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Simulationssystem und -verfahren für ein Fahrzeug - Dokument DE10114433A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10114433A1 24.10.2002
Titel Simulationssystem und -verfahren für ein Fahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Maurer, Markus, 85113 Böhmfeld, DE;
Limbacher, Reimund, 85055 Ingolstadt, DE;
Schmid, Wolfgang, 86564 Brunnen, DE;
Holzmann, Manfred, 91171 Greding, DE
DE-Anmeldedatum 23.03.2001
DE-Aktenzeichen 10114433
Offenlegungstag 24.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.2002
IPC-Hauptklasse G09B 9/042
IPC-Nebenklasse B60R 16/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Simulationssystem für ein Fahrzeug zur Simulation mindestens einer Funktion des Fahrzeugs, wobei das Simulationssystem mindestens eine Zentraleinheit (1) umfasst, die mit mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) zum Austausch von Informationen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) eine Funktionseinheit des Fahrzeugs darstellt. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Simulationsverfahren zur Simulation mindestens einer Funktion mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) eines Fahrzeugs, wobei das Verfahren über eine Zentraleinheit (1) gestartet wird, die mit mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) des Fahrzeugs verbunden ist, und wobei zwischen der Zentraleinheit (1) und der mindestens einen Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) ein Austausch von Informationen stattfindet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Simulationssystem und ein Simulationsverfahren für ein Fahrzeug.

In Fahrzeugen werden heutzutage für den Komfort und die Sicherheit Komponenten wie beispielsweise Fahrerassistenzsysteme (z. B. Geschwindigkeitsregelanlage GRA, ACC-(Adaptive Cruise Control)Einheit, etc.), Navigationssystem und Klimaanlage vorgesehen. Die Funktionalität der Komponenten, die sehr vielfältig ist; bedingt die Komplexität deren Bedienung. Von Fahrzeugherstellern werden daher umfangreiche Handbücher zur Verfügung gestellt. Aufgrund des Umfangs an Informationen werden die Handbücher zunehmend unübersichtlich.

In DE 195 24 919 wird daher beispielsweise ein Verfahren zur Verbindung und Anpassung einer Anweisung an einen Gegenstand, wie beispielsweise an ein Kraftfahrzeug, beschrieben.

Alleine aufgrund der Kenntnis, die ein Fahrer durch das Lesen eines Handbuches oder das Betrachten einer Videoanimation erhält, ist dieser noch nicht mit den einzelnen Komponenten seines Fahrzeugs, insbesondere deren Wirkung, vertraut.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Simulationsverfahren und -system zu schaffen, durch das es dem Fahrer des Fahrzeugs ermöglicht werden kann, die Funktionen des Fahrzeugs zu verstehen und die Wirkung der Funktionen ohne Risiko zu erfahren. Das System und das Verfahren sollen einfach zu bedienen sein und kostengünstig herstellbar sein. Schließlich soll das Verfahren und das System flexibel sein, um in verschiedenen Fahrzeugtypen angewendet werden zu können.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe durch ein Verfahren und System gelöst werden kann, das dem Fahrer des Fahrzeugs die Möglichkeit gibt, die einzelnen Funktionen des Fahrzeugs realitätsnah in dem eigentlichen Fahrzeug ohne Risiko zu erproben, d. h. daß hierfür im Fahrzeug die realen Bedien- und Anzeigeeinheiten mitverwendet werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Simulationssystem für Fahrzeuge zur Simulation von mindestens einer Funktion des Fahrzeugs gelöst, wobei das Simulationssystem mindestens eine Zentraleinheit umfasst, die mit mindestens einer Funktionseinheit zum Austausch von Informationen verbunden ist, wobei die mindestens eine Funktionseinheit eine Funktionseinheit des Fahrzeugs darstellt.

Unter Simulation einer Funktion des Fahrzeugs ist im Sinne dieser Erfindung zu verstehen, dass die durch diese Funktion in dem Fahrzeug ausgelöste Wirkung erzielt wird, diese aber nicht zu einem Starten des Fahrzeugs oder der Bewegung des Fahrzeugs führt.

