsmittel an sich bekannte Bewehrungskörbe 7 sind.
  21. Verfahren zur Herstellung eines Baugrubenverbaus, insbesondere eines Baugrubenverbaus nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, wobei
    • eine Schlitzwand nach dem Schlitzwandverfahren unter Verwendung einer Einphasen-Stützsuspension erstellt wird,
    • in die Stützsuspension in Abständen Stützelemente eingestellt werden,
    • nach der Erhärtung der Stützsuspension baugrubenseitig eine Oberfläche der Schlitzwand freigelegt wird, wobei
    • eine Einphasen-Schlitzwandsuspension verwendet wird, die einen Leichtzuschlagstoff gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 10 enthält.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Suspension verwendet wird, die folgende Bestandteile bezogen auf die Trockensubstanz in Masseprozenten enthält:
    • Zement: 10 bis 30, vorzugsweise 15 bis 20 M%,
    • gemahlener Hüttensand: 40 bis 80, vorzugsweise 50 bis 70 M%,
    • Gesteinsmehl: 5 bis 20, vorzugsweise 10 bis 15 M%,
    • Tonkomponenten: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%,
    • Leichtzuschläge: 2 bis 20, vorzugsweise 3 bis 10 M%,
    • geeignet sind auch Zeolithe oder zeolithisierte Vulkanite: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%.
  23. Verfahren nach Anspruch 21 und/oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine faserverstärkte Stützsuspension verwendet wird, die Fasern nach einem oder mehreren der Ansprüche 12/13 aufweist.
  24. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß in der letzten Phase des Aushubs hygroskopische Mittel gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 18 zugemischt werden.
  25. Baustoffgemenge für einen Baugrubenverbau, insbesondere für einen Baugrubenverbau nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 20, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer an sich bekannten Trokkenmischung zur Herstellung einer Einphasen-Schlitzwandsuspension besteht und zudem einen Leichtzuschlagstoff nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 10 aufweist.
  26. Baustoffgemenge nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Mittel zur Erhöhung des Wasserrückhaltevermögens nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 18 aufweist.
  27. Baustoffgemenge nach Anspruch 24 und/oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß es Fasern gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 12/13 aufweist.
  28. Baustoffgemenge nach einem oder mehreren der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Bestandteile aufweist:
    • Zement (Portlandzement, Hochofenzement oder dergleichen),
    • gemahlener Hüttensand,
    • Gesteinsmehl,
    • Tonkomponenten (Bentonit, kaolinitische Tone oder dergleichen),
    • Leichtzuschläge,
    • Zeolithe oder zeolithisierte Vulkanite.
  29. Baustoffgemenge nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Bestandteile in Masseprozenten aufweist:
    • Zement: 10 bis 30, vorzugsweise 15 bis 20 M%,
    • gemahlener Hüttensand: 40 bis 80, vorzugsweise 50 bis 70 M%,
    • Gesteinsmehl: 5 bis 20, vorzugsweise 10 bis 15 M%,
    • Tonkomponenten: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%,
    • Leichtzuschläge: 2 bis 20, vorzugsweise 3 bis 10 M%,
    • geeignet sind auch Zeolithe oder zeolithisierte Vulkanite: 2 bis 10, vorzugsweise 3 bis 8 M%.






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