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Dokumentenidentifikation DE69712058T2 31.10.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0907446
Titel STICHSÄGE MIT VORRICHTUNG ZUM NACH AUSSEN DRÜCKEN DES HUBSTÖSSELS
Anmelder Milwaukee Electric Tool Corp., Brookfield, Wis., US
Erfinder BEDNAR, R., Thomas, Pewaukee, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69712058
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.05.1997
EP-Aktenzeichen 979226743
WO-Anmeldetag 06.05.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/07598
WO-Veröffentlichungsnummer 0009741989
WO-Veröffentlichungsdatum 13.11.1997
EP-Offenlegungsdatum 14.04.1999
EP date of grant 17.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2002
IPC-Hauptklasse B23D 49/16

Beschreibung[de]
ANWENDUNGSGEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der Motorwerkzeuge und im Besonderen auf das Gebiet der Stichsägen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Stichsägen werden zum Schneiden einer Vielfalt von Gegenständen, wie beispielsweise von Metallohren, Holz und Trockenmauerwerk, eingesetzt. Derartige Sägen schließen im typischen Fall ein Gehäuse, eine Welle, die in dem Gehäuse für eine hin- und hergehende Bewegung angebracht ist, und einen Elektromotor ein, der Energie für die Welle über eine mechanische Vorrichtung mit hin- und hergehender Bewegung bereitstellt, welche die Drehbewegung einer Motorwelle in eine lineare Hin- und Herbewegung umwandelt. Solche mechanischen Vorrichtungen mit hin- und hergehender Bewegung können beispielsweise einen Exzenterantrieb, wie er in US-PS Nr. 5079844 offengelegt wird, oder einen Taumelscheibenantrieb einschließen, wie er in den US-PS Nr. 5025562 und 5050307 offengelegt wird.

Die Wellen von Stichsägen schließen üblicherweise bestimmte Mittel zur Befestigung eines Sägeblatts am freien Ende der Welle ein. Beispielsweise können diese Befestigungsmittel eine Klemmschraube oder eine Aufspannvorrichtung einschließen. Um das Sägeblatt an der Welle anzubringen oder von ihr abzunehmen, muß der Zugriff zu dem Ende der Welle vorhanden sein, an dem sich die Befestigungsmittel befinden. Bei manchen Sägen ist das ein Problem, da die Befestigungsmittel vollständig in das Gehäuse der Säge zurückgezogen werden können, wenn sich die Welle in der vollständig zurückgezogenen Position befindet. Wenn bei solchen Sägen die Säge so zum Stillstand kommt, daß sich die Welle in der vollständig zurückgezogenen Position befindet, muß die Welle entweder von Hand oder unter Nutzung des Motors vorgeschoben werden, bis das Ende der Welle zugänglich ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Welle kann in der Regel dadurch von Hand aus einer zurückgezogenen Position bewegt werden, daß an der Welle gezogen wird. Das kann jedoch zeitraubend und anstrengend sein. Außerdem haben viele mechanische Vorrichtungen mit hin- und hergehender Bewegung einen Totpunkt, an dem die Welle nicht von Hand aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann, wenn sich die Welle in der vollständig zurückgezogenen Position befindet. In dieser Situation muß der Motor "gerüttelt" (d. h., aussetzend betätigt) werden, bis die Welle in einer nicht-vollständig zurückgezogenen Position stehenbleibt. Ein solches Rütteln des Motors kann zeitraubend sein und kann außerdem belastend für den Motor und andere Komponenten in der Säge sein.

Eine Stichsäge, die mit einer Druckfeder zum Zurückführen der Welle ausgestattet ist, wenn der Motor deaktiviert ist, wird in US-PS Nr. 239291 offengelegt.

Bei der vorliegenden Erfindung wird das oben genannte Problem durch die Bereitstellung einer Stichsäge gemindert, bei der die Welle zur Bewegung in eine ausgezogene Position angeregt wird, um dadurch die Wahrscheinlichkeit zu verringern, daß die Welle in einer zurückgezogenen Position zum Stillstand kommt. Bei dieser Konstruktion ist es wahrscheinlicher, daß die Welle in einer Position stehenbleibt, in der das freie Ende der Welle freiliegt (d. h., nicht in das Gehäuse zurückgezogen ist), um dadurch das Anbringen oder Abnehmen eines Sägeblatts zu ermöglichen.

Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung bereitgestellt, das folgendes umfaßt:

einen Hauptkörper,

eine Welle, die beweglich in dem Hauptkörper angebracht ist, wobei die Welle aus einer zurückgezogenen Position in eine ausgezogene Position beweglich ist,

einen Antriebsmechanismus mit hin- und hergehender Bewegung, der funktionell der Welle zugeordnet ist, um die Welle hin zu der zurückgezogenen Position und hin zu der ausgezogenen Position anzutreiben,

ein Kraftantriebsmittel, das funktionell dem Antriebsmechanismus zugeordnet sind, wobei das Kraftantriebsmittel zwischen einem aktivierten und einem deaktivierten Zustand gewechselt werden kann, und

ein Vorspannelement, das mit der Welle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorspannelement bereitgestellt wird, um die Welle zur ausgezogenen Position hin zu bewegen, wenn das Kraftantriebsmittel im deaktivierten Zustand ist.

Bei einem Ausführungsbeispiel greifen die Vorspannmittel mit dem inneren Ende der Welle ineinander, könnten aber statt dessen an jeder anderen geeigneten Stelle mit der Welle ineinandergreifen. Die Bewegungsmittel schließen vorzugsweise eine Feder (z. B. eine Schraubenfeder) ein, die funktionell der Welle zugeordnet ist, könnten aber statt dessen jedes andere geeignete Mittel zur Bewegung der Welle einschließen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist ein teilweise im Schnitt gezeigter Seitenaufriß einer Stichsäge, welche die vorliegende Erfindung verkörpert.

Fig. 2 ist eine vergrößerte partielle Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Stichsäge mit der ausgezogenen Welle.

Fig. 3 ist eine vergrößerte partielle Schnittansicht der Fig. 2 mit der zurückgezogenen Welle.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Fig. 1 bis 3 veranschaulichen eine Stichsäge 10, welche die Merkmale der vorliegenden Erfindung verkörpert. Die Stichsäge 10 schließt allgemein einen Hauptkörper 12 mit einem Griffabschnitt 14 ein. Im Hauptkörper 12 ist eine Welle 16 für eine Hin- und Herbewegung angebracht und schließt ein inneres Ende 18 und ein äußeres Ende 20 ein, an dem mit geeigneten Mitteln ein Sägeblatt 22 befestigt werden kann. Die Welle 16 ist zwischen einer nach innen zurückgezogenen Position und einer nach außen ausgezogenen Position beweglich. Außerdem ist im Hauptkörper 12 ein Gegengewicht 24 für eine Hin- und Herbewegung angebracht, um eine vibrationssenkende Kraft bereitzustellen, die den Kräften entgegenwirkt, die durch die Bewegung der Welle 16 und des zugeordneten Sägeblatts 22 erzeugt werden.

Im Hauptkörper 12 ist ein Kraftantriebsmittel in Form eines Elektromotors 26 angebracht, und ein Ein-Aus-Schalter 28 steuert die Erregung des Motors 26 zwischen dem aktivierten (z. B. mit Energie gespeisten) und dem deaktivierten (z. B. nicht mit Energie gespeisten) Zustand. Der Motor 26 schließt ein Antriebsritzel 30 ein, das mit einem Zahnrad 32 ineinandergreift, das an einer Vorgelegewelle 34 angebracht ist. Die Vorgelegewelle 34 wird im Hauptkörper 12 an einem Ende durch ein Nadellager 36 und am anderen Ende durch ein Rollenlager 38 getragen. Über der Vorgelegewelle 34 ist eine Taumelwelle 40 angeordnet und so konstruiert, daß sie primäre und sekundäre Taumelplatten 42, 44 über entsprechende Lager 46, die funktionell zwischen der Taumelwelle 40 und den Taumelplatten 42, 44 angeordnet sind, antreibt. Die primäre Taumelplatte 42 schließt einen primären Antriebsarm 48 ein, der durch einen Schlitz im Gegengewicht 24 und einen Schlitz in der Welle 16 verläuft, um treibend mit der sich hin- und herbewegenden Welle 16 ineinanderzugreifen. Die sekundäre Taumelplatte 44 schließt einen sekundären Antriebsarm 54 ein, der treibend mit dem Gegengewicht 24 ineinandergreift.

Nach der vorliegenden Erfindung schließt die Stichsäge 10 außerdem Mittel zur Bewegung der Welle 16 hin zur ausgezogenen Position ein, wenn sich das Kraftantriebsmittel im deaktivierten Zustand befindet. Beispielsweise können die Bewegungsmittel ein Vorspannmittel zum Vorspannen der Welle 16 hin zur ausgezogenen Position einschließen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel umfassen die Vorspannmittel ein Vorspannelement in Form einer Schraubenfeder 56, die zwischen dem inneren Ende 18 der Welle 16 und einer Federauflage 58, die am Hauptkörper 12 befestigt ist, angeordnet ist. Die Feder 56 ist so konstruiert, daß sie auf die Welle 16 eine in Axialrichtung nach außen wirkende Kraft ausübt, die dazu tendiert, die Welle 16 zur ausgezogenen Position hin zu bewegen.