Aus diesem Grund kann die Funktionseinheit des Fahrzeugs für die Simulation so ausgestaltet sein, dass diese nur einen Teil der in dieser Funktionseinheit für den normalen Betrieb des Fahrzeugs zur Verfügung stehenden Funktionen ausführen kann. Diese Ausgestaltung wird vorzugsweise durch Programmierung der Funktionseinheit erzielt, durch die die Funktionseinheit automatisch in einen Zustand versetzt wird, in dem sie die für eine Simulation notwendigen Funktionen ausführt und darüber hinausgehende Funktionen, wie beispielsweise die Beschleunigung des Fahrzeugs, deaktiviert. Bei Funktionseinheiten, von denen keine ihrer Funktionen ein Sicherheitsrisiko darstellt, können bei der Simulation alle Funktionen genutzt werden, beispielsweise bei einer ACC-Einheit. Alle Anweisungen bezüglich irgendwelcher Anzeigen gehen dann vom Simulationssystem aus.

Die mindestens eine Funktionseinheit des Fahrzeugs, die Bestandteil des Simulationssystems ist, umfasst vorzugsweise ein Steuergerät. Dieses Steuergerät kann entsprechend der von der Zentraleinheit erhaltenen Informationen in einen entsprechenden Modus gebracht werden und entsprechend dieses Modus und der empfangenen Informationen die Auslösung von Wirkungen in der mit dem Steuergerät verbundenen KFZ- Komponente bewirken.

Besonders vorteilhaft umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere Funktionseinheiten, deren Handhabung komplex und deren Fehlbedienung gefährlich ist. So kann die Funktionseinheit beispielsweise ein Steuergerät einer ACC-Einheit umfassen.

Um dem Fahrer die Möglichkeit zu geben, die Funktionsweise einer oder mehrerer Funktionseinheiten auch unter unterschiedlichen Bedingungen zu erproben, umfasst die Zentraleinheit vorzugsweise eine Eingabevorrichtung. Diese kann zur Auswahl der zu erprobenden Funktionseinheit, zur Steuerung des Ablaufs der Simulation und zur Änderung der der Simulation zugrunde gelegten Ausgangswerte dienen. Die Eingabevorrichtung kann eine Tastatur darstellen. Es können aber auch die Empfangsvorrichtung für Informationen von den Funktionseinheiten oder Fahrzeugteile, wie Pedale, Bedienhebel und Tasten zur Eingabe von Informationen und Befehlen an die Zentraleinheit dienen.

Die Zentraleinheit kann weiterhin eine Anzeigevorrichtung umfassen. Diese kann einen Bildschirm darstellen. Zusätzlich zu dem Bildschirm oder alternativ kann die Anzeigevorrichtung die realen Anzeigeelemente der Funktion, d. h. die üblicherweise in dem Fahrzeug vorgesehenen Anzeigevorrichtungen, bevorzugt akustische und optische Anzeigevorrichtungen, als Anzeigeeinheit der Simulation verwenden. So kann beispielsweise bei der Simulation der Geschwindigkeitsregelanlage bzw. der ACC-Einheit der Tachometer des Fahrzeugs als ein Teil der Anzeigevorrichtung dienen. Der Fahrer erhält somit einen realitätsnahen Eindruck der Verhältnisse, die bei der tatsächlichen Benutzung der Geschwindigkeitsregelanlage auftreten würden. Insbesondere wird durch die akustischen und optischen Rückmeldungen sichergestellt, dass beim Fahrer ein Eindruck erweckt wird, wie er in hinterher in der Praxis tatsächlich erfahren wird.

Aus Sicherheitsgründen kann das Simulationssystem Kontrollfunktionen aufweisen. So kann die Zentraleinheit des Systems beispielsweise Zugang zu fahrzeuginternen Informationen und Daten haben. Durch diese Verbindung kann beispielsweise sichergestellt werden, dass das Simulationssystem nur gestartet werden kann, wenn der Motor nicht gestartet, d. h. aus ist und/oder die Geschwindigkeit des Fahrzeugs gleich Null ist.

Die Initialisierung des Simulationssystems wird vorzugsweise über ein Programm erfolgen, dass auf das jeweilige Fahrzeug angepasst ist. Dieses Programm kann beispielsweise über eine Lesevorrichtung für ROM in die Zentraleinheit gespeist werden. Diese Leseeinheit der Zentraleinheit kann beispielsweise der CD-Player des Fahrzeugs sein. Das Programm kann auch als Lernprogramm ausgestaltet sein, bei dem der Fahrer sukzessive durch verschiedene Funktionen geführt wird, die er interaktiv erproben kann.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird weiterhin durch ein Simulationsverfahren zur Simulation mindestens einer Funktion mindestens einer Funktionseinheit des Fahrzeugs gelöst, wobei das Verfahren über eine Zentraleinheit gestartet wird, die mit mindestens einer Funktionseinheit des Fahrzeugs verbunden ist und wobei zwischen der Zentraleinheit und der mindestens einen Funktionseinheit ein Austausch von Informationen stattfindet.

Bevorzugt wird von der Zentraleinheit mindestens eine Funktionseinheit in einen Modus gebracht, in dem nur ein Teil ihrer Funktionen aktiviert ist,

Vorzugsweise wird die Funktion der mindestens einen Funktionseinheit simuliert und die durch diese Funktion ausgelösten Befehle werden an weitere Funktionseinheiten des Fahrzeugs geleitet, ohne dass das Fahrzeug gestartet wird. Bei der Simulation der Geschwindigkeitsregelanlage wird beispielsweise von dem Steuergerät des Motors oder von der Zentraleinheit selbst die Anweisung an den Tachometer oder ein Kombiinstrument gegeben, so dass dieser eine gewisse Geschwindigkeit anzeigt. Das Fahrzeug wird aber während dieser Simulation nicht gestartet und auch nicht in Bewegung gesetzt. Die Weiterleitung von Informationen bzw. Anweisungen kann über die Zentraleinheit erfolgen oder aber unmittelbar zwischen den einzelnen Funktionseinheiten ausgeführt werden.

Bereits vor dem Start des Simulationsverfahrens wird vorzugsweise der Zustand des Motors des Fahrzeugs überprüft und die Simulation nur dann gestartet, wenn der Motor nicht gestartet ist. Ein Anschalten der Zündung, d. h. eine Stellung des Zündschlüssels auf einer EIN-Position kann jedoch nötig sein, um das Simulationssystem mit Spannung zu versorgen.

Das Simulationsverfahren kann automatisch über ein Programm gestartet werden, das auf einem austauschbaren Speichermedium gespeichert ist. Dieses Medium kann eine CD-ROM darstellen, die in den CD-Player des Fahrzeugs eingelegt werden kann.

Durch Eingabe eines Befehls in die Zentraleinheit wird eine Funktion in einer der mindestens einen Funktionseinheiten ausgeführt, die das Auslösen einer Funktion mindestens einer weiteren Funktionseinheit bewirkt. So kann beispielsweise bei Eingabe einer gewissen Geschwindigkeit für die Geschwindigkeitsregelanlage zum einen eine im Fahrzeug befindliche Kontrolllampe für die Geschwindigkeitsregelanlage angesteuert werden und zum anderen wird hierdurch das Ausschlagen der Nadel oder der Anzeige des Tachometers bewirkt, durch das die simulierte Geschwindigkeit angezeigt wird.

Der durch die Eingabe eines Befehles über die Zentraleinheit eingestellte Zustand einer Funktionseinheit beeinflusst vorzugsweise die Möglichkeiten weiterer über die Zentraleinheit einzugebender Befehle. Durch diese Beeinflussung wird die Simulation realistischer und der Fahrer kann die tatsächlichen Verhältnisse besser verstehen. So kann beispielsweise bei einer Geschwindigkeitregelanlage die simulierte Geschwindigkeit des Fahrzeugs über beispielsweise an dem Lenkrad vorgesehene Tasten erhöht oder erniedrigt werden. Wird allerdings das Bremspedal betätigt, so können über die Tasten am Lenkrad keine Geschwindigkeitsänderungen mehr erzielt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele darstellen, beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Simulationssystems;

Fig. 2 ein Flussdiagramm eines möglichen Ablaufs des erfindungsgemäßen Simulationsverfahrens.