Es sollte beachtet werden, daß die Bewegungsmittel anstelle einer Schraubenfeder jedes geeignete Mittel für die Bewegung der Welle hin zur ausgezogenen Position einschließen könnten. Beispielsweise könnten die Bewegungsmittel eine einseitig eingespannte Feder, eine Blattfeder, einen Hydraulikzylinder oder jeden anderen geeigneten Mechanismus einschließen. Außerdem brauchen die Bewegungsmittel nicht am inneren Ende der Welle wirksam zu werden und könnten statt dessen an jedem anderen Abschnitt der Welle, wie beispielsweise einem mittleren Abschnitt der Welle, wirksam werden.

Bei der Arbeit übt die Feder 56 eine nach außen gerichtete Axialkraft auf das innere Ende 18 der Welle 16 aus. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Vorspannkraft am größten, wenn die Welle 16 vollständig zurückgezogen ist, was auf die fortschreitenden Kraftcharakteristika der Schraubenfedern zurückzuführen ist. Wenn die Kraftzufuhr zur Säge 10 deaktiviert wird, dauert die Bewegung der Welle 16 auf Grund der Bewegungsenergie der sich bewegenden Teile im typischen Fall noch über eine kurze Zeitspanne an. Wenn die Welle 16 in einer anderen als der vollständig ausgezogenen Position zum Stillstand kommt, tendiert die Vorspannkraft der Feder 56 dazu, die Welle 16 hin zur ausgezogenen Position zu bewegen. Wenn sich die Welle 16 in einer stärker ausgezogenen Position befindet, wird der Zugriff zum äußeren Ende 20 der Welle 16 verbessert, wodurch das Anbringen oder Abnehmen eines Sägeblatts 22 an/von der Welle 16 erleichtert wird.

Es sollte beachtet werden, daß die Bewegungsmittel die Spindel nicht in die vollständig ausgezogene Position zu bewegen brauchen und statt dessen die Welle zur ausgezogenen Position hin, aber nicht vollständig in diese bewegen könnten. Außerdem brauchen die Bewegungsmittel die Weile nicht in allen Situationen zu bewegen. Beispielsweise könnten die Bewegungsmittel durch den Benutzer selektiv aktiviert oder deaktiviert werden.


Anspruch[de]

1. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung, das folgendes umfaßt:

einen Hauptkörper (12),

eine Welle (16), die beweglich in dem Hauptkörper (12) angebracht ist, wobei die Welle (16) aus einer zurückgezogenen Position in eine ausgezogene Position beweglich ist,

einen Antriebsmechanismus (40, 42, 44) mit hin- und hergehender Bewegung, der funktionell der Welle zugeordnet ist, um die Welle hin zu der zurückgezogenen Position und hin zu der ausgezogenen Position anzutreiben,

ein Kraftantriebsmittel (26), das funktionell dem Antriebsmechanismus zugeordnet sind, wobei das Kraftantriebsmittel (26) zwischen einem aktivierten und einem deaktivierten Zustand gewechselt werden kann, und

ein Vorspannelement (56), das mit der Welle (16) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorspannelement (56) bereitgestellt wird, um die Welle (16) zur ausgezogenen Position hin zu bewegen, wenn das Kraftantriebsmittel (26) im deaktivierten Zustand ist.

2. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung nach Anspruch 1, bei dem die Welle (16) ein äußeres Ende (20), das für die Aufnahme eines Sägeblatts (22) geeignet ist, und ein inneres Ende (18) einschließt und bei dem das Vorspannelement (56) mit dem inneren Ende (18) ineinandergreift.

3. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem das Vorspannelement eine Feder (56) einschließt, die funktionell der Welle (16) zugeordnet ist.

4. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung nach Anspruch 3, bei dem die Feder eine Schraubenfeder (56) einschließt.

5. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, bei dem die Welle (16) ein äußeres Ende (20), das für die Aufnahme eines Sägeblatts (22) geeignet ist, und ein inneres Ende (18) einschließt und bei dem die Feder (56) mit dem inneren Ende (18) ineinandergreift.

6. Motorwerkzeug mit Hin- und Herbewegung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Antriebsmechanismus mit hin- und hergehender Bewegung eine Taumelplatte (42, 44) einschließt.







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