In Fig. 1 ist schematisch ein Simulationssystem gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Zentraleinheit 1 umfasst hierbei eine Eingabevorrichtung 12 und eine Anzeigevorrichtung 11. Bei der Eingabevorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Tastatur oder einen Druck-/Drehsteller handeln. Weiterhin ist als Teil der Zentraleinheit eine Lesevorrichtung 13 für ein Speichermedium, bevorzugt eine Lesegerät für CD-ROMs vorgesehen. Diese Bestandteile sind alle mit einem Prozessor 14 verbunden, der für die Ausführung des Verfahrens verantwortlich ist.

Als Anzeigeeinheit 11 können ein Bildschirm oder aber auch das Armaturenbrett des Fahrzeugs dienen. Ein Bildschirm wird in der Regel zur Verfügung gestellt werden, um die Möglichkeit zu besitzen, dem Fahrer ein Menü anzubieten, aus dem er die Funktion, die simuliert werden soll, auswählen kann. Dieser Bildschirm muss kein separates Teil sein. Es ist liegt auch im Rahmen der Erfindung die Anzeige eines GPS Systems oder eines anderen vorgesehen Gerätes wie, CD-Player oder Navigationssystem, zu verwenden. Im Gegensatz zu einem Bildschirm dient das Armaturenbrett mit dessen Anzeigen als Teil der erfindungsgemäßen Anzeigevorrichtung, über die der Fahrer realitätsgetreue Angaben über den Zustand des Fahrzeugs während der Simulation erhalten kann. Dadurch erhält der Fahrer den Eindruck, der auch bei der tatsächlichen Ausführung der Funktion im normalen Fahrzeugbetrieb entstehen würde.

Die Eingabevorrichtung 12 der Zentraleinheit kann ein gesondertes Keyboard darstellen. Es können aber auch bereits vorhandene Vorrichtungen, wie die Tastatur des Bordcomputers, der Stereoanlage oder der Bildschirm einer Anzeigevorrichtung, der als Touch-Screen ausgestaltet ist, verwendet werden. Im letzteren Fall könnten daher die Eingabe- und die Ausgabevorrichtung 11, 12 in einer Vorrichtung zusammengefasst sein. Über diese Eingabevorrichtung 12 kann der Fahrer zum einen aus einem Menü die Funktion auswählen, die mit dem System simuliert werden soll. Zum anderen kann er darüber die Ausgangsgrößen festlegen, mit denen er die Simulation beginnen will. Auch können Befehle, die während der Simulation nicht über die Fahrzeugarmaturen, z. B. Gaspedal, eingegeben werden können, über die Eingabevorrichtung in die Zentraleinheit 1 eingegeben werden. Sämtliche Eingabegrößen können von einem Prozessor 14 erfasst und entsprechend verarbeitet werden. An diesen Prozessor 14 ist vorzugsweise die Lesevorrichtung 13 für ROM angeschlossen, beispielsweise in Form des CD-Players der Stereoanlage. Mittels einer solchen Leseeinheit 13 ist es möglich, unterschiedliche Programme in dem System ablaufen zu lassen. Dies kann von besonderer Bedeutung sein, wenn in einem Fahrzeug eine bauliche Veränderung vorgenommen wurde. In dem Fall kann durch Einlegen einer entsprechenden CD-ROM das für die jetzige Ausgestaltung des Fahrzeugs angepasste Programm abgespielt werden. Die CD-ROM kann darüber hinaus Informationen, die in normalen Handbüchern vorgesehen sind, wie beispielsweise Hilfetexte oder ein Lernprogramm, dem der Fahrer zur Erprobung der einzelnen Funktionen folgen kann, aufweisen. Es ist aber auch möglich, ein Lernprogramm bzw. ein Simulationsprogramm fest in dem Prozessor der Zentraleinheit zu speichern.

Die Zentraleinheit 1 steht mit einer oder mehreren Funktionseinheiten des Fahrzeugs in Verbindung. Diese sind in Fig. 1 schematisch dargestellt. Es können beispielsweise eine ACC-Einheit 2, eine Klimaanlage 3, eine Stereoanlage 4, ein Navigationssystem 5 und ein Kombiinstrument (nicht dargestellt) mit der Zentraleinheit 1 verbunden sein. Auch weitere Einheiten, wie eine ACC-Stop & Go Einheit oder ein Stauassistent können an die Zentraleinheit 1 angeschlossen werden. Die Verbindung zwischen der Zentraleinheit 1 und den Funktionseinheiten erlaubt einen zweiseitigen Austausch von Informationen bzw. Befehlen. So kann die Zentraleinheit eine Anweisung an eine der Funktionseinheiten leiten, sie kann aber auch Informationen über den aktuellen Zustand oder eine Zustandsänderung der Funktionseinheit empfangen und diese entsprechend verarbeiten.

In der Regel umfassen die Funktionseinheiten jeweils ein Steuergerät 21, 31, 41, 51. Bei einigen Funktionseinheiten kann zusätzlich ein für mehrere Funktionseinheiten gleichzeitig zuständiges Steuergerät, beispielsweise ein Steuergerät für mehrere Bedienhebel, vorhanden sein.

Die Steuergeräte 21, 31, 41, 51 sind in dem normalen Einsatz des Fahrzeugs, d. h. wenn das Simulationssystem nicht eingesetzt wird, für die Ausführung und Überwachung der einzelnen Funktionen zuständig. Bei dem Steuergerät der ACC-Einheit wird beispielsweise durch das Steuergerät eine Anweisung an den Motor gegeben, das Motormoment zu erhöhen, wenn eine Geschwindigkeitssteigerung gefordert wird. In dem Zustand, in dem das Simulationssystem eingesetzt wird, werden daher einige Funktionen des Steuergerätes bzw. der gesamten Funktionseinheit deaktiviert. Diese Funktionen werden dann, soweit sie für eine realistische Simulation notwendig sind, von dem Simulationsprogramm, das in der Zentraleinheit 1 gespeichert oder auf einer CD-ROM in dieser Einheit vorgesehen ist, simuliert. Durch diese Übernahme gewisser Funktionen durch die Zentraleinheit 1 kann ein Starten des Fahrzeugs oder ein Bewegen des Fahrzeugs während der Simulation zuverlässig verhindert werden, während die Wirkungen der Funktionen durch die Simulation dem Fahrer realitätsnahe präsentiert werden.

Neben der Verbindung zu der Zentraleinheit 1 besteht auch eine Verbindung zwischen den einzelnen Funktionseinheiten 2, 3, 4, 5. Diese Verbindung liegt in dem Fahrzeug zwangsweise vor, um einen normalen Betrieb des Fahrzeugs zu ermöglichen, der eine Verbindung der einzelnen Funktionseinheiten und damit eine Interaktion zwischen diesen voraussetzt.

Das erfindungsgemäße Simulationssystem funktioniert vorzugsweise auf interaktiver Basis. Dies bedeutet, dass der Fahrer auf das weitere Geschehen nach dem Starten des Systems Einfluss nehmen kann und so die Funktionen seines Fahrzeugs erproben kann.

Dieses interaktive Verhalten des Systems soll anhand des Flussdiagramms in Fig. 2 beschrieben werden. Das Flussdiagramm gibt selbstverständlich lediglich einige Arten der Verwendung des erfindungsgemäßen Systems schematisch wieder. Die Funktionsweise des Systems bei der Simulation anderer als der in Fig. 2 beschriebenen Funktionen oder anderer Verfahrensverläufe aufgrund anderer Eingabegrößen ergeben sich für den Fachmann aus der Gesamtoffenbarung dieser Beschreibung.

Durch Einlegen einer CD-ROM in die Leseeinheit 13 der Zentraleinheit 1 wird das Simulationssystem automatisch initialisiert. Es kann natürlich auch eine gesonderte Eingabe wie "Start" gefordert werden, um das System zu initialisieren. Bevor das System aber startet, wird durch die Zentraleinheit 1 zunächst überprüft, ob der Motor des Fahrzeugs nicht gestartet ist und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs Null beträgt. Ist eine dieser beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, so kann das Simulationssystem nicht gestartet werden. Vorzugsweise erfolgt in diesem Fall eine Anzeige auf der Anzeigevorrichtung "Bitte Motor ausschalten" oder "Bitte Fahrzeug anhalten". Erst wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, wird das eigentliche Simulationsverfahren gestartet. Hierbei wird vorzugsweise über die Zentraleinheit 1 ein Befehl an die einzelnen Funktionseinheiten gegeben, dass diese in einen Simulations-Modus zu schalten sind. In diesem Modus werden, soweit wie möglich, die Funktionen der einzelnen Einheiten 2, 3, 4, 5 von diesen ausgeführt. Funktionen, die aber zu einer Bewegung des Fahrzeugs oder zum Starten des Motors führen würden, werden deaktiviert und von dem Simulationsprogramm übernommen. Ebenfalls werden Funktionen, durch die zwar das Fahrzeug weder in Bewegung gesetzt wird, noch der Motor gestartet wird, durch die aber eine Beschädigung des Fahrzeugs aufgrund von beispielsweise Überhitzung zu befürchten ist, deaktiviert und diese von der Zentraleinheit 1 übernommen.

Auf der Anzeigevorrichtung 11 wird dann dem Fahrer ein Menü angezeigt, aus dem dieser die zu simulierende Funktion auswählen kann. In dem dargestellten Verfahren wählt der Fahrer die Funktion der Geschwindigkeitsregelanlage. Es ist auch möglich, dass diese Funktionseinheit 2 erst jetzt in den Simulationsmodus gesetzt wird. Wird eine solche Variante gewählt, entfällt die ursprüngliche Einstellung des Simulations-Zustandes in allen mit der Zentraleinheit verbundenen Funktionseinheiten. Bei dieser Ausführungsform wird dann bei einem Ansteuern einer Funktionseinheit, die nicht explizit von dem Fahrer ausgewählt war, die aber zum Ausführen der Funktion der ausgewählten Funktionseinheit notwendig ist, diese angesteuerte Funktionseinheit in den Simulations-Modus gebracht bevor deren Funktion ausgeführt wird.

Durch die Zentraleinheit erhält der Fahrer nun beispielsweise die Möglichkeit, einen durch die Einheit simulierten Zustand, z. B. Geschwindigkeit = 100 km/h, auf die Geschwindigkeitsregelanlage zu übertragen. Durch Betätigung der in dem Fahrzeug, z. B. an dem Lenkrad, vorgesehenen Tasten kann der Fahrer diese Geschwindigkeit erhöhen oder erniedrigen. Hierbei wird durch die Zentraleinheit 1 die entsprechende Angabe an die jeweilige Funktionseinheit, wie beispielsweise den Tachometer geleitet. Der Fahrer kann so die direkten Auswirkungen der Bedienung des ACC auf das weitere Geschehen verfolgen. Diese interaktive Ausführung des Systems kann auch beispielsweise dazu führen, dass der Fahrer bei Betätigung des Bremspedals die Anzeige "ACC Aus" auf dem Armaturenbrett oder der Anzeigevorrichtung erhält.

Durch Betätigung eines Schalters oder einer Taste an der Eingabeeinheit der Zentraleinheit kann das Simulationsprogramm beendet werden.

Alternativ kann vorgesehen werden, daß das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Start des Simulationsprogramms weiterhin geprüft wird, beispielsweise durch Mitlesen der Informationen auf dem Bus. Sobald festgestellt wird, daß der Motor gestartet wurde und/oder die Fahrzeuggeschwindigkeit nicht mehr gleich Null ist, wird das Simulationsprogramm automatisch gestoppt und vorzugsweise eine entsprechende Meldung ausgegeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße System weisen daher die Vorteile auf, dass diese in einem Fahrzeug leicht ausgeführt bzw. in ein solches ohne großen Aufwand eingebaut werden können. Der Kostenaufwand ist relativ gering, da die meisten Funktionen von den dafür in dem Fahrzeug vorgesehenen Funktionseinheiten ausgeführt werden und somit nicht simuliert werden müssen. Darüber hinaus erhält der Fahrer die Möglichkeit, die Auswirkungen einer Betätigung einer Funktion auf das weitere Geschehen in seinem eigenen Fahrzeug unter realitätsnahen Bedingungen zu erfahren.


Anspruch[de]
  1. 1. Simulationssystem für ein Fahrzeug zur Simulation von mindestens einer Funktion des Fahrzeugs, wobei das Simulationssystem mindestens eine Zentraleinheit (1) umfasst, die mit mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) zum Austausch von Informationen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) eine Funktionseinheit des Fahrzeugs darstellt.
  2. 2. Simulationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) des Fahrzeugs nur einen Teil der in dieser Funktionseinheit für den normalen Betrieb des Fahrzeugs zur Verfügung stehenden Funktionen ausführen kann.
  3. 3. Simulationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) des Fahrzeugs alle der in dieser Funktionseinheit für den normalen Betrieb des Fahrzeugs zur Verfügung stehenden Funktionen ausführen kann.
  4. 4. Simulationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) ein Steuergerät (21, 31, 41, 51), insbesondere ein Steuergerät (21) einer ACC-Einheit umfasst.
  5. 5. Simulationssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (1) eine Eingabevorrichtung (12) umfasst.
  6. 6. Simulationssystem gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (1) eine Anzeigevorrichtung (11) umfasst.
  7. 7. Simulationssystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (1) mit dem Datenbus des Fahrzeugs verbunden ist.
  8. 8. Simulationssystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es ausgelegt ist, für die Simulation die üblichen Anzeigeeinrichtungen des Fahrzeugs, insbesondere optische und akustische Anzeigeeinrichtungen zu nutzen.
  9. 9. Simulationssystem gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (1) eine Lesevorrichtung (13) für ROM umfasst.
  10. 10. Simulationsverfahren zur Simulation mindestens einer Funktion mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) eines Fahrzeugs, wobei das Verfahren über eine Zentraleinheit (1) gestartet wird, die mit mindestens einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) des Fahrzeugs verbunden ist, und zwischen der Zentraleinheit (1) und der mindestens einen Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) ein Austausch von Informationen stattfindet.
  11. 11. Simulationsverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentraleinheit (1) mindestens eine Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) in einen Modus bringt, in dem nur ein Teil ihrer Funktionen aktiviert ist.
  12. 12. Simulationsverfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion der mindestens einen Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) simuliert wird und die durch diese Funktion ausgelösten Befehle an weitere Funktionseinheiten (2, 3, 4, 5) des Fahrzeugs geleitet werden, ohne dass der Motor des Fahrzeugs gestartet wird.
  13. 13. Simulationsverfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Start des Simulationsverfahrens überprüft wird, daß der Motor des Fahrzeugs nicht gestartet ist und/oder die Geschwindigkeit des Fahrzeugs gleich Null ist.
  14. 14. Simulationsverfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Simulationsverfahren automatisch über ein Programm gestartet wird, das auf einem austauschbaren Speichermedium gespeichert ist.
  15. 15. Simulationsverfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch Eingabe eines Befehls in die Zentraleinheit (1) eine Funktion in einer der mindestens einen Funktionseinheiten (2, 3, 4, 5) ausgeführt wird, die das Auslösen einer Funktion mindestens einer weiteren Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) bewirkt.
  16. 16. Simulationsverfahren gemäß einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Eingabe eines Befehles über die Zentraleinheit (1) eingestellte Zustand einer Funktionseinheit (2, 3, 4, 5) die Möglichkeiten weiterer über die Zentraleinheit (1) einzugebender Befehle beeinflusst.
  17. 17. Simulationsverfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass für Anzeigen im Rahmen der Simulation die herkömmlichen Anzeigevorrichtungen des Fahrzeugs genutzt werden.






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